CH351244A - Handwebvorrichtung - Google Patents

Handwebvorrichtung

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CH351244A
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hand weaving
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weaving device
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Epstein Herman
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Epstein Herman
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D03—WEAVING
    • D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D29/00—Hand looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


      Handwebvorrichtung       Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine     Hand-          webvorrichtung    mit einem     Betteil,    bestehend aus  einer Grundplatte und von dieser abstehenden Stiften,  welche im Abstand voneinander in Längs- und Quer  reihen angeordnet sind und zur     Halterung    und Füh  rung der Schuss- und     Kettfäden    dienen.  



  Gemäss der Erfindung ist eine solche     Handweb-          vorrichtung    gekennzeichnet durch eine     zwischen    den  Stiften einstellbare Führungsschiene und durch ein       bezüglich    dieser Schienen einstellbares Gerät, be  stehend aus einem Handgriff mit vorstehenden     Stiften     und mit an der Basis dieser Stifte angeordneten       Trennwänden,    deren Dicke gleich dem Abstand zwi  schen den Stiften     zweier    benachbarter Stiftreihen des  Betteils ist.  



  In der beiliegenden Zeichnung sind Ausführungs  formen des Gegenstandes der Erfindung beispiels  weise dargestellt.  



       Fig.    1     zeigt    eine schaubildliche Ansicht einer Aus  führungsform des Betteils mit mehreren eingelegten  Schuss- und     Kettfäden.     



       Fig.2    zeigt schaubildlich die Anordnung eines  von Hand zu bedienenden Gerätes über dem Betteil  zum Niederdrücken der     Kettfäden.     



       Fig.3    und 3A bis 6 und 6A veranschaulichen  schematisch die Wirkungsweise der     Handwebvorrich-          tung.     



       Fig.    7 zeigt eine weitere     Ausführungsform    des von  Hand zu bedienenden Gerätes.  



       Fig.    8 zeigt in     teilweise        geschnittener    Draufsicht  das Gerät gemäss     Fig.    7 im Eingriff mit den das Garn  haltenden Stiften des Betteils.  



       Fig.    9     veranschaulicht    verschiedene mögliche  Arten der Gruppierung der Stifte im von Hand zu be  dienenden Gerät.  



  Der in     Fig.    1 gezeigte     Betteil    der     Handwebvor-          richtung    besteht aus einer Grundplatte 1, von der    Stifte 2 vertikal abstehen, die in sich kreuzenden  Längs- und Querreihen angeordnet sind. Rinnen 3  zwischen den Stiften 2 dienen zur Halterung von ein  gelegten     Kettfäden    in einer parallelen Ebene oberhalb  der Grundplatte 1.

   Weitere, im     Winkel    von 90  zu  den die     Kettfäden    aufnehmenden     Rinnen    3 enthalten  den Reihen verlaufende     Reihen    sind mit     Nadelfüh-          rungsrinnen    4 versehen, die tiefer liegen als die  Rinnen 3 und die zur Aufnahme einer in     Fig.    6 dar  gestellten     Webenadel    19 dienen.  



  Zur Vorbereitung der     Handwebvorrichtung    zum  Weben werden     Kettfäden    und     Schussfäden    in ab  wechselnder Folge quer zueinander eingelegt, wobei  die     Stifte    2 eine seitliche Verschiebung der Fäden       verhindern.    Zuerst     wird        eine    Gruppe von     Keafäden    5  in die Rinnen 3     eingelegt,

      indem der Faden zweier       nebeneinanderliegender        Kettfäden    um äusserste Stifte 2  am Rand des Betteils geschlungen     wird.    Daraufhin  wird eine Gruppe von     Schussfäden    6 quer zu und über  die     Kettfäden    5 eingelegt, woraufhin     eine    zweite  Gruppe von     Kettfäden    7 quer zu den     Schussfäden    6  und über diese     in    Reihen eingelegt werden     (Fig.    1).  Die     fiandwebvorrichtung    ist damit für das Weben vor  bereitet.  



  Zum Verweben der Fäden 5, 6 und 7 wird ein       spezielles    Gerät     verwendet,    das mit dem Betteil so in  Wirkungsverbindung gebracht werden kann, dass be  stimmte obere     Kettfäden    7 ,so unter die unteren     Kett-          fäden    5 gedrückt werden, dass eine     eingefädelte    Nadel,  die einen     Schussfaden    8     führt,    längs der     Nadelfüh-          rungsrinne    4 zwischen die     Kettfäden    5 und 7 ein  geführt werden kann,

   um     die    in     Fig.    1 rechts dar  gestellte     Verwebung    herzustellen.  



  Ein solches von Hand zu bedienendes Gerät ist in       Fig.    2 dargestellt und mit 10 bezeichnet. Es besteht  aus einem     Handgriff    11, von dem ein Schenkel     10a     absteht, der     Stifte    12     aufweist.        Trennwände    13 an dem      Schenkel unterhalb des     Handgriffes    weisen einander  gegenüberliegende Seiten auf, die durch     Vertikal-          wände    14a an der Vorderseite     und    Rückseite des  Schenkels des Gerätes     begrenzte        Passschlitze    bilden.

    Die Trennwände 13     sind    so ausgebildet, dass sie bün  diggleitend zwischen die     Stifte    2 des Betteils passen,  so     d'ass,    wenn das Gerät 10 mit seinen     Trennwänden     13 zwischen die Stifte     zweier        Stiftreihen    des     Betteils          eingreift,    das Gerät fest     in    seiner Lage für den Webe  vorgang gehalten     wird.    Einige der Trennwände, im  allgemeinen die an den Längsenden des     Webewerk-          zeuges    angeordneten,

   sind mit     horizontalen    Anschlä  gen 14 versehen, die an der Oberseite der Stifte 2  zur Anlage kommen, so dass die Abwärtsbewegung  des Gerätes 10 so begrenzt wird, dass die     Kettfäden     für den     Webeschritt    ausreichend tief herabgedrückt  werden.

   In     ähnlicher        Weise    liegen die Wände 14a       während    der Abwärtsbewegung des Gerätes 10 bün  dig und gleitend an den entsprechenden     Betteilstiften    2  an, so dass sie zusammen mit den einander gegen  überliegenden Seiten der Trennwände 13 eine Ver  schiebung des Gerätes 10 während des     Webens    in  Längsrichtung oder seitlicher Richtung     verhindern.     



       Eine    Führung für das Gerät 10 ist durch eine  flache längliche Schiene 15 gebildet, die     bündig    in  den die     Nadelführungsrinne    4     enthaltenden    Zwischen  raum passt. Weiterhin ist eine Nadelöffnung 16 vor  gesehen, die durch das Gerät 10 zwischen den     Bett-          teilstiften        verläuft,    durch die die eingefädelte Nadel  19     (F!,.    6) geführt werden kann, wenn das Gerät 10  mit dem Betteil für den     Webvorgang    vollkommen ver  zahnt ist.  



  Die Schiene 15 passt, wie in     Fig.2    dargestellt,  bündig zwischen die Stifte     zweier        Stiftreihen    des Bett  teils. Das Gerät 10 passt seinerseits auf die Schiene  15. Dementsprechend gleitet die Schiene 15, wenn  ein leichter Druck auf das Gerät 10 ausgeübt wird,  nach unten zwischen die Stifte des     Betteils.    Nachdem  die Trennwände 13 des Gerätes 10 und die vertikalen  Wände 14a mit den     Betteilstiften    2 zu kämmen be  gonnen haben, wird die Schiene 15     horizontal    aus  dem     Betteil    herausgezogen, ohne dass das Gerät 10  entfernt wird.

   Das Gerät 10 wird dann weiter in  seine     Endstellung    niedergedrückt, bis es durch An  schlag der     Betteilstifte    2 mit den     horizontalen    An  schlägen 14 aufgehalten wird. Auf diese     Weise    ist  das Gerät in seiner Stellung vollständig verzahnt und  kann sich nicht nach der Seite oder in Längsrichtung  verschieben.     Eine    ins     Einzelne    gehende Zerlegung  der Wirkungsweise der     Handwebvorrichtung    ist sche  matisch in den     Fig.3    und 3A bis 6 und 6A dar  gestellt.  



  Die     Fig.    3 und 3A zeigen eine Vorderansicht bzw.  eine Seitenansicht des die     Kettfäden    5 und 7 und die       Schussfäden    6 sowie die     Nadelführungsrinne    4 ent  haltenden Betteils und des den     Handgriff    11, den       Schenkel    10a,     die    Stifte 12 und die Trennwand 13  zur     Aufnahme    der Stifte, den Anschlag 14, die ver  tikalen Wände 14a und die     Webeöffnung    16 auf  weisenden Gerätes 10.

           Fig.    4 und 4A zeigen ähnliche Ansichten, wobei  die Führungsschiene 15 in den Betteil     zur    Aufnahme  des Gerätes 10     eingesetzt    ist, das     in    den     Fig.    5 und 5A  druckschlüssig zwischen zwei Reihen von Betteil  stiften     eingepasst    ist.  



  Die     Fig.    6 und 6A zeigen das Gerät 10,     wenn    es  nach Entfernung der     Führungsschiene    15     in        seine     von dem Anschlag 14 begrenzte Endstellung nieder  gedrückt wurde.

       Fig.    6A     zeigt,    auf welche Weise die       Kettfäden    5 und 7 von den unteren Flächen der Stifte  der Gerätes 10 selektiv     getrennt    werden, wenn das  Gerät in     seinen    verzahnten Eingriff mit dem     Betteil     nach unten gedrückt wird, wobei die durch die Na  delführungsrinne 4 des Betteils und die     Webeöffnung     16 des Gerätes 10 gebildete Nadelöffnung frei bleibt.

    Es     wird    nun eine eingefädelte Nadel 19, die eine       Schusslänge    Garn     enthält,    durch die Nadelöffnung ein  P     a        führt,        um        eine        Verwebung   <B>-</B>     mit        den        Kettfäden   <B>5</B>  und 7 zu erzeugen. Anschliessend wird das Gerät 10  vom Betteil abgehoben. Der Vorgang kann nun bei  benachbarten Stiftreihen wiederholt werden.  



  Obwohl bei der dargestellten     Ausführungsform     lediglich die am Ende angeordneten, die Stifte auf  nehmenden Trennwände des Gerätes 10 einen hori  zontalen Anschlag 14 zur Begrenzung der Abwärts  bewegung des Gerätes 10 aufweisen, ist es ohne wei  teres verständlich, dass weitere oder sämtliche Trenn  wände einen derartigen Anschlag zur Anlage mit den  mit ihnen verzahnten     Betteilstiften    aufweisen können.  



  In den     Fig.    7 und 8 ist eine weitere     Ausführungs-          form    eines Gerätes, das mit den     Betteilstiften    zu  sammenarbeiten kann, dargestellt. Bei dieser Aus  führungsform weisen die Stifte 12 eine besondere       Querschnittsgestaltung    auf, bei der ein Teil des Quer  schnittes etwas     grösser    und der andere Teil etwas klei  ner als der Abstand zwischen den     Betteilstiften    ist.

    Wenn dementsprechend das Gerät mit den beson  ders gestalteten Stiften mit den Stiften des Betteils ver  zahnt wird, liegen die Stifte zwischen und teilweise  um die     Betteilstifte    und werden in dieser Lage fest  gegen seitliche Verschiebung oder gegen Längsver  schiebung gehalten. Dies ist in     Fig.8    dargestellt.       Fig.8    stellt dabei eine     vergrösserte,    teilweise ge  schnittene Draufsicht dar,     in    der die besonders ge  stalteten Stifte 12 zwischen und teilweise um die       Betteilstifte    2 liegen.

   Das wesentliche Merkmal dieser  Gestaltung der Stifte liegt dabei darin,     dass,    wenn das  Gerät in Verzahnung mit dem     Betteil    kommt, die be  sonders gestalteten     Stifte    eine seitliche Verschiebung  oder eine     Längsverschiebung    des Gerätes verhindern,  auch bevor die Trennwände 13 mit den     Betteilstiften     kämmen.  



  Die Fähigkeit des neuen Gerätes, sich selbst mit  dem Betteil zu versperren, vereinfacht die Webe  -schritte     und    ermöglicht die Herstellung von Web  waren besserer Gleichförmigkeit.  



  Das Gerät kann mit einer beliebigen Anzahl von  Stiften oder mit bestimmten Gruppen von Stiften her  gestellt werden. Durch     Änderung    der     Anzahl    der  Stifte und des Abstandes zwischen     denselben        in    jeder      beliebigen Folge können verschiedene Muster gewebt  werden.  



       Fig.    9 zeigt verschiedene     Ausführungsformen    des       Stiftenteils    des Gerätes<I>(A, B</I> und     C)    zur Erläuterung  von einigen verschiedenen Stiftgruppierungen oder  -folgen, die zur Herstellung von verschiedenen Webe  mustern verwendet werden können.  



  Es ist wesentlich, dass Gerät und Betteil aus einem  geeigneten Material hergestellt werden, das feder  ähnliche Eigenschaften,     Masshaltigkeit    und entspre  chende     Festigkeiten    aufweist. Ein geeignetes Material  ist ein in Hitze gehärteter Kunstharz, beispielsweise  ein     Styrol-Acrylnitril-Mischpolymerisationsprodukt    für  thermoplastische     Spritzgussverfahren.    Es können je  doch auch andere     Kunstharze    verwendet werden, die  die angegebenen     erwünschten    Eigenschaften auf  weisen.

   Ein     Styrol-Acrylnitril-Mischpolymerisat,    das  sich für den vorliegenden Zweck als besonders       geeignet    erwiesen hat, wird in USA unter der  Nr.     RMF    4000 N-1 von der Union     Carbide        and        Car-          bon        Chemical        Company    vertrieben.  



  Es ist wesentlich, dass das Material     federähnliche     Eigenschaften aufweist, so dass das Gerät bündig     in     den Betteil passt und mit diesem     verzahnt    werden  kann, indem die beiden Teile lediglich druckschlüssig  ineinander     eingepasst    werden, so     d'ass,    wenn der nach  abwärts gerichtete Druck angewendet wird, die     Stifte     des Gerätes mit ihren federähnlichen Eigenschaften  dementsprechend, wo     erforderlich,    genügend genau  gehalten werden.

   In ähnlicher Weise werden die     Stifte     von den Trennwänden und Anschlägen des Gerätes  bündig mit dem     geringstmöglichen        Aufwand    gehalten,  der erforderlich ist, um die eingedrückten Fäden in  ihrer Lage während der Herstellung der Verwehung  zu halten. Das Material soll auch     massbeständig    .sein,  so dass es sich beim Gebrauch nicht unzulässig wirft  oder schrumpft. Die Festigkeit soll so hoch liegen, dass  die Teile beim normalen Gebrauch nicht beschädigt  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Handwebvorrichtung mit einem Betteil bestehend aus einer Grundplatte (1) und von dieser abstehenden Stiften (2), welche im Abstand voneinander in Längs- und Querreihen angeordnet sind und zur Halterung und Führung der Schuss- und Kettfäden dienen, ge- kennzeichnet durch eine zwischen den Stiften ein stellbare Führungsschiene (15) und durch ein be züglich dieser Schiene einstellbares Gerät (10), be stehend aus einem Handgriff (11) mit vorstehenden Stiften (12)
    und mit an der Basis dieser Stifte an geordneten Trennwänden (13), deren Dicke gleich dem Abstand zwischen den Stiften (2) zweier be nachbarter Stiftreihen des Betteils ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Handwebvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass am Handgriff ein Schenkel (10a) gebildet ist, der die genannten Trennwände (13) aufweist, die so an die Stifte (12) des Gerätes an- grenzen, dass die Fussteile der Stifte (2) von den Trenn wänden (13) abstehende Seitenwände (14a)
    bilden.- 2. Handwebvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Paar gegen überliegende Trennwände (13) mit Absätzen (14) zur Begrenzung der Abwärtsbewegung des Gerätes auf den Betteil versehen ist. 3. Handwebvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stifte (12) des Gerätes im Querschnitt einen Teil aufweisen, der breiter und einen Teil, der schmäler ist als der Abstand zwischen den Betteilstiften (2).
    4. Handwebvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Paar gegenüberliegende Trennwände (13) mit Absätzen (14) zur Begrenzung der Abwärtsbewegung des Ge rätes auf den Betteil versehen ist. 5. Handwebvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Gerät und der Betteil aus einem Styrol-Acrylnitril-Mischpolymerisat be stehen. 6. Handwebvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Gerät, der Betteil und die Führungsschiene aus einem Styrol-Acrylnitril- Mischpolymerisat besähen.
CH351244D 1954-10-18 1955-10-18 Handwebvorrichtung CH351244A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202020106268U1 (de) 2020-11-02 2022-02-03 Gabriela Kaiser Vorrichtung zum Reparieren oder Veredeln von Textilstücken

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