CH351354A - Verfahren zur Herstellung saurer Monoazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung saurer Monoazofarbstoffe

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CH351354A
CH351354A CH351354DA CH351354A CH 351354 A CH351354 A CH 351354A CH 351354D A CH351354D A CH 351354DA CH 351354 A CH351354 A CH 351354A
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sulfonic acid
alkyl
amino
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Inventor
Franz Dr Frisch
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Sandoz Ag
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00—Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/24—Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing both hydroxyl and amino directing groups
    • C09B29/28—Amino naphthols
    • C09B29/30—Amino naphtholsulfonic acid

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Description


  Verfahren zur Herstellung saurer     Monoazofarbstoffe       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung saurer     Monoazofarbstoffe     der Formel  
EMI0001.0003     
    worin  x eine am Stickstoffatom mono- oder     disubstituierte          Sulfonsäureamidgruppe,    eine     Arylsulfonyl-    oder       Aralkylsulfonylgruppe,    eine gegebenenfalls durch  Chloratome,     Alkyl-    oder     Cycloalkylreste    substi  tuierte     Sulfonsäurearylestergruppe,    eine     Arylcar-          bonylgruppe,

      eine     Carbonsäurealkylestergruppe,     eine durch     Alkyl-    oder     Arylreste    substituierte       Carbonsäureamidgruppe    oder eine     Acylamino-          gruppe    bedeutet,       Ri    Wasserstoff oder     Methyl,          R2    Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substi  tuierten     Alkyl-    oder     Cycloalkyl-    oder     Aralkylrest,     und       R.;

      einen gegebenenfalls substituierten     Alkyl-,        Cyclo-          alkyl-,        Aralkyl-    oder     Arylrest    bedeuten.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch  gekennzeichnet, dass man 1     Mol    der     Diazoverbindung     aus einer     1-Amino-benzol-2-sulfonsäure    der Formel  
EMI0001.0034     
    worin y = x oder die     NO.-Gruppe    bedeutet, mit 1     Mol     einer     Azokomponente    der Formel  
EMI0001.0038     
    in saurem Medium kuppelt und in den Verbindungen,  in welchen y die     NO.,-Gruppe    bedeutet, diese redu  ziert und die erhaltene     Aminogruppe        acyliert.     



  In     Monoazoverbindungen,    in welchen y eine  leicht     verseifbare        Acylaminogruppe    bedeutet, kann  man die     Acylaminogruppe    zur     Aminogruppe        hydro-          lysieren    und die freigemachte     Aminogruppe    mit einem  funktionellen Derivat einer     Carbon-    oder     Sulfonsäure,     z. B. mit einem     Halogenameisensäureester,    in eine  von y verschiedene     Acylaminogruppe    überführen.  



  Als     Substituent    x kommen z. B. in Betracht: die       Sulfonsäuremethyl-,        -(3'-methoxy)-propyl-,        -butyl-          oder        -nonylamidgruppe,    die     Sulfonsäuredimethyl-          oder        -dibutylamidgruppe,    die     Sulfonsäurephenyl-,          -(4'-methyl)-phenyl-,        -(4'-methoxy)-phenyl-,        -(4'-chlor)-          phenyl-,

          -N-methyl-N-phenyl-    oder     -N-benzyl-N-          phenyl-amidgruppe,    die     Phenylsulfonyl-    oder die       Benzylsulfonylgruppe,    die     Sulfonsäure-(3'-chlor-,        -(4'-          methyl)-,        -(4'-tert.        butyl)-    oder     -(4'-cyclohexyl)-          phenylestergruppe,    die     Phenylcarbonylgruppe,    die       Carbonsäurebutyl-,        -octyl-,        -phenyl-,

          -(4'-methyl)-          phenyl-    oder     -(4'-chlor)-phenylamidogruppe,    die       Acetyl-,        Butyryl-,        Dodecanoyl-,        (2',4'-Dichlor)-          phenoxyacetyl-,        Benzoyl-,        (2',4'-Dichlor)-benzoyl-,          Carbomethoxy-,        Carbäthoxy-,        Carbobutoxy-    oder       Carbodecyloxyaminogruppe.         In der     Azokomponente    werden als  
EMI0002.0002     
    bevorzugt:

   die     Sulfonsäuremethyl-,        -äthyl-,        -propyl-,          -butyl-,        -nonyl-,        -(3'-methoxy)-propyl-,        -dimethyl-,          -dibutyl-,        -cyclohexyl-,        -benzyl-,        -phenyl-,        -(4'-          methyl)-phenyl-,        -(4'-methoxy)-phenyl-,        -N-methyl-          N-phenyl-,        -N-äthyl-N-phenyl-,

          -N-cyclohexyl-N-          phenyl-,        -N-benzyl-N-phenyl-    oder     -N-methyl-N-          naphthyl(1/2)-,        -N-äthyl-N-naphthyl(1/2)-,        -N-benzyl-          N-naphthyl(1/2)-,        -N-benzyl-N-2',3'-tetramethylen)-          phenyl-    und     -N-methyl-N-(3',4'-tetramethylen)-phe-          nylamidogruppe.     



  Die     Diazotierung    der     1-Amino-benzol-2-sulfon-          säure    wird zweckmässig in üblicher Weise indirekt  ausgeführt. Die Kupplung der erhaltenen     Diazokom-          ponente    mit der     Azokomponente    der Formel     (III)     erfolgt mit Vorteil in schwach saurem, vorzugsweise  essigsaurem, Medium bei Temperaturen von 0 bis  20  C. Die erhaltenen     Monoazofarbstoffe    fallen meist  sofort nach ihrer Bildung aus; nötigenfalls werden  sie     ausgesalzen;    man filtriert sie ab, wäscht sie mit  wenig kaltem Wasser oder mit einer Salzlösung und  trocknet sie.

   Nach dem Mahlen stellen sie rote Pulver  dar, welche sich in Wasser mit roter Farbe lösen und  Wolle, Seide, synthetische     Polyamidfasern    und Leder  aus neutralem bis schwach saurem Bad in roten  Tönen von sehr guter Lichtechtheit und guten bis  sehr guten     Nassechtheiten    färben.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente,  und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel l</I>  32,8 Teile 1-Amino-2-sulfo-benzol-5-sulfon-         säurephenylamid    werden mit 6,9 Teilen Natrium  nitrit auf übliche Art indirekt     diazotiert    und die salz  saure Suspension der     Diazoverbindung    wird unter  Rühren mit der feinen Suspension von 32,8 Teilen       2-Amino-8-hydroxy-naphthalin-6-sulfonsäure-          N-methyl-N-phenylamid     in 500 Teilen Wasser bei 5-10  vermischt.

   Dann tropft       man        eine        20%ige        Natriumacetatlösung        zu,        bis        die     kongosaure Reaktion verschwunden ist. Wenn nach  mehrstündigem Rühren die Kupplung beendet ist,  wird der völlig ausgeschiedene rote Farbstoff     abfil-          triert,    mit kaltem Wasser gewaschen, gegebenenfalls  aus heissem Wasser umgelöst und getrocknet.

   Er ist  ein rotes Pulver, das sich in heissem Wasser mit roter  Farbe löst und Wolle, Seide und synthetische     Poly-          amidfasern    aus neutralem bis schwach saurem Bad  in reinen roten Tönen von sehr guter Lichtechtheit  und sehr guten     Nassechtheiten    färbt.  



  <I>Beispiel 2</I>  37,7 Teile     1-Amino-2-sulfo-benzol-5-sulfonsäure-          n-nonylamid    werden wie im Beispiel 1     diazotiert.    Die  ausgeschiedene     Diazoverbindung    wird in die feine  Suspension von 31,4 Teilen     2-Amino-8-hydroxy-          naphthalin-6-sulfonsäurephenylamid    in 500 Teilen  Wasser bei 5-l0  eingerührt.

   Dann tropft man eine       20        %        ige        Natriumacetatlösung        zu,        bis        die        kongosaure     Reaktion verschwunden ist. Nach mehrstündigem Rüh  ren ist die Kupplung beendet und der ausgeschiedene  rote Farbstoff wird abgesaugt, mit wenig kaltem Was  ser gewaschen, gegebenenfalls aus heissem Wasser um  gelöst und getrocknet. Er ist ein rotes Pulver mit ähn  lichen Eigenschaften wie der Farbstoff aus Beispiel 1.  



  In der folgenden Tabelle sind weitere     Monoazo-          farbstoffe    aufgeführt, welche der Formel (1) entspre  chen und durch die Symbole x,     R1,        R,    und     R3    sowie  durch den Farbton ihrer Färbungen auf Wolle charak  terisiert sind.

    
EMI0002.0079     
  
    <I><U>Tab</U>e<U>ll</U>e</I>
<tb>  Beispiel <SEP> Farbton
<tb>  x <SEP> Ri <SEP> R= <SEP> R:3 <SEP> der <SEP> Färbung
<tb>  Nr.
<tb>  auf <SEP> Wolle
<tb>  3 <SEP> Benzylsulfonyl <SEP> Wasserstoff <SEP> Cyclohexyl <SEP> Phenyl <SEP> rot
<tb>  4 <SEP> Sulfonsäure-(4'-butyl)  phenylester <SEP> do. <SEP> Methyl <SEP> Methyl <SEP> blaurot
<tb>  5 <SEP> Phenylcarbonyl <SEP> do. <SEP> Wasserstoff <SEP> n-Butyl <SEP> Scharlach
<tb>  6 <SEP> Carbonsäuredecylester <SEP> do. <SEP> do. <SEP> n-Propyl <SEP> Scharlach
<tb>  7 <SEP> Carbonsäurephenylamid <SEP> Methyl <SEP> do. <SEP> Methyl <SEP> blaurot
<tb>  8 <SEP> (2',4'-Dichlor)-benzoylamino <SEP> Wasserstoff <SEP> do. <SEP> Cyclo-hexyl <SEP> rot
<tb>  9 <SEP> Sulfonsäure-(3'-methoxy)  propylamid <SEP> do. <SEP> Benzyl <SEP> Phenyl <SEP> rot
<tb>  10 <SEP> Sulfonsäuredibutylamid <SEP> do.

   <SEP> Methyl <SEP> Phenyl <SEP> rot
<tb>  11 <SEP> Sulfonsäure-(4'-cyclohexyl)- <SEP> do. <SEP> Wasserstoff <SEP> 3 <SEP> -Methoxypropyl <SEP> rot
<tb>  phenylester       
EMI0003.0001     
  
    <I>Tabelle</I> <SEP> (Fortsetzung)
<tb>  Beispiel <SEP> Farbton
<tb>  x <SEP> R, <SEP> R2 <SEP> R3 <SEP> der <SEP> Färbung
<tb>  Nr. <SEP> auf <SEP> Wolle
<tb>  12 <SEP> Carbonsäurebutylester <SEP> do. <SEP> Äthyl <SEP> Naphthyl <SEP> (2) <SEP> Scharlach
<tb>  13 <SEP> Carbonsäurebutylamid <SEP> Methyl <SEP> Methyl <SEP> Benzyl <SEP> blaurot
<tb>  14 <SEP> Dodecanoylamino <SEP> Wasserstoff <SEP> Wasserstoff <SEP> Phenyl <SEP> rot
<tb>  15 <SEP> Carbomethoxyamino <SEP> do. <SEP> Benzyl <SEP> (2,3-Tetra- <SEP> rot
<tb>  methylen)-phenyl
<tb>  16 <SEP> Carbo-octyl-oxyamino <SEP> do. <SEP> Äthyl <SEP> Benzyl <SEP> rot
<tb>  17 <SEP> (2',4'-Dichlor)-phenoxy- <SEP> do.

   <SEP> Methyl <SEP> Phenyl <SEP> rot
<tb>  acetylamino

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung saurer Monoazofarb- stoffe der Formel EMI0003.0004 worin x eine am Stickstoffatom mono- oder disubstituierte Sulfonsäureamidgruppe, eine Arylsulfonyl- oder Aralkylsulfonylgruppe, eine gegebenenfalls durch Chloratome, Alkyl- oder Cycloalkylreste substi tuierte Sulfonsäurearylestergruppe, eine Arylcar- bonylgruppe, eine Carbonsäurealkylestergruppe,
    eine durch Alkyl- oder Arylreste substituierte Carbonsäureamidgruppe oder eine Acylamino- gruppe, RI Wasserstoff oder Methyl, R" Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substi tuierten Alkyl- oder Cycloalkyl- oder Aralkylrest, und R3 einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-, Cyclo- alkyl-,
    Aralkyl- oder Arylrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol der Diazo- verbindung aus einer 1-Amino-benzol-2-sulfonsäure der Formel EMI0003.0035 worin y = x oder die N02 Gruppe bedeutet, mit 1 Mol einer Azokomponente der Formel EMI0003.0039 in saurem Medium kuppelt und in den erhaltenen Verbindungen, in welchen y die N02 Gruppe bedeu tet, diese reduziert und die erhaltene Aminogruppe acyliert. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch,
    dadurch gekenn zeichnet, dass man in solchen erhaltenen Monoazo- verbindungen, in welchen y eine leicht verseifbare Acylaminogruppe bedeutet, die Acylaminogruppe hydrolysiert und die frei gemachte Aminogruppe durch Behandeln mit einem funktionellen Derivat einer Carbon- oder Sulfonsäure, z. B. mit einem Halogenameisensäureester, in eine von y verschie dene Acylaminogruppe überführt.
CH351354D 1956-12-21 1956-12-21 Verfahren zur Herstellung saurer Monoazofarbstoffe CH351354A (de)

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