CH351433A - Luftverdichtende Einspritzbrennkraftmaschine - Google Patents
Luftverdichtende EinspritzbrennkraftmaschineInfo
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- F02B23/02—Other engines characterised by special shape or construction of combustion chambers to improve operation with compression ignition
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Description
Luftverdichtende Einspritzbrennkraftmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine luftver- dichtende Einspritzbrennkraftmaschine mit einem min destens annähernd rotationssymmetrischen Haupt- brennraum im Kolben und einer mit dem Haupt- brennraum in ständiger Verbindung stehenden, im Zylinderkopf angeordneten Kammer, in welche die Einspritzdüse mündet, und besteht darin,
dass die Düse mit einem Strahl in die Kammer und mit einem zweiten Strahl an der Wandung des Verbindungs kanals zwischen der Kammer und dem Hauptbrenn- raum entlang in dien Hauptbrennraum spritzt, wobei die Lage und die Ausbildung des Hauptbrennraumes, des Verbindungskanals und des zweiten Strahles der art getroffen sind, dass der von dem Verbindungs kanal in den Hauptbrennraum übertretende Strahl mindestens annähernd tangential auf die Wandung des Hauptbrennraumes trifft und an dieser entlang geführt wird.
Es sind Dieselbrennkraftmaschinen bekannt, bei denen in ähnlicher Weise Kraftstoff tangential an die Wandungen einer im Kolben befindlichen Kammer ge spritzt wird, und zwar von einer im Zylinderkopf an geordneten Düse, deren Mündung etwas in die Kol benkammer hineinragt. Derartige Maschinen arbei ten nach einem Verbrennungsverfahren, bei dem der flüssige Kraftstoff eine gewisse Zeit lang an der ver hältnismässig kalten Kammerwand entlang geführt wird, dabei nach und nach verdampft und sich mit der etwa gleichsinnig strömenden Verbrennungsluft vermischt.
Es liegt auf der Hand, dass solche Maschi nen beim Starten gewisse Schwierigkeiten machen können, da dann die Kolbenkammer noch kalt ist und die niedrige Wandtemperatur eine Selbstzündung des Kraftstoffes verhindert oder doch wenigstens stark ver zögert. Man muss also bei den bekannten Maschinen einen Kompromiss schliessen und dien Kraftstoff strahl erst über ein kleines mehr oder weniger langes Stück durch die Luft führen, ehe er mit der kalten Wandung in Berührung kommt. Auf diese Weise kann der Kraftstoff beim Starten von der heissen Kom pressionsluft gezündet werden.
Die Erfindung vermeidet diesen Kompromiss zweckmässig, indem der eine Strahl sofort nach Aus tritt aus der Düse an Wandungen entlang läuft, und zwar zunächst an der Wandung des Verbindungs kanals und.dann an der Wandung des Hauptbrenn- raumes im Kolben, und indem ein zweiter Strahl in eine besondere Zündkammer eingespritzt wird, und zwar ohne Wandberührung direkt in die heisse Kom pressionsluft hinein. Zur Unterstützung der Selbst zündung, insbesondere bei kaltem Motor, kann eine Glühkerze in der Kammer angeordnet sein.
Da die im Zylinderkopf angeordnete Kammer nur de Funktion einer Zündkammer hat, braucht sie nicht so gross zu sein wie der Hauptverbrennungs- raum im Kolben. Die Einspritzdüse kann in der Nähe der übergangsstelle zwischen der Kammer und dem Verbindungskanal münden, und es wird sich empfeh len, dass die beiden Brennstoffstrahlen bzw., sofern man jeweils mehrere Strahlen anwenden will, Gruppen von Strahlen zu unterschiedlichen Zeitpunkten ein gespritzt werden, und dass auch unterschiedlich viel eingespritzt wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Kolbens und der für den Verbrennungsvorgang wichtigsten Teile des Zylinderkopfes, Fig.2 einen Längsschnitt durch Kolben und Zylinderkopf,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Kolben und Fig.4 einen Schnitt durch den Verbindungs- kanal entsprechend der Linie IV-IV in Fig. 3. Der Kolben 10 enthält einen zu der Kolben längsachse rotationssymmetrischen Hauptbrennraum 11, welcher nach dem Zylinderkopf zu mit einer kreisförmigen Öffnung 12 versehen ist. Im Zylinder kopf befindet sich eine Kammer 13, von der aus ein Verbindungskanal 14 zu dem Hauptbrennraum 11 hinführt.
Dieser Verbindungskanal befindet sich teil weise im Zylinderkopfmaterial und teilweise im Kol ben. Er mündet exzentrisch in die Öffnung 12 bzw. in den Hauptbrennraum 11 ein. Eine Einspritzdüse 15 mündet an der Verbindungsstelle zwischen der Kam mer 13 und dem Verbindungskanal 14.
Zwei Kraft stoffstrahlen werden von dieser Düse aus abgespritzt, von denen der eine (16) mitten in die Zündkammer 13 hinein spritzt und der andere (17) an der Wand des Verbindungskanals 14 entlang in den Haupt brenuraum 11 gelangt, in welcher er sich ebenfalls an der Wand entlang bewegt, und zwar von oben be trachtet in einer im Uhrzeigersinn gerichteten Kreis bewegung. Die Ansaugluft wird durch nicht näher dargestellte Massnahmen, z. B. durch eine entspre chende Führung des Ansaugkanals im Zylinderkopf, durch abgeschirmte Ventile oder dergleichen eben falls in eine im Uhrzeigersinn kreisende Bewegung versetzt.
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass der Kanal 14 mit einem Winkel von 25 bis 45 Grad gegen eine zur Zylinderachse senkrechten Ebene geneigt ist.
Der Strahl 16 dient zum Zünden, während der Strahl 17 die eigentliche Hauptverbrennung bewerk stelligen soll. Die Strahlen 16 und 17 können zeit lich nacheinander eingespritzt werden. Zu diesem Zwecke könnte die Düse im Innern für die beiden Strahlen gesonderte Leitungen aufweisen, die an zwei verschiedene Zylinder einer Kolben-Einspritzpumpe angeschlossen sind. Zur Unterstützung der Zündung beim Starten bzw. bei kalter Maschine dient eine in der Kammer 13 angeordnete Glühkerze 18. Im glei chen Sinne wirkt es, wenn die Kammer 13 durch be kannte Massnahmen, wie z.
B. geringe Kühlung oder Anordnung einer wärmeisolierenden Auskleidung warm gehalten und der Hauptbrennraum 11 möglichst gut gekühlt wird.
Statt einzelne Strahlen 16, 17 könnten auch Gruppen von Strahlen vorgesehen sein.
Es kommen ferner auch Ausführungsformen in Betracht, bei welchen pro Zylinder zwei Einspritz düsen 15 eingebaut sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Luftverdichtende Einspritzbrennkraftmaschine mit einem mindestens annähernd rotationssymmetrischen Hauptbrennraum im Kolben und einer mit dem Hauptbrennraum in ständiger Verbindung stehenden, im Zylinderkopf angeordneten Kammer, in welche mindestens eine Einspritzdüse mündet, dadurch ge kennzeichnet, dass die Düse mit einem Strahl in die Kammer und mit einem zweiten Strahl an der Wan dung des Verbindungskanals zwischen der Kammer und dem Hauptbrennraum entlang in den Haupt- brennraum spritzt,wobei die Lage und die Ausbil dung des Hauptbrennraumes, des Verbindungskanals und des zweiten Strahles derart getroffen sind, dass der von dem Verbindungskanal in den Hauptbrenn- raum übertretende Strahl mindestens annähernd Tand gential auf die Wandung des Hauptbrennraumes trifft und an dieser entlang geführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Einspritzbrennkraftmaschine nach Patentan spruch, d'ad'urch gekennzeichnet, dass in der Kam mer eine Glühkerze angeordnet ist.2. Einspritzbrennkraftmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen der Kammer weniger als die Hälfte des Volumens des Hauptbrennraumes beträgt. 3. Einspritzbrennkraftmaschine nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen der Kammer 1/.1 bis 1r, des Volumens des Haupt- brennraumes beträgt. 4. Einspritzbrennkraftmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritz düse in der Nähe der Übergangsstelle zwischen der Kammer und dem Verbindungskanal mündet.5. Einspritzbrennkraftmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Brennstoffstrahlen zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingespritzt werden. 6. Einspritzbrennkraftmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den beiden Brennstoffstrahlrichtungen unterschiedlich viel ein gespritzt wird. 7. Einspritzbrennkraftmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbin dungskanal (14) zwischen dem Hauptbrennraum (11) und der Kammer (13) tangential in die Kammer (13) einmündet.B. Einspritzbrennkraftmaschine nach Unteran spruch 7, dadurch gekennzeichnet, d'ass die Kammer (13) kugelförmig ausgebildet ist. 9. Einspritzbrennkraftmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbin dungskanal mit einem Winkel von 25 bis 45 Grad gegen eine zur Zylinderachse senkrechten Ebene ge neigt ist. 10. Einspritzbrennkraftmaschine nach Unteran spruch 9, dadurch gekennzeichnet, d'ass der Verbin dungskanal, in Draufsicht auf den Kolben betrachtet, exzentrisch zur Mitte der Öffnung des Hauptbrenn- raumes mündet.11. Einspritzbrennkraftmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des Kompressionshubes eine Luftwirbelung im Haupt- brennraum vorhanden ist, die dem Kraftstoffstrahl im Hauptbrennraum gleichsinnig gerichtet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE351433X | 1956-02-10 |
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| CH351433A true CH351433A (de) | 1961-01-15 |
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ID=6268693
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|---|---|---|---|
| CH351433D CH351433A (de) | 1956-02-10 | 1957-02-08 | Luftverdichtende Einspritzbrennkraftmaschine |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH351433A (de) |
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1957
- 1957-02-08 CH CH351433D patent/CH351433A/de unknown
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