CH351488A - Vorrichtung zum Herstellen von Formkörpern aus Faserstoff - Google Patents

Vorrichtung zum Herstellen von Formkörpern aus Faserstoff

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CH351488A
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CH
Switzerland
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mold
sieve
pot
punch
container
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English (en)
Inventor
Mueller Kurt
Toenniges Heinz
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Ebers & Mueller Fibrit
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J5/00Manufacture of hollow articles by transferring sheets, produced from fibres suspensions or papier-mâché by suction on wire-net moulds, to couch-moulds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Paper (AREA)

Description


      Vorrichtung        zum    Herstellen von Formkörpern aus     Faserstoff       Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Her  stellen von Formkörpern aus Faserstoff, z. B. eine  Vorrichtung zum automatischen Herstellen von hohlen  Formkörpern aus an eine Form     angeschlämmtem        Fa-          serstoffbrei.     



  Es ist eine Vorrichtung zum Herstellen von Form  körpern aus Faserstoff bekannt, mit einer hohlen, zur  Aufnahme von     wässrigem        Faserstoffbrei    von unten  her dienenden Siebform, welche in einem     Nassform-          behälter    dessen untere Öffnung abdeckt, die mit einem  Flansch versehen ist.

   Die erfindungsgemässe Vorrich  tung ist von dieser Art und ist dadurch gekennzeich  net, dass in waagrechtem Abstand von der Siebform  und parallel zu ihr eine perforierte hohle, auf ihrer  Innenseite mit einem elastischen Sack bekleidete Trag  form in einem mit Flüssigkeit füllbaren     Auspress-          behälter    dessen untere Öffnung abdeckt, an welcher  der Sack mit einem Flansch gehalten ist, dass ferner  unterhalb der Siebform und der Tragform ein oben  offener, mit einer     Faserstoffbrei-Zuleitung    und einer  oberen Ringdichtung versehener Topf angeordnet ist,  dessen Flansch wasserdicht gegen den Flansch und  die Siebform gehalten werden kann, dass     ferner    ein  Stempel eine poröse Form trägt,

   die sowohl in     die     Siebform als auch in die Tragform derart hinein  geführt werden kann, dass zwischen den Wänden die  ser Formen jeweils ein Abstand verbleibt, und dass  Antriebsmittel vorgesehen sind, um die Siebform und  die Tragform einerseits und den Topf und den Stem  pel anderseits relativ zueinander in waagrechter     Rich-          tung    zu bewegen, so dass der Stempel in der einen  Stellung koaxial zur Siebform, in der anderen Stellung  koaxial zur Tragform stehen kann, und dass Antriebs  mittel vorgesehen sind, um eine senkrechte Relativ  bewegung zwischen der Siebform und der Tragform  einerseits und dem Topf und dem Stempel anderseits  zu erzeugen,

   so dass der Topf in und ausser Berüh-         rung        mit    einem Flansch der Siebform und der  Stempel in die Siebform und in die Tragform hinein  und daraus heraus bewegt werden können.  



  Vorzugsweise ist der Abstand der senkrechten  Mittelachse der Siebform von der senkrechten Mittel  achse der Tragform gleich dem Abstand der senk  rechten     Mittelachse    des oben offenen Behälters von  der senkrechten Mittelachse des Stempels, und     sind     die Siebform und die Tragform mit den diese Formen  umgebenden Behältern gemeinsam in waagrechter  Richtung um den genannten Abstand derart     verschieb-          lich,    dass der Stempel in der einen Stellung in der  Mittelachse der Siebform und in der anderen Stellung  in der Mittelachse der Tragform liegt.

   Ferner ist vor  zugsweise eine Steuervorrichtung vorgesehen, die ge  eignet ist, die Teile der Vorrichtung in folgender Weise  zu steuern: In einer ersten Arbeitsstufe, in der die  Siebform genau oberhalb des oben offenen Behälters  und die Tragform genau oberhalb des Stempels liegt,  wird der genannte Behälter so weit gehoben, dass die  Flansche sich aufeinanderlegen und der Stempel so  weit in die Tragform gehoben wird, dass er sich gegen  den darin getragenen Formling legt, worauf dann  Faserbrei in den genannten Behälter in solcher Menge  eingelassen wird, dass sich ein     Formling    auf der Innen  seite der Siebform bildet und Flüssigkeit des     Faser-          breies    durch die Siebform in den sie umgebenden Be  hälter unter Druck     eintritt,

      wobei durch     die    genannte  Steuerung der Druck des in dem Behälter enthaltenen  Wassers allmählich verringert wird, in einer zweiten  Arbeitsstufe wird der oben offene Behälter und der  Stempel wieder abgesenkt, in einer dritten Arbeits  stufe wird die Siebform und die Tragform samt ihren  Behältern so weit waagrecht verschoben, dass der  Stempel unterhalb der Siebform steht, in einer vierten  Arbeitsstufe wird der Stempel in die Siebform gehoben  und dann eine solche Druckdifferenz erzeugt, dass      der Formling von der Siebform auf den Stempel ge  langt, in einer fünften Arbeitsstufe wird der Stempel  wieder abgesenkt, und in einer sechsten Arbeitsstufe  werden die Siebform und die Tragform wieder in  waagrechter Richtung bis in die     Ursprungsstellung    be  wegt.  



  Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele der  Erfindung.  



       Fig.    1 zeigt eine schaubildliche Seitenansicht, teil  weise im Schnitt, einer Vorrichtung zum Herstellen  von Formkörpern in ihrer Ausgangslage mit einem       nassgeformten    Artikel in der     Nassform    und mit einem  zum Trocknen fertigen Artikel in der     Auspressform.     



       Fig.    2     zeigt    eine Ansicht gemäss     Fig.    1 in einer  Betriebslage, in der der     Auspressstempel    in die nasse  Form eingeführt ist, wobei die     Auspressform    den zum  Trocknen fertigen Artikel an einen Halter freigibt.  



       Fig.3    zeigt einen senkrechten Schnitt mit der       Nassform    nach     Fig.    1 auf dem Formbehälter bzw.  Topf.  



       Fig.    4 ist ein senkrechter Schnitt mit der     Nassform     der     Fig.    1 über dem     Auspressstempel.     



       Fig.    5 ist ein senkrechter Schnitt mit dem     Aus-          pressstempel    innerhalb der     Auspressform.     



       Fig.    6 zeigt einen Teil der     Auspressform    in senk  rechtem Schnitt mit Konstruktionseinzelheiten.  



       Fig.    7 zeigt im senkrechten Schnitt einen Teil der       Auspressform    und des     Auspressstempels    in Arbeits  stellung.  



       Fig.    8 zeigt schaubildlich im senkrechten Schnitt  die Steuerung für das Zuführen und Abführen der  Flüssigkeit zu bzw. aus der     Auspressform,    in einer  Lage, in der ein geformter Artikel zum Trocknen frei  gegeben ist.  



       Fig.    9 entspricht     Fig.    8, wobei sich die     Auspress-          form    in einer Lage für den Transport eines     ausge-          pressten    Formkörpers befindet.  



       Fig.    10 zeigt einen Teil der nassen Form gemäss       Fig.    1 in Arbeitsstellung mit dem Formbehälter mit  konstruktiven Einzelheiten.  



       Fig.    11     zeigt    in senkrechtem Schnitt einen Teil der  nassen Form bzw.     Nassform    mit eingeführtem     Aus-          pressstempel.     



       Fig.12    zeigt in senkrechtem Schnitt einen Trocken  stempel, der in ein     Trockengesenk    eingeführt ist, und       Fig.    13 zeigt den Trockenstempel nach Los  lösung von dem     Trockengesenk.     



  Mit 1 ist der Rahmen einer hydraulischen Presse  bezeichnet, an den mittels der Träger 2 oben ein  Bügel 3 befestigt ist. Innerhalb des Rahmens 1 liegen  hydraulische Kolben 4, 6, die die rechts und links an  geordneten     Presstische    5, 7 nach oben bzw. nach unten  bewegen. An den oberen Bügel 3 sind zwei horizontal  verlaufende Radlaufbahnen 8 befestigt. Zwei     hinter-          einanderliegende    Laufkatzen 9, 10 können entlang  den Laufbahnen von der in     Fig.    1 gezeigten Lage  in die in     Fig.    2 gezeigte Lage bzw. in     umgekehrter     Richtung bewegt werden. Dies erfolgt     beispielsweise     mittels elektrischen Antriebes.

   Auf dem     Presstisch    5  ist ein Formtopf 12 zum     Nassformen    befestigt, und    unterhalb der Laufkatze 10, über dem Behälter 12,  ein     Nassformbehälter   <B>11.</B>  



  Auf dem     Presstisch    7 ist ein Stempel 14 befestigt,  über dem sich,     normalerweise    in einer Flucht, die  Form 13 befindet. Die Bewegung der Laufkatzen 9,  10 auf der Laufbahn 8 ist derart, dass die Form 13  hinter den Stempel 14 bewegt werden kann und  gleichzeitig auch die Form 11 über den Stempel be  wegt werden kann.  



  Die nasse Form besteht aus einer Siebform 17,  deren innere Fläche der Aussenfläche des zu formen  den Artikels entspricht. Die Siebform 17 hat zylin  drische Gestaltung und ist zur Formung eines hohlen  zylindrischen Artikels bestimmt. Die Siebform kann  aber auch andere Gestaltung haben, beispielsweise  konisch, prismatisch, rechteckig, quadratisch oder  domartig sein.  



  Die Aussenfläche der Siebform umgibt eine flüssig  keitsdichte Kammer 32, die dichtend an dem Rand 37  der Öffnung der Siebform anliegt. Leitungen 21, 22,  die mit dem Inneren der     Kammer    32 in Verbindung  stehen, dienen zur Zu- und Abführung von Wasser  während des Formvorgangs sowie zur Zuführung  von unter Druck stehendem Gas, beispielsweise Luft,  um die Entfernung des nassen Formkörpers von der  Siebform zu erleichtern. Der Formbehälter 12 auf dem       Presstisch    5 unterhalb der Form 11 hat einen Rand 16  einer solchen Abmessung, dass, wenn der     Presstisch    5  nach oben bewegt wird, der Rand in den Rand 37  der Siebform eintritt.

   In den unteren Teil des Form  behälters 12 mündet eine Zuführung 19 für den     wäss-          rigen        Faserstoffbrei.    Über der Zuführung 19 liegt eine  Leitfläche 30, über der eine Luftzuführung 20 liegt,  die sich bis unter den Rand 16 erstreckt. Ein Kugel  ventil 31 in der Luftzuführung 20 verhindert ein  Rückfliessen. Um den Rand 16 herum     liegt    in einer  Nut eine Ringdichtung 18. Diese Ringdichtung legt  sich gegen den     Flanschring    36 des unteren Teiles der  nassen Form 11.  



  Der Stempel 14 des     Presstisches    7 hat eine durch  brochene Form 41, die der Siebform 17 entsprechend  gestaltet ist und nur im ganzen etwas kleiner ist, so  dass bei Einführung in die Siebform 17 ein gewisser  Abstand der Wandungen besteht, der der Dicke des  zu formenden Artikels entspricht. Die durchbrochene  Form 41 hat einen Ring 39 mit einer Schulter 40, die  sich bei Einführung der Form 41 in die Siebform 17  an den Flansch 36 anlegt. Innerhalb der durch  brochenen Form 41 befindet sich ein festes Stützglied  50, so dass die Form 41 beim Pressen abgestützt ist.  Der Teil 50 hat     Abflussnuten    50a, durch die das  durch die durchbrochene Form dringende Wasser in  eine     Abflussrinne    51 fliesst, und von dort durch die       Abflussleitung    52.

    



  Über dem Stempel 14, an der Laufkatze 9 ge  lagert, hat die Form 13 eine Stütz- bzw. Tragform  24, die ungefähr der Form der Siebform 17 ent  spricht, aber etwas grösser ist und sich nach aussen       erweitert,    um die Einführung zu erleichtern und  ebenso das Herausnehmen des zum Trocknen fertigen      Artikels zu     erleichtern.    An der durchbrochenen Trag  form 24 liegt ein nachgiebiger Sack 23, beispiels  weise aus Gummi, an. Die Tragform 24 ist von einer  flüssigkeitsdichten Kammer 53 umgeben. Beide sind  auf einer gemeinsamen ringförmigen Basis befestigt.  Die nachgiebige Gummiblase 23 ist dichtend mit der  Kammer 53 verbunden, indem sie zwischen die Ring  basis der Kammer und einem weiteren Ring 54  eingeklemmt ist.

   Eine Flüssigkeitsleitung 55 führt  in die Kammer 53 zwecks Einführung und Ableitung  einer Druckflüssigkeit. Die Leitung 55 hat, wie in       Fig.    8 und 9 dargestellt, einen     Dreiwegehahn    42, einen       Abschlusshahn    45, und ist an einen Behälter 43 an  geschlossen. Auf diese Weise kann Flüssigkeit     in    die  Kammer 53 unter Druck eingelassen werden und  drückt dann auf die Blase 23, oder die Flüssigkeit  wird unter Saugwirkung abgelassen. Die Gummiblase  drückt sich dann fest gegen die innere Fläche der       Tragform    24.  



  Im Betrieb wird der     Presstisch    5 durch den hydrau  lischen Kolben 4 angehoben und damit der Form  behälter 12 in die Form 11 eingeführt, vgl.     Fig.    3.  Dann wird der den Artikel bildende     wässrige    Faser  stoffbrei durch die Leitung 19 zugeführt, der dann  langsam nach oben steigt, den Behälter und die Sieb  form füllt und eine gleichmässige Schicht Brei auf der  Innenfläche der Siebform absetzt, wobei zwischen dem  Aussen- und dem Innenteil der Form ein kleiner  Differenzdruck besteht, der ein Eindringen der Fasern  in und durch die Sieblöcher verhindert.

   Sodann wird  die Geschwindigkeit des     Faserbreidurchflusses    in der  Leitung 19 wesentlich vergrössert und so die Dicke  des nass zu formenden Artikels an der Innenfläche  der Siebform aufgebaut. Dabei wird eine gewisse  Menge Wasser aus dem Brei durch das Sieb in das  Innere der Kammer 32 gedrückt. Die Leitfläche 30  verhindert bei der Aufwärtsbewegung des Breis unter  erhöhtem Druck und Geschwindigkeit eine Wirbel  bildung, die sonst eine unregelmässige Wanddicke des  herzustellenden Artikels zur Folge haben würde.

   Nach  Aufbau der gewünschten Wanddicke wird über  flüssiger Brei aus dem Inneren der Form durch Gas  druck     entfernt,    beispielsweise durch Druckluft, die  durch die Leitung 20 zugeleitet wird und die nicht nur  den überschüssigen Brei schnell aus der Form entfernt,  sondern zusätzlich auch überschüssige Flüssigkeit des  gebildeten Artikels durch die Öffnungen der Sieb  form presst. Während des ersten Teils dieses Vorgan  ges verhindert das Kontrollventil 31 die Ansammlung  von Brei in der Luftzufuhr 20. Faserbrei, der nach  dem     Luftablass    in die Luftzufuhr eindringen würde,  würde Kerben und Narben auf der Innenfläche des  zu formenden Artikels zur Folge haben.  



  Die Siebform 17 ist so ausgebildet, dass die untere  Kante des Auslasses 21 niedriger liegt als die untere  Kante des geformten Körpers 15, so dass also die  untere Kante des geformten Körpers 15 kein zusätz  liches Wasser oder Restfeuchtigkeit absorbieren kann.  Zur Erreichung eines gleichmässigen Ablasses des  durch die Siebform gedrückten Wassers und zwecks    Vermeidung von Strömungen in der Kammer 11 hat  der untere Teil der Kammer 11 gleichmässig über  den Umfang verteilte Schlitze 33, die in ein     Ablass-          rohr    34 münden, das seinerseits mit der Leitung 21  verbunden ist. Das Wasser tritt also gleichmässig  durch die Schlitze 33 in den     Ablassring    34 und von  dort in die Leitung 21. Überschüssiges Gas kann  durch die Leitung 22 entweichen.

   Die untere Kante  des geformten Körpers 15 wird durch den oberen  Teil des Randes 16 des Formbehälters     bestimmt.    Bei  Einführung des Randes 16 konzentrisch innerhalb der  unteren Kante 37 der Siebform muss ein gewisser Ab  stand 35     (Fig.    10) verbleiben. Wenn durch diesen  Spalt Wasser     hindurchtritt,    könnte die Formung un  günstig beeinflusst werden. Um dies zu verhindern, hat  der untere Teil 37 der Siebform keine Durchbrüche.  Es hat sich gezeigt, dass sich die     Wanddicke    des Form  körpers in der Nähe des Randes 16 unterschiedlich  ausbildet.

   Um dies zu verhindern, und um den ge  formten Artikel ohne Beschädigung leicht entfernen  zu können, ist die Siebform, wie aus     Fig.    10 ersicht  lich, unten konisch erweitert.  



  Nachdem der Artikel in der beschriebenen Weise  sich gebildet hat, wird der     Presstisch    5 mit dem  Behälter 12 durch den hydraulischen Kolben 4 nach  unten bewegt. Dann werden die Laufkatzen 9, 10 auf  der Laufbahn 8 in die in     Fig.2    gezeigte Lage ge  bracht, so dass die Form über dem Stempel 14 zu  liegen kommt, wie in     Fig.    4 dargestellt. Der     Presstisch     7 wird dann durch den Kolben 6 angehoben, wodurch  sich der Stempel in die     Siebform    17 und den Form  körper 15 bewegt. Dabei verbleibt ein kleiner Ab  stand, so dass der Formkörper mechanisch nicht be  ansprucht wird.     Fig.2    zeigt den Stempel in dieser  Lage.

   Die Leitung 21 ist geschlossen, und durch die  Leitung 22 wird Pressluft eingeführt, die den Form  körper 15 von der Siebform 17 löst und ihn an den  Stempel 14 bringt. Die Luftzufuhr wird noch für  eine kleine Weile aufrechterhalten, während der  Stempel 14 wieder in seine untere Lage bewegt wird,  zusammen mit dem     Presstisch    7 und mit Hilfe des  hydraulischen Kolbens 6. Die Laufkatzen 9, 10 wer  den dann auf den Laufbahnen 8 wieder in ihre     Ur-          sprunglage        (Fig.    1) gebracht.

   Die     Pressflüssigkeit    in  der Kammer 53 ist abgelassen, vorzugsweise unter  Bildung-eines kleinen Vakuums in der Kammer, so  dass die Gummiblase 23 nach aussen fest gegen die  Innenfläche der durchbrochenen Form 24 gedrückt  wird.     Fig.    6 und 8 zeigen die Gummiblase in dieser  Lage. Der     Presstisch    7 wird dann hydraulisch durch  den Kolben 6 nach oben bewegt, so dass die durch  brochene Form 41 mit dem     Formkörper    15 in die  Form eingeführt wird. Dabei werden auf den Form  körper keine störenden mechanischen Einflüsse aus  geübt auf Grund der weiten Öffnung und des Ab  standes der Form.     Fig.    5 zeigt den     Pressstempel    und  die Form in dieser Lage.  



  Durch Verstellung des     Dreiwegehahns    42 derart,  dass die Druckwasserleitung 56 mit den Teilen der  Leitung 55 in Verbindung kommt, die in das Innere      der Kammer 53 führen, wird die Kammer 53 unter  Druck gesetzt. Durch die Leitung 56 fliesst Druck  wasser, bis im Innern der Kammer 53 ein Druck von  ungefähr 6     Atm.    besteht, wodurch die Gummiblase  23 unter Druck an den Formkörper 15 anliegt und  eine gewisse Menge Wasser durch die durchbrochene  Form 41- in die Nuten 51 und von da in den Ab  fluss 52 drückt.

   Gleichzeitig wird     d'er    Formkörper 15  zusammengedrückt, wobei seine Wandstärke     vermin-          dert    und so auch die Energie für das nachfolgende  Trocknen vermindert wird, und gleichzeitig die       Festigkeit    der Endform erhöht wird.  



  Nach diesem Pressen wird der Druck in der Kam  mer 13 stark, beispielsweise auf 0,05     Atm.,    verrin  gert, und     zwar    durch Einstellung des     Dreiwegehahnes     42 in die in     Fig.    8 und 9 gezeigte Lage, so dass also  das Druckwasser in den Behälter 43 zurückfliesst und  der durch die Höhenunterschiede zwischen Behälter  43 und Behälter 53 verursachte kleine hydrostatische  Druck auf die Gummiblase 23 drückt, die somit den  Formkörper nur leicht hält.

   Dann wird der     Presstisch    7  mit dem     hydraulischen    Kolben 6 nach unten bewegt, so  dass der Stempel 14 zurückgezogen wird und die     Press-          form    15a, von der Gummiblase 23 gehalten, in der  Form zurücklässt.  



  Bei der Einführung des Stempels 14 in die Form  13 wurde der Topf 12 nach oben mit der     Nassform     11 zur Anlage gebracht, und während des     Auspres-          sens    bildet sich, wie oben beschrieben, ein neuer  Formkörper 15 in der nassen Form 11. Gleichzeitig  mit dem Entfernen des Stempels 14 wird der Form  behälter bzw.

   Topf 12 zurückgezogen, womit die  Vorrichtung wieder die für     einen    kontinuierlichen Be  trieb in     Fig.    1 gezeigte Ausgangslage einnimmt mit  einem nassen     Formkörper    15 in der nassen Form und  einem     ausgepressten    Formkörper 15a in der     Auspress-          form.    Die Laufkatzen 9, 10 werden dann nach links       in    die in     Fig.    2     gezeigte    Lage gebracht, und der Hahn  45 wird in die in     Fig.    8 gezeigte geöffnete Stellung  gebracht, so dass das Druckwasser aus den Behältern  43, 53     ausfliesst,

      und in dem Behälter 53 ein kleines  Vakuum von beispielsweise etwa 0,2     Atm.    entsteht.  Infolge dieser Druckverringerung wird die Gummi  blase 23 nach aussen fest gegen die     Innenfläche    der  durchbrochenen Tragform 24 gedrückt, wodurch die       ausgepresste    Form 15a freigegeben wird und auf den  Halter 25 fällt, von dem sie für eine weitere Bearbei  tung entnommen werden kann. Währenddessen war  der Stempel 14 in das Innere der Form 11 ange  hoben und wird nun wieder nach unten bewegt, wobei  er den     Formkörper    15 mitnimmt.

   Die Laufkatzen 9,  10 werden dann nach rechts in die Lage nach     Fig.    1  bewegt, und     dieArbeitsfolge    wiederholt sich     in    einem  kontinuierlichen     Produktionsprozess.    Die Bewegungen  der Laufkatzen, Kolben und Ventile werden in der  beschriebenen Folge automatisch gesteuert, beispiels  weise hydraulisch oder elektrisch, so dass die Ma  schine     vollkommen    automatisch arbeitet. Statt zwei       Formen    können auch mehr Formen nebeneinander  vorgesehen sein, wodurch sich die Leistungsfähigkeit    der Vorrichtung wesentlich vergrössern lässt.

   Die  Weiterverarbeitung des     ausgepressten    Körpers 15a  kann auf verschiedene Weise erfolgen, beispielsweise  kann der Artikel über eine Fördervorrichtung zur  Trocknung in einen Ofen gebracht werden. Hierbei  erfolgt allerdings meistens ein     Schrumpfen    oder Ver  zerren des Formkörpers.  



  Zweckmässig wird der Formkörper unter gün  stigem Wärmeaufwand schnell getrocknet, wodurch  sich grosse Genauigkeit in den Abmessungen und  glatte Oberflächen     erzielen    lassen. Dies erfolgt der  art, dass der     ausgepresste    Formkörper 15a zunächst auf  einen     Heizstempel    aufgebracht wird, der anstelle des  Halters 25     (Fig.    2) angeordnet ist. Der beheizte     Trok-          kenstempel    wird dann mit dem Formkörper in ein       Trockengesenk    eingebracht, in dem er austrocknet.  



  Ein solcher Trockenstempel mit     Gesenk    ist in den       Fig.    12 und 13 dargestellt. Der Trockenstempel hat  eine durchbrochene Form 29, die der Innenfläche des  Formkörpers entspricht. Innerhalb der durchbro  chenen Form 29 befindet sich eine entsprechende  hohle Metallform 57 mit Kanälen 46. Der obere Teil  der Form 57 ist durchbrochen und führt zu einer       Druckluftleitung    59, an die die     Druckluftleitung    47  angeschlossen ist. In das Innere der Form 57 er  streckt sich ein von einem Zylinder 63 umgebener  Gasbrenner 62. Die Kanäle 46 führen zum Aus  trittskanal 60 und zur Austrittsleitung 61.  



  Das     Gesenk    27 ist ein fester Metallkörper mit der  Aussenfläche des Formkörpers entsprechender Form  gebung. Das     Gesenk    wird durch Gasbrenner 64 be  heizt. Der Trockenstempel hat einen     Schneidring    48,  dessen Aussendurchmesser dem Innendurchmesser des       Gesenkes    27 entspricht und gleichzeitig als Begren  zungsring für den getrockneten     Formkörper    und als       Schneidring    für die untere Kante dient. Der Ring ist  bei 49 unterschnitten, um ein zu starkes Einklemmen       zu        verhindern.    Der Ring 48 hält auch das durch  brochene     Gegengesenk    29 in seiner Lage.

   Das     Gesenk     27 ist unten verjüngt, um ein Einreissen der Form  teile während des     Herunterdrückens    zu vermeiden.  Die Verjüngung ist etwa 10  gegenüber der Verti  kalen.  



  Im Betrieb wird der     ausgepresste    Formkörper 15a  auf den Trockenstempel gestülpt. Dieser wird dann in  eine Lage senkrecht unter dem     Trockengesenk    27  gebracht und beispielsweise mittels eines hydrauli  schen     Presstisches    nach oben bewegt, so dass er in das       Trockengesenk    eintritt. Die untere Kante des Form  körpers legt sich an den     Schneidring    48, der dicht in  das     Gesenk    hineingedrückt wird, wodurch der Form  körper weiter zusammengedrückt wird, bis er die ge  wünschte Wandstärke und Form hat. Das     Gesenk    27  wird durch die Gasbrenner 64, und der Trocken  stempel durch den Gasbrenner 62 beheizt.

   Während  der     Beheizung    ist die Trockenpresse geschlossen, die       Beheizungszeit    hängt von der Wandstärke des Ma  terials ab. Der freie Wasserdampf entweicht durch die  durchbrochene Form 29 in die Kanäle 46 und wird  durch die     Leitung    61 abgeführt. Gegebenenfalls kann      ein Teil des Wasserdampfes auch durch die Leitung  47 abgeleitet werden. Nach Abschluss des Trocken  vorganges wird Druckluft durch die Leitung 47 ein  geführt, und die Presse durch Abwärtsbewegung des  Trockenstempels geöffnet. Die Druckluft bläst den  trockenen Formkörper von der durchbrochenen Form  29, so dass der Artikel innerhalb des     Gesenkes    ver  bleibt und erst später nach unten fällt.

   Die Trocken  presse kann bügelartig ausgebildet sein und so auto  matisch mit der Vorrichtung zur Herstellung der  Formkörper zusammenarbeiten. Da jedoch für das  Trocknen mehr als das Doppelte an Zeit notwendig  ist als für die Herstellung des Formkörpers, sind im  allgemeinen zwei oder drei Trockenvorrichtungen für  eine Formpresse notwendig. Die Trockenpresse kann  synchron mit der Formpresse zusammenarbeiten, der  art, dass sich jeweils ein Trockenstempel unter der  Tragform 24 befindet, wenn die letztere in der in       Fig.2    gezeigten Lage ist, in der ein     ausgepresster     Formkörper freigegeben wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Herstellen von Formkörpern aus Faserstoff, mit einer hohlen, zur Aufnahme von wäss- rigem Faserstoffbrei von unten her dienenden Sieb form, welche in einem Nassformbehälter (32) dessen untere öffnung abdeckt, die mit einem Flansch (37), versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in waag rechtem Abstand von der Siebform (17) und parallel zu ihr eine perforierte hohle, auf ihrer Innenseite mit einem elastischen Sack (23) bekleidete Tragform (24) in einem mit Flüssigkeit füllbaren Auspressbehälter (53)
    dessen untere öffnung abdeckt, an welcher der Sack (23) mit einem Flansch (54) gehalten ist, dass ferner unterhalb der Siebform (17) und der Tragform (24) ein oben offener, mit einer Faserstoffbrei-Zu- leitung (19) und einer oberen Ringdichtung (18) ver- sehener Topf (12) angeordnet ist, dessen Flansch (16) wasserdicht gegen den Flansch (37) des Nassform- behälters (32) und die Siebform (17) gehalten werden kann, dass ferner ein Stempel (14) eine poröse Form (41) trägt, die sowohl in die Siebform (17) als auch in die Tragform (24)
    derart hineingeführt werden kann, dass zwischen den Wänden dieser Formen (17, 24 einerseits und 41 anderseits) jeweils ein Abstand ver bleibt, und dass Antriebsmittel vorgesehen sind, um die Siebform (17) und die Tragform (24) einerseits und den Topf (12) und den Stempel (14) ander seits relativ zueinander in waagrechter Richtung zu bewegen, so dass der Stempel (14) in der einen Stel lung koaxial zur Siebform (17), in der anderen Stel lung koaxial zur Tragform (24) stehen kann, und dass Antriebsmittel vorgesehen sind, um eine senkrechte Relativbewegung zwischen der Siebform (17) und der Tragform (24) einerseits und dem Topf (12) und dem Stempel (14) anderseits zu erzeugen, so dass der Topf (12) in und ausser Berührung mit einem Flansch (36) der Siebform (17) und der Stempel (14) in die Siebform (17) und in die Tragform (24)
    hinein und daraus heraus bewegt werden können. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der senkrechten Mittelachse der Siebform (17) von der senkrechten Mittelachse der Tragform (24) gleich dem Abstand der senkrechten Mittelachse des Topfes (12) von der senkrechten Mittelachse des Stempels (14) ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sieb form (17) und die Tragform (24) mit den diese Formen umgebenden Behältern (32, 53) gemeinsam in waagrechter Richtung um den genannten Abstand derart verschiebbar sind, dass die Mittelachse des Stem pels (14) in der einen Stellung in der Mittelachse der Siebform (17) und in der anderen Stellung in der Mittelachse der Tragform (24) liegt. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebform (17) und die Tragform (24) mit ihren Behältern (32, 53) mittels Rollen auf einer Schiene fahrbar gelagert sind. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Stempel (14) und der Topf (12) unabhängig voneinander in senkrechter Richtung be wegbar sind. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass für die Bewegung des Stempels (14) und des Topfes (12) hydraulische Antriebe vorgesehen sind. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in den unteren Teil des Topfes (12) eine Zuleitung (19) für Faserstoffbrei mündet, zwi schen welcher und der oberen öffnung des Topfes eine Leitfläche (30) liegt. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in den oberen Teil des Topfes (12) eine Druckluftleitung mündet. B. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Druck luftleitung ein Rückschlagventil (31) aufweist. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der untere Flansch (37) des Nass- formbehälters (32) undurchlässig ist und bei in ihn eingeführtem Topf-Mansch (16) dieser die dem Faser stoffbrei zugängliche Länge der Siebform (17) be grenzt. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Nass- formbehälter (32) unterhalb der bei eingeführtem Topf (12) dem Faserstoffbrei ausgesetzten Länge der Siebform (17) mit Ausflussöffnungen (33) ver sehen ist. 11.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende (38) der Siebform (17) nach unten konisch er weitert ist. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Nassformbehälter (32) mit einer Druckluftleitung (22) versehen ist. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Stempel (14) mit Ablaufrillen (50a) versehen ist, die in eine um die Stempelbasis umlaufende Nut (51) münden, die mit einem Ab lauf (52) versehen ist. 14. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen heizbaren Trockenstempel (29, 57). 15.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 14, gekennzeichnet durch ein beheizbares Gesenke (27) für den Formling (15) und den Trok- kenstempel. 16. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass am untern Rand des Gesenkes (27) innen eine koni- sche Erweiterung vorhanden ist und der Trocken stempel einen unteren Flansch (48) besitzt, der sich, wenn in das Gesenke eingeführt, gegen die konische Erweiterung (28) legt und der mit einer Unterschnei- dung versehen ist. 17.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Auspressformbehälter (53) über einen Dreiweghahn (42) wahlweise mit einer Druckwasserleitung (56) und einem in seiner Höhe verstellbaren Behälter (43) verbindbar ist. 18. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem Stempel (14) auf der andern Seite als der Topf (12) und in gleichem Ab stand wie dieser eine Aufnahmeform (25) für den Formkörper (15) angeordnet ist.
CH351488D 1956-08-17 1957-08-16 Vorrichtung zum Herstellen von Formkörpern aus Faserstoff CH351488A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN118241507A (zh) * 2024-04-19 2024-06-25 广东必硕智能科技有限公司 纸瓶生产设备

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CN118241507A (zh) * 2024-04-19 2024-06-25 广东必硕智能科技有限公司 纸瓶生产设备

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