CH351547A - Stauanlage mit versenkbarem Verschlusskörper - Google Patents

Stauanlage mit versenkbarem Verschlusskörper

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CH351547A
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Cicin Paul Prof Ing Dr
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Cicin Paul Prof Ing Dr
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    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/20Movable barrages; Lock or dry-dock gates
    • E02B7/40Swinging or turning gates
    • E02B7/42Gates of segmental or sector-like shape with horizontal axis

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Description


  Stauanlage mit versenkbarem Verschlusskörper    Bei der Anlage von Stauwerken in breiten     Fluss-          läufen    besteht das Bestreben, möglichst grosse Wehr  öffnungen, d. h. möglichst grosse Abstände der Zwi  schenpfeiler vorzusehen, da grosse Wehröffnungen  besser den Anforderungen der Schiffahrt und auch  gegebenenfalls der Eisabführung genügen. Diesen Be  strebungen stehen jedoch, besonders wenn es sich  gleichzeitig um grössere Stauhöhen handelt,     insoferne     Schwierigkeiten entgegen, als sich bei freitragenden  Wehrverschlüssen infolge des hohen Wasserdruckes  und der grossen Lichtweiten ein grosser     Baustoffauf-          wand    ergibt.

   Gleichzeitig sind aber auch die Vor  richtungen für die Lagerung der Wehrverschlüsse in  den Pfeilern und die Pfeiler selbst hohen Belastungen  ausgesetzt; die Sicherung der Pfeiler gegen waag  rechtes Abgleiten kann bei wenig widerstandsfähigen  Bodenschichten zuweilen zu unüberwindlichen  Schwierigkeiten führen bzw. zur     Herabsetzung    der  Lichtweiten der Wehröffnungen Anlass geben.

   Aber  auch in den Fällen, wo als Verschlusskörper für den       Aufstau    zwischen den Pfeilern in der Sohle drehbar  gelagerte Stauklappen verwendet werden und wobei  der auf die Stauklappe wirkende Wasserdruck durch  die     Klappengelenke    zum grössten Teil unmittelbar in  die Wehrsohle geleitet wird, erwachsen - besonders  bei grösseren Stauhöhen - dadurch Schwierigkeiten,  dass an den     Klappenenden    die     zum    Bewegen der  Klappen dienenden Vorrichtungen, das sind Hub  stangen, Zahnstangen, Hubketten usw.

   sehr grossen  Belastungen durch den Wasserdruck auf die     Klappe     ausgesetzt sind und dass dadurch die die     Hubmittel     betätigenden Windwerke für diese grossen     Kräfte    be  messen werden müssen und dementsprechend einen  hohen Baustoff- und Kostenaufwand erfordern.  



  Es sind auch nach Oberwasser versenkbare Stau  verschlüsse vorgeschlagen worden, die nach Art von       Segmentverschlüssen    um in den Pfeilern angeord-         nete    Drehlager auf und ab bewegt werden können  und bei denen durch Anordnung einer nachgiebigen,  federnden Lagerung in den Pfeilern der Dichtungs  druck zwischen dem Verschlusskörper und der an  der Wehrsohle befestigten     Schleifdichtung    geregelt  werden kann. Dieser     Anpressdruck    muss jedoch  möglichst klein gehalten werden, da sonst die grosse  Dichtungsreibung eine Überbemessung der     Windwerke     bedingen würde und ausserdem die grossen Reibungs  kräfte in kurzer Zeit zu einer Zerstörung der Längs  dichtung führen würden.  



  Zweck der nachstehend beschriebenen Erfindung  ist, die vorerwähnten Schwierigkeiten zu beseitigen  und eine     Wehrverschlussart    zu schaffen, die sowohl  für den Verschlusskörper selbst als auch für das da  zugehörige Windwerk einen relativ geringen Baustoff  aufwand erfordert und gleichzeitig die Belastung der  Wehrpfeiler verringert.  



  Der Verschlusskörper ist ausser in den Pfeilern  zusätzlich noch längs     seines    unteren Randes     mit        in     Abständen angeordneten, nicht die Dichtung bilden  den, aus Laufrollen bestehenden     Abstützmitteln    ver  sehen, die sich gegen in der Wehrsohle bzw. Wehr  wanne befestigte, der     Absenkbewegung    entsprechend  geformte Laufschienen abrollend, abstützen.

   Bei     kreis-          zylinderförmiger    Stauwand bildet deren Achse die  Drehachse des Verschlusskörpers ;.sie liegt dabei auf  dessen     Oberwasserseite    und ihre Höhenlage in bezug  auf die Wehrsohle wird dann derart     gewählt,    dass die  für die Aufnahme des     völlig    abgesenkten     Verschluss-          körpers    vorgesehene Wehrwanne     eine    möglichst ge  ringe Tiefe aufweist und -der Verschlusskörper selbst  in der tiefsten     Absenklage        einen        möglichst    geringen       Aufstau    verursacht.  



  In den     Fig.    1 bis 7 sind vier Ausführungsbeispiele  der Erfindung dargestellt. Die     Fig.    1 bis 3 beziehen  sich auf zwei Anwendungsbeispiele der Erfindung      bei Wehranlagen, wobei     Fig.    1 den Querschnitt,       Fig.    2 die dazugehörige Ansicht des ersten     Ausfüh-          rungsbeispieles    und     Fig.    3 den Querschnitt des  zweiten     Ausführungsbeispieles    veranschaulicht.     Fig.    4  zeigt im Querschnitt die Anwendung der Erfindung  auf einen Schleusenverschluss, der gleichzeitig zum  Füllen und Entleeren der Schleusenkammer bestimmt  ist.

       Fig.    5 stellt     eine        axonometrische    Ansicht des  Stauverschlusses von     Unterwasser    dar und erläutert  grundsätzlich das Kräftespiel bei der     erfindungs-          gemässen    Lagerung des Verschlusskörpers.

       Fig.    6  und 7     veranschaulichen    das vierte Ausführungsbei  spiel, bei dem durch die     erfindungsgemässe    Anord  nung von aus der Sohle herausragenden Konsolen,  die zur     Abstützung    der unteren Laufrollen dienen,  ein Anheben des Staukörpers über die Staulage und  dadurch die Erzeugung eines     Spühlstrahles    unter dem  Verschlusskörper ermöglicht wird.  



  In     Fig.    1     ist    mit 1 das     kreiszylindrische,        unter-          wasserseitige,    seine innere Hohlseite dem Oberwas  ser zukehrende Mantelblech des im Querschnitt fisch  bauchähnlichen Staukörpers, das gleichzeitig die Stau  wand bildet, bezeichnet. Der untere Teil des     ober-          wasserseitigen    Mantelbleches ist mit 2 und der obere  stärker     gekrümmte    Teil mit 3 bezeichnet.

   Der durch  den Zusammenschluss der Mantelbleche gebildete       biegungs-    und verdrehungssteife, durch Endscheiben  geschlossene Hohlkörper ist in angemessenen Ab  ständen durch     Zwischenquerrahmen    4 ausgesteift, die  mit ihren unteren Begrenzungen an den längsver  laufenden Steg 5 angeschlossen sind.

   An den Quer  rahmenorten sind unterhalb des Steges 5 an diesem  sowie an den Mantelblechen 1 und 2 jeweils zwei  Wandbleche 7 -     Fig.    1. und 2 - angeschlossen, in  denen die Achsen 23 der unteren Rollen 6 gelagert       sind.    Die Laufrollen 6 sind in der Regel an jedem       Querrahmenort    vorhanden ; bei kleineren Stauhöhen  können jedoch die Rollen auch in grösseren Ab  ständen angeordnet werden..Bei dem Ausführungs  beispiel der     Fig.    1 sind die Laufrollen, da sie auch  das     oberwasserseitige    Mantelblech 2 durchdringen,  mit einer Haube 8 gegen Oberwasser abgedeckt und  dadurch gegen Verschmutzung geschützt. Die Lauf  rollen 6 durchdringen das Staublech 1 und stützen  sich gegen die in der Wehrsohle bzw.

   Wehrwanne 16  eingelassenen, aber befestigten, nach einem Kreis  bogen mit dem Mittelpunkt in der Zylinderachse 9       gekrümmten    Schienen 10. Beim Absenken bewegt  sich der     Verschlusskörper    um die Drehachse 9, wobei  die Laufrollen 6 auf den Schienen 10 abrollen und  somit in jeder     Absenklage    den Verschlusskörper ge  gen die Wehrsohle abstützen.

   Die     Lagerung    des     Ver-          schlusskörpers    in den Pfeilern erfolgt hier an den im       Pfeilermauerwerk    befestigten Achsen 14 durch die  Lager 13, die durch die beiden     Stützarme    11 und 12  mit den     Verschlusskörperenden    verbunden sind. An  die     Wehrwannensohle    16 schliesst sich auf der Unter  wasserseite     derAbfallboden    18 und auf der     Oberwas-          serseite    die normale Sohle 19 an. Die angenommene  Unterwasserspiegel ist mit 20 und der Oberwasser-    Spiegel mit 21 bezeichnet.

   Im Ausführungsbeispiel  der     Fig.    1 wurde angenommen, dass die Dichtung 15  am unterwasserseitigen Rand der Wehrwanne 16 be  festigt ist und dass das kreiszylindrische Staublech 1  beim Absenken des Verschlusskörpers an der Dich  tung 15 schleift. Da der Abstand zwischen     Ver-          schlusskörper    und Dichtungsleiste durch die unteren  Rollen 6 auf der ganzen Breite der Wehröffnung  konstant gehalten wird, hat die Gummileiste keinen  Anteil des Wasserdruckes auf dem     Verschlusskörper     aufzunehmen, sie ist infolgedessen genau einstellbar,  und der     Anpressdruck    kann so geregelt werden,

   dass  bei Aufrechterhaltung einer einwandfreien Dichtheit  die Abnutzung der Dichtungsleiste durch Reibung  beim Auf- und     Abbewegen    des     Schlusskörpers    auf ein       Mindestmass    reduziert werden kann. Das untere  Ende 17 des Verschlusskörpers ist hier schneiden  artig ausgebildet und hat den Zweck, etwa entstan  dene Ablagerungen aus der Wehrwanne mit Unter  stützung der beim Absenken entstandenen Strömung  aus der Wehrwanne zu beseitigen ; es könnte gleich  zeitig auch als Dichtung ausgebildet werden, wobei  die Dichtungsleiste dann am unteren Ende 17 des  Verschlusskörpers anzubringen wäre.

   Mit 22 ist die  obere Kante des als Überfallhaube ausgebildeten       oberwasserseitigen    Mantelbleches 3 (an der der     Zu-          sammenschluss    mit dem Staublech 1 erfolgt)  bezeichnet.  



       Fig.    2 zeigt eine Ansicht des     Ausführungsbeispie-          les    nach     Fig.    1 vom Oberwasser. Die Abstände der       Zwischenquerrahmen    4 und gleichzeitig der unteren  Laufrollen 6 bzw. der Laufschienen 10 sind mit 28  und für das Endfeld mit 29 bezeichnet.

   In dieser  Figur sind die paarweise angeordneten, der Lage  rung der     Laufrollenachsen    23 dienenden Wandbleche  7 in der Ansicht vom Oberwasser ersichtlich.     Fig.    2  zeigt ausserdem die grundsätzliche Anordnung des  Antriebes des Verschlusskörpers, bei dem ein von  der Welle 35 angetriebenes     Ritzel    34 in eine am     Ver-          schlusskörperende    befestigte Zahnstange 33 eingreift.

    Die Zahnstange kann entweder gerade sein und ist  dann gelenkig am Verschlusskörper angeschlossen,  oder sie kann am Verschlusskörper fest angeschlos  sen sein und muss dann nach einem Kreisbogen mit  dem Mittelpunkt in der Drehachse 9 des     Verschluss-          körpers    gebogen sein. Die Antriebswelle 35 ist im  Lager 36 drehbar am Pfeiler abgestützt. Die Dreh  achse 14 ist fest im     Pfeilermauerwerk    gelagert.  



  Das Ausführungsbeispiel der     Fig.    3 unterscheidet  sich von dem Ausführungsbeispiel der     Fig.    1 und 2  durch eine andersartige Ausbildung der Sohlendich  tung, die eine Spülung der Wehrwanne 16 durch Ab  lassen des Wehrverschlusses ermöglicht. Zu diesem  Zwecke ist das unterwasserseitige, als Stauwand die  nende Mantelblech 1 nach Oberwasser versetzt und  weist gegenüber einem vorspringenden, an der Sohle  befestigten Anschlagblech 25 einen mit 24 bezeich  neten Abstand.

   Gleichzeitig ist das längsverlaufende       Stegblech    5 um das Stück 26 derart nach     Unterwas-          ser    verlängert, dass in der Staulage die am Ver-      Schlusskörper befestigte Dichtung 15 von unten an  das vorstehende Sohlenblech 25 angepresst wird und  dadurch einen dichten Abschluss bildet.

   Die Fortset  zung des Staubleches 1 nach unten bildet das nach       Unterwasser    versetzte Mantelblech 27.     Wird    der     Ver-          schlusskörper    aus der Staulage abgesenkt, so bildet  sich zwischen dem vorspringenden Sohlenblech 25  und dem Staublech 1 ein Spalt von der Breite 24,  durch den unter der Wirkung des Höhenunterschiedes  zwischen Oberwasser 21 und     Unterwasser    20 ein  Spülstrahl entsteht,

   der eventuell entstandene Abla  gerungen in der     oberwasserseitigen    Wehrwanne nach       Unterwasser    befördert und dadurch das sichere Ab  senken des Verschlusskörpers auch in     geschiebefüh-          renden    Flussläufen gewährleistet. Demselben Zweck  dienen auch die höhere Lagerung der Laufschienen  10 bzw. die Vertiefung der     Wehrwannensohle    16.  



  Dadurch, dass die unteren Rollen 6 den Abstand  zwischen Verschlusskörper und Wehrsohle auf der  ganzen Breite der Wehröffnung konstant halten,     wird     die Berührung zwischen der Dichtungsleiste 15 und  dem an der Sohle befestigten Anschlagblech 25 auf  der ganzen Länge längs einer Geraden erfolgen und  eine einwandfreie Dichtheit in der ganzen Ausdeh  nung gewährleistet.  



  In der     Fig.    4, die die Anwendung des Erfin  dungsgedankens auf einen Schleusenverschluss dar  stellt, ist die Wehrwanne in Kombination mit einer  Anordnung des Schleusenmauerwerkes dargestellt,  bei der der durch Absenken des Verschlusses ent  stehende Füllstrahl derart umgelenkt wird, dass ein  gleichmässiges, die Schiffe in der Schleusenkammer  nicht beeinträchtigendes Einströmen des Wassers in  die Kammer gewährleistet ist.

   Der     Stauverschluss-          körper    hat hier im Querschnitt die     Form    eines Kreis  abschnittes, wobei der zylindrische     Teil    nach Unter  wasser liegt und die Stauwand 1 bildet, die ihre  Hohlseite dem Oberwasser zukehrt, während das     ober-          wasserseitige    Mantelblech 2 eben ist. Die Dichtungs  anordnung ist die gleiche wie beim Ausführungs  beispiel der     Fig.    3. Der durch das Absenken des  Verschlusskörpers entstehende Füllstrahl wird durch  den im Querschnitt entsprechend geformten,     unter-          wasserseitig    des,.

   Verschlusskörpers auf der Sohle  abgestützten waagrechten Balken 31 nach unten ab  gelenkt und anschliessend in waagrechter Richtung  in die Kammer geleitet. Die Abstützung erfolgt durch  in angemessenen Abständen angeordnete Sockeln 37.  Der Raum 32 unterhalb des Balkens 31 dient der  Löschung der lebendigen Kraft des Füllstrahles. Das       oberwasserseitige    Ende 30 des Balkens 31 ist der  zylindrischen Form des Staubleches 1 angepasst und  verhindert ein unmittelbares Austreten des Füllstrah  les zwischen Balken 31 und der Stauwand 1. Die  Bezeichnung und Anordnung der übrigen Teile ent  spricht derjenigen der     vorbeschriebenen    Ausfüh  rungsbeispiele in den     Fig.    1, 2 und 3.  



  In der     axonometrischen    Ansicht -     Fig.    5   sind die auf den Verschlusskörper wirkenden Kräfte  eingetragen. Mit 50 sind die auf den Bereich je eines    Querrahmens 4 entfallenden, resultierenden Wasser  drücke, mit 60 die auf die Laufrollen 6 von den  Laufschienen bzw. von der Wehrsohle ausgehenden       Stützkräfte    bezeichnet. Unter der Voraussetzung  einer kreiszylindrischen Stauwand 1 schneiden sich  diese beiden     Kräfte    50 und 60     in    der     Zylinder-    bzw.  Drehachse 9 und ergeben gemäss dem der     Fig.    5  beigefügten Krafteck eine Resultierende 70, die von  unten nach oben, d. h. von der Sohle zum Wasser  spiegel gerichtet ist.

   Die Resultierenden 70 verlaufen  - wie aus der     Fig.    5 hervorgeht - annähernd paral  lel zu der Sehne 40 des im Querschnitt linsenför  migen Verschlusskörpers und beanspruchen diesen  auf Biegung und Verdrehung. Den genannten Kräften  halten die beiden an den Verschlussenden über die  beiden Stützarme 11 und 12 in den Drehlagern 13,  14 wirksamen Stützreaktionen 80 das Gleichgewicht.  Diese beiden     Auflagerreaktionen    80     sind    somit gleich  der geometrischen Summe der     Einzelkräfte    70. Aus  dem Krafteck der     Fig.    5 geht ebenfalls das     Grössen-          verhiidtnis    der Kräfte 50, 60 und 70 hervor.

   Man er  kennt, dass die aus dem Wasserdruck 50 und aus den  Rollendrücken 60 resultierenden     Kräfte    70 wesent  lich kleiner sind, als die beiden Komponenten, aus  denen sie hervorgehen. Die Beanspruchung auf Bie  gung erfolgt somit durch     wesentlich    kleinere     Kräfte,     als der ursprüngliche Wasserdruck und diese zum  ursprünglichen Wasserdruck resultierenden, nahezu  senkrecht verlaufenden     Kräfte    beanspruchen zudem  den     Verschlusskörper    auf Biegung in der Richtung  seiner grössten Querschnittabmessung (Sehne 40)  d. h. in Richtung seiner grössten Biegefestigkeit.

   Den  wesentlich kleineren     Biegungsmomenten    stehen somit  die grössten Widerstandsmomente des     Verschluss-          körpers    entgegen, und diese betragen ein Vielfaches  der Werte, die sich in der dazu senkrechten Rich  tung ergeben, und die beim freitragenden Verschluss  körper für die Biegebeanspruchung massgebend wä  ren. Die Biegebeanspruchung aus dem Eigengewicht  wirkt zudem der Biegebeanspruchung aus dem Was  serdruck entgegen.

   Da auch die     Verhältnisse    für die  Beanspruchung auf     Torsion    durch die Ausbildung  des Verschlusskörpers als geschlossener     Hohlkörper     günstig sind und     imGegensatz    zu     denKlappenwehren     keine aus dem Wasserdruck sich ergebenden     Kräfte     das Windwerk belasten, so ist der     Baustoffaufwand     sowohl für die     Verschlusskörper    als auch für die       Windwerke    -     insbesondere    bei grossen Stauhöhen  -     beträchtlich    geringer, als bei den vorgenannten  Wehrarten.  



  Schliesslich ist in     Fig.    5 der hier einseitig ange  nommene Antrieb über eine kreisförmige, fest mit  dem Verschlusskörper verbundene Zahnstange 33  veranschaulicht, in die das von der Welle 35 ange  triebene     Ritzel    34 eingreift.  



  Wie die Ausführungsbeispiele zeigen, passt sich  die     oberwasserseitige        Begrenzungsfläche    des Stau  körpers bei     überströmung    dem Verlauf des über  fallstrahles an, während gleichzeitig durch die sehr       geringe    Biegebeanspruchung in     Richtung    des ur-           sprünglichen    Wasserdruckes sich der Vorteil ergibt,  dass die Breite im Querschnitt,     im    Vergleich zur  Höhe, gering gewählt werden kann, so dass in der  völlig abgesenkten Lage praktisch kein     Aufstau    ver  ursacht wird.  



  Die     oberwasserseitige    Wand wird in der Regel  mit Luft- und Wasserlöchern versehen, mit Aus  nahme desjenigen Teiles, der zu einem eventuell  vorzusehenden Auftriebsraum ausgebildet wird.  



  An Stelle der Lagerung in den Pfeilern über  Stützarme in festen Drehachsen, kann der     Verschluss-          körper    auch durch in den     Endquerrahmen    gelagerte  Lauf- und Stützrollen zwischen in den Pfeilern befe  stigte Leitschienen geführt sein.  



  Trotz des aus den beschriebenen Anordnungen  sich ergebenden Vorteiles, dass der Verschlusskörper  nicht als freitragender Balken zwischen den angren  zenden Pfeilern bemessen zu werden braucht und da  durch im wesentlichen die günstigen Beanspru  chungsverhältnisse einer Stauklappe aufweist, kann  dieser bei Teilstau durch Drehung bzw. Schwenkung  nach Oberwasser oder     Unterwasser    aus der Strömung  gezogen werden, wodurch eventuelle Ausbesserungen  oder     Anstricherneuerungen    ohne Schwierigkeit vor  genommen werden können.  



  In den     Fig.    6 und 7 des vierten     Ausführungs-          beispieles    kann der Verschlusskörper, ohne seine  Abstützung an der Sohle durch die Laufrollen 6     ein-          zubüssen,    über die Staulage hinaus angehoben wer  den.

   Zu diesem Zwecke sind - wie in den     Fig.    6  und 7 dargestellt -     unterwasserseitig    des     Verschluss-          körpers,    entsprechend den Abständen 28 der Quer  rahmen 4 bzw. der Laufrollen 6, aus der Sohle 18  hervorgehende Konsolen 38 angeordnet, auf deren       Oberwasserseite    die Laufschienen 10 über die     Kante     41     zwischen    Wehrwanne 16 und Abfallboden 18     hin-          ausgeführt    sind.

   Der Verschlusskörper selbst ist  grundsätzlich gemäss dem ersten Ausführungsbei  spiel ausgebildet, jedoch mit dem Unterschied, dass  hier die Mantelbleche 1 und 2 an der     Zusammen-          schlusstelle    mit dem Querblech 5 endigen und ledig  lich die die Laufrollen 6 tragenden Seitenbleche 7  und die die Laufrollen 6 abdeckenden Hauben 8  über das Querblech 5 nach unten hinausragen.

   Beim  Anheben des Verschlusskörpers über die Staulage  entstehen infolgedessen - wie aus der     Fig.    7 ersicht  lich - zwischen den die Rollenkästen bildenden Sei  tenblechen 7, der Unterkante des Verschlusskörpers  (Längsdichtung 15) und der Kante 41 der Wehrsohle  rechteckige Öffnungen 42, die unter der Wirkung des  Spiegelgefälles (21-20) einen starken     Durchflusstrahl     39     hindurchlassen.    Dadurch kann eine besonders  wirksame     Durchspülung    der Wehrwanne 16 durch  geführt werden.

   Das Querblech 5 kann natürlich  auch entfallen, in welchem Falle auch am unteren  Ende des Verschlusskörpers die     Mantelbleche    1 und  2     schneidenartig    im Bereich der Längsdichtung 15  miteinander verbunden sind.    Die Konsolen 38 können gleichzeitig als soge  nannte   Energievernichter   zum Schutze des     unter-          wasserseitigen    Wehrbodens ausgebildet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Stauanlage mit schräg gegen die Oberwasserseite hin versenkbarem Verschlusskörper, der im wesent lichen aus einem geschlossenen Hohlkörper besteht, dessen unterwasserseitiges, zylindrisches Mantelblech in der Staustellung seine innere, konkave Seite dem Oberwasser zukehrt, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskörper ausser in den Pfeilern zusätz lich noch längs seines unteren Randes mit in Ab ständen angeordneten, nicht die Dichtung bildenden, aus Rollen bestehenden Abstützmitteln, versehen ist, die sich gegen in der Wehrsohle bzw. Wehrwanne befestigte, entsprechend der Absenkbewegung ge formte Laufschienen abrollend abstützen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Stauanlage mit versenkbarem Verschlusskörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das kreiszylindrische, unterwasserseitig liegende Man telblech (1) des Verschlusskörpers derart gegenüber den Anschlagleisten (25) der Sohlendichtung (15) zu rückversetzt ist, dass sich beim Versenken des Ver- schlusskörpers ein Spalt (24) bildet, der einen Spül strom von der Wehrwanne (16) nach dem Unterwas- ser hervorruft. 2.
    Stauanlage mit versenkbarem Verschlusskör- per nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterwasserseite des Verschlusskörpers bzw. der Wehrwanne (16) ein auf in Abständen an geordneten Sockeln (37) aufliegender Leitbalken (31) angeordnet ist, dessen oberwasserseitiger, hohlzylin drischer Rand (30) derart nahe an der äusseren, kon vexen Seite der gleichachsigen kreiszylindrischen Stauwand (1) verläuft, dass durch den verbleibenden Spalt keine wesentlichen Wasserverluste eintreten und der Füllstrahl praktisch zur Gänze nach dem Wehrboden umgelenkt wird. 3.
    Stauanlage mit versenkbarem Verschlusskörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der Sohle (18) unterwasserseitig des Verschluss- körpers (1, 2 bzw. 1, 2 und 5) bzw. der Wehrwanne (16) über die Wehrsohle (18) herausragende Konso len (38) angeordnet sind, deren gegenseitiger Ab stand dem Abstand (28) der Laufrollen (6) entspricht und die auf der Oberwasserseite die Laufschienen (10) tragen. 4. Stauanlage mit versenkbarem Verschlusskörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die die Laufrollen (6) tragenden und oberwasserseitig deckenden Teile (7 und 8) über das untere Ende des Verschlusskörpers (1, 2, 5) hinausragen.
CH351547D 1955-07-16 1956-07-12 Stauanlage mit versenkbarem Verschlusskörper CH351547A (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1194333B (de) * 1963-01-23 1965-06-03 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Drehsegmenttor fuer zweiseitig beaufschlagte Schleusen und Hochwassersperrwerke
CN110700202A (zh) * 2019-10-17 2020-01-17 中国电建集团贵阳勘测设计研究院有限公司 一种设置于溢流堰的潜孔弧门底水封装置

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1194333B (de) * 1963-01-23 1965-06-03 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Drehsegmenttor fuer zweiseitig beaufschlagte Schleusen und Hochwassersperrwerke
CN110700202A (zh) * 2019-10-17 2020-01-17 中国电建集团贵阳勘测设计研究院有限公司 一种设置于溢流堰的潜孔弧门底水封装置

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