CH351703A - Verfahren zur Herstellung von permanent gekräuselten Garnen aus linearen, synthetischen Hochpolymeren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von permanent gekräuselten Garnen aus linearen, synthetischen Hochpolymeren

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CH351703A
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CH
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yarn
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Karl Dr Maget
Ulrich Dr Imobersteg
Armin Tissi Max
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Inventa Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/02Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung von permanent     gekräuselten    Garnen  aus     linearen,        synthetischen        Hochpolymeren       Es ist bekannt, dass man auf textilen Fäden     eine     von den Materialeigenschaften     abhängige,    mehr oder  weniger permanente Kräuselung erzeugen     kann,        in-          dem    parallele Fäden vorübergehend     überzwirnt,

      in       überdrehtem    Zustand - vorzugsweise in Anwesen  heit von Feuchtigkeit - heissfixiert und wieder auf  den Ausgangszustand oder sogar über den Nullpunkt  hinaus zurückdreht.  



  Das allgemeinste Verfahren, auf Kunststoffäden  durch     überzwirnen    und     Heissfixieren    eine Kräuselung  zu erzielen, wurde zuerst im     DRP    Nr. 618050 be  schrieben und führt auch bei Anwendung auf neuere  synthetische Fasern zu     einem    befriedigenden Mate  rial. Bei diesem Verfahren wird das     Hochzwirnen    auf  einer normalen Zwirnmaschine durchgeführt, worauf  das so erhaltene,     überzwirnte    Garn auf Lochspulen  oder Pappspulen aufgewunden wird.

   Anschliessend an  den     Hochzwirnprozess    werden die Spulen     in        Dämpf-          kästen    einem     Dämpfprozess    unterworfen, wodurch der  Hochzwirn fixiert wird. In einer weitem Stufe muss  das     überzwirnte    Garn wieder auf einer     Zwirnmaschine     zurückgedreht werden.  



  Verschiedentlich wurde in neuerer Zeit vorge  schlagen, endlose Fäden zu kräuseln, indem die ur  sprünglich parallelen oder leicht     vorgezwirnten    Fäden  zwischen zwei Fixpunkten einen sogenannten     Drall-          geber        durchlaufen,    wodurch auf den Fäden ein so  genannter     Falschzwirn    erzeugt wird. Zwischen dem  ersten Fixpunkt und dem     Drallgeber    befindet sich bei  diesem Verfahren eine Wärmequelle, die die     Fixierung     des an dieser Stelle hochgedrehten Garnes bewirkt.  



  Das grösste Hindernis bei     Falschzwirnverfahren     besteht darin, dass eine genügende     Fixierung    des  Hochzwirnes nur schwer zu bewerkstelligen ist, da  entweder sehr lange Heizkanäle erforderlich sind,    wodurch eine Temperaturkonstanz verunmöglicht  wird, oder es muss die Arbeitsgeschwindigkeit so weit  herabgesetzt werden,     d'ass    das Verfahren     unwirtschaft-          lich    wird.  



  In neuester Zeit wurde vorgeschlagen, unter Ver  wendung     eines        Drallgebers    von über<B>100000</B>     T/Min.     die Fixierung unter einem     Mindestdampfdruck    von  2 atü in     labyrinthartigen    Kanälen vorzunehmen. Da  durch kann die Produktion auf eine wirtschaftlich       vernünftige    Menge pro     Zeiteinheit    gesteigert werden,  d. h. bis auf 40-60     m/Min.    an einer     Spindel.    Kom  pliziert ist dabei der kontinuierliche     Fixierprozess     unter Druck.  



  Gegenstand vorliegender     Erfindung    ist ein Ver  fahren zur Herstellung von permanent gekräuseltem  Garn in fortlaufendem Arbeitsgang durch     Schmelz-          spinnen    von synthetisch linearen Hochpolymeren mit  anschliessendem     Verstrecken    und Kräuseln, das da  durch     gekennzeichnet    ist, dass     man        unverstreckte     Fadenbündel     verstreckt    und im Streckfeld vorüber  gehend auf 2000-3000     T/Min.    hochdreht und in  hochgedrehtem Zustand durch     Wärme        fixiert.     



  Der Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens,  d. h. die Kräuselung durch Falschzwirnen gleichzeitig  mit dem     Verstrecken    vorzunehmen, liegt     einmal    darin,  dass dadurch ein     Umspulprozess,    wie er durch den se  paraten     Kräuselprozess    bedingt ist, erspart wird. Ein  weiterer Vorteil liegt in der Ausnutzung der durch  das     Verstrecken    entstehenden Wärme für das Fixie  ren der gleichzeitig durch vorübergehendes     über-          zwirnen    auf das Garn aufgebrachten Kräuselung.

   Wird  als Hochpolymeres     Polycaprolactam    verwendet, so  muss zudem die im Streckfeld     erzeugte        Kräuselung          nicht    besonders beständig sein, da     das        Garn    nachträg  lich durch Waschen bei erhöhter Temperatur von den      niedermolekularen Anteilen befreit und gleichzeitig  nachfixiert wird, so dass die Fixierung nachher allen  Ansprüchen in bezug auf Permanenz genügt.

       Zum     Einsatz gelangt unter Umständen Material in seiner  billigsten Form,     nämlich    auf Spinnspulen, wobei das  Polyamid des Typs     Polycaprolactam    den nach dem  Spinnen vorhandenen Anteil an Niedermolekularen       enthält.     



  Je nach dem gewünschten     Elastizitätsgrad    des  fertig gekräuselten Garnes sind     zwei    prinzipiell ver  schiedene Ausführungsmöglichkeiten (bei Verwendung  von     Polycaprolactam    als Hochpolymeres) gegeben.  Für die Erzeugung einer Kräuselung mit einer     Kräu-          seldehnung    von etwa     1001/o    gelangen Fäden auf  Spinnspulen in ungewaschenem und     unverstrecktem     Zustand zum Einsatz.

   Die Fäden werden über einem  Streckwerk üblicher Bauart, bei welchem sich aber  im Streckfeld anschliessend an den Streckstift eine  röhrenförmige Heizung und ein     Drallgeber    befindet,       verstreckt,    aufgespult und     gleichzeitig    gewaschen.

   Zur  Erzeugung eines hochelastischen und heissfixierten       Kräuseleffektes    mit einer     Kräuselelastizität    von über       100%        werden        die        unverstreckten        Fäden        mit        einem          Vorzwirn    von beispielsweise 400     T1Min.    versehen  und bei etwa 50 C gewaschen und getrocknet. Das so       vorpräparierte    Garn wird nun wie im ersten Fall un  ter gleichzeitigem     Verstrecken    gekräuselt.

   Durch den       Streckprozess    wird die     Tourenzahl/Min.    des Vor  zwirns im Streckverhältnis verringert, z. B. bei  einem     Streckverhältnis    von 1 :4 und einem Vor  zwirn von 400     T/Min.     



  Zusätzlich kann die an und für sich hohe     Kräusel-          elastizität    noch gesteigert werden, indem das ge  kräuselte     Polycaprolactam-Garn    vor dem     Nachfixie-          ren,    vorzugsweise unmittelbar anschliessend an die  Kräuselung, gezwirnt     wird.    Dies kann am besten  erfolgen, wenn das Garn nach der Kräuselung von  Zwirnspindeln aufgenommen wird.  



  Das Verfahren soll nun anhand der Zeichnung       erläutert    werden, wobei das Schmelzspinnen und Auf  spulen der     unverstreckten    Fäden nicht dargestellt ist.  



  Frischgesponnene Fäden 1, die eventuell mit  einem leichten     Vorzwirn    versehen sind, werden von  der Spule 2 über einen Spannungsregler 3 durch das       Einzugswalzenpaar    4 eines Streckwerks abgezogen.  Durch das     Abzugswalzenpaar    8, das je nach ge  wünschtem Streckverhältnis rascher läuft als das Ein  zugswalzenpaar 4, werden die Fäden     verstreckt.    Im  Streckfeld befindet sich anschliessend an das     Einzugs-          walzenpaar    4 ein Bremsorgan 5, z. B. ein Stift aus       Sinterkorund,    Glas oder Achat.

   Dieses Bremsorgan  ist zugleich Fixpunkt für die durch den     Drallgeber    7  erzeugte     Falschzwirnung.    In der röhrenförmigen  Heizung 6 wird das Fadenbündel in hochgedrehtem  Zustand     fixiert.    Das erhaltene Garn wird auf einen  Haspel 9 aufgespult.  



  <I>Beispiel 1</I>  Durch     Schmelzspinnen    auf bekannte Art her  gestelltes Garn aus     Polycaprolactam,    bestehend aus    24     Einzelfibrillen    mit einem     Gesamttiter    von 400 den.,  dessen Feuchtigkeitsgehalt durch Klimatisierung des       Arbeitsraumes        auf        20         C        und        60        %        rel.        Feuchtigkeit          etwa        4,5%        beträgt,

          wird        mit        einer        Einlaufgeschwin-          digkeit    von 2,75     m/Min.    und einer     Vorspannung    von  10 g über ein Lieferwalzwerk der     Kräusel-    und  Streckvorrichtung zugeführt und über einen Streck  stift     verstreckt.    Anschliessend an den Streckstift durch  läuft das Garn eine röhrenförmige Heizvorrichtung.  Die Temperatur in der Heizvorrichtung beträgt etwa  180-l90  C, die Länge etwa 1 m.

   Nach Durchlaufen  der     Heizvorrichtung    wird dem Garn über einem       Drallgeber,    welcher mit einer Fadenbremse ausge  rüstet ist, ein Falschzwirn erteilt. Anschliessend an den       Drallgeber    wird das gekräuselte Garn mit einem     Ver-          streckungsgrad        von        300%,        entsprechend        der        Ge-          schwindigkeit    von 11     m/Min.,    durch ein Abzugs  walzenpaar abgezogen und anschliessend auf eine  Garnspule aufgewunden.

   Bei der     unmittelbar    an den  Streckvorgang anschliessenden     Falschzwirnung    wird  das Garn vorübergehend auf etwa 2500     T/Min.    hoch  gedreht, in losem Wickel     während    3 Stunden bei 50  C  zur Entfernung der niedermolekularen Anteile ge  waschen und während 1 Stunde getrocknet. Es zeigt  hierauf eine Gütezahl von 4,5 g, eine Bruchdehnung       von        38%        und        eine        Restschrumpfung        von        weniger        als     l0/0.

   Die     Kräuseldehnbarkeit    beträgt etwa     100 /'o.     <I>Betspiel 2</I>  Gleiches Material wie in Beispiel 1 wird auf  400     T/Min.        vorgezwirnt.    Zur     Entfernung    der nieder  molekularen     Anteile    und gleichzeitiger     Beruhigung     des     Vorzwirnes    wird das Garn bei 50 C während einer  Stunde auf Lochspulen gewaschen und anschliessend  bei der gleichen Temperatur während 3 Stunden ge  trocknet. Das so vorbehandelte     Garn    wird mit Aus  nahme des     Auswaschens    wie in Beispiel 1 weiter  behandelt.

   Da hierbei unmittelbar vor der Kräuselung  durch Erteilung eines Falschzwirnes von etwa       2500        T/Min.        eine        Verstreckung        um        300        %        erfolgt,     reduziert sich der     Vorzwirn    auf 100     T/Min.    Die  textilen Daten des so erhaltenen     Kräuselgarnes    sind       gleich    wie die des nach Beispiel 1     erhaltenen        Garnes     mit der Ausnahme,

       d'ass    die     Kräuseldehnbarkeit          150-2001/o    beträgt.  



  <I>Beispiel 3</I>  Ebenfalls durch Schmelzspinnen hergestelltes  Garn aus Nylon 66     (Polyhexamethylenadipamid),    be  stehend aus 24 parallelen Einzelfibrillen mit einem       Gesamttiter    von 70 den., wird mit einer Geschwindig  keit von 11     m/Min.    in ein Streckwerk eingezogen, an  einem Bremsstift um etwa     3000/'o        verstreckt    und mit  Hilfe eines     Drallgebers    vorübergehend auf 3000 Tou  ren     hochgedreht.    Dabei durchläuft das Garn     zwischen     Streckstift und     Drallgeber    in hochgedrehtem Zustand  eine Röhrenheizung.

   Die Temperatur in der Röhren  heizung beträgt etwa 300  C bei einer Länge von  etwa 1 m. Der Feuchtigkeitsgehalt der parallelen  Fäden beträgt zu Beginn etwa 4,50/0. Nach Passieren      des     Drallgebers    wird das nunmehr gekräuselte Garn  mit einer Geschwindigkeit von 44     m/Min.    auf einen  Haspel aufgewickelt.

   Das Garn zeigt eine Gütezahl  von 4,5     g/den.,   <I>eine</I> Bruchdehnung von etwa     38 /o,          eine        Restschrumpfung        von        weniger        als        1%        und        eine          Kräuseldehnbarkeit        von        etwa        100-120%.     



  <I>Beispiel 4</I>  Ein Garn aus Nylon 66     (Polyhexamethylenadip-          amid,    entsprechend Beispiel 3), bestehend aus 24  Einzelfibrillen, aber mit einem     Gesamttiter    von  100 Den., wird mit einer Geschwindigkeit von  11     m/Min.    in ein Streckwerk eingezogen,

   an     einem          Bremsstift        um        etwa        300%        verstreckt        und        mit        Hilfe     eines     Drallgebers        vorübergehend    auf 3000 Touren       hochgedreht.    Dabei durchläuft das     Garn        zwischen     Streckstift und     Drallgeber    im hochgedrehten Zustand  eine Röhrenheizung. Die Temperatur in der Röhren  heizung beträgt etwa 300 C bei einer Länge von  etwa 1 m.

   Der Feuchtigkeitsgehalt der parallelen     Fä-          den        beträgt        zu        Beginn        etwa        4,5%.        Nach        Passieren        des          Drallgebers    wird das nunmehr gekräuselte Garn     mit     einer Geschwindigkeit von 44     m/Min.    von einer Zwirn  spindel aufgenommen. Diese läuft mit 4000     T/1Vlin.,     so dass dem gekräuselten Garn ein Zwirn von  100     T/Min.    erteilt wird.  



  Das Garn zeigt eine Gütezahl von 4,5     g/den.,        eine          Bruchdehnung        von        etwa        35        %        und        eine        Rest-          schrumpfung-    von weniger als 10/0. Die     Kräuseldehn-          barkeit        beträgt        über        200        %-.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von permanent ge kräuseltem Garn in fortlaufendem Arbeitsgang durch Schmelzspinnen von synthetischen linearen Hoch polymeren mit anschliessendem Verstrecken und Kräuseln, dadurch gekennzeichnet, dass man un- verstreckte Fadenbündel verstreckt und im Streck feld vorübergehend auf 2000-3000 T/Min. hoch dreht und in hochgedrehtem Zustand durch Wärme fixiert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Fadenbündel an einem Bremsstift verstreckt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man Fäden aus Polycaprolactam vor der Verstreckung vorzwirnt und den Vorzwirn während des Auswaschens der niedermolekularen Anteile unter Spannung bei erhöhter Temperatur fixiert. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Hochpolymeres Poly- caprolactam verwendet und aus den mit Wärme fixierten Fäden die niedermolekularen Anteile durch spannungsloses Waschen bei erhöhter Temperatur entfernt, wobei gleichzeitig eine Nachfixierung statt findet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Fäden aus Polyhexamethylenadipamid verwendet werden.
CH351703D 1956-08-04 1956-08-04 Verfahren zur Herstellung von permanent gekräuselten Garnen aus linearen, synthetischen Hochpolymeren CH351703A (de)

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