CH351791A - Fungizides Mittel - Google Patents

Fungizides Mittel

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CH351791A
CH351791A CH351791DA CH351791A CH 351791 A CH351791 A CH 351791A CH 351791D A CH351791D A CH 351791DA CH 351791 A CH351791 A CH 351791A
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CH
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dithia
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dicyan
anthraquinone
fungicidal agent
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English (en)
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Albert Dr Van Schoor
Ernst Dr Jacobi
Siegmund Dr Lust
Horst Dr Flemming
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Merck Ag E
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D339/00—Heterocyclic compounds containing rings having two sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D339/08—Six-membered rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Fungizides Mittel
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues fungizides Mittel.



   Es wurde gefunden, dass   2,3-Dicyan-1,4-dithia-    anthrahydrochinon der Formel I
EMI1.1     
 und das entsprechende Chinon der Formel II
EMI1.2     
 hervorragende fungizide Eigenschaften besitzen.



   Die neuen Verbindungen haben eine wesentlich stärkere fungizide Wirkung als die besten zurzeit im Handel befindlichen Fungizide.



   Zur Testung der fungiziden Wirkung wurden die verschiedensten Pilze herangezogen, z. B.   Rhizoctonia    solani, Venturia inaequalis und Alternaria Spec. Die fungizide Wirkung der neuen Verbindungen ist im Durchschnitt etwa doppelt so gross wie die der besten derzeitigen Handelsprodukte TMTD = Tetramethylthiuram-disulfid, Captan = N-Trichlormethyl-thiotetrahydrophthalimid, und Ziram = N,N-dimethylcarbaminsaures Zink.



   Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend ein fungizides Mittel, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es   2, 3-Dicyan- 1      ,4-dithia-anthrahydrochinon    der obigen Formel I und/oder das entsprechende Chinon der obigen Formel II als Komponente enthält.



   Die neuen Fungizide sind gut pflanzenverträglich.



     2,3-Dicyan-1,4-dithia-anthrachinon    wurde z. B. zu    einem 80 eigen Spritzpulver verarbeitet, und es wur-    den verschiedene Gemüse-,   Reb- und    Zierpflanzen damit bespritzt. Bei allen behandelten Pflanzen konnte, selbst bei einer Aufwandmenge von   10/o,    keinerlei Phytotoxizität beobachtet werden.



     2,3 -Dicyan- 1 ,4-dithia-anthrachinon    kann hergestellt werden durch Umsatz des Natriumsalzes von   1, 2-Dicyan- 1 ,2-dimercaptoäthen    mit   2,3-Dihalogen-      1,4-naphthochinon.    Zweckmässigerweise verwendet man als Halogenverbindung   2,3-Dichlor-1,4-naphtho-    chinon. Diese Umsetzungen führt man zweckmässigerweise in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels, wie z. B. Methanol,   Äthanol,    Xylol oder Aceton, durch.



  Die Reaktionen gelingen auch, wenn man nicht in Lösung, sondern in Suspensionen arbeitet. 2,3-Di  cyan-1,      ,4-dithia-anthrahydrochinon    kann man z. B. herstellen durch katalytische Hydrierung von 2,3  Dicyan- 1 ,4-dithia-anthrachinon.   



   Verbindungen, die eine gewisse   Shnlichkeit    in ihrer Konstitution mit den neuen Fungiziden zeigen, sind in einer US-Patentschrift, einer englischen Patentschrift und einer deutschen Patentschrift beschrieben. Vergleichsversuche ergaben, dass diese Verbindungen eine wesentlich geringere fungizide Wirkung besitzen als die Fungizide gemäss vorliegender Erfindung.



   Die neuen Verbindungen lassen sich zu allen bei Schädlingsbekämpfungsmitteln üblichen Anwendungsformen verarbeiten. Nach bekannten Methoden kann  man z. B.   Spritzbrühen    oder Stäubemittel herstellen, oder die Verbindungen Anstrichfarben oder Lacken zusetzen. Beständige fungizide Mittel, welche die genannten Anthrachinonderivate enthalten, kann man auch zur Behandlung von Textilfasern verwenden.



  Auch die Verarbeitung zu Lösungen oder Emulsionen, die nach dem Aerosolverfahren versprüht werden können, gelingt unter Anwendung der hierfür bekannten und üblichen Lösungsmittel. Selbstverständlich kann man auch Gemische der neuen Fungizide anwenden oder die neuen Anthrachinonderivate mit bekannten Schädlingsbekämpfungsmitteln mischen und dieses Gemisch zur Anwendung bringen.



   Im allgemeinen enthalten alle Präparate höchstens 95 Gewichtsprozent Wirkstoff.



   Die Verbindung der Formel II bzw. I kann z. B. folgendermassen hergestellt werden: a) 3,7 g des Dinatriumsalzes des   1,2-Dimercapto-      1,2-dicyan-äthens    werden mit 4,6 g 2,3-Dichlornaphthochinon in alkoholischer Lösung zusammengegeben. Das Reaktionsgemisch erwärmt sich dabei auf etwa 400. Durch nachfolgendes halbstündiges Kochen wird die Reaktion beendigt. Abkühlen auf etwa   10     und Absaugen liefert ein NaCl-haltiges Rohprodukt. Die Reinigung erfolgt durch Auslaugen mit Wasser und Umkristallisieren aus   Äthylal    oder Aceton.

   Das so hergestellte   2,3-Dicyan-1    ,4-dithia-anthrachinon kristallisiert in graubraunen Nadeln mit violettem metallischem Schimmer und schmilzt bei   220     C.    b)    3 g   2,3 -Dicyan- 1 ,4-dithia-anthrachinon    werden in 150   cms    Dioxan gelöst, mit 2 g Platin-Kohle   (100/zig)    als Katalysator hydriert. Anschliessend wird vom Katalysator abfiltriert, das Filtrat eingedampft, der Rückstand mit Petroläther verrieben. Der ungelöste Anteil wird aus Aceton anschliessend   uml:ristal-    lisiert. Das so erhaltene   2,3-Dicyan- 1 ,4-dithia-naph-    thohydrochinon schmilzt bei schnellem Erhitzen bei etwa 2150 C. Ausbeute: 2,9 g.



   Beispiele 1. Spritzpulver 80 Teile   2,3 -Dicyan- 1 ,4-dithia-anthrachinon,    10 Teile Kaolin, 10 Teile Natriumsalz des Kondensationsproduktes aus Ölsäure und Methyltaurin, techn. 320/oig, werden auf die nötige Feinheit vermahlen. Das so hergestellte Pulver kann in Form von verdünnten wässrigen Suspensionen verspritzt oder versprüht werden.



  2. Emulsionskonzentrat 40 Teile   2,3-Dicyan-1    ,4-dithia-anthrahydrochinon,   12 Teile    Polyoxyäthylen-sorbitester einer Mischung von Fett- und Harzsäuren kombiniert mit einem geeigneten Sulfonat,
3 Teile sulfonierter aliphatischer Polyester, und 45 Teile Xylol werden miteinander vermischt. Die entstandene Lösung wird in Wasser emulgiert und kann verspritzt oder versprüht werden.



  3. Flüssiges Aerosol 24 Teile   2,3-Dicyan-1    ,4-dithia-anthrachinon oder    2,3 -Dicyan- 1    ,4-dithia-anthrahydrochinon, 76 Teile Methylenchlorid, 50 Teile Difluordichlormethan, 25 Teile Monofluortrichlormethan und 25 Teile techn. Propan-Butan-Gemisch, werden in eine Flüssiggas-Aerosol-Sprühdose gefüllt und können daraus versprüht werden.



  4. Anstrichmittel 15 Teile   2,3-Dicyan-1    ,4-dithia-anthrachinon oder    2,3 -Dicyan- 1 ,4-dithia-anthrahydrochinon,    10 Teile Kreide,
8 Teile Zinkoxyd,
8 Teile Eisenoxyd,
5 Teile Kupfernaphthenat,
8 Teile Leinölstandöl und   16 Teile    Maleinatharz werden mit insgesamt 30 Teilen Lösungsmittel zu einem Anstrichmittel verarbeitet. Zweckmässigerweise wird zunächst ein geringer Teil des Lösungsmittels (z. B. Lackbenzin) mit dem Substanzgemisch verrieben und anschliessend der restliche Teil des Lösungsmittels   (z. 13.    Lackbenzin mit einem Zusatz von n Butanol) zugesetzt.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Fungizides Mittel, dadurch gekennzeichnet, dass es 2,3-Dicyan-1 ,4-dithia-anthrahydrochinon der Formel I EMI2.1 und/oder das entsprechende Chinon der Formel II EMI2.2 als Komponente enthält.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Fungizides Mittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es neben Träger- und Füllstoffen 2,3 -Dicyan- 1 ,4-dithia-anthrachinon enthält.
    2. Fungizides Mittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es neben Träger- und Füllstoffen 2,3 -Dicyan- 1 ,4-dithia-anthrahydrochinon enthält.
CH351791D 1957-10-26 1958-08-12 Fungizides Mittel CH351791A (de)

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