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Elektronische Gangregleranordnung für Uhren und andere zeitgenau laufende Geräte Es sind elektrische Uhren mit einem kontaktlos gesteuerten, niederfrequenten mechanischen Schwinger als Gangregler bekannt, bei dem durch die Relativbewegung des Gangreglers zu einer ersten Spule (Steuerspule) ein Steuerimpuls induziert wird, der nach Durchgang, vorzugsweise Verstärkung, durch eine elektronische Schaltung, vorzugsweise eine Transistor-Rückkopplungsschaltung, einer zweiten Spule zugeführt wird, welche die Erregerspule einer elektrischen, vorzugsweise elektromagnetischen, Antriebseinrichtung bildet, die ihrerseits den Antrieb des Gangreglers bewirkt.
Diese bekannten elektrischen Uhren sind im allgemeinen derart ausgebildet, dass die Steuerspule und die Erregerspule symmetrisch zueinander angeordnet sind und der Antrieb durch direkte elektromagnetische Einwirkung der Erregerspule auf den elektromagnetischen Gangregler erfolgt. Es ist auch bekannt, den als Gangregler dienenden mechanischen Schwinger durch einen Anker mechanisch anzutreiben, der seinerseits durch das erwähnte elektronisch rückgekoppelte Spulenpaar in periodischer Bewegung gehalten wird. In diesem Falle wirkt die erwähnte elektromagnetische Antriebseinrichtung nicht direkt, sondern über den Anker taktmässig impulsgebend auf den Gangregler ein. Es ist weiterhin bekannt, dass hierbei gleichzeitig der Antrieb des Zeigerwerks durch den Anker bewirkt werden kann.
Die beschriebene bekannte Anordnung hat den Nachteil, dass irgendwelche Unregelmässigkeiten in der Wirkungsweise des Transistors, beispielsweise auf Grund von Temperatureinflüssen oder durch Spannungsänderungen der den Transistor versorgenden Spannungsquelle, in die Grösse der elektrischen Impulse eingehen und dadurch auch die Frequenz des Schwingers bis zu einem gewissen Grade beeinflussen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten und unter Umständen schädlichen Einflüsse zu vermeiden. Die Leitidee zur Lösung dieser Aufgabe ist darauf gerichtet, die unmittelbare Kopplung der elektronischen Steuerung mit dem Antriebsvorgang für den Schwinger, wie sie seit Einführung der Elektronik in die Uhrentechnik allgemein angestrebt wird, zu lösen und die Funktionen des Antriebs des Uhrwerks einerseits und der Frequenzbestim- mung durch den Schwinger andererseits rückwirkungslos zu trennen, wie es an sich bei rein mechanisch wirkenden Uhren bei höchsten Genauigkeitsansprüchen schon durchgeführt worden ist.
Auch bei bekannten elektrischen Uhren mit elektromagnetischem Antrieb und elektrischer Kontaktsteuerung hat man bereits getrennt bewegliche Teile für die Kontaktsteuerung einerseits und die elektromagnetische Antriebsimpulsgabe andererseits vorgesehen. Bei der beschriebenen, bekannten, kontaktlosen, elektronisch gesteuerten Uhr ist jedoch für die elektromagnetische Wechselwirkung mit der Steuerspule einerseits und mit der Erregerspule andererseits ein und derselbe schwingbewegliche Teil vorgesehen.
Das Steuer- und Antriebssystem ist demnach sowohl elektronisch als auch mechanisch rückgekoppelt, so dass durch den Transistor bewirkte Fehler auch dann nicht vom Gangregler ferngehalten werden, wenn zwischen diesen und die beiden Spulen ein mechanisch auf ihn einwirkender Anker geschaltet ist.
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektronische Gangregleranordnung für Uhren und andere zeitgenau laufende Geräte, bestehend aus einem kontaktlos gesteuerten, niederfrequenten, mechanischen
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Schwinger, gegebenenfalls Kreisschwinger, insbesondere oszillatorischen Schwinger, z. B. Pendel oder Unruhe, vorzugsweise magnetischen Schwinger, z. B. Permanentmagnet am Pendelende oder Unruhrand, und zwei im Ein- und Ausgang eines elektronischen Vierpols, z. B. Transistors, liegenden Impedanzen, z. B. Spulen, wobei mindestens in der Eingangsimpedanz durch die Bewegung des Schwingers im Takte der Schwingungen periodisch elektrische Steuerimpulse, z. B.
Induktionsimpulse, entstehen, die im gleichen Takt elektrische Impulse in der Augangs- impedanz bedingen, die ihrerseits mechanische Antriebsimpulse auf den mechanischen Schwinger übertragen. Das Merkmal der Erfindung besteht darin, dass mindestens im Ausgangskreis der elektronischen Schaltung ein elektromechanisches Energieumsatzgerät mit einem vom Schwinger getrennt beweglichen mechanischen Schwingteil, insbesondere Anker, angeordnet ist, welcher Schwingteil als mechanisches Antriebsorgan des Schwingers dient.
Da der Schwinger als reines Frequenznormal dient und ohne Rückwirkung das Fortschreiten des Zeigerwerkes steuert, wird erstens der Vorteil erreicht, dass mit einem beliebig kleinen und leichten Schwinger beliebig grosse Zeigerwerke gesteuert werden können, und zweitens bleiben etwaige Amplitu- denschwankungen des Schwingers ohne Rückwirkung auf die ihm von der Antriebsfeder erteilte Antriebsenergie.
In Fig. 1 ist eine Prinzip-Skizze dargestellt, anhand deren zunächst der allgemeine Erfindungsgedanke erläutert werden soll.
a bedeutet ein Pendel, dessen Masse als Dauermagnet b ausgebildet ist und bei dessen Schwingungen in eine Steuerspule c eintaucht. Die hierbei in der Spule c induzierten Spannungen werden durch eine steuerbare Halbleiteranordnung d in deren Ausgang in Stromimpulse umgesetzt, die von einer Magnetspule e aufgenommen werden. Bei einer bekannten Anordnung dient das in der Spule e erzeugte elektromagnetische Feld zur unmittelbaren Beeinflussung des Magneten b und damit des Pendels a, von welchem ausserdem der Antrieb nach der Nutzwelle abgeleitet wurde.
Bei dieser Anordnung traten die Nachteile auf, dass Schwankungen im Ausgangskreis der steuerbaren Halbleiteranordnung, die beispielsweise durch Temperaturschwankungen an der Halbleiteranordnung und Spannungsschwankungen der Batterie bedingt sein können, auf das frequenz- bestimmende Element a, b frequenzstörend wirken. Desgleichen werden solche Frequenzstörungen beispielsweise von der Nutzwelle f rückwirkend auf den Schwinger a, b übertragen.
Zwischen der Elektromagnetspule e und dem Pendel a ist ein Glied g geschaltet, das die frequenz- störenden Einflüsse vom Pendel a fernhält. Dies wird dadurch erreicht, dass das Glied g eine direkte oder indirekte Antriebswirkung, die schematisch durch den Pfeil h dargestellt ist, auf das Pendel a und andererseits eine entsprechende direkte oder indirekte Antriebswirkung, die durch den Pfeil i schematisch angedeutet ist, auf die Nutzwelle f ausübt.
In Fig. 2 bis 6 sind einige Ausführungsformen der Gangregleranordnung nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
In Fig. 2 bedeutet 1 eine Steuerspule, in deren Windungsbereich ein Dauermagnet 2 pendelnd hin- und herschwingt, der auf einer Unruh befestigt ist, deren Spiralfeder 6 in dem Stift 5 gehaltert ist. Durch die Schwingungen des Magneten 2 werden in der Spule 1 periodisch Stromimpulse erzeugt, die in an sich bekannter Weise mittels eines Transistors 22 verstärkt bzw. in verstärkte Schaltimpulse im Emitter-Kollektor-Kreis umgesetzt werden.
Im Emit- ter-Kollektor-Kreis ist eine Magnetspule 21 angeordnet, der ein die Schwingneigung des Transistors unterdrückender ohmscher Stabilisierungswiderstand 25 parallel geschaltet ist. 23 ist eine Spannungsquelle, 17 ist der Magnetanker, der um den raumfesten Punkt 26 schwenkbar gelagert ist. Der mit dem Magnetanker 17 starr verbundene Hebel 24 wird in der in der Zeichnung dargestellten Ruhelage durch einen Anschlag 27 festgehalten, gegen den er mittels der Zugfeder 16 gezogen wird. Unter der Wirkung der Anziehung durch das Magnetfeld der Spule 21 wird der Anker 17 in Richtung des Pfeiles verschwenkt, bis er in die gestrichelt gezeichnete Lage gelangt.
Eine mit dem Anker 17 starr verbundene Schaltklinke 15 vermag dabei ein Schaltrad 18 entgegen einer Sperrfeder 28 fortzuschalten, wodurch das Werk 19 einer Uhr angetrieben wird. Gleichzeitig wird ein auf dem Hebel 24 angeord- neter Spannstift 13 nach rechts ausgelenkt, wodurch dieser eine gestrichelt gezeichnete, vorzugsweise aus Bandstahl bestehende Blattfeder 14 in die rechts daneben ausgezogen dargestellte Lage biegt, in welcher die Feder mittels eines Stiftes 7 festgehalten wird, der auf einem um die Achse 29 schwenkbaren Hebel 8 sitzt. Der Hebel 8 liegt unter der Wirkung der Zugfeder 9 an einem Anschlagstift 30 an.
Beim Rücklauf der Unruh 4 stösst der Stift 11 gegen die an der Halterung 12 befestigte Feder 3 und nimmt den Hebel 8 mit, worauf der Stift 7 die im Gehäuseteil 20 befestigte und gespannt gewesene Blattfeder 14 freigibt, die den Antriebsstift 10 der Unruh 4 anstösst und ihm dabei einen Antriebsimpuls versetzt. Hierdurch werden die Unruhschwingungen in Gang gehalten.
Durch die doppelte Wirkung der als Schrittschaltwerk dienenden Magnetspule 21 wird der Vorteil erreicht, dass der Antrieb des Werks völlig unabhängig vom Antrieb des Pendels selbst ist, welches als reine Schwingungsnormale wirkt. Ausserdem wird durch die Anordnung und Ausbildung der Blattfeder 14 der Vorteil erreicht, dass die auf das Unruhpendel ausgeübten Antriebsimpulse stets untereinander gleich sind, da sie eindeutig durch die Federkraft der Blattfeder 14 und deren durch die geometrische Anordnung des Stiftes 7 festgelegten Auslenkwinkel definiert sind.
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Die Blattfeder 14 ist dem Trägheitsmoment des Schwingers anzupassen.
Die Magnetspule 21 ist zweckmässig so auf die Betriebsspannung abgestimmt, dass sie die Feder 14 bei der niedrigsten in Frage kommenden Betriebsspannung, z. B. 1 Volt, noch einwandfrei und sicher zu spannen vermag. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Antriebsimpulse auch bei grösseren Magneterregungen gleich sind. Der Dauermagnet 2 befindet sich zweckmässigerweise in einer solchen Lage zur Spule 1, dass der mechanische Impuls in demjenigen Augenblick erfolgt, in dem der Schwinger seine grösste Geschwindigkeit besitzt und am unempfindlichsten gegen Stösse und Dämpfungen ist.
Der Impuls zum Weiterschalten des Werkes und zum Spannen der Blattfeder soll nach Möglichkeit beim Vorschwingen des Schwingers gegeben werden, während der Antriebsimpuls aus der Feder 14 an den Schwinger beim Rückschwingen des Schwingers erzeugt wird.
Das Ausführungsbeispiel kann in mannigfacher Weise abgeändert werden. Sowohl der Antrieb für das Werk als auch derjenige für den Schwinger können anders ausgebildet und anders angeordnet sein. Ausser der einen Steuerspule 1 kann z. B. eine zweite entsprechende Spule für einen weiteren Pol des Magneten vorgesehen sein. Anstelle des Transistors 22 kann eine andere Halbleiteranordnung zur Verstärkung und/oder Erregung von Schaltimpulsen treten. Auch die Frequenznormale kann anders ausgebildet sein, beispielsweise als Pendel, z. B. für Wanduhren. Im Falle der Unruh kann deren Masse als Dauermagnet ausgebildet sein, oder es kann auf deren praktisch masseloses Gestell ein Dauermagnet geeigneter Formgebung aufgesetzt sein.
Besonders bei der Verwendung des getrennten Federantriebs für den Schwinger kann dieser beliebig klein und leicht ausgeführt werden. Für eine Serienanfertigung ist es z. B. vorteilhaft, eine gebräuchliche Uhrenunruh zu verwenden und auf ihr durch Einpressen, Aufkleben und/oder mechanisches Fassen den Dauermagneten anzuordnen. Ein besonders einfacher technischer Weg besteht darin, in eine Unruh ein Magnetpulver einzugiessen oder anderweitig, gegebenenfalls unter Beimengung eines geeigneten, zweck- mässig aushärtenden Bindemittels, einzubringen, und nachträglich zu magnetisieren.
Eine besonders zweckmässige Abwandlung des Ausführungsbeispiels besteht darin, den Dauermagneten als astatisches, gegebenenfalls als justier- bares Dauermagnetpaar auszubilden. Ferner bestehen verschiedene Möglichkeiten, die in der Zeichnung nur schematisch angedeutete elektrische Spannungsquelle zu verwirklichen. Die wichtigsten Ausführungsformen bestehen in der Verwendung einer Batterie und/oder einer Photozellen-Anordnung, die zweckmässigerweise aus einem oder mehreren Sili- ziumphotoelementen aufgebaut ist.
Eine weitere Abwandlung des Ausführungsbeispieles nach Fig. 2 ist in Fig. 3 dargestellt. In Fig. 3 ist im wesentlichen der Magnetanker anders aus- gebildet als in der Anordnung gemäss Fig. 2. Er weist einen eigentlichen Ankerteil 31 auf, mit dem im Drehpunkt 26 ein Arm 32 starr verbunden ist, der das Spannen der Feder 14 bewirkt. Ausserdem ist mit dem Anker eine Klinke 33 gelenkig verbunden, die auf das Schaltrad 18 wirkt, gegen das sie mittels einer Feder 34 gedrückt wird. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, dass, nachdem der Anker 31 angezogen worden ist, dessen Abfallen in die Ausgangsstellung, verursacht durch die Wirkung der nicht gezeichneten Rückstellfeder, das Weiterschalten des Werkes tätigt.
Man erreicht damit, dass der Anker nicht die Kraft zum Spannen der Feder zum Weiterschalten des Werkes und zum Spannen der Rückstellfeder überwinden muss, sondern dass das Weiterschalten des Werks durch die Ankerrückstellfeder ausgeführt wird. Dadurch wird erreicht, dass erstens die Kraft zum Weiterschalten des Werkes immer dieselbe ist, und dass zweitens der Anker keine so grosse Arbeit mehr zu leisten braucht und dadurch entlastet ist.
Ein zweckmässiges Ausführungsbeispiel kann auch so verwirklicht werden, dass bei jeder Hin- und bei jeder Rückschwingung das Werk geschaltet wird, dass jedoch der Impuls zum Spannen der Feder nur durch jede Doppelschwingung hervorgebracht wird. Dies kann durch eine entsprechende Ausbildung der Spulen- und/oder Magnetanordnung erreicht werden.
Da der Schwinger beim Abgeben des Steuerimpulses für die Auslösung des Transistor-Schalt- vorganges leicht gedämpft wird, soll die Abgabe dieses Steuerimpulses möglichst im Zeitpunkt der gröss- ten Geschwindigkeit des Schwingers erfolgen, um den Ischronismus des Schwingers zu erhalten.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig. 4 dargestellt. Hier bedeutet 41 ein mit einer Schwingmasse 42 versehenes, im Drehpunkt 43 aufgehängtes mechanisches Pendel, an dessen unterem Ende sich ein magnetischer Körper 44 befindet, der aus einem Permanentmagneten oder einem Weicheisenstück bestehen kann. Dem Körper 44 ist eine Spule 45 zugeordnet, die im Eingang eines Transistors 47 liegt. Im Ausgang des Transistorkreises liegen eine elektrische Spannungsquelle 46 und eine zweite Spule 49.
Diese ist als Tauchspule einem Magneten, insbesondere Permanentmagneten 48, zugeordnet und bildet mit diesem zusammen das elektromechanische Energieumsatzgerät. Die Tauchspule 49 ist auf einem Hebel 51 angeordnet, der um den Punkt 50 schwenkbar gelagert ist. Der Hebel 51 wirkt an seinem anderen Ende als Schaltklinke, die das Zahnrad 52 fortschaltet, wodurch ein an der Pendelstange 41 befestigter Hebel 56 betätigt wird, durch den mechanische Antriebsimpulse auf die Pendelstange 41 übertragen werden.
Die Wirkungsweise der Transistorschaltung ist dieselbe wie bereits anhand der Fig. 1 bis 3 erläutert wurde. Das elektromechanische Energieumsatzgerät kann beispielsweise auch einen nach dem magneto-
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striktiven Prinzip arbeitenden, vorzugsweise als Biegeschwinger ausgebildeten mechanischen Schwingteil aufweisen, der gegebenenfalls unmittelbar das Schaltrad 52 betätigen kann.
Der schwingende Gangregler kann auch andere Formen als die eines Pendels oder einer Unruh nach den beschriebenen Ausführungsbeispielen aufweisen. Bei Verwendung eines Schwingers höherer Eigenfrequenz, beispielsweise eines Longitudinalschwingers, besteht die Möglichkeit, das elektromagnetische Energieumsatzgerät auf eine Frequenz abzustimmen, die derjenigen des mechanischen Schwingers derart benachbart ist, dass diesem gekoppelte Schwingungen niedrigerer Frequenz aufgezwungen werden, um hierdurch eine günstige niedrige Frequenz für den Antrieb des Uhrwerks oder dergleichen zu erhalten.
Schliesslich seien noch zwei weitere Ausführungsbeispiele anhand der Fig. 5 und 6 beschrieben, bei denen der mechanische Schwinger wiederum als Unruh ausgebildet ist. Fig. 5 zeigt eine Anordnung mit einer relativ zu einem raumfesten Dauermagneten beweglichen, mit einer Unruh verbundenen Spule, während in Fig. 6 die Steuerung der Rückkopplung des elektronischen Kreises, insbesondere Schwingungskreises, mittels zweier durch den mechanischen Schwinger relativ zueinander bewegter Spulen dargestellt ist.
Soweit die Teile der Anordnung in den beiden Figuren übereinstimmen, sind sie mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
101 bedeutet eine Unruh, die mit der Welle 102 gegen die Direktionskraft einer Unruhspiralfeder 103 drehbar ist. Die Welle 102 ist in einem gehäusefesten Teil 104 gelagert. In diesem Teil 104 ist ausserdem eine Achse 105 angeordnet, auf welcher ein Hebel 106 schwenkbar gelagert ist, der an seinem einen Ende eine Spule 107 trägt und an dessen anderem Ende mittels einer Schraube 108 das äussere Ende der Spiralfeder 103 befestigt ist.
Gemäss der Fig. 5 wird durch das Schwingen der Unruh 101 über die Spiralfeder 103 auch die Spule 107 zum Schwingen gegen einen raumfesten Dauermagneten 109 verarAlasst. Die Schwingungsweiten sind durch Stifte 110 und 111 begrenzt. Die Spule 107 liegt im Eingangskreis eines Transistors 112. Im Ausgangskreis des Transistors 112 liegen eine elektrische Spannungsquelle 113, z. B. eine Batterie, und eine Spule 114, die einen Relaismagneten 115 zu erregen vermag. Dieser arbeitet mit einem Anker 116, der um eine raumfeste Achse 117 schwenkbar ist, und zwar gegen die Rückstellkraft einer Feder 118, deren eines Ende auf dem Anker 116 im Punkt 119 befestigt ist, während ihr anderes Ende auf einem raumfesten Stift 120 sitzt.
Die Verschwenkung des Ankers 116 auf Grund der Erregung des Relais 114, 115 einerseits und der Rückstellung durch die Feder 118 andererseits ist durch raumfeste Anschlagstifte 121 und 122 begrenzt. Bei seiner Bewegung arbeitet der Anker 116 mit seinem gabelförmigen Ende 123 bei der Rückstellung durch die Feder 118 mit einem in der Unruh befindlichen Stift 124 und erteilt hierbei der Unruh Antriebsimpulse. Gleichzeitig arbeitet das andere T-förmige Ende 125 des Ankers 116 über zwei durch eine Feder 126 miteinander verbundene Klinken 127 und 128 in an sich bekannter Weise mit einem Zahnrad 129, dessen Welle 130 mit dem Uhrwerk gekoppelt ist und auf dieses die schrittweisen Fortschaltungen des Rades 129 überträgt.
Da bei dieser Ausführungsform die verhältnis- mässig leichte Spule 107 die Unruh 101 weniger belastet als der gemäss Fig. 2 und 3 vorgesehene Dauermagnet, ist auch nur eine geringere Antriebsenergie für den Anker 116 und damit eine geringere Stromentnahme aus der Batterie 113 durch die Relaisanordnung 114, 115 notwendig.
In der Anordnung nach Fig. 6 liegen die Verhältnisse noch günstiger. Anstelle des Dauermagneten 109 ist hier eine Spule 131 getreten, die in Serie mit der Spule 114 liegt und nur ganz geringe Stromleistung aufnimmt. Das Schwingen der Spule 107 gegen die Spule 131 bewirkt, weil beide Spulen kernlos sind, noch geringere elektrische Bremsverluste als das Schwingen der Spule 107 gegen den Dauermagneten 109 gemäss Fig. 5. Die Veränderung der Rückkopplung durch die beiden Spulen 107 und 131 auf Grund deren Relativbewegung zueinander genügt, um das Relais 114 und 115 zu steuern.
Der Zapfen 105 greift in eine Feder 132, die eine elastisch nachgiebige Kupplung mit dem Arm 106 bewirkt.
Der Zapfen 105 ist in der Platine 104 gestellfest angeordnet. Die beiden Enden der Feder 132 sind auf dem Arm 106 befestigt. In dem mittleren - gestrichelt gezeichneten - Teil der Feder 132 ist die Lagerhülse - die in der Zeichnung als Kreis dargestellt, jedoch mit keiner Nummer versehen ist befestigt. Durch diese Lagerhülse ist der Arm 106 auf dem gestellfesten Zapfen 105 gelagert und damit auch geführt.
Die Lagerung des Armes 106 auf dem Zapfen 105 ist demnach im wesentlichen ebenso ausgeführt wie die Lagerung des Armes 106 auf dem Zapfen 105 gemäss Fig. 5. Der Unterschied besteht nur darin, dass die Lagerhülse bei der Ausführungsform gemäss Fig. 5 fest auf dem Arm 106 montiert ist, während sie bei der Ausführungsform gemäss Fig. 6 elastisch mittels der Feder 132 auf dem Arm 106 montiert ist.
Die Steuerung der Rückkopplung des elektronischen Kreises kann auch noch auf andere Weise herbeigeführt werden. Es können beispielsweise beide Spulen 107 und 131 in der Anordnung gemäss Fig. 6 raumfest, vorzugsweise zueinander axial angeordnet sein, und auf dem Arm 106 kann eine im Zwischenraum zwischen den beiden Spulen koaxial zu diesen befindliche zylindrische Blende aus für magnetische Kraftlinien undurchlässigem Material im Rhythmus der Unruh Schwingungen ausführen, und dabei die Rückkopplung der beiden Spulen periodisch ver- ändern bzw. unterbrechen. Auch kann statt der Spu-
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lenrückkopplung in entsprechender Weise eine ver- änderbare kapazitive Rückkopplung vorgesehen sein.
Die elektronische Gangregleranordnung nach der Erfindung lässt sich auch als reines Frequenznormal verwenden. Die Wechselspannung kann parallel und/ oder in Reihe zum Antriebsrelais abgenommen werden. Die Frequenzen werden durch die Anzahl der Pole des als Schwinger ausgebildeten Dauermagneten bestimmt. Ein Schaltmittel, das vom Transistor- Rückkopplungskreis dem erzeugten Wechselstrom Sinus- oder Kastenform geben soll, kann an die Stelle des Widerstandes 25 treten oder zusätzlich zu ihm z. B. als Kondensator, vorhanden sein. Bei allen Ausführungsformen kann auch die Rolle des Dauermagneten und der Spule in der Weise vertauscht werden, dass der Dauermagnet fest angeordnet und die Spule als Schwinger ausgebildet ist.
Eine weitere Ausführungsform besteht darin, die Unruh, d. h. den mechanischen Schwingteil mit der Feder und den mechanischen Antriebsteilen, zusammen mit dem elektronischen Antriebs- und Steuermechanismus, d. h. dem Transistorkreis mit den im Ein- und Ausgang befindlichen Impedanzen, z. B. Spulen, einschliesslich der die Rückkopplung takt- mässig verändernden Schwing- oder Drehteile, auf mindestens einer gemeinsamen Platine oder auf einem anderen gemeinsamen Träger anzuordnen und als ein einheitliches Bauelement auszubilden, das nach Art einer Hemmung, wie es bei rein mechanischen Uhren üblich ist, mit dem übrigen Uhrwerk zusammengebaut werden kann.
Diese Bauweise wurde beim Übergang von der rein mechanischen zu der elektrischen Ausbildung verlassen und ist bei der Weiterentwicklung zur elektronischen Uhr deshalb bisher nie wieder aufgenommen worden, weil das Bestreben bestand, die Uhr als Ganzes den elektronischen Bauprinzipien unterzuordnen. Wie aber gerade die vorangehenden Ausführungsbeispiele und auch sonstige Untersuchungen gezeigt haben, sind die elektronischen und die rein mechanischen Bauprinzipien voneinander so verschieden, dass es sinnvoll ist, beide fertigungs- und konstruktionsmässig voneinander zu trennen. Dabei ist es insbesondere vorgesehen, die neue Baueinheit der alten rein mechanischen Hemmung nach Form und Grösse weitgehend anzupassen.
Hierdurch wird gleichzeitig der weitere Vorteil erzielt, dass es möglich wird, rein mechanische Uhren mit Unruh nachträglich durch Ersatz der Hemmung durch die neue elektronische Baueinheit in eine elektronische Uhr umzuwandeln. Die elektrische Batterie kann gegebenenfalls in die Baueinheit mit einbezogen werden. Aus Raumgründen wird es jedoch in den meisten Fallen einfacher sein, sie im Uhrgehäuse gesondert anzuordnen.