CH352144A - Verfahren zur Erzeugung von Spiegelglanz auf der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Spiegelglanz auf der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung

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CH352144A
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Werner Dipl Ing Helling
Neunzig Heinrich
Wolfgang Dipl Ing Nies
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Vaw Ver Aluminium Werke Ag
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    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working
    • C22F1/04Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon
    • C22F1/047Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon of alloys with magnesium as the next major constituent

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Description


  Verfahren zur Erzeugung von Spiegelglanz auf der     Oberfläche    von     Gegenständen     aus     Aluminium    oder einer     Aluminiumlegierung       Zu den wertvollsten Eigenschaften des Alumi  niums und seiner Legierungen, insbesondere von sol  chen hohen Reinheitsgrades, gehört die Fähigkeit,  unter Anwendung geeigneter Verfahren ihr Re  flexionsvermögen erheblich zu steigern, so dass es  dem des     Silbers    sehr nahe     kommt.    Durch Aufbrin  gung einer transparenten Schutzschicht lässt sich die  erzielte Oberflächenverbesserung gegen mechanische  und chemische Einflüsse haltbar machen.

   Es versteht  sich, dass ein so behandeltes Aluminium ein vorzüg  lich geeigneter Werkstoff für dekorative Zwecke ist  und daher in immer     steigenderem    Masse auf allen  Gebieten Verwendung findet, wo ein ansprechender  Spiegelglanz erwünscht ist. Beispielsweise sei auf die  Verwendbarkeit des Aluminiums für Reflektoren,       Beschlagteile    und Ausrüstungsgegenstände im Fahr  zeugbau, in der Architektur, für Gebrauchsgegen  stände, wie Küchengeräte und dergleichen, auch für  Schmuck hingewiesen.

   Derartige Werkstücke sind  jedoch bisher ausschliesslich aus geknetetem Alumi  nium oder dessen Legierungen, das heisst aus ge  walztem, gepresstem oder geschmiedetem     Material,     gearbeitet, obwohl es in vielen Fällen wirtschaftlicher  und zweckmässiger wäre, sie auch im     Formguss    herzu  stellen. Diese Möglichkeit scheiterte an den nicht be  friedigenden Ergebnissen bei den Versuchen, die bis  her bekannten     Verfahren    zur Erzeugung von Spiegel  glanz auf Knetmaterial nun auch auf     Gussteile    zu  übertragen, denn ihre     Oberflächen    weisen insbeson  dere nach der Aufbringung der erforderlichen Schutz  schicht, z.

   B. durch     anodische    Oxydation, Trübungen,  matte Stellen und     Flecke    auf, die das Aussehen sol  cher Werkstücke beeinträchtigen. Die Ursache für die  Misserfolge bei der Erzeugung von Spiegelglanz auf         Gussstücken    ist in der Eigenart des     Gussgefüges    zu  suchen, das sich bekanntlich von dem Gefüge ge  kneteten Materials unterscheidet.  



  Es ist bereits bekannt, dem nachteiligen Einfluss  des Gefüges auf die Güte der     Oberfläche    von     Guss-          und        Knetmaterial    bei der Erzeugung von Spiegelglanz  z. B. durch Homogenisieren der Werkstücke vor der  Oberflächenbehandlung zu begegnen. Die auf diese  Weise zu erzielenden Reflexionswerte sind bei     Guss-          stücken    jedoch noch unzureichend, da sie erheblich  unter denen von geknetetem Material liegen.  



  Durch das Verfahren gemäss vorliegender Erfin  dung ist es nunmehr möglich, auch die Oberflächen  von     Gussstücken    aus Aluminium und Aluminium  legierungen mit Spiegelglanz     zu    versehen, der dem auf  geknetetem Material zu erzielenden nicht nachsteht.  Darüber hinaus erlaubt das erfindungsgemässe Ver  fahren, bei Anwendung auf Gegenstände aus ge  knetetem Material eine bisher nicht erreichbare Stei  gerung des Spiegelglanzes zu erzielen.

   Von besonderer  Wichtigkeit ist es jedoch, dass das erfindungsgemässe  Verfahren die Aufbringung eines hochwertigen  Spiegelglanzes ermöglicht, wenn die Gegenstände,  sowohl solche aus Guss- als auch aus     Knetmaterial,     aus solchem Aluminium bzw. solchen     Aluminium-          Legierungen    gefertigt sind, deren mindere Reinheit  bisher die Erzielung des angestrebten Spiegelglanzes  nicht gestattete. Der Fortschritt des erfindungsge  mässen     Verfahrens    erstreckt sich somit, kurz gesagt,  in folgende drei Richtungen:  1.

   Auf die Aufbringung eines Spiegelglanzes auf       Gussmaterial,     2. auf die Verbesserung des bisherigen Spiegel  glanzes auf Knetmaterial, und      3. auf die Verbesserung des Spiegelglanzes auf  Gegenständen aus Aluminium bzw.     Aluminium-          Legierungen    minderer Reinheit.  



  Es wurde die überraschende Feststellung ge  macht, dass     Spiegelglanz    auf     Gussstücken    aus  Aluminium und     Aluminium-Legierungen    erhalten  werden kann, dessen Güte dem üblichen Re  flexionsvermögen von geknetetem Material durch  aus gleichwertig ist, wenn die     Gussstücke    durch  genügend langzeitige     Glühung    bei hohen, vor  zugsweise nahe unterhalb der     Solidustemperatur    lie  genden Temperaturen vorbehandelt werden und ihr  Gefüge auf diese Weise über die Homogenisierung  hinaus in den     Rekristallisationszustand    übergeführt  wird. Nach grundlegenden Untersuchungen von  H.

   Röhrig [Zeitschrift für Metallkunde, 27, (1935),  175/9]     beruht    die     Rekristallisation    des     Gussgefüges     darauf, dass nach     Überführung    der im Aluminium  werkstoff enthaltenen Beimengungen in feste Lösung  und nach Ausgleich gewisser bestehender Konzen  trationsunterschiede eine     Korngrenzenverschiebung     erfolgt.     Somit        beruht    die im Vergleich zu nur homo  genisiertem Material erzielte weitere     Verbesserung     der Oberflächengüte von     Gussstücken    erfindungs  gemäss auf der durch die     Rekristallisation    bewirkten  Gefügewandlung.

   Bei einer Wärmebehandlung in  Temperaturbereichen, die eine     Rekristallisation    noch  nicht     hervorrufen,        sondern    nur zu einer Homogeni  sierung führen, konnte auch die vorerwähnte wesent  liche Erhöhung der Reflexionswerte an Aluminium  gussstücken nicht festgestellt werden.  



  Die Temperaturen, die für diese Glühbehandlung       erforderlich    sind, sind abhängig von der Zusammen  setzung des Werkstoffes, während die Dauer der  Behandlung, eventuell mit Rücksicht auf die Mate  rialdicke, so zu bemessen ist, dass der     rekristallisierte     Zustand infolge der Gefügewandlung mit Sicherheit  eingetreten ist. Die Behandlungstemperatur zur Her  beiführung der     Rekristallisation    liegt zweckmässig so  nahe unterhalb der     Solidustemperatur,    dass noch keine  Schädigung des Werkstoffes eintritt, aber stets über  der Temperatur, bei der nur eine Homogenisierung  erfolgt.  



  Wird ein solches     rekristallisiertes        Gussmaterial     einer mechanischen Verformung durch Walzen, Pres  sen, Schmieden oder dergleichen unterworfen, dann  zeigt sich in überraschender Weise, dass sich die durch       Rekristallisation    erlangte Möglichkeit einer Verbesse  rung des Spiegelglanzes durch die nachfolgende Ver  formung nicht wieder verliert,     sondern    dass die aus  derartigem Halbzeug hergestellten Gegenstände nach  der Oberflächenbehandlung wesentlich höhere Re  flexionswerte     aufweisen    als solche, bei denen der       Gussblock    nicht     rekristallisiert    wurde.

   Somit lässt sich  eine Steigerung des Spiegelglanzes auf Gegenständen  auch erreichen, wenn der im     Gusszustand        rekristalli-          sierte    Werkstoff anschliessend verformt wurde und  erst dann der Glanzbehandlung unterzogen wird.  



  Es wurde weiterhin gefunden, dass nach der erfin  dungsgemässen     Rekristallisation    des Gefüges des Aus-         gangsblockes    jede weitere während des     Verformungs-          prozesses    notwendige     Zwischenglühung    durchgeführt  werden kann, ohne dass die Verbesserung der     Glänz-          barkeit    verlorengeht. Bei     Zwischenglühung    ist aber  darauf Rücksicht zu nehmen, dass das durch die  Verformung zertrümmerte     Rekristallisationsgefüge     bei längerer     Erhitzungsdauer    eine     Kornvergröberung     erfährt.

   Diese kann bei der Weiterverarbeitung, wie  beim Biegen, Drücken und Tiefziehen eine uner  wünschte     Narbigkeit    der Oberfläche zur Folge haben.  Es ist deshalb zweckmässig, die Dauer der Erhitzung  bei den erforderlichen     Zwischenglühungen    möglichst  kurz zu bemessen, wenn eine weitere Verformung  beabsichtigt ist. Eine solche     Zwischenglühung    kann  beispielsweise im Salzbad oder     Durchlaufofen    durch  geführt werden, weil hierbei die gewünschte Tempe  ratur in kürzester Zeit erreicht wird.  



  Bei Gegenständen im     Gusszustand    führt die     Re-          kristallisation    zwar auch zu einer     Gefügevergröbe-          rung.    In diesem Fall ist diese aber unschädlich und  stört in keiner Weise, sofern eine Weiterverformung  nicht mehr stattfindet.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann im Hin  blick auf die praktische Verwendbarkeit der Werk  stoffe insbesondere Anwendung finden auf Gegen  stände aus     Aluminium-Werkstoffen,    die         bis        zu    3     %        Magnesium          bis        zu    1     %        Silicium          bis        zu        0,06        %        Eisen       enthalten.

    Auffällig ist weiterhin, dass es für die erzielbare  Güte des Spiegelglanzes oft unwesentlich ist, ob die       Rekristallisation    am     Gussblock    vorgenommen wird  oder ob sie im Laufe der anschliessenden Verformung  in einem beliebigen Fertigungsstadium erfolgt.  



  So kann z. B. bei der Herstellung von Stossstangen  aus     Pressprofilen    aus     aushärtbaren    Legierungen die       Rekristallisationsbehandlung    zweckmässig nach abge  schlossener Formgebung in einem Arbeitsgang mit  der für die Aushärtung erforderlichen     Lösungsglü-          hung    durchgeführt werden, indem die angewandte  Temperatur über die zum Lösungsglühen benötigte  Temperatur hinaus bis zu einem Punkt dicht unter  der     Solidustemperatur    erhöht wird. Die derart be  handelten     fertigen    Stossstangen zeigen nach einer       Glänzbehandlung    eine wesentlich gesteigerte Ober  flächenreflexion.  



  Beispiel für die     Rekristallisätion    von     Walzmate-          rial    im bereits verformten Zustand:  Bei der Herstellung von Blechen ist es möglich  und u. U. zweckmässig, die     Rekristallisation    des  Werkstoffes nach einer mehr oder weniger erfolgten       Abwalzung    von 10 bis 90     1/o    vorzunehmen. Die in  diesem Stadium     rekristallisierten        Blöcke    bzw.     Vor-          walzbänder    werden in derselben bekannten Weise  weiter zu Blechen ausgewalzt wie nicht     rekristalli-          sierte    Materialien.  



  Ein Beispiel für die     Rekristallisation    bei fertigen  Gegenständen aus Blechen bieten Radkappen für  Kraftfahrzeuge aus     AlMgSi-Legierungen.    Es hat sich      als zweckmässig erwiesen, Radkappen erst nach end  gültiger Formgebung zu     rekristallisieren    und sie dann  der     Glänzbehandlung    zu unterwerfen.  



  Durch das erfindungsgemässe Verfahren, den  Werkstoff vor der Oberflächenbehandlung der Gegen  stände einer     Rekristallisationsglühung        zu    unterziehen,  ist, wie die Gegenüberstellung von Beispielen mit       rekristallisiertem    und nicht     rekristallisiertem    Gefüge  in der nachstehenden Tabelle zeigt, stets eine deut  liche Verbesserung der     Oberflächengüte    zu erzielen,  jedoch kann im einzelnen für den Grad der Ober  flächengüte u. a. auch das gewählte     Glänzverfahren     eine Rolle spielen.  



  Es wurde nämlich ferner gefunden, dass eine be  sonders grosse Verbesserung des     Spiegelglanzes    auf  Gegenständen von Aluminium oder Aluminiumlegie  rungen dann erreicht werden kann, wenn eine be  stimmte Folge von Verfahrensschritten mehrerer Be  handlungsmethoden angewandt wird, und zwar durch  Kombination der     Rekristallisation    des Werkstoffes mit  mindestens zwei anschliessend durchgeführten mecha  nischen     Oberflächenbehandlungen    des Gegenstandes  unter vorzugsweiser Zwischenschaltung einer chemi  schen     Beizung    vor der letzten mechanischen Behand  lungsstufe.

   Die mechanische Oberflächenbehandlung  besteht vorzugsweise aus der Bearbeitung der Ober  fläche mit trockenen oder     pastenförmigen    Mitteln,  beispielsweise mit Hilfe von handelsüblichen fett  haltigen Pasten, einerseits, und einer Fertigbehand  lung mit Aufschlämmungen von Poliermitteln in  Flüssigkeiten, wie beispielsweise Polierrot in Alkohol  oder Wasser, anderseits. Je nach dem Oberflächen  zustand wird die Trockenbehandlung zweckmässig  weiter abgestuft in ein Vorschleifen mit gröberen  Mitteln und ein     Vorpolieren    mit feineren Mitteln.  



  Eine bedeutende Steigerung des Spiegelglanzes  und eine Verkürzung der     Nasspolierzeit    lässt sich da  durch erzielen, dass die Werkstücke noch einer zusätz  lichen     Beizung    ausgesetzt werden, die zwischen das       Vorpolieren    und das Fertigpolieren als Zwischenbe  handlung eingeschaltet wird. Für die     Beizung    wird  beispielsweise eine     l0o/oige    Natronlauge verwendet.  



  Das vorstehend geschilderte mechanische Polier  verfahren kann in Verbindung mit der erfindungs  gemässen, durch Wärmebehandlung erreichten     Rekri-          stallisation    des Gefüges von Gegenständen aus     Knet-          material    bereits wesentliche Fortschritte in     bezug    auf  den erzielbaren Spiegelglanz bringen. Besonders  erfolgreich ist das Verfahren bei dessen Anwendung  auf Gegenstände im     Gusszustand.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist zunächst       grundsätzlich    für alle Aluminiumwerkstoffe anwend  bar, die im     Gusszustand    einer     Rekristallisation    unter  worfen werden können. Darüber hinaus ist es auch  für Aluminiumwerkstoffe geeignet, die sich im Guss  zustand infolge ihres minderen Reinheitsgrades nicht  mehr     rekristallisieren    lassen, bei denen aber eine     Re-          kristallisation    im bereits verformten Zustand möglich  ist.

   Daher kommt es nicht nur für     Reinstaluminium     selbst, sondern auch für Aluminium und Aluminium-    Legierungen geringeren Reinheitsgrades in Frage,  insbesondere für solche, die bisher auf     Grund    ihres  Eisengehaltes nicht mit einem Spiegelglanz versehen  werden konnten. Durch das erfindungsgemässe Ver  fahren ist somit ein Weg aufgezeigt, eine grosse An  zahl von Aluminiumwerkstoffen auch in     Gussform     dekorativen Zwecken zuzuführen.  



  Der durch das erfindungsgemässe Verfahren er  zielte Fortschritt sei durch die Gegenüberstellung der  in der folgenden Tabelle     zusammengestellten    Beispiele  näher belegt.  



  Um zahlenmässige Vergleichswerte zu erhalten,  wurde der auf den Proben erzielte Spiegelglanz als       gerichtete        Reflexion        gemessen        und        in        %,        bezogen        auf     einen Silberspiegel, angegeben.  



  Die in der Tabelle angeführten Verfahrensschritte:  Im gekneteten Zustand     rekristallisiert     A = Trockenpolieren,  B = Beizen,  C =     Nasspolieren,     D = chemisch Glänzen,  E -     anodisch    Oxydieren,  F - Lackieren  seien nachstehend     näher    beschrieben.  



  Im gekneteten Zustand     rekristallisiert,    wie in Bei  spiel 16 und 17 angegeben, ist wie folgt zu verstehen:  Der Ausgangsblock wurde bis auf 10 mm Stärke  warm     abgewälzt,    dann von 10 auf 4 mm im kalten  Zustand gewalzt. Das 4 mm-Blech wurde 8 Stunden  bei 600  C     rekristallisiert    und dann von 4 auf 1,5 mm  kalt fertiggewalzt.  



  Die Oberflächenbehandlung A bis F wurde im  einzelnen wie folgt durchgeführt:    <I>A = Trockenpolieren.</I>  



  Unter Anwendung einer     Schwabbelscheibe    aus  Nessel von 300 mm Durchmesser und 40 mm Breite  wurde mittels einer     Polierpaste,    bestehend aus  66 Teilen feiner Tonerde,  26 Teilen Stearin,  6 Teilen Montanwachs und  2 Teilen Vaseline  bei einer     Arbeitsgeschwindigkeit    von 50 m je Sekunde  während zwei Minuten poliert. Bei den Beispielen 1,  2, 14, 18-20, 24 und 25 wurde mit einer fett  haltigen Schmirgelpaste vor obiger Behandlung vor  geschliffen.    <I>B = Beizen.</I>  



  Die Proben wurden in 10 %     iger    Natronlauge von  55 C während 30 Sekunden getaucht, anschliessend  in Wasser gespült und dann in 20     0/miger    Salpeter  säure von Raumtemperatur durch kurzzeitiges Ein  tauchen neutralisiert und abermals in Wasser gespült.    <I>C =</I>     Nasspolieren.     



  Zum     Nasspolieren    wurden 300     cm3    einer käuf  lichen     Aufschlämmung    von     Polier-Tonerde        (Nr.    3 der  Firma     Jean        Wirtz,    Düsseldorf) mit einem Liter Was  ser verdünnt und danach 1,3 Gramm mittelviskose       Oxyäthylmethylcellulose        ( < cTylose        SL    400 , geschützte  Marke von Kalle u. Co.,     Wiesbaden-Biebrich)    zuge-      setzt.

   Die benutzte     Schwabbelscheibe    bestand aus  mehreren saugfähigen, weichen, gesteppten     Baumwoll-          Lagen,    wobei mit einer     Umfangsgeschwindigkeit    der  Scheibe von 20 Metern je Sekunde gearbeitet wurde.  Der Durchmesser der Scheibe betrug 300 mm und  die Breite 40 mm. Die angegebene     Aufschlämmung     wurde durch eine Brause kontinuierlich auf die  Scheibe aufgetragen. Die Dauer des     Nasspolierens     betrug 10 Minuten.  



  Nach dem     Nasspolieren    wurden die Proben mit  Wasser abgebraust.  



  <I>D = chemisch Glänzen.</I>  



  Die Proben wurden 30 Sekunden in ein     551>C     heisses Bad mit 125g     Ammoniumhydrogenfluorid,     170     cm-3        techn.    reine konzentrierte Salpetersäure       (53        %        ig),        0,05g        Bleinitrat        und    5     g        Gummiarabikum     je Liter eingetaucht, darauf im fliessenden Wasser  gespült, in 36     0/aige    Salpetersäure kurz     getaucht    und  nochmals mit fliessendem Wasser nachgespült.

      <I>E =</I>     anodisch   <I>Oxydieren.</I>  



  Die Gegenstände wurden für das Aufbringen  einer     anodisch    erzeugten     Oxydschicht    in einer       20        %        !gen        Schwefelsäure        bei        18         C        während        10        Minu-          ten    unter Anwendung einer Stromdichte von 1,5       Amp./dmz    behandelt. Die auf diese Weise erzielte  Schichtdicke beträgt etwa 5     Mikron.     



  <I>F = Lackieren.</I>  



  Die     nasspolierten    Gegenstände wurden nachein  ander in destilliertem Wasser abgespült, anschliessend  in Äthylalkohol getaucht, in einem 50 C warmen  Luftstrom getrocknet, danach in     Zaponlack    getaucht  und zum Trocknen aufgehängt.  



  Um der Empfindlichkeit der mit Spiegelglanz     ver-          sehenen    Proben gegen mechanische und chemische  Einwirkung und dergleichen vorzubeugen, sind der  Praxis entsprechend alle in der Tabelle aufgeführten  Proben mit einer Schutzschicht nach E oder F ver  sehen worden.

    
EMI0004.0042     
  
    <I>Tabelle</I>
<tb>  Oberflächenbehandlung
<tb>  Wärmebehandlung <SEP> des <SEP> Werkstoffes <SEP> A <SEP> = <SEP> trocken <SEP> poliert <SEP> Gerichtete
<tb>  Beispiel <SEP> B <SEP> = <SEP> gebeizt
<tb>  Werkstoffzusammensetzung <SEP> Endzustand <SEP> Temperatur <SEP> Zeit <SEP> im <SEP> Zustand <SEP> C <SEP> = <SEP> nass <SEP> poliert <SEP> Reflexion
<tb>  Nr.
<tb>  C <SEP> h <SEP> D <SEP> = <SEP> chemisch <SEP> geglänzt <SEP> o
<tb>  E <SEP> = <SEP> anodisch <SEP> oxydiert
<tb>  F <SEP> = <SEP> lackiert
<tb>  1 <SEP> 2,01 <SEP>  ä <SEP> Mg, <SEP> 0,12 <SEP>  % <SEP> Si, <SEP> Guss <SEP> keine <SEP> Vorbehandlung <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 46
<tb>  0,035 1/o <SEP> Fe, <SEP> Rest <SEP> Al
<tb>  2 <SEP> 2,01 <SEP> % <SEP> Mg, <SEP> 0,12% <SEP> Si,

   <SEP> Guss <SEP> 550 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 57
<tb>  0,035% <SEP> Fe, <SEP> Rest <SEP> Al <SEP> homogenisiert
<tb>  3 <SEP> 2,0 ,ö <SEP> Mg, <SEP> 0,01 <SEP> % <SEP> Cu, <SEP> Guss <SEP> 500 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> D <SEP> @-- <SEP> E <SEP> 70
<tb>  0,012% <SEP> Zn, <SEP> 0,066% <SEP> Si, <SEP> homogenisiert
<tb>  0,033 ö <SEP> Fe, <SEP> 0,025% <SEP> Mn,
<tb>  Rest <SEP> Al
<tb>  4 <SEP> 0,57% <SEP> Mg, <SEP> 0,02911/o <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> 500 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 76
<tb>  0,048% <SEP> Si, <SEP> Rest <SEP> Al <SEP> homogenisiert
<tb>  5 <SEP> 1,92% <SEP> Mg, <SEP> <B>0,033%</B> <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> 500 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 70
<tb>  0,0660,% <SEP> Si,

   <SEP> Rest <SEP> Al <SEP> homogenisiert
<tb>  6 <SEP> 2,94% <SEP> Mg, <SEP> <B>0,033%</B> <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> 500 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A- <SEP> -; <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 32
<tb>  <B>0,066%</B> <SEP> Si, <SEP> Rest <SEP> Al <SEP> homogenisiert
<tb>  7 <SEP> 0,6 <SEP> ;

  ö <SEP> Mg, <SEP> <B>0,003%</B> <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> keine <SEP> Vorbehandlung <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 85,2
<tb>  Rest <SEP> Al
<tb>  8 <SEP> 0,6% <SEP> Mg, <SEP> 0,024% <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> keine <SEP> Vorbehandlung <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> -'- <SEP> E <SEP> 77,1
<tb>  Rest <SEP> Al
<tb>  9 <SEP> 0,6 o <SEP> Mg, <SEP> <B>0,056%</B> <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> keine <SEP> Vorbehandlung <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 60,2
<tb>  Rest <SEP> Al
<tb>  10 <SEP> <B>0,7%</B> <SEP> Mg, <SEP> <B>0,051%</B> <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> 600 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 68
<tb>  Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  11 <SEP> <B>0,7%</B> <SEP> Mg, <SEP> 0,051 <SEP> % <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> 600 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> C <SEP> + <SEP> E <SEP> 72,

  4
<tb>  Rest <SEP> Al <SEP> rekristallisiert       
EMI0005.0001     
  
    <I>Tabelle</I> <SEP> (Fortsetzung)
<tb>  Oberflächenbehandlung
<tb>  Wärmebehandlung <SEP> des <SEP> Werkstoffes <SEP> A <SEP> = <SEP> trocken <SEP> poliert <SEP> B <SEP> = <SEP> gebeizt <SEP> Gerichtete
<tb>  Beispiel <SEP> Werkstoffzusammensetzung <SEP> Endzustand <SEP> Temperatur <SEP> Zeit <SEP> im <SEP> Zustand <SEP> C <SEP> = <SEP> nass <SEP> poliert <SEP> Reflexion
<tb>  Nr.
<tb>  o <SEP> C <SEP> h <SEP> D <SEP> = <SEP> chemisch <SEP> geglänzt
<tb>  E <SEP> = <SEP> anodisch <SEP> oxydiert
<tb>  F <SEP> = <SEP> lackiert
<tb>  12 <SEP> <B>0,7%</B> <SEP> Mg, <SEP> <B>0,051%</B> <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> 600 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> B <SEP> + <SEP> C <SEP> + <SEP> E <SEP> 80,2
<tb>  Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  13 <SEP> 2,30% <SEP> Mg, <SEP> <B>0,

  031%</B> <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> 600 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> C <SEP> + <SEP> E <SEP> 68
<tb>  0,112% <SEP> Si, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  14 <SEP> 2,01 <SEP>  ä <SEP> Mg, <SEP> 0,12 <SEP> % <SEP> Si, <SEP> Guss <SEP> 600 <SEP> 15 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> B <SEP> + <SEP> C <SEP> -f- <SEP> E <SEP> 83
<tb>  0,035% <SEP> Fe, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  15 <SEP> 2,0% <SEP> Mg, <SEP> <B>0,010A</B> <SEP> Cu, <SEP> Blech <SEP> 600 <SEP> 15 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> B <SEP> + <SEP> C <SEP> -f- <SEP> E <SEP> 83
<tb>  0,012 iö <SEP> Zn, <SEP> 0,066% <SEP> Si, <SEP> rekristallisiert
<tb>  0,033 <SEP>  % <SEP> Fe, <SEP> 0,025 <SEP> % <SEP> Mn,
<tb>  Rest <SEP> Al
<tb>  16 <SEP> 2,30% <SEP> Mg, <SEP> 0,031% <SEP> Fe,

   <SEP> Blech <SEP> 600 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> gekneteten <SEP> A <SEP> + <SEP> C <SEP> + <SEP> E <SEP> 67
<tb>  0,112 ö <SEP> Si, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> Zustand
<tb>  rekristallisiert
<tb>  17 <SEP> 2,30% <SEP> Mg, <SEP> <B>0,031%</B> <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> 600 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> gekneteten <SEP> A <SEP> + <SEP> B <SEP> + <SEP> C <SEP> -f- <SEP> E <SEP> 84
<tb>  0,112% <SEP> Si, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> Zustand
<tb>  rekristallisiert
<tb>  18 <SEP> 2,01% <SEP> Mg, <SEP> 0,12% <SEP> Si, <SEP> Guss <SEP> 600 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 74
<tb>  0,035% <SEP> Fe, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  19 <SEP> 2,01'/', <SEP> Mg, <SEP> 0,12% <SEP> Si, <SEP> Guss <SEP> 600 <SEP> 15 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 75
<tb>  0,035 e <SEP> Fe,

   <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  20 <SEP> 2,01 <SEP> % <SEP> Mg, <SEP> 0,12 <SEP> % <SEP> Si, <SEP> Guss <SEP> 600 <SEP> 20 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 76
<tb>  <B>0,035'/'o</B> <SEP> Fe, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  21 <SEP> <B>0,57%</B> <SEP> Mg, <SEP> <B>0,029%</B> <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> 600 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 82
<tb>  0,048% <SEP> Si, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  22 <SEP> <B>1,92%</B> <SEP> Mg, <SEP> <B>0,033%</B> <SEP> Fe, <SEP> Blech <SEP> 600 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 76
<tb>  0,066 ,ö <SEP> Si, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  23 <SEP> 2,94% <SEP> Mg, <SEP> <B>0,033%</B> <SEP> Fe,

   <SEP> Blech <SEP> 600 <SEP> 8 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> D <SEP> + <SEP> E <SEP> 70
<tb>  0,066% <SEP> Si, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  24 <SEP> 2,01% <SEP> Mg, <SEP> 0,12% <SEP> Si, <SEP> Guss <SEP> 600 <SEP> 15 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> E <SEP> 43
<tb>  0,035\;

  o <SEP> Fe, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  25 <SEP> 2,01% <SEP> Mg, <SEP> 0,12% <SEP> Si, <SEP> Guss <SEP> 600 <SEP> 15 <SEP> im <SEP> Guss <SEP> A <SEP> + <SEP> B <SEP> + <SEP> C <SEP> + <SEP> F <SEP> 85
<tb>  0,035% <SEP> Fe, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert
<tb>  26 <SEP> <B>0,8%</B> <SEP> Mg, <SEP> 0,4% <SEP> Si, <SEP> Stossstange <SEP> 600 <SEP> 4 <SEP> im <SEP> Endzustand <SEP> A <SEP> + <SEP> B <SEP> + <SEP> C <SEP> -E- <SEP> E <SEP> 84
<tb>  0,029 <SEP> % <SEP> Fe, <SEP> Rest <SEP> A1 <SEP> rekristallisiert       Die Beispiele 1-9 entsprechen dem Stand     der     Technik, während es sich bei den Beispielen 10-26  um erfindungsgemässe Beispiele handelt.  



  Aus der vorstehenden Tabelle ergibt sich im ein  zelnen folgendes:  <I>Beispiele 1 und 2</I>  In den Beispielen 1 und 2 wurden Proben aus  einer     AlMg2-Legierung    im     Gusszustand    entsprechend    dem Stand der Technik behandelt. Die Proben wur  den bei unterschiedlicher thermischer     Vorbehandlung     (Beispiel 1 ohne     Vorbehandlung,    das     Gussstück     in Beispiel 2 wurde in 8 Stunden bei 550  C  homogenisiert) einer     übereinstimmenden    Oberflächen  behandlung durch Trockenpolieren,

   chemisches Glän  zen und     anodisches    Oxydieren     unterworfen.    Die Werte       der        gerichteten        Reflexion        betrugen        46        bzw.        57%.         <I>Beispiele 14,<B>18,</B> 19, 20 - im Vergleich zu</I>  <I>den Beispielen 1 und 2</I>  Die gleiche     Gusslegierung    wie in den Beispielen  1 und 2 wurde zum Unterschied zu diesen in den  Beispielen 14, 18, 19 und 20 vor der Oberflächen  behandlung im     Gusszustand    erfindungsgemäss     rekri-          stallisiert,

      und zwar für die Proben der Beispiele 14  und 19 unter den gleichen Temperatur- und Zeit  bedingungen (600  C - 15 Stunden), während in den  Beispielen 18, 19, 20 die Dauer der bei     6000C     durchgeführten     Rekristallisationsbehandlung    gestei  gert wurde (8-15-20 Stunden).  



  Die nachfolgende     Oberflächenbehandlung    in den  Beispielen 18, 19, 20 wurde übereinstimmend ent  sprechend dem Stand der Technik in gleicher Weise  wie bei den Proben der Beispiele 1 und 2 durchge  führt. Die     erzielten    Reflexionswerte betrugen 74 bzw.

         75        bzw.        76%.        Die        Probe        14        wurde        dagegen        nach     der     Rekristallisation    unter den zur Erzielung eines  Spiegelglanzes erfindungsgemäss als am günstigsten  erkannten Verfahrensschritten, nämlich durch Trocken  schleifen und -polieren, Beizen,     Nasspolieren    und       anodisches    Oxydieren weiter behandelt. Dabei wurde       eine    gerichtete Reflexion von     8311/o    gemessen.  



  Im einzelnen ist ersichtlich, dass die     in    den Bei  spielen 18 bis 20 erhaltenen     Reflexionswerte    nicht  sehr voneinander abweichen, immerhin aber doch  eine gewisse Steigerung infolge fortschreitender Ge  fügewandlung erkennen lassen. Gegenüber den Bei  spielen 1 und 2 - Stand der Technik - bedeuten  die erhaltenen     Reflexionswerte    infolge der erfin  dungsgemässen     Rekristallisationsbehandlung    einen be  deutenden Fortschritt, insbesondere, wenn die     Re-          kristallisationsbehandlung    mit weiteren Verfahrens  schritten zur Erzeugung eines Spiegelglanzes kombi  niert worden ist (Beispiel 14).  



  <I>Beispiele 3 und<B>15</B></I>       Beispiel    3 betrifft die Behandlung eines     Guss-          gegenstandes    aus einer anderen     AlMg2-Legierung     nach dem Stand der Technik. Die Probe wurde  8 Stunden bei 500  C homogenisiert, chemisch ge  glänzt und     anodisch    oxydiert.

   Der erzielte     Spiegel-          glanz        wurde        mit        70        %        gerichteter        Reflexion        gemessen;

       nach Beispiel 15 wurde an     einem    Gegenstand der  selben Legierung, der 15 Stunden bei 600  C erfin  dungsgemäss     rekristallisiert    und dann trocken poliert,  gebeizt, nass poliert und     anodisch    oxydiert wurde,       eine        gerichtete        Reflexion        von        83        %        erzielt;

          dies        ent-          spricht        einer        Steigerung        von        rund        19%,        wodurch     der Fortschritt der erfindungsgemässen Behandlung  auch an diesem Werkstoff belegt wird.

      <I>Beispiele 24</I>     lind   <I>25 - im Vergleich zu Beispiel 14</I>  Die Beispiele 24 und 25 betreffen     Gussgegen-          stände,    deren thermische     Vorbehandlung    bei gleicher  Zusammensetzung des Werkstoffes dieselbe wie bei  Beispiel 14 gewesen ist     (Rekristallisation    bei 600  C  während 15 Stunden). Die     Oberflächenbehandlung     war jedoch eine unterschiedliche.

   In Beispiel 25    wurde an Stelle der im Beispiel 14 angewandten       anodischen    Oxydation eine Lackierung zum Schutz       der        Oberfläche        gewählt,        was        85%        gerichtete        Re-          flexion    ergab.

   In Beispiel 24 wurde dagegen unter  Verzicht auf ein Beizen und     Nasspolieren    nur trocken       vorpoliert    und     anodisch    oxydiert mit dem Ergebnis  von nur     4311./o    gerichtete Reflexion, was somit die  Wirksamkeit der zusätzlichen Verfahrensstufen zur  Erzielung eines Spiegelglanzes für die Beispiele 14  und 25 darlegt (Reflexionswerte: 83 bzw.     85()/o).     <I>Beispiele 4 und 21</I>  Die Beispiele 4 und 21 betreffen Bleche, deren  Ausgangsblock aus einer Legierung der Gattung       AIM,-Si    im     Gusszustand    vorbehandelt wurde.

   Im Bei  spiel 4 ist der Block 8 Stunden bei 5003 C homoge  nisiert und im Beispiel 21 während 8 Stunden bei  600  C     rekristallisiert    worden. Die anschliessende       Oberflächenbehandlung    war in beiden Fällen die  gleiche (nach einem     Vorpolieren    chemisch Glänzen  mit anschliessender     anodischer    Oxydation). Die nach  dem Stand der Technik homogenisierte Probe ergab  einen Reflexionswert von 76 0/ o, die erfindungs  gemässe     rekristallisierte    Probe dagegen 82 0;\0 (gerich  tete Reflexion). Auch hier zeigt sich der Fortschritt  durch die     Rekristallisationsbehandlung    gemäss der  Erfindung gegenüber der Homogenisierung nach dem  Stand der Technik.  



  <I>Beispiele S und 22 bzw. 6 und 23</I>  Die Beispielspaare 5 und 22 sowie 6 und 23  zeigen die gleiche Gegenüberstellung der unterschied  lichen Wirkung einer     Vorbehandlung    durch Homoge  nisieren bzw.     Rekristallisieren    des Ausgangsblockes  im     Gusszustand    auf die Oberflächengüte der daraus  gewalzten Bleche bei gleicher Oberflächenbehandlung.  Hierbei sind     AlMgSi-Legierungen    mit höheren     Mg-          Gehalten    als Werkstoff gewählt worden.

   Die Werte  der gerichteten Reflexion (70 und     76 .%o    bzw. 32 und       70        %)        lassen        somit        wieder        deutlich        die        Überlegenheit     der erfindungsgemässen     Rekristallisationsbehandlung     erkennen, besonders bei den hohen Magnesium  gehalten der Beispiele 6 und 23.  



  <I>Beispiele 7, 8 und 9</I>  Die Beispiele 7, 8 und 9     erhellen    die ungünstige  Wirkung von     Aluminium-Werkstoffen    geringerer  Reinheit auf den erzielbaren Spiegelglanz bei Anwen  dung der nach dem Stand der     Technik    bekannten  Verfahren. Die Proben wurden ohne     Vorbehandlung     des Werkstoffes unter Anwendung des bekannten  chemischen     Glänzverfahrens    zuvor trocken     poliert     und nach dem Glänzen     anodisch    oxydiert.

   Der dabei  benutzte     Aluminium-Werkstoff    war in seinem     Eisen-          gehalt        variiert:        In        Beispiel    7     betrug        er        0,003        %,        ent-          sprechend    dem hohen Reinheitsgrad von     Reinstalu-          minium,

          und        stieg        bei        Beispiel    8     auf        0,024        %        und        bei          Beispiel    9     auf        0,056        %,        entsprechend        einem        Werk-          stoff    geringer Reinheit.

   In den erhaltenen     Reflexions-          werten        (85,2        bzw.        77,1        bzw.        60,2        %)        zeigt        sich        die         Abhängigkeit des erzielbaren Spiegelglanzes vom  Reinheitsgrad der Werkstoffe sehr deutlich.  



  <I>Beispiele 10, 11, 12 - im Vergleich mit Beispiel 9</I>  In den Beispielen 10-12 ist ein Werkstoff, der  dem im Beispiel 9 praktisch gleichwertig ist und       welcher        0,051%        Eisen        enthält,        im        gegossenen        Aus-          gangsblock    erfindungsgemäss     rekristallisiert    worden.  Die anschliessende Oberflächenbehandlung der daraus  hergestellten Bleche, die in den einzelnen Beispielen  verschieden     durchgeführt    wurde (s.

   Tabelle), erlaubt  die bessere Wirkung des erfindungsgemässen und kom  binierten     Oberflächenbehandlungsverfahrens    auf dem  erzielbaren Spiegelglanz im Vergleich zum che  mischen     Glänzverfahren    festzustellen. Die erzielte       Reflexion        stieg        von        68        auf        80,

  2%.        Aus        einem        Ver-          gleich    zwischen den Beispielen 9 und 10 ergibt sich  wiederum die Wirksamkeit der erfindungsgemässen       Rekristallisation    auf die Qualität des erreichbaren  Spiegelglanzes bei     Aluminium-Werkstoffen    geringerer  Reinheit; es wurde eine Steigerung der     Reflexion    von  60,2 auf     680/9    gefunden. Bei Gegenüberstellung der  Ergebnisse der Beispiele 11 und 12 zeigt sich die  Wirkung des Beizens; die Reflexion wurde dadurch  von 72,4 auf     80,21/o    gesteigert.  



  <I>Beispiele 16 und 17 - im Vergleich zu Beispiel 13</I>  Die Beispiele 16 und 17 betreffen Bleche gleicher  Zusammensetzung, die gemäss vorliegender Erfindung  im gekneteten Zustand während des Walzprozesses       rekristallisiert    worden sind. Ein     Vergleich    von Bei  spiel 16 mit Beispiel 13, in dem derselbe Werkstoff  im gegossenen Ausgangsblock     rekristallisiert    wurde,  zeigt bei gleicher Oberflächenbehandlung praktisch  die gleichen     Reflexionswerte    (67 bzw. 68 0/0). Hierbei  ist bei der mechanischen Polierbehandlung keine       Zwischenbeizung    vorgenommen worden im Gegensatz  zu Beispiel 17.

   Ein Vergleich zwischen Beispiel 16  und 17 erlaubt daher die Feststellung der Wirkung  einer     Zwischenbeizung    auf den erzielbaren     Spiegel-          glanz        (Steigerung        von        67        auf        84%,        was        eine        Erhö-          hung        um        25,4        0/a"        bezogen        auf        67        %,

          bedeutet).     



  <I>Beispiel 26</I>  Im Beispiel 26 wird die Wirkung der     Rekristalli-          sation    eines Blechgegenstandes aus einer     AlMgSi-          Legierung    im fertig geformten Endzustand auf die  Erzeugung des Spiegelglanzes gezeigt; in Verbindung    mit den weiteren Verfahrensstufen ist     ein    hoher     Spie-          gelglanz        von        84%        erreicht        worden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Erzeugung von Spiegelglanz auf der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, dadurch gekenn zeichnet, dass der Werkstoff dieser Gegenstände vor der Oberflächenbehandlung durch Wärmebehandlung über den homogenisierten Zustand hinaus in den rekristallisierten Zustand übergeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, d'ass die Rekristallisation bei einer nahe unterhalb der Soliduskurve liegenden Temperatur durchgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Werkstoff der Gegenstände im Gusszustand rekristallisiert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Werkstoff der Gegenstände nach einer Knetbehandlung rekristallisiert wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Werkstoff der Gegenstände nach abgeschlossener Formgebung rekristallisiert wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der im Gusszustand rekristallisierte Werkstoff nach der Re- kristallisation und vor der Oberflächenbehandlung verformt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gegenstände aus einer Alumi- niumlegierung mit bis zu 3 % Magnesium, bis zu 10/0 Silicium und bis zu<B>0,060/a</B> Eisen bestehen. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gegenstände nach erfolgter Rekristallisation einer mindestens zweistufigen mecha nischen Oberflächenbehandlung unterworfen werden. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbehandlung durch Vorpolieren mittels Schleif- und/oder Polierpasten und Fertigpolieren mit einer Aufschlämmung von Poliermitteln in Flüssigkeiten erfolgt. 9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gegenstände zwischen Vor- und Fertigpolieren noch zusätzlich gebeizt werden.
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