CH352841A - Lebendviehwaage - Google Patents
LebendviehwaageInfo
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Description
Lebendviehwaage Die Erfindung befasst sich mit Brückenwaagen derjenigen Art, die mit einer über einer Grube in Flurhöhe vorgesehenen und mit einer Geländereinfassung zum Verwiegen von Lebendvieh versehenen Wiegebrücke ausgestattet sind. Brückenwaagen dieser Art haben den grossen Nachteil, dass das im Grubenraum befindliche Hebelwerk mit den vielen wiegetechnischen Elementen, wie Pfannen, Schneiden und Gehängen gerade im Schlachthofsbetrieb einer starken Verrottung ausgesetzt ist. Aus diesem Grunde hat man auch bereits vorgesehen, das Wiegehebelwerk hoch über der Brücke oder seitlich neben dieser über Flur anzuordnen. Diese Ausführungen sind naturgemäss teuer und benötigen viel Raum oberhalb bzw. seitlich der Wiegebrücke. Trotz der denkbaren Möglichkeit einer Lüftung der Grube ist es nach der der Erfindung zugrundeliegenden Erkenntnis im Hinblick auf die unvermeidliche Wartung auf jeden Fall empfehlenswert, dass das im Grubenraum befindliche Hebelwerk so einfach wie möglich gestaltet wird. Gemäss der Erfindung wird nun ein besonders einfaches Hebelwerk vorgesehen, indem sich die Wiegebrücke ohne bewegliche Zwischengehänge unmittelbar auf den einzigen, unterhalb der Brücke vorgesehenen, auf einem festen Lager abgestützten Wiegehebel mit einer einzigen Abstützlinie, also labil, abstützt und indem weiterhin diese Wiegebrücke mittels eines etwa waagrechten Lenkers in Betriebslage gehalten wird, der an einem hochgelegenen Punkt der Wiegebrücke einerseits und an einem entsprechend hohen, festen, biegesteifen Säulenträger neben der Brücke anderseits angelenkt ist. Hierbei ergibt sich also wegen des nur noch sehr geringen Material- und Arbeitszeitaufwandes ein sehr geringer Gestehungspreis. Ausserdem ist eine solche Waage besonders leicht justierbar und gut gängig. Vor allem aber wird durch die gewählte Art der Abstützung der Wiegebrücke ohne Zwischengehänge erreicht, dass diese praktisch seitenunbeweglich gelagert ist, und dass das an der bisher bekannten Lebendviehwaage lästige Schwingen der Brücke entfällt. Auf diesen schwingenden, bekannten Brücken werden nämlich die Tiere besonders unruhig und beeinträchtigen dadurch den Wiegevorgang. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass beim Schwemmen des Hallenbodens viel Wasser durch die Abdeckroste in die Grube gelangt und dort etwa hineingefallenen Kot wegspült. Schliesslich ist noch ein Vorteil aufzuführen: Bei abgenommenen Abdeckblechen kann das Hebelwerk zur Wartung leicht von der Seite erreicht werden. Die Wiegebrücke kann daher als geschlossene Einheit so ausgebildet werden, dass sie gleichzeitig das Hebelwerk von oben her vor Feuchtigkeit schützt. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Darin zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht bei geschnittener Grube und Fig. 2 eine Draufsicht der Waage. Die Wiegebrücke 1 ist mit einer nicht näher dargestellten spaltlosen Abdeckplatte und einer korbartigen Geländereinfassung versehen, die an den Längsseiten aus senkrechten, gegebenenfalls auch als Rohre ausgebildeten und durch die Brücke hindurchgehenden Pfosten 2 und waagrechten Geländerstangen 21 besteht. An den Stirnenden sind schwenkbare Tore 3 vorgesehen, die aus Rohrstücken zusammengeschweisst sind. Innerhalb dieser Wiegebrückenein fassung sind die zu verwiegenden Tiere abgestellt. Unterhalb der Wiegebrücke 1 sind in deren Längsmittelachse zwei Schneidenlager 4 vorgesehen. Diese stützen sich auf je einer Schneide 5 bzw. 6 ab. Diese Schneiden sitzen auf dem einzigen unterhalb der Wiegebrücke vorgesehenen Wiegehebel, der seinerseits aus dem Paar 7a und 7b von Hebelarmen, einem diese Hebelarme verbindenden, biege- und torsionssteifen und in Längsrichtung der Wiegebrücke verlaufenden Rohr 7 und einem an dieses Rohr an beliebiger Stelle angeschweissten Ausleger 12 besteht. Auf jedem der beiden Arme 7a und 7b sitzt eine Schneide 5 bzw. 6 etwa in der Mitte zwischen dem Rohr 7 und dem Ende der Hebelarme. Die Enden dieser Hebelarme sind mit je einer Schneide 8 bzw. 9 versehen, die auf Schneidenpfannen 10 abgesetzt sind. Über diese Schneiden 8 und 9 und die beiden Schneidenlager 10 werden die Hebelkräfte der Waage in eine einfache Profilstahlkonstruktion 11 und von dort in das Fundament abgeleitet. Über die am Ende des Auslegers 12 befindliche Endschneide 13 wird die Messkraft zum Wiegeschrank 14 und Messkopf 15 geleitet. Wie aus Fig. 2, wo in ausgezogenen Linien eine Stellung des Wiegeschrankes 14, 15 und in strichpunktierten Linien eine andere Stellung des Wiegeschrankes 14', 15'eingezeichnet sind, ersichtlich ist, ist es gleichgültig, an welcher Stelle des biege- und torsionssteifen Rohres 7 der Ausleger 12 bzw. 12' angeschweisst wird und wie der Wiegeschrank im Winkel zur Wiegebrücke aufgestellt wird. Da die Wiegebrücke in der beschriebenen Weise labil unterstützt ist, ist sie mittels des im wesentlichen waagrecht liegenden, im vorliegenden Fall sowohl auf Zug als auch auf Druck beanspruchten Lenkers 16 in der Betriebslage gehalten. Der Lenker 16 greift waagenseitig an einem hochgelegenen Ansatz 17 der Brückeneinfassung und gesteliseitig an einem biegesteifen Säulenträger 18 an, der, zur Profilstahlkonstruktion 11 gehörig, starr mit dem Fundament verbunden ist. Der Lenker hat aus wiegetechnischen Gründen eine dem Abstand der Hebelschneiden 5 und 8 bzw. 6 und 9 genau entsprechende Länge und ist so eingebaut, dass die Verbindungslinie seiner beiden Drehpunkte genau parallel zur Verbindungslinie der Schneiden 5 und 8 bzw. 6 und 9 verläuft. Die Gelenke des Lenkers können als Wälz- oder Schneidenlager oder als elastische Federelemente ausgebildet sein. In der Zeichnung sind sie rein schematisch als Gelenkbolzen in Gleitlagern angedeutet. Zum Schutz dieser Lager ist zweckmässig eine in der Zeichnung nicht dargestellte Schutzkappe über dem Lenker angebracht. Der Zugang zu dem unten liegenden Hebel 7, 7a, 7b und 12 ist durch herausnehmbare Einlegeplatten der Wiegebrücke 1 und bei erweiterter Grube durch herausnehmbare Gitter 19 möglich. Die Lenkerführung könnte natürlich auch unterhalb des Wiegebalkens 7, also innerhalb der Grube untergebracht werden. Diese Ausführung hätte aber den Nachteil, dass von der Brücke ein Ausleger nach unten und eine sehr tiefe Grube benötigt würde, denn der Vertikalabstand vom Schneidenlager zum Lenkerangriff muss zur Erzielung kleiner Lenker- und geringer Schneidenquerkräfte möglichst gross sein. Statt eines einzigen Lenkers können bei grossen Waagen natürlich auch auf der in Frage kommenden Seite der Wiegebrücke mehrere Lenker angeordnet werden. Bei der dargestellten besonderen Grösse der Grube und Abdeckung ihres überstehenden Teils durch Roste können die in der Grube sich ansammelnden Dünste ohne weiteres entweichen. Diese Belüftungswirkung wird noch dadurch erhöht, wenn die Pfosten 2 der Geländer hohl und oben und unten offen sind und mit ihrem unteren Ende mit dem Grubeninnern in Verbindung stehen. Die Kaminwirkung innerhalb dieser Rohre 2 sorgt dabei für einen ständigen Abzug von Luft selbst dann, wenn die Umgebungsluft der Grube wenig bewegt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Brückenwaage mit einer über einer Grube in etwa Flurhöhe vorgesehenen und mit einer Geländereinfassung zum Verwiegen von Lebendvieh versehenen Wiegebrücke (1), dadurch gekennzeichnet, dass diese ohne bewegliche Zwischengehänge unmittelbar auf den einzigen, unterhalb der Brücke vorgesehenen, auf einem festen Lager (10, 11) abgestützten Wiegehebel (7a, 7b, 7, 12) mit einer einzigen Abstützlinie, also labil, abgestützt ist, und dass diese Wiegebrücke (1) mittels eines etwa waagrechten Lenkers (16) in Betriebslage gehalten wird, der an einem hochgelegenen Punkt (17) der Wiegebrücke (1) einerseits und einem entsprechend hohen, festen und biegefesten Säulenträger (18) neben der Brücke anderseits angelenkt ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Brückenwaage nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der brückenseitige Anlenkungspunkt (17) an der Wiegebrückeneinfassung (2, 3, 21) vorgesehen ist.2. Brückenwaage nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wiegehebel (7a, 7b, 7, 12) ein torsionssteifes Rohr (7) aufweist, an dessen Enden ein seine Abstützung auf dem festen Lager (10, 11) und diejenige der Wiegebrücke (1) übernehmendes Hebelarmpaar (7a, 7b) fest angebracht ist und an dem an einer beliebig auswählbaren Stelle seiner Länge der Ausleger (12) mit der Endschneide (13) angebracht ist.3. Brückenwaage nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Grubenrand in beträchtlichem Abstand vom Brückenrand verläuft und dass der Zwischenraum zwischen beiden durch eine luftdurchlässige, abnehmbare Abdeckung (19) abgedeckt ist.4. Brückenwaage nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Brückenaufbauten senkrechte Rohre (2) aufweisen, die durch die Wiegebrücke (lj hindurchreichen, oben und unten offen sind und so als Kamine für die Grubenentlüftung dienen.5. Brückenwaage nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wiegebrücke (1) eine spaltlose durchgehende Abdeckung aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE352841X | 1956-09-11 |
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| CH352841D CH352841A (de) | 1956-09-11 | 1957-08-13 | Lebendviehwaage |
Country Status (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3700055A (en) * | 1971-02-12 | 1972-10-24 | Schlumberger Compteurs | Threshold responsive scale |
-
1957
- 1957-08-13 CH CH352841D patent/CH352841A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US3700055A (en) * | 1971-02-12 | 1972-10-24 | Schlumberger Compteurs | Threshold responsive scale |
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