CH352901A - Stoffauflauf für Papier- und Kartonmaschinen - Google Patents

Stoffauflauf für Papier- und Kartonmaschinen

Info

Publication number
CH352901A
CH352901A CH352901DA CH352901A CH 352901 A CH352901 A CH 352901A CH 352901D A CH352901D A CH 352901DA CH 352901 A CH352901 A CH 352901A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
lip
headbox
belt
paper
channel
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Dr Hogenkamp
C Dr Ulrich Johannes
Original Assignee
Heinz Hogenkamp Und Dr Johanne
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinz Hogenkamp Und Dr Johanne filed Critical Heinz Hogenkamp Und Dr Johanne
Publication of CH352901A publication Critical patent/CH352901A/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description


      Stoffauflauf        für    Papier- und     Kartonmaschinen       Die Erfindung betrifft einen Stoffauflauf für Pa  pier- und Kartonmaschinen, mit Mitteln zur Zufüh  rung von     Faserstoffsuspension    zu einer Spaltöffnung,  deren obere Begrenzung durch eine Lippe gebildet  wird und von deren Unterseite ein endlos in sich ge  schlossenes Siebband in Auslaufrichtung der Faser  stoffsuspension von einer Brustwalze wegläuft.  



  Bekannt sind Stoffaufläufe mannigfachster Kon  struktion, die im wesentlichen das Ziel verfolgen,  die     Papierstoffsuspension    so zu führen, dass diese  möglichst homogen auf das Sieb der Papiermaschine  gelangt.  



  Stoffaufläufe haben in erster Linie den Zweck,  die aus einer Rohrleitung austretende Suspension  möglichst gleichmässig so zu verteilen, dass der       Suspensionsstrom    die Breite der     Papiermaschine     erreicht. Die Stromführung soll dabei so gestaltet  sein, dass möglichst keine Turbulenz auftritt und  keine Teilchenzusammenballungen möglich sind.  



  Die Nachteile aller bekannten     Stoffaufläufe    be  stehen in der Hauptsache darin, dass die Suspension  aus ihnen mit einem mehr oder minder stark aus  geprägten parabolischen Strömungsprofil austritt. Das  hat zur Folge, dass die     Papierblattbildung    auf dem  Maschinensieb nicht     gleichmässig    ist. (Im allgemeinen  ist die Papierbahn zu ihren Rändern hin dünner bei       laminarer    Strömung. Sie zeigt über die ganze Breite  periodische Schwankungen bei turbulenter Strömung.)  Ein weiterer Nachteil ergibt sich dadurch, dass die  suspendierten Fasern in Bahnrichtung ausgerichtet  werden. Dem arbeitet man mit mehr oder weniger  Erfolg durch die     Querschüttelung    des Siebes entgegen.

    Sehr schnell laufende Papiermaschinen zeigen diesen  Nachteil weniger - oder es wird ihm eine weniger  starke Beachtung geschenkt -, da bei turbulentem  Austritt der Suspension die Gefahr der Ausrichtung  der     Fasern    bedeutend kleiner ist.    Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis,  dass die oben genannten     Nachteile    vermieden werden  können, wenn man der Suspension nach     ihrem     Auftreten auf das Sieb einen     Couetteschen        Strömungs-          charakter    aufzwingt.  



  Eine      Couettesche    Strömung  ist     bekanntlich     eine solche einer (zähen) Flüssigkeit     zwischen    zwei  parallelen oder koaxialen Flächen, von denen die eine       stillsteht.     



  Die     Couettesche    Strömung in     ihrer    linearen Aus  artung sei anhand von     Fig.    1 kurz dargelegt:  Von den beiden planparallelen Platten 1 und 2  wird die Platte 1 mit der     Geschwindigkeit    U gegen  über der Platte 2 bewegt.  



  Zwischen beiden Platten     befindet    sich eine Flüssig  keit, dann bildet sich das Strömungsprofil 3 aus.  Auf der Höhe y = h haften alle Teilchen gleich  mässig an der oberen Platte und werden mit dieser  fortgeführt. Für eine beliebige Höhe y ist die Ge  schwindigkeit der Flüssigkeit dann  
EMI0001.0028     
    Der erfindungsgemässe     Stoffauflauf    zeichnet sich  in Anwendung der oben dargelegten Erkenntnis da  durch aus, dass er anschliessend an eine zu den       Zuführmitteln    gehörende Leitung einen sich bis zur  Spaltöffnung erstreckenden Kanal mit gleichbleiben  dem Querschnitt aufweist, in dem sich das Sieb  band bewegt.  



  Die     Fig.    2, 3 und 4 der beiliegenden Zeichnung  stellen schematisch ein erstes,     zweites    bzw. drittes  Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Stoff  auflaufes dar.  



  In den     Fig.    2 bis 4 ist mit 3 ein endlos in sich  geschlossenes Siebband bezeichnet, das in dem durch  Pfeil 4 angegebenen Sinne des Auslaufes der Faser-           stoffsuspension    aus einem     Zufuhrstutzen    5 von einer  Brustwalze 6 wegläuft. Der Stutzen bildet einen  Teil der Mittel zur Zufuhr von     Faserstoffsuspension,     wie sie bei     Stoffaufläufen    von Papier- und Kar  tonmaschinen üblich sind. Mit 7 ist eine Spaltöffnung  bezeichnet, deren obere Begrenzung durch eine Lippe  8 bzw. 8a gebildet und von deren Unterseite das  Siebband 3 in der Auslaufrichtung der Faserstoff  suspension wegläuft.  



  Die Ausführungsform nach     Fig.2    unterscheidet  sich von bekannten Stoffaufläufen in folgendem: Die  Spaltöffnung 7 liegt nicht über der     Brustwalze    6, wo  die     Faserstoffsuspension    den durch das parabolische  Strömungsprofil 9 angegebenen Strömungscharakter  hat,     sondern    am Austrittsende eines     geradlinigen     Kanals 10 mit gleichbleibendem Querschnitt (mit  der flachrechteckigen Form der Spaltöffnung 7);

   an  der Unterseite dieses Kanals bewegt sich das Siebband  3 in Anlage am oberen     Trum    eines mindestens gleich  breiten Bandes 11, das wasserundurchlässig ist und  das mit der gleichen Geschwindigkeit wie das Sieb  band 3 über die Brustwalze 6 und eine unter der  Spaltöffnung 7 befindliche     Umlenkrolle    12 läuft, und  zwar mit einer Geschwindigkeit, die doppelt so gross  zu sein hat wie die konstante mittlere Zufuhr  geschwindigkeit der     Faserstoffsuspension.    Das be  sagte obere     Trum    bildet somit die untere Wandung  des Kanals 10 und ist mit der bewegten Platte 2 von       Fig.    1 vergleichbar, während die flache Lippe 8 mit  der stillstehenden Platte 1 vergleichbar ist.

   Deshalb  bildet sich in der durch den Kanal 10 fliessenden       Faserstoffsuspension    die Strömung von einer Rohr  strömung mit dem typischen parabolischen Strömungs  profil 9 zu einer     Couetteschen    Strömung mit dem  typischen Strömungsprofil 13 um.  



  Es hat sich gezeigt, dass es auf diese Weise ge  lingt, auf der ganzen Breite der Spaltöffnung (mit  Ausnahme von ganz schmalen Randpartien) eine sehr  weitgehend gleichmässige Austrittsgeschwindigkeit der       Faserstoffsuspension    und somit eine sehr gleich  mässige Dicke des sich     anschliessend    auf dem Sieb  band durch Abfluss des Wassers bildenden     Papier-          oder    Kartonblattes zu erzielen.

       Turbulenzerscheinun-          gen,    die am Einlauf des Kanals 10 (etwa über der  Brustwalze 6) bei grossen     Einlaufgeschwindigkeiten     noch vorhanden sind, verschwinden praktisch voll  ständig, dank der Ausbildung des     Couetteschen    Strö  mungsbildes.  



  In der Ausführungsform nach     Fig.    3 ist die untere  Wandung 14 des Kanals 10 durch die     Kanalseiten-          wände    mit der die obere Kanalwandung bildenden  flachen Lippe 8 verbunden und hat am Anfang des  Kanals eine     Ausnehmung,    deren Wandungen so dicht  wie möglich an die Brustwalze 6 anschliessen.

   Das  Siebband 3 gleitet im Bereich des Kanals 10 über die  untere Kanalwandung 14 hinweg und hebt (da es ja  sehr feinmaschig ist) die Reibung der Faserstoff  suspension an dieser Kanalwandung 14 weitgehend  auf; somit bildet es die  bewegte Platte 2  und vor  ausgesetzt;     dass    das Siebband wieder doppelt so    schnell läuft wie die mittlere Eintrittsgeschwindig  keit, wird der     Faserstoffsuspension    im Kanal 10 ein       Couettescher    Strömungscharakter aufgezwungen,  mit dem oben erwähnten Resultat.  



  Wie schon eingangs der Beschreibung erwähnt,  kommen     Couettesche    Strömungen nicht nur zwischen  planparallelen Platten wie 1, 2     (Fig.    1) zustande,  sondern auch zwischen koaxialen Flächen. Dies hat  man sich im Ausführungsbeispiel nach     Fig.    4 zunutze  gemacht: die     stillstehende    Fläche besteht aus der  Innenoberfläche der äusseren, zur Brustwalze 6  koaxialen und die Lippe 8     bildenden    Wand des Ka  nals 10a, und die bewegte Fläche besteht aus dem  vom Siebband 3 umschlungenen Teil des Umfanges  der Brustwalze 6.

   Auch in diesem Ausführungsbei  spiel wird der     Faserstoffsuspension,    die am Eintritt  in den Kanal 10a das für Rohrströmung typische  Strömungsprofil 9 hat oder noch turbulent ist, nach  und nach der     Couettesche    Strömungscharakter aufge  zwungen unter der     Voraussetzung,    dass die (der Lauf  geschwindigkeit des Siebbandes 3 gleiche) Umfangs  geschwindigkeit doppelt so gross ist wie die mittlere  Eintrittsgeschwindigkeit der     Faserstoffsuspension    in  den Kanal 10a.  



  In allen Ausführungen muss die in Laufrichtung  des Siebbandes 3 gemessene Länge des Kanals 10  bzw. 10a genügend gross sein, um die Ausbildung der       Couetteschen    Strömung zu ermöglichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Stoffauflauf für Papier- und Kartonmaschinen, mit Mitteln zur Zuführung von Faserstoffsuspension zu einer Spaltöffnung, deren obere Begrenzung durch eine Lippe gebildet wird und von deren Unterseite ein endlos in sich geschlossenes Siebband in Auslauf richtung der Faserstoffsuspension von einerBrustwalze wegläuft, dadurch gekennzeichnet, dass er anschlie ssend an eine zu den Zuführmitteln gehörende Lei tung (5) einen sich bis zur Spaltöffnung (7) erstrek- kenden Kanal (10 bzw. 10a) mit gleichbleibendem Querschnitt aufweist, in dem sich das Siebband (3) bewegt. UNTERANSPROCHE 1.
    Stoffauflauf nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass wenigstens ein Teil des vom Sieb band umschlungenen Umfanges der Brustwalze (6) von der dazu koaxialen Lippe (8a) umgeben ist (Fig. 4). 2. Stoffauflauf nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lippe (8) flach ist, und dass in ihrem Bereich das Siebband auf einem mit gleicher Geschwindigkeit umlaufenden, wasserundurchlässigen Band (11) aufliegt (Fig.2). 3. Stoffauflauf nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lippe (8) flach ist, und dass in ihrem Bereich das Siebband über eine feststehende, undurchlässige und bis zum Umfang der Brustwalze (6) reichende Fläche (14) hinweggleitet (Fi,g. 3).
CH352901D 1957-09-16 1957-09-16 Stoffauflauf für Papier- und Kartonmaschinen CH352901A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH352901T 1957-09-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH352901A true CH352901A (de) 1961-03-15

Family

ID=4509932

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH352901D CH352901A (de) 1957-09-16 1957-09-16 Stoffauflauf für Papier- und Kartonmaschinen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH352901A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181038B (de) * 1961-06-02 1964-11-05 Doerries A G O Hochdruckstoffauflauf fuer Papier-, Karton- od. dgl. Maschinen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181038B (de) * 1961-06-02 1964-11-05 Doerries A G O Hochdruckstoffauflauf fuer Papier-, Karton- od. dgl. Maschinen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT392807B (de) Stoffauflauf fuer eine papiermaschine od.dgl.
AT398317B (de) Doppelsiebformer
DE2857473C2 (de)
EP0472050A2 (de) Vorrichtung zum Aufbringen eines Flüssigkeitsfilmes auf eine Warenbahn
DE2704169A1 (de) Eine anordnung fuer stoffbahnbildung
DE3101407C2 (de) Stoffauflauf für eine Papiermaschine
DE2346119A1 (de) Stoffauflauf einer papiermaschine
DE1511218C3 (de) Papierbrei-Aufgabevorrichtung für Papiermaschinen
CH626817A5 (de)
DE3306717C2 (de) Bahnbildungspartie einer Langsiebpartie einer Papiermaschine
DE3144066C2 (de) "Stoffauflauf für eine Papiermaschine"
CH652772A5 (de) Verfahren zur bildung einer papierbahn in einer langsiebmaschine und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens.
AT411273B (de) Stoffauflauf einer papiermaschine oder kartonmaschine
DE4019235A1 (de) Stoffauflauf
DE2155974A1 (de) Papiermaschine
DE2142533A1 (de) Auflaufkasten für Papiermaschinen
DE69603741T2 (de) Doppelkammer filmaufleger mit kammerüberlauf
CH352901A (de) Stoffauflauf für Papier- und Kartonmaschinen
DE2364208C2 (de) Verfahren zur Bildung einer Bahn aus Fasern und Bahnbildungsmaschine zur Durchführung des Verfahrens
DE851301C (de) Vorrichtung zum gleichmaessigen Verteilen des einer Papier- od. dgl. Entwaesserungsmaschine zugefuehrten Faserstoff-Wasser-Gemisches
DE2414388C3 (de) Bahnbildungszone einer Langsieb-Papiermaschine
DE2041108C3 (de) Stoffauflauf für Papiermaschinen
DE19651738A1 (de) Auftragswerk zum direkten oder indirekten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums auf eine laufende Oberfläche
AT508526B1 (de) Vorrichtung und verfahren zum zuführen von faserpulpe zu einem bahnbildungsträger
DE1511232B2 (de) Papiermaschine mit zwei langsieben