CH352931A - Lichtreflektierende Masse - Google Patents

Lichtreflektierende Masse

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CH352931A
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reflective
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glass
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V Palmquist Philip
R Beck Warren
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Minnesota Mining & Mfg
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    • B05D5/063Reflective effect
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Description


      Lichtreflektierende    Masse    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine       freifliessende,    lichtreflektierende Masse aus durch  sichtigen, sphärischen     Mikroglaskörpern.    Diese Masse  ist dadurch gekennzeichnet, dass die     Mikroglaskör-          per        hemisphärisch    reflektierend gemacht sind und  die Lichtstrahlen in der Einfallsrichtung zurück  werfen.

   Die Erfindung bezieht sich ferner auf die  Verwendung der     freifliessenden,        lichtreflektierenden     Masse für die Herstellung einer     überzugsmasse,    in  dem man die     freifliessende    Masse mit einem flüssigen  Lack oder Firnis mischt. Diese Mischung kann zur  Herstellung von Überzügen für Strassensignale und       -markierungen    verwendet werden, die zufolge ihres       Lmkehrstrahlungsvermögens    für Motorfahrzeuglen  ker auf grosse Entfernung sichtbar sind. Die Refle  xionskraft dieser Signale und Markierungen ist viel  grösser als diejenige der gewöhnlichen gemalten Si  gnale und Markierungen.  



  Jeder sphärische     Mikroglaskörper    ist ein winzi  ges Glaskügelchen, das durchsichtig ist und dessen  Oberfläche ungefähr zur Hälfte undurchsichtig ge  macht ist,     zweckmässigerweise    mittels eines dünnen,  reflektierenden Metallüberzuges, z. B. eines Alumi  niumüberzuges, der eine zusammenhängende     hemi-          sphärische,    reflektierende Kappe bildet.

   Dieser     hemi-          sphärische    Metallüberzug wirkt als Reflektor so  wohl für Lichtstrahlen, die in die nicht überzogene  Hälfte des Mikrokügelchens eindringen und auf die  konkave Innenseite des     Metallüberzuges        auftreffen,     als auch für Lichtstrahlen, die auf die konvexe     äus-          sere        Oberfläche    des     Metallüberzuges    auftreffen. In  1     cm3    dieser     Mikroglaskügelchen    sind viele Millionen  Einzelkügelchen enthalten.

   Dadurch dass die Mikro  glaskörper     kugelförmig    sind, ist das     Pigmentmaterial     im trockenen Zustand freifliessend, wodurch das  Mischen mit Lacken oder Firnissen zwecks Herstel-         lung    homogener Dispersionen erleichtert wird. Die       Mikroglaskörper    backen beim Absetzen     in    der Dis  persion nicht zusammen und lassen sich durch Auf  rühren leicht wieder     dispergieren.     



  Die     reflektierenden        Mikroglaskörper    können auf  die Oberfläche eines Farbanstriches oder     Firnisüber-          zuges    aufgestreut werden,     während    sich der letztere  noch im     ungetrockneten,    plastischen und klebrigen  Zustand befindet.  



  Die Hauptverwendung, für die die     freifliessende     Masse aus     Mikroglaskörpern    vorgesehen ist, besteht  jedoch in der Herstellung von     reflektierenden    über  zugsmassen durch Mischung der     Mikroglaskörper    mit  Lacken oder     Firnissen.    Als Firnisse können z. B.     Öl-          und        Spritzharzfirnisse    und als Lacke z. B.     Nitrocel-          luloselacke    verwendet werden.  



  Die reflektierenden     Firnismischungen    lassen sich  leicht entsprechend der Art, wie sie aufgebracht wer  den sollen, zusammensetzen. Man     kann    sie durch  Aufspritzen, Aufstreichen, Aufdrucken oder mittels  Schablonen     aufbringen,    um in einem einzigen Arbeits  gang reflektierende     überzüge    zu erhalten. Für diese  Verwendungsart verwendet man     zweckmässigerweise     reflektierende     Firnismischungen,    die zu ca. 1/3 aus       hemisphärisch    reflektierenden     Mikroglaskörpern    und  zu ca.     2/3    aus dem Trägermedium (gewichtsmässig)  zusammengesetzt sind.

   Das Trägermedium besteht  aus den nicht flüchtigen,     filmbildenden    Feststoffen  (z. B.     Nitrocellulose),    die     in        einer        verhältnismässig     grossen Menge eines flüchtigen Lösungsmittels, wel  ches das     Gemisch    auf den gewünschten Grad ver  dünnt, gelöst sind.

   Beim Auftragen der Mischung  auf die Oberfläche einer Unterlage     fliessen    die     Mi-          kroglaskörper        zu    einer     einzigen        Schicht    aus, die pro       cm2    Zehntausende von     Mikroglaskügelchen    enthält.  Während der Verdampfung des Lösungsmittels     fliesst         der     Firnis    an den Pigmentpartikeln herunter, so dass  beim Austrocknen des Überzuges eine Oberflächen  schicht von vorstehenden und dem Licht ausgesetzten  reflektierenden     Mikrokügelchen    entsteht.

   Der trockene       Firnisfilm        bildet    auf den Kügelchen eine     dünne,     durchsichtige Haut, so dass der Überzug eine ent  sprechend gerasterte Oberfläche aufweist, die der  Atmosphäre ausgesetzt ist. Die Menge der     Firnis-          feststoffe    (die den trockenen Film bilden) ist jedoch  genügend hoch, um eine feste Verankerung des re  flektierenden Pigmentes an der Unterlage sicher  zustellen. Es wurde gefunden, dass es für die meisten  Verwendungszwecke am günstigsten ist, wenn das  Gewichtsverhältnis der     Firnisfeststoffe    zum Lösungs  mittel 1 : 20 ist.  



  Die reflektierenden     Mikroglaskügelchen    des auf  gebrachten     Überzuges    sind nicht gerichtet, da sie im  Verlaufe ihrer Verarbeitung regellosen Drehungen  unterworfen sind. Für jedes     Mikroglaskügelchen    ist  die Richtung, in welche der nicht reflektierende Teil  zeigt, völlig     zufällig.    In jedem kleinen Flächenteil, z. B.

    von     1/l0        cm2,    des Überzuges     trifft    ein auf die Ober  fläche des Überzuges gerichtetes Lichtstrahlenbündel  auf eine grosse Zahl von Glaskügelchen auf, deren  nicht reflektierende Teile bezüglich der     Axe    des  Lichtstrahlenbündels regellos in alle möglichen  Richtungen zeigen, wobei der sichtbare Reflexions  effekt die     Resultante    aus zahlreichen Einzelreflexio  nen ist, da das menschliche Auge nicht in der Lage  ist, die von den     einzelnen    Kügelchen herkommenden  Lichtstrahlen voneinander zu unterscheiden.

   Jeder  kleine Flächenteil wird somit praktisch den gleichen  sichtbaren Reflexionseffekt aufweisen wie jeder an  dere kleine     Flächenteil,    wobei der     Gesamteffekt     homogen ist.  



  Die     optimale    Grösse der sphärischen Mikroglas  körper bezüglich der Reflexionskraft sowie der     Dis-          pergierung    und Suspendierung im     Firnis    beträgt  10-50     Mikron        (Durchmesser).    Ein     Mikron    ist ein  Tausendstel eines     Millimeters.     



  Die stark reflektierenden,     überzugbildenden    Mi  schungen gemäss der     vorliegenden    Erfindung kön  nen in     sogenannten          Aerosolbomben      oder       Spritz-          kannen      verwendet werden, aus welchen sie auf jede  gewünschte     Oberfläche    aufgespritzt werden können.  Der notwendige Druck wird durch eine     im    Behälter  eingeschlossene Treibflüssigkeit mit hohem Dampf  druck geliefert. Die reflektierenden,     überzugbildenden     Mischungen lassen sich z.

   B. leicht auf Brückenpfei  ler,     Betonrandsteine,    Masten, Pfosten, Baumstämme,       etc.,    aufspritzen, um reflektierende Oberflächen zu  erhalten, die nachts aufleuchten und den Motorfahr  zeugführern als     Leitsignale    oder Warnsignale bei Ge  fahr dienen. Das Aussehen der mit einem solchen  Überzug versehenen Oberfläche ist bei Tag infolge  der Unauffälligkeit des     Überzuges,    dessen besondere  Eigenschaften nur unter den die Umkehrstrahlung  bewirkenden Bedingungen zur Geltung kommen,  nicht wesentlich verändert.

   Die erfindungsgemässen  Mischungen können durch Strassenpatrouillen in    Automobilen oder auf Motorrädern in kleinen Spritz  gefässen mitgeführt und an jenen Stellen, die einer  besseren     Sichtbarmachung    bei Nacht bedürfen, auf  gespritzt werden. Die Mischungen lassen sich auch  mittels Spritzpistolen aufspritzen.  



  Auf diese Weise lassen sich nur vorübergehend  benötigte Sicherheitsmarkierungen oder     -signale    her  stellen. Es besteht ferner auch ein Bedürfnis für zeit  lich begrenzt     gültige    Werbeanzeigen, die einerseits  wenig Kosten verursachen und andererseits für Mo  torfahrzeugführer bei Nacht sehr gut sichtbar sein  sollen. Als Beispiele seien Werbeanzeigen für beson  dere Verkäufe und Plakate für politische Kampagnen  angeführt. Solche Anzeigen lassen sich durch Auf  spritzen der reflektierenden Mischung auf billige  Kartonunterlagen unter Verwendung von Schablonen  oder durch     Schablonendruck    leicht in grosser Zahl  herstellen.  



  Mittels einer verdünnten Spritzmischung kann  man auch Gewebe reflektierend machen. Die auf  diese Weise behandelten Gewebe unterscheiden sich  bei Tageslicht nicht wesentlich von den unbehandel  ten Geweben und sind auch im Griff nicht wesent  lich verändert. Man kann z. B. ein Hemd, eine Jacke  oder einen Überzieher auf diese Weise behandeln,  um den diese Kleidungsstücke tragenden Fussgänger  für Motorfahrzeugführer bei Nacht,     wenn    er auf oder  am Rande einer Landstrasse marschiert, besser sicht  bar zu machen und dadurch die Sicherheit zu er  höhen.  



  Werden klare (farblose)     sphärische        Mikroglas-          körper,    die einen     hemisphärischen    Überzug aus Me  tall aufweisen, verwendet, so wird das reflektierte  Licht die Farbe des reflektierenden     Metalles    aufwei  sen. So wird z. B. eine silbrige Reflexion erhalten,  wenn die sphärischen     Mikroglaskörper        mit    Alumi  niumüberzügen versehen sind. Durch Verwendung  von sphärischen     Mikroglaskörpern    aus durchsich  tigem gefärbtem Glas können andere Farbeffekte  erzielt werden.

   Die reflektierend gemachten Mikro  glaskörper können mit einem durchsichtigen     Farb-          überzug    versehen werden. Ferner kann man auf den  reflektierenden Überzug einen     hemisphärischen        Farb-          überzug    aufbringen, um dem reflektierenden Firnis  überzug eine bei Tageslicht in Erscheinung tretende  Färbung zu verleihen, die dadurch zustande     kommt,     dass die     Mikroglaskörper    regellos angeordnet sind.  



  Wenn die reflektierenden Partikeln vollkommene  Kugeln sind, so wird für einschichtige Überzüge dann  eine optimale Reflexionskraft erzielt, wenn Glas  kügelchen aus einem Glas mit einem Brechungsindex  von mindestens 1,8 und vorzugsweise von ca. 1,9  verwendet werden. Einfallende Lichtstrahlen, die auf  den nicht reflektierend gemachten Teil der Oberfläche  auftreffen, werden an der mit dem     hemisphärischen     Metallüberzug versehenen, konkaven, reflektierenden  Fläche in einer nahezu punktförmigen Brennfläche  vereinigt.

   Werden hingegen Partikeln verwendet, die  aus deformierten Kugeln bestehen, deren Hauptachse  grösser als die Nebenachse ist, wobei ein Pol der      Hauptachse angenähert in der Mitte der     hemisphä-          rischen,    reflektierend gemachten Fläche liegt, so kann  eine gleichwertige Fokussierung der Lichtstrahlen  bereits bei niedrigeren Brechungszahlen erzielt wer  den. Eine andere Methode zur Erzielung einer gleich  wertigen Fokussierung unter Verwendung von Glas  mit einem niedrigeren Brechungsindex besteht darin,  die Glaskugel mit einem sphärischen     überzug    aus  durchsichtigem Material zu versehen, um ein zu  sammengesetztes Kugelgebilde zu erhalten, das dann       hemisphärisch    reflektierend gemacht wird.

   Als über  zugsmaterial wird ein solches gewählt, welches einen  niedrigeren Brechungsindex besitzt als der Kern.  Eine weitere Möglichkeit besteht darin, auf einen  ungefähr     hemisphärischen    Teil der Kugel einen  durchsichtigen Überzug und auf diesen Überzug den  Metallüberzug aufzubringen, wodurch die Länge der  optischen     Axe    vergrössert wird. Die zweckentspre  chenden Dimensionen können graphisch bestimmt  werden, indem ein Diagramm aufgestellt wird und  die gebrochenen Strahlen eines einfallenden Bündels  von     paraxialen    Strahlen eingezeichnet werden. Infolge  des     Aberrationseffektes    werden die Strahlen nie in einem  vollkommenen Brennpunkt fokussiert.

   Hingegen kön  nen die Dimensionen für eine gegebene geometrische  Struktur so     gewählt    werden, dass die Fokussierung  innerhalb einer kleinen Fläche erfolgt.  



  Nach einer Ausführungsform der vorliegenden  Erfindung kann man eine reflektierende,     überzugbil-          dende    Mischung herstellen, die ein Gemisch von  reflektierend gemachten     Mikroglaskügelchen    mit  einem Brechungsindex von ca. 1,9 und reflektierend  gemachten     Mikroglaskügelchen    mit einem Brechungs  index von ca. 2,5 enthält. Eine solche Mischung eig  net sich zum Aufspritzen auf Oberflächen im Freien,  z. B. auf Brückenpfeiler, in einem einzigen Arbeits  gang.

   Der getrocknete,     reflektierende    Überzug weist  im regennassen Zustand eine höhere Sichtbarkeit auf  als ein Überzug, der aus einer nur     Mikroglaskügel-          chen,    mit einem Brechungsindex von 1,9 enthalten  den Mischung hergestellt wurde. Die Sichtbarkeit  im trockenen Zustand ist dadurch nicht     merklich     vermindert.

   Das     Umkehrstrahlungsvermögen    eines  Überzuges, der Kügelchen mit einem Brechungs  index von 1,9 enthält, ist dann optimal, wenn die  gerasterte Oberfläche des     überzuges    mit Luft in Be  rührung steht, während ein Überzug, der Kügelchen  mit einem Brechungsindex von 2,5 enthält, dann ein  optimales     Umkehrstrahlungsvermögen    besitzt, wenn  die     gerasterte        Oberfläche    an eine Wasserschicht  grenzt.  



  Der auf eine Unterlage aufgebrachte und getrock  nete,     reflektierende        Firnisüberzug    kann dadurch ver  ändert werden, dass man auf' die gerasterte Ober  fläche einen durchsichtigen, gefärbten oder klaren  Firnis aufbringt, der die vorstehenden Flächenteile  überdeckt und im getrockneten Zustand eine     flache     Aussenfläche liefert. Zur Erzielung des optimalen       Fokussierungseffektes    müssen in diesem Fall Kugel  partikeln mit einem Brechungsindex von ca. 2,8 ver-    wendet werden. Zur Erzielung einer     befriedigenden     Fokussierung kann man auch Glas mit einem we  sentlich niedrigeren Brechungsindex gebrauchen,  wenn die oben beschriebenen deformierten Kugel  partikeln verwendet werden.

   Wenn ein farbloser Fir  nis und farblose Glaskügelchen verwendet werden,  und die Kügelchen mit einem silbrigen Metall, wie  z. B. Aluminium, reflektierend gemacht werden, so  wird eine silberglänzende Umkehrstrahlung erzielt.  Man kann jede gewünschte Farbe dadurch erhalten,  dass man dem Firnis ein durchsichtiges     Farbpigment     oder einen Farbstoff zusetzt, so dass der getrocknete  Oberflächenüberzug als Farbfilter dient. Auf diese  Weise kann man auf     Automobilkarosserien    oder Tei  len davon glattflächige, dekorative oder schützende  Überzüge erzeugen, die bei Tageslicht     nicht    auffal  lend sind, hingegen nachts eine stark erhöhte Sicht  barkeit aufweisen. Die Farbeffekte bleiben dabei un  ter den Sichtbedingungen bei Nacht erhalten.  



  Alle diese     hemisphärisch    reflektierend gemach  ten sphärischen     Mikroglaskörper,    die dazu ausersehen  sind, unter den vorgesehenen Verwendungsbedin  gungen eine geeignete Fokussierung     herbeizuführen,     besitzen, ob sie nun     kugelförmig    im engeren Sinne  oder kugelähnlich sind, die Eigenschaft der sogenann  ten   Umkehrstrahlung 7>.

   Mit diesem Ausdruck wird  die Eigenschaft einer geeigneten Kombination zwi  schen einer Linse und einem     rückwärtigen    Reflektor  (an welchem die einfallenden Lichtstrahlen angenä  hert in einem Brennpunkt fokussiert werden), die  reflektierten Strahlen in einem Kegel gegen die  Lichtquelle zurückwerfen, selbst wenn die einfallen  den Strahlen in einem verhältnismässig grossen Win  kel zur optischen     Axe    auffallen, bezeichnet.

   Die re  flektierend gemachten sphärischen     Mikroglaskörper     gemäss der Erfindung sind bezüglich Lichtstrahlen,  die in sie eindringen, durch den durchsichtigen Glas  körper (der als Linse wirkt) gebrochen und an der  inneren oder konkaven Oberfläche der     hemisphäri-          schen    Metallkappe     reflektiert    werden, rückstrahlend.  Diese     Mikroglaskörper    können als rückstrahlende,       katadioptrische        Partikeln    bezeichnet werden.  



  Ein aus einer     überzugbildenden    Mischung     ge-          mäss    der Erfindung hergestellter, getrockneter     Fir-          nisüberzug    liefert eine     reflektierende    Fläche, die pro  cm-' eine sehr grosse Zahl von reflektierend gemach  ten     Mikroglaskügelchen    aufweist, die regellos ange  ordnet sind.

   Trotz des Fehlens einer Orientierung  der     reflektierenden        Partikeln,    wird ein Lichtstrahlen  bündel stark     reflektiert,    derart, dass die     reflektierende     Fläche für Beobachter, die sich nahe der     Axe    des  Strahlenbündels befinden, z. B. für die Insassen eines  Fahrzeuges, dessen Scheinwerfer die Lichtquelle dar  stellen, eine hohe Sichtbarkeit besitzt. Es     trifft    dies  selbst dann zu; wenn die Sichtlinie des Beobachters  nicht annähernd senkrecht zur     reflektierenden    Ober  fläche steht, sondern mit der optischen     Axe    einen  bedeutenden Winkel bildet.  



  Trifft ein Lichtstrahlenbündel auf die     Oberfläche     auf, so fällt, sogar bei einem bedeutenden Einfalls-           winkel,    ein beträchtlicher Teil der Lichtstrahlen auf  die nicht reflektierend gemachten Teile der Mikro  glaskügelchen und wird zurückgeworfen, indem die  Strahlen in die Kügelchen eindringen und an den  konkaven,     hemisphärischen    Metalloberflächen reflek  tiert werden, wobei die     reflektierten    Strahlen zum  grossen Teil in Richtung der Lichtquelle zurück  geworfen werden.

   Andere Lichtstrahlen fallen auf die  äusseren konvexen     Metalloberflächen,    die dem  Licht zugewandt sind, und werden diffus     reflektiert.     Nur die praktisch senkrecht einfallenden Strahlen  werden nach der Lichtquelle zurückreflektiert. Der  zu erzielende Gesamteffekt besteht darin, einen ge  nügend hohen Anteil der einfallenden Lichtstrahlen  in Form eines     konzentrierten    Kegels gegen die Licht  quelle zurückzuwerfen, um für Beobachter, die sich  nahe der     Axe    des     einfallenden    Lichtes befinden, eine  möglichst gute Sichtbarkeit der reflektierenden Fläche  zu erzielen. Es trifft dies selbst dann zu, wenn der  Einfallswinkel bedeutend ist.

   Verkehrssignale und  Markierungen, die diese Eigenschaft der Umkehr  strahlung innerhalb bedeutender Einfallswinkel be  sitzen, sind für Motorfahrzeuglenker bei Nacht sehr       g   <I>a</I>       ut    sichtbar, selbst wenn sie dem Beobachter nicht  direkt zugewandt sind und selbst wenn sie eine ge  krümmte Oberfläche besitzen (wie dies z. B. der Fall  bei an     Telephonsäulen    aufgeklebten Plakaten und  bei reflektierend gemachten Baumstämmen der Fall  ist).  



  Im Gegensatz dazu erfolgt bei spiegelartigen Si  gnalen oder Markierungen     Spiegelreflexion,    wobei  nur diejenigen     Lichtstrahlen    gegen die Lichtquelle       zurückgeworfen    werden, für welche der Einfalls  winkel Null ist (d. h.

   diejenigen Strahlen, die senk  recht auf die     Oberfläche    der spiegelnden Unterlage       auftreffen).    Eine     Oberfläche,    die mit einem getrock  neten Firnis überzogen ist, der parallel zur Ober  fläche angeordnete Aluminiumschuppen enthält, er  zeugt eine halbspiegelnde     Reflexion.    Die Sichtbar  keit der reflektierenden Fläche für Beobachter, die  sich nahe der     Axe    eines unter einem Winkel ein  fallenden     Lichtstrahlbündels    befinden, ist in diesem  Fall schlecht. Um gut sichtbar zu sein, müssen Si  gnale und Markierungen dieser Art derart angeordnet  sein, dass die Sichtlinie praktisch senkrecht auf die       spiegelnde    Oberfläche fällt.

   Reflektoren dieser Art  eignen sich im allgemeinen nicht für Strassensignale  und     -markierungen,    da Signale und Markierungen  meistens derart angeordnet sind, dass der Blick     eines     Motorfahrzeuglenkers aus einem rasch fahrenden  Fahrzeug nur einen Augenblick     darauffällt.     



  Eine gewöhnliche, gestrichene oder emaillierte       Signaloberfläche    weist eine diffuse     Reflexion    auf, da  die gekerbten     Pigmentpartikel    ein Lichtstrahlenbün  del nach allen Richtungen     reflektieren.    Ein kleiner  Teil des Lichtes wird gegen die Quelle     eines    unter  einem Winkel     einfallenden    Lichtstrahlenbündels zu  rückgeworfen, während der grösste Teil des Lichtes  in andere Richtungen zerstreut wird.

   Es tritt auch  dann eine diffuse Reflexion ein, wenn das Pigment    aus sphärischen Mikrokörpern, die über die ge  samte Oberfläche reflektierend gemacht sind, be  steht, da in diesem Fall die für das Auftreten der  Umkehrstrahlung notwendigen Bedingungen nicht  vorhanden sind. Signale und Markierungen, auf wel  chen die reflektierende,     überzugbildende    Mischung  gemäss der vorliegenden Erfindung aufgestrichen  oder aufgedruckt ist, besitzen unter den allgemeinen  Bedingungen des Nachtsehens auf Landstrassen in  folge ihres     Umkehrstrahlungsvermögens    innerhalb  eines     verhältnismässig    breiten Bereiches von Ein  fallswinkeln eine viel grössere Sichtbarkeit.  



  In der folgenden Tabelle sind die relativen     Refle-          xionsintensitäten    für verschiedene Proben, gemessen  mittels eines nahe der     Axe    des einfallenden Licht  strahlenbündels angeordneten Photometers, aufge  führt. Der     Divergenzwinkel    beträgt     1/3,)    und ent  spricht dem unter den für Landstrassen typischen  Sehbedingungen auftretenden mittleren Divergenz  winkel. Der     Divergenzwinkel    ist derjenige Winkel,  der einerseits durch die die Lichtquelle mit der re  flektierenden Fläche verbindende Gerade und anderer  seits durch die die reflektierende Fläche mit dem  Auge des Beobachters oder mit dem Photometer  verbindende Gerade begrenzt wird.

   Die Reflexions  intensitäten sind für Einfallswinkel von     10u,        20o,        30      und     40     angegeben. Der Einfallswinkel ist derjenige  Winkel, der durch die die Lichtquelle     mit    der reflek  tierenden Fläche verbindende Gerade und das Lot  auf die Ebene der reflektierenden Fläche begrenzt  wird. Für alle Messungen wurde die gleiche Licht  quelle benützt.

   In jedem Fall ist der aufgeführte  Wert das Verhältnis aus dem     Photometermesswert     der zu prüfenden Probe und dem Messwert einer  weissen,     emaillierten    Signaloberfläche, wobei die zu  prüfende Probe und die Vergleichsprobe den glei  chen Flächeninhalt besitzen und bei gleichem Ein  fallswinkel gemessen werden.

    
EMI0004.0047     
  
    Relative <SEP> Reflexions  intensitäten <SEP> bei <SEP> den
<tb>  Reflektierende <SEP> Oberfläche <SEP> angegebenen
<tb>  Einfallswinkeln
<tb>  10o <SEP> 20o <SEP> 30o <SEP> 40o
<tb>  Weisses <SEP> Email
<tb>  (diffuse <SEP> Reflexion) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb>  Aluminiumfarbe
<tb>  (halbspiegelnde <SEP> Reflexion) <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb>  Erfindungsgemässe <SEP> Mischung
<tb>  (Umkehrstrahlung) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .

   <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 75       Die in der obigen Tabelle angeführte Probe  wurde unter Verwendung der reflektierenden, über  zugbildenden Mischung gemäss der vorliegenden Er  findung hergestellt, indem auf eine Kartonunterlage  ein     Nitrocelluloselack    aufgespritzt wurde, der eine  der nachstehend angegebenen Formel A ähnliche  Zusammensetzung aufwies. Dieser     Nitrocelluloselack     enthielt Glaskügelchen, die einen Brechungsindex  von 1,9 und einen Durchmesser von 15-40     Mikron         aufwiesen und durch Niederschlagen von Aluminium  dampf im Hochvakuum mit einem     hemisphärischen,     reflektierenden     Aluminiumüberzug    versehen worden  waren.

   Die für die Probe mit der Aluminiumfarbe  angeführten   Null      -Werte    bedeuten, dass die     Mess-          werte    gegenüber denjenigen der Probe mit weissem  Email sehr klein sind. Die Probe     mit    der Aluminium  farbe erscheint bei visuellem Vergleich bei den an  gegebenen Winkeln dunkelgrau und leuchtet nur dann  silbrig auf, wenn der Einfallswinkel Null oder sehr  klein ist.  



  In der folgenden Tabelle ist die Zusammenset  zung von für die vorliegende Erfindung wertvollen       Firnismischungen    in bevorzugten     Ausführungsformen     angegeben. Die Mengen der Komponenten sind in  auf die Gesamtmischung bezogenen Gewichtsprozen  ten angegeben.

    
EMI0005.0009     
  
    A <SEP> B <SEP> C <SEP> D
<tb>  Nitrocellulose <SEP> mit
<tb>  hoher <SEP> Viskosität <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 3,25 <SEP> - <SEP> 3,25 <SEP> 3,25
<tb>  Neoprenkautschukmi  schung <SEP> (Polychloropren  kautschuk <SEP> mit <SEP> 1,5 <SEP> % <SEP> Na  triumacetat, <SEP> 4 <SEP> % <SEP> Mg0,
<tb>  5 <SEP> % <SEP> ZnO <SEP> und <SEP> 2 <SEP> % <SEP> Anti  oxidans) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> - <SEP> 9,26 <SEP> - <SEP>   Siebdruck-Klarharz
<tb>  (75 <SEP> % <SEP> Feststoffe) <SEP> - <SEP> 4,00
<tb>  Alkydfirnisharz <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> - <SEP> - <SEP> 3,23 <SEP>   Phenolfirnisharz <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> - <SEP> 6,86 <SEP> - <SEP>   Kumaronharz <SEP> (hell) <SEP> 2,30 <SEP> - <SEP>   Äthylalkohol
<tb>  (denaturiert) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 1,75 <SEP> 0,92 <SEP> 1,75 <SEP> 1,75
<tb>  Butylalkohol <SEP> .

   <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> <B>1,00</B>
<tb>  Äthylenglycol-mono  butyläther <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 2,00 <SEP> - <SEP> 2,00 <SEP> 2,00
<tb>  Äthylenglycol-mono  äthyläther <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 45,00 <SEP> 11,12 <SEP> 41,75 <SEP> 40,00
<tb>  Naphta <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 24,00 <SEP> - <SEP> 24,00 <SEP> 24,00
<tb>  Cyclohexanon <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> - <SEP> 7,94 <SEP> - <SEP>   Toluol <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> - <SEP> 61,60 <SEP> - <SEP>   Lackverdünner <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 24,00 <SEP> - <SEP> 24,00 <SEP> 24,00
<tb>  Kobalt-Firnistrockner <SEP> .

   <SEP> - <SEP> - <SEP> 0,02 <SEP>   * <SEP> Irgendeine <SEP> für <SEP> den <SEP> Siebdruck <SEP> geeignete <SEP> Klarharzmischung,
<tb>  die <SEP> bei <SEP> der <SEP> Herstellung <SEP> von <SEP> überzugbildenden <SEP> Mischungen
<tb>  für <SEP> den <SEP> Seidensiebdruck <SEP> verwendet <SEP> wird <SEP> (z. <SEP> B. <SEP> das <SEP> Marken  produkt <SEP> = <SEP> Du <SEP> Pont <SEP> RC <SEP> 283 <SEP> p).

         Die reflektierenden     Firnismischungen    können  durch Vermischen der     Firnismischung    der gewünsch  ten Zusammensetzung mit     hemisphärisch    reflektie  renden     Mikrosphäroiden    der beschriebenen Art von  15-40     Mikron    Durchmesser in einem Gewichtsver  hältnis von 65<B>:35</B> zwecks     Bildung    von 100     Gew.-          Teilen    des Produktes hergestellt werden.  



  Die Mischung A eignet sich vornehmlich zum  Aufspritzen auf     Betonrandsteine,        Baumstämme,    Pfo  sten,     etc.    Die Mischung Bist besonders zum Auf  spritzen auf Gewebe geeignet. Die Mischung C ist  insbesondere zum Aufwalzen auf Metallsignale mit    vorstehenden Flächenteilen brauchbar. Die Mischung  D eignet sich besonders zum Bedrucken von Karton  nach dem     Seidensiebdruckverfahren    zur Herstellung  von nur für begrenzte Zeit verwendbaren, billigen       Anzeigematerialien    (es sind die reflektierend gemach  ten Mischungen zu verstehen).

   In gewissen Fällen ist  es nötig oder zweckmässig, einen reflektierenden  überzog mit ebener, glänzender Oberfläche aufzu  bringen, um eine Oberfläche zu erhalten, die bei Tag  ein gefälliges Aussehen aufweist und die sich leicht  reinigen lässt und wenig Staub und Schmutz auf  nimmt. Die erfindungsgemässe,     überzugsbildende     Mischung kann sowohl zur Herstellung von reflek  tierenden     überzügen    mit ebener     Oberfläche    von der  eben beschriebenen Art als auch für die Herstellung  von Überzügen mit gerasterter     Oberfläche    benützt  werden.  



  Die reflektierenden     überzüge    mit ebener Ober  fläche werden     zweckmässigerweise    so hergestellt,  dass man auf die Oberfläche einer Unterlage eine       überzugbildende    Mischung aufbringt, die     hemisphä-          risch        reflektierend    gemachte     Mikroglaskügelchen    im  Gemisch mit einem durchsichtigen Firnis und einem       flüchtigen    Lösungsmittel     enthält    und eine solche Kon  sistenz aufweist, dass eine     einzige    Schicht von reflek  tierenden     Partikeln    entsteht,

   die im getrockneten       überzog    eingebettet ist. Die     Oberfläche    dieses       überzuges    ist nicht eben, sondern gerastert. Es wird  dann ein Decküberzug aus durchsichtigem Firnis  aufgebracht, um eine ebene, glänzende Oberfläche zu  erhalten. Man kann dem Deckfirnis ein durchsich  tiges, färbendes Material, z. B. ein durchsichtiges       Phtalocyaninpigment,    einverleiben, um den gewünsch  ten Farbeffekt zu erhalten. Der gefärbte Decküber  zug wirkt dann als farbiges     Lichtfilter.    Auch dem  darunter liegenden, das     reflektierende    Pigment ent  haltenden Überzug kann färbendes Material einver  leibt werden.

   Damit der reflektierende überzog bei  Tag und bei Nacht ein ähnliches Aussehen aufweist,  ist es zweckmässig, den das Pigment enthaltenden  Überzug auf     eine    undurchsichtige Grundierung der  gewünschten Farbe aufzubringen.  



  Das     Reflexionsvermögen    bei Tag und bei Nacht  kann dadurch     beeinflusst    werden, dass man die Kon  zentration der reflektierenden Glaskügelchen in der       überzugbildenden    Mischung variiert, um auf diese  Weise die Anzahl der Glaskügelchen pro Flächen  einheit     im    fertigen überzog zu variieren.

   Um zwi  schen den reflektierend gemachten, sphärischen     Mi-          kroglaskörpern        gleichmässige    seitliche Abstände zu  erzielen, ist es     zweckmässig,    ein Gemisch     mit        kleinen     durchsichtigen (nicht reflektierend gemachten) Par  tikeln zu verwenden, die von ähnlicher Grösse sind  und im     Überzug    als durchsichtige Elemente zur seit  lichen     Abstandhaltung    dienen. Die     Distanzpartikeln     lassen das Licht bei geringer Streuung durch den  Überzug hindurch, sofern sie einen Brechungsindex  besitzen, der ungefähr gleich demjenigen des getrock  neten Firnisses ist.

   Die Distanzpartikel können aus  kleinen Körnern oder Glaskügelchen bestehen.      Bei dieser Ausführungsform liegt der optimale  Brechungsindex der reflektierend gemachten Mikro  glaskügelchen, da die Oberfläche des mehrschichti  gen Überzuges eben ist, bei ca. 2,8, wenn die Mikro  glaskügelchen in getrockneten Firnissen von üblichem  Brechungsindex (ca. 1,5) eingebettet sind, wodurch  ein Brechungszahlenverhältnis von ca. 1,9 erzielt  wird. Das gleiche Resultat kann dadurch erzielt wer  den, dass man     Mikroglaskügelchen    mit niedrigerem  Brechungsindex und einem unter dem Metallüberzug  angeordneten andern Überzug verwendet, um die zur  Erzielung der gewünschten Fokussierung erforder  liche, optische Kompensation zu erhalten.  



       Reflektierende    Überzüge mit ebener Oberfläche  der oben beschriebenen Art eignen sich besonders  gut als Decküberzug an Automobilen oder anderen  Fahrzeugen. Ohne dass das gefällige Aussehen bei  Tag und bei Nacht eine Einbusse erleidet, ist die       Sichtberkeit    bei Nacht stark erhöht. Die auf Land  strassen fahrenden oder am Rand von Landstrassen  parkierten Fahrzeuge, die mit den genannten über  zügen versehen sind, .sind für die Lenker anderer  Fahrzeuge, deren Scheinwerfer die Lichtquelle dar  stellen, viel besser sichtbar. Daraus ergibt sich eine  bemerkenswerte Erhöhung der Sicherheit. Die re  flektierenden Überzüge mit ebener Oberfläche eignen  sich auch für andere Zwecke, z. B. zur Herstellung  von Strassensignalen, die eine ebene, glänzende Ober  fläche besitzen sollen.  



  Im folgenden wird ein Beispiel einer reflektierend  gemachten,     Mikroglaskügelchen    enthaltenden Mi  schung, die zur Herstellung von Überzügen mit glat  ten Oberflächen verwendbar und mittels Spritzpistole       auftragbar    ist, gegeben. Ein färbendes Material ist  nicht     angeführt,    kann jedoch beigemischt werden und  wird dann in solcher Menge verwendet, dass der ge  wünschte Farbeffekt erzielt wird. Alle Mengenan  gaben sind Gewichtsteile.

    
EMI0006.0007     
  
    E
<tb>  Reflektierende <SEP> Mikroglaskügelchen <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 14,3
<tb>  Nitrocellulosemischung <SEP> (Viskosität <SEP> 1/2 <SEP> Sek.,
<tb>  mit <SEP> 1 <SEP> Teil <SEP> Butylalkohol <SEP> pro <SEP> 2 <SEP> Teile <SEP> Nitro  cellulose) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 9,1
<tb>  Nicht <SEP> trocknendes <SEP> Alkydharz <SEP> als <SEP> Weichma  cher <SEP> für <SEP> die <SEP> Nitrocellulose, <SEP> gemischt <SEP> mit
<tb>  gleicher <SEP> Gewichtsmenge <SEP> Toluol <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 36,0
<tb>  Melamin-Formaldehyd-Härtungsmittel,
<tb>  gemischt <SEP> mit <SEP> der <SEP> gleichen <SEP> Gewichtsmenge
<tb>  eines <SEP> Gemisches <SEP> von <SEP> Butylalkohol <SEP> und <SEP> Xylol
<tb>  im <SEP> Verhältnis <SEP> <B>60:

  </B> <SEP> 40 <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 3,6
<tb>  Essigsäurebutylester <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 12,0
<tb>  Essigsäureäthylester <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 6,0
<tb>  Butylalkohol <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .

   <SEP> 1,0       In dem mittels dieser Mischung hergestellten, ge  trockneten Überzug bestehen die nicht flüchtigen     Fir-          nisfeststoffe    aus der     Nitrocellulose    und dem     Alkyd-          harz,    einschliesslich des     Härtungsmittels.    Die flüchti  gen Lösungsmittel sind     Essigsäurebutylester,        Essig-          säureäthylester,        Butylalkohol,

          Toluol    und     Xylol.    Das    Gewichtsverhältnis des reflektierenden Pigmentes zu  den nicht flüchtigen     Firnisfeststoffen    beträgt ca. 1 : 2.  Die     überzugbildende    Mischung enthält ca. 40 Ge  wichtsprozent flüchtige Lösungsmittel.  



  Als     reflektierende        Mikroglaskügelchen    eignen  sich Glaskügelchen mit einem Brechungsindex von  2,5 und Durchmessern von 12-18     Mikron,    die mit  einem     hemisphärischen        Überzug    von ca. 2     Mikron     aus     Natriumaluminiumfluorid    und über diesem über  zu- mit einem reflektierenden Aluminiumüberzug  versehen worden sind.  



  Die zur Erzeugung des Decküberzuges verwen  dete Mischung kann praktisch die gleiche Zusammen  setzung aufweisen, mit der Ausnahme, dass sie keine  reflektierenden Glaskügelchen enthält. Man kann die  ser Mischung ein durchsichtiges, färbendes Material  zusetzen, sofern ein farbiger     Deeküberzug    erwünscht  ist.  



  Die     Mikroglaskügelchen    können nach verschie  denen Methoden     hemisphärisch        reflektierend    ge  macht werden.  



  Nach der einen Methode wird im Hochvakuum  ein Metalldampf auf die Kügelchen niedergeschlagen.  Auf ein Trägerband, das eine Oberfläche aus nicht  flüchtigem, plastischem, klebrigem Material (z. B.  eine Schicht aus     plastifiziertem    Harz) aufweist, wird  eine Schicht von     Mikroglaskügelchen    der gewünsch  ten Grösse aufgebracht. Die Glaskügelchen werden  teilweise in die klebrige Oberfläche hineingedrückt,  worauf die überschüssigen Glaskügelchen wegge  wischt werden, um eine einzige Schicht von an der       Trägeroberfläche    haftenden und teilweise eingebette  ten     Mikroglaskügelchen    zu erhalten.

   Gegebenenfalls  kann man auf die freiliegenden Teile der Kügelchen  einen Überzug aus durchsichtigem, festem Material  aufbringen, um die bereits oben beschriebenen, he  misphärischen Trennüberzüge zu erhalten. Zu diesem  Zweck kann man das Trägerband mit der die Kügel  chen tragenden Seite unten durch eine Hoch  vakuumkammer hindurchführen, in welcher durch  Erhitzen eines zweckentsprechenden Materials, das  sich unter dem Trägerband befindet, ein Dampf er  zeugt wird. Dieser Dampf kondensiert sich auf den  unteren Hälften der Kügelchen.

   Zur Erzeugung von       Natriumaluminiumfluoriddampf    wird vorzugsweise       Kryolith        verwendet.    Die Dicke des auf den Kügelchen  entstehenden Niederschlages ist bedingt durch die  Zeit, während welcher die Kügelchen der Einwir  kung des Dampfes ausgesetzt bleiben. Zur Bestim  mung der Zeit, die erforderlich ist, um einen über  zug zu erhalten, dessen Dicke genügt, um den ferti  gen, reflektierend gemachten     Mikroglaskügelchen    die  Eigenschaft der Umkehrstrahlung zu verleihen, kön  nen     Vorversuche    mit Proben der behandelten Kügel  chen durchgeführt werden.

   Das Trägerband mit den  Kügelchen nach unten wird dann durch eine Hoch  vakuumkammer geführt, in welcher die Kügelchen  der Einwirkung von Aluminiumdampf, der an einer  unter dem Trägerband befindlichen Stelle erzeugt  wird, unterworfen werden. Die Einwirkungszeit wird      derart gewählt, dass sich auf der unteren     Hälfte    der  einzelnen Kügelchen ein dünner, undurchsichtiger,  reflektierender Belag von metallischem Aluminium  niederschlägt. Dieser Niederschlag kommt auf den  Trennüberzug     zu    liegen, sofern ein solcher erzeugt  wurde.

   Die erforderliche Einwirkungszeit kann da  durch bestimmt werden, dass man eine Glasplatte  der Einwirkung des Aluminiumdampfes unterwirft  und die Zeit bestimmt, die erforderlich ist, um einen  Metallbelag mit einem elektrischen Widerstand von  höchstens 1 Ohm pro     cm2    zu erhalten. Die reflektie  rend gemachten Partikel werden mittels einer rotie  renden Drahtbürste vom Trägerband abgelöst. An  stelle von Aluminium kann man auch andere Metalle,  z. B. Zinn oder Kupfer, die sich zur     Erzeugung    von  Überzügen durch Vakuumverdampfung eignen, ver  wenden.  



  Eine andere Methode, die sich dazu eignet, die       Mikroglaskügelchen    reflektierend zu machen, besteht  darin, dass man auf einen durch heisses Wasser lös  baren Überzug (z. B. auf einen Leim- oder     Dextrin-          überzug)    eines Trägerbandes eine Lage von     Mikro-          glaskügelchen        aufbringt    und die Kügelchen derart in  den Überzug hineindrückt, dass sie bis zu einer Tiefe,  die ungefähr ihrem halben Durchmesser entspricht,  eingebettet werden. Die freiliegenden Glasoberflä  chen werden     dann    durch Aufspritzen von Silberlösun  gen und Niederschlägen von     Silber    aus denselben mit  Silber plattiert.

   Vor dem Plattieren können die Kü  gelchen einer     Vorbehandlung    unterworfen werden,  um mit Trennüberzügen versehen zu werden. Das  Trägerband wird dann durch ein heisses Wasserbad  geleitet, um die reflektierend gemachten Partikel ab  zulösen.  



  Eine weitere Methode besteht darin, auf einem  hitzebeständigen Trägerband eine lösbare Lage von       Mikroglaskügelchen    aufzubringen und die     bberen       Hemisphären der Kügelchen durch Behandlung mit  einem     Metallcarbonyldampf,    der mit den Kügelchen  in Berührung gebracht und in     situ        reduziert    wird, mit  Metall zu plattieren. Auf diese Weise können Nickel  und Chromüberzüge erzeugt werden.  



  Da die oben beschriebenen Methoden der     Metall-          plattierung    und der Erzeugung von Überzügen mittels  Dämpfen an sich bekannt sind, ist es überflüssig,  Ausführungsbeispiele zu geben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Freifliessende, lichtreflektierende Masse aus durchsichtigen, sphärischen Mikroglaskörpern, da durch gekennzeichnet, dass die Mikroglaskörper he misphärisch reflektierend gemacht sind und die Eigenschaft besitzen, Lichtstrahlen in der Einfalls richtung zurückzuwerfen. UNTERANSPRÜCHE 1. Masse nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die sphärischen Mikroglaskörper mittels eines Metallüberzuges hemisphärisch reflek tierend gemacht sind. 2.
    Masse nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass das Glas einen Brechungsindex von mindestens 1,8 aufweist und die sphärischen Mikro glaskörper einen Durchmesser von 10-15 Mikron besitzen. PATENTANSPRUCH II Verwendung der freifliessenden Masse aus durch sichtigen, sphärischen Mikroglaskörpern gemäss Pa tentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2 für die Herstellung einer überzugsmasse, dadurch gekenn zeichnet, dass man die freifliessende Masse aus sphä rischen Mikroglaskörpern mit einem flüssigen Lack oder Firnis mischt.
CH352931D 1955-04-25 1956-04-24 Lichtreflektierende Masse CH352931A (de)

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