CH352972A - Verfahren zur Erhöhung der Ergiebigkeit von Vakuumbrunnen - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Ergiebigkeit von Vakuumbrunnen

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CH352972A
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Wilhelm Dipl Ing Degen
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Wilhelm Dipl Ing Degen
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    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03BINSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
    • E03B5/00Use of pumping plants or installations; Layouts thereof

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Description


      Verfahren    zur Erhöhung der Ergiebigkeit von Vakuumbrunnen    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Erhöhung der Ergiebigkeit von Vakuumbrunnen.  Vakuumbrunnen werden bekanntlich insbesondere  angewandt, wenn der Boden aus so feinen Sanden  besteht, dass die Schwerkraft des Wassers nicht mehr  ausreicht, um das Wasser aus dem feinen Sandgefüge  heraus in     genügender    Menge dem     Brunnen    zuzu  führen.  



  Vakuumbrunnen bestanden bisher in der Haupt  sache nur aus dem üblichen Brunnenrohr selbst mit  einer an das Saugrohr der Förderpumpe angeschlos  senen Saugleitung, die zu einer Vakuumpumpe  führte. Eine derartige Anordnung besitzt den Nach  teil, dass ihre Anwendbarkeit beschränkt ist auf  solche Fälle, in denen die tatsächliche     Förderhöhe     des Wassers bis zur Pumpe kleiner ist als die Sau  höhe, die die Pumpe zu entwickeln im Stand ist. Nur  dann, wenn ein solcher Unterschied vorhanden ist,  kann dieser zur Erzeugung eines Unterdruckes im  Brunnen nutzbar gemacht werden. In den meisten  Fällen ist dieser Unterschied jedoch verhältnismässig  klein, so dass mit Hilfe eines derartigen Vakuum  brunnens bisheriger Art nur ein geringer     Vorteil    ge  genüber dem normalen Brunnen erzielt wird.  



  Der vorliegenden Erfindung liegt demgemäss die  Aufgabe     zugrunde,    Vakuum     ausschliesslich    und voll  kommen für die Erhöhung der Brunnenergiebigkeit  durch Unterdruckerzeugung ausserhalb des Brun  nens nutzbar zu machen, und einen Verbrauch dieses  Vakuums bei der Wasserförderung aus dem Brunnen  zu vermeiden.

   Diese Aufgabe wird durch das vor  liegende Verfahren gelöst, das darin besteht, dass  man im Ringraum     eines    als     Doppelmantelrohr    aus  gebildeten Brunnenrohres ständig einen Unterdruck  zur     Ansaugung    des Wassers aus den wasserführen  den Schichten aufrechterhält und hierbei den unter  Vakuum stehenden Wasserspiegel im     Ringraum    in    einem durch     Wasserstandsfühler    definierten Höhen  bereich hält,

   indem man bei Erreichen des oberen  Niveaus im     Innenrohr    das darin gesammelte Wasser  durch ein in dieses ragendes Förderrohr nach oben  solange fördert bis der Wasserspiegel     im        Innenrohr     sein unteres Niveau erreicht hat, wobei der an den  Ringraum angelegte     Unterdruck    nicht zur Förderung  des Wassers aus dem Brunnen heraus benutzt wird.  



  Zur näheren Erläuterung wird Bezug genom  men auf die beigefügte Zeichnung. Diese veran  schaulicht schematisch in       Fig.    1 die bisherige Ausführungsart eines  Vakuumbrunnens ; in       Fig.    2 eine Vorstufe der Entwicklung zu einem  Brunnen gemäss der vorliegenden     Erfindung    mit  einer     Wasserförderleitung    in dem Brunnenrohr und       Anlegen    des Vakuums unmittelbar an den Brunnen  rohrraum, und in       Fig.    3 das Beispiel eines Vakuumbrunnens zur  Durchführung des vorstehend     erwähnten    Verfahrens  gemäss der Erfindung.  



  Im einzelnen ist nach     Fig.    1 das oben geschlos  sene Brunnenrohr mit 1, das Saugrohr zu einer  Förderpumpe mit 2 und die an dieses Saugrohr an  geschlossene Vakuumleitung mit 3, eine der Filter  öffnungen mit 4, der Grundwasserspiegel mit 7 be  zeichnet. H bedeutet die geometrische Höhe, um die  das Wasser durch Ansaugen zu heben ist.  



  Im dargestellten Fall ist ersichtlich, dass,     wenn     Höhe H kleiner ist als die durch die - nicht dar  gestellte - Pumpe unter üblicher Berücksichtigung  der Reibungsverluste erzielbare Saughöhe, nur die  Differenz von H zur erzielbaren Saughöhe der  Pumpe nutzbar gemacht werden kann, um in der  Umgebung des     Brunnenfilters,    z. B. bei 4, einen  Unterdruck zu erzeugen. Muss danach aus einer  Tiefe gefördert werden, die mehr oder     weniger    nahe      der von der Pumpe beherrschbaren Saughöhe liegt,  so reicht besonders bei tiefliegendem Grundwasser  spiegel und Bodenschichten mit hohem Filterwider  stand in der Regel der noch zur Verfügung stehende  Unterdruck nicht mehr aus, um eine spürbare  Vakuumwirkung in der Brunnenumgebung auszu  üben.  



  Nach     Fig.    2 ist in das oben geschlossene     Brun-          nenfilterrohr    1 ein     Wasserförderrohr    5 eingeführt  und an dasselbe eine davon getrennt angeordnete  Vakuumleitung 6 angeschlossen. Mit 7 ist der abge  senkte Grundwasserspiegel bezeichnet. Innerhalb des       Brunnenrohrraumes    ist der Wasserspiegel durch     An-          legung    eines Vakuums um einen gewissen Betrag  angehoben, angedeutet durch     Gwa    (= Gewicht der  gehobenen Wassersäule)     zwischen    zwei Pfeilen.  



  Im     dargestellten    Fall wird durch Anlegen des  Vakuums an das     Brunnenrohr    in der Umgebung des       Brunnenfilterrohres    kein     Unterdruck    erzeugt, da das  erzeugte Vakuum für das Anheben der Wassersäule  im     Brunnenrohr    verbraucht wird.  



  An der Stelle 7 herrschte vor Anlegen des  Vakuums V kein     Druck.    Nach Anlegen desselben  wird der Druck gleich V     -i-        Gwa,    wenn     Gwa    das  Gewicht der Wassersäule über dem Spiegel bei 7  bedeutet. Wenn also beispielsweise ein Vakuum  V = -8m angelegt wird, so wird der Wasserspiegel  im Brunnenrohr 8m angehoben. Der     Druck    über  Punkt 7 würde dann V     -i-        Gwa    = - 8m     -f-    8m = 0,  also dasselbe wie vor Anlegen des Vakuums be  tragen.  



  Nach     Fig.    3 ist an das oben     geschlossene    äussere  Brunnenrohr 8 eines     Doppehnantelrohres    oben die  Vakuumleitung 9 angeschlossen. In diesem äussern       Brunnenrohr    ist ein die     Wassersammelkammer    10  bildendes     Innerohr    mit einem     Fussventil    11 angeord  net, in welche ein Tauchrohr 12     einragt,    das ausser  halb des Innenrohres des     Doppelmantelrohres    nur       teilweise    weitergeführt dargestellt ist.

   Durch eine an  das     Innerohr    angeschlossene Leitung 13 kann mittels  des     Drei-Wege-Ventils    14 in dieser wechselseitig       Unterdruck    wie     Überdruck    erzeugt werden.  



  In der     Wassersammelkammer    sind zwei Elektro  den, und zwar eine     Oberwasserstandselektrode    15  und eine     Unterwasserstandselektrode    16 eingehängt.  Beide Elektroden sind bei der Schutzspannung  42 V durch     elektrische    Leitungen mit einem Niveau  regler 17 verbunden, der über einen Elektro  magneten 18 das erwähnte     Drei-Wege-Ventil    14       steuert.    Steigt bei dieser Anordnung der Wasser  spiegel durch Erzeugung eines Vakuums in der       Wassersammelkammer    10 bis an die obere Elektrode  15, so wird über den Niveauregler 17 und den Elek  tromagneten 18 das     Drei-Wege-Ventil    14 umge  schaltet,

   wodurch in der     Wassersammelkammer    10  über die Leitung 13     Druck    erzeugt wird und das in  der Kammer angesammelte Wasser bei geschlosse  nem Ventil 11 durch das     Eintauchrohr    12 nach oben  ausgedrückt wird. Sobald der Wasserstand in der       Wassersammelkammer    10 auf die Höhe der     unteren       Elektrode abgesenkt ist, steuert über den Niveau  regler der Elektromagnet 18 das     Drei-Wege-Ventil     um, wodurch in der     Wassersammelkammer    ein  Unterdruck erzeugt wird und die Kammer sich wie  der füllt.  



  Das periodische Spiel der Füllung und der Wie  derentleerung der Kammer setzt sich automatisch  fort, so dass der Wasserspiegel in dem ständig unter       Unterdruck    stehenden Ringraum des Doppelmantel  rohres stets in einem vorbestimmten Höhenbereich,  der durch die Höhenanlagen der beiden Elektroden  gegeben ist, gehalten wird.  



  Die innerhalb des     Brunnens    durch die Anlegung  des Vakuums an den     Brunnenrohrringraum    um die  Höhe des Vakuums angehobene Wassersäule wird  also hierdurch vorübergehend ganz beseitigt und dann  wieder aufgebaut.  



  Das angelegte Vakuum wird also vorübergehend  in seiner vollen Höhe zur Erzeugung eines Vakuums  in der Brunnenumgebung nutzbar gemacht. Es wird  damit nur zur Erhöhung der Ergiebigkeit des  Vakuumbrunnens ausgenutzt und nicht zum Teil für  die Förderung des Wassers verbraucht.  



  Man erreicht einen entsprechend starken Zu  strom zum Brunnen selbst bei Bodenschichten mit  sehr     geringer    Durchlässigkeit, z. B. feinsten Sanden.  Es besteht auch keine Abhängigkeit mehr von der  Förderhöhe, die durch Anlegung von Druckluft zur       Entleerung    der Wasserkammer in diesem Falle über  wunden wird.  



  Ein Brunnen nach     Fig.    3 stellt einen wirklichen  Vakuumbrunnen dar, da praktisch stets ein im Mittel  relativ grosses Vakuum zum Ansaugen von Wasser  aus der wasserführenden Schicht vorhanden ist.  Durch die gezeigte Anordnung wird andererseits ver  mieden, dass der Wasserspiegel im     Brunnen    zu tief  abgesenkt werden kann, wodurch der     Brunnen    über  anstrengt würde und das angelegte Vakuum nach  Freilegung zu grosser Filterflächen zusammenbrechen  könnte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Erhöhung der Ergiebigkeit von Vakuumbrunnen, dadurch gekennzeichnet, dass man im Ringraum eines als Doppelmantelrohr ausgebil deten Brunnenrohres ständig einen Unterdruck zur Ansaugung des Wassers aus den wasserführenden Schichten aufrechterhält und hierbei den unter Vakuum stehenden Wasserspiegel im Ringraum in einem durch Wasserstandsfühler definierten Höhen bereich hält, indem man bei Erreichen des oberen Niveaus im Innenrohr das darin gesammelte Wasser durch ein in dieses ragendes Förderrohr nach oben so lange fördert bis der Wasserspiegel im Innenrohr sein unteres Niveau erreicht hat,
    wobei der an den Ringraum angelegte Unterdruck nicht zur Förderung des Wassers aus dem Brunnen heraus benutzt wird. II. Vakuumbrunnen zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass das Brunnenrohr als Doppelmantel- rohr ausgebildet und nach oben luftdicht abge schlossen ist, wobei in das Innenrohr, das über ein Ventil mit dem Raum des äusseren Rohres in Ver bindung steht, ein mit Fussventil versehenes Förder- rohr ragt, dass im Innenrohr ein oberer und unterer Niveaufühler angeordnet sind,
    die als Steuermittel zur Wasserförderung aus dem Innenrohr vorgesehen sind, und dass das äussere Brunnenrohr nach unten offen und im Bereich der flüssigkeitsführenden Schicht gelocht ausgebildet ist, während es oben an eine Vakuumleitung Anschluss hat.
    UNTERANSPRUCH Vakuumbrunnen nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass im Innenrohr angeord nete, als Elektroden ausgebildete Niveaufühler über ein Niveauschaltwerk den Umsteuermagneten eines Drei-Wege-Ventils zwischen Druck-Saugleitung und Anschlussleitung zum Innenrohr steuern.
CH352972D 1957-07-20 1957-07-20 Verfahren zur Erhöhung der Ergiebigkeit von Vakuumbrunnen CH352972A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4345647A (en) * 1980-07-18 1982-08-24 Carmichael William C Apparatus to increase oil well flow

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US4345647A (en) * 1980-07-18 1982-08-24 Carmichael William C Apparatus to increase oil well flow

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