CH352988A - Textilmaschine zur Bearbeitung von bahnförmigem Gut - Google Patents

Textilmaschine zur Bearbeitung von bahnförmigem Gut

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CH352988A
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Kabelitz Hans
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Sucker Gmbh Geb
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Description


  Textilmaschine zur Bearbeitung von     bahnförmigem    Gut    Die Erfindung betrifft eine Textilmaschine zur  Bearbeitung von     bahnförmigem    Gut. Derartige Textil  maschinen weisen üblicherweise Walzen, insbeson  dere Quetschwalzen zur Förderung oder zur Behand  lung des bahnartigen Gutes auf und sind bei der  Bearbeitung oder Behandlung von Fadenscharen und  Gewebebahnen gebräuchlich. Wo Walzenpaare an  geordnet sind, sollen diese eine bestimmte Berüh  rungslinie miteinander haben. Es kann aber auch  vorkommen,     dass    man einer einzelnen Walze, z. B.

    zur Erzeugung eines bestimmten Effektes auf einer  Stoffbahn, eine, Form geben möchte, die von der  zylindrischen Form abweicht und     gegebenenfan,        s    ver  änderbar ist.  



  Bekanntlich biegen sich die Walzen, besonders  wenn sie länger sind, infolge ihres Gewichtes in der  Mitte durch, so     dass    bei einem Walzenpaar, welches  die hindurchgeführte Ware in der Mitte und am  Rande gleichmässig fördern und hierbei auch mit  unter aufgebrachte breiige oder flüssige Stoffe ab  quetschen soll, die Förderung     bzw.    Behandlung des  durchgeführten Gutes ungleichmässig wird.  



  Die erfindungsgemässe Textilmaschine ist nun da  durch gekennzeichnet,     dass    sie mindestens eine Walze  aufweist, deren Mantelform veränderbar ist.  



  Die Erfindung wird anschliessend anhand von     'in     der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen  von Textilmaschinenteilen erläutert.  



  Es zeigt:       Fig.   <B>1</B> einen Längsschnitt durch eine Hohlwalze,       Fig.    2 einen Querschnitt durch die Hohlwalze  nach     Fig.   <B>1,</B>       Fig.   <B>3</B> einen Längsschnitt durch ein     Hohlwalzen-          paar    mit einem Elektromagneten,       Fig.    4 einen Querschnitt durch ein     Hohlwalzen-          paar    nach     Fig.   <B>3,</B>         Fig.   <B>5</B> einen Längsschnitt einer Hohlwalze mit  elektrischem Heizelement.  



  Eine Hohlwalze<B>3</B> wird im mittleren Bereich von  zwei Lagern 4 unterstützt, die auf einer Achse<B>5</B>  sitzen     (Fig.   <B>1</B> und 2). Diese Achse<B>5</B> ist exzentrisch  gelagert und kann durch Drehen in ihren Lagerzapfen  <B>6</B> und<B>7</B> den Anlagepunkt der Lager 4 an der Hohl  walze<B>3</B> verschieben und damit deren Mantelform  verändern, so     dass    die beiden Walzen eines Walzen  paares sich auf der ganzen Länge berühren können.  



  Nach den     Fig.   <B>3</B> und 4 befindet sich in der Hohl  walze<B>3</B> eine nicht drehbare Halteeinrichtung<B>8,</B> auf  der ein Elektromagnet<B>9</B> sitzt, der durch die nicht  magnetische Wand der Walze<B>3</B> hindurch auf die  magnetische Aussenwand der     Gegenwalze   <B>10</B> wirken  und damit deren Mantelform verändern kann, so       dass    beide Walzen     aneinandergepresst    werden und  somit im Bereich deren Wirksamkeit, also ungefähr  in der Mitte, ein gutes Anschmiegen der Walzen  aneinander sichergestellt wird.

   An Stelle des nicht  drehbaren Magneten<B>9</B> kann eine zwischen zwei Flan  schen befindliche zylindrische, den     Hohlwalzen-          querschnitt    mehr oder weniger ausfüllende Magnet  spule (nicht dargestellt) verwendet werden.  



  Die     Fig.   <B>5</B> zeigt eine Walze<B>3,</B> bei der der Hohl  mantel von innen geheizt wird. Hier ist eine elek  trische Heizung<B>11</B> eingebaut, die von aussen gespeist  wird und durch die Erwärmung der Mittelzone eine  stärkere Ausdehnung des Mantels in diesem Bereich  hervorbringt, so     dass    infolge der Wärmeausdehnung  die Walze<B>3</B> eine     baRige    Form bekommt. An Stelle  des Heizwiderstandes<B>11</B> kann aber auch eine von  aussen wirkende Heizeinrichtung an die Walze<B>3</B>  herangebracht werden.

   So ist es möglich,     ini    mitt  leren Bereich einen Strahl heisser Luft oder heissen  Dampfes auf die Oberfläche zu richten und hier-      durch eine Erhitzung und damit eine Ausbuchtung  des mittleren Bereiches der Walze<B>3</B> zu gewährleisten.  



  Zur Heizungsregelung, und zwar sowohl für die  elektrische Heizung wie auch für die     Heissstrahl-          heizung,    kann ein Temperaturregler, z. B. ein     Bi-          metallregler    12     (Fig.   <B>5)</B> verwendet werden, der auf  eine bestimmte Temperatur, also auch auf eine be  stimmte     Durchbiegung    oder andere Verformung, an  spricht. Der Heizungsregler 12 kann aber auch durch  eine     Messeinrichtung    ein- und ausgeschaltet werden,  die das Mass der     Durchbiegung        erfasst.     



  Eine weitere Möglichkeit, Walzen und Gegen  walzen entsprechend der     Durchbiegung    einander an  zupassen, besteht darin,     dass    die Walzen als Hohl  walzen ausgebildet sind, deren Wandstärke gegen  ihre Mitte hin abnimmt. Es können beide Walzen  eines Walzenpaares oder auch nur eine so ausgebildet  sein- Diese Massnahme kann zusätzlich, das heisst  in Kombination mit den     obengeschilderten    Massnah  men zum Verändern der Mantelform der Walze,  unter Berücksichtigung der     Durchbiegung,    verwendet  werden, z. B. zur Unterbringung von Elektromagne  ten, Widerstands- oder Strahlungsheizung     usw.     



  Nicht nur die Form oder Formänderung einer  zugehörigen Gegenwalze, sondern auch Arbeitsbedin  gungen. die sich über die Walzenlänge ändern, kön  nen für die     Änderunor    der Mantelform einer Walze  massgebend sein. Die Abweichungen von der zylin  drischen Form, die sich durch die     Durchbiegung    der  Gegenwalze ergeben, sind verhältnismässig gering.  Jedoch reicht ein konisches Abdrehen der Walze  an den Enden nicht aus, um ein gegenseitiges gleich  mässiges Anliegen auf der ganzen gemeinsamen Man  tellinie beider Walzen zu erreichen.  



  Durch mehr oder weniger starke Drücke auf die  Walzenenden, Lager oder Zwischenlager oder an  anderen Stellen einer Walze kann eine gewünschte  Verformung erzielt werden, weil solche Drücke eine       Durchbiegung    der Walze zur Folge haben.  



  Sehr zweckmässig ist es aber, andere zwischen  den Walzen wirkende Kräfte hervorzubringen, welche  die beiden Walzen in ihrer ganzen Länge gleich  mässig zum gegenseitigen Anliegen bringen, wofür  besonders Hohlwalzen geeignet sind, weil man dabei  solche Kräfte im Inneren erzeugen kann, die dafür  erforderlichen Einrichtungen der zu behandelnden  Ware also nicht im Wege sind. Die     Verformungs-          oder        Anpresskräfte    können nicht nur mechanisch,  z.

   B. durch im Inneren einer Hohlwalze verstellbare,  exzentrisch gelagerte Stützelemente, vorzugsweise  Kugel- oder Rollenlager, erzeugt werden, sondern  es ist auch möglich, durch ungleichmässige     Tempe-          rierung    die Ausdehnung der Walze beispielsweise  so zu beeinflussen,     dass    sie infolge der Wärmedehnung  ihre Form nur in der Mitte ändert, während sie an  den Enden infolge des Wärmegefälles ihren ursprüng  lichen Walzendurchmesser beibehält.  



  Es ist bei Imprägnier- und Schlichtmaschinen vor  teilhaft, wenn man den     Anpressdruck    der Walzen  proportional der Umlaufgeschwindigkeit ändern kann,    damit das fertige Gewebe den gleichen Imprägnier  mittel- oder     Schlichtegehalt    hat. Dies kann mit der  neuen     Textihnaschine    vorgenommen werden, indem  man ein von der Umlaufgeschwindigkeit der Walzen  gesteuertes Regelorgan zur Formänderung der Wal  zen oder zur Änderung des     Anpressdruckes    der  Walzen gegeneinander benutzt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Textihnaschine zur Bearbeitung von bahnförmi- gern Gut, dadurch gekennzeichnet, dass sie minde stens eine Walze aufweist, deren Mantelform ver änderbar ist. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um durch radial wirkende Kräfte die Walzenmantelform zu verändern. 2. Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel als Magnete ausgebildet sind, deren Stärke in axialer Richtung verschieden und veränderbar ist.
    <B>3.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass me chanische Mittel vorgesehen sind, welche vom Wal zeninneren ausgehend auf den Walzenmantel wirken. 4. Textilmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Heizmittel vorgesehen sind, um die Walze dem Mass der gewünschten Formänderung entsprechend zu temperieren. <B>5.</B> Textihnaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel angeordnet sind, um während des Walzvorganges Querkräfte auf das Walzenende wirken zu lassen.
    <B>6.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze als Hohlwalze aus gebildet ist und im Inneren ein von aussen radial bewegliches Stützglied besitzt. <B>7.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>6,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Stützglied in der Walzenmitte angeordnet ist. <B>8.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>6,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Stützglied auf einer von ausserhalb verdrehbaren, exzentrisch gelagerten Achse sitzt. <B>9.</B> Textihnaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>6,</B> dadurch gekennzeichnet, dass als Stützglied ein Drehlager dient.
    <B>10.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteransprächen <B>6</B> und<B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager als Kugellager ausgebildet ist. <B>11.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>6</B> und<B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager als Wälzlager ausgebildet ist. 12. Textilmaschine nach Patentanspruch, mit mehreren Walzen, dadurch gekennzeichnet, dass min destens eine der Walzen als Hohlkörper ausgebildet ist und sich ihre Wandstärke symmetrisch zur Längs mitte ändert.
    <B>13.</B> Textflmaschine nach Patentanspruch, mit mehreren Walzen, dadurch gekennzeichnet, dass min destens eine der Walzen mit einer Heizeinrichtung versehen ist. 14. Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>13,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung von aussen auf die Walze einwirkt. <B>15.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>13</B> und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung als Heissluftheizung ausge bildet ist.
    <B>16.</B> Textihnaschine nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>13</B> und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung als Heissdampfheizung aus gebildet ist. <B>17.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>13,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung im Inneren der Walze angebracht ist. <B>18.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>13,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Heizungseinrichtung elektrisch ist. <B>19.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>13,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung mit einem Temperaturregler versehen ist. 20.
    Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>13</B> und<B>19,</B> dadurch gekennzeich- net, dass der Temperaturregler als Bimetallregler aus gebildet ist. 21.. Textilmaschine nach Patentanspruch, mit mehreren Walzen, dadurch g' ekennzeichnet, dass sie eine in ihrer Mantelform nicht veränderbare Walze aufweist. 22. Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren der genannten Walze ein Magnet eingebaut ist, der auf die aus magnetischem Werkstoff beste hende, in ihrer Mantelform veränderbare Gegenwalze einwirkt.
    <B>23.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet als Elektromagnet ausgebildet ist. 24. Textilmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die aus magnetischem Werkstoff bestehende Gegenwalze unter der mit dem Magneten versehenen Walze an geordnet ist und der Magnet diese Walze entgegen der durch ihr Gewicht verursachten Durchbiegung hochziehen kann. <B>25.</B> Textilmaschine nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Steuermittel für die Formänderungs- mittel, welche Steuermittel die Formänderung der Walze in Abhängigkeit von der Umlaufgeschwindig keit der Walze steuern.
CH352988D 1955-10-08 1956-10-05 Textilmaschine zur Bearbeitung von bahnförmigem Gut CH352988A (de)

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