CH353167A - Verfahren zur Herstellung von dreidimensionalen Formteilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von dreidimensionalen Formteilen

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CH353167A
CH353167A CH353167DA CH353167A CH 353167 A CH353167 A CH 353167A CH 353167D A CH353167D A CH 353167DA CH 353167 A CH353167 A CH 353167A
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CH
Switzerland
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molded parts
dimensional molded
production
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high molecular
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English (en)
Inventor
Wilhelm Dr Hechelhammer
Guenter Dr Peilstoecker
Original Assignee
Bayer Ag
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C51/00—Shaping by thermoforming, i.e. shaping sheets or sheet like preforms after heating, e.g. shaping sheets in matched moulds or by deep-drawing; Apparatus therefor
    • B29C51/002—Shaping by thermoforming, i.e. shaping sheets or sheet like preforms after heating, e.g. shaping sheets in matched moulds or by deep-drawing; Apparatus therefor characterised by the choice of material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von dreidimensionalen Formteilen
Es ist bekannt, dass Folien und Platten aus thermoplastischen Kunststoffen, wie Polyamiden, Polyurethanen, Celluloseestern, Polystyrol und Poly  acryl- oder -methacrylsäureestern,    durch Vakuumverformung zu dreidimensionalen Formteilen verarbeitet werden können. Dabei sind zwei Arten der Vakuumverformung zu unterscheiden: Das Ziehverfahren in die negative Form (Matrize) und das Streckverfahren über die positive Form (Patrize).



   Die Nachteile der am häufigsten nach diesem Verfahren verarbeiteten thermoplastischen Kunststoffe bestehen darin, dass sie entweder, wie z. B. schlagfestes Polystyrol, undurchsichtig sind, oder dass sie, wie z. B. Polyamid, einen sehr engen thermoplastischen Bereich besitzen, das heisst, dass nur bei sehr genauer Temperatureinhaltung die Vakuumverformung einwandfrei durchgeführt werden kann. Bei tieferen Formen sind einer derartigen Verwendung solcher Stoffe, bedingt durch die rasche Abkühlung der Folie während des Ziehvorganges, sehr bald Grenzen gesetzt. Weiterhin treten bei durchsichtigen thermoplastischen Kunststoffen, wie Ceiiuloseacetat und Celluloseacetobutyrat, beim Ausziehen meist weisse Flekken auf, welche durch das Verstrecken und Orientieren oder durch den Weichmachergehalt des Kunststoffes hervorgerufen sein können. Andere Kunststoffe, so z. B.

   Polystyrol und Polyacrylsäureester, sind zwar gut zur Vakuumverformung geeignet und auch vollkommen transparent, doch ist ihre Dauerwärmebeständigkeit und Schlagfestigkeit gering.



   Ferner wird die Anwendungsmöglichkeit vieler thermoplastischer Kunststoffe auf dem Lebensmittel Verpackungsgebiet durch die Unmöglichkeit der Sterilisierung stark eingeengt.



   Es wurde nun gefunden, dass sich Folien bzw.



  Platten aus hochmolekularen thermoplastischen Polycarbonaten hervorragend nach den bekannten Verfahren der Vakuumverformung zu dreidimensionalen Formteilen, wie Reklame- und   Werksehildern,    Fi   guren, Spielwaren aller Art, B Beleuchtungskörpesn,    Gehäusen, Verpackungsbehältern und technischen Teilen aller Art, verarbeiten lassen.



   Die hochmolekularen thermoplastischen Polycarbonate besitzen einen sehr grossen thermoplastischen Bereich und eine ausserordentlich gute Tiefziehfähigkeit. Diese führt auch bei geringen Folienstärken und starker Verstreckung zu einwandfreien Formkörpern mit gleichmässigen Wandstärken und exakter Wiedergabe auch feinster Konturen. Trübungen treten niemals auf.



   Dreidimensionale Formkörper aus solchen hochmolekularen Polycarbonaten besitzen eine sehr hohe Dauerwärmebeständigkeit, völlige Transparenz, sehr geringe Wasseraufnahme und, damit verbunden, geringe Wasserdampfdurchlässigkeit, hohe Alterungsfestigkeit, gute Oberflächenhärte, Beständigkeit gegen Mineralsäuren bis zu hohen Konzentrationen, Wasserbeständigkeit, Elastizität, Schlagfestigkeit und Aromafestigkeit. Sie sind ferner einwandfrei sterilisierbar, physiologisch unbedenklich und völlig farbstoffabweisend und enthalten keine Weichrnacher.



   Hochmolekulare thermoplastische Polycarbonate können hergestellt werden zum Beispiel durch Umsetzung von Di-monooxyaryl-alkanen, gegebenenfalls im Gemisch mit anderen Dioxyverbindungen, oder von Di-monooxyaryl-sulfonen, wiederum gegebenenfalls im Gemisch mit anderen Dioxyverbindungen, oder von Gemischen aus anderen aromatischen Dioxyverbindungen mit aliphatischen oder/und cycloaliphatischen Dioxyverbindungen, mit Derivaten der Kohlensäure, wie Diestern, Bis-chlorkohlensäureestern von Dioxyverbindungen und Phosgen, nach den Verfahren gemäss den Schweizer Patenten Nummern 335081, 351404 und 347640.  



   Beispiel I
Eine Folie aus   Poly-2,2-(4,4'-diphenyD-propan    carbonat vom K-Wert etwa 50 in einer Stärke von 0,2 mm wird auf einer Vakuumtiefziehanlage durch   IJltrarotbestrahlung    bis zur Erreichung der gewünschten Plastizität erwärmt und im Streckverfahren zu einer Gesichtsmaske verformt. Die Maske zeigt bei gleichmässiger Wandstärke und vollkommener Transparenz eine einwandfreie Wiedergabe auch feinster Konturen.



   Beispiel 2
Eine Folie aus Poly-2,2- (4,4'-diphenyl)-propancarbonat vom K-Wert etwa 50 in einer Stärke von 0,5 mm wird auf einer Vakuumtiefziehanlage durch Ultrarotbestrahlung bis zur Erreichung der gewünschten Plastizität erwärmt und im Ziehverfahren zu einer zylindrischen Dose von etwa 5 cm Tiefe und 12 cm Durchmesser verformt. Die Dose zeigt bei gleichbleibender Wandstärke und vollkommener Transparenz eine hohe Schlagfestigkeit und Elastizität.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von dreidimensionalen Formteilen, dadurch gekennzeichnet, dass Folien oder Platten aus hochmolekularen thermoplastischen Polycarbonaten durch Vakuumverformung zu den Formteilen verarbeitet werden.
    II. Nach dem Verfahren nach Patentanspruch I hergestellter dreidimensionaler Formteil aus hochmolekularen thermoplastischen Polycarbonaten.
CH353167D 1956-07-07 1957-06-06 Verfahren zur Herstellung von dreidimensionalen Formteilen CH353167A (de)

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