CH353171A - Kunstharzmischung - Google Patents

Kunstharzmischung

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Publication number
CH353171A
CH353171A CH353171DA CH353171A CH 353171 A CH353171 A CH 353171A CH 353171D A CH353171D A CH 353171DA CH 353171 A CH353171 A CH 353171A
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CH
Switzerland
Prior art keywords
synthetic resin
hydrogen chloride
antimony trioxide
resin mixture
polyolefin
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Application number
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English (en)
Inventor
Andre Dr Ing Schaerer
Original Assignee
Abegg & Co Ag Zurich
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Publication date
Application filed by Abegg & Co Ag Zurich filed Critical Abegg & Co Ag Zurich
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/02Halogenated hydrocarbons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/49Phosphorus-containing compounds
    • C08K5/51Phosphorus bound to oxygen
    • C08K5/52Phosphorus bound to oxygen only
    • C08K5/521Esters of phosphoric acids, e.g. of H3PO4

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


  
 



  Kunstharzmischung
Kunstharzmischungen auf Grundlage von Polyolefinen, insbesondere Polyäthylen und Polypropylen, erfreuen sich infolge ihrer günstigen Eigenschaften grosser Beliebtheit zur Herstellung von Formartikeln wie Folien, Profilstücken usw., haben jedoch den Nachteil, dass die Polyolefine entflammbar sind und auch nach Entfernung der Initialflamme weiterbrennen.



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, Kunststoffmassen dadurch unentzündlich und unbrennbar zu machen, dass man ihnen organische chlorhaltige Stoffe, welche bei ihrer Zersetzungstemperatur Chlorwasserstoff abspalten, zusammen mit Antimontrioxyd einverleibte. Der bei der Entzündungstemperatur sich entwickelnde Chlorwasserstoff tritt dann mit dem Antimontrioxyd unter Bildung von   Antimontrichlorid    in Reaktion. Da das Antimontrioxyd schon bei   72,9"C    schmilzt und bei   2230 C    siedet und seine Dämpfe feuerhemmend wirken, erreicht man eine gute Feuerschutzwirkung.



   Es wurde nun gefunden, dass sich diese Erkenntnis nicht einfach auf Polyolefinkunstharzmassen anwenden lässt, da in den Polyolefinen unlösliche chlorierte Verbindungen, wie z. B. Polyvinylchlorid nur eine schwache Flammschutzwirkung ergeben.



   Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass bei Verwendung von in den Polyolefinen löslichen organischen Chlorverbindungen, die bei höheren Temperaturen Chlorwasserstoff abzuspalten vermögen, in Kombination mit Antimontrioxyd eine ausgezeichnete Flammschutzwirkung erreicht werden kann.



   Gegenstand des vorliegenden Patents ist deshalb eine unbrennbare, zu Formartikeln verarbeitbare Kunstharzmischung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie mindestens ein Polyolefin, wie Polyäthylen oder Polypropylen, mindestens eine in Polyolefinen lösliche, bei höheren Temperaturen Chlorwasserstoff abspaltende organische Verbindung, vorzugsweise chloriertes Polyphenyl oder Trichloräthylphosphat, und Antimontrioxyd enthält.



   Die Menge der polyolefinlöslichen Chlorwasserstoff abspaltenden Verbindungen kann z. B. 5-25   Gew.O/o,    diejenige des Antimontrioxyds 2-15   Gew.  /o    betragen.



   Beispiel
Zu 100 Gew.-Teilen Polyäthylen werden auf dem über dem Schmelzpunkt des Polyäthylens erwärmten Walzenstuhl 20 Gew.-Teile einer chlorierten Polyphenylverbindung oder Trichloräthylphosphat zugegeben und bis zur vollständigen Lösung verarbeitet.



  Anschliessend werden 10 Gew.-Teile Antimontrioxyd zugegeben und in die Mischung homogen eingearbeitet. Das erhaltene Fell wird abgezogen und nach dem Abkalten granuliert und kann anschliessend auf der Strangpresse oder der Spritzgussmaschine zu beliebigen Formstücken oder Profilen verarbeitet werden.



  Diese sind nicht entflammbar, flammwidrig und zeigen auch nach Entfernung der Initialflamme keine Flammbildung.  



   PATENTANSPRUCH
Nicht brennbare Kunstharzmischung, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Polyolefin, eine in diesem lösliche, bei höheren Temperaturen Chlorwasserstoff ab spaltende organische Verbindung und Antimontrioxyd enthält.



   UNTERANSPRÜCHE
1. Kunstharzmischung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie 5-25   Gew.O/o    der Chlorwasserstoff ab spaltenden Verbindung und 2 bis 15   Gew.O/o    Antimontrioxyd enthält. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Kunstharzmischung Kunstharzmischungen auf Grundlage von Polyolefinen, insbesondere Polyäthylen und Polypropylen, erfreuen sich infolge ihrer günstigen Eigenschaften grosser Beliebtheit zur Herstellung von Formartikeln wie Folien, Profilstücken usw., haben jedoch den Nachteil, dass die Polyolefine entflammbar sind und auch nach Entfernung der Initialflamme weiterbrennen.
    Es ist bereits vorgeschlagen worden, Kunststoffmassen dadurch unentzündlich und unbrennbar zu machen, dass man ihnen organische chlorhaltige Stoffe, welche bei ihrer Zersetzungstemperatur Chlorwasserstoff abspalten, zusammen mit Antimontrioxyd einverleibte. Der bei der Entzündungstemperatur sich entwickelnde Chlorwasserstoff tritt dann mit dem Antimontrioxyd unter Bildung von Antimontrichlorid in Reaktion. Da das Antimontrioxyd schon bei 72,9"C schmilzt und bei 2230 C siedet und seine Dämpfe feuerhemmend wirken, erreicht man eine gute Feuerschutzwirkung.
    Es wurde nun gefunden, dass sich diese Erkenntnis nicht einfach auf Polyolefinkunstharzmassen anwenden lässt, da in den Polyolefinen unlösliche chlorierte Verbindungen, wie z. B. Polyvinylchlorid nur eine schwache Flammschutzwirkung ergeben.
    Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass bei Verwendung von in den Polyolefinen löslichen organischen Chlorverbindungen, die bei höheren Temperaturen Chlorwasserstoff abzuspalten vermögen, in Kombination mit Antimontrioxyd eine ausgezeichnete Flammschutzwirkung erreicht werden kann.
    Gegenstand des vorliegenden Patents ist deshalb eine unbrennbare, zu Formartikeln verarbeitbare Kunstharzmischung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie mindestens ein Polyolefin, wie Polyäthylen oder Polypropylen, mindestens eine in Polyolefinen lösliche, bei höheren Temperaturen Chlorwasserstoff abspaltende organische Verbindung, vorzugsweise chloriertes Polyphenyl oder Trichloräthylphosphat, und Antimontrioxyd enthält.
    Die Menge der polyolefinlöslichen Chlorwasserstoff abspaltenden Verbindungen kann z. B. 5-25 Gew.O/o, diejenige des Antimontrioxyds 2-15 Gew. /o betragen.
    Beispiel Zu 100 Gew.-Teilen Polyäthylen werden auf dem über dem Schmelzpunkt des Polyäthylens erwärmten Walzenstuhl 20 Gew.-Teile einer chlorierten Polyphenylverbindung oder Trichloräthylphosphat zugegeben und bis zur vollständigen Lösung verarbeitet.
    Anschliessend werden 10 Gew.-Teile Antimontrioxyd zugegeben und in die Mischung homogen eingearbeitet. Das erhaltene Fell wird abgezogen und nach dem Abkalten granuliert und kann anschliessend auf der Strangpresse oder der Spritzgussmaschine zu beliebigen Formstücken oder Profilen verarbeitet werden.
    Diese sind nicht entflammbar, flammwidrig und zeigen auch nach Entfernung der Initialflamme keine Flammbildung.
    PATENTANSPRUCH Nicht brennbare Kunstharzmischung, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Polyolefin, eine in diesem lösliche, bei höheren Temperaturen Chlorwasserstoff ab spaltende organische Verbindung und Antimontrioxyd enthält.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Kunstharzmischung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie 5-25 Gew.O/o der Chlorwasserstoff ab spaltenden Verbindung und 2 bis 15 Gew.O/o Antimontrioxyd enthält.
    2. Kunstharzmischung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Chlorwasserstoff ab spaltende Verbindung ein chloriertes Polyphenyl ist.
    3. Kunstharzmischung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Chlorwasserstoff abspaltende Verbindung Trichloräthylphosphat ist.
    4. Kunstharzmischung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyolefin Poly äthylen ist.
    5. Kunstharzmischung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyolefin Polypropylen ist.
CH353171D 1957-04-25 1957-04-25 Kunstharzmischung CH353171A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1225383B (de) * 1963-05-21 1966-09-22 Hoechst Ag Flammfeste Formmassen aus Olefinpolymerisaten
DE1286747B (de) * 1963-07-09 1969-01-09 Johnson & Johnson Verbesserung der Einarbeitung von Stabilisatoren in Poly-ª‡-olefine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1225383B (de) * 1963-05-21 1966-09-22 Hoechst Ag Flammfeste Formmassen aus Olefinpolymerisaten
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