Transportwagen Die vorliegende Erfindung betrifft einen Trans portwagen zum Transportieren von Schultischen, mit dem das Anheben, das Transportieren sowie das Ab stellen eines Tisches von einer einzigen Person aus geführt werden kann.
Bekanntlich müssen in Schulhäusern immer wie der Schultische mit den darauf aufgestellten Stühlen herumtransportiert werden, wenn die Schulzimmer gereinigt werden sollen. Diese Arbeit ist oft be schwerlich und sie verlangt den Einsatz mehrerer Personen. Es sind Transportwagen entwickelt wor den, die für bestimmte Schultischtypen verwendbar sind. Da jedoch die Lieferfirmen von Schultischen verschiedenartige Konstruktionen auf den Markt brin gen, so verlangt dies, dass dafür mehrere voneinan der abweichende Wagen angeschafft werden müssen.
Der Transportwagen gemäss vorliegender Erfin dung ist dadurch gekennzeichnet, dass auf einem in der Draufsicht die Form eines ungleichschenkligen T aufweisenden, aus zwei Trägern, vorzugsweise Roh ren, bestehenden Fahrgestell mit drei an den Träger enden angeordneten Lenkrollen eine Hebevorrich tung mit einem bei leerem Wagen auch als Wagen deichsel verwendbaren Betätigunsghebel vorgesehen ist.
Die beiliegende Zeichnung stellt ein Ausfüh rungsbeispiel des erfindungsgemässen Transport wagens dar, und es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht des Transportwagens in der Richtung des Pfeiles A in Fig. 3 gesehen; Fig. 2 eine Ansicht in der Richtung des Pfeiles B in Fig. 1 und 3 gesehen ; Fig. 3 eine Ansicht von oben<B>;</B> Fig. 4 eine schematische Darstellung der ver schiedenen Stellungen der Hebevorrichtung des Wa gens, und Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4.
Das Fahrgestell des Wagens, das vorzugsweise aus Metallrohren besteht, weist im Grundriss (Fig. 3) die Form eines ungleichschenkligen T's auf mit einem Längsträger 1 und einem damit fest verbundenen Querträger 2. Am freien Ende 3 ist der Längsträger 1 und an beiden Enden 4 und 5 der Querträger 2 nach unten abgebogen, und an diesen Enden ist je eine Lagerplatte 6 angeordnet zur Aufnahme je einer Drehplatte 16 mit einer Lenkrollengabel 7, in der auf einer Achse 17 eine Lenkrolle 8 beliebiger Konstruk tion sitzt. Vorzugsweise sind die Drehplatten 16 auf den Lagerplatten 6 mittels Kugeln gelagert und die Lenkrollen 8 auf ihren Achsen 17 mittels Wälz lagern.
Auf dem Querträger 2 sind zwei Lagersupporte 21, 21a angeordnet zur drehbaren Lagerung einer Hebewelle 9. Fest verbunden mit der letzteren sind einerseits zwei Hebearme 10 und 20 und andererseits ein abgekröpfter, auch als Wagendeichsel bei unbe ladenem Wagen dienender Hebel 13 mit einem Hebelgriff 14. Mit dem Hebearm 20 ist ein Zughebel 11 fest verbunden, dessen freies Ende mit einem Loch 11a versehen ist zur Aufnahme des einen Endes einer Zugstange 12.
Die beiden Hebearme 10 bzw. 20 weisen an ihrem freien Ende je einen flachen Fuss 18 bzw. 19 auf ; dieselben werden bei Verwendung des Wagens unter den einen Tischfuss 33 des zu transportierenden Schultisches geschoben.
Auf dem Längsträger 1 ist auf einem Zapfen 22, der in einem Auge 23 des Trägers sitzt, ein Winkel hebel 24 schwenkbar gelagert. Am Ende des einen Schenkels des letzteren ist eine am Umfang mit einer Eindrehung versehene Heberolle 15 auf einem Zap fen 25 drehbar gelagert. Es könnte indessen auch eine Wälzlagerung vorgesehen sein. Das Ende des zweiten Schenkels des Winkelhebels 24 weist einen Zapfen 26 auf, der zum Aufstecken einer an der Zugstange 12 angeordneten Lasche 27 mit einer Anzahl von Lö chern 27a dient.
Je nach der Konstruktion des zu transportierenden Schultisches wird der Zapfen 26 in eines der vorhandenen Löcher 27a gesteckt und dadurch die Lage des Verstellwinkels des Winkel hebels 24 verändert, was ein Höher- oder Tiefer liegen der Heberolle 15 in der Ausgangslage der Hebe vorrichtung zum Anheben eines Tisches zur Folge hat. Das Sichern der Lasche 27 auf dem Zapfen 26, sowie des Endes der Zugstange 12 im Loch 11a kann beispielsweise mittels nicht gezeichneter Splinten ge schehen.
Auf dem Längsträger 1 ist ferner an geeigneter Stelle ein Führungsbügel 28 angeordnet, der bei Ver wendung des Wagens über die Verbindungsstange 34 der beiden Füsse 33 und 35 eines zu transportieren den Schultisches greift und den angehobenen Tisch gegen seitliches Abrutschen sichert.
Eine Arretiervorrichtung besteht aus einer um einen Zapfen 31 des Zughebels 11 schwenkbaren Arretierklinke 29 mit Einkerbungen 29a, die wahl weise mit einem Arretierzahn 30 auf dem Querträger 2 in Eingriff gebracht werden können.
Die Wirkungsweise des von einer einzigen Person bedienbaren Transportwagens ist die folgende Zum Verschieben des leeren Wagens wird zu sei ner Verwendung als Wagendeichsel, der Hebel 13 am Handgriff 14 in Richtung des Pfeiles 32 bewegt, bis der Hebearm 20 am Längsträger 1 ansteht. Dies ist in Fig. 4 durch gestrichelte Linien dargestellt.
Soll der Wagen zur Aufnahme eines Schultisches zu dessen Transport bereitgestellt werden, dessen Fusspartien wie in den Fig. 4 und 5 bruchstückweise dargestellt, ausgebildet sind, so wird der Hebel 13 entgegen der Richtung des Pfeiles 32 in die in Fig. 1. gezeichnete Stellung verschwenkt. Dadurch gelangen die beiden Füsse 18 und 19 der Hebearme 10 und 20 in ihre tiefstmöglicheLage unmittelbar über dem Fuss boden, so dass sie z. B. unter den Fuss 33 der einen Schultischseite geschoben werden können.
Der Wagen wird nun mit der Bedienungsseite (Fig. 1, rechte Seite) an dieser Tischseite seitlich ver schoben, wobei das offene Ende des Führungsbügels 28 oberhalb der Verbindungsstange 34 der Tisch- füsse über die Stange geschoben wird und die Hebe rolle 15 unterhalb derselben zu stehen kommt, und dann gegen die Tischseite vorgeschoben, bis die bei den Füsse 18 und 19 unter dem Schultischfuss 33 stehen. Nun kann der Schultisch angehoben werden. Dazu wird der Hebel 13 in Richtung des Pfeiles 32, also in Richtung gegen den Körper der den Wagen bedienenden Person hin gezogen.
Dadurch werden die beiden auf der Hebewelle 9 schwenkbar gelager ten Hebearme 10 und 20 im Uhrzeigersinn ver- schwenkt und mit ihnen auch der Zughebel 11. über die Zugstange 12 wird der Winkelhebel 24 um den Zapfen 22 verschwenkt. Die Füsse 18 und 19 fassen den Schultischfuss 33, der, wie die Fig. 4 und 5 zei gen, unten ein nach unten offenes U-Profil aufweist, und heben denselben in die angehobene Stellung, die in Fig. 4 mit strichpunktierten Linien dargestellt ist.
In dieser Stellung bilden die Füsse 18 und 19 ein nach oben offenes V, so dass sie mit dessen äusserem Schenkel in das Profil des Schultischfusses 33 ein greifen können, wodurch eine einwandfreie Sicherung gegen Abgleiten gewährleistet ist. Gleichzeitig fasst die Heberolle 15 von unten her in ihrer Eindrehung die innerhalb des Führungsbügels sich befindende Verbindungsstange 34, die in diesem Zeitpunkt seit lich am Winkelhebel 24 anliegt. Beim Anheben rollt die Heberolle 15 an der Unterseite der Verbindungs stange 34 ab.
Bei voll angehobenem Schultisch steht die obere Seite des Schultischfusses 33 am Längsträger 1 an, so dass eine Klemmung eintritt. Diese Stellung ist in den Fig. 4 und 5 strichpunktiert dargestellt.
Die Arretierklinke 29 verschiebt sich beim An heben ebenfalls nach rechts, wobei die Einkerbungen 29a über den Arretierzahn 30 gleiten. Ist nun die Höchststellung erreicht, so wird der Hebel 13 noch um einen kleinen Betrag weiter nach rechts gedrückt, bis eine der Einkerbungen 29a am Arretierzahn 30 fasst. Damit ist der Schultisch auf dem Wagen blok- kiert. Zum Transport wird der Schultisch mit beiden Händen gefasst und, je nach Notwendigkeit gezogen oder gestossen, was infolge des Umstandes, dass der Wagen mit Lenkrollen versehen ist, mit ganz gerin gem Kraftaufwand geschehen kann.
Soll der Schultisch auf den Fussboden abgestellt werden, so wird der Hebel 13 am Handgriff 14 um einen kleinen Betrag kurz in Richtung des Pfeiles 32 gezogen, wodurch der Druck der Einkerbung 29a auf dem Arretierzahn 30 gelöst wird. Gleichzeitig wird das gegen den Fussboden gerichtete Ende der Arre- tierklinke 29 von der bedienenden Person mit einem Fuss gegen den Schultisch hin bewegt, so dass die Arretierklinke 29 über den Zahn 30 hinweggleiten kann, wenn der Hebel 13 zum Absenken des Schul- tisches entgegen der Richtung des Pfeiles 32 bewegt wird.
Nachdem der Schultisch abgestellt ist, kann der Wagen am Handgriff 14 rückwärts und seitwärts weggezogen werden.
Als Hauptvorteile des beschriebenen Transport wagens sind zu nennen. geringes Gewicht, einfache Bedienung, sicheres Blockieren des angehobenen Schultisches.