CH353300A - Verfahren zur Herstellung von hydratationsbeständigen, feuerfesten, gebrannten Steinen und Massen auf der Grundlage von Magnesia - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hydratationsbeständigen, feuerfesten, gebrannten Steinen und Massen auf der Grundlage von Magnesia

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CH353300A
CH353300A CH353300DA CH353300A CH 353300 A CH353300 A CH 353300A CH 353300D A CH353300D A CH 353300DA CH 353300 A CH353300 A CH 353300A
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CH
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masses
hydration
magnesia
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Skalla Norbert Dipl-Ing Techn
Guenther Dipl Ing Wieland
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Oesterr Amerikan Magnesit
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Description


  Verfahren zur Herstellung  von     hydratationsbeständigen,    feuerfesten, gebrannten     Steinen    und Massen  auf der Grundlage von Magnesia    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur Her  stellung von     hydratationsbeständigen,    feuerfesten, ge  brannten Steinen und Massen, z. B. Stampf- und  Reparaturmassen, unter Verwendung von Magnesia,  wie z. B. Mischungen von Magnesia mit Chromerz,  und insbesondere     Magnesitsteinen,    das dadurch ge  kennzeichnet ist, dass die Steine und Massen nach  dem Brennen mit einer eine organische Säure oder  ein Salz einer solchen enthaltenden Lösung behandelt  und dann getrocknet werden.  



  Gebrannte basische Steine und Massen auf der  Grundlage von Magnesia, wie     Magnesitsteine,        Magne-          sitchromsteine    und     Chrommagnesitsteine,        sind    bei er  höhten Temperaturen gegen     Hydratation    wenig be  ständig.

   Dies ist darauf     zurückzuführen,    dass,     durch     Wasseraufnahme des     Magnesiumoxydes    bei Tempe  raturen um etwa     1001)    C eine Bildung von     Magne-          siumhydroxyd    erfolgt, die mit einer starken Volumen  vermehrung verbunden ist ; diese verursacht     ein    Trei  ben der Steine bzw. Massen, gibt zum Auftreten von  Rissen Anlass und kann schliesslich bis zu einer  vollkommenen     Zermürbung    der     magnesiahaitigen    Er  zeugnisse führen. Vor     allem    bei starken Mauerwerks  teilen, die aus solchen Steinen bzw.

   Massen aufgebaut  sind, besteht die Gefahr der     Hydratation.    So sind  z. B. basische Zusammenstellungen von Zementdreh  öfen in besonderem Masse gefährdet, da die im Mör  tel oder in der Hintermauerung reichlich vorhandene  Feuchtigkeit von Steinen der Auskleidung aufgenom  men wird und dann die oben angeführten Erschei  nungen verursacht. Die Gefahr der     Hydratation    ist  insbesondere dann gross, wenn bei der Neuzustel-         lung    eines Ofens eine Temperatur in der Gegend  von etwa 1000 C vorliegt, z. B.     infolge    der Wärme  strahlung eines in der Nachbarschaft befindlichen  Ofens oder durch Wärmeübertragung von noch heiss  gebliebenen anderen Ofenteilen.

   In solchen Fällen  kann eine Zerstörung der     Zusammenstellung    bereits  nach kurzer Zeit eintreten oder durch die einsetzende       Hydratation    zumindest die Haltbarkeit des.     Ofenfutters     sehr wesentlich herabgesetzt werden.  



  Es ist bereits bekannt, zur Beseitigung dieser  Nachteile die gebrannten basischen Steine oder Mas  sen der     Einwirkung    von Lösungen von     Salzen    zu un  terwerfen, die mit     Magnesiumoxyd    unter Erhärtung  reagieren,- also mit dem nach dem Brennen der Steine  oder Massen noch vorhandenen reaktionsfähigen       Magnesiumoxyd    eine Art     Sorelzement    bilden.     Als     solche Salze sind z.

   B.     Magnesiumsalze,    wie     Magne-          siumsulfat    und     -chlorid,    Zinksulfat, Zinkchlorid,       Mangansulfat,        Ferrosulfat,        Ferroammoniumsulfat,     Alaun und     Chromsulfat    vorgeschlagen worden. An  Stelle der     Salze    können auch anorganische Säuren,  wie Schwefelsäure, verwendet werden, die durch Um  setzung mit     Magnesiumoxyd        Magnesiumsalze    zu bil  den vermögen.

   Es ist ferner bekannt, zur Herstellung  von     hydratationsbeständigen,        magnesiahaltigen    Stei  nen und Massen diese in gebranntem Zustand     zweck-          mässig    nach vorhergehender Evakuierung, in Gegen  wart von Wasser der Einwirkung von Kohlensäure  und/oder anderen sauren Gasen, wie z. B. Schwefel  dioxyd oder     -trioxyd    oder Chlorwasserstoff, vorzugs  weise unter Druck, zu unterwerfen.      Auf die angeführte Weise behandelte Steine zei  gen jedoch häufig     Ausblühungen,    die zu vermeiden  bisher nicht gelungen ist.

   Diese     Ausblühungen    haben  zwar keineswegs eine Verschlechterung der Qualität  der Erzeugnisse zur Folge, verleihen diesen aber ein  unschönes Aussehen.  



  Es wurde nun gefunden, dass gebrannte, basische  Steine und Massen auf der Grundlage von Magnesia,  wie z. B. Mischungen von Magnesia     mit    Chromerz,  und insbesondere     Magnesitsteine,    unter Vermeidung  dieses Nachteils gegen     Hydratation    beständig gemacht  werden können, wenn sie nach dem Brennen mit  einer eine ein- oder mehrbasische, organische Säure  oder ein Salz einer solchen enthaltenden Lösung be  handelt, z. B. getränkt, besprüht oder bespritzt und  dann getrocknet werden.

   Sehr gute Ergebnisse wer  den mit     Ligninsulfosäuren,    vorzugsweise in Form  einer wässrigen Lösung von getrockneter     Sulfitzellu-          loseablauge    von etwa 50     Be,    erhalten.

       Magnesitsteine,     die in einer solchen verdünnten Lösung von     Sulfit-          zelluloseablauge    getränkt und dann bei Temperatu  ren von etwa     100o    C mit warmer Frischluft getrock  net werden, besitzen ein tadelloses Aussehen, zeigen  keinerlei     Ausblühungen    und sind bis zu Tempera  turen von etwa 4000 C     hydratationsbeständig.    Gut  bewährt hat sich eine wässerige Lösung von getrock  neter     Sulfitzelluloseablauge,    deren     pH-Wert    etwa 4,4  beträgt und die im wesentlichen aus sauren     Salzen          (Kalziumsalzen)

      von     Ligninsulfosäure    bestehen dürfte.  



  Die Konzentration der Lösung von     Sulfitzellulose-          ablauge    kann auch etwas über den oben angegebenen  Wert erhöht werden, ohne dass dadurch die Ergeb  nisse verschlechtert werden. Ein Zusatz von geringen  Mengen von anderen Stoffen zu der Lösung von       Sulfitzelluloseablauge,    wie z. B.     Magnesiumchlorid     oder Salzsäure, ergibt jedoch meist     Ausblühungen     bei den behandelten Erzeugnissen. Hingegen ist es  aber möglich, ganz allgemein bei Verwendung von  anorganischen     Salzen,    z.

   B. von     Magnesiumsulfat,     sehr häufig auftretende     Ausblühungen    mit organi  schen Säuren auf ein unbedeutendes Ausmass zu  rückzudrängen. Besonders geeignet ist dazu     Tür-          kischrotöl        (Ricinusrotöl,        Sulforicinat).            Ähnliche    Ergebnisse wie mit einer Lösung von       Sulfitzelluloseablauge    von etwa     5,)        B6    werden durch  Tauchen in bzw.

   Besprühen oder Bespritzen mit  wasserfreier     Oxalsäure    (in Wasser 1 : 4 gelöst), Wein  säure (in Wasser 1:6 gelöst), Ameisensäure (in  Wasser 1 :4 gelöst) und     Benzolsulfosäurelösungen     erhalten.  



  Zur besseren Einwirkung der erfindungsgemäss  verwendeten Lösungen können die Steine und Massen  vor der     Behandlung    mit diesen der Einwirkung eines  Vakuums unterworfen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von hydratationsbe- ständigen, feuerfesten, gebrannten Steinen und Mas sen unter Verwendung von Magnesia, dadurch ge kennzeichnet, dass die Steine und Massen nach dem Brennen mit einer eine organische Säure oder ein Salz einer solchen enthaltenden Lösung behandelt und dann getrocknet werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als organische Säuren Ligninsulfo- säuren verwendet werden. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge- kenzeichnet, dass die Ligninsulfosäuren in Form einer wässrigen Lösung von getrockneter Sulfitzellu- loseablauge von etwa 5o Be verwendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Lösung von Ameisensäure verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Lösung von Oxalsäure ver wendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Lösung von Weinsäure ver wendet wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Behandlung der Steine und Massen nach vorhergehender Evakuierung erfolgt.
CH353300D 1956-02-10 1957-01-28 Verfahren zur Herstellung von hydratationsbeständigen, feuerfesten, gebrannten Steinen und Massen auf der Grundlage von Magnesia CH353300A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7748331B2 (en) 2001-02-28 2010-07-06 Arysta Lifescience North America Llc Subsurface soil injection method

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