CH353611A - Verfahren zur Herstellung von feuchte Fruchteinlagen enthaltenden Pralinen und Anlage zur Ausübung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von feuchte Fruchteinlagen enthaltenden Pralinen und Anlage zur Ausübung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von feuchte Fruchteinlagen enthaltenden Pralinen und Anlage zur Ausübung des Verfahrens Die bekannten industriellen oder auch, handwerk lich ausoeübten, Verfahren zur Herstellung von feuchte Fruchteinlagen, z. B. weinbrandgetränkte Kirschen, enthaltenden Pralinen, bei denen nach dem Einlegen der Fruchtstücke in die offenen Schokoladehohlkör- per der verbleibende Hohlraum durch Creme- oder Flüssigkeitszugabe aufgefüllt wird und anschliessend die Schokoladehohlkörper mit Schokolade abgedeckt werden,
leiden einerseits unter der Tropffeuchtigkeit und anderseits auch unter der starken Klebrigkeit der getränkten Früchte oder Fruchtstücke. Wenn nämlich beim Einlegen der feuchten Fruchtstücke. in die Schokoladehohlkörper ein Flüssigkeitstropfen auf deren Rand fällt, können schwerlich beim Abdecken mit Schokolade hinterher die vom Handel geforderten Dichtigkeitsforderungen des gefüllten Hohlkörpers erfüllt werden-. Die Klebrigkeit des feuchten Frucht stückes an sich erschwert ausserdem das genaue Ein legen, ganz unabhängig davon, ob dieser Vorgang von Hand oder durch irgendeine der bekannten maschi nellen Vorrichtungen erfolgt. Von Hand kann man ausserdem nur langsam einlegen.
Die mechanischen Einlegevorrichtungen müssen in ihrer Konstruktion besondere Rücksicht auf die etwaige Klebneigung der zu behandelnden Fruchtstücke an den Elementender Vorrichtungen nehmen. Dadurch wird ein störungs freier Betrieb zum mindesten erschwert oder mit teueren Investitionen erkauft.
Gemäss der Erfindung sollen nun die Herstellungs bedingungen für derartige, mit feuchten Fruchteinla gen gefüllte Pralinen, z. B. für Weinbrandkirschen, auf allereinfachste Weise dadurch verbessert werden, dass man die Fruchteinlagen bis zur Kleb- und Tropf freiheit vor dem Einlegen in die offenen Schokolade- hohlkörper tiefgefriert und sie dann nach dem Ein legen,<B>jedoch</B> vor dem Aufbringen der Schokolade- deckelmass-e durch WärmezufuhT von aussen wieder auftaut.
Durch das Tiefgefrieren vor dem Einlegen können die Fruchteinlagen beim Einlegen weder Tropfen verlieren, noch aneinandier kleben. Die Wärmezufuhr zum Wiederauftauen kann durch Warm- luftbespülung der tiefgefrorenen Einlagenkörper oder auch durch angewärmte Nachfüllmasse oder Nach- füllflüssigkeit erfolgen, mit der die im Schokolade- hohlkörper um die Fruchteinlage, herum verbleiben den Hohlräume bis an dessen Rand wie bei dem übli chen. Verfahren aufgefüllt werden.
Es besteht selbst verständlich auch die Möglichkeit, beide Massnahmen nacheinander fur die Anwärmung der Frucht-einlage zum Auftauen vorzunehmen, ehe die Schokoladedek- kelmasse aufgebracht wird.
Sobald die Früchte durch das Beblasen mit Warm luft<B>-</B> den gleichen Erfolg erreicht man auch durch einen entsprechend langen Aufenthalt in Raumtem peratur<B>-</B> etwas plastisch geworden sind, werden sie zweckmässig durch elastisch geführte Stempel gegen den Boden ihrer Schokoladehohl, körper angedrückt, damit später beim Füllen des Schokoladehohlkörpers keine Hohlräume entstehen.
INe nachstehende Beschreibung erläutert das Ver fahren nach der Erfindung am Beispiel. der Herstel lung von Wein#brandkirschen,. Die Zeichnung zeigt eine<B>-</B>zur Durchführung dieses Verfahrens geeignete Anlage. Dabei ist Fig. <B>1</B> eine schematische Darstellung der Anlage im Längsschnitt und Fig. 2 ein vergrösserter senkrechter Schnitt durch die Einlegvorrichtun#g.
Laut Fig. <B>1</B> werden die dem Fass entnommenen und mit Weinbrand angereicherten Kirschen,<B>1</B> mit einem endlosen Förderband 2 in eine Tiefkühlanlage<B>3</B> ein geführt. Die Tiefkühlanlage<B>3</B> kann in bekannter Art aus einem Kühlschrank mit einer Kältemaschine be stehen. In der Tiefküh#lanlage sind weitere endlose Förderbänder 4 und<B>5</B> so angeordnet und betrieben, dass die Kirschen<B>1</B> immer vom oberen Band auf das untere Band überführt und damit auf einem längeren Weg kontinuierlich durch die Kühlanlage geführt wer den.
Das letzte endlose Förderband<B>5</B> führt die Kir schen<B>1</B> in den Fülltrichter<B>6</B> einer mechanischen Auf- "abevorrichtung. a Die mechanische Aufgabevorrich - tung kann in an sich bekannter Art aus einer schritt weise rotierenden Trommel<B>7</B> mit gleichmässig über den Umfang und längs der Breite verteilten Ausneh- mungen <B>8</B> bestehen.
Die Ausnehrnungen <B>8</B> sollen so c,ross sein, dass sie jeweils nur eine Kirsche aufnehmen. Ein gleiähläufig zur Trommel<B>7</B> rotierendes Aufgabe- rad <B>9</B> sorgt ausserdem dafür, dass mit Sicherheit nur eine Kirsche in eine Ausnehmung kommt.
Die Seiten- und Umfangsabstände der Ausnehmungen <B>8</B> auf der Trommel<B>7</B> entsprechen den, Seiten und Längsabstän den der zu füllenden Schokoladehohlkörper. Die Trommel<B>7</B> führt bei ihrer Drehung nach links die Kirschen nach unten, wobei sie an der tiefsten Stelle in Fülltrichter<B>10</B> fallen, aus denen sie in die einzelnen Schokoladehohlkörper <B>11</B> der darunter auf dem För derband<B>15</B> schrittweise nach links vorgeschobenen Formen 12 gleiten.
Damit die Kirschen<B>1</B> während der Überführung von der höchsten zur tiefsten Stelle der Trommel nicht aus den Ausnehmungen <B>8</B> heraus fallen können, ist der Trommelumfang zwischen die sen beiden Punkten durch ein Mitläuferband <B>13</B> ab gedeckt, das im Arbeitstakt der Trommel<B>7</B> mitläuft. Anstelle des Mitläuferbandes <B>13</B> kann man auch ein feststehendes Abdeckblech vorsehen.
Damit die Kirschen<B>1</B> an der tiefsten Stelle auch mit Sicherheit die Ausnehmungen <B>8</B> verlassen, kann innerhalb der Trommel<B>7</B> eine Reihe von Stempeln 14 hintereinander vorgesehen sein, die intermittierend in Pfeilrichtuno, gemeinsam nach unten geführt werden, dabei durch<B>je</B> eine in jeder Ausnehmung vorgesehene Bohrung 8a (Fig. 2) in die Ausnehmungen eindringen und die Kirschen<B>1</B> aus den Ausnehmungen in die Fülltrichter<B>10</B> stossen.
Die einzelnen Formen 12 werden auf dem För derband<B>15</B> aus einer Kühlanlage<B>16</B> unter der Auf- Z, ,aabetrommel <B>7</B> hindurchgeführt und wandern nach der Fülluna mit den Kirschen in Pfeilrichtung unter die Andrückvorrichtung 20. Die Andrückvorrichtung 20 besteht aus einer Stempelplatte,<B>17</B> mit mindestens einer Reihe von nebeneinanderliegenden Stempeln<B>18,</B> die durch einen weiteren Stempel<B>19</B> federnd nach unten in die Schokoladehohlkörper <B>11</B> eingeführt wer- den und dabei die Kirschen gegen den Boden dersel ben andrücken.
Die Bewegung der Stempel<B>18</B> ist mit dem Vorschub der Formen 12 auf dürn Band<B>15</B> takt mässig abgestimmt. Hinter der Andrückvorrichtung 20 werden die Schokoladehohilkörper <B>11</B> in den Formen 12 dann in bekannter Art mit Füllflüssigkeit oder Creme gefüllt und schliesslich in einer nicht dargestell ten Giessmaschine in bekannter Weise mit einem Dek- kel versehen.
Vor dem Passieren der Andrückvorrich- tung 20 werden die Schokoladthohlkörper <B>11</B> in den Formen 12 bereits mit Warmluft beblasen, um den Kirschen einen Teil der Kälte zu entziehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE <B>1.</B> Verfahren zur Herstellung von feuchte Frucht einlagen, z. B. weinbrandgetränkte Kirschen, enthal tenden Pralinen, bei dem nach dem Einlegen der Fruchtstücke in die offenen Schokoladehohlkörper der verbleibende Hohlraum durch Creme- oder Flüs sigkeitszugabe aufgefüllt wird und anschliessend die Schokoladehohlkörper mit Schokolade abgedeckt wer den,gekennzeichnet durch Tiefgefrieren der Frucht- einla-en bis zur Kleb- und Tropffreiheit vor dem Ein legen und nachträgliches Wiederauftauen derselben in den Schokoladehohlkörpern durch Wärmezufuhr von aussen vor dem Aufbringen der Schokoladedeckel- masse. <B>Il.</B> Anlage zur Ausübung des Verfahrens nach Pat,entanspruch I, mit einer selbsttätigen, über einer Förd#erbahn für die noch offenen Schokoladehohlkör- per angeordneten Zuteil- und Einlegevorrichtung für die Fruchtstücke,gekennzeichnet durch eine dem Aufgabetrichter <B>(6)</B> der Einlegevorrichtung<B>(7)</B> vor geschaltete Tiefgefrierkammer <B>(3)</B> und eine der Ein legevorrichtung nachgeschaltete, über der Förderbahn <B>(15)</B> angeordnete Vorrichtung (20) zum Andrücken der Fruchteinlagen auf den Boden, der Schokolade- hohlkörper. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentans.pruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Wärme zum Wiederauftauen durch Beblasen mit Warmluft zugeführt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die Wärme zum Wiederauftauen durch angewärmte Nachfüllmasse oder Flüssigkeit zu geführt wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fruchteinlagen an den, Boden der Schokoladehohlkörper angedrückt werden, wenn sie durch Auftauen wieder plastisch geworden sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE353611X | 1956-11-12 |
Publications (1)
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| CH353611A true CH353611A (de) | 1961-04-15 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH353611D CH353611A (de) | 1956-11-12 | 1957-11-04 | Verfahren zur Herstellung von feuchte Fruchteinlagen enthaltenden Pralinen und Anlage zur Ausübung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH353611A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19817613A1 (de) * | 1998-04-21 | 1999-11-04 | Bindler Maschf Gebr Gmbh Co Kg | Vorrichtung zum Einlegen und/oder Nachlegen von Einlegegut |
-
1957
- 1957-11-04 CH CH353611D patent/CH353611A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19817613A1 (de) * | 1998-04-21 | 1999-11-04 | Bindler Maschf Gebr Gmbh Co Kg | Vorrichtung zum Einlegen und/oder Nachlegen von Einlegegut |
| DE19817613C2 (de) * | 1998-04-21 | 2000-06-21 | Bindler Maschf Gebr Gmbh Co Kg | Vorrichtung zum Einlegen und/oder Nachlegen von Einlegegut |
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