CH353695A - Verfahren zur Vorreinigung bzw. Reinigung von getrübten Wässern - Google Patents

Verfahren zur Vorreinigung bzw. Reinigung von getrübten Wässern

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CH353695A
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Gummels Hermann
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Passavant Werke
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/5263Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities using natural chemical compounds

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Description


  Verfahren zur     Vorreinigung    bzw. Reinigung von getrübten Wässern    Zur Reinigung von     Oberflächenwasser,        Fluss-          wasser    und dergleichen benutzt man u. a. Kiesfilter,  die derart bemessen sind, dass normal anfallende  Wassermengen genügend gereinigt werden und die  Filter eine genügende Laufzeit haben. In Zeiten der  Schneeschmelze oder bei starken Regenfällen ist je  doch die Trübung (Lehmtrübung) so stark, dass     die     Filter eine nur sehr kurze Laufzeit haben und die  Reinigung unbefriedigend ist.

   Man könnte daran  denken, durch Zusatz von Aluminiumsulfat und Kalk  eine Fällung     hervorzurufen,    die die Lehmtrübung so  weit entfernt, dass die Filter wieder ihre normale  Laufzeit bekommen, müsste dann aber den Filtern  einen     Absetzvorgang    in     Absetzbecken    für die     Ab-          schneidung    der Flocken vorschalten.

   Da dies sehr  kostspielig ist, hätte der Gedanke einer     Absiebung     der Flocken mittels     Feinstsiebmaschinen    (Trommel  siebmaschinen,     Bandsiebmaschinen),    wie sie neuer  dings in der Abwassertechnik und Betriebswasser  technik zur     Abscheidung    auch feiner Stoffe aus dem  Wasser     bzw.    Betriebswasser zur Anwendung gelan  gen, etwas für sich, denn diese verlangen nur einen  Teil von Anlage- und Betriebskosten und Raum  gegenüber     Absetzanlagen.    Versuche haben jedoch  gezeigt, dass dies nur sehr schwer möglich ist,

   weil  entweder bei zu engen Sieben die Wasserleistung  zu gering ist oder bei gröberen Sieben zuviel     Flok-          ken    durch das Sieb gehen. Die Flocken gehen selbst  durch ein Sieb mit     Maschenweiten    von 5     1,        hindurch.     Sie sind hinter dem Sieb auf der     Reinwasserseite     wieder zu finden. Alle Versuche, eine Änderung die  ser Erscheinung herbeizuführen, sind     fehlgeschlagen.     



  Nachdem vom Erfinder erkannt wurde, dass die  Ursache des Durchganges durch die Siebe auf die  mangelnde innere Festigkeit und die leichte     Zerteil-          barkeit    der Flocken zurückzuführen ist,     wurden     nach missglückten Versuchen zur Flockenstabilisie-         rung    mittels z. B. elektrischen Stromes in Derivaten  der     Cellulose,    wie     Celluloseäther    und     Celluloseester,     Mittel gefunden, um Flocken, die mittels     bekannter          Fällmittel    erzeugt werden, zu verfestigen, so dass sie  nicht mehr durch das Sieb hindurchgehen.

   Zusätze  von     Methylcellulosen    und     Celluloseglykolaten    oder       Carboxymethylcellulosen,    oder     Oxyäthyl-Methylcellu-          losen,        Natrium-Carboxymethylcellulosen    ( =     Na-          Salze    der     Celluloseglykolsäure),    ungereinigte     Na-          trium-Carboxymethylcellulosen,    einzeln oder in Mi  schungen, zum     Flockungsmittel    bzw..

   ausgeflockten  Wasser, geben so feste und     voluminöse,    viel  Schmutzteilchen aufnehmende Flocken, dass man mit  gröberen Sieben auskommen kann. Der Wasser  durchsatz kann daher vergrössert und die Abmessung  der Maschine kleiner gehalten werden.  



  Allgemein kann man daher den Zusatz von     Cel-          lulosederivaten    in     Verbindung    mit     Flockungsmitteln     zu Wasser, z. B. Abwasser, dort anwenden, wo man  auf voluminöse und feste Flocken Wert legt, die man  mechanisch abscheiden will.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Vorreinigung bzw. Reinigung von getrübten Wässern mittels Siebmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass den mit Flockungsmitteln be handelten bzw. zu behandelnden Wässern Cellulose- derivate zur Verfestigung der Flocken beigegeben werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass den Wässern Celluloseester bei gegeben werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass' den Wässern Celluloseäther bei gegeben werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass den Wässern Methylcellulosen beigegeben werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass den Wässern Celluloseglykolate beigegeben werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass den Wässern Carboxymethylcellu- losen beigegeben werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass den Wässern Methylcellulosen und Celluloseglykolate beigegeben werden. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass den Wässern Methylcellulosen und Carboxymethylcellulosen beigegeben werden.
CH353695D 1956-05-05 1957-04-30 Verfahren zur Vorreinigung bzw. Reinigung von getrübten Wässern CH353695A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2601941A1 (fr) * 1986-07-24 1988-01-29 Realisations Tech Indles Produit et procede pour le traitement et l'epuration des eaux industrielles contenant des cations
EP0559371A1 (de) * 1992-03-03 1993-09-08 The Dow Chemical Company Verfahren zur Verminderung der Konzentration von flüssigem Harz in einer wässerigen Zusammensetzung

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FR2601941A1 (fr) * 1986-07-24 1988-01-29 Realisations Tech Indles Produit et procede pour le traitement et l'epuration des eaux industrielles contenant des cations
EP0559371A1 (de) * 1992-03-03 1993-09-08 The Dow Chemical Company Verfahren zur Verminderung der Konzentration von flüssigem Harz in einer wässerigen Zusammensetzung
US5332768A (en) * 1992-03-03 1994-07-26 The Dow Chemical Company Method of reducing the concentration of a liquid resin in an aqueous composition

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