CH353760A - Schaltung für Drehstromantriebe an Weichen, Schranken, Fahrsperren, Gleissperren oder dergleichen - Google Patents
Schaltung für Drehstromantriebe an Weichen, Schranken, Fahrsperren, Gleissperren oder dergleichenInfo
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Description
Schaltung für Drehstromantriebe an Weichen, Schranken, Fahrsperren, Gleissperren oder dergleichen Die Einschränkung des Aderaufwandes hat bei Drehstromantrieben für Weichen, Schranken, Fahr sperren, Gleissperren oder dergleichen zu vieradrigen Schaltungen geführt, bei denen der Anlauf entweder nach Fig.1 mit zweiphasiger Erregung der drei Motorfeldwicklungen 61, 62 und 63 beispielsweise mit einer Phasenspannung T/O und einer verketteten Phasenspannung R/S, oder nach Fig. 2 mit dreiphasig unsymmetrischer Erregung infolge eines Reaktanz gliedes X1 bzw. X2 vor einer der drei Motorfeld wicklungen erfolgt. In beiden Fällen ist der Motor in der Laufstellung, das heisst während der Umstel lung dreiphasig symmetrisch erregt.
Ein Nachteil dieser Schaltungen ist, dass sich Leitungsberührungen, durch welche der die jeweilige Endlage kennzeich nende Antriebsendlage-Überwachungskontakt kurz geschlossen ist, nicht sofort, sondern erst bei der nächsten Betriebshandlung, das heisst also beim nächsten Umstellen des Antriebes, bemerkbar machen.
Bei der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Schaltung für Drehstromantriebe an Wei chen, Schranken, Fahrsperren, Gleissperren oder der gleichen, bei denen der Motor dreiphasig unsymme trisch erregt an- und dreiphasig symmetrisch erregt umläuft, lässt sich dieser Nachteil dadurch vermeiden, dass ein Richtleiter vorgesehen ist, der im Anlauf zustand in einem der drei von den drei Phasen leitern des Stellnetzes über die Wicklungen des Antriebsmotors verlaufenden Stromzweige eingeschal- tet ist.
In den überwachten Endlagen kann der Richt- leiter jeweils in einen mit Wechselstrom gespeisten Überwachungsstromkreis einbezogen und in Reihe mit einem Überwacher geschaltet werden, dem zweckmässig ein parallel geschalteter Kondensator zugeordnet ist. In den ordnungsgemässen Endlagen wirkt also bei dieser Ausführungsform der Schaltung durch den Richtleiter nur eine Halbwelle als inter mittierender Gleichstrom auf den Überwacher ein, der durch den Kondensator in den Wirkpausen des Überwachungsstromes erregt bleibt.
Wird der Antrieb jedoch aufgefahren oder werden ein in Wirkstellung befindlicher Antriebsüberwachungskontakt und der Richtleiter im Antrieb beispielsweise durch eine Lei tungsberührung überbrückt, so zeigt der Überwacher mit Ankerabfallen diese Störung an. Von besonderem Vorteil ist, dass bei Anordnung dieses Richtleiters im Antrieb die Anzahl der je Antrieb erforderlichen Kabeladern auf drei beschränkt werden kann.
An Hand der Fig. 3 sei ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Form einer Schaltung für den Antrieb einer Weiche erläutert. Die Zeich nung zeigt die Plusstellung der Weiche. Der über wacher 20 zeigt die übereinstimmende Lage des beispielsweise als Kipprelais ausgebildeten Stellers 50 und des Weichenantriebes an. Die Stellrelais kontakte 51, 52 und die Antriebsüberwachungskon takte 71, 73 kennzeichnen die Plusstellung. Der Überwacher 20 ist also im Stromkreis R'-SÜ-42-02-62-61-73-77-71-01-51-35-41-11-20-31-0 erregt. Von dem der Stromquelle R', 0 .entnommenen Wechselstrom kommt durch den Richtleiter 77 im An trieb nur eine Halbwelle als intermittierender Gleich strom am Überwacher 20 zur Wirkung.
Der Kondensa tor 22 versorgt hierbei in jeder Einwirkpause den Über- wacher 20. Würde in diesem Zustande .eine Berüh rung zwischen den Kabeladern<B>01,</B> 02 auftreten, so wirkt der Kondensator 22 praktisch als Kurzschluss- brücke für den Überwacher 20, da durch den Aus fall des Richtleiters 77 nur noch eine reine Wechsel- Spannung zur Wirkung kommt. Der Überwacher 20 zeigt also diese Störung im Gegensatz zu den jetzt üblichen Weichenschaltungen sofort an.
Da der Effek tivbetrag des im gestörten Überwachungsstromkreise wirkenden Stromes grösser ist als in der Ordnungs lage, so kann man als zusätzliches Störungskenn zeichen noch die Sicherung SU des Überwachungs stromkreises so bemessen, dass sie durch den grösse ren Strom zerstört wird.
Parallel zum Überwacher 20 ist über die Kabel ader 03 noch der Hilfsüberwacher 10 angeordnet, der die Betriebsbereitschaft der Kabelader 03 über prüft und zweckmässig einen Kontakt 11 im Strom kreis des Überwachers 20 besitzt.
Soll die Weiche durch Einzeltasten- oder Fahr strassentasten-Bedienung bzw. durch einen Zug oder ein Fernsteuerkommando umgestellt werden, so
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und nach dem durch den Anlauf vollzogenen Wech sel der Antriebskontakte 71, 73, 75, das heisst in der
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erregt. Solange während der Laufstellung Stellstrom auf den Weichenantrieb einwirkt, wird über den Relaistransformator 33 und den Vollweggleichrichter 36 der Laufstellungsmelder 30 durch einen vom Phasenleiter R kommenden Teil des Phasenstromes parallel zu einem Teil des Widerstandes 35 erregt. Der Stellmelderkontakt 32 hält den Spannungs wechsler 40 nach dem Öffnen des Kontaktes 101 angeschaltet.
Die Primärwicklung des Transforma tors 33 ist mit dem Richtleiter 34 in Reihe geschal tet, so dass beim Erreichen der Minusstellung nach dem Wechsel der Antriebskontakte 72, 74, 76 eine R'-SÜ-42-02-62-61-75-01-54-43-10-0 spricht der Hilfsüberwacher 10 an, der auch seine Kontakte 11, 12 wieder in die dargestellte Lage R'-Sü-42-02-62-63-74-77-72-03-53-35-41-11-20-31-0 erregt ist.
Die Rückstellung des Antriebes in die Plusstellung verläuft entsprechend.
Wird die Weiche aus der mit der Zeichnung dargestellten Plusstellung aufgefahren, so wird der Richtleiter 77 durch Öffnen der Antriebskontakte 71, 73 abgeschaltet und die Feldwicklung 61 über den Antriebskontakt 75 mit der Kabelader 01 verbunden. Da dadurch nicht mehr intermittierender Gleichstrom, sondern Wechselstrom auf den Überwacher 20 ein wirkt, so tritt die gleiche Wirkung wie bei der ge schilderten Leitungsberührung zwischen den Kabel- schliessen die Kontakte 101, 102, wenn keine Aus schlussbedingungen an den Kontakten 100 durch irgendwelche Fahrstrassenabhängigkeiten (oder z. B. auch durch ein etwa vorher zustandegekommenes Auffahren) bestehen. Es spricht also über die Kon takte 100 und 101 der Spannungswechsler 40 an, der seine Kontakte 41 bis 47 wechselt.
Hierbei werden der Hilfsüberwacher 10 und der Überwacher 20 durch die Kontakte 41, 42, 43 abgeschaltet. Der Ankerabfall beider Relais wird durch die Kontakte 12, 21 im Stromkreis des Stellers 50 überprüft, der nunmehr über 100-102-12-21-47-50 erregt wird und seine Kontakte 51 bis 54 wechselt. Dadurch ist der Motor 61, 62, 63 dreiphasig unsym metrisch im Stromkreis sogenannten Laufstellung dreiphasig symmetrisch im Stromkreise Abschaltung des Laufstellungamelders 30 erfolgt, da die Richtleiter 34 und 77 zueinander gegensinnig an geordnet sind. Mit dem Stromloswerden des Lauf stellungsmelders 30 wechseln auch wieder dessen Kontakte 31, 32 in die auf der Zeichnung dar gestellte Lage.
Der Kontakt 32 schaltet den Span nungswechsler 40 wieder ab, der seine Kontakte 41 bis 47 in die dargestellte Lage bringt, so dass die drei Phasenleiter R, S, T wieder abgeschaltet und die Überwachungsstromquelle R', 0 wieder angeschaltet ist. Im Stromkreise bringt, so dass auch der Überwacher 20 im Minus überwachungsstromkreis adern<B>01,</B> 02 ein. Hierbei spricht auch der Lauf stellungsmelder 30 an, da eine Halbwelle des Wech selstromes über den Richtleiter 34 den Primärteil des Transformators 33 entsprechend beeinflusst. Der Laufstellungsmelder 30 kann hierbei zur zusätzlichen Abschaltung des Überwachers 20 benutzt werden (Kontakt 31).
Wenn bei der praktischen Anwendung der Erfin dung Antriebsbauformen zu berücksichtigen sind, bei denen nur<B>je</B> ein Plus- bzw. Minusüberwachungskon- takt verfügbar ist, so müssen die in der Zeichnung punktiert dargestellten zwei Richtleiter 771, 772 in den Antrieb eingebaut und auf den Richtleiter 77 verzichtet werden.
Statt der gezeigten Sternschaltung kann für den Motor analog auch eine Dreieckschaltung zur An wendung gebracht werden.
Ferner ist es möglich, Richtleiter nach der Erfin dung auch bei Drehstromschaltungen mit vier oder mehr Kabeladern zu verwenden. Beispielsweise kann in der Schaltung nach Fig. 1 durch die gestrichelt gezeichneten Richtleiter ein Anlauf mit dreiphasig unsymmetrischer Erregung erreicht werden. In der Schaltung nach Fig. 2 können die Reaktanzbrücken <I>X 1</I> und<I>X2</I> durch Richtleiter ersetzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schaltung für Drehstromantriebe an Weichen, Schranken, Fahrsperren, Gleissperren oder derglei chen, bei denen der Motor dreiphasig unsymmetrisch erregt an- und dreiphasig symmetrisch erregt um läuft, dadurch gekennzeichnet, dass ein Richtleiter vorgesehen ist, der im Anlaufzustand in einem der drei von den drei Phasenleitern (R, S, T) des Stell netzes über die Wicklungen des Antriebsmotors (61, 62, 63) verlaufenden Stromzweige eingeschaltet ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Schaltung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Richtleiter (77) im Antrieb an geordnet, mit Antriebsendlage-Überwachungskontak ten (71, 73, 72, 74) in Serie geschaltet und in einen wechselstromgespeisten Endlage-Überwachungsstrom- kreis einbezogen ist, in dem ein Überwacher (20) mit parallel geschaltetem Kondensator (22) bei den ordnungsgemässen Endlagen des Antriebes mit inter mittierendem Gleichstrom gespeist wird. 2. Schaltung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Richtleiter (77) und die mit ihm in Serie geschalteten Antriebsendlage-Über wachungskontakte (71, 73, 72, 74) den für die ein phasige Abschaltung des Motors (61, 62, 63) be nutzten Antriebskontakten (75, 76) parallel geschal tet sind. 3.Schaltung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Effektivbetrag des auf den Überwacher (20) wirkenden intermittierenden Gleich stromes kleiner als der Effektivbetrag des. beim Auf fahren der Weiche und beim Kurzschliessen des im Antrieb angeordneten Richtleiters (77) infolge Ader berührung auftretenden Wechselstromes ist. 4.Schaltung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden je nach Endlage über einen Richtleiter (77) anschaltbaren Feldwicklungen (61, 63) an zwei Kabeladern (O1, 03) angeschlossen sind, deren Anschluss an zwei Phasenleiter (R, T) des Stellnetzes (R, S, T) für den Laufrichtungswechsel durch Relaiskontakte (51, 52, 53, 54) gewechselt werden kann. 5.Schaltung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass von den für den Wechsel eines der Phasenleiter (R) angeordneten Stellrelaiskontak ten (51, 53) über einen weiteren Richtleiter (34) ein Laufstellungsmelder (30) gesteuert wird, welcher nur auf die von dem im Antrieb (61 bis 63 und 71 bis 76) angeordneten Richtleiter (77) nicht sperr baren Wechselstrom-Halbwellen anspricht. 6. Schaltung nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Anschaltung des Lauf stellungsmelders (30) ein Transformator (33) ange ordnet ist, dessen Primärwicklung mit dem für die Steuerung des Laufstellungsmelders (30) angeord neten Richtleiters (34) in Reihe geschaltet ist. 7.Schaltung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass für den Durchlass der von dem für die Steuerung des Laufstellungsmelders (30) an geordneten Richtleiters (34) gesperrten Wechsel strom-Halbwellen ein zusätzlicher Widerstand (35) vorgesehen ist, der als Spannungsteiler auf den Pri märkreis des dem Laufstellungsmelder (30) zugeord neten Transformators (33) einwirkt. B. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass für den Anschluss des Antriebes (61 bis 63 und 71 bis 77) an die für seine Steuerung und Überwachung vorgesehene Stellwerks-Schalt einrichtung nur drei zu den Motorfeldwicklungen führende Kabeladern (O1, 02, 03) angeordnet sind. 9.Schaltung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Überwachung der Betriebs fähigkeit der jeweils nicht für die Endlagenüber- wachung des Antriebes benutzten Kabelader (03, <B>01)</B> ein Hilfsüberwacher (10) angeordnet ist. 10. Schaltung nach den Unteransprüchen 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsüberwacher (10) mit mindestens einem Arbeitskontakt (11) den für die Endlageüberwachung angeordneten über wacher (20) anschaltet. 11. Schaltung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlageüberwacher (20) an eine zu .einem umpolbaren Phasenleiter (R) füh rende Leitung über Relaiskontakte (51, 53) ange schlossen ist. 12.Schaltung nach den Unteransprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlageüber- wacher (20) mit der für den Durchlass des Motor stromes und die Steuerung des Laufstellungsmelders (30) vorgesehenen Schaltmittelkombination (33, 34, 35) in Reihe geschaltet ist. 13. Schaltung nach den Unteransprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufstellungs- melder (30) mit mindestens einem Ruhekontakt den Endlageüberwacher (20) anschaltet. 14.Schaltung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Stromkreis des Überwachers (20) eine Sicherung (Sü) angeordnet ist, welche bei Kurzschliessen des im Antrieb (61 bis 63 und 71 bis 76) angeordneten Richtleiters (77) infolge der dabei auftretenden Stromzunahme anspricht.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1607301A1 (de) * | 2004-06-10 | 2005-12-21 | Alcatel | Verfahren zur Adernschlusserkennung für Weichenantriebe |
-
1956
- 1956-12-10 CH CH353760D patent/CH353760A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1607301A1 (de) * | 2004-06-10 | 2005-12-21 | Alcatel | Verfahren zur Adernschlusserkennung für Weichenantriebe |
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