CH353831A - Verwendung eines Leuchtstoffes zum Beschichten von Lampenhüllen aus Glas - Google Patents

Verwendung eines Leuchtstoffes zum Beschichten von Lampenhüllen aus Glas

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CH353831A
CH353831A CH353831DA CH353831A CH 353831 A CH353831 A CH 353831A CH 353831D A CH353831D A CH 353831DA CH 353831 A CH353831 A CH 353831A
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Carlson Martyny William
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Gen Electric
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent
    • C09K11/02Use of particular materials as binders, particle coatings or suspension media therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)
  • Formation Of Various Coating Films On Cathode Ray Tubes And Lamps (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Description


  Verwendung eines     Leuchtstoffes    zum Beschichten von     Lampenhüllen    aus Glas    Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren     zur    Her  stellung von zum Beschichten von Unterlagen geeig  netem     Leuchtstoff.    Das Verfahren gemäss Hauptpa  tent ist dadurch gekennzeichnet, dass man einen an  organischen Leuchtstoff mit Wasser,     Ammoniumhy-          droxyd    und einem     Mischpolymerisat    aus     Methylvinyl-          äther    und     Maleinsäureanhydrid    mischt und anschlie  ssend die flüssigen Bestandteile entfernt.  



  Das Hauptpatent betrifft ferner die Verwendung  des nach dem erwähnten Verfahren erhaltenen  Leuchtstoffes zur Herstellung von     Leuchtstoffschich-          ten    auf Unterlagen, welche Verwendung dadurch ge  kennzeichnet ist, dass der Leuchtstoff in einer Binde  mittellösung suspendiert und die Suspension auf eine  Unterlage aufgebracht wird.  



  Das vorliegende Zusatzpatent     betrifft    nun  eine besondere     Verwendung    des nach dem Ver  fahren gemäss Hauptpatent hergestellten     Leucht-          stoffes    zum Beschichten von Lampenhüllen aus  Glas.

   Diese Verwendung ist dadurch gekenn  zeichnet, dass der     Leuchtstoff    in einer     Bindemittellö-          sung,    welche Wasser, Ammoniak, ein     Methylvinyl-          äther    -     Maleinsäureanhydrid    -     Mischpolymerisat    und       Carboxypolymethylen    enthält,     suspendiert,    die Sus  pension auf die zu überziehende Glasoberfläche auf  gebracht und der so gebildete Überzug zur Entfer  nung von Wasser und anderen flüchtigen     Stoffen     erwärmt wird.  



       Fluoreszenzlampen    werden gewöhnlich dadurch  beschichtet, dass eine Suspension von fein     verteiltem     Leuchtstoff oder  Phosphor  in     einem        Bindemittel     in das Innere der zu beschichtenden     Hülle    bzw. des  zu beschichtenden Lampengefässes eingebracht wird.  Wenn die Suspension am oberen Ende des Rohres  eingeführt und an der Innenwand     herabfliessen    ge  lassen wird, wird von einer      Abwärtsfliessbeschich-          tung     gesprochen.

   Das gewünschte Ergebnis kann    jedoch auch dadurch erreicht werden, dass die Sus  pension von unten nach oben fliessen gelassen wird,  wobei die Suspension am unteren Ende in das Rohr  eingeführt und am oberen Ende Luft abgesaugt wird.  Nach der Aufbringung der Schicht und, nach der  Abführung der überschüssigen Suspension wird die  Schicht dadurch getrocknet, dass     ein    Strom warmer  Luft durch das Rohr geleitet wird. Abschliessend wird  das Rohr in einer eine Oxydation bewirkenden Atmo  sphäre auf Temperaturen gebracht, welche ausrei  chen, das Bindemittel zu oxydieren.  



  Die Erzeugung     einer    gleichmässigen Oberflä  chenschicht, die frei von Streifen und     Löchern    und  am oberen Ende nicht zu dünn und am unteren  Ende nicht zu dick ist, ist selbst dann relativ schwie  rig, wenn     die        Lampenhülle        einen    symmetrischen  Querschnitt besitzt, also beispielsweise rund ist. Die  auftretenden Schwierigkeiten werden jedoch ent  sprechend grösser, wenn Lampenhüllen beschichtet  werden sollen, welche einen     nicht    symmetrischen       Querschnitt    aufweisen, wie z. B. rohrförmige Lam  penhüllen mit einer länglichen Einbuchtung entlang  einer Seite.

   Die Schwierigkeiten erhöhen sich wei  ter, wenn Lampenhüllen     der    genannten Art beschich  tet werden     sollen,    bei denen die     Einbuchtung    unter  brochen ist und somit mehrere, kurze     Einbuchtungs-          abschnitte    mit zwischen diesen liegenden Stegen auf  weist. Lampen dieser Art     sind    nunmehr auf dem  Markt erschienen und besitzen insbesondere an den  länglichen     Einbuchtungen    eine erhöhte Lichtemis  sion.

      Die     vorliegende    Erfindung soll eine Verbes  serung der Beschichtung von Lampenhüllen aus Glas,  insbesondere von     Lampenhüllen    mit unsymmetri  schem Querschnitt oder einer nicht     durchgehenden          Einbuchtung    an     einer    Seite der Hülle ermöglichen.           Bezüglich    der Herstellung des Leuchtstoffes wird auf  das Hauptpatent verwiesen.  



  Als     Carboxypolymethylen    für die Bindemittel  lösung kann z. B.      Carbopol-934         (eingetr.    Marke)  verwendet werden. Die Beifügung von angenähert  0,1     Gew:1/o        eCarbopol-934 ,    auf das Gewicht des  Phosphors bezogen, hat sich insbesondere zur Ver  meidung von Streifen bei     runden        Fluoreszenzlampen     sehr bewährt.

   Bei der Beschichtung von Lampenhül  len mit einzelnen zurückspringenden     Einbuchtungs-          abschnitten    hat es sich als zweckmässig herausge  stellt, 0,5     Gew.'9/m         Carbopol         beizumischen.     



  Zur Vermeidung von     unbeschichteten    Stellen  empfiehlt es sich weiterhin, dem     Carboxypolymethy-          len    eine geringe Menge eines     Netzmittels    beizufügen.  In der beiliegenden Zeichnung zeigt:

         Fig.    1     eine        gewöhnliche,    runde     Fluoreszenzlam-          penhülle    und       Fig.    2 die Hülle     einer    hochbelastbaren     Fluores-          zenzlampe    mit unterbrochenen     Einbuchtungsab-          schnitten,    welche sich in Längsrichtung an     einer     Seite der Lampe erstrecken.  



  Der nach dem Verfahren des Hauptpatentes her  gestellte und gemahlene Leuchtstoff lässt sich als  lehmartige Masse am Boden des Gefässes, in welchem  der     Leuchtstoff    hergestellt wird, abscheiden. Die  Abtrennung der     überflüssigen        Flüssigkeit    kann auch  durch Zentrifugieren bewerkstelligt werden, wobei  sich die lehmartige     Leuchtstoffmasse    an den Wänden  des     Zentrifugiergefässes    ablagert.  



  Nach der Entfernung der     überflüssigen    Flüssig  keit durch     Abstehenlassen    oder Zentrifugieren kann  dis lehmartige     Leuchtstoffmasse    in dem Bindemittel  suspendiert werden. Wie im Hauptpatent ausgeführt  wurde,     ist    ein längerer     Mahlprozess    der     Wasser-Am-          moniak-PVMj'MA-Mischung    und ein nachfolgendes       Abstehenlassen    oder Zentrifugieren insofern sehr       vorteilhaft,

      als     Verunreinigungen    und     submikrosko-          pische        Partikeln    hierdurch     beseitigt    werden, welche  den Wirkungsgrad der Phosphorschicht herabmin  dern könnten.  



  Für die Herstellung der Suspension werden       zweckmässigerweise    auf 3000     Teils    Leuchtstoff 1000  bis 5000     Teile    Wasser, 2 bis 40 Teile eines     Vinyl-          methyläther-Maleinsäureanhydrid    -     Mischpolymerisa-          tes    (kurz als     PVM/MA    bezeichnet), 2 bis 40 Ge  wichtsteile     Carboxypolymethylen    und eine solche  Menge Ammoniak verwendet, dass die Suspension  einen     pH-Wert    von     mindestens    7 und vorzugsweise       angenähert    10 erhält.

   Die     Ammoniakmenge    sollte       zweckmässigerweis,e    so gewählt werden, dass     Ver-          dampfungsverluste        ausgeglichen    werden können.  



        Carbopol-934     ist     ein        synthetisches,        gel-bilden-          des    Material, das     in    Form eines feinen fliessfähigen  Pulvers     in    Wasser     dispergiert    werden kann und dabei  eine saubere,     niedrigviskose    Lösung bildet. Die       Eigenschaften    dieses Stoffes sind in der Broschüre        Carbopol-934 ,    Service Bulletin GC-20 der     Good-          rich        Chemical        Company,    März 1954, beschrieben.

    Wenn diese Lösung durch Zugabe von Ammoniak         neutralisiert    oder basisch gemacht wird, nimmt ihre  Viskosität erheblich zu.  



  <I>Beispiel</I>  Eine Auftragsmasse zur Beschichtung     einer    run  den     40-Watt-Lampe    gemäss     Fig.    1 ist wie folgt zu-         sammengesetzt:     3000 Gewichtsteile Leuchtstoff  3000 Gewichtsteile Wasser  9     Gewichtsteile        PVMMA     3 Gewichtsteile Ammoniak (konzentriert)  3 Gewichtsteile      Carbopol-934 ..     



  Der     Leuchtstoff    wird als lehmartige Masse in  der aus Wasser,     PVM;MA,    Ammoniak und      Carbo-          pol-934     bestehenden     Bindemittellösung    aufge  schlämmt und die Aufschlämmung während unge  fähr einer halben Stunde gemahlen, bis der     Leucht-          stoff    vollständig suspendiert ist.

   Diese     Leuchtstoff-          Bindemittel-Suspension    wird nun dazu benutzt, die       Fluoreszenz-Lampenhülle    aus Glas gemäss     Fig.    1  mit einem Durchmesser von 38 mm zu überziehen,  indem man die Suspension durch die Hülle durch  laufen und die überschüssige Suspension abfliessen  lässt. Die überzogene Hülle wird damit mit     axial     durch die Röhre strömender     heisser    Luft getrocknet,  bis der gesamte Wasserrückstand entfernt ist; dann  wie die Hülle so lange     erwärmt,    bis alle flüchtigen  Bestandteile der Suspension entfernt sind.  



       Die    beschriebene     Bindemittelsuspension    ermög  licht vor allem die Vermeidung von     Beschichtungs-          fehlern,    welche als      Kord-Streifen     bezeichnet wer  den und häufig bei der bekannten Beschichtung auf  traten. Glaskolben bzw. Glasrohre     sind    meist nicht  völlig rund, sondern weisen an der     Innenfläche    Rin  nen auf. Die bekannten Suspensionen zeigten die  Neigung, in diese Rinnen zu laufen und dabei die  erwähnten      Kord-Streifen     zu bilden.

   Durch den       Zusatz    von      Carbopol-934     in der angegebenen  Menge kann sich das Bindemittel so schnell verfesti  gen, dass diese Streifen nicht mehr auftreten.  



  Das beschriebene     Beschichtungsverfahren    ermög  licht auch die Vermeidung der bei bekannten Verfah  ren auftretenden Fehlstellen an den Halterungen. Bei  der Beschichtung mit abwärts fliessender Suspension  sind gewöhnlich an den Enden der Hülle Halteman  schetten vorgesehen. Diese Manschetten erwärmen  sich bei dem     Trocknen    der Hülle,     strahlen    die Wärme  durch die Hülle ab und neigen somit dazu, die Visko  sität des Bindemittels     herabzusetzen.    Dadurch wird  die     Leuchtstoffschicht    stellenweise dünner, d. h. es  kommt zu Fehlstellen in der fertigen Schicht.

   Die Zu  gabe von      Carbopol-934     ermöglicht es, dass die  Viskosität des Bindemittels von Temperaturänderun  gen nur sehr wenig beeinflusst wird, so dass auch  die durch die Halterungen verursachten     Fehlstellen     vermieden werden.  



  Eine     Bindemittel-Leuchtstoff-Suspension,    die sich  insbesondere für die in     Fig.    2 gezeigten Lampenhül  len eignet, weist z. B. die folgende Zusammensetzung  auf:      3000 Gewichtsteile     Leuchtstoff     3000 Gewichtsteile Wasser  15 Gewichtsteile     PVM/MA     6 Gewichtsteile Ammoniak     (konzentriert)     15 Gewichtsteile      Carbopol-934 .     



  Diese     Leuchtstoff-Bindemittel-Suspension    ist für  Hüllen gemäss     Fig.    2 besonders     geeignet,    weil durch  die höhere Viskosität     Beschichtungsfehler    an den zu  rückspringenden Teilen der Hülle     vermieden        werden     können. Die beschriebene Art der Beschichtung lässt  sich einfach durchführen und eignet sich auch zur  grosstechnischen Beschichtung von Lampenhüllen  mit unsymmetrischem Querschnitt.  



  Bei der beschriebenen Verwendung wasserhal  tiger     Bindemittelsuspensionen    zur Beschichtung kann  es vorkommen, dass in der Schicht punktförmige Stel  len unterschiedlicher     Leuchtstoffdichte    entstehen.  Diese Punkte werden durch     Ölablagerungen    an der  Innenseite der Wände verursacht, wenn vor der Be  schichtung in der Lampenhülle Öl vorhanden war  oder mit der Trockenluft nach der     Beschichtung    in  die Hülle eingeführt wurde. Da in den Lampenfabri  ken immer Maschinen vorhanden sind, welche zur  Schmierung Öl benötigen, ist eine völlige     Ölfreiheit     der Atmosphäre praktisch kaum zu verwirklichen.

    Durch Zugabe einer     geringen    Menge     Netzmittel    zu  der     wässrigen        Leuchtstoff-Bindemittel-Suspension    ist  es     möglich,    kleine Ölmengen ohne weiteres     zu    tole  rieren, ohne dass sichtbare Schäden an den beschich  teten Lampen zu erkennen sind.  



  Als Netzmittel wird vorzugsweise     polyoxyäthy-          liertes        Nonylphenol    verwendet, obwohl auch viele  handelsübliche     Netzmittel    verwendet werden kön  nen. Beimengungen von 0,001     Gew.'o/o    bis 0,01       Gew.        %        Netzmittel,        bezogen        auf        das        Gewicht        des     Leuchtstoffes, sind gewöhnlich     ausreichend,    doch ist  diese Menge nicht kritisch.

   In den obigen Beispielen  der     Leuchtstoff-Bindemittel-Suspensionen    hat sich    eine Beimengung von 0,003     Gew         /o,    bezogen auf  den Leuchtstoff, als ausreichend zur Vermeidung der       Ölpunkte    in der     LeuchtstoffSChicht    erwiesen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verwendung des nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I des Hauptpatentes hergestellten Leuchtstoffes zum Beschichten von Lampenhüllen aus Glas, dadurch gekennzeichnet, dass der Leucht- stoff in einer Bindemittellösung, welche Wasser, Am moniak, ein Methylvinyläther-Maleinsäureanhydrid- Mischpolymerisat und Carboxypolymethylen enthält, suspendiert,
    die Suspension auf die zu überziehende Glasoberfläche aufgebracht und der so gebildete Überzug zur Entfernung von Wasser und anderen flüchtigen Stoffen erwärmt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Herstellung der Suspension ein Netzmittel verwendet wird. 2.
    Verwendung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Herstellung der Suspension auf 3000 Teile Leuchtstoff 1000-5000 Teile Wasser, 2 bis 40 Teile eines Mischpolymerisats aus Vinylmethyl- äther und Maleinsäureanhydrid, 2 bis 40 Teile Carb- oxypolymethylen und eine solche Menge Ammo niak verwendet wird, dass die Suspension einen pH- Wert von mindestens 7 erhält.
    3. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Suspension hergestellt wird, die auf 3000 Teile Leuchtstoff, 3000 Teile Wasser, 15 Teile eines Mischpolymerisats aus Vinylmethyl- äther und Maleinsäureanhydrid, 15 Teile Carboxy- polymethylen und 6 Teile Ammoniak enthält.
CH353831D 1956-12-03 1957-12-02 Verwendung eines Leuchtstoffes zum Beschichten von Lampenhüllen aus Glas CH353831A (de)

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