CH353897A - Verfahren zur Herstellung von wasserdampf- und luftdurchlässigen Flächengebilden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserdampf- und luftdurchlässigen Flächengebilden

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CH353897A
CH353897A CH353897DA CH353897A CH 353897 A CH353897 A CH 353897A CH 353897D A CH353897D A CH 353897DA CH 353897 A CH353897 A CH 353897A
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/0061Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof characterized by the use of several polymeric components
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2327/00Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers
    • C08J2327/02Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment
    • C08J2327/04Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment containing chlorine atoms
    • C08J2327/06Homopolymers or copolymers of vinyl chloride

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von wasserdampf- und luftdurchlässigen Flächengebilden
Zur Herstellung von wasserdampf- und luftdurchlässigen Flächengebilden wird nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes eine Vinylchloridpolymerisat   oder -mischpolymerisat    enthaltende Paste mit Polyvinylverbindungen, die mindestens teilweise aus Vinylalkoholeinheiten   (-CH2.-CHOH-)    zusammengesetzt sind, und die in einer verdampfbaren Flüssigkeit gelöst sind, vermischt, die Mischung zu einer Schicht verteilt und diese einer Wärmebehandlung unterworfen, durch welche die genannte verdampfbare Flüssigkeit verdampft und die Masse geliert wird.



   In Weiterentwicklung dieses Verfahrens wurde nun gefunden, dass man gute Resultate erhält, wenn man eine Vinylchloridpolymerisat oder -mischpolymerisat enthaltende Paste mit hydrophilen, höhermolekularen Naturstoffen oder mit durch chemische Abwandlung von höhermolekularen Naturstoffen entstandenen hydrophilen, höhermolekularen Stoffen, welche Naturstoffe bzw. chemisch abgewandelten Naturstoffe zusammen mit Polyvinylverbindungen, die mindestens teilweise aus Vinylalkoholeinheiten   (-CH2-CHOH-)    zusammengesetzt sind, in einer verdampfbaren Flüssigkeit gelöst sind, vermischt, die Mischung zu einer Schicht verteilt und diese einer Wärmebehandlung unterwirft, durch welche die genannte verdampfbare Flüssigkeit verdampft und die Masse geliert wird.



   Unter  höhermolekular  im Sinne dieser Erfindung werden hier Molekulargewichte verstanden, die über etwa 1000 liegen.



   Beispiele für die erfindungsgemäss zuzusetzenden hydrophilen, höhermolekularen Substanzen sind Kasein, Alginate, Kohlehydrate und Celluloseäther.



   Der Zusatz dieser hydrophilen, höhermolekularen Verbindungen zu einer Paste aus   Rein- oder    Mischpolymerisaten des Vinylchlorids kann in Form einer wässrigen Lösung oder in Form einer Emulsion dieser wässrigen Lösung in Weichmacher erfolgen.



   Vor dem Gelieren der mit dieser Lösung bzw.



  Emulsion versetzten Paste aus   Rein- oder    Mischpolymerisaten des Vinylchlorids kann man dieser noch Stoffe zusetzen, die die Koagulation der hydrophilen höhermolekularen Stoffe bewirken oder be schleunigen, deren Wasserlöslichkeit herabsetzen oder die Ausbildung von Poren begünstigen.



   Als porenbildende Zusätze kommen solche in Betracht, die spätestens beim Gelieren Gase abspalten oder unter Gasbildung sich zersetzen. Stoffe dieser Art sind z. B. Natriumbicarbonat, Ammoniumcarbonat usw. Diese Treibmittel können in fester oder gelöster Form der Paste oder der die hydrophilen, höhermolekularen Stoffe enthaltenden Lösung bzw.



  Emulsion zugesetzt werden.



   Als Treibmittel kommen auch sogenannte    Poro-    phore  (eingetragene Marke) in Frage.



   Beispiel
Zunächst werden
20 Teile Kasein in 80 Teilen Wasser gelöst  (Lösung A).



   Ferner wird eine   20 0/obige    Lösung von Ammoniumbicarbonat hergestellt (Lösung B).



   Ausserdem wird eine Lösung von 5 Teilen Polyvinylalkohol und 0,5 Teilen Tannin in 100 Teilen Wasser bereit gehalten (Lösung C).



   Alsdann werden in 100 Teilen Dioctylphthalat unter Zusatz von 1 Teil Emulgator emulgiert:
25 Teile von Lösung A
30 Teile von Lösung B
25 Teile von Lösung C
25 Teile dieser Emulsion werden anschliessend in eine Polyvinylchlorid-Paste eingerührt, die folgendermassen zusammengesetzt ist:  
Vinylchlorid-Emulsionspolymerisat 69 Teile
Dioctylphthalat 25 Teile
Pigment 5 Teile
Stabilisator 1 Teil
Die erhaltene Masse wird auf einem Dreiwalzenstuhl gemahlen und dann im üblichen Streichverfahren auf Baumwollkrepp aufgetragen und geliert. Vor der eigentlichen Gelierung, die bei Temperaturen zwischen etwa 165 und   2000 C    stattfindet, wird bei 85 bis   95  C    das Wasser abgedunstet.



   Bei der Gelierung erfolgt eine Ammoniak- und   Kohlendioxyd abspaltung,    wodurch Poren und Mikrokanäle entstehen, die die Luftdurchlässigkeit ermöglichen, während die Wasserdampfdurchlässigkeit hauptsächlich durch die hydrophilen Zusätze bewirkt wird.



   Die erfindungsgemäss hergestellten Flächengebilde können an Stelle von Leder oder Kunstleder für die verschiedensten Zwecke, z. B. als Polstermaterial, für Schuhwerk, Bekleidungen und dergleichen verwendet werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von wasserdampfund luftdurchlässigen Flächengebilden, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Vinylchloridpolymerisat oder -mischpolymerisat enthaltende Paste mit hydrophilen, höhermolekularen Naturstoffen oder mit durch chemische Abwandlung von höhermolekularen Naturstoffen entstandenen hydrophilen, höhermolekularen Stoffen, welche Naturstoffe bzw. chemisch abgewandelten Naturstoffe zusammen mit Polyvinylverbindungen, die mindestens teilweise aus Vinylalkoholeinheiten (-CH2-CHOH-) zusammengesetzt sind, in einer verdampfbaren Flüssigkeit gelöst sind, vermischt, die Mischung zu einer Schicht verteilt und diese einer Wärmebehandlung unterwirft, durch welche die genannte verdampfbare Flüssigkeit verdampft und die Masse geliert wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als hydrophile, höhermolekulare Substanzen Kasein, Alginate, Kohlehydrate oder Celluloseäther verwendet werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung der hydrophilen, höhermolekularen Stoffe in in Weichmacher emulgierter Form mit der Vinylchloridpolymerisat oder -mischpolymerisat enthaltenden Paste vermischt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man der mit den hydrophilen, höhermolekularen Stoffen versetzten, Vinylchloridpolymerisat oder -mischpolymerisat enthaltenden Paste Stoffe zu setzt, welche die Koagulation der hydrophilen, höhermolekularen Stoffe bewirken oder deren Löslichkeit herabsetzen.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man noch Stoffe zusetzt, welche die Porenbildung beim Gelieren begünstigen.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Stoffe, welche die Porenbildung begünstigen, Treibmittel, wie z. B. Natriumbicarbonat oder Ammoniumcarbonat, verwendet werden.
CH353897D 1953-09-17 1954-08-10 Verfahren zur Herstellung von wasserdampf- und luftdurchlässigen Flächengebilden CH353897A (de)

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