Apparatur zur Verbesserung der Konzentration bei der visuell erfolgenden Aufnahme einer Aufzeichnungsfolge Die Erfindung betrifft eine Apparatur zur Ver besserung der Konzentration bei der visuell erfolgen den Aufnahme einer Aufzeichnungsfolge, wie Texte, z. B. Schrifttexte, Bildertexte, Notentexte, z. B. für Lehrzwecke wie Sprachunterricht. Derartige Aufzeich nungsfolgen werden normalerweise, z. B. wenn sie auf einer Buchseite gedruckt sind, zeilenweise vom Auge des Betrachters verfolgt, wobei das Auge die Zeilen entlang wandert und am Ende der Zeile einen Sprung zurückmachen muss, um den Anfang der nächsten Zeile zu suchen.
Es wurde gefunden, dass durch dieses fortwäh rende Bewegen und Springen der Augen einerseits sowie durch den Einfluss der vorausgehenden und nachfolgenden Aufzeichnungen andererseits eine starke Nebenbeanspruchung auftritt, die zu einem verminderten Erfassen der Aufzeichnungsfolge führt. Demgegenüber kann erfindungsgemäss die Konzentra tion bei der visuell erfolgenden Aufnahme wesentlich gesteigert werden, indem eine Apparatur mit einem auswechselbaren Aufzeichnungsträger vorgesehen wird, sowie mit Mitteln, um diesen Aufzeichnungsträ ger derart zu bewegen, dass die Aufzeichnungen fort laufend nacheinander in einem Sichtfeld in Erschei nung treten.
Insbesondere empfehlen sich solche Be wegungsmittel, die einen fliessenden Lauf des Auf zeichnungsträgers bewirken.
Die die Aufzeichnungen visuell aufnehmende Person, sei es ein Schüler, der sich einen zu lernenden Sprachtext einprägen will, sei es ein Redner, der den Schrifttext seines Vortrages an sich vorüberziehen lässt, sei es ein Musiker, der einen Notentext abzu spielen hat, sei es eine Stenotypistin, die ihren Steno- (,rammtext abschreibt, usw. kann sich vollkommen auf den im Sichtfeld erscheinenden Text konzentrie- ren, wird nicht von vorausgehenden oder nachfolgen den Aufzeichnungen abgelenkt und hat, auch wenn gewisse Teile auswendig memoriert werden, die daran anschliessenden Aufzeichnungen ohne Suchen in dem begrenzten Sichtfeld vor Augen; z.
B. nehmen Schüler unter sonst gleichen Bedingungen mit Hilfe der Appa ratur gemäss der Erfindung einen Sprachtext wesent lich rascher auf als mit den bisher üblichen Verfahren.
Zwar gibt es bereits Vorrichtungen, welche das Lernen des Lesens oder das Lernen von Fremdspra chen erleichtern sollen; derartige Veröffentlichungen beschäftigen sich aber lediglich mit der zweckmässigen Zuordnung eines Bildes zum zugehörigen Lesetext oder eines Fremdsprachentextes zum korrespondie renden Muttersprachtext, wobei der Text aber nicht fortlaufend in einem begrenzten Sichtfeld erscheint.
Vorzugsweise wird als Aufzeichnungsträger ein Band verwendet, das über mindestens zwei rotierende Bandträger (Walzen, Rollen, Spulen, Trommeln, Has peln usw.) läuft, die sowohl den Verlauf als auch den Rücklauf bewirken. Insbesondere kommt als Auf zeichnungsträger ein offenes Band in Frage, das von einem antreibbaren Bandträger ab- und auf einen anderen antreibbaren Bandträger aufwickelbar ist. Die Bänder können quer zur Laufrichtung, also zei lenweise, mit besonderem Vorteil aber in Laufrich tung, also in einer fortlaufenden Zeile, mit einer Auf zeichnungsfolge versehen sein.
Wenn mindestens der eine der antreibbaren Band träger mitsamt dem aufgewickelten Band auswechsel bar ist, karm ein einfacher Austausch der Aufzeich nungsfolge vorgenommen werden. Dieser Austausch kann noch weiter dadurch vereinfacht werden, dass die Bandträger zu einer baulichen Einheit miteinander verbunden sind und diese als Ganzes mitsamt dem auf die Bandträger aufgewickelten Band auswechsel bar ist. Insbesondere kann die bauliche Einheit die Form einer verschliessbaren Kassette haben, die in eine entsprechende Halterung der Apparatur einsteck bar ist. Der letztgenannte Vorschlag ermöglicht es, dass sogar Kinder die Apparatur bedienen können, ohne dass die Gefahr besteht, diese in ihrer Funktion irgendwie zu beeinträchtigen.
Die so eingesetzten Bandträger werden vorteilhaf terweise durch handbetätigbare Mittel mit ihrer An triebswelle gekuppelt. Die Handbetätigung kann auf verschiedene Weise erfolgen, z. B. ist eine Druck tastenschaltung empfehlenswert.
Die Bandträger können von einem willkürlich betätigbaren Motor angetrieben werden, wobei die Übertragung vom Motor auf die Bandträger-Antriebs welle mittels schaltbarer Kupplungen bewirktwird. Der artige Kupplungen dienen auch der Vorlauf-Rück lauf-Steuerung, indem beispielsweise abwechselnd die eine oder die andere der Bandträgerspulen in Auf spulrichtung angetrieben werden.
Insbesondere zum Einprägen gewisser Aufzeich nungsfolgen ist es empfehlenswert, eine automatische Wiederholung gewisser Aufzeichnungsfolgenabschnitte durchzuführen. Diese Massnahme kann bei der neu artigen Apparatur z. B. mittels von Markierungen des Aufzeichnungsträgers beeinflussten, willkürlich ausser Wirksamkeit setzbaren Abfühlern bewirkt werden, die eine Vorlauf-Rücklauf-Steuerung betätigen, die einen bestimmten, von den Markierungen begrenzten Abschnitt der Aufzeichnungsfolge beliebig oft selbst tätig von der Endmarkierung bis zur Anfangsmarkie rung zurücklaufen lässt und hier wieder selbsttätig auf Vorlauf schaltet.
Als Markierungen kommen mecha nische Markierungen, wie Einschnitte, Aufklebungen, magnetische Markierungen, wie aufgeklebte Magnet plättchen, elektrische Markierungen, wie aufgebrachte Kontaktstücke, und viele andere in Frage, denen kor respondierende Abfühler, also mechanisch, magne tisch, elektrisch oder dergleichen beeinflussbare Ab taster zugeordnet sind.
Eine weitere Erleichterung beim Erlernen be stimmter Aufzeichnungsfolgen lässt sich durch will kürlich betätigbare Mittel schaffen, durch welche bei in Wirksamkeit gesetzten Abfühlern innerhalb des von den Markierungen festgelegten Abschnittes die Vor lauf-Rücklauf-Steuerung unabhängig von den AbfÜh- lern betätig-bar ist.
Dies bedeutet, dass ein Schüler, dem ein Aufzeichnungsfolgenabschnitt zwischen zwei Markierungen zu lang ist, nach der von ihm gewünsch ten Teillänge des Aufzeichnungsfolgenabschnittes von Hand auf Rücklauf schalten kann, worauf automa tisch beim Erreichen der Anfangsmarkierung wieder auf Vorlauf geschaltet wird und der Aufzeichnungs- folgenabschnitt erneut das Sichtfeld durchläuft.
Damit das Band nicht unbeabsichtigt vollständig von seinem Träger abgespult werden kann, wonach eine zeitraubende Neubefestigung des Bandendes am Träger erforderlich wäre, ist es empfehlenswert, dass das Band nahe seinem Anfang und seinem Ende Spe- zialmarkierungen aufweist, durch welche die Abfühler zunächst in Wirksamkeit gesetzt (sofern sie es noch nicht sind) und dann derart beeinflusst werden, dass ein Weiterlaufen des Aufzeichnungsträgers in Richtung auf sein betreffendes Ende unterbunden wird.
Eine andere Möglichkeit, ein Abreissen des Ban des von seinem Träger zu verhindern, besteht darin, den Antrieb in Vor- und Rücklaufrichtung über als Rutschkupplung wirkende Elemente, wie Reibräder, erfolgen zu lassen, die bei zu grosser Belastung, z. B. wenn ein Abspulen des Bandes von seinem Träger nicht mehr möglich ist, weil das Ende erreicht ist, kein Drehmoment mehr übertragen.
Zwecks Anpassung an verschiedene Auffassungs- bzw. Lerngeschwindigkeiten empfiehlt es sich, will kürlich betätigbare Mittel zum Einstellen des Antrie bes auf verschiedene Grundgeschwindigkeiten vor zusehen. So kann ein Schüler beispielsweise bei Wie derholungen gewisser Texte eine höhere Geschwindig keit einschalten. Die höhere Grundgeschwindigkeit bereitet bei der visuellen Aufnahme keine Schwierig keiten, da jede Ablenkung und Nebenbeanspruchung der Augen vermieden ist. Besonders empfehlenswert ist es, die für die Geschwindigkeitsübersetzung benö tigten Einstellmittel als Reibräder auszubilden, die gleichzeitig als Rutschkupplung dienen können.
Die Nützlichkeit der Apparatur kann dadurch gesteigert werden, d'ass das freie Sichtfeld in seiner Grösse änderbar ist. Man kann beispielsweise die Länge des sichtbaren Teiles der Aufzeichnungsfolge so weit verkürzen, dass eine bestimmte, der jeweiligen Auffassungsgabe der betrachtenden Person angepasste Anzahl von Einzelaufzeichnungen sichtbar ist. Wenn, wie es z. B. beim Sprachunterricht empfehlenswert ist, der Aufzeichnungsträger Aufzeichnungsfolgen mehrspurig in entsprechende Zuordnung zueinan der trägt, beispielsweise einen Text in der Mutter sprache, einen ausländischen Text und einen Aus sprachetext, kann man die eine oder die andere Spur abdecken, damit der Lernende kontrollieren kann, ob er die jeweilige Übersetzung beherrscht.
Einen weiteren wesentlichen Vorteil kann man insbesondere für Sprachlehrzwecke dadurch erzielen, dass die Apparatur zusätzlich zu der die visuelle Auf nahme von Aufzeichnungsfolgen (Seh-Text) ermög lichenden Einrichtung (Seh-Teil) einen die zugehö rigen Laute (Hör-Text) vermittelnden Hör-Teil auf weist. Diese Kombination einander genau zugeord neter Seh- und Hör-Texte ermöglicht einen optimalen Effekt bei der geistigen Aufnahme. Ohr und Auge sind vollständig auf den jeweiligen Text konzentriert und ermöglichen dessen äusserst rasche Einprägung.
Zwar ist das Lernen mittels gleichzeitiger opti scher Anzeige und akustischer Wiedergabe von Lau ten bekannt. Jedoch weist bei einer solchen vorver öffentlichten Maschine jeweils ein Zeiger auf diejeni gen Laute, die einem von einer Schallplatte abgenom menen Laut entsprechen, so dass die erfindungsgemäss erzielbare Konzentration weder erreicht noch beab sichtigt ist. Oftmals ist es von Vorteil, den Sch-Teil und den Hör-Teil als gesonderte bauliche Einheit auszubilden und beide Teile zur gesamten Apparatur als organi sches Ganzes zu kombinieren. Dann kann beispiels weise aus finanziellen Gründen zunächst nur der Seh- Teil und später der Hör-Teil gekauft werden.
Wenn der Hör-Teil die gesamte akustische Anlage ein schliesslich eines Antriebsmotors enthält, kann er un abhängig vom Sch-Teil für beliebige akustische Wie dergaben verwendet werden.
Vorteilhafterweise werden Getriebemittel zur re lativen stufenlosen Anpassung der Hör-Text-Ge schwindigkeit an die Seh-Text-Geschwindigkeit vor gesehen. Hierdurch ist es nicht nur möglich, geringe Ungleichförmigkeiten im Antrieb des Seh-Teiles und des Hör-Teiles auszugleichen, sondern auch in gewis sen Grenzen höhere Hör-Text-Geschwindigkeiten gleichlaufend mit den höheren Seh-Text-Geschwin- digkeiten einzustellen.
Man kann selbsttätige Mittel vorsehen, die bei Betätigung der Vorlauf-Rücklauf-Steuerung durch die Abfühler auch im Hör-Teil einen bestimmten Hör- Text-Abschnitt korrespondierend zum Seh-Text Ab schnitt beliebig oft wiederholen.
Eine besonders einfache Lösung ergibt sich für die Kombination von Seh- und Hör-Teil dadurch, dass der Aufzeichnungsträger für den Seh-Teil zugleich als Aufzeichnungsträger für den Hör-Teil dient.
Bei einer anderen Ausführungsform dient als Ton träger eine in die Apparatur einsetzbare Schallplatte, wobei eine willkürlich betätigbare Auslösetaste zum Auswerfen dieser Platte vorgesehen ist.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nach folgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit der Zeichnung.
Es zeigen: Fig. 1 eine Apparatur mit eingebautem Antrieb, wie sie z. B. für den Sprachunterricht verwendet wer den kann, Fig. 2 die in Fig. 1 gezeigte Apparatur mit auf geklapptem Deckel, wobei der Deckel von unten sichtbar ist, Fig. 3 einen Querschnitt durch die Apparatur längs der Linie III-III der Fig. 1, Fig. 4 ein der Fig. 3 entsprechender Schnitt für eine Apparatur mit von aussen erfolgendem Antrieb, Fig. 5 eine andere Ausführungsform der erfin dungsgemässen Apparatur, die aus einem Sch-Teil und einem Hör-Teil besteht, welche der Deutlichkeit halber voneinander abgehoben dargestellt sind, Fig. 6 eine räumliche Ansicht des Seh-Teiles von oben, wobei das Gehäuse abgehoben ist, Fig. 7 eine räumliche Ansicht des Seh-Teiles von vorn, wobei ebenfalls das Gehäuse abgenommen ist, Fig.
8 eine Draufsicht auf die Steuerung für den Vorlauf-Rücklauf-Umschaltmechanismus, Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie IX-IX der Fig. 6 durch die den Antrieb bewirkende Kupplung einer Bandträgerspule, Fig. 10 eine verschliessbare Kassette zur Auf nahme eines Bandes und der zugehörigen Träger spulen, die als Einheit in die Apparatur eingesetzt werden kann, Fig. 11 einen ebenen Schnitt durch eine in die Apparatur eingesetzte Kassette, welche die Betätigung der Abfühlhebel veranschaulicht, Fig. 12 eine Draufsicht auf den Hör-Teil mit ein gelegter Schallplatte, Fig.
13 einen Querschnitt durch die untere Hälfte des Seh-Teiles und durch den Hör-Teil, welcher die Kupplung des Seh-Teiles mit dem Hör-Teil veran schaulicht, und Fig. 14 einen Schnitt durch den Steuermechanis mus für den Tonabnehmer.
Die Apparatur nach den Fig. 1-3 weist ein Ge häuse 1 auf, das oben durch einen Deckel 2 ab geschlossen ist, der um Scharniere 3 schwenkbar und mittels eines Handgriffes 4 hochklappbar ist. In dem Deckel ist ein rechteckiges Sichtfeld 5 vorgesehen, in welchem ein eine Aufzeichnungsfolge tragendes Band 6 sichtbar ist.
Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen zweispurigen Schrifttext, bei welchem über einander die französischen Wörter nous allons ä Paris und die korrespondierenden deutschen Wörter wir gehen nach Paris angeordnet sind, und zwar so, d'ass sich das deutsche Wort jeweils unter dem ent sprechenden französischen Wort befindet.
Das Textband 6 wird von einer im Gehäuse 1 rechts vom Sichtfeld 5 befindlichen, nicht veran schaulichten Spule abgewickelt und auf die in Fig. 3 gezeigte Spule 7 aufgewickelt. Die in einem Lager bock 8 gehaltene Achse 9 dieser Spule wird mittels eines hier durch zwei Zahnräder angedeuteten Getrie bes 10 von einem Elektromotor 11 angetrieben.
Der Motor kann mittels eines Knopfes 12 (Fig. 1) ein- und ausgeschaltet werden; ein Knopf 13 dient dazu, die Motorgeschwindigkeit zu regulieren, sei es mit Hilfe von Vorschaltwiderständen, sei es mit Hilfe eines regelbaren Getriebes oder dergleichen.
An der Rückwand 14 des Gehäuses 1 ist eine Platte 15 befestigt, deren vorderer Teil 16 so ab gebogen ist, dass er parallel zum Deckel 2 unterhalb des Sichtfeldes 5 verläuft. Auf diesem Teil liegt das Textband 5 auf seinem Wege von der einen zur an deren Spule auf, so d'ass es stets glatt ausgearbeitet ist.
Die Grösse des Sichtfeldes 5 kann, wie es in Fig.2 veranschaulicht ist, in Längsrichtung durch zwei Schieber 17 verringert werden, die in am Deckel 2 befestigten Führungen 18 verschiebbar sind. Zur Be dienung dieser Schieber sind Knöpfe 19 vorgesehen, die über Stifte 20, welche durch im Deckel 2 vor gesehene Schlitze 21 hindurchragen, mit den Schie bern 17 verbunden sind. Hiermit kann die Länge des jeweils sichtbaren Textabschnittes der Auffas- sungsgabe des Schülers entsprechend geändert wer den.
Durch Verstellung zweier Schieber 22, die in am Deckel 2 befestigten Führungen 23 verschiebbar sind, kann die Grösse des Sichtfeldes 5 auch in Quer richtung verändert werden, um beispielsweise die eine oder andere Spur der korrespondierenden Texte abzudecken. Diese Schieber bewegen sich zwischen den Schiebern 17 und dem Deckel. Sie können mit Hilfe von Knöpfen 24 verschoben werden, die mit ihnen über durch Schlitze 25 im Deckel greifende Stifte 26 verbunden sind.
Nach dem Ausführungsbeispiel der Fig.4 be sitzt die Apparatur keinen eigenen Motor; viehmehr wird der aus zwei Kegelrädern bestehende Antriebs mechanismus 27, 28 von einer vierkantigen Kupp lungswelle 29 betätigt, die auf beliebige Weise von aussen angetrieben sein kann. Beispielsweise erfolgt der Antrieb über eine biegsame Kupplungswelle von einem Tonwiedergabeapparat beliebiger Art, z. B. mit Magnettonband, der mit einer entsprechenden Kupp lung ausgestattet ist. Man kann dann Textband und Ton band synchron laufen lassen, so dass der Schüler die im Gesichtsfeld erscheinenden Wörter gleichzeitig liest und hört, was einen wirkungsvollen Selbstunter richt gewährleistet. Es ist auch möglich, auf die Vier kantwelle 29 eine Kurbel aufzustecken und die Auf wickelspule von Hand anzutreiben.
In Fig. 5 ist ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht. Diese Apparatur besteht aus einem Seh-Teil 30 und einem Hör-Teil 31, die jeweils als gesonderte bauliche Einheit ausgebildet und zur gesamten Apparatur als organisches Ganzes kom binierbar sind. Der Seh-Teil 30 ist auch für sich allein verwendbar. In der Zeichnung sind die beiden Teile der Deutlichkeit halber in voneinander abgehobenem Zustand gezeigt.
Der Seh-Teil weist ein Gehäuse 32 auf, in dessen schräge Vorderwand 33 eine verschliessbare, mit durchsichtiger Deckplatte versehene Kassette 34 (vgl. auch Fig. 10) eingesetzt ist, in welcher sich das Text band 35 befindet. Markierungen, hier der Schlitz 36, im Band 35 beeinflussen Abfühler, hier die Fühl- hebel 37, mit deren Hilfe bestimmte gewünschte au tomatische Steuerungen eingeleitet werden können. Unter der Erhöhung 38 ist ein Lampe zur Beleuch tung des Textbandes angebracht. Die Tastatur 39 dient dazu, die erforderlichen Schaltvorgänge einzu leiten oder zu bewirken, sofern sie von aussen erfol gen müssen.
Das Einstellrad 40 dient der Regelung der Textbandgeschwindigkeit; das Einstellrad 41 dient der Einstellung der Schallplattentellergeschwindigkeit.
Der Hör-Teil 31 weist einen Kasten 42 auf, in dem die für die akustische Wiedergabe erforderlichen Teile untergebracht sind, z. B. Verstärker, Lautspre cher usw. Der Kasten weist an seiner Oberseite eine Aussparung 43 auf, in welcher eine Schallplatte ein gelegt werden kann. Der Plattenteller 44 ist heb- und senkbar, so dass mit seiner Hilfe die eingeschobene Schallplatte gegen den am Seh-Teil 30 befindlichen (in dieser Figur nicht sichtbaren) Antriebsteller ge drückt werden kann. Der Tonabnehmer 45 kann vom Seh-Teil her mit einem auf das Ende 46 wirkenden Stössel gehoben bzw. gesenkt und mit Hilfe einer an der Achse 47 angreifenden Welle verschwenkt werden. In den Fig. 6 und 7 ist der Sch-Teil veranschau licht, wobei das Gehäuse 32 abgenommen ist.
Der Antriebs- und Steuermechanismus ist im wesentlichen an einer hinteren horizontalen Platte 48 und einer daran anschliessenden schräg nach oben weisenden Platte 49 angebracht. Die Platte 49 weist an ihrer Unterseite Fächer 50 auf, in welche die Spulenkästen der verschliessbaren Kassette 34 (Fig. 9-11) ein geschoben werden können.
Ein Antriebsmotor 51 ist an der Oberseite der Platte 48 angebracht und wird über eine elektrische Zuleitung 52 gespeist. Die Ausgangswelle des Motors 51 ist als Schnecke 53 ausgebildet und wirkt auf ein Schneckenrad 54, das mit seiner Nabe 55 fest auf die Sechskantwelle 56 aufgesetzt ist. Die Welle 56 ist in den Lagerblöcken 57 und 58 gehalten.
Nahe dem La gerblock 58 weist sie ein Ritzel 59 auf, das mit einem Zahnrad 60 in Eingriff steht, welches seinerseits die ebenfalls im Lagerblock 58 Qeschaltene Welle 61 an treibt, die an ihrem anderen Ende ein Kegelrad 62 trägt. Dieses Kegelrad treibt ein rechtwinklig dazu gestelltes Kegelrad 63, das seinerseits fest auf einer Sechskantwelle 64 sitzt. Diese Welle trägt an ihrem in Fig. 6 linken Ende eine auf ihr verschiebbare Klaue 65, die mit einem entsprechenden Kupplungsteil 66 an dem Kegelrad 67 in Eingriff treten kann.
Mit Hilfe des letztgenannten Kegelrades wird ein rechtwinklig dazu stehendes Kegelrad 68 angetrieben, das mit der Antriebswelle 69 für die Rücklaufspule in Verbindung steht. Nahe ihrem anderen Ende trägt die Sechskant welle 64 ein mittels seiner Nabe 70 auf ihr verschieb bares Reibrad 71, das mit einem Reibteller 72 grö sseren Durchmessers (Fig. 9) in Eingriff treten kann. Dieser Reibteller sitzt auf der Antriebswelle 73 für die andere Vorlaufspule und wird in einer Lager hülse 74 geführt. Vom gleichen Motor 51 wird auch der Antrieb für die Schallplatte abgeleitet. Zu diesem Zweck ist ein Reibrad 75 mit seiner Nabe 76 verschiebbar auf der Sechskantwelle 56 gehalten.
Das Reibrad greift durch eine Öffnung 77 in der horizontalen Platte 48 und steht mit einem Reibteller 78 an der Unterseite der Platte 48 in Eingriff. Zur Regelung der Bandgeschwindigkeit auf der Vorlaufseite, d. h. zur Regelung der Drehzahl der Antriebswelle 73, ist die Regulierscheibe 40 vor gesehen, die vorn aus dem Gehäuse 32 herausragt (Fig. 5). Mit dieser Scheibe ist ein Zahnrad 79 ver bunden, das mit der Zahnstange 80 eines durch Schlitz 81 und Schrauben 82 geführten Schiebers 83 in Eingriff steht.
Der Schieber weist an seinem ande ren Ende eine hochragende Gabel 84 auf, die um die Nabe 70 des Reibrades 71 greift und bei einer Ver- stellunz der Regulierscheibe 40 dieses Reibrad in Richtung der Welle 64 bzw. in Richtung des Radius des Reibtellers 72 verschiebt und somit das überset- zungsverhältnis ändert. Auf der Scheibe 40 können beispielsweise durch Farben vier Geschwindigkeits bereiche angegeben sein, so dass sich ein Benutzer die Bandgeschwindigkeit auswählen kann, die seinen Fähigkeiten bzw. Bedürfnissen entspricht.
Zur Einstellung der Plattengeschwindigkeit ist die Regulierscheibe 41 vorgesehen, die an dem anderen Ende der Vorderseite aus dem Gehäuse 32 heraus ragt. Auch hier wird mittels eines (nicht veranschau lichten) Zahnrades die Zahnstange 85 eines mit Schlitz 86 und Schrauben 87 geführten Schiebers 88 betätigt. Eine Gabel 89 am Ende des Schiebers greift um einen Stift 90 eines Winkelhebels 91, der um den Punkt 92 schwenkbar ist und an dem Ende seines längeren Hebelarmes 93 eine aufragende Gabel 94 trägt, welche die Nabe 76 des Reibrades 75 umfasst.
Bei einer Verstellung des Schiebers 88 wird das Reib rad 75 in Richtung der Sechskantwelle 56 bzw. in Richtung des Radius des Reibtellers 78 verschoben, wodurch in ähnlicher Weise wie bei der Verstellung der Bandgeschwindigkeit auch das Übersetzungsver hältnis beim Antrieb der Schallplatte geändert werden kann.
Um das Textband vor- und rückwärts laufen zu lassen, wird abwechselnd die eine und die andere Bandspule angetrieben. Die Umschaltung erfolgt mit tels eines Schiebers 95, der mit Hilfe von Schlitz 96 und Schraube 97 sowie Schlitz 98 und Schraube 99 gerade geführt ist. Der Schieber trägt an seinem in Fig. 6 linken Ende eine hochgebogene Gabel 100, die mit der Klaue 65 in Eingriff steht. Wird der Schieber 95 in seine linke Endlage gebracht, so greifen die Klauenzähne in die Kupplung 66 ein und die Rück laufspule wird angetrieben. Damit auf alle Fälle ein solcher Eingriff stattfindet, auch wenn Klauenzahn und Nut zunächst nicht genau ausgerichtet sind, ist eine Feder 101 vorgesehen, die beim Drehen der Welle 64 die Teile in Eingriff drückt.
Wird der Schie ber 95 aus dieser Stellung in seine rechte Endlage ge bracht, so wird die Klauenkupplung 65, 66 gelöst. Gleichzeitig trifft am rechten Ende eine Abkröpfung 102 des Schiebers 95 an einen Stift 103, der quer durch eine Achse 104 greift und mittels der Feder 105 in dauerndem Anschlag an der Abkröpfung 102 gehalten wird. Die Achse 104 ist einerseits in dem abgewinkelten Blech 106 und andererseits in der La gerhülse 74 gelagert. Bei Drehung der Achse 104 wird ein an ihrem vorderen Ende befindlicher Exzen ter 107, der in eine Ringnut 108 in der Antriebswelle 73 eingreift, gedreht und drückt damit die Antriebswelle 73 nach unten, wodurch der bisher vom Reibrad 71 abgehobene Reibteller 72 auf das Reibrad 71 gepresst und somit die Antriebsverbindung für die Vorlauf spule hergestellt wird.
Bei einer Bewegung des Schie bers 95 in umgekehrter Richtung wird das Reibrad 72 wiederum von dem Reibteller 71 abgehoben und auf der anderen Seite die Kupplung mit der Rücklauf spule bewirkt.
Die Umschaltung wird mit Hilfe eines Winkel hebels 109 eingeleitet, der um den Drehpunkt 110 schwenkbar ist und mittels der Feder 111 in Uhr zeigerdrehrichtung vorgespannt ist. Dieser Winkel hebel wird normalerweise mit Hilfe von durch Schlitze 112 in der Platte 49 ragende Stifte 113 bzw. 114, die von der Spitze 115 einer in den Drehpunkt 99 schwenk baren Wippe 116 an der Unterseite der Platte 49 ab gestützt werden, etwas angehoben und damit ausser Funktion gesetzt.
Sobald durch irgendeinen Eingriff, sei es durch Betätigung der Fühlerhebel 37' oder 37'' oder durch Niederdrücken einer entsprechenden Taste 39e der Tastatur 39, die Abstützung des gerade unter stützten Stiftes 113 bzw. 114 von der Spitze 115 unterbrochen wird, schwenkt der Winkelhebel 109 im Uhrzeigerdrehsinn sein vorderes Ende 117, drückt nach unten auf eine Kulisse 118 und dreht diese um ein geringes Mass im Uhrzeigerdrehsinn. Mit der Ku lisse ist ein Kegelzahnrad 119 starr verbunden, dessen Zähne an zwei gegenüberliegenden Flächen 120 ab geschliffen sind (Fig. 8). Wenn der Winkelhebel 109 die Kulisse 118 und damit das Zahnrad 119 etwas verdreht, gerät das Zahnrad in Eingriff mit dem Ke gelrad 63, so dass Kegelrad 119 und Kulisse von die sem um etwa 180 gedreht werden.
Hierbei wird ein exzentrisch an der Kulisse angebrachter Stift 121 ebenfalls bewegt, der gegen die Anschlagsfläche 122 der Aussparung 123 des Schiebers 95 drückt und den Schieber 95 nach rechts verschiebt. Gleichzeitig wird die mit dem Schieber verbundene Wippe 116 in glei cher Richtung verschoben und greift mit ihrer Spitze 115 unter den anderen Stift 114. Eine Feder 116a sorgt dafür, d'ass die Wippe beim Umschalten die hier für erforderliche Neigung annimmt.
Wird bei der Ein leitung eines weiteren Umschaltvorganges dem Stift 114 die Unterstützung durch die Wippenspitze 115 entzogen, so wiederholt sich der soeben beschriebene Verfahrensablauf, wobei der Schieber diesmal von rechts nach links (Fig. 6) verschoben wird. Auf diese Weise wird abwechselnd die Vorlauf- bzw. Rücklauf spule angetrieben.
Es wird nunmehr auf die Fig. 9 und 10 Bezug genommen, in denen die das Band enthaltende Kas sette 34 sowie die Kupplung der in ihr befindlichen Spulen mit den zugehörigen Antriebswellen veran schaulicht wird. Die Kassette 34 weist zwei Spulen kästen 124 und 125 für die Vorlauf- bzw. Rücklauf spule auf, an deren Oberseite die Enden der Spulen wellen 126 bzw. 127 sichtbar sind. Die beiden Spu- lenkästen sind durch eine Führungsbahn 128 mitein- ander verbunden, die an ihrer Vorderseite durchsichtig ist.
An ihrer Rückseite weist diese Führungsbahn zwei Einschnitte 129' und 129" auf, durch welche die Ab- fühlhebel 3<B>7</B> und 37" (Fig. 7) in die Bahn des Text bandes ragen.
Diese Kassette wird mit ihren beiden Spulenkästen 124 und 125 in die Fächer 50 unter der schrägstehen den Platte 49 geschoben und kann durch Betätigung der Tasten 39c und 39d mit dem Antriebsmechanis mus ge- bzw. entkoppelt werden. Der Spulenkasten 124 (das gleiche gilt für den Spulenkasten 125) weist in seinem Innern einen Spulenkörper 129 auf, um den herum das Band 35 gewickelt ist. Die Welle 126 der Spule wird mittels einer Schraubenfeder 130, die sich an einem Bund 131 abstützt, nach unten gedrückt.
An ihrem anderen Ende weist diese Welle eine Greifklaue 132 auf, in welche ein Steg 133 an der Unterseite der Antriebswelle 73 eingreifen kann. Die Spulenwelle 126 wird zwecks Kupplung mit Hilfe eines Stiftes 134 der an einer Platte 135 befestigt ist, nach oben ge drückt. Dies geschieht mit Hilfe des Hebels 136, der auf die Sechskantwelle 137 aufgesetzt ist und mit der Platte 135 über eine Zugfeder 138 verbunden ist. Die Welle 137 wird ihrerseits durch Niederdrücken der Taste 39c betätigt, wobei ein Rasthebel 139 mit einem Fallbügel 140 in Sperreingriff kommt.
Eine Rück drehung der Welle 137 zwecks Entkupplung der Spule mit ihrer Antriebswelle erfolgt bei Betätigung der Taste 39d, die mit ihrer Segmentscheibe 141 den Fallbügel etwas anhebt und dadurch die Sperre mit dem Rasthebel 139 löst.
In Fig. 11 ist ein Querschnitt durch einen Spulen kasten sowie die Fühlhebelsteuerung veranschaulicht. Das Band 35 läuft von der Spule 129 über eine Um lenkrolle 142 in die Führungsbahn 128. Im Gehäuse 32 ist entsprechend der Öffnung 129" eine Öffnung vorgesehen, durch die der Fühlhebel 37" ragt, der um eine Achse 143 schwenkbar ist und dessen Spitze 144 normalerweise durch das Band niedergehalten wird. An seinem anderen Ende weist dieser Fühlhabel einen Betätigungsnocken 145 auf, der bei Drehung des Hebels auf das Ende 146 der Wippe 116 einwirkt und sie aus der vollausgezogenen in die gestrichelte Stellung bringt. Eine Feder 147 sorgt dafür, dass der Hebel 37" bestrebt ist, eine in das Textband eingrei fende Stellung einzunehmen.
Wenn nun in dem Band eine Markierung in Form eines Schlitzes 36 auftritt, greift der Hebel 37" in diesen hinein, wird von diesem in Bandlaufrichtung in seine gestrichelte Stellung gezogen und betätigt da bei die Wippe 116, die ihrerseits den Umschaltvor aang für den Bandlauf einleitet. Ein ähnlicher Fühl- hebel ist an der anderen Seite der Wippe 116 vor gesehen, so dass mit Hilfe derartiger Schlitze 36 au tomatisch eine Vor- und Rückbewegung des Bandes zwecks Wiederholung der zwischen den Markierungen liegenden Textabschnitte bewirkt wird.
Die Taste 39e ist so ausgebildet, dass beim Nie derdrücken zunächst die Fühlhebel 37 und 37" in eine unwirksame Stellung umgelegt werden, so dass beim Vorbeiführen der Schlitze an den Fühlhebeln keine Umschaltung erfolgt. Um jedoch ein Abreissen des Bandes zu verhindern, wenn es von einem der Spulenkörper 129 abgelaufen ist, auch wenn sich der Hebel 37" in seiner unwirksamen Stellung befindet, sind an dem Band Spezialmarkierungen, hier auf geklebte Erhebungen 148, vorgesehen, die sich nor malerweise in entsprechende Ausnehmungen 149 des Spulenkörpers einlegen.
Diese Erhebungen greifen an der Spitze 144 des Hebels 37" an, bringen den Hebel zunächst in seine wirksame Stellung und reissen ihn dann weiter mit, so dass die Wippe 116 durch seinen Nocken 145 betätigt und damit der Umschalt vorgang ausgelöst wird. Wenn die Taste 39e noch weiter durchgedrückt wird, kann die Wippe 116 willkürlich betätigt und da mit eine Umschaltung des Bandlaufes von Hand vor genommen werden.
In den Fig. 12-14 wird der Hör-Teil 42 näher erläutert. Eine Schallplatte 150 kann in den Einschnitt 43 des Kastens 42 eingelegt werden, derart, dass sich die Spitze<B>151</B> des Tonabnehmers 45 über dem Rillen teil der Schallplatte befindet. Ein mit Hilfe der Taste 39b betätigbarer Auswerfer 152 kann durch Anziehen der Stange 153 unter Überwindung der Kraft der Feder 154 um seinen Drehpunkt 155 geschwenkt werden und schiebt dabei die Schallplatte 150 um ein Stück nach vorn heraus.
Wie bereits erwähnt, erfolgt der Antrieb der Schallplatte über das Reibrad 75, das auf den Reib teller 78 einwirkt. Dieser Reibteller sitzt an einer Welle 156, die einen Ringeinschnitt 157 besitzt, der etwas breiter ist als das zugehörige als Sperrbolzen 158 wirkende Ende der Sechskantwelle 56. Diese Verriegelung ist erforderlich, damit die Welle 156 nicht nach unten fällt; die etwas grössere Breite des Ringeinschnittes 157 ermöglicht es, den Reibteller etwas anzuheben, um ihn mit dem Reibrad 75 in Eingriff zu bringen, während normalerweise keine Kupplung vorhanden ist.
Unterhalb des Reibtellers 78 befindet sich der Antriebsteller 159 für die Schall platte 150, der unten einen konischen Fortsatz 160 trägt, welcher seinerseits beim Anheben der Schall platte in deren Mittelöffnung<B>161</B> greift und diese somit zentriert. Ferner trägt der Antriebsteller 159 an seiner Unterseite einen Reibbelag 162 aus Gummi, Filz oder dergleichen.
Um die Kupplung zwischen der Schallplatte und dem Antriebsmechanismus vorzunehmen, wird die Taste 39a niedergedrückt. Sie wird in ihrer unteren Stellung gehalten, weil die zugehörige Sperrklinke 163 mit dem Fallbügel 164 in Eingriff tritt. Ein Lösen der Taste 39a und damit ein Entkuppeln der Schallplatte von ihrem Antriebsmechanismus geschieht durch Niederdrücken der Taste 39b, deren Segmentscheibe 165 den Fallbügel etwas anhebt und damit die Taste 39a freigibt. Durch Betätigung der Taste 39a wird über das Zwischenelement 166 der Stössel 167 nieder gedrückt, der seinerseits auf das kurze Ende eines Hebels 168 drückt, der um die Achse 169 schwenk bar ist.
Dadurch wird das andere Ende 170 des Hebels angehoben und drückt die Achse 171 des Platten tellers 44 nach oben. Der Plattenteller legt sich zu nächst an die Schallplatte, hebt diese dann an, bringt sie in Eingriff mit dem Antriebsteller 159, hebt so dann Platte plus Antriebsteller und zugehörigen Reib teller 78 weiter an, bis letzterer mit dem Reibrad 75 in Eingriff kommt. Von diesem Augenblick an ist die Schallplatte mit ihrem Antrieb gekuppelt und be ginnt sich zu drehen.
Wie aus den Fig. 6 und 14 ersichtlich, ist die Ap paratur mit einer automatischen Absetz- und Ab hebevorrichtung sowie mit einer Drehvorrichtung für den Tonabnehmer ausgestattet. Eine Stehachse 172 trägt an ihrem unteren Ende eine Sektorplatte 173, mit deren Hilfe das Ende 46 des Tonarmes 45 nie dergedrückt und damit die Spitze des Tonarmes 151 von der Schallplatte 150 abgehoben werden kann, so wie eine Greifklaue 174, die über einen Steg 175 des Drehlagers 176 für den Tonarm gleiten kann, so dass durch Drehung und axiale Verschiebung der Stell achse l72 die gewünschten Bewegungen hervorgeru fen werden können.
Die Achse 172 wird durch eine Blattfeder 177 nach oben gedrückt und liegt mit ihrer Spitze 178 an der Lauffläche 179 an, die eine schräge Auflauffläche 180 besitzt und am äusseren Ende eines mit dem Schieber 95 verbundenen Armes 181 angebracht ist. Wird der Schieber 95 zwecks Einschaltung der Vor laufspule nach der in Fig. 6 rechten Seite geschoben, gleitet die Spitze 178 zunächst unter die schräge Auf lauffläche 180 und wird gegebenenfalls ganz freigege ben, so dass die Stehachse 172 angehoben und damit der Tonarm 45 gesenkt werden kann. Umgekehrt wird beim Zurückschalten auf die Rücklaufspule und einer entsprechenden Bewegung des Schiebers 95 nach links die Stellachse 172 von der Lauffläche 179, 180 wie der nach unten gedrückt und damit der Tonarm 45 abgehoben.
Der Arm 181 ist mit einem Stift 182 ausgestattet, der in den gabelförmigen Ausschnitt 183 eines an der Stellachse 172 durch Blattfedern 184 angepressten Hebels 185 greift. Wird nun der Schieber 95 zwecks Umschaltung auf die Rücklaufspule nach links be wegt, so wird dabei nicht nur der Tonarm abgehoben, sondern durch das Zusammenwirken von Stift 182 und Hebel 185 auch zurückgeführt. Damit der Ton arm zunächst etwas abgehoben und dann erst zurück gedreht wird, hat der gabelförmige Ausschnitt 183 des Hebels 185, bezüglich des Stiftes 182, etwas Spiel.
Damit jeweils die genaue Ausgangsstellung wie der getroffen wird, ist an der Stellachse 172 ein Aus leger 186 mit Hilfe der Mutter 187 starr angebracht. Dieser Ausleger trägt an seinem vorderen Ende eine Falle 188, die mit dem die Anfangsstellung bestim menden Anschlag eines Sperrhebels 189 zusammen wirken kann, der seinerseits gelenkig an einem Schwenkblech 190 befestigt ist. Das Schwenkblech wird durch eine an der Lagerhülse 191 für die Stell achse 172 abgestützten Tellerfeder 192 einer solchen Reibung unterworfen, dass eine Verschwenkung nur durch Angreifen einer äusseren Kraft am Hebelarm 193, nicht dagegen durch die übrigen im System auf tretenden Kräfte möglich ist.
Wenn die Vorlaufspule eingeschaltet wird, und sich die Stehachse 172 an hebt, gerät die Falle 188 ausser Eingriff mit dem Schlitz im Sperrhebel 189, so dass sich die Stellachse 172 zusammen mit dem Tonarm frei im Uhrzeigersinn drehen kann. Beim Umschalten auf Rücklauf wird die Stehachse und der Tonarm mit Hilfe des Stiftes 182 zurückgeführt; hierbei gleitet die Falle 188 über die schräge Vorderkante 194 des Hebels 189 und bis zu einer von der Schwenkung abhängigen Stelle in der Aussparung 195 des Sperrhebels 189. Beim erneu ten Umschalten auf Vorlauf nimmt der Stift 182 den Hebel 185 wieder mit.
Sobald aber die Falle 188 auf den Anschlag des Sperrhebels 189 auftrifft, kann sich die Stellachse 172 und damit der Tonarm nicht mehr weiter drehen, bevor nicht die Stellachse unter die Auflauffläche 180 gerät und angehoben wird. Inzwi schen wird der Hebel 185 unwirksam um die Stell achse verschwenkt. Der Anschlag des Sperrhebels 189 bestimmt also die jeweilige Anfangsstellung, die durch Verdrehen des Schwenkbleches 190 genau ein stellbar ist.
Die Apparatur kann wie folgt bedient werden: Zunächst wird die Kassette 34 mit ihren Spulen kästen in die dafür vorgesehenen Fächer 50 ein- gesetzt sowie die zugehörige Schallplatte in den Schlitz 43 eingeschoben, bis sie hinten am Anschlag anliegt. Durch Niederdrücken der Taste 39c werden die Spulenwellen 126 hochgedrückt und mit ihren zu gehörigen Antriebswellen gekuppelt; gleichzeitig wird der Motor 51 eingeschaltet.
Durch Niederdrücken der Taste 39a wird der Plattenteller 44 angehoben und die Schallplatte zentriert sowie mit ihrem Antrieb in Verbindung gebracht. Nunmehr bewegt sich beispiels weise das Textband in Vorlaufrichtung, und von der Schallplatte wird der zugehörige Hör-Text abgespielt.
Kommt der Fühlhebel 37" mit einer Schlitzmarkie- rung 36 des Bandes in Eingriff so erfolgt eine Um schaltung auf Bandrücklauf und gleichzeitig ein Ab heben des Tonarmes von der Schallplatte sowie ein Zurückdrehen des Tonarmes.
Kommt anschliessend der Fühlhebel <B>37'</B> mit einer Schlitzmarkierung 36 in Eingriff, so erfolgt wiederum eine Umschaltung auf Vorlauf, der Tonarm wird zunächst in seine durch das Schwenkblech 190 fixierte Anfangsstellung ge bracht und dort abgesenkt. Hierbei kann die Anfangs stellung genau dem durch die Markierung bestimmten Beginn eines Seh-Textabschnittes zugeordnet werden.
Die soeben erwähnten Umschaltungen können auch durch Niederdrücken der Taste 39e in ihre unterste Stellung von Hand aus erfolgen. Wird die Taste 39e nur etwas gesenkt, so werden die Fühlhebel 37' und 37" nach aussen niedergelegt und damit ausser Wirk samkeit gesetzt. Der Vor- bzw.
Rücklauf des Bandes wird in diesem Fall nicht automatisch unterbrochen, so dass das Band bei dauerndem Niederdrücken der Taste 39e bis an den Anfang bzw. das Ende oder bei kurzzeitigem Niederdrücken bis zur nächsten Markie rung in der gleichen Richtung weiterlaufen kann. Wird auf diese Art und Weise ein neuer des öfteren zu wiederholender Textabschnitt des Bandes eingestellt, so kann die zugehörige Anfangsstellung des Tonar mes auf der Schallplatte mit Hilfe des Schwenkbleches 190 durch Verstellung des Hebelarmes 193 fixiert werden.
Zum Ausschalten der Apparatur ist auf d!ie Taste 39d zu drücken, wodurch der Motor abgeschal tet wird und die Spulenwellen 126 aus dem Eingriff mit ihren Antriebswellen 69 bzw. 73 gelöst werden. Durch Niederdrücken der Taste 39b wird der Platten teller 44 abgesenkt und gleichzeitig der Auswerfer 152 betätigt, welcher die Schallplatte so weit aus dem Schlitz 43 nach vorn herausschiebt, dass man sie be quem fassen und herausnehmen kann.
Obwohl die Aufzeichnung der einzuprägenden Texte in den Ausführungsbeispielen auf einem Band erfolgt ist, kann die Erfindung auch auf andere Weise ausgeführt werden. So könnte man z. B. als Aufzeich nungsträger auch an Stelle des Bandes ein Blatt ver wenden, auf welchem die einander korrespondieren den Wörter in einander zugeordneten Zeilen überein ander angeordnet sind. Dieses Blatt könnte durch be liebige Vorschubmittel hinter dem Sichtfeld in einer senkrecht auf der Bandrichtung stehenden Richtung bewegt werden. Daneben können aber auch als Auf zeichnungsträger eine Platte oder ein Zylinder verwen det werden. Des weiteren ist es in vielen Fällen zweck mässig, als Aufzeichnungsträger ein Filmband, z. B.
ein Mikrofilmband, zu verwenden und die einzuprä genden Aufzeichnungen durch Projektion auf einer Mattscheibe oder dergleichen sichtbar zu machen.
Ferner kann die Apparatur an, vorteilhafterweise in Blickhöhe über einer Schreib- oder sonstigen Büro maschine angebracht werden, so dass eine blindschrei bende Stenotypistin sich vollständig auf den im Sicht feld erscheinenden Text konzentrieren kann. Die Re gelung der Textbandgeschwindigkeit und das Ein- bzw. Ausschalten des Bandlaufes kann mühelos mit tels einer z. B. durch Fingerdruck oder Fusstaste be dienbaren Fernsteuerung erfolgen. Wenn in diesem Zusammenhang Bandrollen verwendet werden sollen, dann lassen sich diese fortlaufend beschriften; die Sekretärin schreibt in vielen Fällen sogar schneller, da kein Zeilensprung beim Schreiben auftritt.
Bei Wahl einer entsprechenden Vorrichtung kann sie so gar die schreibende Hand etwa an einer Stelle belassen, während das Band unter der Hand entlang bewegt wird.