CH353935A - Verfahren zum Kaltstarten eines schnellaufenden Dieselmotors - Google Patents

Verfahren zum Kaltstarten eines schnellaufenden Dieselmotors

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CH353935A
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air
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cold start
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Siegfried Dr Ing Meurer
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Maschf Augsburg Nuernberg Ag
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Description


  Verfahren zum Kaltstarten eines     schnellaufenden    Dieselmotors    Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein Verfahren  zum Kaltstarten eines schnellaufenden Dieselmotors  mit im Kolben liegendem     rotationskörperförmigem     Verbrennungsraum und schräg ausserhalb der Mitte  im Zylinderdeckel angeordneter Düse, bei dem der  Kraftstoff als Film auf die Wandung des     Brenn-          raumes    aufgebracht und zugleich der einströmenden  Luft eine solche Drehbewegung erteilt wird, dass  hierdurch der Kraftstoff in Dampfform von der  Wandung allmählich abgelöst, vermischt und ver  brannt wird.  



  Dieses Verfahren besitzt den     Vorteil,    eine sehr  grosse Wirtschaftlichkeit der Kraftstoffausnutzung  mit einem ruhigen Gang des     Motors    zu vereinen;  dies wird durch die Eigenart der     Aufspritzung    des  Kraftstoffes auf die Wandung des Brennraumes er  reicht, wobei der Kraftstoff durch die Wärme der       Brennraumwandung    an der letzteren aufdampft und  im dampfförmigen Zustand mit der Luft     vermischt     wird.  



  Beim Starten des kalten Motors ist nun die     Brenn-          raumwand    noch nicht erwärmt und die Verdampfung  des eingespritzten Kraftstoffes geht so langsam vor  sich, dass anfänglich nur ein     kleiner    Teil desselben  zur Verbrennung gelangt. Für die eigentliche Zün  dung in der verdichteten Luft steht dann nur die  kleine Menge Kraftstoff zur Verfügung, die unmittel  bar auf die Luft     verteilt    ist und die in der gleichen  Weise wie bei einer     Dieselmaschine    üblicher Bauart  die zur initialen Zündung     erforderliche    Zerfalls  reaktion durchmacht.

   Man kann nun an sich das  Startverhalten von Dieselmotoren dadurch verbes  sern, dass man für den Kaltstart die eingespritzte  Brennstoffmenge über die normale     Vollastmenge    we  sentlich vergrössert und dadurch eine intensive     Zer-          stäubung    durch die Düsen     herbeiführt.    Nach dem  eingangs erwähnten Verfahren ist jedoch im Brenn-         raum    eine kräftige Drehung der Verbrennungsluft  in Richtung des     Brennstoffstrahlflusses    vorgesehen,  und diese Luftbewegung würde nun die     Vorteile     der     vermehrten    Kraftstoffeinspritzung im Startbetrieb  wieder zunichte machen,

   da infolge der vorhandenen  Gleichsinnigkeit von Luft- und Kraftstoffstrom die  durch die     vermehrte        Starteinspritzmenge    gebildeten  feinen     Zerstäubungsteile    wieder auf die Wand ge  worfen und damit dem     Zerfallvorgang    in der heissen  Verbrennungsluft entzogen würden. Für den Kaltstart  ist also dieser Vorgang, der beim     normalen    Lauf  der Maschine     einen    Vorteil darstellt,     nachteilig.     



  Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher,  in Verbindung mit dem bekannten     Einspritz-    und       Gemischbildungsverfahren    Massnahmen anzugeben,  durch die diese Nachteile während des     Kaltstartes     vermieden werden.  



  Diese Aufgabe wird beim erfindungsgemässen  Verfahren dadurch gelöst, dass während des     Andre-          hens        der        Maschine        nur    2     bis        10%        der        Einspritz-          menge    auf die     Brennraumwandung        (wandverteilt)    und  der Rest in die     im        Brennraum    verdichtete Luft (luft  verteilt) eingespritzt wird.

   Um dies zu erreichen,  kann die Richtung des eingespritzten Kraftstoff  strahles oder     mehrerer    Kraftstoffstrahlen beim Kalt  start derart geändert werden, dass keine oder höch  stens nur eine geringfügige     Berührung    des Kraft  stoffes mit der     Brennraumwand    stattfindet.

   Dies kann  dadurch verwirklicht werden, dass die     Einspritzdüse     bzw. die Düsenmündung während des Kaltstartes  entsprechend gedreht     wird.    Die     Kraftstoffeinspritzung     ist also dann nicht     mehr        tangential    auf die     Brenn-          raumwandung,    sondern sehnenartig     in    den     Brenn-          raum    selbst     gerichtet.    Nach erfolgter Zündung beim  Kaltstart wird die     Düse    wieder in die Betriebslage       zurückgedreht,

      um die bei dieser Lage durch die  vorwiegende Wandberührung des Kraftstoffes erreich-      bare ruhige Arbeitsweise des Motors zu gewähr  leisten.  



  Zur Erreichung des genannten Zieles kann da  durch beigetragen werden, dass während des     Kalt-          startes    die Drehgeschwindigkeit bzw. Drehrichtung  der Verbrennungsluft     vermindert    oder sogar umge  kehrt, das     heisst    dem Kraftstoffstrahl     entgegenge-          richtet    werden. Gegebenenfalls kann während des  Kaltstartes die Luftdrehung auch ganz unterbunden  werden. Die Drehung der Verbrennungsluft wird  üblicherweise durch ein abgeschirmtes Ventil oder  durch die     Ausbildung    des Ansaugkanals als     Spiral-          kanal    herbeigeführt.

   Bei beiden Anordnungen gibt es  Mittel, um die erzeugte Drehgeschwindigkeit der Luft  zu verändern oder auch     ihren    Drehsinn umzukehren.  So kann     beispielsweise    bei einem abgeschirmten Ven  til durch Verdrehen des     Schirmes    um     180         der    Dreh  sinn der Luft völlig umgekehrt werden; bei einer  Verdrehung des Schirmes um 90  besitzt die Luft  überhaupt keine Drehbewegung mehr und bei Ver  drehung um 45  ist die Drehbewegung wesentlich  verkleinert.  



       Wird    nun etwa durch Verdrehen des     Ventilschir-          mes    um 1809 der Drehsinn der Luft umgekehrt,  so     wird    die relative Geschwindigkeit zwischen Kraft  stoffstrahl und Luft, die bei     gleichsinniger    Strömung  sehr     gering    ist, sehr gross; dies hat zur Folge, dass  der Kraftstoffstrahl vom Gegenluftstrom zerrissen  wird und die auf diese Art zerstäubten Kraftstoff  teilchen nicht mehr auf die Wand des Brennraumes  gelangen können, sondern auf einer Kurve nach  dem Inneren des Brennraumes abgelenkt werden.

    Diese Kurve ist durch die     kinetische    Energie der  Kraftstoffteilchen und die     wirksamen    Luftkräfte be  stimmt. Auf diese Art bietet sich eine Möglichkeit,  die für den Kaltstart des Motors vorgesehene Dosie  rung für den Luft- und wandverteilten Kraftstoff  anteil zu beeinflussen. Der ungefähr gleiche Effekt  wird erreicht, wenn durch Verminderung der Dreh  geschwindigkeit der Luft,     also    bei einer Schirm  verstellung von z. B. 90" die     zentrifugierende    Wirkung  der Luft auf die     feinen    zerstäubten Kraftstoffteilchen       verringert    wird.

   In diesen Fällen bleiben die Brenn  stofftröpfchen, die infolge     ihrer    Feinheit für     eine     schnelle Zündeinleitung bedeutungsvoll sind, lange  genug in der Luft schweben, um zu     einer    sofortigen  Zündung zu kommen.  



  Die vorgenannten Massnahmen     werden    kom  biniert angewendet,     indem        beispielsweise    sowohl die  Einspritzdüse . verdreht als auch gleichzeitig die  Drehgeschwindigkeit der Luft verringert wird.  



  Eine weitere mögliche Massnahme besteht darin,  dass an der Einspritzdüse eine besondere Austritts  öffnung vorgesehen ist, durch die neben der Haupt  einspritzung     ein        Kraftstoffstrahl    von im voraus fest  zulegender Stärke in das Innere des     Brennraumes     gerichtet ist, wodurch der luftverteilte Anteil des  Kraftstoffes ebenfalls     vergrössert    wird.     Eine    Drehung  der Düse beim Kaltstart ist in diesem Falle nur noch       bedingt    oder überhaupt nicht erforderlich.

   Allerdings    besteht bei dieser Massnahme die Schwierigkeit, dass  ausser beim     Kaltstartbetrieb    auch im normalen Be  trieb eine grössere Menge des Kraftstoffes luftverteilt  eingespritzt wird, was mit den nachteiligen Folgen  verbunden ist, die durch die Wandverteilung des  Kraftstoffes gerade vermieden werden sollen. Die  vorgenannte Schwierigkeit lässt sich jedoch weit  gehend dadurch beseitigen, dass der für die Neben  einspritzung vorgesehenen besonderen Öffnung der  Einspritzdüse der kraftstoffunabhängig von der  Haupteinspritzung und in regelbarer Weise zuge  führt wird oder dass .eine Vorrichtung     vorgesehen     wird, wodurch     dieser    besondere     Düsenauslass    für sich  allein gesteuert werden kann.  



  Die Erfindung umfasst auch einen Dieselmotor  zur     Durchführung    dieses     Einspritz-    und     Gemisch-          bildungsverfahrens.     



  In der beiliegenden Zeichnung sind Vorrichtun  gen zur Durchführung des     Verfahrens    nach der Er  findung in mehreren     Beispielen    dargestellt, und zwar  zeigt:       Fig.    1 eine Draufsicht auf einen Kolben mit im       wesentlichen        rotationskörperförmigem    Brennraum  und     Einzeichnung    der     Strahllagen    des eingespritzten  Kraftstoffes für Normalbetrieb und     Kaltstartbetrieb,          Fig.    la einen Längsschnitt durch einen Zylinder  mit Kolben,

         Fig.    2a bis 2e     Draufsichten    auf einen Zylinder  deckel mit an sich bekanntem     Einlassschirmventil,     unter schematischer Andeutung der durch Verdre  hung des Schirmes erzielbaren     Luftströmungsände-          rungen,          Fig.    3 einen Brennraum ähnlich wie     in        Fig.    1 mit  schematischer Andeutung des     Strahlweges    für ein  fein zerstäubtes     Kraftstoffteilchen    unter der Voraus  setzung, dass Kraftstoffstrahl und Luftbewegung  gleichsinnig gerichtet sind,

         Fig.    4 denselben     Brennraum    wie in     Fig.    3, jedoch  mit schematischer Andeutung des     Strahlweges    für     das     gleiche Kraftstoffteilchen unter der Voraussetzung,  dass die Luftbewegung dem Kraftstoffstrahl entgegen  gerichtet ist,       Fig.5    einen Brennraum wie vor mit Einzeich  nung .eines aus einer besonderen Öffnung der Ein  spritzdüse austretenden Zündstrahles,       Fig.6    bis 8     Längsschnitte    durch Zylinder mit  Einspritzdüsen und Kolben.  



  Gleiche Teile sind in den Figuren der Zeichnung  mit gleichen Bezugszeichen benannt.  



  In     Fig.    1 ist 1 der Kolbenboden, in dem die den  Brennraum bildende Kolbenmulde 2 eingebettet ist.  In dem Ausschnitt 3 der Mündung des Brennraumes  oder     Brennraumöffnung    ist schematisch die Düse 4  angedeutet, deren Brennstoffstrahl 5 normalerweise  auf die     Brennraumwand    6 gerichtet ist und dort  bei 5a     tangential    auftrifft. Unter 7 ist die Drehrich  tung der Luft im Brennraum angegeben, die gleich  sinnig zur Kraftstoffeinspritzung gerichtet ist.     Beim     Kaltstart wird nun durch Drehen der Düse 4 der  Brennstoffstrahl 5 in die gestrichelt gezeichnete Lage      8 oder 9 gerichtet, je nachdem in welcher Weise der  Kraftstoffstrahl der Luftbewegung zugeordnet sein  soll.

   In der     Kraftstoffstrahllage    8 durchkreuzt die  ser Strahl mit nunmehr grossem     Strahlweg    die um  die     Brennraumachse    rotierende Luftströmung, so dass  auf diese Art bei der durch die Startdrehzahl des  Motors sich ergebende Strömungsgeschwindigkeit der  Verbrennungsluft, wie auch durch praktische     Ver-          suche        ermittelt        wurde,        höchstens        10%        der        Kraft-          stoffmenge    in der vorgeschlagenen Weise auf die       Brennraumwand    gelangt,

   während sich der Rest der       Kraftstoffeinspritzmenge    unmittelbar mit der Luft  vermischt. In der Lage 9 der Kraftstoffstrahlrichtung  ist der Strahl der Luftbewegung entgegengesetzt. In  diesem Fall ist die Zerreissung des Kraftstoffstrahles  noch intensiver, so dass hierdurch die untere Grenze       von        2%        Wandanlagerung        erreicht        wird.     



  In     Fig.    2 sind die verschiedenen möglichen Be  einflussungen der     Lufteinströmrichtung    durch Ver  änderung der Einstellung des Schirmes bei einem  an sich bekannten     Schirmeinlassventil    schematisch  veranschaulicht, wobei     Fig.    2a die normale oder Be  triebsstellung des Schirmventils zeigt. Das im Deckel  10 des Zylinders angeordnete Schirmventil<B>11</B> mit  Schirm 12 bewirkt in dieser Stellung, dass die durch  den     Einlasskanal    13 zuströmende Luft 14 im Zuge  der gestrichelt angedeuteten Pfeilrichtung 15 in den  Zylinder ausströmt, wodurch die erwünschte Dreh  richtung in der Pfeilrichtung 16 im Zylinder zustande  kommt.

   Wird der     Schirm    12, wie die in     Fig.    2b ge  zeigt ist, um 90  verdreht, dann kann die Luft so  wohl in Pfeilrichtung 15 als auch in der entgegen  gesetzten Pfeilrichtung 17 ausströmen und es ent  steht keine Drehbewegung mehr im Zylinder. Wird  schliesslich der Schirm 12 um     180     gegenüber seiner  ursprünglichen Lage verdreht, so dreht sich der  Drehsinn der Luft im Zylinder völlig um, wie dies  in     Fig.    2c durch die Pfeilrichtung 18 angedeutet     ist.     



  Beim Kaltstart ist also der Schirm in die Stellung  der     Fig.2b    oder 2c gedreht, und gleichzeitig wird  der Kraftstoff durch eine hier nicht dargestellte Düse  derart in den Brennraum eingespritzt, dass in     Ver-          bindung        mit        der        Luftbewegung        nur    2     bis        10%        der     Einspritzmenge auf die     Brennraumwand    gelangt.  



  In     Fig.    3, deren Brennraum im wesentlichen dem  jenigen von     Fig.    1 entspricht, ist mit 6 wieder die       Brennraumöffnung    im weiter nicht dargestellten Kol  ben bezeichnet. Die betriebsmässige Drehbewegung  der Luft ist schematisch durch die Pfeilrichtung 16  versinnbildlicht. Die Achse     eines        Kraftstoffstrahles,     der aus der Düse 4 auf die     Brennraumwand    ausge  spritzt wird, ist mit 19 bezeichnet. Ein vom Kraft  stoffstrahl abgesplittertes Kraftstofftröpfchen 20 möge  nun ohne     Einflussnahme    von Luftkräften die Rich  tung 21 haben.

   Treten nun Luftkräfte im Sinne der  durch die Pfeile 16 angegebenen Luftdrehung auf, so  wird das Kraftstofftröpfchen 20 auf der punktiert  gezeichneten Bahn 20a auf die     Brennraumwand    6  zentrifugiert. Wenn sich nun, wie in     Fig.4    darge  stellt, die     Drehrichtung    der Luft entsprechend den    Pfeilen 18     umkehrt,    dann ändert sich die Bahn des  Tröpfchens 20 entsprechend der gepunkteten Linie  22, und der Kraftstofftropfen     legt    dabei einen grösse  ren Weg in der Luft zurück, so     d'ass    er während  seiner relativ langen Flugzeit chemisch zerfällt und       luftverteilt    zündet.  



  In     Fig.5    ist dargestellt, wie ein verbesserter  Kaltstart gegebenenfalls auch ohne Drehung der Ein  spritzdüse mittels eines     zusätzlichen        Zündstrahles     bewirkt werden kann. Mit 6 ist wiederum die     Brenn-          raumöffnung    bezeichnet und die Drehrichtung der  Luft ist unter 16     angegeben.    Aus der Düse 4 wird  der     Hauptbrennstoffstrahl    5 konstant, das heisst für  alle Betriebszustände - also auch beim Kaltstart   auf die     Brennraumwand    6 -aufgetragen.

   Die Düse 4  ist jedoch mit einer besonderen Austrittsöffnung 4a  versehen, aus der ständig     ein    weiterer Kraftstoff  strahl 23 als     Zündstrahl    für den Kaltstart gegen das  Zentrum des Brennraumes hin austritt. Es können  dabei weitere Mittel mit vorgesehen werden, um  die     Düsenöffnung    4a für sich allein mit Kraftstoff  zu versorgen oder dieselbe durch selbständiges, öff  nen und Schliessen zu steuern. Der     Kraftstoffstrahl.    23  ist, abgesehen davon, dass er die     Brennraumwand     nicht berührt, ausserdem vorzugsweise noch gegen  die Drehrichtung 16 der Luft geführt, so dass eine       möglichst    starke Luftverteilung ohne Wandberührung  stattfindet.  



  In     Fig.    la ist ein im Kolben 4 angeordneter  Brennraum 6 mit einer an der Mündung angeord  neten     Abschrägung    6a dargestellt. Der Kraftstoff       wird    aus der Düse 8     tangential    auf die Wandung des  Verbrennungsraumes in Form     eines    Filmes aufge  spritzt. Die Richtung der Luftströmung ist im we  sentlichen dieselbe wie die des     Kraftstoffstrahles.    Der       Einlasskanal    10     ist    hier im Zylinderkopf angeordnet.

    Ausserdem ist hier noch das     Einlassventil    dargestellt,  dessen Kopf 14 auf dem Ventilsitz 12     aufsitzt    und  dessen Schaft mit 16 bezeichnet ist. Auf dem Ventil  kopf ist ein Schirm 18 angeordnet, der sich .etwa  auf einen Winkelbereich von 45  erstreckt. Die Stel  lung des Ventils kann durch Drehen des Ventils  verändert werden. Zu diesem Zweck ist am Ventil  kopf eine verzahnte Scheibe 20 befestigt, deren Ver  zahnung mit der Verzahnung eines     Verstellgliedes    22  in     Eingriff    steht, so dass je nach Verschiebung die  ses Gliedes 22 der Ventilschirm 18 in seine jeweils  vorgesehene Lage verdreht werden kann.  



  In den     Fig.    6 und 7 ist eine     verdrehbare    Düse  dargestellt. In diesem Falle ist     mit    44 der Düsen  halter einer Düse 4 bezeichnet, die im     Zylinderkopf     30 drehbar gelagert ist. Zum Zwecke der Verdrehung  des Düsenhalters ist ein     Verstellhebel    45 vorgesehen.  Die Zylinderwandung ist hier mit 31 und der Maschi  nenkolben mit 32 bezeichnet.

   Beim Kaltstart wird  die Düse 44 mittels des Hebels 45 in ihre in     Fig.    6  dargestellte Lage verdreht, so dass der aus der Düsen  mündung 4a austretende     Kraftstoffstrahl    5 unmittel  bar in die im Verbrennungsraum vorhandene Ver  brennungsluft     eindringt.    Im anderen Falle, also bei      normalem Lauf der Maschine, wird der Düsenhalter  44 mittels des Hebels 45 in die in     Fig.    7 dargestellte  Lage verdreht, so dass der aus der Mündung 4a  austretende Kraftstoffstrahl 5 im Sinne einer Film  auftragung auf die     Brennraumwand    auftrifft.  



  Die Teile in     Fig.    8 der hierin dargestellten     Brenn-          kraftmaschine    sind dieselben wie in     Fig.6    und 7.  Jedoch sitzt bei dieser Anordnung der Düsenhalter  44 fest im Zylinderkopf 30, wobei die Düse 4 ausser  ihrer     Hauptaustrittsöffnung,    aus welcher der Kraft  stoffstrahl 5 gegen die Wandung des Brennraumes 2  gespritzt wird, noch eine     Hilfsöffnung    4a besitzt, von  der aus ein getrennter Kraftstoffstrahl 23 unmittel  bar in das     Brennrauminnere    gerichtet ist.

   Jeder die  ser     Düsenaustrittsöffnungen    wird der Kraftstoff  durch besondere Kanäle 46, 47 innerhalb des Düsen  halters und damit in Verbindung stehenden Leitun  gen 46a, 47a ausserhalb des Düsenhalters zuge  führt, wobei in jeder dieser Zuleitungen ein Re  gelorgan 48 bzw. 49 angeordnet ist, so dass es       möglich    ist, die Zufuhr des Kraftstoffes zu der       Hauptaustrittsöffnung        unabhängig    von der Kraftstoff  zufuhr zur     Hilfsöffnung    4a im Sinne der beim Start  vorgesehenen     prozentualen        Kraftstoffluftverteilung     und     Kraftstoffwandanlagerung    zu regeln.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Kaltstarten eines schnellaufen den Dieselmotors mit im Kolben liegendem rotations- körperförmigem Verbrennungsraum und schräg ausser halb der Mitte im Zylinderdeckel angeordneter Düse, bei dem der Kraftstoff als Film auf die Wandung des Brennraumes aufgebracht und zugleich der ein strömenden Luft eine solche Drehbewegung erteilt wird, dass hierdurch der Kraftstoff in Dampfform von der Wandung allmählich abgelöst, vermischt und verbrannt wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass während des Andrehens der Maschine nur 2 bis 1011/o der Einspritzmenge auf die Brennraumwand und der Rest in die im Brennraum verdichtete Luft eingespritzt wird. II. Dieselmotor zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine verstellbare Kraftstoffeinspritzdüs.e (4), die während des Startvorganges aus ihrer normalen Be triebslage so gedreht werden kann, dass der Kraft- Stoffstrahl (6)
    oder mehrere solche Kraftstoffstrahlen nicht mehr unmittelbar und tangential auf die Brenn- raumwand auftreffen, sondern sehnenartig in den Brennraum gerichtet sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass beim Kaltstart die Richtung min destens eines Kraftstoffstrahles gegenüber der nor malen Strahllage geändert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Kaltstartes der Drehsinn der Luft gegenüber der Einspritzrichtung des Kraftstoffes umgekehrt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass während des Kaltstartes nahezu keine Drehbewegung der Luft stattfindet. 4. Verfahren nach den Unteransprüchen 1 und 2. 5. Verfahren nach den Unteransprüchen 1 und 3. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach erfolgtem Kaltstart die Kraftstoffeinspritzung und Luftdrehung auf den nor malen Betriebszustand zurückgebracht werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Andrehen der Maschine der für die Luftverteilung vorgesehene Kraftstoff anteil durch einen besonderen Kraftstoffstrahl ein gespritzt wird. B.
    Dieselmotor nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kraftstoffstrahl (6) während des Kaltstartes etwa nach der Mitte des Brennraumes hin gerichtet werden kann. 9. Dieselmotor nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die den Kraftstoff auch beim Kaltstart auf die Brennraumwandung (6) aufsprit zende Düse (4) eine besondere Öffnung (4a) auf weist, durch die abhängig oder unabhängig vom wandaufgespritzten Hauptkraftstoffstrahl (5) ein wei terer Kraftstoffstrahl (23) als Zündstrahl unmittelbar in die Verbrennungsluft eingespritzt wird. 10. Dieselmotor nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die besondere Öffnung (4a) der Düse (4) für sich steuerbar ist.
CH353935D 1954-07-24 1955-07-25 Verfahren zum Kaltstarten eines schnellaufenden Dieselmotors CH353935A (de)

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