CH353939A - Spiralfeder, hergestellt aus einem bandförmigen Federmaterial, Verfahren zur Herstellung der Spiralfeder und Verwendung derselben - Google Patents

Spiralfeder, hergestellt aus einem bandförmigen Federmaterial, Verfahren zur Herstellung der Spiralfeder und Verwendung derselben

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CH353939A
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Description


  Spiralfeder, hergestellt aus einem bandförmigen Federmaterial,       Verfahren    zur Herstellung der Spiralfeder und Verwendung derselben    Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine aus  einem     bandförmigen    Federmaterial hergestellte Spi  ralfeder, ein Verfahren zur Herstellung der Spiral  feder, die     cinerends    an einem ersten und     andernends     an einem zweiten von zwei relativ zueinander beweg  lichen koaxialen Organen befestigt ist, und eine Ver  wendung dieser Spiralfeder.  



  Es sind Spiralfedern aus bandförmigem Feder  material bekannt, die erfahrungsgemäss den Nach  teil haben, dass sie einen sehr steilen Gradienten be  sitzen, so dass das beim Abrollen der Feder abgege  bene Drehmoment sehr rasch abnimmt.  



  Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu  vermeiden und eine Spiralfeder mit einem     verhältnis-          mässig    niedrigen     Drehmomentgradienten    zu     bilden,     welche Spiralfeder eine grosse     Durchbiegung    und  ein hohes Ausgangsdrehmoment besitzt.  



  Die erfindungsgemässe     Spiralfeder    zeichnet sich  dadurch aus, dass sie in entgegengesetzter     Richtung     zur ursprünglichen     Spiralform    gewickelt ist und min  destens angenähert ihre Gesamtlänge zur Ausübung  einer Kraftwirkung verwendbar ist, die während ihrer  Dauer mindestens angenähert konstant ist,     ferner    dass  das bandförmige Federmaterial derart vorgespannt  ist, dass irgendein Abschnitt der Federwindungen im       unbeeinflussten    Zustand eine Krümmung aufweist,  die entgegengesetzt zur ursprünglichen Krümmung  vor dem Umwickeln ist.  



  Das     Verfahren    zur Herstellung der erfindungs  gemässen Spiralfeder besteht darin, dass man     einem     bandförmigen Federmaterial in seiner Längsrichtung  eine solche     Vorspannung    erteilt, dass es in unbelaste  tem Zustand die     Form    einer Spirale mit dicht     anein-          anderliegenden    Umgängen annimmt, worauf man das  das innere Ende der Spiralfeder bildende Ende des  spiralförmigen Federbandes an einem Organ befestigt,    welches das innere Organ der beiden koaxialen Or  gane der     Spiralfeder    bildet,

   auf welches     man        alsdann     das Federband     in    entgegengesetzter Richtung um  wickelt, derart, dass die     Durchbiegung    der Feder  an allen Stellen nach dem     Umwickeln    innerhalb der       Elastizitätsgrenze        liegt    und mindestens angenähert die  ursprünglich vorhandene     Vorspannung        in    der     Längs-          richtung    erhalten ist,     ferner    dass man das nach dem  Umwickeln äussere Ende der     Spiralfeder    am äusseren  koaxialen Organ befestigt,

   so dass sich die Feder  aus der einen geschlossenen, aufgerollten, am einen  Organ anliegenden Spirale in     eine    geschlossene, auf  gerollte, am anderen Organ anliegende Spirale um  wickeln kann.  



  Die Verwendung der     Spiralfeder    ist dadurch ge  kennzeichnet, dass sowohl das innere als auch das  äussere Ende der Feder je an einem Organ befestigt  sind, von welchen Organen das eine Organ gegen  über dem anderen Organ drehbar ist und     mittels,    eines  Zugmittels im einen Drehsinne zur     überführung    der       Spiralfeder    aus der Ruhelage in die gespannte Lage     in     Drehung versetzt werden kann, während die Rück  führung der Feder aus der gespannten Lage in die       ungespannte    Ausgangsstellung unter der Wirkung der  Federkraft selbsttätig erfolgt.  



  In den Zeichnungen sind ein Ausführungsbeispiel  des     Erfindungsgegenstandes    sowie einige Anwen  dungsbeispiele dargestellt. Es zeigt:       Fig.    1 im Aufriss     eine    aus einem Metallband her  gestellte Spiralfeder in gespanntem Zustand vor der  Montage auf einer Welle,       Fig:

  2    die     Spiralfeder    in     gespanntem    Zustande  nach erfolgter Befestigung ihres einen Endes an     einer     Welle und     ihres    anderen Endes an einer     Trommel,          Fig.    3 die     Spiralfeder    von     Fig.    2 nach     erfolgter          Entspannung,              Fig.    4 die Spiralfeder in Verbindung mit einem       Messband    in entspanntem Zustande,       Fig.    5     einen    Schnitt nach der Linie 5-5 in     Fig.    4,

         Fig.    6 einen analogen Aufriss wie die     Fig.    2 und 3,  wobei jedoch die Spiralfeder angenähert zur     Hälfte     abgewickelt ist,       Fig.    7 die Spiralfeder in Verbindung mit einem  abgeänderten Haltemittel für das eine Ende,       Fig.    8 die Spiralfeder an einem als Fahrzeug aus  gebildeten Spielzeug im     Grundriss,    welches Spiel  zeug in       Fig.    9 zum Teil im Aufriss, zum Teil im Schnitt  gezeigt ist.  



  Zur Herstellung der Spiralfeder wird ein band  förmiges Material aus Federstahl verwendet. Das  bandförmige Material wird zu einer Spirale geformt,  wie     Fig.    1 zeigt, derart, dass die einzelnen Umgänge  satt     aufeinanderliegen,    das Federmaterial aber ent  spannt ist.

   Es hat sich als     zweckmässig    erwiesen, bei  der Verformung des bandförmigen Federmaterials so  vorzugehen, dass eine     Vorspannung    in der Längs  richtung, die jedem Abschnitt des Bandmaterials mit  geteilt wird, so gewählt wird, dass der     Krümmungs-          radius    des Abschnittes im Ruhezustand der Feder  nicht wesentlich grösser ist als der     Krümmungs-          radius    des nächstfolgenden inneren Abschnittes.

   Dies  kann beispielsweise erreicht werden, indem man  das     bandförmige        Federmaterial    in der Längsrichtung  einer Streckoperation unterzieht, derart, dass die zu  rückbleibenden Spannungen sich beim anschliessenden       Rückwärtswinden    günstig auswirken. Das bandför  mige Federmaterial, aus dem die Feder 1 geformt  wird, kann die jeweils gewünschte Breite und Dicke  besitzen und dem beabsichtigten     Verwendungszweck     angepasst sein, um die     erforderliche    Kraftwirkung zu  erzeugen.  



  Die in     Fig.    1 gezeigte Feder 1 weist ein inneres  Ende 2 und ein äusseres Ende 3 auf. Die Krümmung  der äusseren Umgänge der Feder sind     derart,        d'ass     sie die Neigung zeigen, sich. aus der gezeigten Lage  in     Fig.    1 in der Richtung der Pfeile 4 zusammen  zuziehen, das heisst es werden die äusseren Umgänge  der Feder durch die     darunterliegenden    Umgänge  in Expansion gehalten, so dass sie im Ruhezustand,  das heisst, wenn die inneren Umgänge nicht vorhan  den wären, einen kleineren     Krümmungsradius    auf  weisen würden.

   Die in     Fig.    1 eingezeichneten Ab  schnitte 5 stellen die normalen     Durchbiegungen    für  kurze Stücke der     Federumgänge    dar, wenn solche  aus irgendeinem     Teil    der Feder herausgeschnitten  würden. Diese Abschnitte veranschaulichen daher  die bleibende     Durchbiegung    des Federbandes.  



  Zum Gebrauch der Feder 1 wird     ihr    äusseres Ende  3 mittels einer Niete 13     (Fig.    2) mit     einer    Welle 6  verbunden, die in der Richtung des Pfeils 7 im Uhr  zeigerdrehsinne gedreht wird. Der Pfeil 7 gibt daher  die     Aufrollrichtung    des Federbandes auf die Welle 6  an, wenn die Spiralfeder aus der     Spiralform    des Band  materials gebildet wird.

   Wenn das Federband voll-    ständig in die in     Fig.    2 gezeigte Form umgerollt wor  den ist, wird das ursprünglich     innere    Ende 2 der  Feder 1 zum äusseren Ende 9, das mittels einer  Niete 10 am Innenmantel einer als Halteorgan be  stimmten Trommel 11 befestigt wird, die eine  koaxiale Lage zur Welle 6 als inneres Halteorgan  einnimmt,     aber    auch durch ein anderes Organ, z. B.  durch eine Spule ersetzt sein kann. In der in     Fig.    2  gezeigten Lage der Feder sind die Federkräfte von  der Federachse aus nach auswärts gerichtet, wie die       Pfeile    12 zeigen, welche Federkräfte somit die ent  gegengesetzte Richtung wie in     Fig.    1 haben.

   In     Fig.    2  ist die Feder mit 8 bezeichnet, um anzuzeigen, dass  sie im entgegengesetzten Sinne gewickelt ist wie das  Bandmaterial 1 in     Fig.    1. Die Abschnitte 14 zeigen  die normale     Durchbiegung    des Federbandes irgend  eines beliebigen Abschnittes der Feder B.     Diese    Ab  schnitte besitzen im Gegensatz zu den Abschnitten 5  in     Fig.    1 konkave Form, die von der Feder weg  gerichtet sind, während die konkaven Segmente 5  auf die Feder zu gerichtet sind.  



  Wie bereits erwähnt, sind die     Durchbiegungen     in der Längsrichtung der Feder 1, nachdem sie aus  der Lage gemäss     Fig.    1 in diejenige nach     Fig.2     gerollt worden ist, entgegengesetzt zu denjenigen       Durchbiegungen    gerichtet, die bei einer Federbela  stung vorhanden sind. Diese bleibenden Durch  biegungen dienen zur Verminderung der totalen Span  nung im Material.

   Es ist deshalb möglich, die Be  lastungsspannung auf Werte zu steigern, die sonst  nicht möglich wären, was sich in der Praxis dahin  auswirkt, dass zur Erzielung eines bestimmten Dreh  momentes die Feder aus einem dünneren     Material     hergestellt werden kann, welches Drehmoment sich  aus einem kleineren     Drehmomentgradienten    des Ma  terials ergibt.  



  Nachdem das Winden der Feder auf die Welle 6  beendet und diese in die Lage nach     Fig.    2 gebracht  worden ist, kann sie entweder bei feststehender Trom  mel 11 ein Drehmoment auf die Welle 6 oder bei  feststehender Welle 6 ein solches auf die Trommel 11  ausüben. Im letzteren     Falle,    das heisst bei frei be  weglicher Trommel 11, führt diese, wenn sie losge  lassen wird, eine Drehbewegung in der Pfeilrichtung  15 aus. Sobald die Trommel 11 eine bestimmte An  zahl Umdrehungen ausgeführt hat, heben sich die  einzelnen Federumgänge, wie in     Fig.6    gezeigt ist,  voneinander ab, so dass die Federkraft der ganzen  Feder von der Befestigungsstelle 10 bis zur Befesti  gungsstelle 13 wirksam wird.

   Die Trommel 11 setzt       ihre    Drehbewegung im     Uhrzeigerdrehsinne    von     Fig.    2  fort, bis schliesslich die     Federumgänge    sich aufeinan  derlegen und an die Innenwandung der Trommel an  legen, wie     Fig.    3 zeigt. In diesem Zustande der Feder  treten nur noch radial wirkende Kräfte im Sinne der  Pfeilrichtungen 16 auf. In diesem Zustande der Feder  8 haben die Abschnitte 17, wenn solche aus den  Umgängen herausgeschnitten würden, eine der nor  malen Spannung der Feder entsprechende Durch  biegung.

             Fig.    3 stellt die normale Lage der Feder 8 dar,  wenn der durch diese Feder die Welle 6 und die  Trommel 11 gebildete Federmotor zum     Stillstand     gekommen ist, während die     Fig.    2 den Federmotor       bei    gespannter Feder darstellt.

   Die     Fig.    6 zeigt die  verschiedenen Elemente des Federmotors während  der Entspannung der Feder, das heisst während des  Betriebs des Federmotors, dessen Feder 8 von einer  geschlossenen aufgerollten Ausgangsstellung     (Fi,2)     mit     kleinerem    Aussendurchmesser in eine ebenfalls  geschlossene umgerollte Endstellung     (Fig.3)    mit  grösserem Aussendurchmesser übergeht, wobei in der  Ausgangsstellung der innerste Umgang auf der Welle  6     aufliegt,    während in der Endstellung sich der  äusserste Umgang an der     Innenmantelfläche    der  Trommel 11 anlegt,

   wobei aber sowohl in der Aus  gangsstellung als auch in der Endstellung jeweils eine       Spiralform    mit satt     aufeinanderliegend'en    Umgängen  vorliegt.  



       Fig.    7 zeigt eine geänderte Ausführungsform des  Federmotors, die von derjenigen nach     Fig.2    sich  dadurch unterscheidet, dass das     äussere    Ende der  Feder 8 an einem auf einem Bolzen 35     montierbaren     Ansatz 34 befestigt ist. Vorgesehen sind     zwei    solche  an einer Scheibe 36 angebrachte Balzen 35, die im  Abstand     auseinand'erliegen,    so dass der mit dem Fe  derende verbundene Ansatz 34 je nach     Erfordernis     am einen oder anderen Bolzen fixiert werden kann.

    Vorhanden ist noch eine zweite     gleichartige        Scheibe,     die nicht dargestellt, aber im Abstand von der ersten  Scheibe und parallel zu dieser angeordnet ist, zwi  schen denen sich die Feder befindet und von diesen  in Stellung gehalten ist.  



  Der Federmotor lässt sich in Verbindung mit den  verschiedensten Vorrichtungen mit äusserst guten  Ergebnissen verwenden. Beispielsweise lässt sich der  Federmotor     derart    ausbilden, dass er sich in Kameras,  Uhren, Aufzugs- und     Aufwickel-    oder     Aufrollvorrich-          tungen    wie     Messbändern    und dergleichen Vorrichtun  gen verwenden lässt, das heisst in Verbindung mit  Vorrichtungen, bei denen ein niedriger Drehmoment  gradient, ein langer Ausschlag und ein hohes An  fangsdrehmoment besonders erwünscht sind.  



  Als Beispiel einer solchen Anwendungsform ist  in     Fig.    4 und 5 ein     Messband    dargestellt, bei welchem  das innere Ende 19 der Feder 18 an einer kleinen  Trommel 21 bei 20 befestigt ist. Das äussere Ende 22  der Feder 18 ist mittels einer Niete 23 an     einer     Trommel 24 angeschlossen. Die Trommel 24 mit der  Feder 18 ist auf einem Bolzen 25     (Fig.    5) mittels  eines Kugellagers 26 montiert, das in einer Nabe 27  angeordnet ist. Die Nabe 27 bildet vorzugsweise     einen     Teil eines stationären Gehäuses 28, das einen sich  über den Umfang erstreckenden Rand 29, an den  ein Teil 30 anschliesst, der parallel zur Gehäusewand  28 liegt und sich in Richtung auf die Achse des  Gehäuses erstreckt, aufweist.

   Auf diese Weise bilden  die Teile 28, 29 und 30 ein ringförmiges Gehäuse,  in dem das aus Stahl, einem     Textilmaterial    oder einem  anderen Material bestehende     Messband    31 unterge-    bracht ist, dessen inneres Ende     mittels    der Niete 23  mit der Trommel 24 verbunden ist. An das äussere  Ende des     Messbandes        ist    eine Drahtöse 32 ange  schlossen. Das     Messband    31 ist durch einen     Schlitz     33 im Rand 29 des äusseren Gehäuses hindurchge  führt.

   Wird     in    der Lage des     Messbandes    nach     Fig.    4  dieses herausgezogen, ändert die Feder 18 entspre  chend der Auszugslänge ihre Lage, bis     schliesslich     die Lage nach     Fig.2    erreicht ist. In dieser Lage       ist    das     Messband    vollständig aus dem Gehäuse heraus  gezogen.

   Wird das ausgezogene     Messband    losgelassen,  bewirkt die beim Ausziehen gespannte Feder das       Wiederaufwickeln    des     Messbandes,        das    heisst die       Rückführung    in das Gehäuse in die Lage gemäss       Fig.4,    wobei die Federkraft während der ganzen  Dauer des     Aufrollens    mindestens angenähert kon  stant bleibt.  



  Beim Aufrollen des     Messbandes    ist es notwendig,  die Bewegungen der Feder     zu    steuern, z. B. durch  das Gehäuse. Die Befestigungsstellen an den Enden  der Feder müssen fixiert sein, wobei aber die eine  Befestigungsstelle gegenüber der anderen Befesti  gungsstelle eine kreisförmige Bewegung auszuführen       in    der Lage sein muss. Die Federkraft der Feder 8  in     Fig.    2 ist über die ganze     Länge    der Feder von der  Befestigungsstelle 13 bis zur Befestigungsstelle 10  wirksam, so dass das     Messband    31 über seine ganze  Länge aus dem Gehäuse 28, 29, 30     herausgezogen     werden kann.

   Die     Trommel    24 dreht sich dabei, so  dass die Umgänge der Feder in die in     Fig.    3 und 4  gezeigte Lage gelangen, wenn das     Messband        innerhalb     des Gehäuses vollständig aufgerollt ist. Der auf das       Messband    wirksame, das Zurückrollen bewirkende  Zug bleibt während des     Aufrollens    praktisch unver  ändert.  



  Eine weitere Anwendungsform     des    Federmotors  ist in     Fig.    8 und 9 dargestellt, die ein     Spielzeug    in der  Form eines Fahrzeuges darstellen, das selbsttätig  mindestens angenähert in seine Ausgangsstellung zu  rückkehrt, nachdem es von Hand in Bewegung ge  setzt worden ist, wobei es gleichgültig ist, ob das  Fahrzeug in der Ausgangsstellung     vorwärts    oder  rückwärts bewegt wird.  



  Das Fahrzeug weist zwei Wellen 40 und 42 mit  je einem Rad 44 auf jedem Wellenende auf. Auf dem  Boden 46 des Fahrzeuges ist eine Konsole 48 be  festigt, die ein Lager für das eine Ende einer Welle  50 trägt. Die Welle 50 ist ausserdem drehbar im Bo  den 46 des Fahrzeugkörpers gelagert, wobei sie durch  eine     Bohrung    52 des letzteren ragt, wie     Fig.    9 zeigt.  Eine Feder 54, vorzugsweise in der Ausführungsform  nach     Fig.    3, ist mit ihrem inneren Ende an der Welle  50 oberhalb des Bodens 46 mittels einer Schraube 58  befestigt. In der Welle 50 könnte auch ein     Schlitz    zum       Durchstecken    des     Federendes    56 vorgesehen sein.  



  Die Feder 54 ist innerhalb eines Gehäuses 60  angeordnet, mit dem das äussere Ende der Feder ver  bunden ist. Das Gehäuse befindet sich unmittelbar  über dem Boden 46. Die Feder 54 lässt sich durch      Drehung der Welle 50 im     Uhrzeigerdrehsinne    von       Fig.    8 auf     letztere    aufrollen. Die Feder weist eine  Federspannung auf, die derart wirksam ist, dass  sie die Welle 50 im     Gegenuhrzeigerdrehsinn    zu drehen  bestrebt ist.  



  Der unterhalb des Bodens 46 befindliche Teil  der Welle 50 trägt eine Trommel 62, auf der ein  flexibles     Zugmittel    64,     beispielsweise    eine Saite, auf  gewunden ist. Das     eine    Ende des Zugmittels 64 ist  an der Trommel befestigt, welches Zugmittel derart  auf die Trommel 62 aufgewickelt ist, dass bei Aus  übung eines Zuges auf das Zugmittel 64 im Sinne des       Abrollens    von der Trommel 62 diese eine Rotations  bewegung im     Uhrzeigerdrehsinne    von     Fig.8    aus  führt.

   Das zweite Ende des Zugmittels 64 ist derart  mit der einen Welle 40 des Fahrzeuges verbunden,  dass bei einer Drehung der Räder 44 das Zugmittel  auf die Welle aufgewickelt     wird.    Die Welle 40 kann  zum     Zwecke    der Befestigung des Zugmittels 64 auch  mit einer Bohrung 66 versehen sein, durch welche  das     Zugmittelende    68 gestossen werden kann, so dass  die Bildung eines Knotens am     Zugmittelende    zur  Herstellung der gewünschten Verbindung mit der  Welle 40 genügt. Es könnte aber auch auf der Welle  40 eine Rolle angebracht sein, an der das Zugmittel  ende 68 zu befestigen ist.  



  Das fahrbare Spielzeug kann auf eine ebene       Fläche,    beispielsweise einem Zimmerboden, abge  stellt werden, auf dem es frei rollen kann. Ein von  Hand ausgeübter kräftiger Stoss bringt das Fahrzeug  in Bewegung, wobei die Welle 40 im Gegenuhr  zeigerdrehsinne von     Fig.    9 in Drehung versetzt wird,  was zur Folge hat, dass das Zugmittel 64 von der  Trommel 62 ab-     und    auf die Welle 40 aufgerollt wird.  Das Zugmittel 64 veranlasst somit eine entsprechende  Drehung der Welle 50, wodurch sich die Feder 54 auf  die Welle 50 aufrollt. Die Feder 54     nimmt    ursprüng  lich, das heisst in entspanntem Zustand, eine Lage  ein, die identisch ist mit der Feder 8 in     Fig.    3.

   Wenn  sie zufolge der     Vorwärtsbewegung    des Fahrzeuges  unter dem     Einflosse    des von Hand     erteilten    Stosses  vollständig auf die     Welle    50 aufgerollt und dadurch  gespannt ist, nimmt sie eine Lage entsprechend der  Feder 8 in     Fig.    2 ein.  



  Ist das Fahrzeug am Ende seiner Vorwärtsbewe  gung angelangt, leitet die gespannte Feder 54 die       Rückwärtsbewegung    ein, indem sie die Welle 50 in  der entgegengesetzten Drehrichtung dreht, wodurch  das Zugmittel 64 auf die Trommel 62 aufgerollt  wird. Das Zugmittel 64 dreht die Welle 40 nunmehr  im     Uhrzeigerdrehsinn,    und das Fahrzeug kehrt an  seine     ursprüngliche    Ausgangsstelle     zurück.    In vielen  Fällen reicht aber die während der     Vorwärtsbewegung     des Fahrzeuges in der Feder 54 aufgespeicherte Kraft  aus, um das Fahrzeug im rückläufigen Sinn über die  Ausgangsstellung hinaus zu bewegen.

   Während der       Rückwärtsbewegung    des Fahrzeuges wird das Zug  mittel 64 wieder auf die Trommel 62 aufgerollt,  jedoch in entgegengesetzter Richtung, als dies     ur-          sprünglich    der Fall war. Das Zugmittel 64 dreht    dabei die Trommel im     Gegenuhrzeigerdrehsinne    von       Fig.    8, so dass dem     Aufwickelsinn    auf der Welle keine  Bedeutung zukommt. In der Praxis bewegt sich das  Fahrzeug bei der Rückwärtsbewegung nur     über    eine  kurze Strecke über die Ausgangsstelle hinaus, um die  Bewegungsrichtung neuerdings zu ändern und auf die  Ausgangsstelle zu zu rollen.

   Meistens kehrt aber das  Fahrzeug bis zur Ausgangsstelle zurück, wie Versuche  ergeben haben.  



  Ein zum Gebrauch an einem Spielzeug bestimmter  Federmotor kann auch die in     Fig.    4 dargestellte Aus  führungsform aufweisen, in welchem Falle das     Mess-          band    31 durch eine Saite oder ein anderes     flexibles     Zugmittel ersetzt wird, das auf die Trommel 24 auf  gewickelt wird. Die Trommel 24 und das äussere  Ende der Feder rotieren, während das innere Feder  ende in einem solchen Falle fest bleibt.  



  Wie bereits erwähnt, ist es möglich, die Feder  1 aus einem geeigneten bandförmigen federnden Ma  terial analog     Fig.    1 herzustellen, das ein über die  ganze Länge reichende annähernd konstante Span  nung besitzt. Die Feder kann aber auch eine über die       ganze    oder einen Teil ihrer Länge veränderliche Span  nung besitzen. Die Feder kann in umgekehrter Rich  tung auf eine Achse oder Welle im Sinne der  Ausführungsform nach     Fig.2    aufgewickelt und ihr  neueres äusseres Ende an einem geeigneten Halte  organ befestigt sein, das koaxial und drehbar in     bezog     auf die Achse oder Welle angeordnet ist, in welcher  Stellung und Bedingung die Feder     fertig    zum Ge  brauch zur Verfügung steht.  



  Es ist aber auch möglich, das vorgespannte band  förmige Federmaterial in die aufgewickelte Form  der Feder 8 nach     Fig.    2 zu bringen, das heisst das  Material, wie es aus der die     Vorspannung    erzeugen  den Maschine herauskommt, zur Feder aufzuwickeln       (Fig.    2), ohne dass die     Verformung    über die in     Fig.    1  gezeigte Vorstufe zur Anwendung kommen muss. Das  Vorspannen des Federmaterials zwecks     Vorformung     kann auch abschnittsweise vorgenommen werden  oder derart erfolgen, dass die einzelnen Abschnitte  der     Reihe    nach vorgespannt werden.

   In jedem Falle  werden die bleibende     Durchbiegung    und der     minimale     Durchmesser des Halteorgans, auf das die Feder auf  gerollt wird, stets so gewählt, dass die     Durchbiegung     innerhalb der     Elastizitätsgrenze    des Federmaterials  liegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Aus einem bandförmigen Federmaterial herge stellte Spiralfeder, dadurch gekennzeichnet, dass sie in entgegengesetzter Richtung zur ursprünglichen Spi- ralform gewickelt ist und mindestens angenähert ihre Gesamtlänge zur Ausübung einer Kraftwirkung ver wendbar ist, die während der Dauer mindestens an genähert konstant ist, ferner dass das bandförmige Federmaterial derart vorgespannt ist, dass irgend ein Abschnitt der Federwindungen im unbeeinflussten Zustand eine Krümmung aufweist, die entgegengesetzt zur ursprünglichen Krümmung vor dem Umwickeln ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Spiralfeder nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Federmaterial vor dem Um wickeln die Form einer geschlossenen, aufgerollten Spirale mit aufeinanderliegenden Federumgängen auf weist. 2. Spiralfeder nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass ihr eines Ende an einem ersten und ihr anderes Ende an einem zweiten von zwei koaxialen Organen befestigt sind, von welchen Organen min destens das eine drehbar gegenüber dem anderen Organ ist. 3. Spiralfeder nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass ihr äusseres Ende mit der Innenseite des äusseren Organs und ihr inneres Ende mit der Aussenseite des inneren Organs verbunden ist.
    4. Spiralfeder nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das äussere Organ gegenüber dem inneren Organ um eine beiden Organen gemeinsame Achse drehbar ist. PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung einer Spiralfeder nach Patentanspruch I, die einerends an einem ersten und andernends an einem, zweiten von zwei relativ zuein ander beweglichen koaxialen Organen befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass man einem bandförmi gen Federmaterial in seiner Längsrichtung eine solche Vorspannung erteilt,
    dass es in unbelastetem Zustand die Form einer Spirale mit dicht aneinanderliegenden Umgängen annimmt, worauf man das das innere Ende der Spiralfeder bildende Ende des spiralförmi gen Federbandes an einem Organ befestigt, welches das innere Organ der beiden koaxialen Organe der Spiralfeder bildet, auf welches Organ man alsdann das Federband in entgegengesetzter Richtung umwickelt, derart, dass die Durchbiegung der Feder an allen Stel len nach dem Umwickeln innerhalb der Elastizitäts- grenze liegt und mindestens angenähert die ursprüng lich vorhandene Vorspannung in der Längsrichtung erhalten ist,
    ferner dass man das nach dem Umwik- keln äussere Ende der Spiralfeder am äusseren koaxialen Organ befestigt, so dass sich die Feder aus der einen geschlossenen, aufgerollten, am einen Organ anliegenden Spirale in eine geschlossene, aufgerollte, am anderen Organ anliegende Spirale umwickeln kann. UNTERANSPRÜCHE 5. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man das bandförmige Feder material zur Erzielung einer bleibenden Formände rung derart vorspannt, dass es sich in unbelastetem Zustand selbsttätig zu einer Spirale mit aneinander liegenden Umgängen aufrollt. 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass man das bandförmige Feder material abschnittsweise zur Erzielung einer bleiben den Formänderung vorspannt. PATENTANSPRUCH III Verwendung einer Spiralfeder nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das innere als auch das äussere Ende der Feder je an einem Organ befestigt sind, von welchen Organen das eine Organ gegenüber dem anderen Organ drehbar ist und mittels eines Zugmittels im einen Drehsinne zur Überführung der Spiralfeder aus der Ruhelage in die gespannte Lage in Drehung versetzt werden kann,
    während die Rückführung der Feder aus der gespannten Lage in die ungespannte Aus gangsstellung unter der Wirkung der Federkraft selbsttätig erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 7. Verwendung der Spiralfeder nach Patentan spruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Spiral feder im inneren Teil eines zwei Teile aufweisenden Gehäuses angeordnet ist, welche Teile eine .gemein same Seitenwand besitzen, dass der innere Teil mit tels eines zentralen Lagers drehbar angeordnet ist, auf welchem sich eine Trommel befindet,
    die mit der den beiden Gehäuseteilen gemeinsamen Seitenwand verbunden ist und dass die Spiralfeder einerends mit der Trommel und andernends mit der das Lager um schliessenden Nabe verbunden ist, während das Zug mittel sich im äusseren Gehäuseteil befindet und einerends mit der Aussenseite der Trommel in Ver bindung steht, während das lose Ende des Zugmittels über eine Gehäuseöffnung vorsteht und zwecks Dre hung der Trommel und Spannen der Feder aus dem Gehäuse herausgezogen werden kann. B.
    Verwendung der Spiralfeder nach Unteran spruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die unge- spannte Spiralfeder mit aneinanderliegenden Um gängen an der Innenwand der Trommel anliegt und sich beim Ausziehen des Zugmittels aus dem Gehäuse auf die das Lager umschliessende Nabe aufrollt. 9.
    Verwendung der Spiralfeder nach Patentan spruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Spiral feder in einem ortsfesten Gehäuse angeordnet und mit ihrem äusseren Ende mit diesem verbunden ist, während ihr inneres Ende an eine koaxial zu dem Gehäuse angeordnete Welle angeschlossen ist, auf welcher eine ausserhalb des Gehäuses angeordnete Trommel sitzt, auf welcher ein mit ihr einerends ver bundenes Zugmittel bei unbelasteter Feder aufge rollt ist. 10.
    Verwendung der Spiralfeder nach Unteran spruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei auf die Trommel aufgewickeltem Zugmittel die Spiralfeder entspannt ist und mit aneinanderliegenden Umgängen an der Innenwand des Gehäuses anliegt, während sie sich auf die Welle aufrollt, wenn die Trommel durch Abziehen des Zugmittels in Drehung versetzt wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1985001681A1 (fr) * 1983-10-14 1985-04-25 Baumann & Cie Ag Procede de fabrication d'un ressort-moteur spirale
CN111047995A (zh) * 2019-12-30 2020-04-21 厦门天马微电子有限公司 一种柔性显示装置

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