CH353942A - Lager - Google Patents

Lager

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CH353942A
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CH
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Mauritz Lindner Bror
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Mauritz Lindner Bror
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C32/00Bearings not otherwise provided for
    • F16C32/06Bearings not otherwise provided for with moving member supported by a fluid cushion formed, at least to a large extent, otherwise than by movement of the shaft, e.g. hydrostatic air-cushion bearings
    • F16C32/0603Bearings not otherwise provided for with moving member supported by a fluid cushion formed, at least to a large extent, otherwise than by movement of the shaft, e.g. hydrostatic air-cushion bearings supported by a gas cushion, e.g. an air cushion
    • F16C32/0614Bearings not otherwise provided for with moving member supported by a fluid cushion formed, at least to a large extent, otherwise than by movement of the shaft, e.g. hydrostatic air-cushion bearings supported by a gas cushion, e.g. an air cushion the gas being supplied under pressure, e.g. aerostatic bearings

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Description


  Lager    Vorliegende Erfindung betrifft ein Lager, durch  welches der gelagerte Teil mit     Hilfe    eines     Films     aus Druckmedium getragen wird. Derartige Lager  sind seit mehreren Jahren bekannt. Der     Aufbau    ist  aber solcher Art, dass der gelagerte     Teil,    beispiels  weise ein Läufer, auf gegenüberstehenden Seiten  im wesentlichen dem gleichen Druck ausgesetzt wird,  so dass die resultierende     Tragfähigkeit    des Lagers  gering wird.  



  Ein Zweck der vorliegenden Erfindung ist die  Erzielung einer solchen Lagerkonstruktion, dass die  Druckkräfte auf gegenüberstehenden Seiten eines  Läufers zusammen einen bedeutenden resultierenden  Druck ergeben, der den schwingenden Bewegungen  des Läufers im Lager entgegenwirkt.  



  Das Lager gemäss der Erfindung umfasst wenig  stens eine Fläche, die mit wenigstens einer Fläche  eines gelagerten Teils oder     Abstützteils,    zusammen  wirkt und von der letztgenannten Fläche normaler  weise getrennt gehalten     wird,    und zwar mit Hilfe eines  Films aus strömendem Druckmedium, welches durch  einen Zuführungsgang im Lager zugeführt wird, und  ist dadurch gekennzeichnet, dass das Lager eine       Druckverteilungskammer    und eine daran anschlie  ssende Lagerfläche aufweist, welch letztere der Fläche  des gelagerten Teils oder     Abstützteils    mit einem Spiel  folgt, das wenigstens im innern Bereich der Lager  fläche höchstens 0,1 mm beträgt, wobei die Dicke  des Zwischenraumes,

   der mittels der     Druckvertei          lungskammer    zwischen dem Lager und dem gelager  ten Teil oder     Abstützteil    gebildet ist, um 25 bis       100%    grösser ist als der genannte Wert des Spiels  zwischen der Lagerfläche und dem gelagerten Teil  oder     Abstützteil,    und dass der Zwischenraum zwischen  der Lagerfläche und dem gelagerten Teil oder Ab  stützteil mit der Aussenluft oder der     Einlassseite    einer       Evakuierungseinrichtung    kommuniziert.

      Gemäss einer bevorzugten     Ausführungsform    der  Erfindung     entfernt    sich die     erwähnte        Lagerfläche     an ihrem äusseren Teil etwas von der Fläche des  gelagerten Teils oder     Abstützteils    derart, dass eine       Ejektorwirkung    an der genannten     Lagerfläche    er  zeugt wird     zwecks    Minderung des, Druckes in der  Kammer, wenn das Spiel zwischen ihr und dem  gelagerten Teil oder     Abstützteil    momentan ver  grössert wird.

      Zweckmässig ist die Mündung des     Zuführungs-          durchgangs    mit einer Kante versehen, die vorgesehen  ist, um eine drosselnde Wirkung zu erzeugen, im  Falle,     d'ass    der gelagerte Teil oder     Abstützteil    sich  der genannten Mündung nähert.  



  Die beigefügten Zeichnungen veranschaulichen  einige Ausführungsbeispiele gemäss der     Erfindung.     Es zeigen:       Fig.    1 und 2 schematisch verschiedene Entwick  lungsstadien eines Lagers,       Fig.    3 einen senkrechten Schnitt durch ein Lager  für einen sphärischen Läufer,       Fig.    4 einen Teil des genannten Schnitts, in grö  sserem     Massstabe,          Fig.    5 eine Seitenansicht der in     Fig.    3 gezeigten  Vorrichtung,       Fig.    6 eine Teilansicht der Läuferoberfläche,       Fig.    7 in Seitenansicht ein Lager für einen Läu  fer     mit    senkrechter Drehachse,

         Fig.    8 einen Schnitt, der durch eine Diametral  ebene eines abgeänderten Läufers gelegt ist,       Fig.    9 in Draufsicht einen zylindrischen Läufer  mit sphärischen Stirnseiten,  .     Fig.    10 und 11 in Draufsicht bzw. Stirnansicht  ein     Achslager    und       Fig.    12 eine Stirnansicht eines abgeänderten Achs  lagers.      Das Prinzip, auf dem die Erfindung beruht, kann  von der     Strahlpumpe    hergeleitet werden,     bei    welcher  das Arbeitsmedium ein Vakuum oder einen Unter  druck erzeugt, mit     Hilfe    dessen das zu befördernde  Medium in Bewegung versetzt wird.  



       Fig.    1 zeigt eine     Strahlpumpe,    bei der ein Strahl  rohr 1 für das Arbeitsmedium von einem Durchgang  2 für das zu befördernde Medium umschlossen ist.  Das Rohr 1 und der Durchgang 2 münden in     einen          schichtenförmigen    Raum 3, welcher dem gemein  samen     Abflussdurchgang    der     Strahlpumpe    entspricht.  Im Raum 3 ist die Strömungsrichtung radial, und ein  Ausfluss 4 desselben soll, wenn keine besonderen  Massnahmen getroffen werden, eine runde kreisring  förmige Öffnung sein. Die Wandung des Durch  gangs 2 ist mit einer Scheibe 5 verbunden, und die  untere Wand des Raumes 3 ist mit 6 bezeichnet.

    Durch die Vereinigung des Rohres 1, des Durch  gangs 2 und der Scheibe 5, welche     letztere        gemäss     dem Beispiel eine runde Scheibe ist, zu einer Ein  heit, die im Verhältnis zur Wand 6 beweglich ist,  deren Ausdehnung nicht auf die Strömungsverhält  nisse     einwirkt,    wenn sie nur die Scheibe 5 ringsherum  überragt, wird ein     Druckmediumlager    erzielt, bei dem  die genannte zusammengebaute Einheit vom Druck  im Raum 3 getragen und auf der Wand 6 schwim  mend gehalten werden kann.  



  Das in     Fig.2    gezeigte Lagerorgan ist für seine  Aufgabe weiter spezialisiert worden. Das Rohr ge  mäss     Fig.    1 ist durch einen Zuführungskanal 10 für  das Arbeitsmedium oder Druckmedium ersetzt und  der Durchgang 2 weggelassen worden. Der Raum 3  ist nach oben durch eine Scheibe 12 begrenzt, welche  die Scheibe 5 gemäss     Fig.    1 ersetzt. Durch die ge  nannte Änderung des Lagerorgans kann die     Ejektor-          wirkung    der     Strahlpumpe    für die Erzeugung eines  Unterdrucks im Raum 3 ausgenutzt werden.  



  Wenn das Lagerorgan 10, 12 belastet wird, ver  kleinert sich der Raum 3, und eine gewisse drosselnde  Wirkung im Raum 3 wird erzielt. Die Tragfähigkeit  des Lagers ist A . P, wo A die     Area    der Scheibe 12  und P der Mittelwert des Druckes im Raum 3 ist.  Die Fähigkeit, kurzdauernde Stossbeanspruchungen  aufzunehmen, dürfte, wie dies mehrere Proben     gezeigt     haben, mindestens zweimal grösser     sein    als die statische  Tragfähigkeit, was sich daraus erklären lässt, dass die  Toleranz zwischen der     Lagerfläche    12 und der Wand  6, das heisst die Tiefe des     Raumes    2, geringer als  0,1 mm gehalten werden kann. Der Druckmedium  verbrauch ist bemerkenswert gering.  



  Die     Ejektorwirkung    tritt ein, wenn die Toleranz  zwischen der Scheibe 12 und der Wand 6 zunimmt,       beispielsweise    bei fest angebrachtem Lagerorgan und  belasteter Wand 6. Der     Mediumstrom    vom Kanal 10  aus verbreitet sich wie ein     Film.    über die Wand 6  mit radialer Teilchenbewegung. Unter der Voraus  setzung, dass der     Mediumstrom    die ringförmige Aus  trittsmündung 14 an der Kante der Scheibe 12 voll  ständig füllt, wird die Oberseite der Wand 6 nicht  dem Atmosphärendruck ausgesetzt,     sondern    nur dem    statischen und kinematischen senkrechten Druck,  der unterhalb der Mündung des Kanals 10 herrscht.

    Der Atmosphärendruck wirkt auf der Unterseite der  Wand 6, und die Wand wird demnach in einer opti  malen Lage nach dem Lagerorgan zu gezogen. Es  können zwei im     Verhältnis    zu einem Rotations  körper diametral angebrachte Lagerorgane abwech  selnd und automatisch den erforderlichen Lagerdruck  liefern, ohne dass dem Druck des einen Lagerorgans  von den Druckkräften des anderen entgegengewirkt  wird, beispielsweise bei einer oszillierenden Welle.  



  Die Lagerscheibe 12 und die Wand 6 können  konvex oder konkav mit sphärischer, zylindrischer,  konischer oder anderer Form, die sich für einen  Rotationskörper eignet, sein.  



  Bei der in     Fig.    3 bis 6 gezeigten Vorrichtung ist  ein sphärischer Läufer 21 in einer Lagerschale 22  gelagert, die einen Durchgang 23 für Druckluft ent  hält. Andere gasförmige oder flüssige Druckmedien,  z. B. Dampf, Wasser oder dergleichen, sind auch  verwendbar. Die Druckluft strömt vom Durchgang  23 in eine     schichtenförmige        Druckverteilungskammer     24 im Teil 22, die zwischen der Lagerschale und dem  Läufer einen Zwischenraum von höchstens 0,2 mm  Dicke oder weniger freilässt. Oberhalb der genannten  Kammer 24 ist der Läufer von einer an die Kammer  anschliessenden ringförmigen Lagerfläche 25 in der  Lagerschale 22 umschlossen, welche     Fläche    sich mit  Spiel an die Fläche des Läufers anschmiegt.

   Dieses  Spiel ist wenigstens im untern (innern) Bereich der  Fläche 25 höchstens 0,1 mm. Die Dicke des durch  die     Druckverteilungskammer    24 gebildeten Zwischen  raum soll 25 bis     100 ä    grösser sein als der genannte  Wert des Spiels zwischen der Lagerfläche 25 und  der Fläche des Läufers 21. Die Fläche 25 wird an  ihrem oberen Teil vorteilhaft etwas     erweitert    ausge  bildet, so dass sie sich ein wenig von der sphärischen  Fläche entfernt, wie dies besonders aus     Fig.    4 hervor  geht, gemäss welcher Figur angenommen wird, dass  der Läufer auf der     zugeführten    Druckluft schwimmt.

    Eine geeignete Abwägung zwischen Luftdruck, Spiel  und Läufergewicht ist vorhanden, wenn derjenige  Luftfilm, der sich vom Durchgang 23 aus über die  Läuferkalotte in der Kammer 24 verbreitet, im we  sentlichen zwischen der Lagerfläche 25 und dem Läu  fer     hinausdringen    kann. Wenn für einen Augenblick  das Spiel an einer Stelle bei der Fläche 25 zu gering  ist, sammelt sich die Luft in dem dazugehörigen Teil  der Kammer 24, und der Druck steigt.

   Sollte ander  seits das Spiel für einen Augenblick zu gross werden,  so entsteht     eine        Ejektorwirkung    an der Lagerfläche  25, so dass ein Teil der in der Kammer 24 gespeicher  ten Luft vom Luftfilm aus der Kammer     entfernt    wird,  wodurch im grossen und ganzen unabhängig vom  Druck in der     Luftfilmschicht    ein Unterdruck in der  Kammer entsteht. Der Läufer wird hierdurch schnell  in eine stabile Lage zurückgebracht.  



  Gemäss     Fig.    3 bis 6 ist das Lager 22 mit Antriebs  organen für den Läufer 21 versehen. Bei der Ver  wendung des Läufers für     Gyroskopkompasse    und      dergleichen ist der Läufer mit einer durchgehenden,  festen oder freilaufenden Achse 27 versehen. Dies  ist auch dann der Fall, wenn zwei oder mehr Läufer  in Verbundbetrieb sind.  



       Fig.    3 zeigt eine Antriebsdüse 30 mit einer vor  geschalteten Regelklappe 31 für die Zuführung von  Druckluft am unteren Teil des Läufers in der Kam  mer 24. Hierbei wird eine Drehung des Läufers 21  im     Uhrzeigersinne    erzielt. Der Läufer kann eine ebene  oder geriffelte Oberfläche haben, oder er kann mit  anderen geeigneten Vertiefungen ausgebildet sein über  die ganze Oberfläche oder längs einer schmalen, ring  förmigen Zone zum Zusammenwirken     mit    der Düse  oder den Düsen, für den Fall, dass mehrere Düsen in  die Kammer 24 münden oder oberhalb des Lagers 22  angebracht sind, wie dies bei 32 und 33 gezeigt ist.

    Diese letzteren Düsen sind gemäss dem Beispiel je  für sich regelbar und in einer     Druckkammer    34 an  geordnet, der über einen Kanal 35 Druckluft zuge  führt wird. Die Kammer 34 ist mit einer Be  schleunigungskappe 36 verbunden, die den oberen  Teil des Läufers umschliesst und an derjenigen Seite  des Läufers, der eine Aufwärtsbewegung hat, mit  dem Lager 22     zusammengefügt    ist.  



  Die Kappe 36 befindet sich in einem solchen  Abstand vom Läufer, dass die Luftströme von dem  Lager 22 und den Düsen 33 und 32 aus dazu gebracht  werden, der Oberfläche des Läufers     zu    folgen, um die  Luftreibung zu vermindern.  



  In     Fig.6    gezeigte     Vertiefungen    40 für Düsen  antrieb bestehen aus Bohrungen, die in gleichen Ab  ständen voneinander angeordnet sind. Die Vertiefun  gen 40 können auch in der Form Zahnlücken oder       Schalen    ausgebildet werden.  



  Die Form des Läufers ist nicht auf die sphärische  begrenzt, sondern der Läufer kann mit einem Quer  schnitt durch die     Rotorachse    ausgeführt werden, der  elliptisch,     rhomboidisch    oder aus ungleichförmigen,  in verschiedenen radialen Abständen von der Läu  ferachse gelegenen und so ausgebildeten Rotations  flächen zusammengesetzt ist, dass für jede dieser  Flächen eine Lagerfläche 25 oder dergleichen an eine       Druckverteilungskammer    angeschlossen werden kann.  



  Gemäss dem oben beschriebenen Beispiel besteht  das Lager aus. einem schalenförmigen Körper, der  ungefähr die Hälfte des. Läufers umschliesst. Es ist  aber ohne weiteres möglich, das Lager     im    wesent  lichen den ganzen Läufer umschliessen     zu    lassen.  Hierbei wird eine Lagerschale angebracht, die den  oberen Teil des Läufers umschliesst und die identisch  so wie das Lager 22 ausgeführt sein kann. Ein ring  förmiger freier Spalt zwischen den beiden Lagerteilen  22 dient als     Ausflussöffnung    für die Druckluft.  



  Es dürfte klar sein, dass der Läufer dazu gebracht  werden kann, sich um eine Achse mit beliebiger  Neigung zu drehen, also auch um eine senkrechte  Achse, wie dies in     Fig.    7 gezeigt ist. Der Läufer wird  in der gleichen     Weise    getragen wie im Zusammen  hang mit     Fig.    3 beschrieben, wo. der Durchgang 23  gegebenenfalls     zugeschlossen    werden kann, während    für die Aufrechterhaltung des     Druckes    in der Kam  mer 24     lediglich    die Düse 30 genügt.  



       Fig.    7 zeigt vier Düsen 43     mit    horizontaler Strah  leneinrichtung, welche in der     Tangentenrichtung    einer  Kreislinie mit dem Radius     ungefähr    gleich dem hal  ben Radius des. Läufers angeordnet     sind.    Die Druck  kammer 24 und die Lagerfläche 25 sind so ausge  bildet wie im Zusammenhang mit     Fig.    3 angegeben  ist. In derjenigen Ringzone, die an den Düsenmün  dungen vorbeigeht, ist der Läufer mit Vertiefungen  der vorher genannten Art ausgebildet.

   Anstatt der  Beschleunigungskappe 36 kann hier     eine    sphärische  Haube 44 verwendet werden, die an das Lager 22  angeschlossen und an ihrem höchsten     Teil    mit einer       Ausflussöffnung    45 versehen ist. Gegebenenfalls  kann der Auslauf 45 der Haube an eine     Evakuie-          rungsvorrichtung    angeschlossen werden.  



  Es besteht auch die Möglichkeit, allein oder in  Verbindung mit den oben angegebenen Antriebsorga  nen den Läufer mit Hilfe     eines,    'Drehfeldes anzu  treiben. Ein solcher durch Magnetfeld angetriebener  Läufer ist von besonderer Bedeutung     in    Fällen,     in     denen man gewisse genau feststellbare, extrem hohe  Drehzahlen bekommen     will,    beispielsweise beim  Photographieren kurzdauernder Vorgänge.  



  Wenn der Läufer zur Rotation um eine senkrechte  Achse oder um eine Achse mit starker Neigung ein  gerichtet ist, hat die Ausgestaltung des Läufers ober  halb der Lagerschale keine Bedeutung für die eigent  liche Lagerung. Dem oberen     Teil    des Läufers kann       eine    beliebig geeignete Form gegeben werden, oder  dieser Teil kann völlig     entbehrt    werden. Der untere       in    der Lagerschale befindliche     Läuferteil    kann durch  eine Rotationsfläche mit von der sphärischen Fläche  abweichender Form begrenzt sein.

   Bei Verwendung  einer entsprechenden erfindungsgemässen Lagerung  bei magnetischen Kompassen oder ferngesteuerten  Nebenkompassen kann die Magnetnadel oder das  richtungsangebende Organ beispielsweise an einer  Halbkugel oder an einem noch kleineren oder grö  sseren Teil einer Kugel angebracht oder darin einge  gossen sein.

   Es besteht ausserdem die     Möglichkeit,     die     Kompassrose    in der gleichen Weise wie die  Halbkugel     zu    lagern,     nämlich    dadurch, dass dieselbe  wie die Krempe eines umgekehrten Hutes ausgebil  det wird, dessen  Kopf      in    der gleichen Weise wie  die Halbkugel in der Lagerschale     gelagert    ist und mit  einer zentral gelegenen     Durchströmungsöffnung    für  das     Druckmedium    ausgebildet ist,     die"    so gewählt  ist, dass ein Teil des zur Lagerschale geleiteten Druck  mediums zur Lagerung des      Hutkopfes     ausgenutzt  wird,

   während der Rest des     Druckmediums.        in    den   Hutkopf      einströmt    und zur     Lagerung    darin des  richtungsanzeigenden Teils des Kompasses, das     heisst     der Halbkugel oder dergleichen, benutzt wird, wobei  der  Hutkopf  seinerseits inwendig als eine Lager  schale von demselben Typ wie die im Zusammenhang  mit     Fig.    3 beschriebene ausgestaltet ist,

   jedoch nur  mit     einem    zentral     angebrachten        Druckmediumdurch-          gang.    Die Halbkugel und die     Kompassrose    werden      zur Erzielung eines guten Gleichgewichts mit tieflie  gendem Schwerpunkt     ausgeführt.     



  Der Läufer kann auch als Reaktionsturbine be  trieben werden, wie dies in     Fig.    8 gezeigt ist. Ein  Läufer 50     ist    hier hohl und mit zum Radius ge  neigten     Kanälen    51 versehen. Druckluft von der  Kammer 24 aus speist im Läufer befindliche Hohl  räume 53, von wo die Luft durch die Kanäle 51  ausströmt, wobei ein Drehmoment am Läufer hervor  gerufen wird. Auch in diesem Fall kann der oberhalb  des Lagers 22 befindliche Teil des Läufers zur Ver  grösserung des     Druckgefälles    und Verminderung des  Luftwiderstandes von einer     Evakuierungshaube    um  schlossen sein.  



       Fig.9    zeigt einen     zylindrischen    Läufer 55 mit  dazugehörigem Lager 56, welch letzteres. mit einem  spaltförmigen     Luftzuführungsdurchgang    57 versehen  ist, der sich längs dem Läufer an dessen unterstem  Teil erstreckt.  



  Endpartien 58 des Läufers sind gemäss dem  Beispiel sphärisch mit dem gleichen Radius wie der  zylindrische Läufer und mittels Lagerschalen mit  im     wesentlichen    halbkugeligem Lagerraum, die als  Längslager dienen, wie der oben beschriebene sphäri  sche Läufer gelagert. Diese Längslager oder das  Lager 56 können mit Antriebsdüsen der oben be  schriebenen Art versehen werden. Der Läufer 55       gemäss        Fig.    9 eignet sich besonders als Träger einer  Reihe Spiegel von kleinen Abmessungen, welche am  Umfang des Läufers gleichmässig     verteilt    sind und  innerhalb der     zylindrischen    Fläche liegen. Bei Ver  wendung von durchscheinendem Material können  die Spiegel in die Masse eingegossen werden.  



  Eines der Endlager 58 oder beide können aber  völlig     entbehrt    werden, und der Lagerraum kann, wie  in     Fig.    10 und 11 gezeigt, im wesentlichen halb  zylindrisch mit nach aussen offenen Endpartien, aus  gebildet sein.  



       Fig.    10 zeigt ein Lager bzw. einen     Lagerteil    60  in Draufsicht, wo das Druckmedium durch eine       schlitzförmige    Öffnung 61 hindurch in eine Druck  verteilungskammer 62 eintritt. Anstatt einer     schlitz-          förmigen    Öffnung kann eine Reihe kleinerer Öffnun  gen zur     Druckmediumzuführung    verwendet werden.  Das. gleiche gilt für den Durchgang 57 gemäss     Fig.    9.

    Die genannte Kammer 62 ist in der Querrichtung der  Achse durch Lagerflächen 64     begrenzt.    Die Kam  mer 62 und Lagerflächen 63 sind nach demselben  Prinzip wie die Kammer 24 und die Lagerfläche 25  gemäss     Fig.    3     ausgeführt,    während die Flächen 64  mit kleiner Toleranz der     Zylinderfläche    der Achse  folgen, wann die Achse sich in schwimmendem Zu  stand befindet.

   In     Fig.    11, welche den oben beschrie  benen     Lagerteil    60 in     Stirnansicht    zeigt, ist das Lager  durch einen oberen     Lagerteil    66 ergänzt, der mit  dem in     Fig.    10 veranschaulichten identisch ist, so  dass eine Achse 65 mit Ausnahme     zweier    Auslauf  kanäle für die Druckluft von den Lagerorganen um  schlossen     ist.    Wenn die Achse aus ihrer neutralen  Lage verrückt wird,     nimmt    die     Druckkraft    von dem    einen Lagerteil aus zu, und die Druckkraft von dem  anderen     Lagerteil    aus nimmt ab oder wird,

   in     über-          einstimmung    mit den früheren Angaben, durch Saug  wirkung ersetzt. Die beiden Lagerteile 60 und 66  werden mit Hilfe von z. B. Jochen oder anderen  Gestenteilen in gegenseitiger Lage gehalten.  



  Gemäss     Fig.    12 ist eine Achse 67 in einem aus  vier Lagerteilen 68 zusammengesetzten Lager ge  lagert. Die Anzahl und der Umhüllungswinkel der  Lagerteile können nach Wunsch gewählt werden. Es  dürfte ohne weiteres klar sein, dass die Antriebs  organe in der gleichen Weise wie bei den oben  beschriebenen sphärischen Lagern in einem Achs  lager angeordnet werden können, wodurch das Druck  medium zweifältig ausgenutzt wird.  



  Es leuchtet ein, dass ein sphärisches Lager auch  aus mehreren Lagerteilen bestehen kann, nicht nur  aus zwei, wie oben angegeben. Schliesslich sei hervor  gehoben, dass ein gemäss der Erfindung gelagerter  Läufer ohne Verwendung der oben beschriebenen  Antriebsdüsen betrieben werden kann. Dies geschieht  z. B. lediglich durch eine gewisse Neigung der Lager  schale, so     d'ass    die Toleranz an der Lagerfläche 2 5  auf der einen Seite des Läufers grösser wird als auf  der gegenüberstehenden Seite.     Fig.3    zeigt Stell  schrauben 70 an der Unterseite des Lagers 22, mittels  derer das Lager in gewünschter Richtung und in ge  wünschtem Grade schräggestellt werden kann.

   Druck  luft braucht hierbei nur durch den zentral ange  brachten Durchgang 23 zugeführt zu werden, so dass  der Druck in der     Druckverteilungskammer    24 auf  rechterhalten wird.  



  Der Boden des     Druckverteilungsraumes    der La  gerschale, gemäss     Fig.    3 des Raumes 24 und gemäss       Fig.    J O des Raumes 62, kann mit dünnen Streifen  oder dergleichen versehen werden, die im wesent  lichen in der Strömungsrichtung des Luftfilms laufen  und sich gegebenenfalls an der Oberfläche des Läu  fers anschmiegen, wenn der Läufer bei abgeschalteter  Druckluft im Lager ruht.

   Die Streifen teilen die       Druckverteilungskammer    in eine Anzahl Abschnitte  auf, die je     mit    einer     Druckluftzuführungsstelle    in  offener Verbindung stehen und mittels der gedrossel  ten Durchgänge, die zwischen den Streifen und der  Oberfläche des Läufers entstehen, miteinander kom  munizieren. Hierdurch werden die     lageralen    Luft  ströme, die bei etwaigen Schwingungen der Läufer  achse hervorgerufen werden, gebremst, und die Trag  fähigkeit des Lagers nimmt zu. Solche Streifen sind  in     Fig.    10 mit 72 bezeichnet. Die Streifen sind an der  Lagerfläche 63 angeschlossen.

   Die Luftströme werden  in dieser Weise in der Querrichtung der Welle     ge-          steuert.    Im Falle, dass der     Druckverteilungsraum    mit  sehr kleiner Tiefe ausgeführt wird, können die Strei  fen entbehrt und der Boden des Raumes     gaufriert     oder geriffelt oder     sonstwie    als eine Fläche mit grosser  Luftreibung ausgeführt werden.  



  Um zu verhindern, dass das in der     Druckver-          telungskammer    vorhandene Druckmedium durch  den Zuführungsdurchgang zurückgetrieben wird, z. B.      infolge einer momentanen Druckerhöhung in der  Kammer bei etwaigen Schwingungen des Rotors oder  Läufers, kann der genannte Durchgang mit einem       Rückschlageventil    versehen werden.     Anstatt    eines  solchen Ventils kann die Mündung des. Zuführungs  durchgangs mit einer Kante versehen sein, die eine  drosselnde Wirkung erzeugt, wenn der gelagerte Teil  sich der genannten Mündung nähert.  



  Der Läufer und das Lager können selbstverständ  lich aus beliebigem geeignetem Material hergestellt  werden, da zwischen ihnen im Betrieb des Läufers  kein Oberflächenkontakt vorhanden ist. Vom ferti  gungstechnischen Standpunkt ist giessbares Material  vorzuziehen.  



  Ein Anwendungsbereich, für den sich die Vor  richtung gemäss der     Erfindung    besonders eignet, ist  das Studium und die praktische Verwendung von  Ultraschallerscheinungen.  



  Obschon nicht im vorstehenden erwähnt, ist es  klar, dass die Lager bei     ihren    Ausläufen für das Trieb  medium an eine     Evakuierungsvorrichtung    angeschlos  sen werden können, während die Zuführungsdurch  gänge mit der Aussenluft kommunizieren können.  Hierbei können selbstverständlich zwischen der Ein  lauf- und der Ablaufseite des Triebmediums im  Lager keine grösseren Druckdifferenzen als 1     kglcm2     erreicht werden, was aber in den meisten Fällen zur  Erzielung der gewünschten Wirkung genügt. Der  Begriff  Druckmedium  soll demgemäss auch Me  dien umfassen, deren     Druck    den Atmosphärendruck  nicht übersteigt.  



  Im Zusammenhang mit der in     Fig.    10 gezeigten  Vorrichtung sei erwähnt, dass die Achse etwa durch  eine ortsfeste Schiene ersetzt sein kann und die Lager  hälfte als eine Kufe längs der Schiene gleitend ange  bracht sein kann. Durch Verwendung zweier zuein  ander parallelen Schienen sowie mehrerer auf diesen  angeordneten Kufen der genannten Art, als ein Unter  gestell für eine Transportvorrichtung montiert, welche  mit einer Druckquelle für     Druckmediumzuführung    an  die Kufen versehen ist, ergibt sich ein Schlitten, der  längs den Schienen mit minimaler Reibung, nämlich  nur Luftreibung, beweglich ist.  



  Wenn es sich nur um eine gegenseitige Längs  bewegung zwischen dem Lager (Kufe) und der    Schiene handelt, kann     diese    letztgenannte     mit    einer  zweckdienlichen     Querschnittsform    mit ebener, kon  vexer oder konkaver oberer Fläche     ausgeführt    wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Lager, umfassend wenigstens, eine Fläche, die mit wenigstens einer Fläche eines gelagerten Teils, oder Abstützteils zusammenwirkt und von der letztgenann ten Fläche normalerweise getrennt gehalten wird, und zwar mit Hilfe eines Films . aus strömenden Druckmedium, welches durch einen Zuführungs gang im Lager zugeführt wird, dadurch gekennzeich net, dass das Lager :
    eine Druckverteilungskammer und eine daran anschliessende Lagerfläche aufweist, welch letztere der Fläche des gelagerten Teils. oder Abstützteils mit einem Spiel folgt, das wenigstens im inneren Bereich der Lagerfläche höchstens 0,1 mm beträgt, wobei die Dicke des Zwischenraumes, der mittels der Druckverteilungskammer zwischen dem Lager und dem gelagerten Teil oder Abstützteil ge bildet ist, um 25 bis 100% grösser ist als der genannte Wert des Spiels zwischen der Lagerfläche und dem gelagerten Teil oder Abstützteil,
    und dass der Zwi schenraum zwischen der Lagerfläche und dem ge lagerten Teil oder Abstützteil mit der Aussenluft oder der Einlassseite einer Evakuierungseinrichtung kom muniziert. . UNTERANSPRÜCHE 1.
    Lager nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die erwähnte Lagerfläche an ihrem äusseren Teil sich von der Fläche des gelagerten Teils oder Abstützteils entfernt, so dass eine Ejektor- wirkung an der genannten Lagerfläche erzeugt wird zwecks Minderung des Druckes in der Kammer, wenn das Spiel dieser Fläche gegenüber dem gelagerten Teil oder Abstützteil zur Vergrösserung neigt. 2.
    Lager nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Mündung des Zuführungsdurch gangs mit einer Kante versehen ist, die vorgesehen ist, um eine drosselnde Wirkung zu erzeugen, im Falle, dass der gelagerte Teil oder Abstützteil sich der genannten Mündung nähert.
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