Lager Vorliegende Erfindung betrifft ein Lager, durch welches der gelagerte Teil mit Hilfe eines Films aus Druckmedium getragen wird. Derartige Lager sind seit mehreren Jahren bekannt. Der Aufbau ist aber solcher Art, dass der gelagerte Teil, beispiels weise ein Läufer, auf gegenüberstehenden Seiten im wesentlichen dem gleichen Druck ausgesetzt wird, so dass die resultierende Tragfähigkeit des Lagers gering wird.
Ein Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Erzielung einer solchen Lagerkonstruktion, dass die Druckkräfte auf gegenüberstehenden Seiten eines Läufers zusammen einen bedeutenden resultierenden Druck ergeben, der den schwingenden Bewegungen des Läufers im Lager entgegenwirkt.
Das Lager gemäss der Erfindung umfasst wenig stens eine Fläche, die mit wenigstens einer Fläche eines gelagerten Teils oder Abstützteils, zusammen wirkt und von der letztgenannten Fläche normaler weise getrennt gehalten wird, und zwar mit Hilfe eines Films aus strömendem Druckmedium, welches durch einen Zuführungsgang im Lager zugeführt wird, und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Lager eine Druckverteilungskammer und eine daran anschlie ssende Lagerfläche aufweist, welch letztere der Fläche des gelagerten Teils oder Abstützteils mit einem Spiel folgt, das wenigstens im innern Bereich der Lager fläche höchstens 0,1 mm beträgt, wobei die Dicke des Zwischenraumes,
der mittels der Druckvertei lungskammer zwischen dem Lager und dem gelager ten Teil oder Abstützteil gebildet ist, um 25 bis 100% grösser ist als der genannte Wert des Spiels zwischen der Lagerfläche und dem gelagerten Teil oder Abstützteil, und dass der Zwischenraum zwischen der Lagerfläche und dem gelagerten Teil oder Ab stützteil mit der Aussenluft oder der Einlassseite einer Evakuierungseinrichtung kommuniziert.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung entfernt sich die erwähnte Lagerfläche an ihrem äusseren Teil etwas von der Fläche des gelagerten Teils oder Abstützteils derart, dass eine Ejektorwirkung an der genannten Lagerfläche er zeugt wird zwecks Minderung des, Druckes in der Kammer, wenn das Spiel zwischen ihr und dem gelagerten Teil oder Abstützteil momentan ver grössert wird.
Zweckmässig ist die Mündung des Zuführungs- durchgangs mit einer Kante versehen, die vorgesehen ist, um eine drosselnde Wirkung zu erzeugen, im Falle, d'ass der gelagerte Teil oder Abstützteil sich der genannten Mündung nähert.
Die beigefügten Zeichnungen veranschaulichen einige Ausführungsbeispiele gemäss der Erfindung. Es zeigen: Fig. 1 und 2 schematisch verschiedene Entwick lungsstadien eines Lagers, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch ein Lager für einen sphärischen Läufer, Fig. 4 einen Teil des genannten Schnitts, in grö sserem Massstabe, Fig. 5 eine Seitenansicht der in Fig. 3 gezeigten Vorrichtung, Fig. 6 eine Teilansicht der Läuferoberfläche, Fig. 7 in Seitenansicht ein Lager für einen Läu fer mit senkrechter Drehachse,
Fig. 8 einen Schnitt, der durch eine Diametral ebene eines abgeänderten Läufers gelegt ist, Fig. 9 in Draufsicht einen zylindrischen Läufer mit sphärischen Stirnseiten, . Fig. 10 und 11 in Draufsicht bzw. Stirnansicht ein Achslager und Fig. 12 eine Stirnansicht eines abgeänderten Achs lagers. Das Prinzip, auf dem die Erfindung beruht, kann von der Strahlpumpe hergeleitet werden, bei welcher das Arbeitsmedium ein Vakuum oder einen Unter druck erzeugt, mit Hilfe dessen das zu befördernde Medium in Bewegung versetzt wird.
Fig. 1 zeigt eine Strahlpumpe, bei der ein Strahl rohr 1 für das Arbeitsmedium von einem Durchgang 2 für das zu befördernde Medium umschlossen ist. Das Rohr 1 und der Durchgang 2 münden in einen schichtenförmigen Raum 3, welcher dem gemein samen Abflussdurchgang der Strahlpumpe entspricht. Im Raum 3 ist die Strömungsrichtung radial, und ein Ausfluss 4 desselben soll, wenn keine besonderen Massnahmen getroffen werden, eine runde kreisring förmige Öffnung sein. Die Wandung des Durch gangs 2 ist mit einer Scheibe 5 verbunden, und die untere Wand des Raumes 3 ist mit 6 bezeichnet.
Durch die Vereinigung des Rohres 1, des Durch gangs 2 und der Scheibe 5, welche letztere gemäss dem Beispiel eine runde Scheibe ist, zu einer Ein heit, die im Verhältnis zur Wand 6 beweglich ist, deren Ausdehnung nicht auf die Strömungsverhält nisse einwirkt, wenn sie nur die Scheibe 5 ringsherum überragt, wird ein Druckmediumlager erzielt, bei dem die genannte zusammengebaute Einheit vom Druck im Raum 3 getragen und auf der Wand 6 schwim mend gehalten werden kann.
Das in Fig.2 gezeigte Lagerorgan ist für seine Aufgabe weiter spezialisiert worden. Das Rohr ge mäss Fig. 1 ist durch einen Zuführungskanal 10 für das Arbeitsmedium oder Druckmedium ersetzt und der Durchgang 2 weggelassen worden. Der Raum 3 ist nach oben durch eine Scheibe 12 begrenzt, welche die Scheibe 5 gemäss Fig. 1 ersetzt. Durch die ge nannte Änderung des Lagerorgans kann die Ejektor- wirkung der Strahlpumpe für die Erzeugung eines Unterdrucks im Raum 3 ausgenutzt werden.
Wenn das Lagerorgan 10, 12 belastet wird, ver kleinert sich der Raum 3, und eine gewisse drosselnde Wirkung im Raum 3 wird erzielt. Die Tragfähigkeit des Lagers ist A . P, wo A die Area der Scheibe 12 und P der Mittelwert des Druckes im Raum 3 ist. Die Fähigkeit, kurzdauernde Stossbeanspruchungen aufzunehmen, dürfte, wie dies mehrere Proben gezeigt haben, mindestens zweimal grösser sein als die statische Tragfähigkeit, was sich daraus erklären lässt, dass die Toleranz zwischen der Lagerfläche 12 und der Wand 6, das heisst die Tiefe des Raumes 2, geringer als 0,1 mm gehalten werden kann. Der Druckmedium verbrauch ist bemerkenswert gering.
Die Ejektorwirkung tritt ein, wenn die Toleranz zwischen der Scheibe 12 und der Wand 6 zunimmt, beispielsweise bei fest angebrachtem Lagerorgan und belasteter Wand 6. Der Mediumstrom vom Kanal 10 aus verbreitet sich wie ein Film. über die Wand 6 mit radialer Teilchenbewegung. Unter der Voraus setzung, dass der Mediumstrom die ringförmige Aus trittsmündung 14 an der Kante der Scheibe 12 voll ständig füllt, wird die Oberseite der Wand 6 nicht dem Atmosphärendruck ausgesetzt, sondern nur dem statischen und kinematischen senkrechten Druck, der unterhalb der Mündung des Kanals 10 herrscht.
Der Atmosphärendruck wirkt auf der Unterseite der Wand 6, und die Wand wird demnach in einer opti malen Lage nach dem Lagerorgan zu gezogen. Es können zwei im Verhältnis zu einem Rotations körper diametral angebrachte Lagerorgane abwech selnd und automatisch den erforderlichen Lagerdruck liefern, ohne dass dem Druck des einen Lagerorgans von den Druckkräften des anderen entgegengewirkt wird, beispielsweise bei einer oszillierenden Welle.
Die Lagerscheibe 12 und die Wand 6 können konvex oder konkav mit sphärischer, zylindrischer, konischer oder anderer Form, die sich für einen Rotationskörper eignet, sein.
Bei der in Fig. 3 bis 6 gezeigten Vorrichtung ist ein sphärischer Läufer 21 in einer Lagerschale 22 gelagert, die einen Durchgang 23 für Druckluft ent hält. Andere gasförmige oder flüssige Druckmedien, z. B. Dampf, Wasser oder dergleichen, sind auch verwendbar. Die Druckluft strömt vom Durchgang 23 in eine schichtenförmige Druckverteilungskammer 24 im Teil 22, die zwischen der Lagerschale und dem Läufer einen Zwischenraum von höchstens 0,2 mm Dicke oder weniger freilässt. Oberhalb der genannten Kammer 24 ist der Läufer von einer an die Kammer anschliessenden ringförmigen Lagerfläche 25 in der Lagerschale 22 umschlossen, welche Fläche sich mit Spiel an die Fläche des Läufers anschmiegt.
Dieses Spiel ist wenigstens im untern (innern) Bereich der Fläche 25 höchstens 0,1 mm. Die Dicke des durch die Druckverteilungskammer 24 gebildeten Zwischen raum soll 25 bis 100 ä grösser sein als der genannte Wert des Spiels zwischen der Lagerfläche 25 und der Fläche des Läufers 21. Die Fläche 25 wird an ihrem oberen Teil vorteilhaft etwas erweitert ausge bildet, so dass sie sich ein wenig von der sphärischen Fläche entfernt, wie dies besonders aus Fig. 4 hervor geht, gemäss welcher Figur angenommen wird, dass der Läufer auf der zugeführten Druckluft schwimmt.
Eine geeignete Abwägung zwischen Luftdruck, Spiel und Läufergewicht ist vorhanden, wenn derjenige Luftfilm, der sich vom Durchgang 23 aus über die Läuferkalotte in der Kammer 24 verbreitet, im we sentlichen zwischen der Lagerfläche 25 und dem Läu fer hinausdringen kann. Wenn für einen Augenblick das Spiel an einer Stelle bei der Fläche 25 zu gering ist, sammelt sich die Luft in dem dazugehörigen Teil der Kammer 24, und der Druck steigt.
Sollte ander seits das Spiel für einen Augenblick zu gross werden, so entsteht eine Ejektorwirkung an der Lagerfläche 25, so dass ein Teil der in der Kammer 24 gespeicher ten Luft vom Luftfilm aus der Kammer entfernt wird, wodurch im grossen und ganzen unabhängig vom Druck in der Luftfilmschicht ein Unterdruck in der Kammer entsteht. Der Läufer wird hierdurch schnell in eine stabile Lage zurückgebracht.
Gemäss Fig. 3 bis 6 ist das Lager 22 mit Antriebs organen für den Läufer 21 versehen. Bei der Ver wendung des Läufers für Gyroskopkompasse und dergleichen ist der Läufer mit einer durchgehenden, festen oder freilaufenden Achse 27 versehen. Dies ist auch dann der Fall, wenn zwei oder mehr Läufer in Verbundbetrieb sind.
Fig. 3 zeigt eine Antriebsdüse 30 mit einer vor geschalteten Regelklappe 31 für die Zuführung von Druckluft am unteren Teil des Läufers in der Kam mer 24. Hierbei wird eine Drehung des Läufers 21 im Uhrzeigersinne erzielt. Der Läufer kann eine ebene oder geriffelte Oberfläche haben, oder er kann mit anderen geeigneten Vertiefungen ausgebildet sein über die ganze Oberfläche oder längs einer schmalen, ring förmigen Zone zum Zusammenwirken mit der Düse oder den Düsen, für den Fall, dass mehrere Düsen in die Kammer 24 münden oder oberhalb des Lagers 22 angebracht sind, wie dies bei 32 und 33 gezeigt ist.
Diese letzteren Düsen sind gemäss dem Beispiel je für sich regelbar und in einer Druckkammer 34 an geordnet, der über einen Kanal 35 Druckluft zuge führt wird. Die Kammer 34 ist mit einer Be schleunigungskappe 36 verbunden, die den oberen Teil des Läufers umschliesst und an derjenigen Seite des Läufers, der eine Aufwärtsbewegung hat, mit dem Lager 22 zusammengefügt ist.
Die Kappe 36 befindet sich in einem solchen Abstand vom Läufer, dass die Luftströme von dem Lager 22 und den Düsen 33 und 32 aus dazu gebracht werden, der Oberfläche des Läufers zu folgen, um die Luftreibung zu vermindern.
In Fig.6 gezeigte Vertiefungen 40 für Düsen antrieb bestehen aus Bohrungen, die in gleichen Ab ständen voneinander angeordnet sind. Die Vertiefun gen 40 können auch in der Form Zahnlücken oder Schalen ausgebildet werden.
Die Form des Läufers ist nicht auf die sphärische begrenzt, sondern der Läufer kann mit einem Quer schnitt durch die Rotorachse ausgeführt werden, der elliptisch, rhomboidisch oder aus ungleichförmigen, in verschiedenen radialen Abständen von der Läu ferachse gelegenen und so ausgebildeten Rotations flächen zusammengesetzt ist, dass für jede dieser Flächen eine Lagerfläche 25 oder dergleichen an eine Druckverteilungskammer angeschlossen werden kann.
Gemäss dem oben beschriebenen Beispiel besteht das Lager aus. einem schalenförmigen Körper, der ungefähr die Hälfte des. Läufers umschliesst. Es ist aber ohne weiteres möglich, das Lager im wesent lichen den ganzen Läufer umschliessen zu lassen. Hierbei wird eine Lagerschale angebracht, die den oberen Teil des Läufers umschliesst und die identisch so wie das Lager 22 ausgeführt sein kann. Ein ring förmiger freier Spalt zwischen den beiden Lagerteilen 22 dient als Ausflussöffnung für die Druckluft.
Es dürfte klar sein, dass der Läufer dazu gebracht werden kann, sich um eine Achse mit beliebiger Neigung zu drehen, also auch um eine senkrechte Achse, wie dies in Fig. 7 gezeigt ist. Der Läufer wird in der gleichen Weise getragen wie im Zusammen hang mit Fig. 3 beschrieben, wo. der Durchgang 23 gegebenenfalls zugeschlossen werden kann, während für die Aufrechterhaltung des Druckes in der Kam mer 24 lediglich die Düse 30 genügt.
Fig. 7 zeigt vier Düsen 43 mit horizontaler Strah leneinrichtung, welche in der Tangentenrichtung einer Kreislinie mit dem Radius ungefähr gleich dem hal ben Radius des. Läufers angeordnet sind. Die Druck kammer 24 und die Lagerfläche 25 sind so ausge bildet wie im Zusammenhang mit Fig. 3 angegeben ist. In derjenigen Ringzone, die an den Düsenmün dungen vorbeigeht, ist der Läufer mit Vertiefungen der vorher genannten Art ausgebildet.
Anstatt der Beschleunigungskappe 36 kann hier eine sphärische Haube 44 verwendet werden, die an das Lager 22 angeschlossen und an ihrem höchsten Teil mit einer Ausflussöffnung 45 versehen ist. Gegebenenfalls kann der Auslauf 45 der Haube an eine Evakuie- rungsvorrichtung angeschlossen werden.
Es besteht auch die Möglichkeit, allein oder in Verbindung mit den oben angegebenen Antriebsorga nen den Läufer mit Hilfe eines, 'Drehfeldes anzu treiben. Ein solcher durch Magnetfeld angetriebener Läufer ist von besonderer Bedeutung in Fällen, in denen man gewisse genau feststellbare, extrem hohe Drehzahlen bekommen will, beispielsweise beim Photographieren kurzdauernder Vorgänge.
Wenn der Läufer zur Rotation um eine senkrechte Achse oder um eine Achse mit starker Neigung ein gerichtet ist, hat die Ausgestaltung des Läufers ober halb der Lagerschale keine Bedeutung für die eigent liche Lagerung. Dem oberen Teil des Läufers kann eine beliebig geeignete Form gegeben werden, oder dieser Teil kann völlig entbehrt werden. Der untere in der Lagerschale befindliche Läuferteil kann durch eine Rotationsfläche mit von der sphärischen Fläche abweichender Form begrenzt sein.
Bei Verwendung einer entsprechenden erfindungsgemässen Lagerung bei magnetischen Kompassen oder ferngesteuerten Nebenkompassen kann die Magnetnadel oder das richtungsangebende Organ beispielsweise an einer Halbkugel oder an einem noch kleineren oder grö sseren Teil einer Kugel angebracht oder darin einge gossen sein.
Es besteht ausserdem die Möglichkeit, die Kompassrose in der gleichen Weise wie die Halbkugel zu lagern, nämlich dadurch, dass dieselbe wie die Krempe eines umgekehrten Hutes ausgebil det wird, dessen Kopf in der gleichen Weise wie die Halbkugel in der Lagerschale gelagert ist und mit einer zentral gelegenen Durchströmungsöffnung für das Druckmedium ausgebildet ist, die" so gewählt ist, dass ein Teil des zur Lagerschale geleiteten Druck mediums zur Lagerung des Hutkopfes ausgenutzt wird,
während der Rest des Druckmediums. in den Hutkopf einströmt und zur Lagerung darin des richtungsanzeigenden Teils des Kompasses, das heisst der Halbkugel oder dergleichen, benutzt wird, wobei der Hutkopf seinerseits inwendig als eine Lager schale von demselben Typ wie die im Zusammenhang mit Fig. 3 beschriebene ausgestaltet ist,
jedoch nur mit einem zentral angebrachten Druckmediumdurch- gang. Die Halbkugel und die Kompassrose werden zur Erzielung eines guten Gleichgewichts mit tieflie gendem Schwerpunkt ausgeführt.
Der Läufer kann auch als Reaktionsturbine be trieben werden, wie dies in Fig. 8 gezeigt ist. Ein Läufer 50 ist hier hohl und mit zum Radius ge neigten Kanälen 51 versehen. Druckluft von der Kammer 24 aus speist im Läufer befindliche Hohl räume 53, von wo die Luft durch die Kanäle 51 ausströmt, wobei ein Drehmoment am Läufer hervor gerufen wird. Auch in diesem Fall kann der oberhalb des Lagers 22 befindliche Teil des Läufers zur Ver grösserung des Druckgefälles und Verminderung des Luftwiderstandes von einer Evakuierungshaube um schlossen sein.
Fig.9 zeigt einen zylindrischen Läufer 55 mit dazugehörigem Lager 56, welch letzteres. mit einem spaltförmigen Luftzuführungsdurchgang 57 versehen ist, der sich längs dem Läufer an dessen unterstem Teil erstreckt.
Endpartien 58 des Läufers sind gemäss dem Beispiel sphärisch mit dem gleichen Radius wie der zylindrische Läufer und mittels Lagerschalen mit im wesentlichen halbkugeligem Lagerraum, die als Längslager dienen, wie der oben beschriebene sphäri sche Läufer gelagert. Diese Längslager oder das Lager 56 können mit Antriebsdüsen der oben be schriebenen Art versehen werden. Der Läufer 55 gemäss Fig. 9 eignet sich besonders als Träger einer Reihe Spiegel von kleinen Abmessungen, welche am Umfang des Läufers gleichmässig verteilt sind und innerhalb der zylindrischen Fläche liegen. Bei Ver wendung von durchscheinendem Material können die Spiegel in die Masse eingegossen werden.
Eines der Endlager 58 oder beide können aber völlig entbehrt werden, und der Lagerraum kann, wie in Fig. 10 und 11 gezeigt, im wesentlichen halb zylindrisch mit nach aussen offenen Endpartien, aus gebildet sein.
Fig. 10 zeigt ein Lager bzw. einen Lagerteil 60 in Draufsicht, wo das Druckmedium durch eine schlitzförmige Öffnung 61 hindurch in eine Druck verteilungskammer 62 eintritt. Anstatt einer schlitz- förmigen Öffnung kann eine Reihe kleinerer Öffnun gen zur Druckmediumzuführung verwendet werden. Das. gleiche gilt für den Durchgang 57 gemäss Fig. 9.
Die genannte Kammer 62 ist in der Querrichtung der Achse durch Lagerflächen 64 begrenzt. Die Kam mer 62 und Lagerflächen 63 sind nach demselben Prinzip wie die Kammer 24 und die Lagerfläche 25 gemäss Fig. 3 ausgeführt, während die Flächen 64 mit kleiner Toleranz der Zylinderfläche der Achse folgen, wann die Achse sich in schwimmendem Zu stand befindet.
In Fig. 11, welche den oben beschrie benen Lagerteil 60 in Stirnansicht zeigt, ist das Lager durch einen oberen Lagerteil 66 ergänzt, der mit dem in Fig. 10 veranschaulichten identisch ist, so dass eine Achse 65 mit Ausnahme zweier Auslauf kanäle für die Druckluft von den Lagerorganen um schlossen ist. Wenn die Achse aus ihrer neutralen Lage verrückt wird, nimmt die Druckkraft von dem einen Lagerteil aus zu, und die Druckkraft von dem anderen Lagerteil aus nimmt ab oder wird,
in über- einstimmung mit den früheren Angaben, durch Saug wirkung ersetzt. Die beiden Lagerteile 60 und 66 werden mit Hilfe von z. B. Jochen oder anderen Gestenteilen in gegenseitiger Lage gehalten.
Gemäss Fig. 12 ist eine Achse 67 in einem aus vier Lagerteilen 68 zusammengesetzten Lager ge lagert. Die Anzahl und der Umhüllungswinkel der Lagerteile können nach Wunsch gewählt werden. Es dürfte ohne weiteres klar sein, dass die Antriebs organe in der gleichen Weise wie bei den oben beschriebenen sphärischen Lagern in einem Achs lager angeordnet werden können, wodurch das Druck medium zweifältig ausgenutzt wird.
Es leuchtet ein, dass ein sphärisches Lager auch aus mehreren Lagerteilen bestehen kann, nicht nur aus zwei, wie oben angegeben. Schliesslich sei hervor gehoben, dass ein gemäss der Erfindung gelagerter Läufer ohne Verwendung der oben beschriebenen Antriebsdüsen betrieben werden kann. Dies geschieht z. B. lediglich durch eine gewisse Neigung der Lager schale, so d'ass die Toleranz an der Lagerfläche 2 5 auf der einen Seite des Läufers grösser wird als auf der gegenüberstehenden Seite. Fig.3 zeigt Stell schrauben 70 an der Unterseite des Lagers 22, mittels derer das Lager in gewünschter Richtung und in ge wünschtem Grade schräggestellt werden kann.
Druck luft braucht hierbei nur durch den zentral ange brachten Durchgang 23 zugeführt zu werden, so dass der Druck in der Druckverteilungskammer 24 auf rechterhalten wird.
Der Boden des Druckverteilungsraumes der La gerschale, gemäss Fig. 3 des Raumes 24 und gemäss Fig. J O des Raumes 62, kann mit dünnen Streifen oder dergleichen versehen werden, die im wesent lichen in der Strömungsrichtung des Luftfilms laufen und sich gegebenenfalls an der Oberfläche des Läu fers anschmiegen, wenn der Läufer bei abgeschalteter Druckluft im Lager ruht.
Die Streifen teilen die Druckverteilungskammer in eine Anzahl Abschnitte auf, die je mit einer Druckluftzuführungsstelle in offener Verbindung stehen und mittels der gedrossel ten Durchgänge, die zwischen den Streifen und der Oberfläche des Läufers entstehen, miteinander kom munizieren. Hierdurch werden die lageralen Luft ströme, die bei etwaigen Schwingungen der Läufer achse hervorgerufen werden, gebremst, und die Trag fähigkeit des Lagers nimmt zu. Solche Streifen sind in Fig. 10 mit 72 bezeichnet. Die Streifen sind an der Lagerfläche 63 angeschlossen.
Die Luftströme werden in dieser Weise in der Querrichtung der Welle ge- steuert. Im Falle, dass der Druckverteilungsraum mit sehr kleiner Tiefe ausgeführt wird, können die Strei fen entbehrt und der Boden des Raumes gaufriert oder geriffelt oder sonstwie als eine Fläche mit grosser Luftreibung ausgeführt werden.
Um zu verhindern, dass das in der Druckver- telungskammer vorhandene Druckmedium durch den Zuführungsdurchgang zurückgetrieben wird, z. B. infolge einer momentanen Druckerhöhung in der Kammer bei etwaigen Schwingungen des Rotors oder Läufers, kann der genannte Durchgang mit einem Rückschlageventil versehen werden. Anstatt eines solchen Ventils kann die Mündung des. Zuführungs durchgangs mit einer Kante versehen sein, die eine drosselnde Wirkung erzeugt, wenn der gelagerte Teil sich der genannten Mündung nähert.
Der Läufer und das Lager können selbstverständ lich aus beliebigem geeignetem Material hergestellt werden, da zwischen ihnen im Betrieb des Läufers kein Oberflächenkontakt vorhanden ist. Vom ferti gungstechnischen Standpunkt ist giessbares Material vorzuziehen.
Ein Anwendungsbereich, für den sich die Vor richtung gemäss der Erfindung besonders eignet, ist das Studium und die praktische Verwendung von Ultraschallerscheinungen.
Obschon nicht im vorstehenden erwähnt, ist es klar, dass die Lager bei ihren Ausläufen für das Trieb medium an eine Evakuierungsvorrichtung angeschlos sen werden können, während die Zuführungsdurch gänge mit der Aussenluft kommunizieren können. Hierbei können selbstverständlich zwischen der Ein lauf- und der Ablaufseite des Triebmediums im Lager keine grösseren Druckdifferenzen als 1 kglcm2 erreicht werden, was aber in den meisten Fällen zur Erzielung der gewünschten Wirkung genügt. Der Begriff Druckmedium soll demgemäss auch Me dien umfassen, deren Druck den Atmosphärendruck nicht übersteigt.
Im Zusammenhang mit der in Fig. 10 gezeigten Vorrichtung sei erwähnt, dass die Achse etwa durch eine ortsfeste Schiene ersetzt sein kann und die Lager hälfte als eine Kufe längs der Schiene gleitend ange bracht sein kann. Durch Verwendung zweier zuein ander parallelen Schienen sowie mehrerer auf diesen angeordneten Kufen der genannten Art, als ein Unter gestell für eine Transportvorrichtung montiert, welche mit einer Druckquelle für Druckmediumzuführung an die Kufen versehen ist, ergibt sich ein Schlitten, der längs den Schienen mit minimaler Reibung, nämlich nur Luftreibung, beweglich ist.
Wenn es sich nur um eine gegenseitige Längs bewegung zwischen dem Lager (Kufe) und der Schiene handelt, kann diese letztgenannte mit einer zweckdienlichen Querschnittsform mit ebener, kon vexer oder konkaver oberer Fläche ausgeführt wer den.