CH354063A - Verfahren zur Herstellung von Salz durch Verdampfen von Lösungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Salz durch Verdampfen von LösungenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Salz durch Verdampfen von Lösungen Während der technischen Herstellung von ge wöhnlichem Salz durch Verdampfen von Lösungen wird zunächst eine übersättigte Lösung gebildet. Dieser Übersättigung wird einerseits durch die Bil dung neuer Kristalle (Bildung von Kristallkeimen), anderseits durch das Wachstum der vorhandenen Kristalle entgegengewirkt. Die Korngrösse des Pro duktes hängt von dem Verhältnis zwischen der Menge an kristallisiertem Salz und der Anzahl der Kristalle ab, das heisst von dem Weg, durch welchen das Ausmass der Kristallkeimbildung und die Wachs tumsgeschwindigkeit von dem Herstellungsprozess und der Konstruktion der Vorrichtung beeinflusst wird. Da für manche Anwendungszwecke grosse Korn grössen wünschenswert sind, sind schon viele Ver suche gemacht worden, dieses gröbere Salz herzu stellen. Gewöhnlich wurden in der bestehenden Vor richtung zu diesem Zwecke wesentliche Veränderun gen vorgenommen. Weiterhin sind Versuche gemacht worden, das Ziel ohne Änderungen in der Vorrich tung zu erreichen, indem man den zu verdampfenden Lösungen Fremdsubstanzen zufügte. So ist beispiels weise in der englischen Patentschrift Nr. 617137 ein Verfahren beschrieben worden, wonach gröberes Salz durch Zusatz einiger Millionstelteile von Te- traalkylammoniumsalzen oder Polyäthylenoxyverbin- dungen zu der Salzsole erhalten werden kann. Das Verfahren der Erfindung betrifft auch ein Verfahren dieser Art. In der entsprechenden britischen Patentschrift Nr. 790457 ist beschrieben worden, in welcher Weise die Kristallisation von gewöhnlichem Salz durch den Zusatz geringer Mengen von Verbindungen, die Ni- trilotriacetationen liefern, beeinflusst werden kann. In der Tat wird ein gröberes Salz erhalten, welches beträchtlich härter als das normal hergestellte Salz ist, wenn derartige Ionen während der Kristallisation vorhanden sind. Ausserdem findet während der Her stellung eine geringere Verkrustung der Ver- dampfungsvorrichtung statt. Mit dem Zusatz von mehr als 30 mg der besagten Verbindungen pro Liter scheint nur noch eine geringere Verbesserung, wenn überhaupt, verbunden zu sein. Anderseits kann eine leichte Vergrösserung der Kristallgrösse und eine leicht grössere Härte durch Zusatz einer geringen Menge von Dimethylglyoxim erzielt werden. In diesem Fall soll Härte im Sinne von Bruchfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischer Belastung verstanden werden. Nach dem Verfahren gemäss der Erfindung kön nen die beschriebenen Vorteile, die mit dem Zusatz von Verbindungen, welche Nitrilotriacetationen lie fern, erzielt werden, auch in Gegenwart von lösli chen Salzen von Carboxymethylcellulose erhalten werden. Wie bei Anwendung von Derivaten der Nitrilo- triessigsäure, werden bei Anwendung der besagten Verbindungen Kristalle gewöhnlichen Salzes erhal ten, welche grösser und härter als die Kristalle sind, die man normalerweise erhält. Die Härtebestimmung wurde in der Weise durch geführt, dass man die Kristalle während einer vor bestimmten Zeit einer standardisierten Zerkleine- rungsbehandlung in einer Kugelmühle unterwirft. Das zahlenmässige Verhältnis zwischen der durch schnittlichen Teilchengrösse nach und vor dem Ver such ist ein Mass für die Härte und wird unten stehend als Härter> bezeichnet. So beträgt die durchschnittliche Teilchengrösse von Salz, das in einer bestimmten Vorrichtung aus Salzsole ohne irgendwelchen Zusatz erhalten worden ist, 1,8 mm, und die Härte hat den Wert von 0,48, während bei Zusatz von 30 mg Natriumnitrilotri- acetat zu einem Liter Salzsole unter sonst gleichen Arbeitsbedingungen die durchschnittliche Teilchen grösse 2,17 mm beträgt und die Härte den Wert 0,72 hat. Wenn statt der besagten Verbindung 30 mg Natriumcarboxymethylcellulose pro Liter Salzsole zugefügt wird, beträgt die durchschnittliche Teilchengrösse 2,3 mm und der Wert für die Härte 0,75. Weiterhin besteht eine Ähnlichkeit in der Tat sache, dass, wie bei Anwendung der Nitrilotri- acetationen liefernde Verbindungen in Gegenwart der besagten Cellulosed'erivate eine Verminderung der Krustenbildung an den Wandungen der Vor richtung erreicht wird, was eine bessere wirtschaft liche Nutzung der Wärmeenergie und eine längere Benutzung der Vorrichtung, ohne d'ass eine Reini- gung erforderlich wäre, zur Folge hat. Nach den weiter oben beschriebenen Versuchen, in welchen anstelle von Nitrilotriacetationen liefernde Verbin dungen lösliche Salze von Carboxymethylcellulose angewandt worden waren, wurde eine Anzahl von Versuchen mit Salzsole durchgeführt, welcher je eine Verbindung beider Gruppen zugefügt worden war. Es wurde gefunden, dass durch diese Kombi nation in der Tat keine zusätzliche Zunahme der Teilchengrösse erreicht wurde, jedoch, dass das dabei erhaltene Salz noch beträchtlich härter als das Salz ist, bei welchem nur eine der besagten Verbindun gen verwendet worden war. Es wurde gefunden, dass Salz, welches nach den in den weiter oben erwähnten Versuchen beschriebenen Verfahren hergestellt wor den war, wobei jedoch 30 mg Natriumnitrilotriacetat und 30 mg Natriumcarboxymethylcellulose pro Liter zu verdampfender Salzsole zugesetzt worden war, die durchschnittliche Teilchengrösse von 2,1 mm aufwies und- seine Härte 0,92 und damit einen Wert betrug, der nicht durch grössere Mengen einer der beiden Zusätze erreicht werden konnte. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens nach der Erfindung besteht darin, dass das so erhaltene Salz, wie das sogenannte Pfannensalz, sich bei Berührung scharf erweist. Es ist bekannt, dass die Herstellung von Pfannen salz, welches durch Verdampfen von Salzsole in offenen Pfannen hergestellt wird, auf Grund des hohen Verbrauchs an Brennmaterial kostspielig ist. Diese hohen Ausgaben werden durch einige Vorteile ausgeglichen, die so wichtig sind, dass viele Versuche gemacht worden sind, um dieses Pfannensalz durch Verdampfen in Vorrichtungen verschiedener Kon struktion nachzuahmen. In einigen Beziehungen sind diese Versuche erfolgreich gewesen, z. B. was die durchschnittliche Teilchengrösse betrifft. Die Eigen schaft von Pfannensalz, welche bis jetzt noch nicht nachgeahmt werden konnte, ist seine Schärfe, welche von bestimmten Verbrauchergruppen sehr geschätzt wird. Gerade diese Schärfe wurde erzielt, wenn Salz durch Verdampfen von Salzlösungen, welche bei gleichzeitiger Anwesenheit oder Abwesenheit an derer Verbindungen die besagten löslichen Salze von Carboxymethylcellulose enthielten, hergestellt wird. Um einen zahlenmässigen Vergleich der verschie denen Salzproben möglich zu machen, wurde eine gegebene Salzmenge an das obere Ende einer schwach geneigten Fläche auf das obere Ende auf gebracht, welche in festgesetzter Weise in Bewegung gesetzt wurde. Wenn in jedem Versuch die Salz menge die Neigung und die Länge der Ebene sowie die Versuchsdauer gleich sind, so stellt das Ver hältnis der Menge Salz, welche auf der geneigten Ebene verbleibt, zur Menge Salz, welche zum Ver such benützt wurde, ein Mass seiner Schärfe dar, welche, wie gefunden wurde, parallel der subjektiven Beurteilung durch manuelle Berührung läuft. Dieses Verhältnis wird nachstehend als Schärfe bezeich net. Auf diesem Wege wurde gefunden, dass die Schärfe von Salz, welches ohne irgendwelchen Zu satz hergestellt wurde, 0,6 beträgt, während die Schärfe von Salz, das unter sonst gleichen Ver fahrensbedingungen, jedoch mit einem Zusatz von 30 mg Natriumcarboxymethylcellulose in Gegenwart oder Abwesenheit von 30 mg Natriumnitrilotriacetat pro Liter Salzsole hergestellt worden war, 0,9 be trägt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Salz durch Ver dampfen von salzhaltigen Lösungen in Gegenwart einer Fremdsubstanz, dadurch gekennzeichnet, dass als Fremdsubstanz ein lösliches Salz von Carboxy- methylcellulose verwendet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein lösliches Salz von Carboxy- methylcellulose der zu verdampfenden, salzhaltigen Lösung in einer Menge zwischen 1 und 100 mg/1 Lösung zugesetzt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der zu verdampfenden, salzhalti gen Lösung ausser einem löslichen Salz von Carboxy- methylcellulose mindestens eine Nitrilotriacetationen liefernde Verbindung zugesetzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der zu verdampfenden, salzhalti gen Lösung ein lösliches Salz von Carboxymethyl- cellulose in einer Menge zwischen 1 und 100 mg/1 Lösung und mindestens eine Nitrilotriacetationen liefernde Verbindung in einer Menge zwischen 1 und 100 mg/1 Lösung zugesetzt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL354063X | 1956-07-06 |
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| CH354063A true CH354063A (de) | 1961-05-15 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH354063D CH354063A (de) | 1956-07-06 | 1957-07-05 | Verfahren zur Herstellung von Salz durch Verdampfen von Lösungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH354063A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1284409B (de) * | 1964-02-19 | 1968-12-05 | Internat Salt Company Inc | Verfahren zum Verhindern des Erstarrens und Zusammenbackens von koernigem Natriumchlorid |
-
1957
- 1957-07-05 CH CH354063D patent/CH354063A/de unknown
Cited By (1)
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| DE1284409B (de) * | 1964-02-19 | 1968-12-05 | Internat Salt Company Inc | Verfahren zum Verhindern des Erstarrens und Zusammenbackens von koernigem Natriumchlorid |
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