CH354162A - Joch für einen magnetischen Körper und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Joch für einen magnetischen Körper und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
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Joch für einen magnetischen Körper und Verfahren zu seiner Herstellung Die magnetischen Körper, insbesondere für Transformatoren und Drosselspulen, sind im allgemeinen zusammengesetzt aus einem die elektrische Wicklung tragenden Kern und Joch, deren Aufgabe es ist, den magnetischen Kreis zu schliessen. Diese Joche können auf verschiedene Weise konstruiert sein, insbesondere können sie aus einem um einen Dorn herum aufgewickelten Blechband hergestellt werden, dessen Form dem Zusammenbau mit den Kernteilen Rechnung tragen muss.
Dieser Zusammenbau erfolgt im allgemeinen, entweder durch Verschachteln der Kernbleche mit den Blechen der Joche, wobei Mittel vorgesehen sind, um entstehende Lücken gut auszu- füllen, oder durch aneinanderstossende Kern- und Jochbleche, wobei zusammenhaltende Mittel dem ganzen Magnetkörper eine genügende Festigkeit geben.
Im letzteren Falle sind in bekannter Weise zum Zwecke des Zusammenhaltens des Magnetkörpers, ausserhalb derselben angeordnete Bolzen verwendet worden, wodurch die Gesamtanordnung etwas kompliziert wird. Man hat auch Bolzen verwendet, welche zentral im Kern angeordnet sind und durch einen ringförmigen, im Joch ausgesparten Zwischenraum hindurchstossen. Die Joche bestehen dann aus zwei konzentrischen Ringen, was in bezug auf die Anordnung der Kerne magnetisch nachteilig ist.
Es wurde bei einem ringförmigen Joch mit drei Kernen vorgeschlagen, jeden Kern mit den zugehörigen Jochtei- len durch eine Klammer zusammenzuhalten, was sich bei zylindrischen Kernen schlecht machen lässt.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung eines Joches für einen magnetischen Kreis, welche durch Aufwickeln eines Blechbandes um einen Dorn gebildet wird, und durch die nachstehenden Schritte gekennzeichnet ist. a) Das Blechband wird unter so grosser Zugspannung aufgewickelt, dass jede Windung von der nächsten unter Druck zusammengehalten wird, wodurch das Joch eine grosse Festigkeit bekommt, welche derjenigen eines homogenen Körpers nahe ist, so dass es möglich wird, es parallel zur Oberfläche des Bleches zu durchbohren, ohne dass die Bleche aufreissen, was zu zusätzlichen elektrischen Verlusten führen würde.
b) Am Ende des Aufwickelns werden die freien Blechenden innen und aussen mit dem Joch befestigt, beispielsweise mit Schweisspunkten.
c) Nach Beendigung der Bearbeitung wird das Joch einer Glühung bei einer Temperatur von etwa 700 C und mehr unterzogen.
Diese Glühung, vorzugsweise bei einer Temperatur über 700 C, bezweckt einerseits die Beseitigung der von der Elastizität des Bleches herrührenden Spannungen, anderseits gleichzeitig dem Blechmaterial die ursprünglichen, vor der Bearbeitung vorhandenen magnetischen Eigenschaften wiederzugeben.
Damit beire Glühprozess die Isolation der Bleche keinen Schaden nimmt, muss diese selbstverständlich aus einem Material bestehen, welches der gewählten Glühtemperatur widersteht.
Dieser nach der Bearbeitung vorgenommene Glühprozess ist besonders vorteilhaft bei Verwendung von magnetischen Blechen mit bestinunter Kristall- orientierung. Nach dem Glühen ist keine weitere Bearbeitung bis zum Zusammenbau des magnetischen Körpers mehr nötig, welche die magnetischen Eiger, schatten dieser recht empfindlichen Bleche nur noch stören.
Die Erfindung betrifft aber auch die nach dem geschilderten Verfahren hergestellten Joche, insbesondere für Transformatoren, Drosselspulen und ähnliche Apparate, welche aus einem aufgewickelten Blechband bestehen und dadurch gekennzeichnet sind,
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dass die Jochkörper parallel zur Blechfläche von Löchern durchbohrt sind, welche die der Jochbefestigung dienenden Bolzen aufzunehmen bestimmt sind, wobei der nach der Bearbeitung geglühte Jochkörper die Eigenschaften eines homogenen Körpers und annähernd seine Festigkeit aufweisen kann.
Im nachfolgenden Teil werden anhand des Figurenblattes Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Sie beziehen sich, ohne dass die Erfindung auf diese Formen beschränkt wäre, in den Fig. 1 und 2 auf ein toroidförmiges und ein dreieckförmiges Joch für dreiphasige Transformatoren mit drei und in Fig. 3 auf ein elliptisches Joch für einen einpha- sigen Transformator mit zwei Kernen.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen die Grundrisse der Joche. Die Fig. 4 stellt die Seitenansicht einer Jochaus- führung für sehr grosse Abmessungen dar, während die Fig. 5 und 6 Querschnitte durch Joche zeigen, welche von der Rechteckform abweichen.
Das Joch 1, bestehend, wie oben ausgeführt, aus einem aufgewickelten Blechband, kann für dreipha- sige Transformatoren gemäss Fig. 1 kreis- bzw. toroid- förmig oder gemäss Fig. 2 dreieckförmiig sein und enthält z.
B. drei Löcher 2, 3, 4, welche den Jochkörper parallel zur Oberfläche der Bleche durchstossen. Sie sind zur Aufnahme der Bolzen bestimmt, welche den aus Jochen und Kernen bestehenden magnetischen Kreis zusammenhalten. Sie sind vorzugsweise auf der Mittellinie des Joches angeordnet und wie die Kerne im vorliegenden Falle um je 120 gegeneinander ver- setzt. Im Falle der Fig. 2 befinden sie sich an den Ecken der Dreieckform des Joches.
Handelt es sich um einen Einphasentransformator, dann hat das Joch vorzugsweise die Form einer Ellipse gemäss Fig. 3, wobei die Löcher 5, 6 für die den Ma- gnetkreis zusammenhaltenden Bolzen auf der grossen Achse der Ellipse angeordnet sind.
Wie oben erwähnt, bestehen die Joche gemäss den Fig. 1 bis 3 aus einem unter hoher Spannung aufgewickelten Blechband, dessen Enden innen und aussen bei S bzw. S' befestigt sind. Erst nach der Bearbeitung, also dem Bohren der Löcher 2 bis 6, wird der Jochkörper bei Temperaturen vorzugsweise über 700 C geglüht.
Im Falle grosser Dimensionen kann das Joch, gleichgültig wie die Wickelform und der Transformer- typ sind, gemäss Fig. 4 von einer Klammer 7 aussen umfasst werden, welche ihm nötigenfalls noch grössere Festigkeit gibt.
Der Querschnitt des Joches ist gewöhnlich rechteckig. Um eine bessere Verteilung des magnetischen Flusses zu erhalten, kann auch eine andere Querschnittsform mit gebrochener Lmrisslinie gewählt werden. Die Fig. 5 und 6 zeigen solche Ausführungsbeispiele. Die treppenförmige Querschnittsform gemäss Fig. 5 kann erhalten werden, indem mehrere Einzeljoche A, B, C, B', A' mit abgestufter Höhe übereinandergeschoben werden, wobei jedes Joch nach dem beschriebenen Verfahren hergestellt ist. Man kann aber diese Form auch erhalten durch Aufwickeln eines Bleches, dessen Breite stufenweise geändert wird.
Die aus Trapezen zusammengesetzte Querschnittsform D gemäss Fig. 6 wird durch das Aufwickeln eines Bleches erhalten, dessen Breite stetig sich zwischen einem kleinsten und grössten Wert ändert.
Es versteht sich von selbst, dass auch andere Querschnittsformen gewählt und mit ähnlichen Mitteln erhalten werden können, wie die beschriebenen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung eines Joches für einen magnetischen Körper, insbesondere für Transformatoren, Drosselspulen und ähnlichen Apparaten, bestehend aus einem gleichmässig um einen Dorn aufgewickeltes Blechband, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte: a) das Blechband wird unter so grosser Zugspannung aufgewickelt, dass jede Windung von der nächsten unter Druck zusammengehalten wird, wodurch das Joch eine grosse Festigkeit bekommt, welche derjenigen eines homogenen Körpers nahe ist, so dass es möglich wird, es parallel zur Fläche des Bleches zu durchbohren, ohne dass die Bleche aufreissen, was zu zusätzlichen elektrischen Verlusten führen würde; b) am Ende des Aufwickelns werden die freien Blechenden innen und aussen mit dem Joch befestigt;c) nach der Bearbeitung wird das Joch einer Glü- hung bei einer Temperatur von etwa 700 C und mehr unterzogen. II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestelltes Joch, bestehend aus einem aufgewickelten Blechband, dadurch gekennzeichnet, dass der Jochkörper parallel zur Blechoberfläche gebohrte Löcher aufweist, welche die der Jochbefestigung dienenden Bolzen aufzunehmen bestimmt sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Joch nach Patentanspruch II für dreiphasige Transformatoren, gekennzeichnet durch einen drei- eckförmig gewickelten Jochkörper, welcher an seinen Ecken die der Befestigung dienenden Löcher aufweist. 2.Joch nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der aus Blech gewickelte Jochkörper von einer Klammer aussen umfasst wird, welche ihm zusätzliche Festigkeit gibt. 3. Joch nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Jochkörpers von der Rechteckform abweicht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR354162X | 1956-12-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH354162A true CH354162A (de) | 1961-05-15 |
Family
ID=8893254
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH354162D CH354162A (de) | 1956-12-18 | 1957-11-18 | Joch für einen magnetischen Körper und Verfahren zu seiner Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH354162A (de) |
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1957
- 1957-11-18 CH CH354162D patent/CH354162A/de unknown
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