CH354205A - Vakuumschmelzofen für flüssigen Einsatz, insbesondere aus Eisen oder Stahl, und Verfahren zu seinem Betrieb - Google Patents

Vakuumschmelzofen für flüssigen Einsatz, insbesondere aus Eisen oder Stahl, und Verfahren zu seinem Betrieb

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CH354205A
CH354205A CH354205DA CH354205A CH 354205 A CH354205 A CH 354205A CH 354205D A CH354205D A CH 354205DA CH 354205 A CH354205 A CH 354205A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
    • C21C7/10Handling in a vacuum

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Description


      Vakuumschmelzofen    für flüssigen Einsatz,     insbesondere    aus Eisen oder     Stahl,     und     Verfahren    zu     seinem    Betrieb    Vakuumschmelzöfen und deren     Vorteile    sind seit  langem bekannt. Bisher ist es aber nicht möglich  gewesen, derartige Öfen für grosse Leistungen zu  bauen. Der Fassungsraum der     Induktions-Vakuum-          öfen,    in denen gleichzeitig die für das Entgasen des  Metalls wichtige Rührbewegung durch die Art der       Beheizung    erreicht werden soll, lässt sich nicht über  ein bestimmtes Mass, z.

   B. etwa 1500 kg, steigern,  weil sich sonst erhebliche Schwierigkeiten bei der     Be-          heizung    und     bezüglich    der     Tiegelhaltbarkeit    ergeben.  



  Zum Stand der Technik gehören auch beheizte  Vakuumkammern, durch die hindurch eine Metall  schmelze von einem Abgabegefäss in ein Aufnahme  gefäss     gehebert    und dabei in der Kammer entgast wird.  Die Vakuumbehandlung ist dabei im kontinuierlichen,  aber auch bei unterbrochenem     Durchfluss    möglich.

    In letzterem Falle geschieht das Unterbrechen des       Durchflusses,    nachdem in die     Vakuumkammer    eine  bestimmte Metallmenge     eingesaugt    worden ist, da  durch, dass die Metallspiegel im Abgabe- und Auf  nahmebehälter auf gleiche Höhe gebracht werden.

       Im     kontinuierlichen oder unterbrochenen     Durchfluss    ar  beitend-- Vakuumkammern, die- mit zwei Rohrstutzen,  nämlich einem Ansauge- und einem     Abgabestutzen          ausgestattet    sind, an denen sich ein Betrieb mit min  destens zwei Pfannen abspielt, passen nicht in ein  übliches Stahlwerk, sie sind in seinem Sinne auch  keine Öfen, sondern in ungewohnter Weise zu behan  delnde Apparate, bei denen nicht nur die     Ein..    und       Ablassrohre,    sondern auch mindestens die das ab  gelassene     Metall    aufnehmende Pfanne     beheizt    sein  müssen.  



  Gegenstand der Erfindung ist demgegenüber nun  ein Vakuumschmelzofen für flüssigen     Einsatz,    der sich  dadurch kennzeichnet,     d'ass    in den Boden seines z. B.    nach Art eines     Lichtbogenofens        beheizten,    im übrigen  allseitig geschlossenen, mit     einer        Vakuumpumpenan-          lage    verbundenen     Herdraums,    ein Rohrstutzen mün  det, und unter dem Ofen ein     topfartiger        Behälter    an  geordnet ist, in den das freie Ende dieses Rohr  stutzens hereinragt.

       Vorteilhafterweise    sind entweder  der Ofen oder der unter ihm     befindliche    topfartige  Behälter oder beide höhenverstellbar.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines  Vakuumschmelzofens für     flüssigen    Einsatz nach der  Erfindung dargestellt.  



  Der in üblicher Weise mit     feuerfestem    Mauer  werk 3, 4 ausgekleidete und durch     einen        Metallmantel     luftdicht abgeschlossene Ofen 1     wird    durch die Elek  troden 6     beheizt.    In den Boden des Ofens     mündet        ein     im Innern durch feuerfestes     Mauerwerk    ausgeklei  deter Rohrstutzen 2, der von einem Schutzkörper 2'  aus feuerfestem     Werkstoff    umgeben ist.  



  Der     Rohrstutzen    2 taucht in ein unter dem Ofen  angeordnetes topfartiges Gefäss 8     -ein,    das mit einer       Einlaufrinne    9 ausgestattet ist. Das Gefäss kann     kipp-          bar    oder mit     einem        Ausgussstopfen    versehen sein. Eine  in den freien Herdraum des     Ofens    mündende Leitung 5  stellt die Verbindung mit einer nicht gezeichneten Va  kuumpumpenanlage dar.

   Im Gewölbe des Ofens       münden    die Auslasse eines mit einer nicht gezeich  neten Schleuse     ausgestatteten    Behälters 7 zur Auf  nahme und Zufuhr von     Behandlungsstoffen.    Es  könnten auch mehrere solcher     Behälter    vorgesehen       sein.     



  Der beschriebene     Schmelzofen    wird folgender  massen betrieben:  Die     in    dem Ofen 1 zu behandelnde     Schmelze        wird     z. B. von einer Pfanne aus über den Einlauf 9 des       topfartigen        Behälters    8 laufend in diesen     eingeführt.         Sobald das untere Ende des in den Herdraum des  Ofens mündenden     Rohrstutzens    2 durch das     Metall     luftdicht abgeschlossen ist, wird der freie Raum des  Ofens     evakuiert    und laufend     Metall    so lange über  das Topfgefäss 8 in den Ofen eingeführt,

   bis die für  das jeweilige Metall geltende barometrische Steighöhe  erreicht ist.  



  Bekanntlich ist es für die     Vakuumbehandlung    von  Metallen wesentlich, dass sich das Metall     während    der  Behandlung in möglichst     intensiver    Bewegung be  findet. Das kann nun bei dem beschriebenen Ofen  durch periodisches     Höhenverstellen    des topfartigen  Behälters 8 oder auch des Ofens selbst auf einfachste  Weise erreicht werden. Das Ausmass der     Badbewe-          gung    ist mit der Häufigkeit der Hub- und Senkbewe  gungen, ihrer Geschwindigkeit und ihrer Höhe     zu     beeinflussen.  



  Ein weiteres Mittel, die zu behandelnde     Schmelze     in lebhafte Bewegung zu bringen, ist die Auslösung  eines Kochvorgangs in der Schmelze durch Re  aktionen, die in kurzen Zeiten ablaufen und bei denen  Gase frei werden. Beim Betrieb des Vakuumschmelz  ofens mit flüssigen Eisen- und Stahlschmelzen dient  dazu die     Kohlenoxydreaktion,    die, sofern das Eisen  oder der Stahl die     erforderlichen    Anteile an Kohlen  stoff und     Sauerstoff    nicht enthält, durch eine entspre  chende Zugabe dieser Stoffe in dem jeweils ge  wünschten Umfang ausgelöst werden kann.  



  Ein Höchstmass an Wirkung wird erreicht, wenn  zu der tiefgreifenden Rührwirkung durch das peri  odische     Höhenverstellen    gleichzeitig die Rührwirkung  hinzukommt, die die     Kohlenoxydreaktion    bei ihrem,  in dem Vakuumschmelzofen möglichen ausserordent  lich schnellen Ablauf hervorruft.  



  In dem Vakuumschmelzofen nach der Erfindung  kann das Metall jede gewünschte Behandlung erfah  ren. Man kann es hier z. B. frischen und auch le  gieren.  



  Der     Vakuumschmelzofen    nach der Erfindung  kann z. B. mit besonderem Vorteil zum Herstellen  von     kohlenstoff-    und gasarmen     Ferrolegierungen     durch Frischen kohlenstoffhaltiger     Vormetalie    Ver  wendung finden.  



  Die in bekannter Weise hergestellte kohlenstoff  haltige     Schmelze    einer     Ferrolegierung,    z. B. von       Ferrochromcarbure,    wird dann über die     Rinne    9 in  das Gefäss 8 gefüllt, aus dem sie nach der     Herstellung     des Vakuums durch den Stutzen 2 in den Vakuum  ofen     hochsteigt,    und zwar so lange, bis die für     die     jeweilige     Ferrolegierung    geltende barometrische Steig  höhe erreicht ist.  



  Das Frischen der     hochgekohlten,        im    Vakuum  ofen befindlichen Schmelze kann z. B. durch Zugabe  von Erz aus dem Behälter 7 erfolgen. Durch     Auf-          und        Abbewegen    des Gefässes 8 lässt sich dabei die  für einen schnellen Ablauf der Reaktion erforderliche       Badbewegung    in besonders einfacher     Weise    und ohne  mechanische     Hilfsmittel    herbeiführen.  



  Das Frischen der     Schmelze    kann aber auch durch  Einbringen von Sauerstoff oder Sauerstoffträgern in    den im Gefäss 8 enthaltenen Teil der Schmelze gesche  hen, weil die durch das Auf- und     Abbewegen    des Ge  fässes 8     zustandekommende    Rührwirkung zu einem  ständigen Stoffaustausch mit dem im Ofen enthalte  nen Teil der Schmelze führt.  



  Hand in Hand mit der     Entkohlung    geht auch eine  Entgasung des Metalls. Deshalb lässt sich in dem be  schriebenen Vakuumschmelzofen auch praktisch  wasserstofffreies     Ferrosfizium    herstellen.  



  Anstelle des unter dem     Vakuumschmelzofen    be  findlichen topfartigen Gefässes 8 kann auch jedes  andere Gefäss, z. B. eine Pfanne, benutzt werden. Es  ist dann nicht     erforderlich,    den gesamten Pfannen  inhalt auf     einmal    in das Vakuumgefäss zu heben,  vielmehr lässt sich die     Entkohlung    in dem Gefäss  auch     portionsweise    durchführen, indem durch Heben  und Senken entweder des Ofens oder der Pfanne nach  einander ein Teil der in der Pfanne befindlichen  Schmelze in den Ofenraum gehoben und aus ihm wie  der in die Pfanne entlassen wird.

   Dieses Spiel kann  so oft     fortgesetzt    werden, bis die     Ferrolegierung    den  angestrebten niedrigen Kohlenstoffgehalt erreicht hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Vakuumschmelzofen für flüssigen Einsatz, ins besondere aus Eisen oder Stahl, dessen einen elek trisch beheizten Herdraum einschliessendes feuer festes Mauerwerk von einem dichtenden Metallmantel umgeben ist, durch den in den Herdraum mindestens ein Anschluss für eine Vakuumpumpenanlage führt, dadurch gekennzeichnet, dass in den Boden des Ofens oder in seine Nähe ein Rohrstutzen mündet und unter dem Ofen ein pfannenartiges Gefäss angeordnet ist, in den das freie Ende des in den Ofen mündenden Rohr stutzens hereinragt.
    II. Verfahren zum Betrieb des Ofens nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sein topfartig ausgebildeter Einlassbehälter, nachdem der Ofen mit flüssiger Schmelze gefüllt worden ist, oder der Ofen selbst oder beide Geräte periodisch auf und ab bewegt wird, mit der Massgabe jedoch, dass das Ende des in den Behälter eintauchenden Rohrstutzens durch den Inhalt des Behälters luftdicht abgeschlossen bleibt. UNTERANSPRÜCHE 1. Ofen nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass in seinem Herdraum die Auslassstutzen von mit Schleusen ausgestatten Behältern zum Ein führen von Behandlungsstoffen münden. 2.
    Ofen nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass er höhenverstellbar ausgebildet ist. 3. Ofen nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das unter ihm angeordnete pfannen- artige Gefäss höhenverstellbar ausgebildet ist. 4. Ofen nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass sowohl der Ofen als auch das unter ihm angeordnete pfannenartige Gefäss höhenverstellbar ausgebildet sind. 5. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Entleeren des Ofens der Un terdruck im Ofenraum geändert wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Entleeren des Ofens der senk- rechte Abstand zwischen dem Ofen und dem Behälter geändert wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch 1T, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Ofeninhalt Teilmengen ent nommen werden.
CH354205D 1956-12-18 1957-11-13 Vakuumschmelzofen für flüssigen Einsatz, insbesondere aus Eisen oder Stahl, und Verfahren zu seinem Betrieb CH354205A (de)

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