CH354302A - Schaltbare Kupplungsvorrichtung in Form einer Reibungskupplung oder -bremse - Google Patents

Schaltbare Kupplungsvorrichtung in Form einer Reibungskupplung oder -bremse

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CH354302A
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Heinemann Rolf
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Georgii Elektro Motoren Appara
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Description


  Schaltbare Kupplungsvorrichtung     in    Form einer Reibungskupplung oder -bremse    Die Erfindung betrifft eine schaltbare Kupplungs  vorrichtung in Form einer Reibungskupplung oder  -bremse, mit mindestens     zwei    Kupplungsteilen, von  denen der eine Teil durch die Kraft eines Dauer  magneten axial verschiebbar und dadurch     mit    dem  anderen Teil     kuppelbar    ist.  



  ES sind Kupplungen bekannt, die durch die Ein  schaltung eines Elektromagneten wirksam werden.  Die Verwendung von Elektromagneten bei der Schal  tung von Kupplungen und Bremsen hat einerseits den  Vorteil, dass dadurch die Schaltung der Kupplung  oder der Bremse wesentlich vereinfacht wird. Diesem  steht jedoch der Nachteil entgegen, dass immer eine  Stromquelle notwendig ist und     d'ass    bei Unterbrechung  des Stromes im Elektromagneten sich die Kupplung  bzw. die Bremse löst.  



  Die bekannten mechanischen Kupplungen und  Bremsen haben wiederum den     Nachteil,    dass zum  Schalten eine verhältnismässig grosse Kraft oder ein  verhältnismässig grosser Weg benötigt wird. Aus  diesem Grunde sind bereits Bremsen vorgeschlagen  worden, bei     denen    die Bremswirkung mittels Federn       erzeugt    wird und bei denen zum Lüften der Bremse  ein Elektromagnet vorgesehen ist. Dies hat aber den.  Nachteil, dass beim bzw. nach Lüften der Bremse  der Elektromagnet über einen Luftspalt gegen die  Federkraft wirken muss. Dadurch wird ein starker  Elektromagnet und damit auch eine verhältnismässig  grosse Stromquelle benötigt.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe     zugrunde,    eine  Kupplung oder Bremse zu schaffen, die leicht schalt  bar ist, ohne dass dabei eine elektrische Stromquelle       benötigt    wird, und deren Wirkungsweise von äusseren  Einflüssen, wie z. B. von     einer    Unterbrechung der  elektrischen     Stromzuführung    oder von einem Aus-         fall    der Stromquelle, unabhängig ist, so dass ihre Wir  kung immer sicher eintritt.  



  Diese Aufgabe ist gemäss der     Erfindung    durch  mindestens einen senkrecht zu den magnetischen  Kraftlinien verschiebbaren     Schaltteil    zum Beein  flussen des magnetischen     Kraftflusses    eines Dauer  magneten gelöst. Die     Axialverschiebung    des ver  schiebbaren     Kupplungsteiles    erfolgt also gemäss der  Erfindung     mittels    der Kraft eines Dauermagneten,  deren Wirkung auf diesem     Kupplungsteil    durch den  verschiebbaren Schaltteil beeinflussbar ist. Das Ver  schieben des Schaltteiles senkrecht zu den Kraftlinien  kann mit einer     verhältnismässig    geringen Kraft durch  geführt werden.

   Dadurch wird erreicht, dass die  zum Kuppeln oder Bremsen benötigten grossen magne  tischen Kräfte mit     verhältnismässig    kleinen mechani  schen Kräften steuerbar sind.  



  Ein weiterer Nachteil der bekannten mechanischen  Kupplungen oder Bremsen besteht darin, dass die  Kupplungen     bzw.    Bremsen, wenn die Reibbeläge ver  schleissen, nachgestellt werden müssen. Dieser Nach  teil kann bei einer Kupplung oder Bremse der Erfin  dung dadurch     vermieden    werden, dass die zum     Leiten     der magnetischen     Kraftlinien    vorgesehenen     Leitungs-          teile,    die Führungsflächen für den verschiebbaren  Schaltteil bilden, über den Schaltteil hinausragen, so  dass der Schaltteil innerhalb dieser Führungsflächen  um einen     bestimmten,

      mindestens etwa dem mög  lichen Verschleiss der     Kupplungsteile    entsprechenden  Betrag ohne     wesentliche    Beeinflussung des     Kraft-          linienflusses    verschiebbar ist. Die Kupplung oder  Bremse     gemäss    der Erfindung     kann    also mit einfachen       Mitteln    so     .ausgebildet    werden, dass die Wirkung des  Schaltteiles von einer durch Verschleiss bewirkten       Anderung    der Stellung der Kupplungsteile während  des     Kuppelns        bzw.    Bremsens nicht beeinflusst wird.

        Die Erfindung kann in der Weise     durchgeführt     werden, dass der Dauermagnet mit, seine Kraftlinien  aufnehmenden,     magnetisierbaren        Leitungsteilen    ver  schiebbar verbunden ist. Wird der Dauermagnet aus  diesen Leitungsteilen     senkrecht    zu seinen Kraftlinien  herausgezogen, dann bricht das magnetische Kraft  feld, das den     Reibungsschluss    zwischen den Kupp  lungsteilen verursacht, zusammen, so dass die     Kupp-          lungs-        bzw.        Bremswirkung    aufhört.  



  Eine andere Möglichkeit gemäss der Erfindung       ergibt    sich dadurch, dass an dem den Dauermagneten  enthaltenden Kupplungsteil ein     Kurzschlussring    zum  Kurzschliessen der     magnetischen    Kraftlinien axial  verschiebbar angeordnet ist. Mittels dieses Kurz  schlussringes können die     magnetischen        Kraftlinien     des Dauermagneten innerhalb des den Dauermagne  ten     enthaltenden        Kupplungsteiles    kurzgeschlossen  werden, so dass sie     nicht    mehr in die Leitungsteile des  anderen Kupplungsteiles geleitet werden und so ein  Lösen der Kupplung     bzw.    der Bremse bewirken.  



  Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Er  findung ist vorgesehen, dass die magnetischen Kraft  linien schliessende     magnetisierbare    Leitungsteile aus  gegeneinander verschiebbaren Teilen bestehen. Ein  solcher verschiebbarer     Leitungsteil    kann als Unter  brechungsteil ausgebildet sein, dessen Verschiebung  ein     Schliessen    oder Unterbrechen des magnetischen       Kraftflusses    bewirkt, so dass durch die Verschiebung  dieses Unterbrechungsteiles die Kupplung oder  Bremse in der gleichen Weise wie oben beschrieben  mit geringen mechanischen Kräften schaltbar ist.  



  Eine besondere einfache konstruktive Lösung  ergibt sich, wenn die Leitungsteile für den magne  tischen Fluss     ringförmig    ausgebildet sind und zylin  drische, zur Achse der Kupplung bzw. Bremse  parallele Flächen aufweisen, längs denen ringförmige       Schaltteile    verschiebbar sind. Diese Schaltteile müssen  dann lediglich beim Schalten der Kupplung     bzw:    der  Bremse parallel zur Achse verschoben werden.  



  Weitere mit     Vorteil    vorgesehene Merkmale des       Erfindungsgegenstandes    ergeben sich aus der fol  genden Beschreibung von in der Zeichnung dar  gestellten Ausführungsbeispielen.  



  Es zeigen:       Fig.    1 einen Längsschnitt durch eine Kupplung  gemäss der Erfindung, bei der der     Dauermagnet    ver  schiebbar     angeordnet    ist,       Fig.2    einen Längsschnitt durch eine Kupplung  mit einem verschiebbaren     Kurzschlussring    und mit  einem verschiebbaren Unterbrechungsring,       Fig.    3     eine    gleichzeitig als Bremse     und.    Kupplung  wirkende Vorrichtung mit verschiebbaren Unterbre  chungsringen.  



  Die in     Fig.    1     dargestellte    Kupplung dient zum  Kuppeln von zwei Wellen 1 und 2. Auf der Welle 1  ist<U>der</U> eine Kupplungsteil 3 mittels Schrauben 4 und  in Nuten 4' eingreifender Federn befestigt. An einer  äusseren ringförmigen Stirnfläche des Kupplungs  teiles 3 ist ein Reibbelag 5 vorgesehen. Der Kupp  lungsteil 3 ist vorzugsweise aus einem unmagnetisier-    baren Stoff hergestellt und weist eine ringförmige  Aussparung auf, in der ein im Querschnitt U-förmiger       Weicheisenring    6 angeordnet ist.  



  Auf der Welle 2 ist ein als Ganzes mit 7 be  zeichneter Kupplungsteil angeordnet, der eine mit  der Welle 2 drehschlüssig aber axial verschiebbar       verbundene    Nabe 8 aufweist. Auf der     zylindrischen          Aussenfläche    der Nabe 8 ist ein aus     zwei    konzentri  schen     Weicheisenringen    9 und 10, die mittels eines       unmagnetisierbaren    Ringes 11 miteinander verbunden  sind, bestehendes Lager für     einen        Dauermagnetring     12 befestigt.

   Der     Dauermagnetring    12 ist radial zur  Achse der Welle 2     magnetisiert    und parallel zur  Welle 2 verschiebbar angeordnet, so dass er durch in  der Zeichnung nicht dargestellte Mittel aus dem  Lager 9, 10, 11 herausgezogen und wieder herein  geschoben werden kann. Auf der zylindrischen  Aussenfläche des äusseren     Weicheisenringes    10 ist  ein Ring 13 angeordnet, der den     Reibkörper    des  Kupplungsteiles 7     bildet    und dessen Stirnfläche 13'  beim Kuppeln den Reibbelag 5 des Kupplungsteiles 3       berührt.     



  Die     Weicheisenringe    9 und 10 sind so ausgebildet  und angeordnet, dass sie unmittelbar Verlängerungen  der Schenkel 6' des im Querschnitt U-förmigen  Ringes 6 des     Kupplungsteiles    3 bilden. Die Ringe 9  und 10 ragen dabei den Schenkeln 6' so weit entgegen,  dass sich die gegenüberstehenden Stirnflächen der  Ringe 9 und 10 bzw. der Schenkel 6' berühren, wenn  die Stirnfläche 13' des Kupplungsteiles 7 am Reib  belag 5 des Kupplungsteiles 3 anliegt, Dadurch wird  bei eingeschalteter Kupplung ein praktisch     luftspalt-          freier    Weg für die Kraftlinien des     Dauermagneten    12  gebildet.

   Die den Schenkeln 6' abgekehrten Ränder  der Ringe 9 und 10 überragen in Achsrichtung den  Dauermagneten 12 um einen Betrag, der dem mög  lichen Verschleiss des Bremsbelages entspricht, so dass  die volle Kraftwirkung des Magneten auch dann ein  tritt, wenn die nicht gezeichneten Betätigungsorgane  ihn nicht mehr bis zum Anschlag an den     unmagneti-          sierbaren    Ring 11 in das Lager 9, 11, 10 einschieben.  



  Zur Begrenzung der     Axialverschiebung    des Kupp  lungsteiles 7 ist auf der Welle 2 ein Stellring 14 an  geordnet. Es können dabei in der Zeichnung nicht  dargestellte Federn vorgesehen sein, die den Kupp  lungsteil 7 an den Stellring 14 drücken. Diese Fe  dern können sehr schwach sein, da sie lediglich die       Remanenz    der Weicheisenteile 9, 10 und 6 über  winden müssen. Es kann aber auch vollständig auf  diese Federn verzichtet werden.  



  Bei der Betätigung der Kupplung wird der Dauer  magnetring 12 in das durch die Weicheisenteile 9  und 10 und den Ring 11 gebildete Lager hineinge  schoben. Seine magnetischen Kraftlinien werden nun  durch die Weicheisenteile 9 und 10 und durch den       Weicheisenring    6 geschlossen.

   Durch die dadurch be  wirkte magnetische Anziehungskraft werden die       Weicheisenringe    9 und 10 an den     Weicheisenring    6       angezogen.    Dadurch wird aber gleichzeitig der  ganze Kupplungsteil 7 auf der Welle 2 axial ver-      schoben, bis die     Stirnfläche    13' des Kupplungs  teiles 7 den Reibbelag 5 des Kupplungsteiles 3 be  rührt und dadurch die Kupplung     einschaltet.    Beim  Lösen der Kupplung muss der     Dauermagnetring    12  lediglich aus seinem Lager 9, 10, 11 herausgezogen  werden. Dadurch bricht das magnetische Feld in den       Weicheisenringen    9, 10, 6 zusammen, so dass die An  ziehung zwischen den beiden Kupplungsteilen auf  hört.

   Es bleibt höchstens noch eine praktisch un  bedeutende Anziehungskraft zwischen den Kupplungs  teilen, die durch die     Remanenz    in den Weicheisen  ringen verursacht wird. Diese Kraft reicht jedoch  zur Erzeugung eines Reibungsschlusses zwischen der  Fläche 13' und dem Reibbelag 5 nicht aus, so dass  die Kupplung durch das Herausziehen des Dauer  magnetringes gelöst ist. Sind, wie oben beschrieben,  auch noch Federn vorgesehen, dann wird der Kupp  lungsteil 7 durch die Kraft der Federn an den Stell  ring 14 gedrückt und dadurch eine Berührung der  einander     gegenüberstehenden    Reibflächen vollstän  dig vermieden.  



  In     Fig.    2 ist ein weiteres     Ausführungsbeispiel    der  Erfindung dargestellt. Soweit die Teile dieses Aus  führungsbeispieles den Teilen des Ausführungsbei  spieles nach     Fig.    1     entsprechen,    sind dafür Bezugs  zeichen gewählt, die gegenüber den Bezugszeichen in       Fig.    1 um die Zahl 100 vergrössert sind. Die zu  kuppelnden Wellen     sind    demnach mit 101 und 102  bezeichnet, denen jeweils die mit 103 bzw.<B>107</B> als  Ganzes bezeichneten Kupplungsteile zugeordnet sind.

    Der Kupplungsteil 107 besteht ebenfalls aus einer  Nabe 108, zwei     Weicheisenringen    109 und 110, zwi  schen denen ein fest     mit    diesen     Weicheisenringen    ver  bundener     Dauermagnetring    112 angeordnet ist, und  einem Reibring<B>113</B> mit einer Reibfläche 113'. Im  Gegensatz zu dem Kupplungsteil 7 in     Fig.    1 ist bei  dem Kupplungsteil 107 der     Dauermagnetring    112  nicht verschiebbar, sondern stellt ein mittragendes  Glied des     Kupplungsteiles    107 dar.

   Die beiden       Weicheisenringe    109 und 110 bilden ähnlich wie in       Fig.    1 ein ringförmiges Lager 115 für einen auf der  zylindrischen     Aussenfläche    der Nabe 108 und des  Ringes 109 verschiebbaren     Weicheisenring    116.  Ebenso wie der Dauermagnet 12 ist auch der Dauer  magnet 112 radial zur Achse der Welle 102 magne  tisiert, so     d'ass    die     Kraftlinien    des Magneten durch die       Weicheisenringe    109 und 110 .entsprechend der ge  strichelten Linie geleitet werden.

   Für den Fall, dass  der     Dauermagnetring    112 aus einem Material be  steht, das für die statischen     Beanspruchungen        als     tragendes Glied nicht     geeignet    ist, dann können die  Ringe 109 und 110 mittels eines Ringes 111' aus       unmagnetisierbarem    Stoff verbunden sein.  



  Ähnlich wie der Kupplungsteil 107 besteht auch  der Kupplungsteil<B>103</B> aus einer Nabe 117, zwei  konzentrischen     Weicheisenringen    118 und 119, die  mittels eines     unmagnetisierbaren    Ringes 111 mitein  ander verbunden sind. Auf der zylindrischen Aussen  fläche des     Weicheisenringes    119 ist eine Backe 120  befestigt,

   die einen Reibbelag 105     trägt.       Die beiden     Weicheisenringe    118 und 119 bilden  zusammen mit dem     unmagnetisierbaren        Ring   <B>111</B> ein  dem Lager 115 entsprechendes Lager für einen auf  der zylindrischen Aussenfläche der Nabe 117 und des       Weicheisenringes    118 verschiebbaren     Weicheisenring     121.

   Die     Weicheisenringe    118 und 119 sind     in    bezug  auf die     Weicheisenringe    109 und 110 des Kupplungs  teiles 107 so     angeordnet,    dass ihre dem     Kupplungsteil     107     zugekehrten        Stirnflächen    die entsprechenden Stirn  flächen der Ringe 109 und 110 berühren,     wenn    die  Reibfläche 113' des     Kupplungsteiles    107 an den Reib  belag 105 des     Kupplungsteiles    103 angedrückt wird.  



  Um die magnetischen Kraftlinien in den Weich  eisenringen zu     konzentrieren,    sind die Teile 108, 113,  117 und 120 aus einem nicht     magnetisierbaren    Stoff  hergestellt. Ebenso wird, wie im Ausführungsbeispiel  nach     Fig.l,    der Kupplungsteil 103 mittels     einer     Schraube 104 und einer     Nut-Feder-Verbindung    104'  mit     seiner    Welle 101 verbunden,     während    die Axial  verschiebung des Teiles 107 auf der Welle 102 durch  einen     Stellring    114 begrenzt ist.  



  Die in     Fig.    2 dargestellte Ausführungsform zeigt  zwei verschiedene Möglichkeiten der     Steuerung    der  Kupplung, die einzeln oder beide gleichzeitig an  gewendet werden können. In der in     Fig.    2 dargestell  ten Stellung der Ringe 116 und 121 verlaufen die       magnetischen        Kraftlinien    des     Dauermagneten    112  durch die     Ringe    110, 119, 121, 118 und 109, das  durch die gestrichelte Linie 122 angedeutet ist. Da  durch wird bewirkt, dass der Kupplungsteil 107 an  den     Kupplungsteil    103 angezogen wird.

   Ein Abschal  ten der Kupplung ist nun     dadurch    möglich, dass der  Ring 116 in das Lager<B>115</B>     hineingeschoben    wird.  Hier bewirkt der     Ring    116 einen     Kurzschluss    der ma  gnetischen Kraftlinien des     Dauermagneten    112 inner  halb des Kupplungsteiles 107, so dass praktisch keine       Kraftlinien    mehr in die     Weicheisenringe    118 und 119  gelangen, und die     Anziehungskraft    zwischen den bei  den Kupplungsteilen 103 und 107 aufhört.

   Dasselbe  kann jedoch auch dadurch bewirkt werden, dass der  Ring 121. in     Richturig    des Pfeiles 123 verschoben  wird, so dass er aus dem     ringförmigen    Zwischenraum  zwischen den     Weicheisenringen    118 und 119 heraus  tritt und so den magnetischen     Kraftfluss    unterbricht.  Eine besonders wirksame     Beseitigung    der Anziehungs  kraft zwischen den beiden Kupplungsteilen wird da  durch erreicht, dass     beide    Ringe 116 und 121 gleich  zeitig in der Richtung des Pfeiles 123 verschoben  werden.

   Wie aus der     Fig.    2     ersichtlich    ist, erfolgt die  Verschiebung beider     Teile    senkrecht zu den magne  tischen Kraftlinien, so dass dazu eine     verhältnismässig     geringe     Kraft    erforderlich     ist,     Das Ausführungsbeispiel nach     Fig.3    zeigt eine  Vorrichtung, die sowohl     als    Bremse als auch als  Kupplung wirkt.

   Die Bezugszahlen derjenigen Teile  dieser Vorrichtung, die den in     Fig.    1 dargestellten       Teilen    entsprechen,     sind    um die Zahl 200, und die  Bezugszahlen derjenigen Teile, die den Teilen des Aus  führungsbeispieles nach     Fig.2    entsprechen, um die  Zahl 100     vergrössert.        Ein    als Ganzes mit 207 be-           zeichneter        Kupplungsteil    ist auf einer Welle 202     dreh-          schlüssig    aber axial verschiebbar angeordnet.

   Auf der       einen    Seite dieses     Kupplungsteiles    207 ist auf der  Welle 202 drehbar aber axial nicht verschiebbar ein  als Ganzes mit 203 bezeichneter Kupplungsteil an  geordnet, der mit     einem    Antriebsrad 225 verbunden  ist. Auf der anderen Seite des Kupplungsteiles 207  befindet sich ein als Ganzes mit 303 bezeichneter,  beispielsweise mit dem Maschinengehäuse fest ver  bundener     Kupplungsteil,    der hier als     Bremskörper     wirkt. Der Kupplungsteil 203 besitzt eine Nabe 217  und     zwei        Weicheisenringe    218 und 219, die mittels  eines     unmagnetisierbaren    Ringes 211 fest mitein  ander verbunden sind.  



  Auf der äusseren zylindrischen Fläche des Weich  eisenringes 219 ist ein Reibring 220     mit    einem Reib  belag 205 angeordnet. In ein durch die Weicheisen  ringe 218 und 219 und den     unmagnetisierharen    Ring  211     gebildetes    Lager kann     ein    auf der     zylindrischen          Aussenfläche    des Ringes 218 und der Nabe 217  axial verschiebbarer     Weicheisenring    221 eingeschoben  werden.  



  Entsprechend besteht auch der als     Bremsteil    die  nende Kupplungsteil 303 aus einem mittleren, bei  spielsweise     mit    dem Maschinengehäuse verbundenen  Teil 317, zwei     Weicheisenringen    318 und 319, die  mittels eines     unmagnetisierbaren    Ringes 311 mit  einander verbunden sind, und einem Ring 320, der  an     seiner    dem Kupplungsteil 207 zugekehrten Stirn  seite einen Reibbelag 205     aufweist.    Auch hier bilden  die     Weicheisenringe    318,

   319 mit dem     unmagneti-          Bierbaren    Ring 311 ein Lager für einen axial ver  schiebbaren     Weicheisenring   <B>321.</B>  



  Der Kupplungsteil 207     besteht    aus einer Nabe  208, zwei     Weicheisenringen    209 und 210, die durch  einen     Dauermab        etring    212 miteinander verbunden  sind, und einem     Reibring    213 mit zwei Reibflächen  <B>213'</B> und 213".

   Die zueinander konzentrischen Weich  eisenringe 209 und 210 bzw. 218 und 219 bzw. 318  und 319 der drei verschiedenen Kupplungsteile 207,  203 und 303 sind so angeordnet, dass sie einander un  mittelbar     fortsetzen.    Ihre     einander    zugekehrten     Stirn          flächen    sind dabei so angeordnet, dass sie einander  berühren,     wenn,    die     entsprechenden        Reibflächen    der       Kupplungsteile        aufeinandergedrückt    werden.  



  In der in     Fig.3    dargestellten Stellung der ver  schiebbaren     Weicheisenringe    221 und 321 werden  die Kraftlinien des Dauermagneten 212 über die  Ringe 210, 319, 321, 318 und 209, also über den  Kupplungsteil 303, geschlossen, so dass der Kupplungs  teil 207 an den Kupplungsteil 303 angezogen wird.  Dadurch wird der Kupplungsteil 207 und     damit    die       Welle    202 gebremst. Wird     hierbei    der     Kupplungsteil     203 über das     Antriebsrad225    von einem in der Zeich  nung nicht dargestellten Antrieb angetrieben, dann  dreht sich der Kupplungsteil 203 frei um die Welle  202, ohne diese jedoch mitzunehmen.  



  Werden nun die beiden     Weicheisenringe    221  und 321 in Richtung des Pfeiles 223 verschoben, dann  wird der magnetische     Kraftfluss    über den Kupplungs-    teil 303 unterbrochen und mittels der Ringe 219, 221  und 218 über den Kupplungsteil 203 geleitet. Da  durch wird eine Anziehung des Kupplungsteiles 207  an den Kupplungsteil 203 und damit eine Kupp  lung dieser beiden Kupplungsteile bewirkt. Die Welle  202 läuft nun zusammen mit dem Kupplungsteil 203  um.  



  Die in     Fig.3    dargestellte     Ausführungsform    der  Erfindung kann auch in der Weise abgewandelt sein,  dass     zwei        Dauermagnete    entweder als verschiebbare  Ringe oder als Verbindungsringe zwischen den Weich  eisenringen in den Kupplungsteilen 203 und 303 an  geordnet sind, während die     Weicheisenringe    209, 210  im Kupplungsteil 207 ein Stück bilden.  



  Die anhand der dargestellten Ausführungsbei  spiele beschriebene Erfindung kann in entsprechender  Weise bei     Lamellenkupplungen    verwendet werden.  



  Alle Ausführungen der Erfindung können auch  mit axial magnetisierten Dauermagneten ausgerüstet  werden, deren Leitungsteile dann eine sinngemässe  Ausbildung erfahren müssen.  



  Als Werkstoff für die Dauermagnete wird vor  zugsweise keramisches Material, das Polyoxyde des       Eisens,    Bariums oder anderer Metalle     enthält    ver  wendet, da die     ausserordentlich    hohe     Koerzitivkraft     dieser Magnete für die     Erfindung    besonders geeignet  ist, um einer     Entmagnetisierung    des Dauermagneten  bei einer Unterbrechung des magnetischen Kraft  flusses vorzubeugen.  



  Die Darstellungen der Ausführungsbeispiele in  der Zeichnung sind schematisch vereinfacht. Bei der  praktischen     Durchführung    beispielsweise des Aus  führungsbeispieles nach     Fig.    1 wird man daher an  dem     Kupplungsteil    7 auch noch ein in der Zeich  nung nicht dargestelltes     Abschirmgehäuse    für den  verschiebbaren     Dauermagnetring    12 vorsehen, in das  der Ring 12 beim Herausziehen aus dem Lager 9, 10,  11 hineingeschoben wird. Dadurch wird bei ge  löster Kupplung eine     Entmagnetisierung    des Magnet  ringes 12 verhindert, und es werden vom     Magnetring     12 ausgehende Streufelder vermieden.  



  Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist  der Schaltteil axial verschiebbar. Auch dieses stellt  lediglich eine spezielle Lösung dar. Die Erfindung  kann auch durch eine Ausführung     verkörpert    werden,  bei der der     Schaltteil    in einer anderen Richtung ver  schiebbar, z. B. um die Welle 2 drehbar ist. Dieses  kann z. B. in der Weise verwirklicht werden, dass die  in     Fig.    1 dargestellten     Weicheisenringe    9 und 10 durch  eine zur Welle 2     senkrechte    Ebene innerhalb des  Kupplungsteiles 7 in je     zwei    gegeneinander drehbare  Ringe     unterteilt    sind, die sich beide nur mittels in  regelmässigen Abständen vorgesehenen Vorsprüngen  berühren.

   Dieses kann beispielsweise durch eine etwa  zahnförmige     Ausbildung    der     aneinanderstossenden     Ränder der Ringe erreicht werden, wobei die Zähne  nicht spitz sind, sondern     in    zur Welle 2 senkrechten  Flächen endigen. Die dem Kupplungsteil 3 zugewand  ten Ringe werden dabei, wie in     Fig.    1 dargestellt ist,  durch einen     unmagnetisierbaren    Ring 11 mechanisch      zusammengehalten, während die in der oben be  schriebenen Weise abgeteilten Ringteile durch den       Dauermagnetring    12 zusammengehalten und zu  sammen mit diesem     innerhalb    des Kupplungsteiles 7  um die Welle drehbar angeordnet sind.

   Wird nun der  den     Dauermagnetring    12     enthaltende    Ring gegen  über dem den Ring 11 enthaltenden Ring so gedreht,  dass die Zahnenden der     Weicheisenringe    aufeinander  liegen, dann werden die magnetischen     Kraftlinien     über den     Weicheisenring    6 des Kupplungsteiles 3  geleitet.

   Wenn man jedoch den den     Dauermagneten     12 enthaltenden Ring so dreht, dass die Zahnenden der  mit dem Ring 12     verbundenen        Weicheisenringe    den  Zahnlücken der mit dem     Ring    11 verbundenen       Weicheisenringe    gegenüberstehen, wird dieser magne  tische     Kraftfluss    unterbrochen.  



  Um bei ausgeschalteter Kupplung auch eine Ab  schirmung des     Dauermagnetringes    12 zu bewirken,  kann ein entsprechender     Kurzschlussring    an der dem  Teil 3 abgekehrten Seite des den     Dauermagnetring    12  und die axial äussern Teile der     Weicheisenringe    9  und 10 enthaltenden Ringes vorgesehen sein.

   Die       aufeinanderstossenden.    Ränder des den Dauermagnet  ring 12     en'thaltend'en    Ringes und dieses     Kurzschluss-          ringes    können in der oben beschriebenen Weise eben=       falls        zahnförmig    ausgebildet sein, so     d'ass    die Zahn  enden einander gegenüberliegen, wenn die Kupplung  ausgeschaltet ist und umgekehrt.  



  Eine andere     Möglichkeit,    die zuletzt     erwähnte    Lö  sung zu verwirklichen, besteht darin,     d'ass    der Magnet  ring aus einzelnen, durch urimagnetische Teile un  terbrochenen     Segmenten    besteht, die mit entspre  chenden ebenfalls unterbrochenen Weicheisenteilen  verbunden sind, so dass dadurch ebenfalls durch Ver  drehen dieses Ringes entweder die     Weicheisenteile    mit  Weicheisenteilen oder mit zwischen diesen Weicheisen  teilen liegenden,     umnagnetisierbaren    Teilen eines ent  sprechend     aufgeteilten        Weicheisenringes    in Berührung  gebracht werden können..

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schaltbare Kupplungsvorrichtung in Form einer Reibungskupplung oder -bremse, mit mindestens zwei Kupplungsteilen, von denen der eine Teil durch die Kraft eines Dauermagneten axial verschiebbar und dadurch mit dem anderen Teil kuppelbar ist, gekenn zeichnet durch mindestens einen senkrecht zu den magnetischen Kraftlinien verschiebbaren Schaltteil (12; 116, 121; 221, 321) zum Beeinflussen des magnetischen Kraftflusses des Dauermagneten (12; 112; 212).
    UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die zum Leiten der magnetischen Kraftlinien vorgesehenen Leitungsteile (9, 10; 109, 110; 218, 219; 318, 319) die Führungsflächen für den verschiebbaren Schaltteil (12; 116; 221;
    321) bil den, über den Schaltteil, wenn dieser eingerückt ist, hinausragen, so dass der Schaltteil innerhalb dieser Führungsflächen um einen bestimmten, mindestens etwa dem möglichen Verschleiss der Kupplungsteile entsprechenden Betrag ohne wesentliche Beeinflussung des Kraftlinienflusses verschiebbar ist. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Dauermagnet (12) mit seine Kraftlinien aufnehmenden magnetisierbaren Leitungs teilen (9, 10) verschiebbar verbunden: ist (Fig. 1). 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, gekenn- zeichnet durch mindestens einen Dauermagnetring (12), dessen innere Kraftlinien radial zur Kupplungs drehachse gerichtet sind. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge- kenzeichnet, dass an dem den Dauermagneten enthal tenden Kupplungsteil (107) ein Kurzschlussring (116) zum Kurzschliessen der magnetischen Kraftlinien axial verschiebbar angeordnet ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die magnetischen Kraftlinien schliessende magnetisierbare Leitungsteile aus gegen einander verschiebbaren Teilen bestehen. 6.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem den Dauermagneten (112; 212) nicht enthaltenden Kupplungsteil (103; 203; 303) ein ringförmiger Leitungsteil (121; 221; 321) axial verschiebbar angeordnet ist, mittels dessen der magnetische Kraftschluss in diesem Kupplungs teil unterbrochen werden kann. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Leitungsteile für den magn eti- schen Fluss ringförmig ausgebildet sind und zylin drische, zur Achse der Kupplung parallele Flächen aufweisen, längs den-en ringförmige Schaltteile ver schiebbar sind.. B. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekennzeich net durch einen keramischen Dauermagnet. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die einander zugekehrten Stirn flächen der Leitungsteile (z. B. 6, 9 und 10) so am geordnet sind, dass sie sich während des Reibungs schlusses der Kupplungsteile (z. B. 3 und 7) berühren.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010055647A1 (de) * 2010-12-22 2012-06-28 Volkswagen Aktiengesellschaft Magnetkupplungsvorrichtung mit einer Reibvorrichtung sowie Reibvorrichtung für eine solche Magnetkupplungsvorrichtung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102010055647A1 (de) * 2010-12-22 2012-06-28 Volkswagen Aktiengesellschaft Magnetkupplungsvorrichtung mit einer Reibvorrichtung sowie Reibvorrichtung für eine solche Magnetkupplungsvorrichtung

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