Schaltbare Kupplungsvorrichtung in Form einer Reibungskupplung oder -bremse Die Erfindung betrifft eine schaltbare Kupplungs vorrichtung in Form einer Reibungskupplung oder -bremse, mit mindestens zwei Kupplungsteilen, von denen der eine Teil durch die Kraft eines Dauer magneten axial verschiebbar und dadurch mit dem anderen Teil kuppelbar ist.
ES sind Kupplungen bekannt, die durch die Ein schaltung eines Elektromagneten wirksam werden. Die Verwendung von Elektromagneten bei der Schal tung von Kupplungen und Bremsen hat einerseits den Vorteil, dass dadurch die Schaltung der Kupplung oder der Bremse wesentlich vereinfacht wird. Diesem steht jedoch der Nachteil entgegen, dass immer eine Stromquelle notwendig ist und d'ass bei Unterbrechung des Stromes im Elektromagneten sich die Kupplung bzw. die Bremse löst.
Die bekannten mechanischen Kupplungen und Bremsen haben wiederum den Nachteil, dass zum Schalten eine verhältnismässig grosse Kraft oder ein verhältnismässig grosser Weg benötigt wird. Aus diesem Grunde sind bereits Bremsen vorgeschlagen worden, bei denen die Bremswirkung mittels Federn erzeugt wird und bei denen zum Lüften der Bremse ein Elektromagnet vorgesehen ist. Dies hat aber den. Nachteil, dass beim bzw. nach Lüften der Bremse der Elektromagnet über einen Luftspalt gegen die Federkraft wirken muss. Dadurch wird ein starker Elektromagnet und damit auch eine verhältnismässig grosse Stromquelle benötigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kupplung oder Bremse zu schaffen, die leicht schalt bar ist, ohne dass dabei eine elektrische Stromquelle benötigt wird, und deren Wirkungsweise von äusseren Einflüssen, wie z. B. von einer Unterbrechung der elektrischen Stromzuführung oder von einem Aus- fall der Stromquelle, unabhängig ist, so dass ihre Wir kung immer sicher eintritt.
Diese Aufgabe ist gemäss der Erfindung durch mindestens einen senkrecht zu den magnetischen Kraftlinien verschiebbaren Schaltteil zum Beein flussen des magnetischen Kraftflusses eines Dauer magneten gelöst. Die Axialverschiebung des ver schiebbaren Kupplungsteiles erfolgt also gemäss der Erfindung mittels der Kraft eines Dauermagneten, deren Wirkung auf diesem Kupplungsteil durch den verschiebbaren Schaltteil beeinflussbar ist. Das Ver schieben des Schaltteiles senkrecht zu den Kraftlinien kann mit einer verhältnismässig geringen Kraft durch geführt werden.
Dadurch wird erreicht, dass die zum Kuppeln oder Bremsen benötigten grossen magne tischen Kräfte mit verhältnismässig kleinen mechani schen Kräften steuerbar sind.
Ein weiterer Nachteil der bekannten mechanischen Kupplungen oder Bremsen besteht darin, dass die Kupplungen bzw. Bremsen, wenn die Reibbeläge ver schleissen, nachgestellt werden müssen. Dieser Nach teil kann bei einer Kupplung oder Bremse der Erfin dung dadurch vermieden werden, dass die zum Leiten der magnetischen Kraftlinien vorgesehenen Leitungs- teile, die Führungsflächen für den verschiebbaren Schaltteil bilden, über den Schaltteil hinausragen, so dass der Schaltteil innerhalb dieser Führungsflächen um einen bestimmten,
mindestens etwa dem mög lichen Verschleiss der Kupplungsteile entsprechenden Betrag ohne wesentliche Beeinflussung des Kraft- linienflusses verschiebbar ist. Die Kupplung oder Bremse gemäss der Erfindung kann also mit einfachen Mitteln so .ausgebildet werden, dass die Wirkung des Schaltteiles von einer durch Verschleiss bewirkten Anderung der Stellung der Kupplungsteile während des Kuppelns bzw. Bremsens nicht beeinflusst wird.
Die Erfindung kann in der Weise durchgeführt werden, dass der Dauermagnet mit, seine Kraftlinien aufnehmenden, magnetisierbaren Leitungsteilen ver schiebbar verbunden ist. Wird der Dauermagnet aus diesen Leitungsteilen senkrecht zu seinen Kraftlinien herausgezogen, dann bricht das magnetische Kraft feld, das den Reibungsschluss zwischen den Kupp lungsteilen verursacht, zusammen, so dass die Kupp- lungs- bzw. Bremswirkung aufhört.
Eine andere Möglichkeit gemäss der Erfindung ergibt sich dadurch, dass an dem den Dauermagneten enthaltenden Kupplungsteil ein Kurzschlussring zum Kurzschliessen der magnetischen Kraftlinien axial verschiebbar angeordnet ist. Mittels dieses Kurz schlussringes können die magnetischen Kraftlinien des Dauermagneten innerhalb des den Dauermagne ten enthaltenden Kupplungsteiles kurzgeschlossen werden, so dass sie nicht mehr in die Leitungsteile des anderen Kupplungsteiles geleitet werden und so ein Lösen der Kupplung bzw. der Bremse bewirken.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Er findung ist vorgesehen, dass die magnetischen Kraft linien schliessende magnetisierbare Leitungsteile aus gegeneinander verschiebbaren Teilen bestehen. Ein solcher verschiebbarer Leitungsteil kann als Unter brechungsteil ausgebildet sein, dessen Verschiebung ein Schliessen oder Unterbrechen des magnetischen Kraftflusses bewirkt, so dass durch die Verschiebung dieses Unterbrechungsteiles die Kupplung oder Bremse in der gleichen Weise wie oben beschrieben mit geringen mechanischen Kräften schaltbar ist.
Eine besondere einfache konstruktive Lösung ergibt sich, wenn die Leitungsteile für den magne tischen Fluss ringförmig ausgebildet sind und zylin drische, zur Achse der Kupplung bzw. Bremse parallele Flächen aufweisen, längs denen ringförmige Schaltteile verschiebbar sind. Diese Schaltteile müssen dann lediglich beim Schalten der Kupplung bzw: der Bremse parallel zur Achse verschoben werden.
Weitere mit Vorteil vorgesehene Merkmale des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der fol genden Beschreibung von in der Zeichnung dar gestellten Ausführungsbeispielen.
Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Kupplung gemäss der Erfindung, bei der der Dauermagnet ver schiebbar angeordnet ist, Fig.2 einen Längsschnitt durch eine Kupplung mit einem verschiebbaren Kurzschlussring und mit einem verschiebbaren Unterbrechungsring, Fig. 3 eine gleichzeitig als Bremse und. Kupplung wirkende Vorrichtung mit verschiebbaren Unterbre chungsringen.
Die in Fig. 1 dargestellte Kupplung dient zum Kuppeln von zwei Wellen 1 und 2. Auf der Welle 1 ist<U>der</U> eine Kupplungsteil 3 mittels Schrauben 4 und in Nuten 4' eingreifender Federn befestigt. An einer äusseren ringförmigen Stirnfläche des Kupplungs teiles 3 ist ein Reibbelag 5 vorgesehen. Der Kupp lungsteil 3 ist vorzugsweise aus einem unmagnetisier- baren Stoff hergestellt und weist eine ringförmige Aussparung auf, in der ein im Querschnitt U-förmiger Weicheisenring 6 angeordnet ist.
Auf der Welle 2 ist ein als Ganzes mit 7 be zeichneter Kupplungsteil angeordnet, der eine mit der Welle 2 drehschlüssig aber axial verschiebbar verbundene Nabe 8 aufweist. Auf der zylindrischen Aussenfläche der Nabe 8 ist ein aus zwei konzentri schen Weicheisenringen 9 und 10, die mittels eines unmagnetisierbaren Ringes 11 miteinander verbunden sind, bestehendes Lager für einen Dauermagnetring 12 befestigt.
Der Dauermagnetring 12 ist radial zur Achse der Welle 2 magnetisiert und parallel zur Welle 2 verschiebbar angeordnet, so dass er durch in der Zeichnung nicht dargestellte Mittel aus dem Lager 9, 10, 11 herausgezogen und wieder herein geschoben werden kann. Auf der zylindrischen Aussenfläche des äusseren Weicheisenringes 10 ist ein Ring 13 angeordnet, der den Reibkörper des Kupplungsteiles 7 bildet und dessen Stirnfläche 13' beim Kuppeln den Reibbelag 5 des Kupplungsteiles 3 berührt.
Die Weicheisenringe 9 und 10 sind so ausgebildet und angeordnet, dass sie unmittelbar Verlängerungen der Schenkel 6' des im Querschnitt U-förmigen Ringes 6 des Kupplungsteiles 3 bilden. Die Ringe 9 und 10 ragen dabei den Schenkeln 6' so weit entgegen, dass sich die gegenüberstehenden Stirnflächen der Ringe 9 und 10 bzw. der Schenkel 6' berühren, wenn die Stirnfläche 13' des Kupplungsteiles 7 am Reib belag 5 des Kupplungsteiles 3 anliegt, Dadurch wird bei eingeschalteter Kupplung ein praktisch luftspalt- freier Weg für die Kraftlinien des Dauermagneten 12 gebildet.
Die den Schenkeln 6' abgekehrten Ränder der Ringe 9 und 10 überragen in Achsrichtung den Dauermagneten 12 um einen Betrag, der dem mög lichen Verschleiss des Bremsbelages entspricht, so dass die volle Kraftwirkung des Magneten auch dann ein tritt, wenn die nicht gezeichneten Betätigungsorgane ihn nicht mehr bis zum Anschlag an den unmagneti- sierbaren Ring 11 in das Lager 9, 11, 10 einschieben.
Zur Begrenzung der Axialverschiebung des Kupp lungsteiles 7 ist auf der Welle 2 ein Stellring 14 an geordnet. Es können dabei in der Zeichnung nicht dargestellte Federn vorgesehen sein, die den Kupp lungsteil 7 an den Stellring 14 drücken. Diese Fe dern können sehr schwach sein, da sie lediglich die Remanenz der Weicheisenteile 9, 10 und 6 über winden müssen. Es kann aber auch vollständig auf diese Federn verzichtet werden.
Bei der Betätigung der Kupplung wird der Dauer magnetring 12 in das durch die Weicheisenteile 9 und 10 und den Ring 11 gebildete Lager hineinge schoben. Seine magnetischen Kraftlinien werden nun durch die Weicheisenteile 9 und 10 und durch den Weicheisenring 6 geschlossen.
Durch die dadurch be wirkte magnetische Anziehungskraft werden die Weicheisenringe 9 und 10 an den Weicheisenring 6 angezogen. Dadurch wird aber gleichzeitig der ganze Kupplungsteil 7 auf der Welle 2 axial ver- schoben, bis die Stirnfläche 13' des Kupplungs teiles 7 den Reibbelag 5 des Kupplungsteiles 3 be rührt und dadurch die Kupplung einschaltet. Beim Lösen der Kupplung muss der Dauermagnetring 12 lediglich aus seinem Lager 9, 10, 11 herausgezogen werden. Dadurch bricht das magnetische Feld in den Weicheisenringen 9, 10, 6 zusammen, so dass die An ziehung zwischen den beiden Kupplungsteilen auf hört.
Es bleibt höchstens noch eine praktisch un bedeutende Anziehungskraft zwischen den Kupplungs teilen, die durch die Remanenz in den Weicheisen ringen verursacht wird. Diese Kraft reicht jedoch zur Erzeugung eines Reibungsschlusses zwischen der Fläche 13' und dem Reibbelag 5 nicht aus, so dass die Kupplung durch das Herausziehen des Dauer magnetringes gelöst ist. Sind, wie oben beschrieben, auch noch Federn vorgesehen, dann wird der Kupp lungsteil 7 durch die Kraft der Federn an den Stell ring 14 gedrückt und dadurch eine Berührung der einander gegenüberstehenden Reibflächen vollstän dig vermieden.
In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Soweit die Teile dieses Aus führungsbeispieles den Teilen des Ausführungsbei spieles nach Fig. 1 entsprechen, sind dafür Bezugs zeichen gewählt, die gegenüber den Bezugszeichen in Fig. 1 um die Zahl 100 vergrössert sind. Die zu kuppelnden Wellen sind demnach mit 101 und 102 bezeichnet, denen jeweils die mit 103 bzw.<B>107</B> als Ganzes bezeichneten Kupplungsteile zugeordnet sind.
Der Kupplungsteil 107 besteht ebenfalls aus einer Nabe 108, zwei Weicheisenringen 109 und 110, zwi schen denen ein fest mit diesen Weicheisenringen ver bundener Dauermagnetring 112 angeordnet ist, und einem Reibring<B>113</B> mit einer Reibfläche 113'. Im Gegensatz zu dem Kupplungsteil 7 in Fig. 1 ist bei dem Kupplungsteil 107 der Dauermagnetring 112 nicht verschiebbar, sondern stellt ein mittragendes Glied des Kupplungsteiles 107 dar.
Die beiden Weicheisenringe 109 und 110 bilden ähnlich wie in Fig. 1 ein ringförmiges Lager 115 für einen auf der zylindrischen Aussenfläche der Nabe 108 und des Ringes 109 verschiebbaren Weicheisenring 116. Ebenso wie der Dauermagnet 12 ist auch der Dauer magnet 112 radial zur Achse der Welle 102 magne tisiert, so d'ass die Kraftlinien des Magneten durch die Weicheisenringe 109 und 110 .entsprechend der ge strichelten Linie geleitet werden.
Für den Fall, dass der Dauermagnetring 112 aus einem Material be steht, das für die statischen Beanspruchungen als tragendes Glied nicht geeignet ist, dann können die Ringe 109 und 110 mittels eines Ringes 111' aus unmagnetisierbarem Stoff verbunden sein.
Ähnlich wie der Kupplungsteil 107 besteht auch der Kupplungsteil<B>103</B> aus einer Nabe 117, zwei konzentrischen Weicheisenringen 118 und 119, die mittels eines unmagnetisierbaren Ringes 111 mitein ander verbunden sind. Auf der zylindrischen Aussen fläche des Weicheisenringes 119 ist eine Backe 120 befestigt,
die einen Reibbelag 105 trägt. Die beiden Weicheisenringe 118 und 119 bilden zusammen mit dem unmagnetisierbaren Ring <B>111</B> ein dem Lager 115 entsprechendes Lager für einen auf der zylindrischen Aussenfläche der Nabe 117 und des Weicheisenringes 118 verschiebbaren Weicheisenring 121.
Die Weicheisenringe 118 und 119 sind in bezug auf die Weicheisenringe 109 und 110 des Kupplungs teiles 107 so angeordnet, dass ihre dem Kupplungsteil 107 zugekehrten Stirnflächen die entsprechenden Stirn flächen der Ringe 109 und 110 berühren, wenn die Reibfläche 113' des Kupplungsteiles 107 an den Reib belag 105 des Kupplungsteiles 103 angedrückt wird.
Um die magnetischen Kraftlinien in den Weich eisenringen zu konzentrieren, sind die Teile 108, 113, 117 und 120 aus einem nicht magnetisierbaren Stoff hergestellt. Ebenso wird, wie im Ausführungsbeispiel nach Fig.l, der Kupplungsteil 103 mittels einer Schraube 104 und einer Nut-Feder-Verbindung 104' mit seiner Welle 101 verbunden, während die Axial verschiebung des Teiles 107 auf der Welle 102 durch einen Stellring 114 begrenzt ist.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform zeigt zwei verschiedene Möglichkeiten der Steuerung der Kupplung, die einzeln oder beide gleichzeitig an gewendet werden können. In der in Fig. 2 dargestell ten Stellung der Ringe 116 und 121 verlaufen die magnetischen Kraftlinien des Dauermagneten 112 durch die Ringe 110, 119, 121, 118 und 109, das durch die gestrichelte Linie 122 angedeutet ist. Da durch wird bewirkt, dass der Kupplungsteil 107 an den Kupplungsteil 103 angezogen wird.
Ein Abschal ten der Kupplung ist nun dadurch möglich, dass der Ring 116 in das Lager<B>115</B> hineingeschoben wird. Hier bewirkt der Ring 116 einen Kurzschluss der ma gnetischen Kraftlinien des Dauermagneten 112 inner halb des Kupplungsteiles 107, so dass praktisch keine Kraftlinien mehr in die Weicheisenringe 118 und 119 gelangen, und die Anziehungskraft zwischen den bei den Kupplungsteilen 103 und 107 aufhört.
Dasselbe kann jedoch auch dadurch bewirkt werden, dass der Ring 121. in Richturig des Pfeiles 123 verschoben wird, so dass er aus dem ringförmigen Zwischenraum zwischen den Weicheisenringen 118 und 119 heraus tritt und so den magnetischen Kraftfluss unterbricht. Eine besonders wirksame Beseitigung der Anziehungs kraft zwischen den beiden Kupplungsteilen wird da durch erreicht, dass beide Ringe 116 und 121 gleich zeitig in der Richtung des Pfeiles 123 verschoben werden.
Wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist, erfolgt die Verschiebung beider Teile senkrecht zu den magne tischen Kraftlinien, so dass dazu eine verhältnismässig geringe Kraft erforderlich ist, Das Ausführungsbeispiel nach Fig.3 zeigt eine Vorrichtung, die sowohl als Bremse als auch als Kupplung wirkt.
Die Bezugszahlen derjenigen Teile dieser Vorrichtung, die den in Fig. 1 dargestellten Teilen entsprechen, sind um die Zahl 200, und die Bezugszahlen derjenigen Teile, die den Teilen des Aus führungsbeispieles nach Fig.2 entsprechen, um die Zahl 100 vergrössert. Ein als Ganzes mit 207 be- zeichneter Kupplungsteil ist auf einer Welle 202 dreh- schlüssig aber axial verschiebbar angeordnet.
Auf der einen Seite dieses Kupplungsteiles 207 ist auf der Welle 202 drehbar aber axial nicht verschiebbar ein als Ganzes mit 203 bezeichneter Kupplungsteil an geordnet, der mit einem Antriebsrad 225 verbunden ist. Auf der anderen Seite des Kupplungsteiles 207 befindet sich ein als Ganzes mit 303 bezeichneter, beispielsweise mit dem Maschinengehäuse fest ver bundener Kupplungsteil, der hier als Bremskörper wirkt. Der Kupplungsteil 203 besitzt eine Nabe 217 und zwei Weicheisenringe 218 und 219, die mittels eines unmagnetisierbaren Ringes 211 fest mitein ander verbunden sind.
Auf der äusseren zylindrischen Fläche des Weich eisenringes 219 ist ein Reibring 220 mit einem Reib belag 205 angeordnet. In ein durch die Weicheisen ringe 218 und 219 und den unmagnetisierharen Ring 211 gebildetes Lager kann ein auf der zylindrischen Aussenfläche des Ringes 218 und der Nabe 217 axial verschiebbarer Weicheisenring 221 eingeschoben werden.
Entsprechend besteht auch der als Bremsteil die nende Kupplungsteil 303 aus einem mittleren, bei spielsweise mit dem Maschinengehäuse verbundenen Teil 317, zwei Weicheisenringen 318 und 319, die mittels eines unmagnetisierbaren Ringes 311 mit einander verbunden sind, und einem Ring 320, der an seiner dem Kupplungsteil 207 zugekehrten Stirn seite einen Reibbelag 205 aufweist. Auch hier bilden die Weicheisenringe 318,
319 mit dem unmagneti- Bierbaren Ring 311 ein Lager für einen axial ver schiebbaren Weicheisenring <B>321.</B>
Der Kupplungsteil 207 besteht aus einer Nabe 208, zwei Weicheisenringen 209 und 210, die durch einen Dauermab etring 212 miteinander verbunden sind, und einem Reibring 213 mit zwei Reibflächen <B>213'</B> und 213".
Die zueinander konzentrischen Weich eisenringe 209 und 210 bzw. 218 und 219 bzw. 318 und 319 der drei verschiedenen Kupplungsteile 207, 203 und 303 sind so angeordnet, dass sie einander un mittelbar fortsetzen. Ihre einander zugekehrten Stirn flächen sind dabei so angeordnet, dass sie einander berühren, wenn, die entsprechenden Reibflächen der Kupplungsteile aufeinandergedrückt werden.
In der in Fig.3 dargestellten Stellung der ver schiebbaren Weicheisenringe 221 und 321 werden die Kraftlinien des Dauermagneten 212 über die Ringe 210, 319, 321, 318 und 209, also über den Kupplungsteil 303, geschlossen, so dass der Kupplungs teil 207 an den Kupplungsteil 303 angezogen wird. Dadurch wird der Kupplungsteil 207 und damit die Welle 202 gebremst. Wird hierbei der Kupplungsteil 203 über das Antriebsrad225 von einem in der Zeich nung nicht dargestellten Antrieb angetrieben, dann dreht sich der Kupplungsteil 203 frei um die Welle 202, ohne diese jedoch mitzunehmen.
Werden nun die beiden Weicheisenringe 221 und 321 in Richtung des Pfeiles 223 verschoben, dann wird der magnetische Kraftfluss über den Kupplungs- teil 303 unterbrochen und mittels der Ringe 219, 221 und 218 über den Kupplungsteil 203 geleitet. Da durch wird eine Anziehung des Kupplungsteiles 207 an den Kupplungsteil 203 und damit eine Kupp lung dieser beiden Kupplungsteile bewirkt. Die Welle 202 läuft nun zusammen mit dem Kupplungsteil 203 um.
Die in Fig.3 dargestellte Ausführungsform der Erfindung kann auch in der Weise abgewandelt sein, dass zwei Dauermagnete entweder als verschiebbare Ringe oder als Verbindungsringe zwischen den Weich eisenringen in den Kupplungsteilen 203 und 303 an geordnet sind, während die Weicheisenringe 209, 210 im Kupplungsteil 207 ein Stück bilden.
Die anhand der dargestellten Ausführungsbei spiele beschriebene Erfindung kann in entsprechender Weise bei Lamellenkupplungen verwendet werden.
Alle Ausführungen der Erfindung können auch mit axial magnetisierten Dauermagneten ausgerüstet werden, deren Leitungsteile dann eine sinngemässe Ausbildung erfahren müssen.
Als Werkstoff für die Dauermagnete wird vor zugsweise keramisches Material, das Polyoxyde des Eisens, Bariums oder anderer Metalle enthält ver wendet, da die ausserordentlich hohe Koerzitivkraft dieser Magnete für die Erfindung besonders geeignet ist, um einer Entmagnetisierung des Dauermagneten bei einer Unterbrechung des magnetischen Kraft flusses vorzubeugen.
Die Darstellungen der Ausführungsbeispiele in der Zeichnung sind schematisch vereinfacht. Bei der praktischen Durchführung beispielsweise des Aus führungsbeispieles nach Fig. 1 wird man daher an dem Kupplungsteil 7 auch noch ein in der Zeich nung nicht dargestelltes Abschirmgehäuse für den verschiebbaren Dauermagnetring 12 vorsehen, in das der Ring 12 beim Herausziehen aus dem Lager 9, 10, 11 hineingeschoben wird. Dadurch wird bei ge löster Kupplung eine Entmagnetisierung des Magnet ringes 12 verhindert, und es werden vom Magnetring 12 ausgehende Streufelder vermieden.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist der Schaltteil axial verschiebbar. Auch dieses stellt lediglich eine spezielle Lösung dar. Die Erfindung kann auch durch eine Ausführung verkörpert werden, bei der der Schaltteil in einer anderen Richtung ver schiebbar, z. B. um die Welle 2 drehbar ist. Dieses kann z. B. in der Weise verwirklicht werden, dass die in Fig. 1 dargestellten Weicheisenringe 9 und 10 durch eine zur Welle 2 senkrechte Ebene innerhalb des Kupplungsteiles 7 in je zwei gegeneinander drehbare Ringe unterteilt sind, die sich beide nur mittels in regelmässigen Abständen vorgesehenen Vorsprüngen berühren.
Dieses kann beispielsweise durch eine etwa zahnförmige Ausbildung der aneinanderstossenden Ränder der Ringe erreicht werden, wobei die Zähne nicht spitz sind, sondern in zur Welle 2 senkrechten Flächen endigen. Die dem Kupplungsteil 3 zugewand ten Ringe werden dabei, wie in Fig. 1 dargestellt ist, durch einen unmagnetisierbaren Ring 11 mechanisch zusammengehalten, während die in der oben be schriebenen Weise abgeteilten Ringteile durch den Dauermagnetring 12 zusammengehalten und zu sammen mit diesem innerhalb des Kupplungsteiles 7 um die Welle drehbar angeordnet sind.
Wird nun der den Dauermagnetring 12 enthaltende Ring gegen über dem den Ring 11 enthaltenden Ring so gedreht, dass die Zahnenden der Weicheisenringe aufeinander liegen, dann werden die magnetischen Kraftlinien über den Weicheisenring 6 des Kupplungsteiles 3 geleitet.
Wenn man jedoch den den Dauermagneten 12 enthaltenden Ring so dreht, dass die Zahnenden der mit dem Ring 12 verbundenen Weicheisenringe den Zahnlücken der mit dem Ring 11 verbundenen Weicheisenringe gegenüberstehen, wird dieser magne tische Kraftfluss unterbrochen.
Um bei ausgeschalteter Kupplung auch eine Ab schirmung des Dauermagnetringes 12 zu bewirken, kann ein entsprechender Kurzschlussring an der dem Teil 3 abgekehrten Seite des den Dauermagnetring 12 und die axial äussern Teile der Weicheisenringe 9 und 10 enthaltenden Ringes vorgesehen sein.
Die aufeinanderstossenden. Ränder des den Dauermagnet ring 12 en'thaltend'en Ringes und dieses Kurzschluss- ringes können in der oben beschriebenen Weise eben= falls zahnförmig ausgebildet sein, so d'ass die Zahn enden einander gegenüberliegen, wenn die Kupplung ausgeschaltet ist und umgekehrt.
Eine andere Möglichkeit, die zuletzt erwähnte Lö sung zu verwirklichen, besteht darin, d'ass der Magnet ring aus einzelnen, durch urimagnetische Teile un terbrochenen Segmenten besteht, die mit entspre chenden ebenfalls unterbrochenen Weicheisenteilen verbunden sind, so dass dadurch ebenfalls durch Ver drehen dieses Ringes entweder die Weicheisenteile mit Weicheisenteilen oder mit zwischen diesen Weicheisen teilen liegenden, umnagnetisierbaren Teilen eines ent sprechend aufgeteilten Weicheisenringes in Berührung gebracht werden können..