Filmbildwerfer Die Erfindung betrifft einen Filmbildwerfer, des sen das eigentliche Getriebe enthaltendes Werkge häuse eine dem Filmfenster zugeordnete rotierende Blende, eine an das Filmfenster anschliessende Kühl kammer, einen Luft aus dieser Kammer absaugenden Lüfter und elektrische sowie auch Kühlmittel-Leitun- gen trägt.
Es ist bekannt, die Blende mit einem besonderen Gehäuseteil unter Bildung einer Kühlkammer zu über decken, Rohrleitungen von der Kühlkammer zum Lüfter und elektrische Leitungen auf der Aussenseite um das Werkgehäuse herum zu führen. Diese ver schiedenen aussen liegenden Teile müssen jeweils be sonders angespannt werden, liegen schädlichen Ein flüssen frei und ,ergeben keine glatte Oberfläche, so dass das Aussehen des Filmbildwerfers beeinträchtigt wird und seine Reinigung besondere Sorgfalt erfor dert.
Es ist auch bekannt, die elektrischen Leitungen und andere Teile in besonderen Gehäuseräumen un terzubringen, die von Gehäuseteilen verdeckt sind, an denen Förderrollen, Handgriffe oder Schutzeinrich tungen angebracht sind. Das Freilegen dieser Teile ist nicht möglich, ohne für das Arbeiten des Bildwerfers wichtige Teile abzunehmen oder auseinanderzubauen, so dass auch kleinere Prüf- und überwachungsarbei- ten verhältnismässig viel Aufwand erfordern und z. B. ein Probelauf bei zugängig gemachten Teilen nicht ohne weiteres möglich ist.
Diese Nachteile werden nach der Erfindung da durch vermieden, dass an dem Werkgehäuse an leicht zugänglicher Stelle schalenartige Anbauteile abnehm bar befestigt sind, welche die vom Werkgehäuse ge tragenen Leitungen und über dieses vorstehende be wegliche Teile überdecken und mit Wänden des Werkgehäuses zusammen mindestens teilweise den von der Kühlkammer zum Lüfter führenden Kühl kanal bilden.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des ist in der Zeichnung wiedergegeben. Sie zeigt in Fig. 1 eine Seitenansicht eines Bildwerfers, in Fig. 2 eine Rückansicht, bei der das Lampenge häuse weggelassen ist, in Fig. 3 eine Einzelheit des Lichtschachtes, und in Fig. 4 .einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
Auf einem hohlen Tisch 1 sind ein Werkgehäuse 2 und eine Lampe 3 eines Laufbildwerfers angebracht. Das Werkgehäuse trägt auf der Bedienungsseite ein Objektiv 4, Förder- und Andrückrollen 5 und 6 für den Filmtransport, ein Tongerät 7 und eine Film tür 8, neben der eine Schaltrolle 9 zum schrittweisen Transport des Films durch die Filmtür 8 liegt.
Der Filmtür gegenüber liegt ein Filmfenster 10; zwischen diesem und der Lampe 3 ist eine kegelför mige Blende 11 an dem Werkgehäuse 2 gelagert. Auf der .entgegengesetzten Seite des Gehäuses liegen ein Antriebsmotor 12, der mit einem Lüfter 13 zusam mengebaut ist, ein Lufthahn 14 und Anschlussleisten 15, die an Sicherheits-. Überblendungs- und andere Einrichtungen angeschlossen sind,.
Aus dem Innern des Tisches 1 heraus sind durch eine Öffnung 16 elektrische Leitungen 17 zu dem Antriebsmotor 12 und den Anschlussleisten 15, ausserdem eine Kühlluftleitung 18 zu dem Lufthahn 14 geführt. Dieser ist seinerseits durch eine Leitung 19, die nicht vollständig dargestellt ist, mit dem Filmfenster 10 verbunden; durch die Leitungen 18 und 19 wird Druckluft auf den im Bildfenster befind lichen Film geblasen.
Auf der Bedienungsseite des Werkgehäuses ist ein Anbauteil 20 aufgesetzt, das den Raum überdeckt, in dem die Blende 11 angeordnet ist, und bis nahe an die Filmtüre 8 herangeführt ist. An dem Anbauteil sind von der Innenseite her lichtdicht abgedeckte Lufteinlassschlitze 21 angebracht.
Das Anbauteil 20 legt sich mindestens nahezu luftdicht gegen das Werkgehäuse 2 und umfasst es auch zu einem grossen Teil auf seiner der Lampe 3 zugewandten Seite. Es grenzt dort, ebenfalls minde stens nahezu luftdicht, an ein zweites Anbauteil 22, das den Lufthahn 14, die Leitungen 17, 18, 19 und die Anschlussleisten 15 überdeckt. Durch das Innere der beiden Anbauteile ist eine Verbindung zu Ansaug öffnungen 23 des Lüfters 13 geschaffen, während die Ausströmöffnungen 24 des Lüfters ausserhalb des Anbauteiles 22 liegen.
Beide Anbauteile sind durch Stehbolzen 25-28 mit dem Werkgehäuse 2 verbunden und durch Rän- delmuttern 29 an diesen Stehbolzen festgehalten. Das Anbauteil 22 ist so weit nach unten gezogen, dass es auch die Öffnung 16 überdeckt.
An dem Gehäuse 30 der Lampe 3 sind Bolzen 31 befestigt, auf denen mit Hilfe von Winkelstücken 32 .ein Lichtschacht 33 in Richtung der optischen Achse gleitend gelagert ist. In der dargestellten Lage greift der Lichtschacht in eine Öffnung 34 des An bauteiles 20, so dass kein Licht austreten kann. Der Lichtschacht wird in dieser Lage gehalten mit Hilfe von Federn 35, welche die Winkelstücke 32 gegen auf die Enden der Bolzen 31 gesetzte Scheiben 36 drücken (Fig.3).
Die Winkelstücke 32 umfassen die Bolzen 31 mit etwa eiförmigen Löchern 37 (Fig.4). Schiebt man den Lichtschacht gegen die Kraft der Federn 35 zu rück, so können die Winkelstücke 32 in Ringnuten 38 der Bolzen 31 eingeführt werden und sich nach einer kleinen seitlichen Verschiebung mit den engeren Teilen der Löcher 37 in diesen Ringnuten festhalten. In dieser Lage berührt der Lichtschacht 33 das An bauteil 20 nicht, so dass letzteres ungestört von dem Werkgehäuse abgenommen werden kann.
Durch eine Öffnung des Anbauteils 20 ist eine zu einer Schalt- und Sicherheitseinrichtung gehörende Welle 39 herausgeführt, auf der ein Handgriff 40 leicht abnehmbar aufgesteckt ist.
Wenn der Antriebsmotor 12 des Bildwerfers läuft, so saugt der Lüfter 13 Luft aus der die Blende 11 umgebenden Kühlkammer 41 durch das als Kühl- kanal 42 dienende Innere der Anbauteile 20, 22 an. Daher stömt frische Aussenluft durch die Einlass schlitze 21 und einen zwischen dem Anbauteil 20 und der Filmtüre 8 liegenden Schlitz 43 nach, so dass die den Film führenden Teile und die Blende gekühlt werden. Unabhängig davon wird Kühldruckluft durch die Leitungen 18 und 19 zugeführt, wenn der Luft hahn 14 entsprechend geschaltet ist.
Will man die von den Anbauteilen verdeckten Teile des Bildwerfers prüfen, pflegen oder Instand setzen, so kann man, ohne Werkzeuge zu benützen, nach Lösen der Rändelmutter 29 und Abziehen des Handgriffes 40 beide Anbauteile abnehmen, ohne am Zusammenhang der betriebsnotwendigen Teile etwas zu ändern. Der Bildwerfer lässt sich daher bei abge nommenen Anbauteilen ohne weiteres in Betrieb set zen und überwachen.
Auf der Oberseite des Werkgehäuses 2 ist mit seinen Rändern unmittelbar auf die Ränder der An bauteile 20 und 22 passend ein Deckel 44 aufgesetzt. Er lässt sich, wenn das für die Vorführung mehrspu riger Magnettonfilme notwendig ist, gegen ein Ton gerät 45 austauschen, das dieselben Anschlussmasse wie der Deckel hat, also ebenfalls auf die Ränder der Anbauteile passt.
Ausser der Welle 39 können noch weitere Stell glieder, die z. B. für Sicherheitseinrichtungen des Bild werfers notwendig sind, durch das Anbauteil 20 hin durchgeführt und mit leicht abnehmbaren Bedie nungsgriffen versehen werden.