CH354370A - Einrichtung zur elektrischen Fernübertragung der Drehstellung einer Geberwelle auf eine Empfängerwelle - Google Patents

Einrichtung zur elektrischen Fernübertragung der Drehstellung einer Geberwelle auf eine Empfängerwelle

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CH354370A
CH354370A CH354370DA CH354370A CH 354370 A CH354370 A CH 354370A CH 354370D A CH354370D A CH 354370DA CH 354370 A CH354370 A CH 354370A
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Rudolf Dipl-Ing Schlat Wilhelm
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Contraves Ag
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Description


  Einrichtung zur elektrischen Fernübertragung der Drehstellung  einer Geberwelle auf eine Empfängerwelle .    Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Ein  richtung zur elektrischen Fernübertragung der Dreh  stellung einer     Geberwelle    auf eine Empfängerwelle.  



  Es gibt zu diesem Zweck z. B. die bekannten  Synchron-     (Selsyn-)    Übertragungssysteme mit einem  durch die Geberwelle     verdrehbaren    Synchrongeber  und einem am anderen Ende des Übertragungskabels  oder Funkweges angeordneten Synchronempfänger,  deren Empfängerwelle automatisch synchron mit der  Geberwelle verdreht wird.  



  Der Nachteil derartiger, an sich einfacher und  vielverwendeter     Synchronübertragungssysteme        liegt     darin, dass     Amplitudenveränderungen    einer Träger  wechselspannung zur Informationsspeicherung (Dreh  winkel     a1)    der Geberwelle dienen und dass diese  Grössen sowohl auf Kabeln und noch viel mehr auf  Funkwegen in oft nicht voraussehbarer Weise ver  ändert werden. Aus diesem Grunde     eignen    sich die  genannten     Synchronübertragungssysteme    in keiner  Weise zur Überbrückung grösserer Distanzen.  



  Weil praktisch nur die Frequenz einer Wechsel  spannung auch durch mangelhafte     übermittlungs-          wege    nicht verändert wird, hat man bereits Systeme  zur elektrischen Fernübertragung der Drehstellung  einer Geberwelle auf eine Empfängerwelle aufgebaut,  bei denen der Geber ein     Wechselspannungsgenerator     ist, dessen Ausgangsfrequenz in vorbestimmter Cha  rakteristik von der Drehstellung der Geberwelle ab  hängt und bei denen empfängerseitig eine elektrische,       frequenzveränderliche    Schaltungsanordnung vorhan  den ist, deren Eigenfrequenz f 2 in derselben Charak  teristik von der Drehstellung     (j.,    der Empfängerwelle  abhängt,

   wie die Geberfrequenz f l von der Drehstel  lung     a1    der Geberwelle, wobei zur Verdrehung der  Empfängerwelle im Sinne einer Gleichstellung mit  der Geberwelle ein von der genannten Schaltungs-         anordnung    aus     drehrichtungsgesteuerter        Stellmotor     vorhanden ist.  



  Ein Ausführungsbeispiel eines derartigen, be  kannten     Fernübertragungssystems    ist in       Fig.    1 der Zeichnung dargestellt.  



  Mit     W1    ist die Geberwelle bezeichnet, welche  durch ihren momentanen     Drehwinkel        a1    den     Momen-          tanwert    einer zu übertragenden     physikalischen    Grösse       kennzeichnet    und bei ihrer Verdrehung auf     frequenz-          bestimmende    Organe eines     frequenzveränderlichen          Wechselspannungsgenerators   <B>01</B> verändernd einwirkt.  



  Dementsprechend ist die Frequenz f 1 der vom  Generator<B>01</B> an den Eingang des Übertragungs  kabels K abgegebenen Wechselspannung eine eindeu  tige Funktion der Drehstellung     a1    der Geberwelle     W1.     



  Die am Ende des Übertragungskabels K durch  einen vorzugsweise mit     Pegelregulierorganen    ausge  statteten Verstärker     EV    verstärkte Empfangswech  selspannung der Frequenz     f1    wird einem Synchron  motor<B>SM,</B> zugeführt, der die Aufgabe hat, seine       Abtriebswelle    mit der ihm zugeführten Frequenz f 1  zu drehen. Ein gleicher Synchronmotor     SM2    erhält  seine Speisewechselspannung der Frequenz f2 aus  einem gleich wie der Generator<B>01</B> ausgebildeten       Wechselspannungsgenerator    02.

   Die     Abtriebswellen     der beiden     Synchronmotoren   <B>SM,</B> und     SM2    bilden die  Eingangswellen eines Differentialgetriebes DG, so  dass die Drehgeschwindigkeit und die Drehrichtung  der Ausgangswelle dieses     Differentialgetriebes    vor  zeichenrecht der Differenz     (fl-f2)    der beiden Wellen  drehzahlen, d. h. der     Wechselspannungsfrequenz        f1     und     f2    entspricht.

   Da die Ausgangswelle des Diffe  rentialgetriebes DG die     Verstellwelle    des Generators  02 darstellt und dieser Generator genau gleich aus  gebildet ist wie der Gebergenerator<B>01,</B> wird auto  matisch eine Einstellung der     Empfängerwelle        W2    auf      denjenigen Drehwinkel     a2    erzielt, welcher dem Dreh  winkel     a1    der Geberwelle     W1    gleich ist.  



  Voraussetzung dafür ist aber, dass die bei  den Synchronmotoren über einen grösseren Fre  quenzbereich genau als identische Synchronmotoren  arbeiten. Diese Voraussetzung lässt sich aber  mit den bekannten     Synchronmotortypen    nicht  mit genügender Genauigkeit realisieren, indem  diese Motoren bei     Frequenzveränderungen    ausser  Tritt     fallen.    Aus diesem Grunde haben sich diese  bekannten     Fernübertragungssysteme    nicht in grö  sserem Mass     durchgesetzt.     



  Gegenüber     derartigen    bekannten     Fernübertra-          gungssystemen    ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass  die in ihrer Eigenfrequenz     f2    durch Verdrehung der  Empfängerwelle veränderbare elektrische Schaltungs  anordnung eine passive     Wiensche    Brücke ist, deren  einer durch die fernübertragene Geberwechselspan  nung der Frequenz     f1    gespeister Längszweig die durch  Verdrehung der Empfängerwelle veränderbaren, die  Abstimmungsfrequenz f 2 bestimmenden Impedanz  glieder enthält und an deren Querzweig eine Wechsel  spannung der Empfangsfrequenz     f1    entsteht,

   welche  in Betrag und Phasenlage der Grösse und dem Vor  zeichen der     Differenz        fl-f2    zwischen der Empfangs  frequenz     f1    und der eingestellten     Abstimmfrequenz        f2     entspricht, wobei diese     Brückenausgangsspannung    zur       Drehrichtungssteuerung    des Stellmotors verwendet  wird.  



  Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes  sind in den     Fig.    2, 3 und 6 der Zeichnung dargestellt.  Dabei zeigen       Fig.    2 ein reines Blockschema;       Fig.    3 ein etwas detailliertes     Prinzipschema    ;       Fig.    4 das     Brückenspannungsdiagramm    einer       Wienschen    Brücke ;       Fig.    5 den zeitlichen Verlauf der Spannungen<I>a, b,</I>  c und d im Blockschema nach     Fig.    2 ;       Fig.    6     eine    Anordnung zur Übertragung eines  Drehwinkels, der sich über     36011    verändern kann.

    Im Blockschema nach     Fig.    2 ist wieder mit     W1     die Geberwelle bezeichnet, deren Drehwinkel     a1    fern  übertragen werden soll. Sie bildet die     Verstellwelle     eines     frequenzveränderlichen        Wechselspannungsgene-          rators   <B>01,</B> der also an den Eingang des Übertragungs  kabels K, bzw. eines Funkkanals eine Wechselspan  nung abgibt, deren Frequenz f 1 in vorbestimmter       Charakteristik    von der Drehstellung     a1,    der Geber  welle     W1    abhängt.  



  Die am Ende des Übertragungskabels     K1    abgege  bene Empfangswechselspannung der Frequenz     f1     wird in einem Verstärker     EV    verstärkt und mit Vor  teil durch an sich bekannte     Pegelbeeinflussungsmittel     auf     eine    wählbare     Pegelhöhe    eingestellt, so dass die  Ausgangsspannung a des Verstärkers     EV    eine gleich  bleibende, einstellbare Amplitude und eine veränder  liche     Frequenz    f 1 aufweist.  



  Diese verstärkte Empfangswechselspannung der  Frequenz f     l    wird nun einer in ihrer Eigenfrequenz f 2  durch Verdrehung der     Empfängerwelle        W2    beein-         flussbaren    passiven     Wienschen    Brücke     FD    zugeführt,  die einen     Frequenzdiskriminator        darstellt,    dessen  Ausgangsspannung b durch ihre Grösse und Phasen  lage die Differenz     fl-f_2    zwischen der Empfangsfre  quenz f     l    und der momentan eingestellten Eigenfre  quenz f, der     Wienschen    Brücke     FD    kennzeichnet.  



  Die Empfangswechselspannung a wird auch einem  Phasenschieber P zugeführt, der eine gegenüber der  Spannung a um 900 phasengedrehte Wechselspan  nung c der Empfangsfrequenz     f1    abgibt.  



  Die Spannungen c und b sind die Eingangsspan  nungen eines phasengesteuerten Gleichrichters D,  durch welchen die     Imaginärkomponente    der Span  nung b vorzeichengetreu gleichgerichtet wird, wäh  rend die Realkomponente des Brückenausgangs b  keinen resultierenden     Gleichspannungsanteil    ergibt.

    Es wird also die Gleichspannung d am Ausgang des  Gleichrichters durch ihren     Absolutwert    die Grösse  und durch ihre Richtung das Vorzeichen der genann  ten     Frequenzdifferenz    f     1-f        _,    kennzeichnen, wobei  diese Gleichspannung d den Wert Null annimmt,  wenn die Eigenfrequenz f 2 der     Frequenzdiskrimina-          tor-Brücke        FD    mit der Frequenz f     l    der Empfangs  spannung a übereinstimmt.  



  Diese Gleichspannung d dient nun zur     Drehrich-          tungssteuerung    einer bei konstanter Betriebsfrequenz       f",    arbeitenden     Nachlaufmotoranordnung,    deren Mo  tor     Mot    den Stellmotor für die Empfängerwelle     W.,     darstellt, während der zugehörige Generator Gen der  Stabilisierung dient. Diese     Nachlaufmotoranordnung          Mot-Gen    wird von einem Generator     G",    erregt, der  eine Wechselspannung c der vorgesehenen Motor  betriebsfrequenz im z. B. 50 Hz oder 400 Hz er  zeugt.

   In einem     Modulator    M wird die Steuergleich  spannung d mit Hilfe der Spannung e in eine ent  sprechend grosse Steuerwechselspannung der Motor  betriebsfrequenz h umgewandelt, wobei die Phasen  lage dieser Spannung h um     180o    gedreht wird, wenn  das Vorzeichen der Gleichspannung d wechselt. Im       Nachlaufverstärker        NV    wird die Summe der Span  nungen h und g (Ausgangsspannung des     Stabilisie-          rungsgenerators        Gm)    verstärkt und als Steuerspan  nung i dem Motor     Mot    zugeführt.

   Je nach der Grösse  und Phasenlage der Spannung i verdreht der Stell  motor     Mot    seine Antriebswelle     W.    in der einen oder  anderen Richtung, bis die Eigenfrequenz     f2    der     Fre-          quenzdiskriminatorbrücke        FD    mit der Empfangs  frequenz     f1    übereinstimmt.  



  Da vorausgesetzt ist, dass die Eigenfrequenz     f2     der     Brücke        FD    in genau gleicher Charakteristik vom  Drehwinkel     a2    der Empfängerwelle     W2    abhängt wie  die Geberfrequenz f     l    vom Drehwinkel     a1,    ergibt sich  automatisch ein dauernder Gleichlauf der Wellen     W1     und     W2.     



  Das Blockschema nach     Fig.    2 ist in     Fig.    3 in de  taillierter Form dargestellt. In dieser     Fig.    3, wie übri  gens auch in     Fig.    6, sind elektronische Verstärker  stufen     mitVl---V6,Übertrager    mit     Ul---U6und    deren  Wicklungen mit kleinen Buchstaben, z. B. u11, u12  bezeichnet, während Festwiderstände und unverän-           derliche    Kondensatoren ohne Hinweiszeichen durch  die üblichen Schaltsymbole gekennzeichnet sind.  



  Es ist aus dieser     Fig.    3 deutlich zu ersehen, dass  der Gebergenerator<B>01</B> ein     RC-Generator    ist, dessen  Ausgangsfrequenz f 1 durch eine     Wiensche    Brücke  bestimmt wird, die in ihrem einen Längszweig hinter  einander eine     Widerstandskapazitäts-Serieschaltung     und eine     Widerstandskapazitäts-Parallelschaltung    ent  hält, während ihr anderer Längszweig aus zwei     fre-          quenzunabhängigen    Gliedern, nämlich einem Fest  widerstand     R1    und einem     Kaltleiterwiderstand        R.    be  steht.  



  Die beiden Kapazitäten der     frequenzabhängigen     Brückenzweige sind einander gleich und haben kon  stante Werte, während die Widerstände dieser Zweige  aus unter sich gleichen Drehwiderständen Rd be  stehen, deren Schleifkontakte parallel zueinander von  der Geberwelle     W1    aus miteinander verdreht werden,  so dass die wirksamen     Widerstandswerte    einander  stets gleich sind.

   Bekanntlich ist die     Abstimmfrequenz     einer derartigen     Wienschen    Brücke durch das Pro  dukt     RC    bestimmt und der Verstärkerteil     V1    des       Oszillators   <B>01</B> gibt eine Wechselspannung der ent  sprechenden Frequenz     f1    ab.  



  Die Ausgangsspannung des     Geber-Oszillators   <B>01</B>  bzw. des Verstärkers     V1    wird über einen     Übertrager          U1    an das Übertragungskabel K und von diesem über  einen Übertrager     U"    an einen die beiden Verstärker  stufen V. und     V3    enthaltenden Eingangsverstärker       EV    übertragen.  



  Mit     Hilfe    einer     Spannungsteileranordnung    T zwi  schen den     Verstärkerstufen        V2    und     V3    des Empfangs  verstärkers     EV    oder anderen bekannten Mitteln kann  die Amplitude der Empfangsspannung a, d. h. die  Ausgangsspannung des Verstärkers     EV,    auf einen  gewünschten Wert eingestellt werden.

   Die Spannung  a an der Wicklung u31 des Ausgangsübertragers     U3     des Empfangsverstärkers     EV    wird in einen     Kapazi-          tätswiderstandsteiler    P um 900 gedreht und in einer  zugehörigen     Verstärkerstufe        V-1    auf den Wert c ver  stärkt. Die Sekundärwicklung u32 des Übertragers       U.S    enthält einen geerdeten     Zwischenabgriff    und lässt  an ihren Enden gegenphasige Spannungen im     Ampli-          tuden-Verhältnis    2 :1 entstehen.  



  Diese derart unterteilte Sekundärwicklung stellt  zugleich den im Verhältnis 2: 1 unterteilten rein       ohm'schen    Längszweig einer passiven     Wienschen     Brücke     FD    dar, deren     frequenzabhängiger    zweiter  Längszweig genau identisch wie der bereits beschrie  bene Brückenzweig des Gebergenerators<B>01</B> ausgebil  det ist.

   Am Brückenausgang entsteht gegen Erde eine  Wechselspannung<I>b</I> der Empfangsfrequenz<I>f</I>     l   <I>,</I> die  in der     Verstärkerstufe    verstärkt und über den  Übertrager     U;,    in dem     Ringgleichrichterkreis    D ein  gespeist wird, dem über den Übertrager     U.4    von der       Verstärkerstufe        V1    die     Referenzwechselspannung    c  zugeführt wird, so dass zwischen den Klemmen     Dl     und     D2    eine Gleichspannung d entsteht,

   deren Rich  tung von Vorzeichen und deren Wert von der abso  luten Grösse der     Frequenzdifferenz        fl-f2    abhängt.    Unter Bezugnahme auf die Diagramme der     Fig.    4  und 5 wird im folgenden eingehend die Wirksamkeit  des     Frequenzdiskriminators        FD    des Phasenschiebers  P und des Gleichrichters D erläutert.  



  Der zeitliche Verlauf der Wechselspannung a,  die am Ausgang des Empfängerverstärkers     EV    ent  steht, ist in     Fig.    5a durch die ausgezogene Kurve a  dargestellt. Die um 900 phasengedrehte Spannung c  ist ebenfalls in     Fig.    3a als gestrichelte Kurve c ein  gezeichnet. Die     Rechteckkurve    d zeigt an, in wel  cher Richtung der durch die Spannung c gesteuerte  Gleichrichter D jeweils offen ist.  



  In     Fig.    4 bedeutet     Bj    die     Imaginärachse    und     Br     die reelle Achse eines komplexen Koordinaten  systems, in welchem die Ausgangsspannung b des       Frequenzdiskriminators        FD        vektoriell    eingezeichnet  ist. Die Spitzen des Vektors b für verschiedene     Fre-          quenzdifferenzen        f1        f2    liegen auf einem Kreis, der  die reelle Achse     Br    bei den Werten O und     a/3    schnei  det.

   Der Punkt Null entspricht dabei der Frequenz  differenz O und der Punkt     a/3    gilt für die     Fälle,        dass     f     l    die Werte O oder     oo    annimmt, während im ober  halb der Achse     Br    liegenden Teil des Kreises die  Differenz     fl-f2    positiv und im unteren Teil negativ  ist.  



  In     Fig.    5b sind die Spannung b, ihre reelle Kom  ponente     br    und ihre     Imaginärkomponente        bj    (siehe       Fig.    4) in ihrem zeitlichen Verlauf aufgezeichnet. Die  sich im     Gleichrichter    D ergebenden gleichgerichteten  Komponenten     br    sind     bj    und in     Fig.    5c dargestellt.

    Es zeigt sich, dass nur die     Imaginärkomponente    b j  der     Brückenausgangsspannung    b zur Gleichspannung  d beiträgt, deren Richtung und Grösse also eindeutig  dem Vorzeichen und der Grösse der     Differenz        fl-f2     entspricht und die den Wert Null hat, falls die Emp  fangsfrequenz     f1    und die Abstimmungsfrequenz     f2    der       Wienschen    Brücke     FD    einander gleich sind.  



  Diese Gleichspannung d wird nun gemäss     Fig.    3  im     Modulator    M, der durch eine Wechselspannung e  der festen     Motorbetriebsfrequenz        fm    aus dem Gene  rator Gin über den Übertrager     U6    gesteuert wird, in  eine am Übertrager     U7    entstehende Steuerspannung h  der betreffenden unveränderlichen Motorbetriebs  frequenz umgewandelt, wobei die Amplitude     dieser     Spannung der     Momentangrösse    der     Gleichspannung    d       proportional    ist, während ihre Phasenlage um 1800  gedreht wird, wenn die Gleichspannung d ihr Vor  zeichen umkehrt.  



  In an sich bekannter Weise sind dem auf der  Empfängerwelle     W2    sitzenden Rotoren des Motors       Mot    und des Generators Gen je eine Erregerwicklung       re    bzw.     ge    zugeordnet, die an den Ausgang des     fre-          quenzfesten    Generators     Gm    angeschlossen sind und  also an der Spannung e     liegen.     



  Die Steuerwicklung<I>ms</I> des Motors     Mot    bzw. die  Ausgangswicklung     gs    des Generators Gen sind je um  900 gegen die zugeordnete Erregerwicklung gedreht.  Bei Verdrehung der Welle     W2    in der einen Dreh  richtung entsteht an der Ausgangswicklung des Ge-           nerators    Gen eine Wechselspannung g der Motor  betriebsfrequenz (Generator     Gm),    deren Amplitude  der Drehgeschwindigkeit der Welle     W2    proportional  ist und deren Phasenlage von ihrer Drehrichtung ab  hängt.  



  Die Summe der Spannungen h und g wird im  Verstärker     NV    verstärkt und als Steuerspannung i  der Steuerwicklung<I>ms</I> des Motors     Mot    zugeführt,  wobei der Motor     Mot    die Welle     W2    je nach Grösse  und Phasenlage der Spannung i im Sinne einer Re  duktion der Steuerspannung i auf den     Wert    O ver  dreht, indem die     Eigenfrequenz        f2    des     Frequenz-          diskriminators        FD    auf den     Wert    der Empfangsfre  quenz f l eingestellt wird.  



  Auf diese Weise wird also der Drehwinkel a, der  Geberwelle     W,    elektrisch auf die Empfängerwelle     W,          übertragen.     



  Die     neuartige    Anwendung der beschriebenen  passiven     Wienschen    Brücke, die identisch ist mit dem       Abstimmkreis    des Gebergenerators als     frequenzdiskri-          minierendeSchaltungsanordnung    und die beschriebene  phasenabhängige Gleichrichtung der Brückenaus  gangsspannung b ergibt gegenüber bekannten Syste  men den wesentlichen Vorteil, dass eine Steuergleich  spannung d gewonnen wird, deren     Wert    Null ist,

    wenn die Eigenfrequenz     f2    des     Diskriminators        FD     gleich der     Generatorfrequenz    f     l    ist und die bei Fehl  abstimmung dem Vorzeichen und der Grösse der     Fre-          quenzdifferenz    f     l-f    2 entspricht. Eine derartige Steuer  spannung     eignet    sich sehr gut zur Drehzahl- und       Drehrichtungssteuerung    eines bei konstanter Betriebs  frequenz arbeitenden Stellmotors für die Empfänger  welle     W.,.     



  Ausser der beschriebenen, an sich bekannten und  bewährten     stabilisierten        Nachlaufmotoranordnung     könnte auch ein     Gleichspannungsmotor    oder ein  durch elektrische Ventile gesteuerter, hydraulischer  oder pneumatischer Stellmotor für die Empfänger  welle     W2    verwendet werden. Alle derartigen Stell  motoren arbeiten wesentlich zuverlässiger und ge  nauer als Synchronmotoren.  



  In     Fig.    6 ist eine Anordnung zur Übertragung  von     Drehwinkelwerten    dargestellt, welche sich über  einen Bereich von 3600 ändern können. Weil keine  brauchbaren Drehwiderstände bekannt sind, die über  3600 Drehbereich ausgenutzt werden können, ist hier  vorgesehen, dass zwei     Geberoszillatoren    01 und 01'  vorhanden sind, deren     Drehwiderstandspaare    Rd und  Rd' von derselben Geberwelle     WI    aus verstellt wer  den. Dabei sind die     Abgriffkontakte    des zweiten       Drehwiderstandspaares    Rd' gegenüber denjenigen des  ersten Paares Rd um 1800 verdreht.

   Auf den beiden  Kabeln K und K' werden also zwei verschiedene Fre  quenzen     fl    und     f1'        übertragen,    die je für sich über  die Empfänger-Verstärker     EV    und     EV',    die Wien  scheu Brücken     FD    und     FD',    die Phasenschieber P  und P' und die Gleichrichter D und D' in Steuer  spannungen c und c' umgewandelt werden. Die       Wienschen    Brücken     FD    und     FD'    entsprechen wieder    vollständig denjenigen der Gebergeneratoren 01 bzw.

         01',    wobei auch wieder beide Paare von Drehwider  ständen von derselben Empfängerwelle     W.,    aus ver  stellt werden und die drehbaren     Abgriffskontakte    des  einen gegenüber denjenigen des anderen Paares um       180,1    versetzt sind.  



  Eine von der Welle     W.,    aus angetriebene Nocken  scheibe N     betätigt    einen Umschaltkontakt     Su        derart,     dass in Abhängigkeit von der Drehstellung     a.    der  Welle     W2    jeweils die eine oder die andere der Gleich  spannungen c bzw. c zum einzigen     Modulator    M  übermittelt wird, wobei die dem     Modulator    M nach  folgenden Organe des     Motor-Generator-Nachlauf-          systems    auch nur einmal vorhanden sind und in Aus  bildung und Wirkung vollständig den entsprechenden  Organen von     Fig.    3 entsprechen.

      Auf diese Weise wird es möglich, auch Drehwin  kel     al,    die sich über einen Bereich von 360 Winkel  graden verändern, störungsfrei zu übertragen, weil  abwechslungsweise entweder das obere oder das un  tere     Geber-Empfangs-    und     Diskriminiersystem    wirk  sam werden. Es können auch die genannten Teile des  Übertragungssystems mehr als zweimal vorhanden  sein.  



  Das beschriebene     Fernübertragungssystem    für       Wellendrehstellungen    ist im Gegensatz zu den bekann  ten Synchron-     (Selsyn-)    Übertragungssystemen auch  für unbeschränkt lange     Übertragungswege    brauchbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur elektrischen Fernübertragung der Drehstellung einer Geberwelle auf eine Empfänger welle, bei welchem der Geber ein Wechselspannungs- generator aufweist, dessen Ausgangsfrequenz f l von der Drehstellung a, der Geberwelle abhängt und bei welchem empfängerseits eine elektrische, frequenz- veränderliche Schaltungsanordnung vorhanden ist, deren Eigenfrequenz f:
    2 in derselben Charakteristik von der Drehstellung a., der Empfängerwelle abhängt wie die Geberfrequenz f l von der Drehstellung al der Geberwelle, wobei zur Verdrehung der Empfänger welle im Sinne einer Gleichstellung mit der Geber welle ein von der genannten Schaltungsanordnung aus drehrichtungsgesteuerter Stellmotor vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die in ihrer Eigen frequenz f. durch Verdrehung der Empfängerwelle veränderbare elektrische Schaltungsanordnung eine passive Wiensche Brücke ist,
    deren einer durch die fernübertragene Geberwechselspannung der Frequenz f l gespeister Längszweig die durch Verdrehung der Empfängerwelle veränderbaren, die Abstimmungs frequenz f2 bestimmenden Impedanzglieder enthält und an deren Querzweig eine Wechselspannung der Frequenz f l entsteht, welche in Betrag und Phasen lage der Grösse und dem Vorzeichen der Differenz f l-f2 zwischen der Empfangsfrequenz f l und der ein gestellten Abstimmungsfrequenz f., entspricht,
    wobei diese Brückenausgangsspannung zur Drehrichtungs- steuerung des Stellmotors verwendet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Stellmotor der Empfänger welle ein bei konstanter Betriebsfrequenz fm arbei tender Nachlaufmotor ist, wobei Mittel zur vorzei chengetreuen Gleichrichtung der Imaginärkompo- nente der Brückenausgangsspannung auf der Emp fängerseite vorhanden sind, welche dazu bestimmt und ausgebildet sind, eine Gleichspannung zu erzeu gen,
    welche in Grösse und Vorzeichen der Grösse und dem Vorzeichen der genannten Frequenzdiffe- renz fi f2 entspricht und dass ferner auf der Emp fängerseite Modulationsmittel zur Gewinnung einer Motorsteuerwechselspannung der Motorbetriebsfre- quenz fm vorhanden sind, welche in Betrag und Phasenlage der Gleichspannung entspricht. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass geberseitig mehrere, von dersel ben Geberwelle aus verstellte, gegeneinander ver drehte Gebergeneratoren, eine entsprechende An zahl von Übertragungskanälen und empfängerseitig eine entsprechende Anzahl von Wienscheu Brücken und Gleichrichtern vorhanden sind, wobei die emp- fängerseitig angeordneten Wienscheu Brücken von derselben Empfängerwelle aus verstellt werden, die auch einen Schaltmechanismus antreibt, der dazu be stimmt ist,
    nacheinander die aus den einzelnen Brük- ken und ihren Gleichrichtern gewonnenen Steuer gleichspannungen auf ein einziges Modulationssystem für einen einzigen Stellmotor zu schalten.
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DE875830C (de) * 1941-01-18 1953-05-07 Siemens Ag Schaltungsanordnung zum selbsttaetigen Abgleich einer Wechselstrom-Kompensations- oder -Brueckenschaltung nach Betrag und Phase

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