CH354503A - Auslösevorrichtung für Schutzschalter - Google Patents
Auslösevorrichtung für SchutzschalterInfo
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Description
Auslösevorrichtung für Schutzschalter Die Erfindung betrifft eine Auslösevorrichtung für Schutzschalter, bei welcher ein Bimetallstreifen zur Auslösung bei Überstrom und ein Elektromagnet zur Auslösung bei Kurzschluss vorgesehen sind. Bei den bekannten Auslösevorrichtungen dieser Art sind je ein getrennter Bimetallauslöser und ein elektromagne tischer Auslöser vorhanden.
Zur Vereinfachung und Verbilligung der Auslösevorrichtung ist auch schon vorgeschlagen worden, mehrere, in Serie geschaltete U-förmige Bimetallstreifen zur Erzeugung eines Magnetfeldes zu benützen, welches einen Magnetanker anzieht, welcher im gleichen Sinne auf die Aus löseorgane des Schalters wirkt wie der Bimetallaus- löser. Die vorliegende Erfindung bringt eine noch bessere Lösung des Vereinfachungs- und Verbilli- gungsprobleines. Die Auslösevorrichtung nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
dass eine einzige Wicklung sowohl zur Heizung des Bimetallstreifens als auch zur Erregung des Magneten vorgesehen ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine Auslösevorrich- tung in ihrer Normalstellung, wobei einige Einzelhei ten im Schnitt gezeigt sind.
Fig. 2 ist eine der Fig. 1 entsprechende Drauf sicht, in der Lage nach infolge Überstromes erfolgter Auslösung, und Fig. 3 ist eine weitere der Fig. 1 entsprechende Draufsicht, in der Lage nach infolge Kurzschlusses erfolgter Auslösung.
Die dargestellte Auslösevorrichtung weist eine Grundplatte 1 auf, welche ein Isolierstück 2 trägt, an welchem mittels einer Schraube 3 und einer Mutter 4 ein Bimetallstreifen 5 befestigt ist. Der Bimetallstrei- fen 5 trägt einen Magneten 6, an welchem ein Magnetanker 7 mit einer ein elastisches Scharnier 8 bildenden Bandfeder befestigt ist, die mittels Nieten 9 und 10 am Magneten bzw. am Magnetanker be festigt ist und das Bestreben hat, den Magnetanker im Uhrzeigersinne zu verschwenken.
Eine einzige Wicklung 11, deren Zuführungsenden nicht dargestellt sind, dient sowohl zur Heizung des Bimetallstreifens 5 als auch zur Erregung des Ma gneten 6, indem sie von dem Schalterstrom durch flossen wird.
Ein Bolzen 12 aus nichtmagnetischem Material, z. B. Messing, ist am freien Ende des Magnetan kers 7 mittels eines Nietkopfes 13 befestigt und durch Aussparungen 14 und 15 der freien Enden des Ma gneten 6 bzw. des Bimetallstreifens 5 hindurchge führt. Die Aussparung 14 wird z.
B. durch ein Loch des Magnetendes gebildet und die Aussparung 15 durch eine Gabelung des Bimetallstreifenendes. Das freie Ende des Bolzens 12 weist einen Kopf 16 auf, der von dem freien Ende des Bimetallstreifens 5 mit der Gabelung 15 hintergriffen wird und an einem Arm 17 eines Auslösehebels 17, 18 anliegt, der bei 19 an der Grundplatte 1 schwenkbar gelagert ist und den eine Spreizfeder 20 im Uhrzeigersinne zu drehen sucht.
Mit dem Arm 18 des Auslösehebels 17, 18 arbeitet ein Auslösehebel 21 zusammen, der bei 22 an der Grundplatte 1 schwenkbar gelagert ist und den eine gespannte Schraubenfeder 23 im Gegenuhrzeiger sinne zu drehen sucht.
An dem Auslösehebel 21 ist bei 24 ein Übertragungsgestänge 25 angelenkt, durch welches der nicht dargestellte Schutzschalter in be kannter Weise geöffnet wird, sobald der Auslöse hebel 21 sich aus der Normallage nach Fig. 1 in die Auslöselage nach Fig. 2 und 3 verschwenkt. Die Ver- schwenkung des Auslösehebels 21 wird dabei durch einen Anschlag 26 begrenzt.
Die dargestellte Auslösevorrichtung arbeitet wie folgt: Wenn der Strom durch die Wicklung 11 zu gross wird, ohne aber plötzlich einen sehr hohen Wert zu erreichen, so erwärmt sich der Bimetallstreifen 5 all- mählich und nach einer gewissen, von der Intensität des Überstromes abhängigen Zeit wird seine Durch biegung im Gegenuhrzeigersinne so gross, dass sein freies Ende den Bolzenkopf 16 in die in Fig. 2 ge zeigte Lage drückt.
Dabei wird der Auslösehebel 17, 18 gegen die Kraft der Spreizfeder 20 verschwenkt und gibt den Auslösehebel 21 frei, der durch die Feder 23 bis zum Anschlag 26 verschwenkt wird, so dass das Übertragungsgestänge den Schutzschalter öffnet und den Strom unterbricht.
Wenn der Strom durch die Wicklung 11 infolge eines Kurzschlusses plötzlich einen sehr grossen Wert erreicht, dann zieht der Magnet 6 den Magnetanker 7 sofort an, so dass die Kraft des elastischen Scharniers 8 überwunden wird. Durch die Bewegung des Magnet ankers 7 wird der Bolzenkopf 16 ebenfalls gegen den Arm 17 des Auslösehebels 17, 18 gedrückt und die Auslösung bewirkt, und zwar bevor sich der Bimetall streifen 5 infolge der Erwärmung durch die Wicklung 11 nennenswert durchbiegen kann (siehe Fig. 3).
Es ist aus obigen Ausführungen ersichtlich, dass die Bewegungen des Bimetallstreifens 5 und des Ma gnetankers 6 voneinander unabhängig sind. Der Schutzschalter selbt kann natürlich in an sich bekann ter Weise für Ein- oder Mehrphasenstrom ausgebil det und zum Schutz von Motoren, Leitungen usw. ver wendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Auslösevorrichtung für Schutzschalter, bei wel cher ein Bimetallstreifen zur Auslösung bei Über- Strom und ein Elektromagnet zur Auslösung bei Kurzschluss vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Wicklung (1l) sowohl zur Heizung des Bimetallstreifens (5) als auch zur Erregung des Magneten (6) vorgesehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Auslösevorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Magnet (6) am Bi metallstreifen (5) befestigt und der Magnetanker (7) am Magneten angelenkt ist.2. Auslösevorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Magnetanker (7) durch ein elastisches Scharnier (8) am Magneten (6) an gelenkt ist. 3. Auslösevorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass am freien Ende des Ma gnetankers (7) ein Bolzen (12) aus nichtmagnetischem Material befestigt ist, der einen Kopf (16) aufweist, welcher mit dem freien Ende des Bimetallstreifens (5) in Wirkungsverbindung steht und der auf einen Aus lösehebel (17, 18) einwirkt, der bei seiner Verdrehung im Auslösungssinne einen mit einem übertragungs- gestänge (25) verbundenen Auslösehebel (21) freigibt,so d'ass letzterer der Einwirkung einer gespannten Feder (23) folgen kann. 4. Auslösevorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, d'ass die Bewegungen des Bi metallstreifens (5) und diejenige des Magnetankers .(7) voneinander unabhängig sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH354503T | 1957-11-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH354503A true CH354503A (de) | 1961-05-31 |
Family
ID=4510513
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH354503D CH354503A (de) | 1957-11-13 | 1957-11-13 | Auslösevorrichtung für Schutzschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH354503A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0037490A1 (de) * | 1980-04-03 | 1981-10-14 | BROWN, BOVERI & CIE Aktiengesellschaft Mannheim | Auslösesystem eines Selbstschalters zur Unterbrechung eines Stromkreises |
-
1957
- 1957-11-13 CH CH354503D patent/CH354503A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0037490A1 (de) * | 1980-04-03 | 1981-10-14 | BROWN, BOVERI & CIE Aktiengesellschaft Mannheim | Auslösesystem eines Selbstschalters zur Unterbrechung eines Stromkreises |
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