CH354842A - Wicklungsanordnung mit Tertiärwicklung bei Hochspannungstransformatoren - Google Patents

Wicklungsanordnung mit Tertiärwicklung bei Hochspannungstransformatoren

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CH354842A
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Hugo Dipl-Ing Dr Roesch
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Siemens Ag
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F27/00Details of transformers or inductances, in general
    • H01F27/28Coils; Windings; Conductive connections

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Regulation Of General Use Transformers (AREA)

Description


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    Wicklungsanordnung      mit      Tertiärwicklung      bei      Hochspannungstransformatoren   Bei Vorhandensein einer im Dreieck geschalteten, in sich geschlossenen    Tertiärwicklung   weisen Transformatoren, bei denen wenigstens die eine Betriebswicklung starr geerdet ist und aus zwei konzentrisch    zueinanderliegenden   und in Serie geschalteten Wicklungsteilen besteht, während die andere Betriebswicklung nicht geerdet und auch nicht unterteilt zu sein braucht,    grundsätzlich   verschiedenes Verhalten gegen- über Stossspannungen auf, und zwar je nach der räumlichen Lage der Dreieckswicklung zu dem an die Eingangsklemme angeschlossenen Wicklungsteil der unterteilten Wicklung.

   Liegt beispielsweise eine doppelkonzentrische Wicklungsanordnung nach    Fig.   1 vor, in welcher 1 die dem Eisenkern K benachbarte    Ter-      tiärwicklung,   2 und 4 die beiden Wicklungsteile der unterteilten Betriebswicklung und 3 die    zwischen   diesen angeordnete andere    Betriebswicklung   darstellt, dann ergeben sich beim Auftreffen eines Spannungsstosses auf die Eingangsklemme u an der unterteilten Wicklung 2, 4 folgende Vorgänge: Solange die Wicklungen 2, 3 und 4 als Röhrenwicklungen ausgebildet werden, hat der Aufbau des bei E geerdeten aussenliegenden Wicklungsteiles 4 keinen praktischen Einfluss auf die Anfangsspannungsverteilung im Wicklungsteil 2.

   Aus der Kurve    A2   der    Fig.   2 ist ersichtlich, dass in diesem Falle praktisch die ganze Stossspannung nur auf den Wicklungsteil 2    entfällt.   Sie verteilt sich somit    räumlich   nach dem für Röhrenwicklungen bekannten Verlauf. Bei der Endverteilung dagegen    entfällt   die Stossspannung, wie Messungen bestätigen, fast ausschliesslich auf den geerdeten Wicklungsteil 4, so dass der    Wicklungsteil   2 im Endzustand praktisch keine    Spannungsdifferenzen   zwischen seinem Anfang und Ende aufweist. Mit    E2   und    E4   sind in    Fig.   2 die Endverteilungen auf die    Wicklungsteile   2 und 4 angegeben.

   Wie unschwer zu ersehen ist, entstehen auf Grund des vorstehend skizzierten Verlaufes der Anfangs- und Endverteilung längs der gesamten Wicklung starke Ausgleichsschwingungen, wie die gestrichelte Kurve H2, H4 er- kennen    lässt,   und zwar auch im Wicklungsteil 4, der bei der Anfangsverteilung ungefährdet ist.    Diese   haben zur Folge, dass sämtliche Wicklungspunkte sehr hohe Spannungen gegen Erde und gegeneinander annehmen. Die starre Erdung des Endes des Wicklungsteiles 4 kommt also kaum zur Geltung. 



  Ganz    ähnlich   liegen die    Verhältnisse,   wenn man den Wicklungsaufbau so wählt, dass die Dreieckswicklung 1 entsprechend    Fig.   3 ganz aussen, also dem Kessel benachbart zu liegen kommt und ausserdem die    Eingangsklemme   u der in zwei Teile 2 und 4 unterteilten und in Serie geschalteten einen Betriebswicklung der    Dreieckswicklung   benachbart    anordnet.   



     Aufgabe   der    Erfindung   ist es, eine Wicklungsanordnung    für      Hochspannungstransformatoren,   bei der ausser    mindestens   zwei Betriebswicklungen noch eine in sich geschlossene    Tertiärwicklung   vorgesehen ist und die eine der beiden Betriebswicklungen aus    mindestens   zwei in Serie geschalteten und starr geerdeten Wicklungsteilen besteht, anzugeben, bei der die    Stossspannungsbeanspruchung   weitgehend gegenüber den    vorbeschriebenen   Wicklungsanordnungen    herab-      setzbar   ist. 



  Dieses 'Ziel wird gemäss der    Erfindung   dadurch erreicht, dass von den zwei Wicklungsteilen der unterteilten Betriebswicklung der starr geerdete Wicklungsteil der    Tertiärwicklung   am nächsten liegt. Dabei kann mit Vorzug die andere Betriebswicklung räumlich zwischen den beiden Wicklungsteilen der unterteilten Wicklung eingeschaltet sein. 



  Die Erfindung soll an Hand der    Fig.   4, die beispielsweise    eine   der möglichen Wicklungsanordnun- 

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 gen nach der Erfindung    zeigt,   und an Hand der    Fig.   5, in der der Verlauf der Anfangs- und Endverteilung der Stossspannung aufgezeigt ist,    erläutert   werden: In    Fig.   4 sind, um den Vergleich gegenüber dem Wicklungsaufbau der    Fig.   1 und 3 sinnfälliger zu machen, für die gleichen Teile die gleichen Bezugszeichen wie    dort   verwendet. Die in sich geschlossene, in Dreieck geschaltete    Tertiärwicklung   ist wieder mit 1 und der dieser benachbart liegende Eisenkern mit K angegeben.

   Die eine Betriebswicklung besteht aus den mittels des Verbindungsleiters L in Reihe geschalteten Wicklungsteilen 2 und 4. Dabei ist der Wicklungsteil 2 an die Eingangsklemme    zc   angeschlossen, während das Ende des anderen Wicklungsteiles 4 bei E starr geerdet ist. Zwischen den beiden in Reihe geschalteten Wicklungsteilen 2 und 4 der einen Betriebswicklung ist die andere, mit 3 bezeichnete Betriebswicklung eingeschaltet. Dadurch ergibt sich eine doppelkonzentrische Wicklungsanordnung, bei der der der    Tertiärwicklung   1    am   nächsten liegende Wicklungsteil 4 der    unterteilten   Betriebswicklung mit Erde verbunden ist. Die Betriebswicklung 3 ist bei U mit ihrer Eingangsklemme verbunden.

   Mit ihrem anderen Ende kann sie starr geerdet oder an einen    isolierten      Nullpunkt   angeschlossen sein. Für die erstrebte Herabsetzung der    Stossspannungsbeanspruchung   der Wicklungsanordnung ist dies unerheblich. Die Wicklungsanordnung braucht nicht unbedingt, wie in    Fig.   4 dargestellt, doppelkonzentrisch    ausgeführt   sein. Es genügt vielmehr zur Erreichung der erstrebten    Stossspannungsherabsetzung   bereits, wenn die Wicklungsanordnung einfachkonzentrisch ausgebildet ist.

   Die beiden Wicklungsteile der    unterteilten   Betriebswicklung brauchen auch nicht unbedingt    gleichartig   hinsichtlich Aufbau (Lagen- und Röhrenwicklung) und hinsichtlich    Windungszahl      ausgeführt   zu werden. Man kann also zwischen Lagen- und Röhrenwicklung wählen und beispielsweise den an die Klemme angeschlossenen Wicklungsteil als    Röhrenwicklung   ausbilden, während der direkt geerdete andere Wicklungsteil als Lagen- oder    ausgekreuzte   Wicklung ausgeführt ist.

   Die    Windungszahlen   der beiden Wicklungsteile 2 und 4 werden zweckmässig so verschieden gemacht,    dass   der Endpunkt der    Anfangsspannungs-      verteilung   des mit der    Eingangsklemme   verbundenen    Wicklungsteiles   mit dem    zugehörigen   Punkt der    End-      verteilung      zusammenfällt.   Da bei einer    derartig   ausgeführten Wicklung dieser Punkt während des Ausgleichsvorganges nun überhaupt nicht mehr zum Schwingen    kommt,   nehmen die beiden Wicklungsteile der unterteilten Betriebswicklung noch kleinere Spannungen gegen Erde und    gegeneinander   an,

   als wenn diese mit gleichen    Windungszahlen      ausgeführt   wären. Die erreichbaren    Spannungsverhältnisse   bei einer nach der    Erfindung   z. B. nach    Fig.   4 ausgebildeten Wicklung zeigt die    Fig.   5. Dabei ist mit    A"   die    Anfangsspannungsverteilung   längs des Wicklungsteiles 2 der    unterteilten   Betriebswicklung angegeben. Mit    E2   ist die    Endverteilung   dieses Wicklungsteiles angedeutet und mit E4 die    Endverteilung   des Wick-    lungsteiles   4. H., und    H4   lassen erkennen, wie weit die Wicklungsteile beim Auftreffen einer Stosswelle ausschwingen. 



  Infolge der erfindungsgemässen Anordnung des starr geerdeten Wicklungsteiles der unterteilten Betriebswicklung in unmittelbarer Nähe der Tertiärwicklung lässt sich also auf einfache Weise der Verlauf der Anfangs- und    Endverteilung   in überraschender Weise besonders günstig beeinflussen. Dadurch ergibt sich beim Wicklungsaufbau der grosse    Vorteil,   dass man jetzt den geerdeten Wicklungsteil wesentlich schwächer    zu   isolieren braucht, als den an die Eingangsklemme angeschlossenen Wicklungsteil der unterteilten Betriebswicklung. Dies bringt aber nicht nur einen geringeren Aufwand an Isoliermaterial, sondern bringt auch den    Vorteil   geringerer Verluste bei sonst gleicher Stromdichte in der Wicklung und weiter geringeren Materialaufwand, z. B.

   Kupfer, Eisen und Isolieröl und damit kleineres Gewicht und geringeren    Raumbedarf.   Alle diese Vorteile können vor allem bei    eisenbahntransportfähigen      Grosstransformatoren   von ausschlaggebender Bedeutung sein. 



  Auch bei Wicklungsanordnungen, bei denen eine der Betriebswicklungen mehrfach, also mehr als zweifach    unterteilt   ist, kann man die    Stossspannungsbean-      spruchung   bedeutend herabsetzen. 



  Die    Fig.6   und 7 zeigen hierfür einige Ausführungsbeispiele. In    Fig.   6 ist eine Wicklungsanordnung wiedergegeben, bei der beispielsweise zwei voneinander getrennte, an verschiedene Netze angeschlossene    Unterspannungswicklungen   vorgesehen sind. Es sind dies einmal die Wicklung 3', die bei 30' an die Eingangsklemme und bei 31' an Erde angeschlossen ist und das andere Mal die aus den über die Leitung 20' in Reihe geschalteten Wicklungsteilen 2' und 5' bestehende    Unterspannungswicklung.   Hier ist die Eingangsklemme 50' an der    Wicklung   5' vorgesehen und die Wicklung 2' ist bei 21' geerdet. Mit I' ist eine in sich geschlossene Dreieckswicklung bezeichnet, die in üblicher Weise dem Eisenkern 10'    benachbart   liegt.

   Die gesamte Wicklungsanordnung ist so gewählt, dass über der Dreieckswicklung 1' in radialer Richtung der eine geerdete Teil 2' der unterteilten Wicklung folgt. Die Wicklung 3' wird von der anderen Betriebswicklung 4', die im vorliegenden Fall die Hochspannungswicklung darstellt und die mit der Eingangsklemme 40' und Erde 41' verbunden ist, umschlungen. Schliesslich folgt über der Wicklung 4' der Wicklungsteil 5' der    unterteilten   Betriebswicklung, die mit dem Wicklungsteil 2' über die Leitung 20' in Reihe geschaltet ist. Bei der angegebenen Wicklungsanordnung liegt also der geerdete Wicklungsteil 2' der    unterteilten   Betriebswicklung tatsächlich der Dreieckswicklung 1' unmittelbar benachbart. 



  Während bei der Wicklungsanordnung nach    Fig.   6 zwei    Unterspannungswicklungen,   von denen eine unterteilt ist, vorhanden sind, besteht bei der Wicklungsanordnung nach    Fig.   7 die    unterteilte   Betriebswicklung selbst aus drei miteinander in Reihe geschalteten Wicklungsteilen 2', 3' und 5'. Die radiale 

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 Reihenfolge der Wicklungen ist die gleiche wie dies bei    Fig.   7 angegeben ist. Es liegt also der .bei 21' geerdete Wicklungsteil 2' der unterteilten Betriebswicklung der Dreieckswicklung 1' unmittelbar benachbart.

   Die Reihenschaltung der Teile 2' und 3' ist über die Leitung 23' und die der Wicklungsteile 3' und 5' über den Verbindungsleiter 35' vorgenommen.    Mit   4' ist die andere Betriebswicklung bezeichnet, die bei 40' an die    Eingangsklemme   und bei 41' an Erde angeschlossen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Wicklungsanordnung bei Hochspannungstransformatoren, bei der ausser mindestens zwei Betriebswicklungen noch eine in sich geschlossene Tertiärwicklung vorgesehen ist und die eine der beiden Betriebswicklungen aus mindestens zwei in Serie geschalteten und starr geerdeten Wicklungsteilen besteht, dadurch gekennzeichnet, dass von den zwei Wicklungsteilen der unterteilten Betriebswicklung der starr geerdete Wicklungsteil der Tertiärwicklung am nächsten liegt. UNTERANSPRÜCHE 1. Wicklungsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Wicklungsteile der unterteilten Betriebswicklung zu beiden Seiten der anderen Betriebswicklung angeordnet sind (doppelkonzentrische Anordnung). 2.
    Wicklungsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Wicklungsteile der unterteilten Betriebswicklung auf der gleichen Seite der anderen Betriebswicklung angeordnet sind (einfachkonzentrische Anordnung). 3. Wicklungsanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Windungszahlen der beiden Wicklungsteile der unterteilten Betriebswicklung verschieden gross gemacht sind und die Windungszahlen so gewählt sind,
    dass das Ende der Anfangsspannungsverteilung des an die Anschlussklemme angeschlossenen Wicklungsteiles gegen den Endpunkt der Endverteilung dieser Wicklung angehoben wird und mit diesem Endverteilungspunkt zusammenfällt. 4. Wicklungsanordnung nach Patentanspruch, mit zwei Betriebswicklungen, dadurch gekennzeichnet, dass beide Betriebswicklungen einen starr geerdeten Nullpunkt besitzen. 5. Wicklungsanordnung nach Patentanspruch, mit zwei Betriebswicklungen, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Betriebswicklung einen starr geerdeten und die andere einen isolierten Nullpunkt .besitzt. 6.
    Wicklungsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der direkt geerdete Teil der unterteilten Wicklung einen anders gearteten Aufbau hat als der an die Klemme angeschlossene Teil. 7. Wicklungsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der an die Klemme angeschlossene Teil als Röhrenwicklung und der direkt geerdete Teil als Lagenwicklung ausgebildet ist.
    B. Wicklungsanordnung nach Patentanspruch, mit Unterteilung einer der Betriebswicklungen in mehr als zwei Wicklungsteile, von denen wenigstens zwei miteinander in Reihe geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der mit der Eingangsklemme verbundene Wicklungsteil gegenüber dem mit ihm unmittelbar in Reihe geschalteten Wicklungsteil von der Ter- tiärwicklung weiter abliegt und dass von den Wicklungsteilen, die mit dem mit der Eingangsklemme verbundenen Wicklungsteil in Reihe geschaltet sind, der geerdete Wicklungsteil der Tertiärwicklung benachbart ist.
CH354842D 1955-10-12 1956-10-01 Wicklungsanordnung mit Tertiärwicklung bei Hochspannungstransformatoren CH354842A (de)

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