CH355019A - Konservierungsmittel - Google Patents

Konservierungsmittel

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CH355019A
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CH
Switzerland
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preservatives
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preserved
radicals
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Inventor
Hermann Dr Bernhard
Wilhelm Dr Thoma
Hermann Dr Genth
Original Assignee
Bayer Ag
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B70/00Preservation of non-alcoholic beverages
    • A23B70/10Preservation of non-alcoholic beverages by addition of preservatives
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B7/00Preservation of fruit or vegetables; Chemical ripening of fruit or vegetables
    • A23B7/14Preserving or ripening with chemicals not covered by group A23B7/08 or A23B7/10
    • A23B7/153Preserving or ripening with chemicals not covered by group A23B7/08 or A23B7/10 in the form of liquids or solids
    • A23B7/154Organic compounds; Microorganisms; Enzymes

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Description


      Konservierungsmittel       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die  Verwendung von     Pyrokohlensäureestern    als Konser  vierungsmittel für verderbliche Stoffe. Die     Pyrokoh-          lensäureester    entsprechen der     Formel     
EMI0001.0006     
    in denen die beiden R gleiche oder verschiedene  organische Reste bedeuten;

   solche Reste sind bei  spielsweise     Alkylreste,    wie     Methyl,    Äthyl,     Propyl,        Iso-          propyl,        Butyl,        Isobutyl,        Amyl    und     Isoamyl,    oder       Cycloalkylreste,    wie     Cyclohexyl,    ferner     Aryl-    oder       Aralkylreste,    wie     Phenyl    und     Benzyl,    oder auch     hetero-          cyclische    Reste, wie z.

   B.     Furfuryl;    die genannten  Reste können auch     substituiert    sein, beispielsweise  durch Halogen.  



  Die erfindungsgemäss als     Konservierungsmittel     zu verwendenden     Pyrokohlensäureester    können auf  verschiedene Weise hergestellt worden sein, z. B. durch       Umsetzung    von     Chlorameisensäureestern    mit Alkali  salzen von     Kohlensäurehalbestern.     



  Die Anwendung der genannten Konservierungs  mittel kann in an sich     bekannter    Weise erfolgen: man  setzt die Mittel als solche oder in Form einer Lösung  bzw. Dispersion in geeigneten Medien, z. B. in Form  einer frisch bereiteten     wässrigen        Dispersion,    den zu  konservierenden Stoffen zu, vermischt sie erforder  lichenfalls innig mit den Stoffen und sorgt     dafür,       dass die Stoffe dann zweckmässig verschlossen     bzw.     verpackt werden.  



  Die erforderlichen Mengen an den Konservie  rungsmitteln lassen sich von Fall zu     Fall    durch Vor  versuche leicht ermitteln; im     allgemeinen    genügen     Men-          gen        von        etwa        0,001-2%"        bezogen        auf        die        Menge        des     zu konservierenden     Stoffes.     



  Mit den     genannten    Mitteln ist es möglich, verderb  liche     Stoffe    vegetabilischer oder animalischer Her  kunft in     vorteilhafter    Weise zu konservieren. Zu den  Stoffen, die     erfindungsgemäss    konserviert werden  können, gehören insbesondere Kohlehydrate enthal  tende Stoffe, wie z.

   B.     Gemüsesorten    der verschie  densten Art, Fruchtmark, Fruchtextrakte     oder        -säfte     im unvergorenen oder teilweise vergorenen Zustand  und Drogenextrakte, ferner Kasein und andere pro  teinhaltige Stoffe sowie     Injektionslösungen    und andere  pharmazeutische oder kosmetische Zubereitungen ver  derblicher Art.     Die    Mittel     lassen    sich auch bei     so-          genannten    biologischen     Konservierungsverfahren,    z. B.

    bei der     Silierung,        vorteilhaft        verwenden;    man     kann     auf diese Weise oftmals     unerwünschte        Gärungsvor-          gänge,    etwa eine     Buttersäuregärung,        ganz    oder für  eine gewisse Zeit verhindern.  



  Es hat sich erwiesen, dass die     Pyrokohlensäureester     bei     ihrem    Einsatz als Konservierungsmittel mit Verbin  dungen, die aktive     Wasserstoffatome        enthaften,    und     in     Gegenwart von Wasser     innerhalb        weniger        Stunden     quantitativ nach der     Gleichung     
EMI0001.0080     
           reagieren.    Wie hieraus     ersichtlich    ist,     setzen    sich die  Ester bei ihrer     Wirkungsentfaltung    irreversibel um.

    Die     Konservierung        hält    infolgedessen     nur    so lange vor,  wie geeignete Verschlüsse oder Verpackungen eine  Neuinfizierung verhindern. Anderseits sind die erfin  dungsgemäss     konservierten    Stoffe nach Öffnen des  Verschlusses oder der Verpackung wieder     fermentati-          ven    Prozessen zugänglich, was für die Verträglichkeit  zur Verdauung gelangender Stoffe von grosser Be  deutung ist.  



  Von den     Pyrokohlensäureestern    verdient der D       äthylester    im allgemeinen den Vorzug, da die hieraus  entstehenden     Umsetzungsprodukte    physiologisch un  bedenklich     sind,    handelt es sich in diesem     Falle     doch in der Hauptsache um Kohlensäure und     Äthyl-          alkohol,    d. h. also um Stoffe, die auch     natürliche          Stoffwechselprodukte    von Gärhefen sind.  



  Gegenüber der     bekannten    Sterilisation von ver  derblichen Stoffen durch     Hitzebehandlung    weisen die  erfindungsgemäss zu verwendenden Konservierungs  mittel den Vorzug auf, dass sie das Aroma oder den  Vitamingehalt der zu     konservierenden    Stoffe nicht  beeinflussen.

   Im     Gegensatz        zur    Sterilisation durch  Ultrafiltration, der lediglich entsprechende     filtrierbare          Flüssigkeiten        zugänglich    sind, ist     die    Konservierung  mit den vorgeschlagenen     Mitteln    einer solchen Be  schränkung nicht     unterworfen.    Vor üblichen che  mischen     Konservierungsmitteln    zeichnen sich die hier  beschriebenen     Konservierungsmittel    dadurch aus, dass  sie in den zu     konservierenden    Stoffen nicht     erhalten     bleiben.  



  Die in den nachstehenden Beispielen angegebenen  Teile sind Gewichtsteile.    <I>Beispiel 1</I>  100 Teile zerkleinertes     Pflanzenmaterial    werden  mit einer frisch bereiteten Dispersion von 0,3 Teilen       Pyrokohlensäurediäthylester    in 1000 Teilen Wasser  innig vermischt und in einem zugedeckten Gefäss bei  Zimmertemperatur stehen gelassen. Das Gemisch     zeigt     nach 15 Tagen noch keine Veränderung, während ein    Ansatz ohne Zugabe von     Pyrokohlensäurediäthylester     bereits nach     einem    Tag in Gärung gerät und nach drei  Tagen einen starken     Schimmelbefall    aufweist.  



  <I>Beispiel 2</I>  100 Teilen eines auf     Trockenmagermilch    aufge  bauten Präparates für kosmetische Zwecke, das aus  3,9 Teilen Eiweissstoffen, 5 Teilen Milchzucker,  0,8 Teilen Mineralsalzen, 0,6 Teilen Duftstoff     und     89,7 Teilen Wasser besteht, werden 0,25 Teile     Pyro-          kohlensäurediäthylester    zugefügt; nach guter Durch  mischung wird das Präparat dann in einem ver  schlossenen Gefäss bei     Zimmertemperatur    aufbe  wahrt.

   Das so behandelte Präparat ist noch nach  15 Tagen unverändert, während ein Ansatz ohne Zu  gabe von     Pyrokohlensäurediäthylester    bereits nach  einem Tag starke Gärungserscheinungen     zeigt.       <I>Beispiel 3</I>  1000 Teile frischen, gärfähigen Trauben- oder  Apfelsafts vom     pH    3,5 werden mit 0,2-0,3 Teilen       Pyrokohlensäurediäthylester    innig vermischt; dann  wird der Saft auf Flaschen     abgefüllt    und die Flaschen  werden verschlossen. Der     Flascheninhalt        zeigt    auch  nach längerer Lagerung bei Zimmertemperatur keiner  lei Gärung oder Schimmelbefall.    <I>Beispiel 4</I>  1000 Teile     Erdbeer-    bzw.

   Apfelmark mit     1011/o     Zuckergehalt und einem     pH    von 4 werden mit 0,5 Tei  len     Pyrokohlensäurediäthylester    vermischt und alsbald       verschlossen.    Das so behandelte Gut erweist sich als  hervorragend     konserviert.     



  In gleicher Weise lässt sich auch     Orangesaft    bzw.       -mark,    dem     noch    Zucker zugesetzt ist, einwandfrei  konservieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verwendung von Pyrokohlensäureestern als Kon servierungsmittel für verderbliche Stoffe.
CH355019D 1956-04-13 1957-03-27 Konservierungsmittel CH355019A (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE355019X 1956-04-13

Publications (1)

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CH355019A true CH355019A (de) 1961-06-15

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ID=6289851

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH355019D CH355019A (de) 1956-04-13 1957-03-27 Konservierungsmittel

Country Status (1)

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CH (1) CH355019A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1996009774A1 (de) * 1994-09-26 1996-04-04 Bayer Aktiengesellschaft Konservierungsmittel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1996009774A1 (de) * 1994-09-26 1996-04-04 Bayer Aktiengesellschaft Konservierungsmittel
US5866182A (en) * 1994-09-26 1999-02-02 Bayer Aktiengesellschaft Preservative, method of use thereof to preserve drinks and drinks preserved thereby

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