Steuervorrichtung an einem Heizelement Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Steuervorrichtung an einem Heizelement, wie bei spielsweise aus dem Schweizer Patent Nr. <B>318874</B> bekannt. Diese Steuervorrichtung ist mit einem druckempfindlichen Schaltelement, das über ein einstellbares Schaltmesser einen Schalter für die Stromzufuhr zum Heizelement steuert, mit welchem es über eine Leitung verbunden ist, versehen.
Die erfindungsgemässe Steuervorrichtung ist da durch gekennzeichnet, dass dem Schaltmesser eine Kompensationsfeder überlagert ist, die<B>je</B> nach Ein stellung desselben derart einwirkt, dass beim Ver sagen des Schalters das Schaltmesser nach einem von der eingestellten Temperatur unabhängigen Druck anstieg im Heizelement eine Kurzschlusssicherung schliesst.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Das Heizelement, an welchem die Steuervorrichtung angeschlossen ist, ist im kleineren Massstab und schematisch dargestellt.
Die Steuervorrichtung<B>1</B> weist eine Tragplatte 2 auf, an welcher ein druckempfindliches Element an gebracht ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht dieses druckempfindliche Element aus einem Balg<B>3,</B> dessen Boden fest an einer Lasche 4 der Tragplatte 2 befestigt ist. Das bewegliche Ende des Balges<B>3</B> ist mittels einer Stange<B>5</B> und Mutter<B>6</B> mit einem federnden Schaltmesser<B>7</B> verbunden. Dieses Schaltmesser<B>7</B> erstreckt sich durch einen Lagerteil<B>8,</B> der an der Tragplatte 2 befestigt ist. Parallel zu diesem Lagerteil<B>8</B> verläuft ein zweiter Lagerteil<B>9,</B> in welchem eine Einstellschraube<B>10</B> gelagert ist. Diese Schraube<B>10</B> trägt einen Knopf<B>11,</B> dessen Spitze 12 vor einer Skala<B>13</B> läuft.
Am Ende des Lagerteils<B>9</B> ist eine weitere Schraube 14 vor gesehen, mittels welcher der Vorsprung des Schalt- messers <B>7</B> reguliert werden kann. Stellmuttern<B>15</B> dienen zur Festhaltung des gewählten Vorsprunges. Zwischen dem Schaltmesser<B>7</B> und der Spitze der Schraube<B>10</B> ist eine Kompensationsfeder<B>16</B> vor gesehen. Diese verläuft vom untern Ende des Schaltmessers<B>7</B> bis zur Spitze der Schraube<B>10</B> parallel zum Schaltmesser<B>7,</B> uni dann im Winkel zu demselben über einen Schlitz des verbogenen Endes<B>17</B> des Lagerteils<B>9</B> zu verlaufen. Das Ende <B>18</B> der Kompensationsfeder<B>16</B> befindet sich über dem Kopf<B>19</B> des am Ende des Schaltmessers<B>7</B> be festigten Bolzens 2.0.
Das freie Ende dieses Bolzens 20 betätigt den Druckknopf 21 des Mikroschalters 22, der mittels Schrauben<B>23</B> an der Tragplatte 2 befestigt ist. Ferner trägt dieses Ende ein Kontakt glied 24, das mit einem festen, einstellbaren, an der Tragplatte 2 angebrachten Kontaktglied<B>25</B> zusam menwirkt.
Der Balg<B>3</B> ist über ein Rohr<B>26</B> (oder einen Schlauch) mit dem evakuierten Gefäss<B>27</B> eines Heiz- elementes <B>28</B> verbunden, das zum Beheizen eines Körpers<B>29</B> (z. B. eines Kochtopfes oder eines Waschmaschinenhafens) dient. Das Gefäss<B>27</B> enthält ein Heizmedium, das mittels eines Heizwiderstandes <B>30</B> beheizt wird. Dieser Heizwiderstand<B>30</B> ist über eine Leitung<B>31</B> mit dem Schalter 22 und über eine Leitung<B>32</B> mit der einen Phase der Stromquelle<B>33</B> verbunden. Die andere Phase ist über eine Leitung 34 mit dem andern Kontaktglied des Schalters 22 verbunden.
Ferner dienen die Kontaktglieder 24,<B>25</B> als Kurzschlusssicherung gegen ein Versagen des Schalters 22, da sie über Leitungen<B>35</B> bzw. <B>36</B> mit der Leitung<B>31</B> bzw. <B>32</B> verbunden sind.
Die beschriebene Steuervorrichtung funktioniert wie folgt: Die gewünschte Heiztemperatur wird mittels des Knopfes<B>11</B> eingestellt. Dadurch wird der Bolzen 20 gegen den Druckknopf 21 angedrückt und der Stromkreis des Heizwiderstandes<B>30</B> geschlossen. Durch die Bewegung der Schraube<B>16</B> wird das Ende<B>18</B> der Kompensationsfeder<B>16</B> angehoben, so dass sie auf dem Bolzen 20 nicht wirkt. Wird die eingestellte Temperatur erreicht, so steigt der Druck im Gefäss<B>27,</B> und der Balg<B>3</B> schaltet den Heiz- widerstand <B>30</B> über das Schaltmesser<B>7,</B> den Bolzen 20 und den Schalter 22 aus.
Falls der Schalter 22 versagen und eingeschaltet bleiben sollte, so würden die Kontaktglieder 24,<B>25</B> den Heizwiderstand<B>30</B> kurzschliessen. Wenn keine Kompensationsfeder <B>16</B> vorgesehen wäre, so wäre der Schaltweg des Kontaktgliedes<B>25,</B> das heisst der Druckanstieg bis zum Kurzschluss, eine Funktion der eingestellten Temperatur.
Dies lässt sich dank der Kompensa tionsfeder<B>16</B> vermeiden, so dass für einen bestimm ten Druck- bzw. Temperaturanstieg über dem ein <B>-</B> ge stellten Wert ein Schliessen der Kontaktglieder 24, <B>25</B> unabhängig der Höhe dieses eingestellten Wertes stets gewährleistet wird. Je nach Einstellung der Schraube<B>10</B> befindet sich das Ende<B>18</B> der Kom pensationsfeder<B>16</B> mehr oder weniger im Abstand des Kopfes<B>19</B> des Bolzens 20.
Wenn der Druck im Balg<B>3</B> über den eingestellten Wert steigt, muss er somit nicht nur der Wirkung des federnden Schaltmessers<B>7,</B> sondern auch noch der Kompensa tionsfeder<B>16</B> entgegenwirken. Somit kann der einen Kurzschluss verursachende Druckanstieg über dem eingestellten Wert konstant gehalten werden.
Zusammenfassend ist also die dargestellte Steuervorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltfeder eine kompensierende Feder so überlagert und gelagert ist, dass, gleichgültig welcher Druck eingestellt wird, nach dem Ausschalten immer ein gleichbleibender überdruck notwendig ist, um das Schaltfedermesser so weit abzuheben, dass dieses eine Kurzschlusssicherheitsvorrichtung oder einen Stromunterbrecherschalter betätigt und zudem ver hindert, dass beim Entlasten der Steuervorrichtung das eingebaute druckempfindliche Element sich mehr als nötig ausdehnt.