CH355513A - Synchronmaschine ohne Schleifringe - Google Patents
Synchronmaschine ohne SchleifringeInfo
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Description
Synchronmaschine olme Schleifringe Synchronmaschinen ohne Schleifringe haben einen feststehenden Teil mit einer Wechselstromankerwick- lung und einen umlaufenden Teil mit einer Gleich- stromerregerwicklung. Die Erregung für die Gleich- stromerregerwicklung wird von einer Wechselstrom- erregermaschine geliefert, die einen feststehenden Erregerteil und einen umlaufenden Wechselstrom- ankerteil besitzt,
der auf derselben Welle montiert ist wie der Erregertell der Hauptmaschine. Die An kerwicklung der Erregermaschine ist mit der Gleich- stromerregerwicklung der Hauptmaschine über eine umlaufende Gleichrichteranordnung, die auf dersel ben Welle sitzt, verbunden. Auf diese Weise wird eine Wechselstrommaschine geschaffen, die viele Vorteile besitzt, da sie keinen Kommutator, keine Schleif ringe oder Bürsten besitzt, wie sie sonst benötigt werden.
Die bei Synchronmaschinen ohne Schleifringe benutzte umlaufende Gleichrichteranordnung besteht aus einer passenden Anzahl von Halbleitergleichrich tern, die zu einem Gleichrichterkreis zusammenge schaltet sind. Bei den bekannten Maschinen dieser Art sind die Gleichrichter auf einer auf der Welle befestigten kreisförmigen Scheibe zwischen der Hauptmaschine und der Erregermaschine angeord net. Eine umlaufende Gleichrichteranordnung dieser Art ist verhältnismässig gross und beansprucht einen beträchtlichen Raum, wodurch die Länge der Ma schine in unerwünschter Weise vergrössert wird. Die Gleichrichter selber sind grossen Fliehkräften aus gesetzt, besonders im Falle von schnellaufenden Maschinen, wie z.
B. Luftfahrzeuggeneratoren, die mit verhältnismässig hohen Drehzahlen laufen müssen, um eine Frequenz von 400 Hz zu liefern. Die Gleich richter lassen sich nur sehr schwer ausreichend<B>küh-</B> len. Auch sind sie im Bedarfsfall nicht leicht zu gänglich. Durch die Erfindung werden die geschilderten Nachteile vermieden. Die Erfindung sieht vor, die Welle der Maschine als Hohlwelle auszubilden, in deren Innern sich die umlaufende Gleichrichter- anordnung befindet.
Auf diese Weise wird erreicht, dass der für die Synzhronmaschine benötigte Raum auf ein Mindestmass verringert ist und dass überdies die auf die umlaufende Gleichrichteranordnung ein wirkenden Zentrifuaalkräfte sehr klein sind. Die umlaufende Gleichrichteranordnung kann so ausser dem leicht zugänglich gemacht werden, was beispiels weise für Reparaturzwecke von besonderem Vorteil ist.
Ausserdem lässt sich die unilaufende Gleichrichter- anordnung leicht wirksam kühlen, indem man bei spielsweise die Hohlwelle von einer Kühlflüssigkeit durchströmen lässt. Die Kühlflüssigkeit hat dann einen guten thermischen Kontakt mit den umlau fenden Gleichrichtern, so dass die Kühlwirkung sehr gross ist.
An Hand des in den Fig. <B>1</B> bis<B>3</B> dargestellten Ausführungsbeispieles sei die Erfindung erläutert. In Fig. <B>1</B> ist eine gemäss der Erfindung ausgebildete elektrische Maschine im Schnitt wiedergegeben, deren Schaltung in Fig. 2 schematisch dargestellt ist. Fig. <B>3</B> ist ein Teilquerschni.t längs der Linie III-111 der Fig. <B>1.</B>
Die Erfindung, die sich ganz allgemein auf Syn- ehronmaschinen ohne Schleifringe bezieht, ist in den Figuren am Beispiel eines flüssigkeitsgekühlten Wechselstromgenerators für Luftfahrzeuge erläutert. Dieser Generator ist vom Gehäuse<B>1</B> umgeben, das an seinem rechten Ende durch das Lagerschild 2 abgeschlossen ist. Die Maschine wird von der Hohl welle<B>3</B> getragen, die an ihrem linken Ende durch den Wellenstumpf 4 verschlossen ist, der durch die Schrauben<B>5</B> mit der Welle<B>3</B> verschraubt ist. Das rechte Ende der Hohlwelle<B>3</B> hat einen geringeren Durchmesser und ist im Wälzlager<B>6,</B> das in einer Bohrung des Lagerschildes 2 montiert ist, gelagert.
Die Lagerbohrung wird durch die Kappe<B>7</B> abge schlossen, die durch die Schrauben<B>8</B> mit dem Lager schild 2 verschraubt ist. Die innere Seite der Lager bohrung ist durch die öldichtung <B>9</B> abgedichtet, damit ein Austreten von Schmiermittel aus dem Lager in die Maschine verhindert wird.
Die in den Figuren dargestellte Maschine besitzt nur ein Lager, da der Wellenstumpf 4 an seinem linken Ende mit Hilfe des Teiles<B>10</B> und des Flan sches<B>11</B> an eine nicht dargestellte Antriebsmaschine anmontiert wird, die auf dieser Seite ihr eigenes Lager hat.
Die in den Fig. <B>1</B> bis<B>3</B> dargestellte Maschine be steht aus dem Drehstromgenerator 12 und der Erre germaschine<B>17.</B> Der Ständer des Drehstromgenera- tors 12 besteht aus dem Blechpaket<B>13,</B> das im Ge häuse<B>1</B> gelagert ist, und der Drehstromwicklung 14. Auf der Hohlwelle<B>3</B> sitzt der Erregerteil des Gene rators 12. Dieser Erre-erteil besteht aus einer geei- neten Anzahl von ausgeprägten Polen<B>15,</B> die die Gleichstromerregerwicklung <B>16</B> tragen.
Die Dreh- stromwicklung 14 ist an das Klemmbrett<B>50</B> ange schlossen.
Der Erregerstrom für die Erregerstromwicklung <B>16</B> wird von der Wechselstromerreaermaschine <B>17</B> geliefert, die einen feststehenden Gleichstromerreger- teil <B>18</B> mit der Erregerwicklung<B>19</B> besitzt. Der um laufende Anker der Erregermaschine<B>17</B> besteht aus dem Blechpaket 20, das auf der Hohlwelle<B>3</B> sitzt, und der Drehstromwicklung 21. Die Erregerwicklung <B>19</B> der Erregermaschine<B>17</B> wird durch Gleichstrom aus einer geeigneten äusseren Quelle oder durch den vom Generator 12 abgegebenen Strom über einen Gleicbrichter und einen Spannungsregler erregt.
Wie in Fig. 2 orezeigt, ist die Drehstromwicklung 21 der Erregermaschine<B>17</B> mit der Erregerwicklung <B>16</B> des Generators 12 durch die umlaufende Gleich- richteranordnung 22 verbunden, die in üblicher Drehstrombrückenschaltung geschaltet ist.
Da die Drehstromwicklung der Erregermaschine<B>17,</B> die Gleichrichteranordnung 22 und die Erregerwicklung <B>16</B> des Generators 12 auf ein und derselben Welle sitzen, können sie unmittelbar miteinander verbunden werden, ohne dass Kommutatoren, Bürsten oder Schleifring benötigt werden.
Entsprechend der Erfindung ist die umlaufende Gleichrichteranordnung 22 innerhalb der Hohl welle<B>3</B> untergebracht und in dem rohrförmigen Gehäuse<B>23</B> montiert, das konzentrisch innerhalb der Hohlwelle<B>3</B> gelagert ist, so dass es mit ihr umläuft.
Die umlaufende Gleichrichteranordnung 22 be steht aus einer geeigneten Anzahl von Halbleiter gleichrichtern (Siliziumgleichrichter) oder Dioden 24, die von becherförmigen Metallgehäusen<B>25</B> umgeben werden, die gleichzeit, als eine der Anschlussklem- men der Gleichrichter dienen. Eine Seite der Gleich- richterzelle <B>26</B> ist an die Innenfläche des Gehäuses <B>25</B> angelötet.
Der flexible Leiter ist an der andern Seite der Gleichrichterzelle <B>26</B> befestigt und mit der starren Klemme<B>28</B> verbunden, die aus dem Gehäuse <B>25</B> herausragt, und durch die isolierende Durchfüh rung<B>29</B> vom Gehäuse isoliert wird. Das Gehäuse<B>25</B> ist abgedichtet und evakuiert bzw. mit einem trägen Gas gefüllt. Eine geeignete Anzahl von Gleichrichtern 24 wird innerhalb des Gehäuses<B>23</B> durch die Leitungen<B>30</B> miteinander verbunden. Die Gleichrichter 24 sind im Gehäuse durch die kreisförmigen Abstandsstücke <B>31</B> aus Isoliermaterial befestigt und gegeneinander isoliert.
Die kreisförmigen Abstandsstücke<B>31</B> sind in das Gehäuse<B>23</B> eingepasst. Das Gehäuse<B>23</B> hat, wie in Fig. <B>3</B> gezeigt, zur Aufnahme der Leitungen <B>30</B> innere Nuten<B>32,</B> durch die gleichzeitig eine Kühl flüssigkeit zur Abführung der Wärme aus den Gleich richtern 24 hindurchgeleitet wird.
Das Gehäuse<B>23</B> wird konzentrisch von der Hohl welle<B>3</B> umgeben und läuft mit ihr um. In der Kappe<B>7</B> am rechten Ende der Maschine ist das fest stehende Hohlrohr<B>33</B> befestigt, das durch den ver jüngten Teil der Hohlwelle<B>3</B> in das Gleichrichter- gehäuse <B>23</B> hineinragt. Das Gehäuse<B>23</B> ist mit sei nem rechten Ende auf dem Rohr<B>33</B> durch das Ver- schlussstück 34 drehbar abgestützt. Das linke Ende des Gehäuses<B>23</B> wird von der Stange<B>35</B> getragen, die durch den Stift<B>36</B> am Wellenstumpf 4 befestigt ist.
Die Stange<B>35</B> ist mit dem Flansch<B>37</B> an dem am weitesten links liegenden Abstandsstück<B>31</B> be festigt, so dass die Gleichrichter 24 und die Abstands stücke<B>31</B> gegen den Anschlag<B>38</B> am rechten Ende gedrückt werden. Die Stange<B>35</B> steht also mit dem Gehäuse<B>23</B> in Eingriff, so dass die Gleichrichter- anordnung 22 gemeinsam mit der Hohlwelle<B>3</B> um <B>läuft.</B>
Die Leitungen<B>30</B> der Gleichrichteranordnung 22 bestehen aus drei Wechselstromzuführungsleitun- gen und zwei Gleichstromleitungen, wie der Fig. 2 zu entnehmen ist. Die Leitungen<B>30</B> sind jeweils an die fünf Anschlussklemmen <B>39</B> angeschlossen, die wegen des bequemeren Zugangs im Wellenstumpf 4 am linken Ende der Maschine angebracht sind. Die Klemmen<B>39</B> werden in der Hohlwelle<B>3</B> unter gleich zeitiger Flüssigkeitsabdichtung befestigt, damit das Entweichen der Kühlflüssigkeit, mit der die Hohl welle<B>3</B> während des Betriebes gefüllt ist, verhindert wird.
Die Wechselstromzuführungsleitungen sind über Leitungen 40 an die Drehstromwicklung 21 ange schlossen, während die Gleichstromleitungen in glei- C eher Weise mit der Gleichstromerregerwicklung <B>16</B> verbunden sind. Zu der in den Fig. <B>1</B> bis<B>3</B> gezeigten Maschine gehört ein elektrisch getrennter Hilfsgenerator 41, dessen mit dem Dauermagneten 42 ausgerüsteter Läufer sich auf dem verjüngten Teil der Hohlwelle<B>3</B> befindet. Die Ankerwicklung 43 des Hilfsgenerators 41, die auf dem Blechpaket 44 angeordnet ist, wird vom Lagerschild 2 getragen.
Der Hilfsgenerator 41 liefert zusammen mit dem Gleichrichtersatz 45 Gleichstrom für Steuerzwecke; er ist vom Hauptgene rator 12 unabhängig.
Die in den Fig. <B>1</B> bis<B>3</B> gezeigte Maschine ist eine flüssigkeitsgekühlte Maschine, die durch eine durch die Hohlwelle<B>3</B> fliessende Kühlflüssigkeit, beispielsweise<B>öl,</B> gekühlt wird. Zur Kühlung der feststehenden Teile der Maschine ist die schrauben förmige Kühlschlange 46 im Gehäuse<B>1</B> vorgesehen.
Das Kühlöl wird der Maschine durch den radia len Kühlkanal 47 der Kappe<B>7</B> zugeführt und fliesst durch das feststehende Hohlrohr<B>33</B> in das Gleich- richtergehäuse <B>23,</B> wie es durch die Pfeile in Fig. <B>1</B> angedeutet wird. Das Kühlöl fliesst also unmittelbar über die Gleichrichter 24, so dass sie sehr wirksam gekühlt werden, da das Kühlöl die Gleichrichter thermisch unmittelbar berührt.
Das Kühlöl tritt dann am linken Ende des Gleichrichtergehäuses <B>23</B> in die Hohlwelle<B>3</B> über und fliesst, da die Hohlwelle<B>3</B> an diesem Ende durch den Wellenstumpf 4 abge schlossen ist, auf der Aussenseite des Gehäuws <B>23</B> in den ringförmigen Raum zwischen dem Gehäuse und der Innenfläche der Hohlwelle<B>3</B> zurück, so dass auch die auf der Hohlwelle<B>3</B> angeordneten Teile des Läufers wirkungsvoll gekühlt werden.
Das Kühlöl entweicht schliesslich aus dem rechten offenen Ende der Hohlwelle<B>3</B> in den Raum zwischen der Lager bohrung und der Kappe<B>7,</B> überflutet das Lager<B>6,</B> so dass dieses gleichzeitig geschmiert wird, und tritt dann in den Kühlkanal 48 ein, der mit der schrauben förmigen Kühlschlange 46 verbunden ist, so dass das Kühlöl durch das Gehäuse<B>1</B> fliesst und die feststehen den Teile der Maschine kühlt. Schliesslich tritt das Kühlöl durch die öffnung 49 des Flänsches <B>11</B> aus.
Die gemäss der Erfindung ausgebildete Synchron maschine nach Fig. <B>1</B> bis<B>3</B> ohne Schleifringe weist eine Reihe von Vorteilen auf. Die umlaufende Gleich- richteranordnung ist innerhalb der Hohlwelle so un tergebracht, dass sie wenig Platz benötigt. Die Ge samtlänge der Maschine ist nicht grösser als eine mit einer Gleichstromerregermaschine versehene normale Maschine. Dies ist vor allem bei der Verwendung in Luftfahrzeugen von besonderer Bedeutung.
Weiter hin sind auch die auf die Gleichrichter wirkenden Fliehkräfte auf ein Geringstmass vermindert, da sie sich praktisch auf der Achse der Maschine befinden, so dass die Fliehkräfte auch dann recht niedrig sind, wenn die Maschine sehr schnell läuft. Die Anordnung der Gleichrichter innerhalb der Welle macht es auch möglich, sie sehr wirkungsvoll zu kühlen, da das Kühlmedium, sei es eine Flüssigkeit oder Luft, un mittelbar die Gleichrichter bestreichen kann. Ferner sind die Gleichrichter im Bedarfsfall leicht zugäng lich, was bei älteren Konstruktionen, bei denen die Gleichrichter auf einer umlaufenden Scheibe zwi schen dem Generator und der Erregermaschine be festigt sind, nicht der Fall ist.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Synchronmaschine ohne Schleifringre, deren auf dem Läufer befindliche Gleichstromerregerwicklung von einer umlaufenden Gleichrichteranordnung ge speist wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle der Maschine als Hohlwelle<B>(3)</B> ausgebildet ist, in deren Innern sich die umlaufende Gleichrichteran- ordnung (22) befindet. UNTERANSPRüCHE <B>1.</B> Synchronmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Hohlwelle<B>(3)</B> von einer Kühlflüssigkeit durchströmt ist. 2.Synchronmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die umlaufende Gleich- richteranordnung (22) von einem rohrförmigen Ge häuse umgeben ist, das innerhalb der Hohlwelle der Maschine mit ihr umläuft. <B>3.</B> Synchronmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass jede Gleicbrichterzelle (24) der un-daufenden Gleichrichteranordnung (22) von einem metallischen Gehäuse<B>(25)</B> umgeben ist. 4.Synchronmaschine nach Unteranspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Kühlflüssigkeit inner halb des die umlaufende Gleichrichteranordnung (22) einschliessenden rohrfönnigen Gehäuses<B>(23)</B> in Nuten <B>(32)</B> längs der Metallgehäuse<B>(25)</B> der Gleichrichter- zellen (24) geführt ist. <B>5.</B> Synchronmaschine nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Kühlflüssigkeit nach dem Durchströmen des rohrförrnigen Gehäuses<B>(23)</B> in entgegengesetzter Richtung an der Aussenfläche des rohrförmigen Gehäuses<B>(23)</B> innerhalb der Hohl welle<B>(3)</B> entlang geführt ist.
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