CH355724A - Verfahren zur Herstellung von Einlage-Watte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Einlage-Watte

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CH355724A
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CH
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tailoring
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Inventor
Georg Dr Ing Kufner
Original Assignee
Josef Adolf Kufner Fa
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Description


  Verfahren zur     Bierstellung    von Einlage -Watte    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur  Herstellung einer     zupassbaren    Einlage-Watte, insbe  sondere für Kleidungsstücke, als hüllenloses, sich  selbsttragendes Gebilde. Zur Abfütterung von Klei  dungsstücken werden bisher     Wattepolster    verwendet.  Sie kommen vor allem als Achseleinlagen in Betracht.  Derartige Polster werden aus der     sogenannten     Schneiderwatte hergestellt, die ihrerseits aus geris  senen Lumpen besteht.

   Für bessere Qualitäten fin  den Wollumpen und andere Wollabfälle     Verwendung.     Da die so zustande gebrachte Schneiderwatte eine  sehr kurzfaserige     Struktur        aufweist,    sind die daraus  bestehenden Einlage-Stücke in ihrem Gefüge bockig,  unelastisch und spezifisch schwer. Weiterhin ist ihre  mehr oder weniger weitgehende     Verfilzung    schon bei  der Verarbeitung, vor allem aber beim Gebrauch der  Kleidungsstücke     unvermeidlich.     



  Diese Nachteile hat     die    hochwertige Schneiderei  schon durch die Verwendung von Schaumgummi für  Schulterkissen zu     überwinden    versucht. Fertig ge  gossene     Schaumgummischwämme    stellen jedoch für  die Schneiderei einen ihr wesensfremden     Baustoff     dar, der im Textilgebilde eines Kleidungsstückes ein  unnatürliches Element bildet. Wesensfremd sind sie  der Schneiderei vor allem, weil sie an eine fertig     ge-          presste        Form    gebunden sind, von der der Schneider  bei der Verarbeitung nichts wegnehmen und zu der  er nichts zugeben kann.

   Die     Formungsmöglichkeit     des Einlage-Polsters     ist    jedoch für die Schneiderei  von grosser Bedeutung. Darüber hinaus .sind Schaum  gummischwämme als Einlage-Polster auch unhygie  nisch und gegebenenfalls besteht ein weiterer Mangel  darin, dass sie Wasser aufsaugen. Diese     Nachteile    der       Schaumgummischwämme    konnten auch durch     eine     Pressmasse aus Rosshaar und Gummi nicht behoben  werden.

   Das in seiner Form und Grösse gepresste  Gummigefüge, das als Träger für die Rosshaare dient,    bestimmt nach wie vor auch Form und Grösse des       Einlage-Kissens.    Der vermeintliche Vorzug     einer        ge-          wissenNachgiebigkeit    derartiger     Schwamm-Kissen    war  also durch den für die Schneiderei in starkem Masse  ins Gewicht     fallenden    Nachteil erkauft, dass solche  Schwamm-Kissen bei der Herstellung von Kleidungs  stücken in ihrer Form und Grösse nicht bearbeitet  werden können und somit z.

   B. für     einen    in der     Mass-          fertigung    hergestellten Anzug nicht     anpassungsfähig     sind.  



  Auch durch die Verwendung von     Achsel-Einlagen     aus     Rosshaargeweben    liess sich der eingangs er  wähnte Mangel der wegen ihrer einfachen Grössen  bemessung bei der Verarbeitung bewährten Watte  polster nicht beheben. Selbst wenn     derartige    Gewebe  nämlich in Wellen-, Rollen- oder     Spiralform    einge  legt werden, so erweisen sie ,sich nicht als bügel  beständig und damit scheiden sie als Verarbeitungs  stücke für Futterpolster aus. Sie haben sich darüber  hinaus aber auch schon deshalb nicht einführen  können, weil solche Gewebe wegen des     in    ihrem  Preis enthaltenen hohen     Spinn-,    Web- und Appretur  lohnes unverhältnismässig teuer sind.  



  Durch das     erfindungsgemässe    Verfahren wird eine       zupassbare        Einlage-Watte,        insbesondere    für Klei  dungsstücke, als     hüllenloses,    sich selbsttragendes Ge  füge erhalten, aus welcher für die hochwertige Schnei  derei nicht nur bei der Verarbeitung in     beliebiger     Weise zu bemessende Stücke     herstellbar    sind, sondern  mit der sich auch eine beim Gebrauch federbestän  dige     Einlage    ergibt, weil sie wenigstens teilweise aus  springelastischen,     krempelfähigen    Natur-     und/oder     Kunsthaaren, insbesondere Ziegenhaaren besteht.

   Als  Futtereinlage in Kleidungsstücken weist sie wegen der  bereits hervorgehobenen Eigenschaften den Vorteil  auf, sich allen Körperbewegungen anzupassen, ohne  bockig, unelastisch und spezifisch schwer zu werden      oder etwas bügelunbeständig zu sein. In besonderer  Ausgestaltung kann die Einlage-Watte aus mindestens  zwei bei der     Haargarnherstellung    Verwendung fin  denden Komponenten, insbesondere aus Ziegenhaa  ren und     Wollfasern,    hergestellt werden. So lassen  sich z. B. aufbereitete Abgänge und/oder     Abfälle    der       Haargarnspinnerei    bzw. der     Haareinlagestoffherstel-          lung    als Komponenten verwenden.

   Durch eine solche  Benutzung von an sich bisher unbrauchbar gewesenen  Abfällen lässt sich ein besonders niedriger Preis der       erfindungsgemäss        hergestellten        Einlage-Watte    er  zielen.  



  Die Vorzüge dieser Einlage-Watte beruhen auf  der langfaserigen Struktur der zur Anwendung kom  menden sprungelastischen und     krempelfähigen        Natur-          und/oder    Kunsthaare. Kommt für die Einlage-Watte       ausschliesslich        krempelfähiges    Naturhaar, insbeson  dere Ziegenhaar, zur Verwendung, so weist es die  wichtige Eigenschaft der Sprungelastizität in beson  ders hohem Masse auf. Diese Watte ist weiterhin  leicht und locker.

   Sie liefert dadurch eine hygienisch  atmende Einlage, die als. solche, wie bereits erwähnt,  beim Gebrauch erhalten bleibt, also nicht zu einem  steifen Kissen     verfilzt.    Der hochwertigen Schneiderei  ist dadurch ein Material zur Verfügung gestellt, das  allen einschlägigen Anforderungen entspricht.  



  Die erfindungsgemäss hergestellte Watte kann in  Tafeln oder Rollen für die Verarbeitung in den  Schneidereien auf den Markt gebracht werden.  



  Die Verwendung der Einlage-Watte ist auf das  Gebiet der Schneiderei     nicht    beschränkt. Sie ist viel  mehr als     Halbfabrikat    auch für mancherlei Industrie-    bedarf, vor allem aber für Polsterwerkstätten und als  Verpackungsmaterial von grosser Bedeutung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung einer zupassbaren Einlagewatte, insbesondere für Kleidungsstücke, als hüllenloses, sich selbsttragendes Gefüge, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Watte durch Krempeln unter mindestens teilweiser Verwendung von spring elastischen, krempelfähigen Natur- und/oder Kunst haaren gewinnt. II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltene Einlagewatte. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man Ziegenhaare benutzt. 2 .
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man wenigstens zwei bei der Haargarnerzeugung verwendeteKomponentenbenutzt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Einlagewatte aus Ziegenhaaren und Wollfasern her stellt. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Einlagewatte aus aufbereiteten Abfällen der Haar garnspinnerei und der Haareinlagestoffherstellung erzeugt.
CH355724D 1957-04-13 1957-04-13 Verfahren zur Herstellung von Einlage-Watte CH355724A (de)

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