CH355724A - Verfahren zur Herstellung von Einlage-Watte - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Einlage-WatteInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
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Description
Verfahren zur Bierstellung von Einlage -Watte Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer zupassbaren Einlage-Watte, insbe sondere für Kleidungsstücke, als hüllenloses, sich selbsttragendes Gebilde. Zur Abfütterung von Klei dungsstücken werden bisher Wattepolster verwendet. Sie kommen vor allem als Achseleinlagen in Betracht. Derartige Polster werden aus der sogenannten Schneiderwatte hergestellt, die ihrerseits aus geris senen Lumpen besteht. Für bessere Qualitäten fin den Wollumpen und andere Wollabfälle Verwendung. Da die so zustande gebrachte Schneiderwatte eine sehr kurzfaserige Struktur aufweist, sind die daraus bestehenden Einlage-Stücke in ihrem Gefüge bockig, unelastisch und spezifisch schwer. Weiterhin ist ihre mehr oder weniger weitgehende Verfilzung schon bei der Verarbeitung, vor allem aber beim Gebrauch der Kleidungsstücke unvermeidlich. Diese Nachteile hat die hochwertige Schneiderei schon durch die Verwendung von Schaumgummi für Schulterkissen zu überwinden versucht. Fertig ge gossene Schaumgummischwämme stellen jedoch für die Schneiderei einen ihr wesensfremden Baustoff dar, der im Textilgebilde eines Kleidungsstückes ein unnatürliches Element bildet. Wesensfremd sind sie der Schneiderei vor allem, weil sie an eine fertig ge- presste Form gebunden sind, von der der Schneider bei der Verarbeitung nichts wegnehmen und zu der er nichts zugeben kann. Die Formungsmöglichkeit des Einlage-Polsters ist jedoch für die Schneiderei von grosser Bedeutung. Darüber hinaus .sind Schaum gummischwämme als Einlage-Polster auch unhygie nisch und gegebenenfalls besteht ein weiterer Mangel darin, dass sie Wasser aufsaugen. Diese Nachteile der Schaumgummischwämme konnten auch durch eine Pressmasse aus Rosshaar und Gummi nicht behoben werden. Das in seiner Form und Grösse gepresste Gummigefüge, das als Träger für die Rosshaare dient, bestimmt nach wie vor auch Form und Grösse des Einlage-Kissens. Der vermeintliche Vorzug einer ge- wissenNachgiebigkeit derartiger Schwamm-Kissen war also durch den für die Schneiderei in starkem Masse ins Gewicht fallenden Nachteil erkauft, dass solche Schwamm-Kissen bei der Herstellung von Kleidungs stücken in ihrer Form und Grösse nicht bearbeitet werden können und somit z. B. für einen in der Mass- fertigung hergestellten Anzug nicht anpassungsfähig sind. Auch durch die Verwendung von Achsel-Einlagen aus Rosshaargeweben liess sich der eingangs er wähnte Mangel der wegen ihrer einfachen Grössen bemessung bei der Verarbeitung bewährten Watte polster nicht beheben. Selbst wenn derartige Gewebe nämlich in Wellen-, Rollen- oder Spiralform einge legt werden, so erweisen sie ,sich nicht als bügel beständig und damit scheiden sie als Verarbeitungs stücke für Futterpolster aus. Sie haben sich darüber hinaus aber auch schon deshalb nicht einführen können, weil solche Gewebe wegen des in ihrem Preis enthaltenen hohen Spinn-, Web- und Appretur lohnes unverhältnismässig teuer sind. Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird eine zupassbare Einlage-Watte, insbesondere für Klei dungsstücke, als hüllenloses, sich selbsttragendes Ge füge erhalten, aus welcher für die hochwertige Schnei derei nicht nur bei der Verarbeitung in beliebiger Weise zu bemessende Stücke herstellbar sind, sondern mit der sich auch eine beim Gebrauch federbestän dige Einlage ergibt, weil sie wenigstens teilweise aus springelastischen, krempelfähigen Natur- und/oder Kunsthaaren, insbesondere Ziegenhaaren besteht. Als Futtereinlage in Kleidungsstücken weist sie wegen der bereits hervorgehobenen Eigenschaften den Vorteil auf, sich allen Körperbewegungen anzupassen, ohne bockig, unelastisch und spezifisch schwer zu werden oder etwas bügelunbeständig zu sein. In besonderer Ausgestaltung kann die Einlage-Watte aus mindestens zwei bei der Haargarnherstellung Verwendung fin denden Komponenten, insbesondere aus Ziegenhaa ren und Wollfasern, hergestellt werden. So lassen sich z. B. aufbereitete Abgänge und/oder Abfälle der Haargarnspinnerei bzw. der Haareinlagestoffherstel- lung als Komponenten verwenden. Durch eine solche Benutzung von an sich bisher unbrauchbar gewesenen Abfällen lässt sich ein besonders niedriger Preis der erfindungsgemäss hergestellten Einlage-Watte er zielen. Die Vorzüge dieser Einlage-Watte beruhen auf der langfaserigen Struktur der zur Anwendung kom menden sprungelastischen und krempelfähigen Natur- und/oder Kunsthaare. Kommt für die Einlage-Watte ausschliesslich krempelfähiges Naturhaar, insbeson dere Ziegenhaar, zur Verwendung, so weist es die wichtige Eigenschaft der Sprungelastizität in beson ders hohem Masse auf. Diese Watte ist weiterhin leicht und locker. Sie liefert dadurch eine hygienisch atmende Einlage, die als. solche, wie bereits erwähnt, beim Gebrauch erhalten bleibt, also nicht zu einem steifen Kissen verfilzt. Der hochwertigen Schneiderei ist dadurch ein Material zur Verfügung gestellt, das allen einschlägigen Anforderungen entspricht. Die erfindungsgemäss hergestellte Watte kann in Tafeln oder Rollen für die Verarbeitung in den Schneidereien auf den Markt gebracht werden. Die Verwendung der Einlage-Watte ist auf das Gebiet der Schneiderei nicht beschränkt. Sie ist viel mehr als Halbfabrikat auch für mancherlei Industrie- bedarf, vor allem aber für Polsterwerkstätten und als Verpackungsmaterial von grosser Bedeutung.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung einer zupassbaren Einlagewatte, insbesondere für Kleidungsstücke, als hüllenloses, sich selbsttragendes Gefüge, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Watte durch Krempeln unter mindestens teilweiser Verwendung von spring elastischen, krempelfähigen Natur- und/oder Kunst haaren gewinnt. II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltene Einlagewatte. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man Ziegenhaare benutzt. 2 .Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man wenigstens zwei bei der Haargarnerzeugung verwendeteKomponentenbenutzt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Einlagewatte aus Ziegenhaaren und Wollfasern her stellt. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Einlagewatte aus aufbereiteten Abfällen der Haar garnspinnerei und der Haareinlagestoffherstellung erzeugt.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH355724T | 1957-04-13 |
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