CH355845A - Hochstromschmelzsicherung - Google Patents
HochstromschmelzsicherungInfo
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Classifications
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-
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Description
Hochstromschmelzsicherung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Hochstromscbmelzsicherung zum Schutze von Gleich- und Wechselstromkreisen.
Sobald in einem Stromkreis ein Kurzschluss auf tritt, spielen sich etwa die in Fig. 1 der Zeichnung vereinfacht wiedergegebenen Vorgänge ab. Der Strom J wächst zunächst sehr rasch an. Er fällt jedoch nach dem Ansprechen der Sicherung wieder schnell ab. Mit U ist die an der Sicherung auftretende Spannung bezeichnet, die erst nach der sogenannten Ansprech zeit t, vorhanden ist. Die Spannungsspitze wird durch die hohe Änderungsgeschwindigkeit des Stromes erzeugt. Bei den heute üblichen Hochstrom schmelzsicherungen liegt die totale Abschaltzeit t, in der Grössenordnung von 50 msec (Millisekunden).
Für viele Zwecke, beispielsweise für den Schutz von Hochstromanlagen mit Halbleitergleichrichtern, ist diese Abschaltzeit aber viel zu gross. Mit Schnell schaltern liesse sich zwar eine Ansprechzeit von etwa 4 msec und eine totale Abschaltzeit von ungefähr 15 msec erreichen, doch würden solche Schalter für den vorgenannten Zweck zu teuer sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Hochstromschmelzsicherung zu schaffen, die im Kurzschlussfalle ebenso rasch wirkt wie ein mo derner Schnellschalter. Dies lässt sich erfindungs gemäss dadurch erreichen, dass der Schmelzdraht eine Nennstromdichte von mehr als 300 A/mm2 aufweist und beidseitig in Metallblöcken befestigt ist, welche die bei Nennstrom im Schmelzdraht entwickelte Wärme ohne unzulässige Temperaturerhöhung der Sicherung ableiten. Der Vorteil der Erfindung ist in einer wesentlichen Verbilligung der Schutz einrichtungen zu erblicken.
Die Dimensionierungsvorschriften für den Er findungsgegenstand ergeben sich aus den folgenden Betrachtungen: Es lässt sich nachweisen, dass die Ansprechzeit t" einer Sicherung näherungsweise er mittelt werden kann aus der Beziehung
EMI0001.0023
Hierbei ist A eine Materialkonstante, s die Nenn stromdichte, das heisst also der Quotient aus Nenn strom und Drahtquerschnitt, und n stellt den Quo tienten aus maximalem übe rstrom und Nennstrom dar.
Für die angegebenen Grössen wählt man zweck mässigerweise folgende Einheiten:
EMI0001.0026
Die Konstante A ergibt sich allgemein aus der Gleichung:
EMI0001.0027
Es bedeutet: c (WS/0 C cm3) = spezifische Wärme, T" ( C) = Schmelztemperatur, C, (Ws/cm3) = Schmelzwärme, <I>o</I> (S2 mm2/m) = spezifischer Widerstand.
Für einen Silberdraht beträgt A ungefähr 160 000 (sec. A2/mm4). Wählt man s = 600,n = 10, so er gibt ta = 4,5 msec. Man kann demnach bei entspre chender Dimensionierung des Drahtes Ansprech zeiten erreichen, die sonst nur mit Schnellschaltern möglich sind.
Es ist nun noch die Länge Z des Sicherungs drahtes zu bestimmen. Rechnerische und experimen telle Untersuchungen haben ergeben, dass folgende Gleichung gilt:
EMI0001.0041
Hierbei stellt l (cm) die Länge des Schmelz drahtes, B (cm2 A2/ C mm4) eine Materialkonstante, T ( C) die zulässige maximale Übertemperatur in der Mitte des Schmelzdrahtes und s (A/mm2) die Nennstromdichte dar.
Während T durch Versuche feststellbar ist, kann man B errechnen aus der Formel
EMI0002.0008
o ist wieder der spezifische Widerstand, und mit 7 (W/cm C) ist die Wärmeleitfähigkeit des Siche rungsdrahtes bezeichnet.
Bei Verwendung von Silber beträgt B ungefähr 1100 (cm2 A2/ C mm4). Schliesslich ergibt sich aus den vorher genannten Beziehungen für t" und l die Formel
EMI0002.0015
Setzt man<I>n =</I> 10 und<I>T</I> = 460, so lässt sich für Silber in sehr einfacher Weise t" errechnen aus
EMI0002.0018
Bei einer Drahtlänge von 2 cm beträgt t" = 12 msec, für l = 1 cm wird t" = 3 msec. Es ist deshalb erforderlich,
die Länge eines Silberschmelz- drahtes weniger als 2 cm zu wählen.
Aus dem Vorstehenden ist zu ersehen, dass die Schmelzdrahtlänge der erfindungsgemässen Sicherung sehr gering ist. Zur Erhöhung der Lichtbogenlösch- fähigkeit kann es deshalb zweckmässig sein, eine magnetische Blasspule vorzusehen, die insbesondere bei Halbleitergleichrichteranordnungen so ange schlossen ist, dass sie gleichzeitig auch als Strom begrenzungsspule wirkt.
In den Fig.2 bis 4 sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes vereinfacht wieder gegeben.
Fig.2 zeigt den Schmelzdraht 1, der in den Metallblöcken 2 befestigt ist. Mit 3 ist eine Blas- spule bezeichnet, mit 4 ein Lichtbogenkamin. Die Klötze 2 können gegebenenfalls auf irgendeine Weise intensiv gekühlt werden. In Fig. 3, in der gleiche Teile mit gleichen Be zugszeichen versehen sind, wie in Fig.2, ist eine besondere Ausführungsform des Sicherungsdrahtes dargestellt. Der Drahtquerschnitt ist hierbei in der Mitte kleiner als an den Enden. Auf diese Weise lässt sich eine weitere Verkürzung der Ansprechzeit erzielen.
Um eine gute Lötverbindung zwischen dem Schmelzdraht und den Metallblöcken zu ermöglichen, kann gemäss Fig. 4 bei Verwendung eines Silber schmelzdrahtes dieser zunächst an seinen Enden in Silberklötze 1' und diese können dann in Klötze 2 von anderem Material eingebettet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Hochstromschmelzsicherung zum Schutz von Gleich- und Wechselstromkreisen, dadurch gekenn zeichnet, dass der Schmelzdraht (1) eine Nennstrom dichte von mehr als 300 A/mm2 aufweist und beid seitig in Metallblöcken (2) befestigt ist, welche die bei Nennstrom im Schmelzdraht entwickelte Wärme ohne unzulässige Temperaturerhöhung der Sicherung ableiten. UNTERANSPRÜCHE 1. Schmelzsicherung nach Patentanspruch mit Silberschmelzdraht, dadurch gekennzeichnet, dass die Drahtlänge des Schmelzdrahtes weniger als 2 cm beträgt. 2.Schmelzsicherung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine magnetische Blas- spule (3) zur Löschung des Lichtbogens vorgesehen ist. 3. Schmelzsicherung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Blasspule (3) so an geschlossen ist, dass sie gleichzeitig als Strom begrenzungsspule des Stromkreises wirkt. 4. Schmelzsicherung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schmelzdraht (1) in der Mitte einen geringeren Querschnitt aufweist als an den Enden. 5.Schmelzsicherung nach Patentanspruch mit Silberschmelzdraht, dadurch gekennzeichnet, dass seine Enden zunächst in Silberklötze (1') und diese dann in Klötze (2) andern Materials eingebettet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH355845T | 1957-11-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH355845A true CH355845A (de) | 1961-07-31 |
Family
ID=4510978
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH355845D CH355845A (de) | 1957-11-11 | 1957-11-11 | Hochstromschmelzsicherung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH355845A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1274222B (de) * | 1962-04-11 | 1968-08-01 | Bassani Spa | Griffsicherung |
-
1957
- 1957-11-11 CH CH355845D patent/CH355845A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1274222B (de) * | 1962-04-11 | 1968-08-01 | Bassani Spa | Griffsicherung |
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