Entfernungsanzeiger Gegenstand der Erfindung ist ein Entfernungs anzeiger.
Es ist bereits ein Entfernungsanzeiger vorgeschla gen worden, welcher einen Schieber aufweist, der zwischen Deckel eingelegt ist, deren einer oder beide eine Land- oder Seekarte mit neben bestimmten Städten angeordneten Fenstern tragen, durch welche Fenster verschiedene Gruppen von Zahlen, welche Entfernungen ausdrücken, sichtbar gemacht werden können, indem der Schieber verschieden weit aus den Deckeln heraus bewegt wird. Indem durch Be wegen des Schiebers eine beliebig gewählte der Städte gegenüber einem Zeiger gebracht wird, kommen die Entfernungen zwischen dieser Stadt der Landkarte und den anderen Städten auf derselben automatisch in die Fenster dieser anderen Städte.
Weil der Schieber teilweise aus den Deckeln her ausgezogen werden muss, werden die Gesamtabmes sungen des Entfernungsanzeigers offenbar vergrössert, und der vorstehende Teil des Schiebers kann leicht beschädigt werden, besonders wenn der Entfernungs anzeiger oft bei engen Platzverhältnissen, beispiels weise am Führersitz eines Motorfahrzeugs verwen det wird.
Durch die vorliegende Erfindung wird ein verbes serter Entfernungsanzeiger geschaffen, der wenig stens zwei gegeneinander bewegliche Teile hat, deren einer eine Land- oder Seekarte mit Ortsnamen und neben diesen angeordnete Fenster und deren anderer Entfernungen angebende Zahlen trägt, wobei die Entfernungen zwischen einem beliebig gewählten Ort und anderen Orten auf der Karte automatisch in den Fenstern der letztgenannten Orte erscheinen, wenn eine Nullmarkierung in das Fenster des erstgenannten Ortes gebracht wird. Dabei besteht die Erfindung darin, dass zur Anzeige der gesuchten Entfernungen die genannten Teile ohne Vergrösserung der Gesamt- abmessungen des Entfernungsanzeigers gegeneinander bewegbar sind.
Beispielsweise kann ein Teil innerhalb der Begrenzung des anderen Teils verschiebbar, dreh bar, aufwickelbar oder auf andere Weise beweglich sein.
Der erfindungsgemässe Entfernungsanzeiger kann in verschiedenen Varianten ausgeführt sein.
Einige Ausführungsbeispiele sind beispielsweise in der Zeichnung dargestellt, auf welche nun Bezug genommen wird.
Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf einen flachen, kreis scheibenförmigen Entfernungsanzeiger mit teilweise abgebrochenen Teilen, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 einen Aufriss einer Ausführung mit gegen einander drehbaren, zylindrischen Teilen, welche hier einen Teil einer elektrischen Stablampe bilden, Fig. 4 eine Variante der zuletzt erwähnten Aus führung, wobei die zylindrischen Körper axial gegen einander beweglich angeordnet sind,
Fig. 5 einen axialen Schnitt durch eine weitere Variante zu Fig. 3, Fig.6 eine Vorderansicht einer Ausführungs form mit einem flachen, im wesentlichen länglichen Gehäuse, welches Filmbänder enthält, die zwischen Rollen verschoben werden können, Fig.7 eine Seitenansicht zu Fig. 6, wobei eine der Seitenwände entfernt ist.
Nach Fig. 1 und 2 ist eine Kreisscheibe 1 zwi schen zwei kleinere Scheiben 2,2 gelegt. Alle drei Scheiben sind in ihrer Mitte 3 gegeneinander dreh bar miteinander verbunden. Jede kleine Scheibe 2 trägt eine Landkarte 4 (im gezeigten Beispiel eine Karte von Dänemark) und Fenster 5, während die mittlere Scheibe 1 Zahlen trägt, welche für den bereits erwähnten Zweck in den Fenstern 5 erschei- nen. Der äussere, nicht von der äusseren Scheibe 2 bedeckte Randteil la der mittleren Scheibe 1 weist auf jeder Seite eine Liste der Städtenamen auf. Auf jeden beliebigen derselben kann ein an der äusseren Scheibe 2 angeordneter Zeiger oder Pfeil 6 ge richtet werden.
In diesem Falle sind die Zahlen auf Kreisen mit dem Zapfen 3 der äusseren Scheibe als Zentrum angeordnet.
Wenn man eine der Scheiben 2, 2 so dreht, dass ihr Zeiger 6 einem beliebig gewählten der Städtenamen gegenübersteht, welche auf dieselbe Seite des Randes 1 a der Scheibe 1 gedruckt sind, erscheint ein Stern chen oder eine Null in dem Fenster dieser Stadt auf der Landkarte 4, während die Entfernungen von der gewählten Stadt zu anderen Städten auf der Land karte in den Fenstern dieser anderen Städte erschei nen.
In Fig. 1 ist die Stadt Kopenhagen gewählt, also erscheint das Sternchen 8 in dem Fenster dieser Stadt auf der Landkarte. (Diese Stadt und das zu ihr gehörige Fenster sind auf der Landkarte nicht gezeigt, weil sie auf den Teilen der Scheiben liegen, welche weggebrochen sind, um die Konstruktion zu zeigen.) Gleichzeitig erscheinen die Entfernungen Kopen hagens von allen anderen Städten mit Fenstern 5 auf der Landkarte in diesen Fenstern. So ist beispielsweise auf den ersten Blick zu sehen, dass Hoberg 62 km und Viborg 346 km von Kopenhagen entfernt ist.
Gewünschtenfalls können Teile der Scheiben mit einer Teilung oder andersartigen Markierung solcher Art versehen sein, dass die Vorrichtung als Rechen scheibe (rotary calculator) und/oder Kalender und/ oder zur Umrechnung von einem Einheitensystem in ein anderes und/oder zur Anzeige der Weltzeiten usw. dienen kann.
Es ist auch im Rahmen der Erfindung, den die Land- oder Seekarte oder eine Tabelle tragenden Teil mit seinen Fenstern als eine Hülse oder Röhre auszubilden, welche drehbar oder axial verschiebbar auf einem zylindrischen Teil angeordnet ist, der die Reihen Entfernungen anzeigenden Zahlen trägt.
Der zylindrische Teil ist vorzugsweise der Körper einer elektrischen Stablampe, auf welche Weise eine einfache aus einer Stablampe und einem Entfer nungsanzeiger bestehende Einheit geschaffen ist.
Fig. 3 zeigt eine derartige Anordnung. Dabei ist eine Hülse 11 auf dem Hauptteil 10 einer elektri schen Stablampe frei drehbar montiert, jedoch durch eingekerbte oder schulterförmige Teile 12 gegen axiale Bewegungen gesichert. Die Hülse 11 kann aus Metall oder Kunststoff bestehen und trägt eine Land karte, Seekarte oder Tabelle 4 mit Fenstern 5, wäh rend der Stablampenkörper zehn Reihen von Zahlen trägt, die genau angeordnet sifid, um in der erforder- liehen Weise, wie bereits erläutert,
die Entfernungen einer beliebig gewählten Stadt von anderen Städten durch Dreheinstellung der Hülse anzuzeigen. Die Stab lampe 12 kann durch übliche Mittel ein- und aus geschaltet werden, beispielsweise mittels eines Schiebe schalters 14 für axiale oder längs des Umfangs er- folgende Bewegung, oder durch Drehung des Lin senhalters 15 oder der Endkappe 16.
Gewünschtenfalls können ähnliche Teilungen oder Markierungen, auf welche im Zusammenhang mit der Vorrichtung mit Drehscheibe bereits hin gewiesen wurde, auf der eben beschriebenen Stab lampe angeordnet werden.
Als Variante der zuletzt beschriebenen Anord nung und um eine Stablampe mit Fokussierung zu schaffen, ist ein äusserer Teil, an dessen vorderem Ende die Stablampenlinse und der Reflektor angeord net sind, vorhanden, wobei die Lage dieses Teiles in bezug auf den inneren Teil der Stablampe mittels eines längs einer Schraubenlinie verlaufenden Schlit zes und eines Führungsorgans bestimmt ist.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform passt die äussere Röhre oder Hülse 11a, welche aus Metall oder lichtdurchlässigem Kunststoff besteht, leicht verschiebbar auf den Stablampenkörper 10, wobei jedoch ein an der Röhre 11a befestigter Stift 17, welcher in einen längs des Stablampenkörpers in die sen gebildeten Schlitz 18 eingreift, nur eine rein axiale Bewegung zulässt. Die äussere Röhre 11a trägt an ihrer Aussenfläche eine Landkarte 4 mit Fenstern 5, um Zahlen sichtbar zu machen, welche auf dem Stablampenkörper 10 graviert, eingeschlagen oder auf andere Weise angebracht sind. Die Wirkungs weise und Anordnung ist in dieser Hinsicht ent sprechend dem oben Beschriebenen.
Wenn durch Verschieben der Röhre l la Null in das Fenster 5 einer beliebig gewählten Stadt auf der Landkarte ge bracht wird, erscheinen automatisch die Entfer nungen dieser Stadt von allen anderen Städten mit Fenstern 5 in den letztgenannten Fenstern.
Bei der Ausführung des in Fig. 5 gezeigten, mit einer Stablampe kombinierten Entfernungsanzeigers hat eine äussere Hülse 11b aus lichtdurchlässigem Kunststoff ein Schraubengewinde 20, um an einem Ende die Linse 21 zu halten. Am anderen Ende der Hülse, welches offen ist, befindet sich ein innerer Anschlag 22. Ein inneres lichtdurchlässiges Kunst stoffrohr 10b ist an einem Ende geschlossen und weist einen äusseren Anschlagring 23 auf, der den vorgenannten Anschlag 21 berührt. In dem inneren Rohr sind Batterien 24, Glühbirne 25, Reflektor 26 und Schalter 27 wie bei einer üblichen Stablampen konstruktion untergebracht und mittels der Linse in ihrer Lage gehalten. Das innere Rohr 10b kann frei relativ zur äusseren Hülse gedreht werden.
Die Linse ist so geformt, dass das den äusseren Umfang treffende Licht in die äussere Hülse 11 b und das innere Rohr 10b zurückreflektiert wird. Eine Landkarte ist auf der äusseren Hülse und Zahlen sind auf dem inneren Rohr angebracht, um die bereits angegebenen Wir kungen zu erzielen. Die Landkarte ist durch eines der folgenden Mittel sichtbar gemacht: A. Der Umriss ist auf die Aussen- oder Innen seite des äusseren Rohres geritzt, graviert oder ge druckt. Die zugehörigen Zahlen sind ebenso auf der Innen- oder Aussenseite des inneren Rohres aufge- bracht.
Die Innenfläche des äusseren Rohres ist mit Farbe oder auf andere Weise mit einer undurchsich tigen Oberfläche versehen, ausgenommen durch sichtig gelassene Stellen zur Bildung der Fenster zum Betrachten der Zahlen auf dem inneren Rohr. Die Innenseite des inneren Rohres ist auch undurch sichtig gemacht.
B. Auf das innere und das äussere Rohr sind vor her gedruckte oder auf andere Weise mit Markierun gen versehene Streifen aus dünnem Kunststoff an gebracht, welche die erforderlichen Einzelheiten ent halten und durch den Durchgang von Licht durch sie erleuchtet werden.
In Fig. 5 bezeichnet 28 eine Kappe, welche über die Linse 21 gesteckt werden kann, wenn die Vor richtung als Entfernungsanzeiger verwendet werden soll. Wenn die Kappe so angewandt und die Glüh birne 25 eingeschaltet ist, geht das reflektierte Licht durch die Rohre 1 Ob und 11 b, um das Ablesen der angezeigten Entfernungen zu erleichtern.
Bei Verwendung der Vorrichtung als Stablampe kann die Kappe 28 am hinteren Ende des Rohres 10b, wie strichpunktiert angedeutet aufgesteckt sein.
An Stelle einer Stablampe kann der zylindrische Körper der Vorrichtung Mittel zur Beleuchtung der Landkarte, Seekarte oder Tabelle und der mit dieser zusammenarbeitenden Zahlen enthalten. In diesem Falle ist dieser Körper aus undurchsichtigem Ma terial, beispielsweise Kunststoff, hergestellt und kann an jedem Ende eine Lampe enthalten und zum Er leuchten mittels in den Körper eingebauter, durch einen Schalter geschalteten Batterien eingerichtet sein, wobei Reflektoren vorhanden sind, um das Licht dem Körper entlang zu lenken.
Der Entfernungsanzeiger nach Fig. 6 und 7 hat die Form eines flachen, im wesentlichen länglichen Gehäuses mit Seitenwänden 29 und gekrümmten Stirnwänden 29a. Dieses Gehäuse ist wenigstens vorn -und vorzugsweise sowohl vorn als auch hinten mit einer transparenten Verkleidung 30 versehen. Dieses Gehäuse enthält Spulen für zwei Filmbänder 31, 32, deren eines mehrere Landkarten 4 oder mehrere Bereiche einer Landkarte mit Fenstern 5, und deren anderer die die Entfernungen anzeigenden Zahlen trägt.
Die Anordnung ist derart, dass eine beliebig gewählte Landkarte auf dem einen Film sichtbar ge macht und der andere Film so eingestellt werden kann, dass Entfernungen von einer gewählten Stelle auf der Landkarte zu anderen Stellen auf derselben direkt durch die Fenster 5, die in dem erstgenannten Film gebildet sind, hindurch abgelesen werden kön nen. An jedem Ende des Gehäuses sind zwei Spulen 33, 34 und 33, 34 vorhanden, und an zwei dieser Spulen, nämlich an den Spulen 34, sind Mittel 35 vorhanden, um diese Spulen von der Aussenseite des Gehäuses zu drehen.
In dem Gehäuse befindet sich eine zwischen den Spulen erstreckte doppelte Unter lage 36, über welche jeder der Filme 31, 32, die auf zwei der Spulen an entgegengesetzten Enden des Gehäuses gewickelt sind, längs dem Gehäuse und dann auf der anderen Seite der Unterlage wieder zu rück zu der zweiten Spule am Ablaufende gezogen werden kann. Der die Landkarten tragende Film 31 ist so angeordnet, dass er die äussere der beiden Filmlagen bildet, welche sich dann über der hinteren Öffnung und über der vorderen Öffnung 30 erstreckt.
Daraus ist ersichtlich, dass Entfernungsanzeigen an beiden Seiten des Gehäuses abgelesen und gewünsch- tenfalls verschiedene Landkarten in Gebrauchslage gebracht und Entfernungen darauf abgelesen werden können.
Die Filme können mit Teilungen oder Markie rungen anderer Art versehen sein auf die Weise und für den Zweck, auf welche bereits im Zusammen hang mit der oben beschriebenen Vorrichtung mit Scheiben hingewiesen wurde.
Die Art und Weise der Konstruktion des Ge häuses kann offenbar, ohne den Rahmen der Erfin dung zu überschreiten sehr mannigfaltig sein.
Auf der Landkarte oder den Landkarten können bei jeder der oben beschriebenen Ausführungsformen auch die Strassen oder Strassennummern von Ort zu Ort angegeben sein.