CH356131A - Verfahren zur Rückgewinnung von e-Caprolactam aus dessen Polymerisat - Google Patents
Verfahren zur Rückgewinnung von e-Caprolactam aus dessen PolymerisatInfo
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Description
Verfahren zur Rückgewinnung von e-Caprolactam aus dessen Polymerisat Bei der Polymerisation von e-Caprolactam wird im allgemeinen in einer ersten Stufe in Gegenwart von Wasser unter Druck erhitzt, bis aus dem Lac- tam ein sog. Niederpolymerisat entstanden ist. In einer zweiten Stufe wird dann zuerst drucklos und nachher unter Vakuum zur Entfernung der flüchtigen Anteile, wie Wasser und e-Caprolactam, nacherhitzt.
Man erhält dabei neben dem Polymerisat eine ver dünnte e-Caprolactamlösung, deren Aufarbeiten durch Destillation nicht wirtschaftlich ist.
Im schweizerischen Patent Nr. 265481 beschrie benen Spinnverfahren für Polycaprolactam wird vorgeschlagen, das im Polymerisat verbliebene e-Ca- prolactam unmittelbar vor dem Verspinnen an Dünnschichtern zu verdampfen und unter Zuhilfe nahme von Inertgasen als Schleppmittel auszudamp fen.
Dabei werden die in den inerten Umwälzgasen enthaltenen Dämpfe von e-Caprolactam in einem Kühler kondensiert. Erfahrungsgemäss werden aber die Inertgasleitungen durch Kondensation des darin enthaltenen e-Caprolactams oft verstopft, was zu unerfreulichen Betriebsunterbrüchen führt.
Es wurde nun gefunden, dass sich e-Caprolactam aus Inertgasen auf einfache Art gewinnen lässt, indem man diese mit Wasser oder wässrigen Lösungen aus wäscht.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Rückgewinnung von e-Caprol'actam aus solches ent haltenden Caprolactampo'lymerisaten, dadurch ge kennzeichnet, dass man mit Hilfe von inerten Schlepp gasen das Lactam an Dünnschichtverdampfern aus dem Polymerisat ausdampft und die lactamhaltigen Inertgase mit Wasser oder wässrigen Lösungen aus wäscht. Anstatt Wasser kann man zum Auswaschen z.
B. wässrige Lactamlösungen verwenden, wobei man vorteilhafterweise die aus der Polymerisation aus fallende, verdünnte, wässrige Lactamlösung verwen- det, die durch geeignete Mittel, wie Brausen oder Injektoren, in die Inertgasleitung eingepumpt werden kann.
Am besten erfolgt das Einspritzen der wässrigen Lactamlösungen unmittelbar beim Austritt der Inert- gasleitung aus den Dünnschichtverdampfern, so dass sich ein Beheizen der Inertgasleitung erübrigt. Die wässrige Lactamlösung wird zweckmässig zusammen mit dem Inertgas in einem Trennturm, welcher vor teilhafterweise mit oberflächenvergrössernden Füll körpern versehen ist, geleitet, wo die Trennung der Lactamlösung von Inertgas erfolgt,
und zugleich die im Gas vorhandenen, kondensierten, rauchför- migen Lactamartikel ausgewaschen werden. Es ge lingt auf diese Weise durch Kreislaufführung der Lactamlösung ohne Destillation diese auf jede ge wünschte Konzentration zu bringen. Unter Umstän den lässt sich auch das Inertgas wiederholt verwen-, den, indem es wieder aufgeheizt und im Kreislauf den Verdampfern zugeführt wird, wobei allerdings gesorgt werden muss, dass es möglichst von Sauer stoff frei bleibt.
Die so erhaltene Lactamlösung kann, wenn sie nicht durch irgendwelche spezielle aus dem Polymeri- sationswasser stammende Zusätze verunreinigt ist, direkt wieder zur Polymerisation verwendet werden.
Die Erfindung soll im Beispiel 1 an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert werden. <I>Beispiele</I> 1. In einem Reaktionsgefäss wurden je 99,5 Teile e-Caprolactam und 0,5 Teile Wasser unter Zusatz von 0,6 Teilen Sebazinsäure als kettenabbrechendes Mittel 14 Stunden unter Ausschluss von Sauerstoff auf bekannte Art polymerisiert, von Wasser und teilweise von monomeren Lactam befreit.
Die an- fallende wässrige 45 %ige Lactamlösung wird in einem Tank 1 gesammelt.
Die polymere Schmelze wird aus dem Reaktionsgefäss mittels Stickstoff in das Ausgleichsgefäss 2 gedrückt, von wo aus die Schmelze, die noch 11% niedermolekulare Anteile enthält, mittels Förderpumpe mit einem Durchsatz von 36 g;min in einen Spinnkopf mit einem Dünnschichtverdampfer 3 von 1,2 m2 Ver- dampferfläche gegeben.
Bei einem Überdruck von 150 mm Wassersäule werden monomere Anteile unter Zufuhr von Stickstoff als Schleppgas durch Leitung 4 aus der Schmelze entfernt, so dass diese mit einem Gehalt von 5 % niedermolekularen An- teilen zu Seide versponnen werden kann.
Die flüch tigen Bestandteile (E-Caprolactam) werden durch kontinuierliches Umpumpen, der aus der Schlussphase der Polymerisation stammenden, aus Tank 1 in Tank 5 abgelassenen, 45 % igen Lactamlösung zur Kondensation gebracht und gelöst.
Dies geschieht, indem die genannte Lactamlösung über die Pumpe 6, die Leitungen 7 und 8 über die Injektoren 9 mit den hier aus den Verdampfern 3 austretenden, lac- tainhaltigen Inertgasen in Berührung gebracht wer den.
Gleichzeitig erfolgt durch die Leitungen 4 die Zufuhr von frischem Inertgas. Die Mischung von Inertgasen und Lactamlösung wird über die Sammel- leitung 9 dem Trennturm 11 zugeführt, indem über Leitung 12 und Brause 13 ebenfalls Lactamlösung aus dem Tank 5 zugeführt wird, um den inerten Schleppgasen vor dem Entweichen durch die Lei tung 14 die letzten Spuren rauchförmigen Lactams zu entziehen.
Über Leitung 15 wird das Lactam- wasser wieder in den Tank zurückgeführt, von wo es wieder über Pumpe 6 den Injektoren zugeführt wird. Die Lactamlösung wird so lange umgepumpt, bis eine Konzentration von 85 Gew.o/o Lactam er reicht ist. Die so aufkonzentrierte, wässrige Lactam- lösung wird durch Destillation gereinigt und wieder der Polymerisation zugeführt.
2. In einem Druckgefäss wird eine Mischung von 90 Teilen e-Caprolactam, 10 Teilen Wasser und 0,311119 Essigsäure als kettenabbrechendes Agens unter Ausschluss von Sauerstoff während 12 Stun den auf bekannte Art polymerisiert, von Wasser und teilweise von flüchtigen Anteilen befreit. Anschlie ssend wird die polymere Schmelze in ein auf 260 C geheiztes Ausgleichsgefäss abgelassen. Von hier wird die Schmelze, welche etwa 10,511/o niedermolekulare Bestandteile enthält, auf 8 Spinnköpfe einer Spinn maschine verteilt. Die Spinnköpfe sind mit Dünn schichtverdampfern von je 1,2 m2 Verdampfungs- fläche ausgerüstet.
Förderpumpe und Spinnpumpe sind auf eine Leistung von 120 -min und Spinn kopf eingestellt. Die Temperatur im Verdampfungs- raum beträgt 260 C. Bei einem Überdruck von 100 mm Wassersäule werden 4,
5 Gew % an flüch- tigen Bestandteilen unter Durchleiten von vorer- hitztem Stickstoff als Schleppgas abgetrieben und die monomerarme Schmelze zu Polyamidfasern ver sponnen.
Die flüchtigen monomeren Bestandteile (praktisch reines F-Caprolactam) werden in einer Sammelleitung durch zerstäubtes Wasser niederge schlagen, gelöst und die so entstandene verdünnte,
wässrige Monomerlösung durch kontinuierliches Um pumpen über einen Abscheider von Stickstoff ge- trennt und auf einen Gehalt von 90 Gew % E-Ca- prolactam aufkonzentriert. Die so gewonnene kon zentrierte E-Caprolactamlösung kann ohne weitere Reinigung
repolymerisiert und versponnen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Rückgewinnung von f-Caprolactam aus solches enthaltenden Caprolactampolymerisaten, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Hilfe von inerten Schleppgasen das Lactam an Dünnschicht verdampfern aus dem Polymerisat ausdampft und die lactamhaltigen Inertgase mit Wasser oder wäss- rigen Lösungen auswäscht. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die lactamhaltigen Inert- gase mit wässriger Lactamlösung auswäscht. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man wäss- rige Lactamlösung verwendet, wie sie bei der Poly- merisation in der Vakuumstufe anfällt. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die wässrige Lactamlösung wiederholt bis zu einer Konzentration von mehr als 90 Gew /o Lactam zum Auswaschen des Lactams aus den Inertgasen verwendet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH356131T | 1957-07-16 |
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Family
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|---|---|---|---|
| CH356131D CH356131A (de) | 1957-07-16 | 1957-07-16 | Verfahren zur Rückgewinnung von e-Caprolactam aus dessen Polymerisat |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH356131A (de) |
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1957
- 1957-07-16 CH CH356131D patent/CH356131A/de unknown
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