CH356153A - Streumittel zur Winterwartung von Verkehrsflächen - Google Patents

Streumittel zur Winterwartung von Verkehrsflächen

Info

Publication number
CH356153A
CH356153A CH356153DA CH356153A CH 356153 A CH356153 A CH 356153A CH 356153D A CH356153D A CH 356153DA CH 356153 A CH356153 A CH 356153A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
grit
salt
mineral oil
icing
icing salt
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Dauppert Hermann
Original Assignee
Dauppert Hermann
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dauppert Hermann filed Critical Dauppert Hermann
Publication of CH356153A publication Critical patent/CH356153A/de

Links

Classifications

    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01H—STREET CLEANING; CLEANING OF PERMANENT WAYS; CLEANING BEACHES; DISPERSING OR PREVENTING FOG IN GENERAL CLEANING STREET OR RAILWAY FURNITURE OR TUNNEL WALLS
    • E01H10/00—Improving gripping of ice-bound or other slippery traffic surfaces, e.g. using gritting or thawing materials ; Roadside storage of gritting or solid thawing materials; Permanently installed devices for applying gritting or thawing materials; Mobile apparatus specially adapted for treating wintry roads by applying liquid, semi-liquid or granular materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Materials Applied To Surfaces To Minimize Adherence Of Mist Or Water (AREA)

Description


      Streumittel        zur        Winterwartung    von     Verkehrsflächen       Bei der heutigen Bedeutung und Dichte des  Kraftfahrzeugverkehrs ist es unerlässlich, die Ver  kehrswege in Stadt und Land auch im Winter in be  triebssicherem Zustand zu erhalten. Hierzu gehört  vor allem die Bekämpfung der durch Schnee und Eis  verursachten Strassenglätte. Zur Minderung bzw. Be  seitigung der Glätte werden die Verkehrsflächen mit  Sand bzw. Splitt oder mit     Auftausalzen    oder Mi  schungen derselben bestreut.  



  Es ist nun notwendig, das erforderliche Streu  material im Bedarfsfalle schnell, das heisst ohne län  gere Anfahrtswege oder Vorbereitungen, zur Verfü  gung zu haben. Aus diesem Grunde muss das Streu  material in nicht zu grossen Abständen längs der  Strassen für längere Zeiträume gelagert werden. Ein  einfaches Aufschütten von     Haufwerken    unter freiem  Himmel ist deshalb nicht durchführbar, weil das im  Winter stets feuchte mineralische Streumaterial beim  Eintritt von Frost     zusammenfriert    und dadurch für  Streuzwecke nahezu unbrauchbar wird.  



       Auftausalze    oder Mischungen von     Auftausalzen     mit anderem Streumaterial können auch nicht im  Freien     gelagert    werden, da sich die Salze, insbeson  dere deren hygroskopische Anteile, infolge von  Luftfeuchtigkeit, Nebel, Regen usw. lösen und da  durch entweder wegfliessen oder sich zu einem nicht  mehr genügend streufähigen Zustande zusammen  ballen. Die Lagerung unter Dach hingegen verur  sacht durch die Erstellung von Schuppen, Bunkern  oder dergleichen hohe Kosten. Ein Abdecken der       Haufwerke    mit Zeltbahnen oder Dachpappe bietet,  abgesehen von den Kosten und dem Transport und  Arbeitsaufwand keinen sicheren Schutz, da diese  Mittel leicht vom Wind verschoben oder auch von  unbefugter Seite entfernt werden können.  



  Gegenstand einer älteren Erfindung ist ein im  Freien lagerfähiges     Haufwerk    von     Streumitteln    gegen    Strassenglätte, das durch einen auf die gesamte  Aussenfläche des     Haufwerkes    aufgebrachten Schutz  überzug aus Kunststoffen gekennzeichnet ist.  



  Die vorliegende Erfindung befasst sich nun mit  dem selben Problem des Schutzes von     im    Freien       lagernden        Haufwerken    von Streumitteln; sie löst  dieses Problem aber in der Weise, dass das gegen       atmosphärische        Einflüsse    empfindliche     Streumittel     bzw. der gegen atmosphärische     Einflüsse    empfind  liche Anteil des Streumittels in der Weise geschützt  wird, dass jedes     feuchtigkeitsempfindlichebzw.    nässe  empfindliche Teilchen für sich geschützt wird.  



  Gegenstand des Patentes ist nun ein Streumittel  zur Winterwartung von Verkehrsflächen, gekenn  zeichnet durch mit einem     überzug,    der wenigstens  zum grössten Teil aus einem Mineralöl, das einen  höheren Siedebereich als Petroleum hat, besteht,  versehene     Auftausalzpartikel.     



  Es ist bekannt,     Gewerbesalz,    also     Steinsalz,    das  nicht für den menschlichen Genuss bestimmt ist,  durch einen Zusatz von 0,25     Gew.O/o-    Petroleum zu  denaturieren. Dieser Zusatz hat aber keine Schutz  wirkung.  



  Es wurde nun überraschenderweise gefunden,  dass ein Überzug von     Mineralöl,    das einen höheren  Siedebereich als Petroleum hat, das     feuchtigkeits-          bzw.        nässeempfindliche    Streumittel gut zu schützen  in der Lage ist. Hierzu wird z. B. das     Auftausalz     mit höheren Fraktionen der Steinkohle, des Erdöls  oder mit Altöl zusammengebracht und vermischt.

    Hierbei wird die Oberfläche des     Auftausalzes    mit  einem     Olfihn    überzogen, der erst     dann,    wenn durch       zusätzliche    mechanische Einflüsse     eine    Verletzung       stattfindet,    das     Auftausalz    zur Wirkung bringt. Ein  mechanischer Einfluss kann .schon der Streuvorgang  sein,     im        allgemeinen    wird er aber durch die über      die bestreuten Verkehrsflächen bewegten Fahrzeuge  verursacht.  



  Natürlich muss man den Anteil an Mineralöl an  dem Streumittel nach Massgabe seiner Oberfläche  bemessen. Ein     feinerkörniges        Auftausalz    erfordert  zufolge seiner     grösseren    Oberfläche pro Gewichts  einheit einen grösseren Anteil an Mineralöl. Das Ge  wichtsverhältnis von     Auftausalz    einer Korngrösse  von 3-5 mm Durchmesser zu Mineralöl sollte we  nigstens 200: 1 sein.  



  Wenn das Streumittel nicht allein aus     Auftausalz,          sondern    noch aus anderem mineralischen Streugut,  wie Splitt, Sand oder Schlacke, besteht, ist es zweck  mässig, den Überzug von Mineralöl allein auf das       Auftausalz    anzubringen und nicht, auf das ganze Ge  misch unter     Einschluss    andern     mineralischen    Streu  gutes.

   Da beim Mischvorgang zwischen     ölummantel-          tem        Auftausalz    und anderem     mineralischem    Streu  gut eine Verletzung der Oberfläche und eine     Bloss-          legung    vom Schutzfilm eintreten kann, ist es in die  sem Falle zweckmässig, das Gewichtsverhältnis von  Mineralöl zu     Auftausalz        grösser    zu wählen, als es  nach Massgabe der Korngrösse für den Fall erfor  derlich ist, wo nur eine Mischung zwischen     Auftau-          salz    und Mineralöl erfolgt.  



  Weiter ist zu berücksichtigen, dass einerseits  eine ausreichende Menge an Mineralöl für die Her  beiführung eines schützenden Überzuges vorliegt,  und anderseits aber der     Mineralölanteil    nicht zu  gross bemessen wird, da bei zu grossen Anteilen eine       Verölung    der Fahrbahn eintritt. Die Menge des an  zuwendenden Mineralöls hängt auch etwas von  dessen Viskosität ab.

   Zweckmässig verwendet man  für den Überzug neben niederviskosen Mineralölen  auch höher viskose Mineralöle besonders dann, wenn  deren Viskosität zeitweilig durch Temperatur  erhöhung herabgesetzt werden könnte.     Als        Auftau-          salz    kann     natürliches    Steinsalz, aber auch solches  verwendet werden, das mit einem Zusatz von Petro  leum     denaturiert    worden ist. Der Petroleumgehalt  ermöglicht es, bei der Herstellung des Überzuges ein  Mineralöl höherer Viskosität zu verwenden.  



  Neben oder anstelle von Steinsalz können auch  andere     Auftausalze    verwendet werden, z. B.     Calcium-          chlorid    und/oder     Magnesiumchlorid'.    Im allgemeinen  werden Salzgemische aus     Steinsalz    und     Calcium-          chlorid    und/oder     Magnesiumchlorid    mit einem Ge  halt von wenigstens 90     Gew.o/o        Steinsalz    verwendet.  



  Der Schutzüberzug kann ausser aus Mineralöl  bzw. einem Gemisch von Petroleum und     Mineralöl     auch aus diesen Stoffen und einem     Siliconzusatz    be  stehen. Bekanntlich sind     Silicone    wasserabweisend.  Deren Eigenschaften können ebenfalls genutzt wer  den. Man könnte natürlich daran denken, auch     Sili-          cone    allein zu verwenden. Der gegenwärtige     Preis     dieser wasserabweisenden Stoffe ist aber zu hoch.  



  Wie weiter gefunden wurde, kann die Haftung  der Mineralöle bzw. die     Benetzbarkeit    der     Auftau-          salze    durch das Mineralöl dadurch verbessert wer  den, dass das     Auftausalz    zunächst mit Eisenoxyd    oder     einem    andern feinteiligen Stoff, wie Gipsmehl  oder Holzmehl, durchmischt und dann mit Mineralöl  zusammengegeben wird.  



  Schliesslich können die erfindungsgemässen Streu  mittel auch einen Gehalt an Korrosionsschutzmittel,  wie     Natriumbichromat    oder dergleichen,     enthalten.     



  Natürlich ist es auch möglich, das erfindungs  gemässe Streumittel noch mit einem Kunststoffman  tel, der über die gesamte freiliegende Aussenfläche  des     Haufwerkes    aufgebracht wird, zu schützen. Das  Aufbringen erfolgt durch Aufspritzen von Emulsio  nen oder Lösungen von Kunststoffen, aus denen  sich dann eine Kunststoffhaut bildet. Auf diese Weise  kann man nicht zum unmittelbaren Verbrauch, son  dern als Reserve bestimmte     Haufwerke    zusätzlich,  z. B. gegen starke Regenfälle oder auch gegen ab  fliessendes Wasser, wirksam schützen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Streumittel zur Winterwartung von Verkehrs flächen, gekennzeichnet durch mit einem Überzug, der wenigstens zum grössten Teil aus einem Mine ralöl, das einen höheren Siedebereich als Petroleum hat, besteht, versehene Auftausalzpartikel. UNTERANSPRÜCHE 1. Streumittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, d'ass das Gewichtsverhältnis von Auf tausalz einer Korngrösse von 3-5 mm Durchmesser zu Mineralöl wenigstens 200 : 1 ist. 2. Streumittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Auftausalz Steinsalz vorliegt, das mit 0,25 Gew.o/o Petroleum versetzt ist. 3.
    Streumittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Auftausalz aus wenigstens 90 Gew.oio Steinsalz und höchstens 10 Gew.o/o Cal ciumchlorid und/oder Magnesiumchlorid besteht. 4. Streumittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Auftausalz aus Calciumchlorid oder aus Magnesiumchlorid oder aus einer Mischung dieser besteht. 5. Streumittel nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1-4, gekennzeichnet durch einen Sili- congehalt im Mineralöl. 6.
    Streumittel nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass es ausserdem mineralisches Streugut, wie Splitt, Sand oder Schlacke, enthält. 7. Streumittel nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1-6, gekennzeichnet dadurch, dass es ausserdem einen andern feinteiligen Stoff, wie Eisen oxyd, Gipsmehl oder Holzmehl, enthält. B. Im Freien gelagertes Streumittel nach Patent anspruch und den Unteransprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem die freiliegende Aussenfläche des Haufwerkes mit einem mittels einer Lösung oder einer Emulsion von Kunststoffen auf gebrachten Schutzüberzug versehen ist.
CH356153D 1957-07-31 1957-07-31 Streumittel zur Winterwartung von Verkehrsflächen CH356153A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH356153T 1957-07-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH356153A true CH356153A (de) 1961-08-15

Family

ID=4511088

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH356153D CH356153A (de) 1957-07-31 1957-07-31 Streumittel zur Winterwartung von Verkehrsflächen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH356153A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3221639C2 (de) Hochwirksames Staubbindemittel
DE1084289B (de) Streumittel zur Winterwartung von Verkehrsflaechen
AT202589B (de) Sreumittel zur Winterwartung von Verkehrsflächen
DE2344789A1 (de) Verfahren zur lokalen strukturaenderung von nebeln und wolken und zur ausloesung von regen daraus
DE2849810B2 (de) Streumittel zur Beseitigung oder Verhinderung von Schnee- und/oder Eisglätte
DE3315159C2 (de) Streumittel zum Abstumpfen von eis- und schneeglatten Flächen
DE2219245A1 (de) Streumittel zur beseitigung oder verhinderung von schnee- und/oder eisglaette
DE3200734C2 (de) Streumittel zur Beseitigung oder Verhinderung von Schnee- und bzw. oder Eisglätte
DE3523527C2 (de)
DE1459694B2 (de) Streumittel fuer vereiste und schneeglatte strassen
DE3733080A1 (de) Fluessiger taustoff zur bekaempfung von schnee- und eisglaette
DE3142204C2 (de) Körniges Streumittel zum Abstumpfen von vereisten oder verschneiten Wegen und Straßen
DE2649696A1 (de) Mischgut zur herstellung eines eine eisbildung hemmenden und schnee tauenden strassenbelags
DE2200221A1 (de) Tausalz
DE651803C (de) Streumittel zur Verhinderung des Ausgleitens bei Glatteis
DE1459694C (de) Streumittel für vereiste und schneeglatte Straßen
AT287050B (de) Streumittel zur Schneepräparierung auf Skipisten u.dgl.
AT201099B (de) Verfahren zur Erhöhung der Lagerbeständigkeit von im Freien lagerfähigem Haufwerk von Streumitteln
DE656634C (de) Verfahren zum Aufbringen einer Schutzschicht auf Braunkohlenbriketts
DE759666C (de) Streufaehiges, Natriumchlorid enthaltendes Auftaumittel zur Beseitigung von Glatteis und Schneeglaette auf Strassen
AT243846B (de) Schmelzmittel für Schnee und Eis auf Basis von Natriumchlorid
AT144819B (de) Imprägnierverfahren für im Freien stehende Leitungsmaste oder andere hölzerne Gestänge, Pfähle u. dgl.
CH358819A (de) Verfahren zur Verbesserung der Lagerbeständigkeit von im Freien angehäuften Streumitteln zur Bekämpfung der Strassenglätte
DE954203C (de) Mittel gegen Verschmutzung durch Hundeurin
AT390072B (de) Verfahren zur herstellung von streumaterial