CH356153A - Streumittel zur Winterwartung von Verkehrsflächen - Google Patents
Streumittel zur Winterwartung von VerkehrsflächenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E01H10/00—Improving gripping of ice-bound or other slippery traffic surfaces, e.g. using gritting or thawing materials ; Roadside storage of gritting or solid thawing materials; Permanently installed devices for applying gritting or thawing materials; Mobile apparatus specially adapted for treating wintry roads by applying liquid, semi-liquid or granular materials
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Description
Streumittel zur Winterwartung von Verkehrsflächen Bei der heutigen Bedeutung und Dichte des Kraftfahrzeugverkehrs ist es unerlässlich, die Ver kehrswege in Stadt und Land auch im Winter in be triebssicherem Zustand zu erhalten. Hierzu gehört vor allem die Bekämpfung der durch Schnee und Eis verursachten Strassenglätte. Zur Minderung bzw. Be seitigung der Glätte werden die Verkehrsflächen mit Sand bzw. Splitt oder mit Auftausalzen oder Mi schungen derselben bestreut.
Es ist nun notwendig, das erforderliche Streu material im Bedarfsfalle schnell, das heisst ohne län gere Anfahrtswege oder Vorbereitungen, zur Verfü gung zu haben. Aus diesem Grunde muss das Streu material in nicht zu grossen Abständen längs der Strassen für längere Zeiträume gelagert werden. Ein einfaches Aufschütten von Haufwerken unter freiem Himmel ist deshalb nicht durchführbar, weil das im Winter stets feuchte mineralische Streumaterial beim Eintritt von Frost zusammenfriert und dadurch für Streuzwecke nahezu unbrauchbar wird.
Auftausalze oder Mischungen von Auftausalzen mit anderem Streumaterial können auch nicht im Freien gelagert werden, da sich die Salze, insbeson dere deren hygroskopische Anteile, infolge von Luftfeuchtigkeit, Nebel, Regen usw. lösen und da durch entweder wegfliessen oder sich zu einem nicht mehr genügend streufähigen Zustande zusammen ballen. Die Lagerung unter Dach hingegen verur sacht durch die Erstellung von Schuppen, Bunkern oder dergleichen hohe Kosten. Ein Abdecken der Haufwerke mit Zeltbahnen oder Dachpappe bietet, abgesehen von den Kosten und dem Transport und Arbeitsaufwand keinen sicheren Schutz, da diese Mittel leicht vom Wind verschoben oder auch von unbefugter Seite entfernt werden können.
Gegenstand einer älteren Erfindung ist ein im Freien lagerfähiges Haufwerk von Streumitteln gegen Strassenglätte, das durch einen auf die gesamte Aussenfläche des Haufwerkes aufgebrachten Schutz überzug aus Kunststoffen gekennzeichnet ist.
Die vorliegende Erfindung befasst sich nun mit dem selben Problem des Schutzes von im Freien lagernden Haufwerken von Streumitteln; sie löst dieses Problem aber in der Weise, dass das gegen atmosphärische Einflüsse empfindliche Streumittel bzw. der gegen atmosphärische Einflüsse empfind liche Anteil des Streumittels in der Weise geschützt wird, dass jedes feuchtigkeitsempfindlichebzw. nässe empfindliche Teilchen für sich geschützt wird.
Gegenstand des Patentes ist nun ein Streumittel zur Winterwartung von Verkehrsflächen, gekenn zeichnet durch mit einem überzug, der wenigstens zum grössten Teil aus einem Mineralöl, das einen höheren Siedebereich als Petroleum hat, besteht, versehene Auftausalzpartikel.
Es ist bekannt, Gewerbesalz, also Steinsalz, das nicht für den menschlichen Genuss bestimmt ist, durch einen Zusatz von 0,25 Gew.O/o- Petroleum zu denaturieren. Dieser Zusatz hat aber keine Schutz wirkung.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass ein Überzug von Mineralöl, das einen höheren Siedebereich als Petroleum hat, das feuchtigkeits- bzw. nässeempfindliche Streumittel gut zu schützen in der Lage ist. Hierzu wird z. B. das Auftausalz mit höheren Fraktionen der Steinkohle, des Erdöls oder mit Altöl zusammengebracht und vermischt.
Hierbei wird die Oberfläche des Auftausalzes mit einem Olfihn überzogen, der erst dann, wenn durch zusätzliche mechanische Einflüsse eine Verletzung stattfindet, das Auftausalz zur Wirkung bringt. Ein mechanischer Einfluss kann .schon der Streuvorgang sein, im allgemeinen wird er aber durch die über die bestreuten Verkehrsflächen bewegten Fahrzeuge verursacht.
Natürlich muss man den Anteil an Mineralöl an dem Streumittel nach Massgabe seiner Oberfläche bemessen. Ein feinerkörniges Auftausalz erfordert zufolge seiner grösseren Oberfläche pro Gewichts einheit einen grösseren Anteil an Mineralöl. Das Ge wichtsverhältnis von Auftausalz einer Korngrösse von 3-5 mm Durchmesser zu Mineralöl sollte we nigstens 200: 1 sein.
Wenn das Streumittel nicht allein aus Auftausalz, sondern noch aus anderem mineralischen Streugut, wie Splitt, Sand oder Schlacke, besteht, ist es zweck mässig, den Überzug von Mineralöl allein auf das Auftausalz anzubringen und nicht, auf das ganze Ge misch unter Einschluss andern mineralischen Streu gutes.
Da beim Mischvorgang zwischen ölummantel- tem Auftausalz und anderem mineralischem Streu gut eine Verletzung der Oberfläche und eine Bloss- legung vom Schutzfilm eintreten kann, ist es in die sem Falle zweckmässig, das Gewichtsverhältnis von Mineralöl zu Auftausalz grösser zu wählen, als es nach Massgabe der Korngrösse für den Fall erfor derlich ist, wo nur eine Mischung zwischen Auftau- salz und Mineralöl erfolgt.
Weiter ist zu berücksichtigen, dass einerseits eine ausreichende Menge an Mineralöl für die Her beiführung eines schützenden Überzuges vorliegt, und anderseits aber der Mineralölanteil nicht zu gross bemessen wird, da bei zu grossen Anteilen eine Verölung der Fahrbahn eintritt. Die Menge des an zuwendenden Mineralöls hängt auch etwas von dessen Viskosität ab.
Zweckmässig verwendet man für den Überzug neben niederviskosen Mineralölen auch höher viskose Mineralöle besonders dann, wenn deren Viskosität zeitweilig durch Temperatur erhöhung herabgesetzt werden könnte. Als Auftau- salz kann natürliches Steinsalz, aber auch solches verwendet werden, das mit einem Zusatz von Petro leum denaturiert worden ist. Der Petroleumgehalt ermöglicht es, bei der Herstellung des Überzuges ein Mineralöl höherer Viskosität zu verwenden.
Neben oder anstelle von Steinsalz können auch andere Auftausalze verwendet werden, z. B. Calcium- chlorid und/oder Magnesiumchlorid'. Im allgemeinen werden Salzgemische aus Steinsalz und Calcium- chlorid und/oder Magnesiumchlorid mit einem Ge halt von wenigstens 90 Gew.o/o Steinsalz verwendet.
Der Schutzüberzug kann ausser aus Mineralöl bzw. einem Gemisch von Petroleum und Mineralöl auch aus diesen Stoffen und einem Siliconzusatz be stehen. Bekanntlich sind Silicone wasserabweisend. Deren Eigenschaften können ebenfalls genutzt wer den. Man könnte natürlich daran denken, auch Sili- cone allein zu verwenden. Der gegenwärtige Preis dieser wasserabweisenden Stoffe ist aber zu hoch.
Wie weiter gefunden wurde, kann die Haftung der Mineralöle bzw. die Benetzbarkeit der Auftau- salze durch das Mineralöl dadurch verbessert wer den, dass das Auftausalz zunächst mit Eisenoxyd oder einem andern feinteiligen Stoff, wie Gipsmehl oder Holzmehl, durchmischt und dann mit Mineralöl zusammengegeben wird.
Schliesslich können die erfindungsgemässen Streu mittel auch einen Gehalt an Korrosionsschutzmittel, wie Natriumbichromat oder dergleichen, enthalten.
Natürlich ist es auch möglich, das erfindungs gemässe Streumittel noch mit einem Kunststoffman tel, der über die gesamte freiliegende Aussenfläche des Haufwerkes aufgebracht wird, zu schützen. Das Aufbringen erfolgt durch Aufspritzen von Emulsio nen oder Lösungen von Kunststoffen, aus denen sich dann eine Kunststoffhaut bildet. Auf diese Weise kann man nicht zum unmittelbaren Verbrauch, son dern als Reserve bestimmte Haufwerke zusätzlich, z. B. gegen starke Regenfälle oder auch gegen ab fliessendes Wasser, wirksam schützen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1 Streumittel zur Winterwartung von Verkehrs flächen, gekennzeichnet durch mit einem Überzug, der wenigstens zum grössten Teil aus einem Mine ralöl, das einen höheren Siedebereich als Petroleum hat, besteht, versehene Auftausalzpartikel. UNTERANSPRÜCHE 1. Streumittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, d'ass das Gewichtsverhältnis von Auf tausalz einer Korngrösse von 3-5 mm Durchmesser zu Mineralöl wenigstens 200 : 1 ist. 2. Streumittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Auftausalz Steinsalz vorliegt, das mit 0,25 Gew.o/o Petroleum versetzt ist. 3.Streumittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Auftausalz aus wenigstens 90 Gew.oio Steinsalz und höchstens 10 Gew.o/o Cal ciumchlorid und/oder Magnesiumchlorid besteht. 4. Streumittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Auftausalz aus Calciumchlorid oder aus Magnesiumchlorid oder aus einer Mischung dieser besteht. 5. Streumittel nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1-4, gekennzeichnet durch einen Sili- congehalt im Mineralöl. 6.Streumittel nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass es ausserdem mineralisches Streugut, wie Splitt, Sand oder Schlacke, enthält. 7. Streumittel nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1-6, gekennzeichnet dadurch, dass es ausserdem einen andern feinteiligen Stoff, wie Eisen oxyd, Gipsmehl oder Holzmehl, enthält. B. Im Freien gelagertes Streumittel nach Patent anspruch und den Unteransprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem die freiliegende Aussenfläche des Haufwerkes mit einem mittels einer Lösung oder einer Emulsion von Kunststoffen auf gebrachten Schutzüberzug versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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