CH356455A - Verfahren zur Herstellung von am Kohlenstoff alkylierten heterocyclischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von am Kohlenstoff alkylierten heterocyclischen Verbindungen

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CH356455A
CH356455A CH356455DA CH356455A CH 356455 A CH356455 A CH 356455A CH 356455D A CH356455D A CH 356455DA CH 356455 A CH356455 A CH 356455A
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    • C07D209/08Indoles; Hydrogenated indoles with only hydrogen atoms or radicals containing only hydrogen and carbon atoms, directly attached to carbon atoms of the hetero ring

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von am Kohlenstoff alkylierten heterocyclischen Verbindungen
Es wurde gefunden, dass man am Kohlenstofi alkylierte heterocyclische Verbindungen erhält, wenn man Olefine auf stickstoffhaltige heterocyclische Verbindungen bei erhöhten Temperaturen und erhöhten Drucken in Gegenwart von aluminiumhaltigen Katalysatoren einwirken lässt. Als   aluminiumhaltige    Katalysatoren können folgende Verbindungen zur Anwendung kommen : a) Aluminiumverbindungen aromatischer Amine ; b) Gemische von Aluminiumverbindungen aromati scher Amine und Friedel-Crafts-Katalysatoren oder Jod bzw. Jodverbindungen, in denen das Jod schwächer heteropolar gebunden ist als in den
Alkali-oder Erdalkalijodiden ; c) Gemische von Aluminium bzw.

   Aluminiumlegie rungen und'Friedel-Crafts-Katalysatoren ; d) Gemische von Alkali-oder Erdalkalimetallen bzw. von Verbindungen dieser Metalle mit aromati schen Aminen und   Aluminiumhalogenid'en    ; e) Gemische von Aluminium bzw. Aluminiumlegie rungen oder von Aluminiumverbindungen aroma tischer Amine mit Jod bzw. Jodverbindungen, in denen das Jod schwächer heteropolar gebun den ist als in den Alkali-oder Erdalkalijodiden ;   f)    Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen in Ge genwart von aromatischen Aminen.



   Auch Gemische von Katalysatoren der Gruppen a) bis f) sind verwendbar.



   Für das erfindungsgemässe Verfahren sind hauptschlich die bei den modernen Petroleum-Crackprozessen auftretenden gasförmigen Olefine, wie Athylen, Propylen, Butylen und Isobutylen, und andere Olefine sowie Mischungen von Olefinen geeignet.



   Die Ausgangsstoffe des erfindungsgemässen Verfahrens sind wie gesagt, cyclische Verbindungen, die Stickstoff im Ring enthalten, wobei der heterocyclische Ring mit aromatischen oder hydroaromatischen Kernen kondensiert sein kann. Vorzugsweise werden solche Verbindungen verwendet, die Wasserstoff am Stickstoff enthalten, wie z. B. Carbazol, 1,2,3,4  Tetrahydro-chinolin    und dergleichen. Ausser dem Stickstoff kann der heterocyclische Ring noch andere Nichtkohlenstoffatome, wie z. B. Schwefel, enthalten.



   Als Katalysatoren verwendbare Aluminiumverbindungen aromatischer Amine können in bekannter Weise durch Umsetzen von Aluminium oder einer Aluminiumlegierung mit einem aromatischen Amin erhalten werden. Sie können ferner aus solchen Aluminiumverbindungen, die mit aromatischen Aminen unter   Anilidbildung    reagieren, beispielsweise Aluminiumhydrid oder   Aluminiumalkylen,    erhalten werden. Bei der Herstellung der aromatischen Amine können die üblicherweise verwendeten Aktivatoren, wie z. B. Sublimat, Verwendung finden. Die Metallverbindungen der Alkali-bzw. Erdalkalimetalle   kön-    nen in entsprechender Weise hergestellt werden. Vorteilhafterweise verwendet man die   Metallaminver-    bindungen eines primären aromatischen Amins.



   Geeignete   Friedel-Crafts-Katalysatoren    sind z. B.



  Aluminiumchlorid, Aluminiumbromid, Eisenchlorid, Borfluorid usw. Jodverbindungen, die als Zusatzkatalysatoren zu den Aluminiumverbindungen verwendet werden können, sind die der 3. bis 8. Gruppe des Periodischen Systems der Elemente, insbesondere die Metallverbindungen, wie z. B.   NiJ2,      CoJ2,    AIJ3,   PbJ2    und vorzugsweise die Jodide der Metalle aus der 8. Gruppe, jedoch können auch die Verbindungen des Jods mit Nichtmetallen, wie beispielsweise Phosphortrijodid, verwendet werden.



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird zweckmässig wie folgt durchgeführt : Man presst auf die mit Katalysatoren versetzte heterocyclische Verbindung bei Temperaturen im Bereich von ungefähr   1504000 das    betreffende Olefin. Drucke im Bereich von 20-1000, vorzugsweise von 100-400 atm., sind im allgemeinen besonders zweckmässig, jedoch findet die Reaktion auch bei höheren und tieferen Drukken statt. Wie aus der raschen Abnahme des Drukkes ersichtlich ist, wird das Olefin schnell angelagert. Man presst dann so lange Olefin nach, bis die Reaktion zum Stillstand kommt. Die Zahl der in die heterocyclische Verbindung eintretenden Alkylreste ist abhängig von der Konstitution der Stickstoffverbindung. Im allgemeinen wird pro Mol zu alkylierender Substanz   I    Mol Olefin aufgenommen.



  Aus Carbazol erhält man z. B. bei der Äthylierung das   1-Athyl-carbazol,    aus Tetrahydrochinolin das 8  Athyl-tetrahydrochinolin    und aus Phenthiazin das   4-Athyl-phenthiazin.   



   Im allgemeinen genügt es, wenn man der zu alkylierenden Verbindung die Katalysatoren in einer    Menge von etwa 0,5-10 Gew. % zusetzt, jedoch kön-    nen in manchen Fällen auch grössere oder kleinere Mengen vorteilhaft angewendet werden. Verwendet man einen Mischkatalysator, bestehend aus einem Friedel-Crafts-Katalysator und Aluminium bzw. Aluminiumverbindungen oder   Alkali-bzw.    Erdalkalimetalle oder deren Verbindung mit aromatischen Aminen, so kann man den 2. Katalysator in einer Menge von   10-100%-berechnet    auf den Friedel  Crafts-Katalysator-zusetzen.   



   Bei der Aktivierung mit Jod oder Jodverbindungen als Zusatz zum Aluminium oder Aluminium Anilid hat es sich als zweckmässig erwiesen, dem Reaktionsgemisch 0,1-1% Jod bzw. Jodverbindungen zuzusetzen. Jedoch können auch grössere oder kleinere Mengen angewandt werden.



   Besondere Vorteile bietet das erfindungsgemässe Verfahren bei Verwendung der Aluminiumverbindungen aromatischer Amine als Katalysatoren, die zweckmässigerweise in einem   t ; lberschuss    an Amin angewandt werden. Dieses Verfahren besitzt besonders bei der Alkylierung hochschmelzender fester heterocyclischer Verbindungen den besonderen Vorteil, dass das Produkt in dem Amin gelöst und somit der Reaktion leichter zugänglich wird und die Bildung harziger Nebenprodukte unterbleibt. Das überschüssige aromatische Amin wird bei dieser Arbeitsweise in den   o-Stellen    zum Stickstoff alkyliert, wie bereits in der Schweizer Patentschrift Nr. 346222 beschrieben.



   Die Aufarbeitung der Reaktionsprodukte geschieht in üblicher Weise, indem man z. B. die Reak  tionsgemische    mit Wasser versetzt und mit Natronlauge zur Entfernung des Katalysators behandelt. Die weitere Aufarbeitung richtet sich nach den Eigenschaften des Produktes. Leicht siedende Substanzen werden zweckmässigerweise durch Destillation gereinigt. Handelt es sich um feste Produkte, so erhält man diese durch Umkristallisation in der üblichen Weise. Hat man überschüssige aromatische Amine als Lösungsmittel eingesetzt, so kann man diese bzw. ihre Alkylierungsprodukte durch Destillation abtrennen oder bei Einsatz nicht basischer heterocyclischer Verbindungen (z. B. Carbazol oder Phenthiazin) mit verdünnten Mineralsäuren herauslösen.



   Nach dem neuen Verfahren erhält man bisher meist nicht bekannte und kaum zugängliche alkylierte stickstoffhaltige heterocyclische Verbindungen.



  Sie stellen wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von Farbstoffen, Hilfsmitteln für Kautschuk und Kunststoffe, pharmazeutischen Produkten, Textilhilfsmitteln, Schädlingsbekämpfungsmitteln und dergleichen dar und eignen sich als Zusatzstoffe für Mineralöle und Treibstoffe.



   Beispiel 1
150 Gewichtsteile Anilin werden mit 3 Gewichtsteilen   Aluminiumgriess    und 0,1 Gewichtsteilen Quecksilberchlorid unter Ausschluss von Luftfeuchtigkeit am Rückfluss erhitzt, wobei das Aluminium unter Entwicklung der berechneten Menge Wasserstoff in Lösung geht.



   Die so hergestellte Aluminiumanilidlösung wird alsdann mit 200 Gewichtsteilen Phenthiazin in einem Hochdruckrührautoklaven auf 300  erhitzt und auf das Gemisch 200 atü Athylen gepresst. Die Reaktion setzt sofort unter Äthylenaufnahme ein. In dem Masse, wie das Olefin verbraucht wird, presst man neues Athylen nach. Im Verlauf von   2-3    Stunden haben 120 Gewichtsteile Athylen reagiert. Das Reaktionsgemisch wird nach dem Erkalten in verdünnte Schwefelsäure eingetragen und das ausgeschiedene feste Produkt abfiltriert.

   Es kristallisiert aus Benzol/ Alkohol in farblosen   Blättchen    vom Schmelzpunkt   124-126 .    Der Analyse nach handelt es sich um ein   Monoäthyl-phenthiazin    :    Ci4HI : N     berechnet :   C 73, 99%    H 5,77% N 6,   16%    gefunden : 73,99% 5,71   6, 00%   
Die Ausbeute beträgt   95%    d. Th.



   Die schwefelsaure Lösung scheidet beim Versetzen mit Natronlauge ein Amin ab, das zu   8090"|.    aus 2,6-DiÅathyl-anilin vom   Kip,,      1110 besteht    und wenig höher siedendes Produkt enthält.



   Die Konstitution des Athylphenthiazins wurde durch Identität mit einem Vergleichspräparat als 4-Äthylphenthiazin bestimmt. Dieses   Vergleichsprä-    parat wurde aus   2-AthyI-diphenylamin    durch Ringschluss mit Schwefel   svnthetisiert.   



   Die Acetylverbindung des 4-Athyl-phenthiazins schmilzt von   108-109     (farblose Kristalle).



     C,, H, 50NS    (269,29) berechnet :   C 71, 3 6 % H 5, 6 ! % Acetyl 16, 0 %    gefunden :   71,      71%    5,41% 16, 4%    Bei. spiel 9   
200 Gewichtsteile Phenthiazin, 100   Gewichtsteilc    Anilin, 5 Gewichtsteile   Aluminiumgriess    und 0,2 Gewichtsteile Sublimat werden in einem Autoklaven bei 300  mit Äthylen unter einem Druck von 200 atm. umgesetzt. Die Reaktion verläuft unter Athylenverbrauch und kommt nach einer Aufnahme von etwa 90 Gewichtsteilen Olefin zum Stillstand. Die Aufarbeitung des Reaktionsproduktes geschieht wie im Beispiel   1    beschrieben. Es wird das 4-Athyl-phenthiazin in einer Ausbeute von 90% d. Th. und 2,6-Di  äthyl-anilin    in einer Ausbeute von 85% d.

   Th. erhalten.



   Beispiel 3    600    Gewichtsteile Phenthiazin, 450 Gewichtsteile der im Beispiel   1    beschriebenen Aluminiumanilidlösungund 18 Gewichtsteile wasserfreies Aluminiumchlorid werden nach dem Verfahren des Beispiels   1    bei   300     mit Äthylen umgesetzt. Die Reaktion verläuft schneller als ohne Aluminiumchlorid und kommt nach 90 Minuten und einer Aufnahme von 300-350 Gewichtsteilen Äthylen praktisch zum Stillstand. Die Aufarbeitung des Ansatzes wird mit verdünnter Schwefelsäure wie üblich durchgeführt. Man erhält das   4-Athyl-phenthiazin    und das 2,6-Diäthyl-anilin mit den gleichen Ausbeuten wie im Beispiel   1.   



   Beispiel 4
200 Gewichtsteile Phenthiazin, 100 Gewichtsteile Anilin,   6    Gewichtsteile   Aluminiumgriess    und 8 Gewichtsteile Aluminiumchlorid werden bei   300     mit Äthylen umgesetzt. Die Reaktion verläuft wie im Beispiel 3 beschrieben. Als Alkylierungsprodukte werden 4-Athyl-phenthiazin und 2,6-Diäthyl-anilin mit fast quantitativen Ausbeuten erhalten.



   Beispiel   S   
200 Gewichtsteile Carbazol und   150    Gewichtsteile anilinische Aluminiumanilidlösung (2% Al-Gehalt) werden bei   300     in einem Rührautoklaven mit Athylen unter 200   atü    Druck zur Umsetzung gebracht. Die Reaktion beginnt sofort und ist nach einer Stunde beendet. Die Athylenaufnahme beträgt 135 Gewichtsteile. Das Reaktionsgemisch wird nach dem Erkalten in verdünnter Schwefelsäure eingetragen, wobei der ölige Anteil in Lösung geht und ein festes Produkt zurückbleibt. Dieses kristallisiert aus Ligroin in farblosen Kristallen vom Fp.   7678 .    Wie die Analyse zeigt, liegt ein Monoäthylcarbazol vor.



     Cl, 3N    (195,25) berechnet :   C 86, 11 % H 6, 71 % N 7, 17 %    gefunden : 85,70% 6,70% 7, 17%
Die Ausbeute beträgt etwa   90%    d. Th.



   Die Verbindung gibt in alkoholischer Lösung ein orangerotes Pikrat vom Schmelzpunkt   161 .    K. H.



  Pausacker (Journal of the Chemical Society 1950, S.   621-624)    gibt für das   1-Athyl-carbazol    den Schmelzpunkt   74     (Pikrat Fp.   158 )    an.



   Die schwefelsaure Lösung scheidet beim Versetzen mit Natronlauge ein   01    ab, das, wie die Destillation zeigt, zu   95 %    aus 2,6-Diäthyl-anilin besteht   (Kpo 111t').   



   Beispiel 6    200    Gewichtsteile Carbazol, 150 Gewichtsteile der im Beispiel 5 verwendeten   Anilidlösung    und 8 Gewichtsteile wasserfreies Aluminiumchlorid werden bei   280-300o mit Athylen    umgesetzt. Die Äthylenaufnahme geht noch rascher als nach dem Verfahren des Beispiels 5. Die Aufarbeitung wird nach dem Verfahren des Beispiels 5 durchgeführt und liefert die gleichen Produkte wie dort.



   Beispiel 7    200    Gewichtsteile Carbazol, 100 Gewichtsteile Anilin, 6 Gewichtsteile Aluminiumpulver und 10 Gewichtsteile Aluminiumchlorid werden bei 300  in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise   äthyliert.    Die Reaktion verläuft äusserst schnell. In 30 Minuten werden etwa 100 Gewichtsteile Athylen verbraucht.



  Bei der nach Beispiel 5 durchgeführten Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erhält man   1-Äthyl-    carbazol und 2,6-Diäthylanilin in nahezu quantitativen Ausbeuten.



   Beispiel 8    200    Gewichtsteile Carbazol, 150 Gewichtsteile der in Beispiel 1 beschriebenen Aluminiumanilidlösung, 3 Gewichtsteile   Aluminiumgriess    und 10 Gewichtsteile Aluminiumchlorid werden bei   290"mit    Propylen unter 200-250 atü Druck behandelt.



  Die sofort einsetzende Reaktion kommt nach   2-3    Stunden zum Stillstand. In dieser Zeit werden 170 Gewichtsteile Propylen verbraucht. Das Reaktionsgemisch wird mit etwas Natronlauge versetzt und mit Wasserdampf destilliert. Das Destillat (250 Gewichtsteile) besteht zu 20% aus 2-Isopropyl-anilin   (Kplo    96 , Benzoylverbindung Fp.   142 )    und zu   80%    aus 2,6-Diisopropyl-anilin   (Kpjo      123 ,    Benzoylverbindung Fp.   257 ).    Der Rückstand der Wasserdampfdestillation (250 Gewichtsteile) erstarrt beim Verreiben mit verdünnter Schwefelsäure.

   Durch Umlösen aus   Benzol/Ligroin    wird das Produkt rein erhalten (Fp.   62-63 ).    Auf Grund der Analyse liegt ein Monopropylcarbazol vor.



     C15Hl5N      (209,    28) berechnet :   C 86, 08% H 7,    22%   N 6,    69% gefunden : 85,50% 7,10% 6,30%
Das Pikrat schmilzt bei 150-152 .



   (Pausacker, Journal of   the Chemical Society 1950,      621-624    :   l-Isopropyl-carbazol F. 64 ,    Pikrat F.   152 .)   
Beispiel 9    200    Gewichtsteile Carbazol,   100    Gewichtsteile Anilin, 6 Gewichtsteile   Aluminiumgriess    und 10 Gewichtsteile Aluminiumchlorid werden nach dem Verfahren des Beispiels 8 mit Propylen bei 300  umgesetzt. Im Verlaufe von 3 Stunden werden 140 Gewichtsteile Propylen verbraucht. Die Aufarbeitung erfolgt wie im Beispiel 8 beschrieben. Es werden die gleichen Reaktionsprodukte wie dort erhalten. 



   Beispiel 10    200    Gewichtsteile 1,2,3,4-Tetrahydro-chinolin, 150 Gewichtsteile der mehrfach beschriebenen Aluminiumanilidlösung und 8 Gewichtsteile Aluminiumchlorid werden bei   300     in einem Rührautoklaven mit   200    atm. Athylen behandelt. Im Verlaufe von   3in    Stunden werden   130    Gewichtsteile Äthylen aufge  nommen.    Das Reaktionsprodukt wird zur Entfernung des Katalysators mit verdünnter Natronlauge ausgerührt und im Vakuum fraktioniert destilliert. Das eingesetzte Anilin ist restlos in das 2,6-Diäthylanilin übergegangen. Aus dem   Tetrahydrochinolin    ist neben nicht destillierbaren Anteilen in einer Ausbeute von 60-70% d.

   Th. ein   Monoäthyltetrahydrochinolin    vom   Kpo      132     entstanden.



     CHIEN    (161,24) berechnet :   C 81, 93 % H 9, 38 % N 8, 69  /a    gefunden : 81,65% 8,99% 8,63%
Die Benzoylverbindung schmilzt bei   97-99 .   



   Da sich das   Monoäthylprodukt    mit Schwefel zu einer Substanz   (Kpjo      119 ,    Pikrat F.   154-156 )    dehydrieren lässt, die mit einem aus o-Athylanilin nach Skraup   hergestellten 8-Athylchinolin    identisch ist, handelt es sich um das 8-Athyl-1, 2,3,4-tetrahydrochinolin.



   Beispiel 11    200    Gewichtsteile   1,    2,3,4-Tetrahydro-chinolin, 100 Gewichtsteile Anilin, 6 Gewichtsteile Aluminiumpulver und 8 Gewichtsteile wasserfreies Aluminiumchlorid werden, wie im Beispiel 10 beschrieben, bei   300     mit Äthylen umgesetzt. Im Verlaufe von 4 Stunden werden etwa 80 Gewichtsteile Athylen verbraucht. Das Reaktionsgemisch besteht neben harzigen Anteilen hauptsächlich aus 2,6-Diäthyl-anilin und   8-Athyl-tetrahydrochinolin (Kplo 132 ).   



   Beispiel   12   
300 Gewichtsteile 1,2,3,4-Tetrahydro-chinolin, 6 Gewichtsteile Al-Griess und 12 Gewichtsteile Alu  miniumchlorid    werden bei 260-280  mit Äthylen in der mehrfach beschriebenen Weise umgesetzt. Die Reaktion verläuft sehr schnell. Innerhalb von 30 Minuten werden 60 Gewichtsteile Athylen verbraucht.



  Nach der Aufarbeitung des Reaktionsproduktes in der üblichen Weise erhält man bei der Destillation des Rohproduktes etwa   50%      d. Th.    an 8-Athyl-tetrahydrochinolin neben höher siedenden Anteilen und nicht   destillierbarem    Rückstand.



   Beispiel 13
300 Gewichtsteile 1,2,3,4-Tetrahydro-chinolin, 6 Gewichtsteile Natrium und 18 Gewichtsteile Aluminiumchlorid werden wie üblich bei 270-280  mit Athylen zur Umsetzung gebracht. Nach 25 Minuten beträgt die Äthylenaufnahme etwa 60-65 Gewichtsteile. Bei der Destillation des vom Katalysator befreiten Reaktionsproduktes erhält man neben höher siedenden Rückständen das   8-Äthyltetrahydro-chino-    lin in einer Ausbeute von 60-70% d. Th.



   Beispiel 14
Fiihrt man das Verfahren des Beispiels   1    unter Zusatz von 1,5 Gewichtsteilen wasserfreiem   NiJ.      durch, so verläuft die Reaktion schneller und ist bei   2900 schon    nach   lui/2-2    Stunden beendet. Als Reaktionsprodukte werden 2,6-Di thyl-anilin und 4 Äthylphenthiazin in Ausbeuten von über   90%    d. Th. erhalten.



   Beispiel   15   
200 Gewichtsteile Phenthiazin, 100 Gewichtsteile Anilin, 5 Gewichtsteile   Aluminiumgriess,    0,2 Gewichtsteile Sublimat und 2 Gewichtsteile Jod werden nach dem Verfahren des Beispiels   1    bei   2900 äthy-    liert. Die Reaktion verläuft etwas schneller als ohne Jodzusatz und führt zu den gleichen Reaktionsprodukten, wie sie im Beispiel   1    erhalten werden.



   Beispiel 16
Führt man das Verfahren des Beispiels 5 unter zusätzlicher Verwendung von 3 Gewichtsteilen wasserfreiem Aluminiumjodid bei einer Reaktionstemperatur von   2802900 durch,    so verläuft die Reaktion in der gleichen Weise und führt zu den gleichen Reaktionsprodukten wie im Beispiel 5, ist aber schon nach weniger als einer Stunde beendet.



   Beispiel 17
200 Gewichtsteile a-Methyl-indol und 150 Gewichtsteile der in Beispiel   1    beschriebenen Aluminiumanilidlösung werden bei 280-300  mit Äthylen unter 200   atü    Druck in einem Autoklaven zur Umsetzung gebracht. Die Reaktion verläuft sehr schnell und kommt nach   11/2-2    Stunden und einem Athylenverbrauch von   140-150    Gewichtsteilen zum Stillstand. Das flüssige Reaktionsgemisch wird zur Entfernung des Katalysators mit Natronlauge ausgezogen und der fraktionierten Destillation unterworfen.



  Man erhält zwei Hauptfraktionen (lll /10Torr und   145 /10    Torr). Die erste ist 2,6-Diäthyl-anilin (Aus   beute 92% d. Th.). Das höhersiedende Produkt ist    das 2-Methyl-7-äthyl-indol, wie die Analysenwerte und die Identität mit einem Vergleichspräparat zeigen (Ausbeute   87%    der Theorie, Ep.   33 ).    Das Ver  gleichspräparat    wurde aus o-Athyl-phenylhydrazin und Aceton erhalten.



   Analyse :   C1tHI3N    Mol.-Gew. 159,22 berechnet : C 82,97% H 8, 23% N8, 80%    gefunden : 82,95% 8,10% 8,95% !   
Das Pikrat des 2-Methyl-7-äthyl-indols schmilzt bei   144    
Beispiel 18
Nach dem Verfahren des Beispiels 17 werden 200 Gewichtsteile 2,3-Dimethyl-indol und 150 Gewichtsteile der dort angewandten Aluminiumanilidlösung mit   iithylen    unter 200   atü    bei 280  umgesetzt.



  Man erhält 2,6-Diäthyl-anilin in derselben Menge wie in Beispiel   17    und 2,3-Dimethyl-7-äthylindol (Ausbeute von 90 , o d. Th.). Das letztere ist ein schwach gelb gefärbtes 01 vom   Kp o 1550    
Analyse :   Ct2Hj5N      Mol : Gew. 173,    25 berechnet : C 83,19% H 8, 73% N8, 09% gefunden : 82,95 % 8,75 % 8,49    /a   
Das Pikrat schmilzt bei   131 .   



   Beispiel 19
Nach dem Verfahren des Beispiels 17 werden 200 Gewichtsteile   a-Phenyl-indol    und 150 Gewichtsteile der beschriebenen Aluminiumanilidlösung bei 300 bis   310     in einem Hochdruckautoklaven mit Athylen unter 200   atü    zur Reaktion gebracht. Die Olefinaufnahme setzt sofort ein und ist nach   1    Stunde beendet. Die Äthylenaufnahme beträgt etwa 130 Gewichtsteile. Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches ergibt 2,6-Diäthyl-anilin (Ausbeute 88% d. Th.) und ein zähviskoses O1, das unter 6 Torr bei 195-200  siedet und beim Abkühlen erstarrt.



  Der Schmelzpunkt liegt nach dem Umkristallisieren der Substanz aus Ligroin bei   63 .    Die Ausbeute an rohem 2-Phenyl-7-äthyl-indol beträgt 85-90% d. Th.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von am Kohlenstoff alkylierten heterocyclischen Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man Olefine bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck in Gegenwart von alu- miniumhaltigen Katalysatoren auf stickstoffhaltige heterocyclische Verbindungen einwirken lässt.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysatoren Aluminiumverbindungen aromatischer Amine verwendet.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysatoren Gemische von Aluminiumverbindungen aromatischer Amine mit Friedel-Crafts-Katalysatoren oder Jod bzw. Jodverbindungen, in denen das Jod schwächer heteropolar gebunden ist als in den Alkali-oder Erdalkalijodiden, verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysatoren Gemische von Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen und Friedel-Crafts-Katalysatoren verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysatoren Gemische von Alkali-oder Erdalkalimetallen bzw. von Verbindungen dieser Metalle mit aromatischen Aminen und Aluminiumhalogeniden oder Aluminium bzw.
    Aluminiumlegierungen in Gegenwart von aromatischen Aminen verwendet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysatoren Gemische von Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen mit Jod bzw. Jodverbindungen, in denen das Jod schwächer heteropolar gebunden ist als in den Alkali-oder Erd alkalijodiden, verwendet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man im Temperaturbereich von 150 bis 400 arbeitet.
    7. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in einem Uberschuss des entsprechenden Amins arbeitet.
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