CH356463A - Verfahren zur Herstellung von Lysergsäureamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lysergsäureamiden

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CH356463A
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lysergic
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Lee Garbrecht William
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Lilly Co Eli
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      Verfahren        zur        Herstellung    von     Lysergsäureamiden       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung pharmakologisch wirk  samer     Lysergsäure-,        Isolysergsäure-    oder     Hydrolyserg-          säureamide,    das dadurch gekennzeichnet ist, dass man       Schwefeltrioxyd    in freier oder komplex gebundener  Form mit     Lysergsäure,        Isolysergsäure,        Hydrolyserg-          säuren    oder einem ihrer Säurederivate, z.

   B. einem  Salz dieser Säuren, unter Bildung des entsprechenden  gemischten     Anhydrids    zur Reaktion bringt und dieses  gemischte     Anhydrid    mit Ammoniak oder einem pri  mären oder sekundären Amin umsetzt. Das so erhal  tene     Säureamid    wird in der Regel isoliert.  



  Die Reaktion mit     Schwefeltrioxyd    kann bei  einer Raumtemperatur nicht wesentlich überschreiten  den Temperatur vorgenommen werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann als Zwei  stufenverfahren angesehen werden, wobei, wie gesagt,  die erste Stufe in der Bildung der genannten     Lyserg-          säureanhydride    und die zweite Stufe in der Bildung  der entsprechenden     Lysergsäureamide    besteht. Man  kann das als Zwischenprodukt erhaltene gemischte       Lysergsäure-Schwefelsäureanhydrid    abtrennen, doch  ist dies nicht unbedingt erforderlich. Die erste und/  oder zweite Stufe kann in einem     inerten        Dispersions-          mittel        durchgeführt    werden.  



  Die gemischten     Lysergsäure-Schwefelsäureanhy-          dride    werden z. B. dadurch hergestellt, dass man Lö  sungen oder Suspensionen der     Lysergsäuren    oder  ihrer Säurederivate, vorzugsweise Salze, mit     Schwefel-          trioxyd    umsetzt. Die Bildung des gemischten An  hydrids geht so rasch vor sich, dass es innerhalb  einiger Minuten für die Weiterverwendung in der  zweiten Verfahrensstufe vorliegt.  



  Die Umsetzung des erhaltenen gemischten An  hydrids mit Ammoniak oder einem primären oder  sekundären Amin verläuft ebenfalls ziemlich schnell.  Sie ist, insbesondere wenn zur Umsetzung ein stark    basisches Amin verwendet wird, im allgemeinen       innerhalb    weniger Minuten im wesentlichen beendet.  Bei Verwendung schwächer basischer Amine ist zur  Gewährleistung einer vollständigen Umsetzung eine  Reaktionszeit von bis zu etwa 20 Minuten     vorteilhaft.     



  Die Temperatur für die Umsetzung zwischen der       Lysergsäureverbindung    und dem     Schwefeltrioxyd    ist  nicht wesentlich, sondern kann innerhalb eines weiten  Bereiches variiert werden. Vorzugsweise sollten Tem  peraturen, die wesentlich über Raumtemperatur, d. h.  etwa 25  liegen, vermieden werden, um die Bildung  teerartiger Nebenprodukte zu vermeiden.

   Zwar sind  Temperaturen bis zu etwa     35     für die Durchführung  der Reaktion durchaus brauchbar, doch können nied  rigere Temperaturen um etwa 0  oder niedriger inso  fern von Vorteil sein, als diese Temperaturen die  Bildung kleinerer Mengen farbiger Reaktionsprodukte  vermindern, die anscheinend die Ausbeute nicht nach  teilig     beeinflussen,    aber     Schwierigkeiten    bei der Ge  winnung des reinen Endproduktes verursachen kön  nen.

       Ferner    sind die genannten     Lysergsäurcamide     selbst, wenn sie in unreinem Zustande oder in ver  schiedenen Reaktionsgemischen vorliegen,     häufig     ziemlich unbeständig und infolgedessen werden hohe  Temperaturen vorteilhaft     vermieden,    um die Zerset  zungsmöglichkeit der     Amide    zu     verringern.    Tempe  raturen von nur -30  können leicht angewendet wer  den; die untere Grenze ist hier im allgemeinen durch  die Temperatur gegeben, bei der das Reaktions  gemisch oder das gegebenenfalls verwendete     Disper-          sionsmittel    erstarrt.

   Da das gemischte     Anhydrid    aus       Lysergsäure    und Schwefelsäure verhältnismässig unbe  ständig ist, ist in der Regel - falls die Abtrennung  des     Anhydrids    erwünscht ist - eine Temperatur von  etwa 0  oder vorzugsweise wesentlich niedriger not  wendig. In einem solchen Falle wird die Abtrennung  des gemischten     Anhydrids    am zweckmässigsten da-      durch ausgeführt,     däss    man die Umsetzung zwischen  der     Lysergsäure    und dem     Schwefeltrioxyd    in einem       Dispersionsmittel    vornimmt, in dem das gemischte       Anhydrid    unlöslich ist.

   Wird die Umsetzung dagegen  in einem Medium ausgeführt, in dem das gemischte       Anhydrid    löslich ist, so kann man dieses durch Zu  satz eines Lösungsmittels ausfällen, in dem das ge  mischte     Anhydrid    unlöslich ist. Das ausgefällte ge  mischte     Anhydrid    kann durch Filtrieren oder Zentri  fugieren oder ähnliche Verfahren abgetrennt werden.  Das auf diese Weise erhaltene     Anhydrid    ist fest,  amorph und von     lohfarbener    oder brauner Farbe.  Es ist unbeständig und zersetzt sich beim Stehen, sogar  bei niedriger Temperatur. Wie zu erwarten, zersetzt  sich das     Anhydrid    ziemlich rasch, wenn es feuchter  Atmosphäre ausgesetzt wird.  



  Geeignete Derivate der genannten     Lysergsäuren     sind Salze mit Metallen oder Ammoniak oder Aminen,  z. B. die     Lithium-,    Kalium-, Barium-, Blei-,     Calcium-,     Ammonium-,     Triäthylamin-,        Trimethylaminsalze.    Ob  wohl im allgemeinen die wasserlöslicheren Salze zu bes  seren Ausbeuten an gemischtem     Anhydrid    führen, sind  auch die     imwesentlichen    wasserunlöslichen Salze durch  aus brauchbar. Die verwendete     Lysergsäureverbindung     kann wasserfrei oder hydratisiert sein.

   Da es schwie  rig ist,     Lysergsäure    oder ihre Salze vollkommen was  serfrei     herzustellen,    ist es zweckmässiger, die hydrati  sierten Formen zu verwenden.  



  Für die Herstellung des gemischten     Anhydrids     verwendet man vorzugsweise ein gereinigtes und von  Schwefelsäure freies     Schwefeltrioxyd,    denn die Ver  wendung von     Schwefeltrioxyd,    das in wesentlicher  Menge Schwefelsäure enthält, führt zu einer Herab  setzung der Ausbeute. Zur Herstellung von reinem       Schwefeltrioxyd    kann jedes übliche Verfahren ange  wendet werden, z. B. die Destillation über     Phosphor-          pentoxyd.    Das     Schwefeltrioxyd    selbst kann nach je  dem bekannten Verfahren, z.

   B. durch Destillation  aus     Oleum,    durch katalytische Oxydation von Schwe  feldioxyd oder aus dem im Handel erhältlichen stabili  sierten     Schwefeltrioxyd,    das unter der Bezeichnung        Sulfan    B  (Markenprodukt) bekannt ist, hergestellt  werden.  



  Zur Bildung der genannten     Lysergsäureanhydride     bringt man vorteilhaft ein     Moläquivalent    der betref  fenden     Lysergsäure    mit etwa ein oder zwei     Moläqui-          valenten        Schwefeltrioxyd    in Reaktion. Vorzugsweise  wird ein Salz der     Lysergsäure    verwendet, da die Ver  wendung eines Salzes zu grösseren Ausbeuten an  gemischtem     Anhydrid    führt.

   Bei Verwendung eines       Lysergsäuresalzes    als Ausgangsmaterial werden maxi  male Ausbeuten an gemischtem     Anhydrid    erhalten,  wenn man das     Lysergsäuresalz    und das     Schwefeltri-          oxyd    in einem     Molverhältnis    von einem     Moläqui-          valent        Lysergsäuresalz    zu zwei     Moläquivalenten          Schwefeltrioxyd    reagieren lässt.

   Dieses Mengenver  hältnis wird vorteilhaft angewandt ohne Rücksicht  darauf, ob das Salz     hydratisiert    oder wasserfrei ist,  da bei wesentlicher Abweichung von diesem Mol-         verhältnis    eine geringere Ausbeute an gemischtem       Anhydrid    erhalten wird.  



  Wie bereits erwähnt, kann die Reaktion zwischen  der     Lysergsäureverbindung    und dem     Schwefeltrioxyd     mit Vorteil in einem     Dispersionsmittel    durchgeführt  werden, das gegenüber den Reaktionsteilnehmern       inert    ist, d. h. mit der     Lysergsäureverbindung    oder  dem     Schwefeltrioxyd    nicht reagiert oder sie zerstört.  Zu geeigneten     Dispersionsmitteln    gehören die Kohlen  wasserstoffe, z. B.     Hexan;    die     Dialkylformamide,    z. B.       Dimethylformamid;    die     Dialkylsulfoxyde,    z.

   B.     Di-          methylsulfoxyd,    die     Alkylnitrile,    z. B.     Acetonitril    und  andere Lösungsmittel, wie z. B.     Diäthylcyanamid,          Dioxan.     



  Bekanntlich hat     Schwefeltrioxyd    die Fähigkeit,  mit vielen Lösungsmitteln Komplexe oder Anlage  rungsverbindungen zu bilden. Mit     Dimethylformam.id     und     Dioxan,    die beide oben erwähnt wurden, bildet  es leicht ziemlich beständige Komplexe. Bei der Her  stellung der gemischten     Anhydride    werden am zweck  mässigsten diese Komplexe verwendet.

   Die Komplexe  können direkt als solche im Reaktionsgemisch ver  wendet werden, oder sie können in einer überschüssi  gen Menge des komplexbildenden Mittels gelöst oder  mit einem anderen     Dispersionsmittel    gemischt und an  schliessend mit der     Lysergsäureverbindung    umgesetzt  werden, die ebenfalls in einem     Dispersionsmittel    sus  pendiert oder gelöst sein kann. Die Verwendung eines       Schwefeltrioxyd-Komplexes    ist vorteilhaft, denn die  ser scheint den Reaktionsverlauf zu mässigen und  damit die Möglichkeit der Bildung unerwünschter  Nebenprodukte zu verringern.

   Ausserdem werden hier  durch die meisten bei der Handhabung eines ge  fährlichen Reaktionsmittels in gasförmiger oder kon  zentrierter flüssiger Form auftretenden Schwierigkei  ten vermieden. Auch lässt sich die zur Reaktion mit  der     Lysergsäureverbindung    erforderliche Menge       Schwefeltrioxyd    leicht abteilen, da die Konzentration  des     Schwefeltrioxyds    im Komplex oder in der Kom  plexlösung und damit die für die Reaktion verfügbare  Menge     Schwefeltrioxyd    leicht durch einfaches     Titrie-          ren    einer Probe mit einer normalen     Alkalilösung    er  mittelt werden kann.  



  Die Umsetzung des gemischten     Säureanhydrids     zum     Säureamid    erfolgt in der Regel durch einfaches  Mischen des     Anhydrids    mit der Stickstoffbase. Ein  primäres oder sekundäres Amin kann in einem orga  nischen oder     wässrigen        Dispersionsmittel,    sogar in  Wasser selbst     dispergiert    werden und die Dispersion  dem gemischten     Anhydrid    zugesetzt werden oder das  Amin kann einfach einer Dispersion des gemischten       Anhydrids    zugesetzt werden.

   Selbstverständlich sollte  das     Dispersionsmittel    keine stark reaktionsfähigen  funktionellen Gruppen enthalten, die mit dem ge  mischten     Anhydrid    reagieren und auf diese Weise die  Ausbeute an gewünschtem     Amid    herabsetzen würden.  



  Die Temperatur, bei der die     Amidbildung    durch  geführt wird, ist ebenfalls nicht wesentlich. Die obere  Temperaturgrenze wird weitgehend durch den Stabili  tätsbereich des gemischten     Anhydrids,    und die untere      Temperaturgrenze durch den     Erstarrungspunkt    des  Reaktionsgemisches oder des gegebenenfalls verwen  deten     Dispersionsmittels    bestimmt. Am zweckmässig  sten wendet man diejenige Temperatur an, die für  die Herstellung des gemischten     Anhydrids    angewen  det wurde.  



  Die vollkommene Ausnützung des gemischten       Anhydrids        erfordert    zweckmässig je     Mol    gemischtes       Anhydrid    etwa fünf     Mol    stickstoffhaltige Base. Das  gemischte     Anhydrid    scheint in     ionogener    Bindung ein  Molekül     Schwefeltrioxyd    oder Schwefelsäure zu ent  halten, was den scheinbar erforderlichen Überschuss  an Base erklärt. Man kann auch weniger als fünf       Mol    Base je     Mol        Anhydrid    verwenden, erzielt dann  aber eine niedrigere Ausbeute.

   Auch grössere Mengen  stickstoffhaltiger Base können verwendet werden; dies  bringt jedoch keinen besonderen Vorteil mit sich.  



  Ammoniak wird vorteilhaft entweder in Form  von flüssigem Ammoniak oder als     Ammoniumhy-          droxyd    verwendet; geeignete primäre und sekundäre  Amine sind     Hydrazin,        Äthylamin,        Glycokoll,        Propyl-          amin,    Anilin,     Morpholin,        Diphenylamin,        Methylanilin,          Diäthylamin,        Aminoalkohole,    wie     2-Amino-propanol-          (1),        Isovalinol,        Ephedrin,

          2-(N-Benzylamino)-propanol-          (1).    Der     Aminoalkohol,        1-(+)-2-Amino-propanol-(1)     eignet sich besonders, da seine Umsetzung mit dem ge  mischten     Anhydrid    der     d-Lysergsäure    und Schwefel  säure zur Herstellung der pharmakologisch wirksamen  Verbindung     Ergonovin    führt. Völlig überraschend  und besonders vorteilhaft verläuft die Reaktion zwi  schen einem     Aminoalkohol    und dem gemischten       Lysergsäure-Schwefelsäureanhydrid,    bei welcher keine  unerwünschten     Esternebenprodukte    entstehen.

   Zum  Beispiel erhält man bei der Umsetzung von     1-(+)-          2-Amino-propanol-(1)    mit dem gemischten     Anhydrid     von     d-Lysergsäure    und Schwefelsäure als einzige in       abtrennbaren    Mengen gebildete     Lysergsäurederivate          Ergonovin    und sein     isomeres        Amid        Ergonovinin.     



  Die erfindungsgemäss hergestellten     Lysergsäure-,          Isolysergsäure-    oder     Hydrolysergsäureamide    können  leicht nach einem üblichen     Verfahren    isoliert werden,  und zwar durch Behandeln des Reaktionsgemisches  mit Wasser, Extrahieren der     wässrigen        Säureamid-          lösung    mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lö  sungsmittel und anschliessendes     Auskristallisieren    des       Amids    oder dessen Salzes. Ebenso sind andere übliche  Isolier- und Reinigungsverfahren anwendbar.

   Wie  ausserdem dem Fachmann auf dem Gebiet der Mutter  kornalkaloide bekannt ist, lassen sich viele Mutter  kornalkaloide und verwandte Verbindungen nur  schwer kristallisieren, daher ist zur Erzielung kristal  liner Produkte häufig eine     sorgfältige    Behandlungs  weise erforderlich.  



  <I>Beispiel 1</I>  <I>Herstellung des gemischten</I>     d-Lysergsäure-Schwefel-          säure-Anhydrids     1,64 g     Kalium-d-lysergat-monohydrat    werden in  25     em3        Dimethylformamid    gelöst. Die Lösung wird  auf etwa -20  abgekühlt, und es werden 10     ems    einer  in gleicher Weise gekühlten Lösung von 0,8 g Schwe-         feltrioxyd    in     Dimethylformamid    zugesetzt. Die Lö  sungen werden     gründlich        gemischt;        anschliessend    lässt  man das     Gemisch    mehrere Minuten stehen.

   Das ge  mischte     Anhydrid    von     Lysergsäure    und     Schwefelsäure     wird- durch Zusatz von mehreren     Volumteilen    kaltem  (-20 ) wasserfreiem     Äthyläther    abgetrennt. Das als       lohfarbener    amorpher Feststoff ausgefallene gemischte       Anhydrid    wird durch Filtrieren des Gemisches durch  einen trockenen gesinterten Glasfilter in vollkommen  trockener Atmosphäre     isoliert.     



  <I>Beispiel 2</I>  <I>Herstellung von</I>     Ergonovin     7,15 g     d-Lysergsäure-monohydrat    und 1,05 g       Lithiumhydroxyd-monohydrat    werden in 100     cm3     Methanol gelöst. Die     Methanollösung    wird im Va  kuum zu einem Sirup eingedampft. Dem erhaltenen  Sirup werden 500     cm3    wasserfreies     Dimethylform-          amid    zugesetzt.

   Die Lösung wird im Vakuum bei einer  Temperatur von etwa 50  auf ein Volumen von etwa  <B>150</B>     cm3    konzentriert, wobei Methanol und Wasser       abdestillieren.    Die zurückbleibende Lösung des     Li-          thiumsalzes    der     d-Lysergsäure        wird    auf etwa 10  ab  gekühlt, und es werden     ihr    74,5     cm3    einer 0,

  67     mola-          ren    Lösung eines     Schwefeltrioxyd-Dimethylformamid-          Komplexes    in     Dimethylformamid        zugesetzt.    Das Ge  misch wird gründlich gerührt und anschliessend zur  vollständigen Umsetzung in das gemischte     Anhydrid     der     Lysergsäure    und Schwefelsäure etwa fünf Minuten  stehengelassen. Danach werden der Lösung unter  Rühren 9,4 g     1-(+)-2-Amino-propanol-(1)    zugesetzt.

    Man lässt das Gemisch fünf Minuten stehen; während  dieser Zeit reagieren das     Anhydrid    und das Amin  unter Bildung von     Ergonovin.    Dem Reaktionsgemisch  werden 300     cm3    20<B>%</B>     ige        wässrige        Natriumchlorid-          lösung    zugesetzt, und das     wässrige    Gemisch wird  fünfmal mit je 300     cm3        Äthylendichlorid    ausgezogen.

    Die das gebildete     Ergonovin    und etwas     isomeres          Ergonovinin    enthaltenden     Äthylendichloridextrakte     werden vereinigt und in der Kälte im Vakuum     zu     einem Sirup eingedampft. Der Sirup wird in     möglichst     wenig Methanol gelöst, und es wird so viel     Malein-          säure    zugesetzt, dass die Lösung leicht sauer wird. Die  Lösung wird mit wenig Aktivkohle behandelt und die  Aktivkohle     abfiltriert.    Dem Filtrat werden etwa drei       Volumteile    Äther zugesetzt.

   Man lässt das Gemisch  mehrere Stunden bei etwa 0  stehen, worauf das       maleinsaure        Salz    des     Ergonovins    in kristalliner Form  abscheidet. Das     maleinsaure        Salz    wird     abfiltriert    und  an der Luft getrocknet.  



  Aus dem Filtrat wird     Ergonovinin,    das     Amid    der       isomeren        Isolysergsäure,    auf folgende Weise gewon  nen:  Das Filtrat wird zu einem Sirup eingedampft, und  dem Sirup werden etwa 200     cm3    gesättigte     wässrige          Natriumchloridlösung    zugesetzt.

   Der Lösung setzt  man so viel     wässriges        Ammoniumhydroxyd    zu, dass  sie leicht basisch wird, und     extrahiert    die basische  Lösung mehrere Male mit je 100     cm3        Äthylendichlo-          rid.    Die     Äthylendichloridextrakte    werden     vereinigt         und im Vakuum eingedampft, wobei man als Rück  stand     Ergonovinin    erhält.  



  Das     Ergonovinin    kann, falls gewünscht, in Form  seines Nitrats oder eines anderen     Salzes    kristallisiert  werden, oder es kann nach dem von     Stoll    und     Hoff-          mann    in     Helv.        Chim.    Acta, 26, 1943, Seite 944  beschriebenen Verfahren     isomerisiert    werden.    <I>Beispiel 3</I>  <I>Herstellung von</I>     d-Lysergsäuremorpholid     3,24 g     Kalium-d-lysergat-monohydrat    werden in  25     cms    wasserfreiem     Dimethylformamid    gelöst.

   Die  Lösung wird auf etwa 10  gekühlt und mit 18,9     cm3     einer     1,06-molaren    Lösung eines     Schwefeltrioxyd-Di-          methylformamid-Komplexes    in     Dimethylformamid    be  handelt. Nach einigen Minuten werden dem Reak  tionsgemisch unter Rühren 4,3g     Morpholin    zugesetzt.  Man lässt das Gemisch einige Minuten stehen, wäh  rend dieser die vollständige Bildung des     Morpholids     der     Lysergsäure    erfolgt.

   Das Gemisch wird mit  100     cm3    gesättigter     Natriumchloridlösung    behandelt,  die 5 cm?, konzentrierte     Ammoniumhydroxydlösung     enthält. Das     Lysergsäuremorpholid    wird durch wie  derholtes Extrahieren mit     Äthylendichlorid    aus dem       wässrigen        Gemisch    gewonnen, bis Proben der     Äthylen-          dichloridextrakte    mit     Van        Urk-Reagens    anzeigen, dass  die Extraktion im wesentlichen vollständig ist.

   Die  vereinigten Extrakte werden mit wasserfreiem Ma  gnesiumsulfat getrocknet und durch Eindampfen im  Vakuum in der Kälte konzentriert. Der zurückblei  bende, aus     d-Lysergsäuremorpholid    bestehende Sirup  wird in 25     cm3    Methanol gelöst, die Lösung wird mit  überschüssiger     Maleinsäure    angesäuert und bis zur  beginnenden Trübung mit Äther verdünnt. Man lässt  das Gemisch mehrere Stunden in einem Kühlschrank  stehen, worauf sich weissliche     nadelähnliche    Kristalle  von     maleinsaurem        d-Lysergsäuremorpholid    bilden  und aus der Lösung ausfallen.  



  Man erhält etwa 1,5 g Kristall, die unscharf bei  etwa 195  auf einem     Fisher-John-Block    unter Zer  setzung schmelzen.  



  Aus den     Kristallisations-Mutterlaugen    können  nach dem Konzentrieren, Neutralisieren und noch  maligen Extrahieren mit     Äthylendichlorid    etwa 0,8 g  amorphes     d-Isolysergsäuremorpholid    erhalten werden.  Dieses Material kann nach dem     Smith    und     Timmis     im J.     Chem.        Soc.    139     1I,    1936, Seite 1168 beschrie  bene Verfahren zu     d-Lysergsäuremorpholid        isomeri-          siert    werden.  



  <I>Beispiel 4</I>  <I>Herstellung von</I>     isomerem        Ergonovin     Die Herstellung erfolgt nach dem Verfahren des  Beispiels 2, doch werden anstelle von     Lithium-d-          lysergat    1,68 g     Barium-d-lysergat    verwendet und       dl-2-Amino-propanol-(1)    als     wässrige    Lösung zuge  setzt.  



  <I>Beispiel 5</I>  <I>Herstellung von</I>     N-Benzyl-Ergonovin     Die Herstellung von     N-Benzyl-ergonovin    erfolgt       nn(-h        rlf-m        Varfahri-n        rli-Q        RPieniaie        ')        rinrh        esiarriP.n       1,43 g     d-Lysergsäure    mit 5,5     cm3    einer     1,0-molaren     Lösung eines     Schwefeltrioxyd-Dimethylformamid-          Komplexes    in     Dimethylformamid    behandelt.

   2,72 g       1-(+)-2-Benzylamino-propanol-(1)    werden in     Dime-          thylformamid    gelöst und dem das gemischte     Anhydrid     der     d-Lysergsäure    und Schwefelsäure enthaltenden  Gemisch zugesetzt. Die Isolierung von     N-Benzyl-          ergonovin    in Form seines     maleinsauren    Salzes wird  nach dem in Beispiel 2 beschriebenen Verfahren er  reicht.  



       Maleinsaures        N-Benzyl-ergonovin    kristallisiert aus  einem     Methanol-Äther-Gemisch    in Form von Nadeln.  Es zersetzt sich bei etwa 183 .  



  <I>Beispiel 6</I>  <I>Herstellung von</I>     Ergin     Nach dem Verfahren des Beispiels 1 wird unter  Verwendung von 1,62 g wasserfreiem     Kalium-d-          lysergat    und 8,3     cm3        1,12-molarer    Lösung eines       Schwefeltrioxyd-Dimethylformamid-Komplexes    in     Di-          methylformamid    eine Lösung hergestellt, die das ge  mischte     Anhydrid    von     d-Lysergsäure    und Schwefel  säure enthält.

   Dem gekühlten Gemisch des     Anhydrids     werden 5     cm3    konzentriertes     wässriges    Ammoniak zu  gesetzt, und das Gemisch wird wenige Minuten auf  etwa 0  gehalten. Die Abtrennung des     Ergins    erfolgt  durch Behandlung des Reaktionsgemisches mit  20 %     iger    wässriger     Natriumchloridlösung    und Extrak  tion des     wässrigen    Gemisches mit     Äthylendichlorid     nach dem     Verfahren    des Beispiels 2.

   Der nach dem  Eindampfen der vereinigten     Äthylendichloridextrakte     zurückbleibende Rückstand besteht aus einem Ge  misch von     d-Lysergsäureamid    und     d-Isolysergsäure-          amid.    Der Rückstand wird in Methanol gelöst, das  etwas mehr als ein     Moläquivalent        Maleinsäure    ent  hält, danach wird der Lösung, bis diese sich zu trüben  beginnt, Äther zugesetzt und das Gemisch auf etwa  0  gekühlt.

   Auf diese Weise werden feine farblose  Nadeln von     maleinsaurem        Ergin    erhalten, die durch  Umkristallisation aus einem     Methanol-Äthyläther-Ge-          misch    gereinigt werden.  



  Es wurde gefunden, dass das nach dem oben be  schriebenen Verfahren umkristallisierte     maleinsaure          Ergin    als     Monomethanolsolvat    vorliegt. Die Kristalle  der Verbindung zersetzen sich beim Erhitzen auf etwa  165,5 . Sie besassen folgende spezifische Drehung:  
EMI0004.0117     
         Isolysergsäurehydrazid    lässt sich nach dem oben  beschriebenen     Verfahren    herstellen, wenn man an  stelle von     wässrigem    Ammoniak eine Lösung von       Hydrazinhydrat    verwendet.  



  <I>Beispiel 7</I>  <I>Herstellung von</I>     d-Lysergsäureanilid     Aus 3,24 g     Kalium-d-lysergat-monohydrat,    die in  25     cm3    wasserfreiem     Dimethylformamid    gelöst sind  und 16,4     cm3    einer     1,21-molaren    Lösung eines       Schwefeltrioxyd-Dimethylformamid-Komplexes    in     Di-          methylformamid    wird nach dem Verfahren des Bei-           spiels    2 eine Lösung hergestellt, die das gemischte       Anhydrid    von     d-Lysergsäure    und Schwefelsäure ent  hält.

   Diese Lösung wird bei einer Temperatur von  etwa 0  fünf Minuten gerührt, und es werden 4,66 g  Anilin zugesetzt. Das erhaltene Reaktionsgemisch  wird fünf Minuten     gerührt,    anschliessend mit 200     cm3     einer gesättigten     Natriumehloridlösung    behandelt und  das gewünschte     Lysergsäureanilid    in Form des     ma-          leinsauren    Salzes nach dem Verfahren des Beispiels 2  abgetrennt. Das     Methanol-Äther-Gemisch,    das das       maleinsaure    Salz des     d-Lysergsäureanilids    enthält,  wird gekühlt, wobei man ein Gemisch aus Kristallen  und Sirup erhält.

   Die überstehende Flüssigkeit wird       abdekantiert,    und das zurückbleibende Gemisch aus  Kristallen und Sirup in siedendem Methanol gelöst.  Die Lösung wird mit Holzkohle entfärbt und die  Holzkohle     abfiltriert.    Nach Abkühlung des Filtrats  auf etwa 0  fallen feine, farblose Nadeln des     Malein-          säuresalzes    von     d-Lysergsäureanilid    aus. Die Kristalle  werden     abfiltriert,    mit einem Gemisch aus gleichen  Teilen Methanol und     Athyläther    gewaschen und im  Vakuum getrocknet. Weitere Kristalle von geringerer  Reinheit können durch Konzentrieren und Abkühlen  des Filtrats erhalten werden.

      <I>Beispiel 8</I>  <I>Herstellung von</I>     d-Lysergsäure-methylanilid     Das Verfahren des Beispiels 7 wird unter Verwen  dung von 1,65g     Kalium-d-lysergat-monohydrat,    das  in 25     cm3        Dimethylformamid    gelöst ist, und 8,2     cm3     einer     1,2-molaren    Lösung eines     Schwefeltrioxyd-Di-          methylformamid-Komplexes    in     Dimethylformamid     wiederholt. Der Lösung des gemischten     Anhydrids     von     d-Lysergsäure    und Schwefelsäure werden 3,21 g       Methylanilin    zugesetzt.

   Das Reaktionsgemisch wird  etwa 18 Stunden auf Raumtemperatur gehalten. Das       d-Lysergsäure-methylanilid    wird nach dem Verfahren  des Beispiels 7 abgetrennt.  



  Der nach dem Verdampfen des     Äthylendichlorids     zurückbleibende Rückstand wird in Benzol gelöst, mit  Holzkohle entfärbt und filtriert. Das Filtrat wird mit  einem     überschuss    von     Dibenzoyl-d-weinsäure    in Äther  behandelt, so dass sich ein     lohfarbener    Feststoff aus  dem     Dibenzoyl-d-weinsäuresalz    von     d-Lysergsäure-          methylanilid    abscheidet. Er wird gesammelt und an  der Luft getrocknet.  



  Das auf diese Weise erhaltene     Dibenzoyl-d-wein-          säuresalz    des     d-Lysergsäuremethylanilids    zersetzt sich  bei etwa     143-l45 .    Es wiegt etwa 0,4 g.  



  <I>Beispiel 9</I>  <I>Herstellung von</I>     d-Lysergsäure-l-ephedrid     Das gemischte     Anhydrid    von     d-Lysergsäure    und  Schwefelsäure wird nach dem in Beispiel 3 beschrie  benen Verfahren aus 1,64 g     Kalium-d-lysergat    und  0,8 g     Schwefeltrioxyd    in     Dimethylformamid    herge  stellt. Der Lösung des gemischten     Anhydrids    werden  4,1 g     1-Ephedrin    in     Dimethylformamid    zugesetzt.

   Das  entstandene     d-Lysergsäure-l-ephedrid    wird nach dem  in Beispiel 2 beschriebenen Verfahren     in    Äthylen-         dichloridlösung    erhalten. Der durch Eindampfen der       Äthylendichloridlösung    erhaltene Rückstand von     d-          Lysergsäure-l-ephedrid    wird in etwa 400     cms    sieden  dem 95 %     igen        Athanol    gelöst und mit Holzkohle ent  färbt. Die Holzkohle wird     abfiltriert    und das Filtrat  im Vakuum bei einer Temperatur unter etwa 20  auf  ein Volumen von etwa 8     cm3    eingeengt.

   Dabei schei  det sich ein cremefarbener Feststoff aus     d-Lyserg-          säure-l-ephedrid    ab. Der cremefarbene Feststoff wird       abfiltriert    und an der Luft getrocknet. Man erhält eine  Ausbeute von 0,73 g     d-Lysergsäure-l-ephedrid.    Die  Mutterlauge wird nach dem     (obenbeschriebenen)    Ver  fahren von     Smith    und     Timmis    unter Umwandlung  des     d-Isolysergsäure-l-ephedris    zu     d-Lysergsäure-l-          ephedrid    mit einer Base behandelt. Auf diese Weise  können weitere 0,21 g     d-Lysergsäure-l-ephedrid    erhal  ten werden.

    



  <I>Beispiel 10</I>  <I>Herstellung von</I>     d-Lysergsäurediäthylamid     Etwa 1,64 g     Kalium-d-lysergat-hydrat    werden in  etwa 25     cms    wasserfreiem     Hexan    suspendiert. Der  Suspension wird eine Lösung von 0,8 g     Schwefel-          trioxyd    in 25     cm3        Acetonitril    zugesetzt, wobei man  die     Reaktionsteilnehmer    auf etwa     5     hält und ausrei  chend rührt. Dem Gemisch wird eine Lösung von  etwa 1,82 g     Diäthylamin    in 25 cm?, Äther zugesetzt.

    Nach etwa fünfminütigem Stehen wird die Lösung  etwa fünfmal mit je 100     cm3    Wasser extrahiert. Die       wässrigen    Extrakte werden vereinigt und mit Natrium  chlorid gesättigt. Die gesättigte Lösung wird fünfmal  mit je 100     cm3        Äthylendichlorid    extrahiert. Die     Äthy-          lendichloridextrakte    werden     vereinigt    und im Vakuum  eingedampft, wobei man als Rückstand einen Sirup  erhält, der aus einem Gemisch der     Diäthylamide    von       d-Lysergsäure    und     d-Isolysergsäure    besteht.  



  Die beiden     Amide    können auf folgende Weise  voneinander getrennt werden:  Der Sirup wird in einem Gemisch aus 60     cm3     Benzol und 20     cm3    Chloroform gelöst und die Lö  sung über eine     chromatographische    Säule aus<B><I>150</I></B> g  basischer Tonerde geleitet. Das     Chromatogramm    wird  mit demselben     Lösungsmittelgemisch    entwickelt. Der  sich schneller bewegende der beiden blauen fluoreszie  renden Streifen besteht aus dem     Diäthylamid    der       d-Lysergsäure.    Zum Auswaschen des ersten Streifens  werden 2 Liter des     Lösungsmittelgemisches    benötigt.

    Das     Eluat    wird mit so viel Weinsäure behandelt, als  für die     Umwandlung    des     Amids    in das     Weinsäuresalz     erforderlich ist, und das erhaltene     Salz    wird durch Ein  dampfen der Lösung auf ein geringes Volumen aus  gefällt und isoliert.  



  Die Gewinnung des     Diäthylamids    der     d-Isolyserg-          säure    erfolgt dadurch, dass man es mit Chloroform aus  der     Tonerdesäule    auswäscht und das     Chloroformeluat     einengt.  



  <I>Beispiel 11</I>  <I>Herstellung von</I>     Ergonovin     1,62 g     racemisches        Kaliumlysergat    werden in  25     cm3    wasserfreiem     Dimethylformamid    gelöst. Da  nach werden 7,9     cm3    einer     1,26-molaren    Lösung      eines     Schwefeltrioxyd-Diniethylformamid-Komplexes     in     Dimethylformamid    zugesetzt und das Gemisch  wurde unter Rühren einige Minuten auf etwa 10   gehalten. Der Lösung des gemischten     Anhydrids    wer  den 1,88 g     1-(+)-2-Amino-propanol-(1)    zugesetzt,  und das Gemisch wird fünf Minuten bei etwa 10"  gerührt.

   Dem erhaltenen Reaktionsgemisch werden  100     cms    gesättigte     Natriumchloridlösung    und 5 cm 3  konzentrierte     Ammoniumhydroxydlösung    zugesetzt,  und das     wässrige    Gemisch wird fünfmal mit je 50     cm-'          Äthylendichlorid    extrahiert. Die     Äthylendichlorid-          extrakte    werden vereinigt und getrocknet und das       Athylendichlorid    durch Eindampfen im Vakuum ent  fernt.

   Der zurückbleibende Sirup, der die zwei     1-(+)-          Propanolamide    der     dl-Lysergsäure    enthält, wird zur  Umwandlung der beiden     Amide    in ihre     maleinsauren     Salze mit Methanol und überschüssiger     Maleinsäure     behandelt. Das     Gemisch    aus den     maleinsauren        Salzen     der     Amide    wird durch Zusatz von     Äthyläther    aus  der     Methanollösung    ausgefällt, das ausgefällte Ge  misch     abfiltriert    und an der Luft getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Lysergsäure-, Iso- lysergsäure- oder Hydrolysergsäureamiden, dadurch gekennzeichnet, dass man Schwefeltrioxyd in freier oder komplex gebundener Form mit Lysergsäure, Iso- lysergsäure, Hydrolysergsäure oder einem ihrer Säure derivate unter Bildung des entsprechenden gemischten Anhydrids zur Reaktion bringt und dieses gemischte Anhydrid mit Ammoniak oder einem primären oder sekundären Amin umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Reaktion mit Schwefel- trioxyd bei einer Raumtemperatur nicht wesentlich überschreitenden Temperatur vornimmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die erste und/oder zweite Ver fahrensstufe in einem inerten Dispersionsmittel durch führt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Moläquivalent der Lyserg- säure, Isolysergsäure oder Hydrolysergsäure oder eines Salzes dieser Säuren mit 2 Moläquivalenten Schwefeltrioxyd behandelt und der erhaltenen Disper sion des gemischten Anhydrids 5 Moläquivalente Ammoniak oder primäres oder sekundäres Amin zu setzt. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Schwefeltrioxyd in Form eines in Dimethylformamid gelösten Schwefeltrioxyd- Dimethylformamid-Komplexes verwendet. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Lithiumsalz der Lyserg- säure verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein primäres Amin oder ein sekundäres Amin verwendet. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man als primäres Amin 1-(+)-2- Aminopropanol-(1) verwendet.
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