CH356769A - Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinderivaten

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CH356769A
CH356769A CH356769DA CH356769A CH 356769 A CH356769 A CH 356769A CH 356769D A CH356769D A CH 356769DA CH 356769 A CH356769 A CH 356769A
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methyl
hydrazine
hydrazone
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Ernst Dr Jucker
Erwin Dr Rissi
Rudolf Dr Sueess
Arnold Dr Vogel
Eberhard Dr Wolff
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Sandoz Ag
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinderivaten
Es wurde gefunden, dass man zu neuen Hydrazinderivaten der Formel I
EMI1.1     

Ri = Alkyl
R2 = Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen gelangen kann, indem man ein Hydrazin der Formel II    Ri-NH-NH,, II    mit einem 4-Piperidon der Formel III
EMI1.2     
 zu einem Hydrazon der Formel IV
EMI1.3     
 kondensiert, dieses mit einem reaktionsfähigen Derivat einer organischen Monocarbonsäure acyliert, das acylierte Hydrazon der Formel V
EMI1.4     
 worin X ein Acylrest einer organischen Monocarbonsäure ist, mit katalytisch erregtem Wasserstoff zum acylierten Hydrazinderivat reduziert und aus dem Reduktionsprodukt die Acylgruppe abspaltet.



   Gegenstand des Hauptpatentes ist die Herstellung von Hydrazinen der Formel I, worin sowohl   R1    als auch R2 für Wasserstoff oder für eine gesättigte, aus   1    bis 4 Kohlenstoffatomen aufgebaute Alkylgruppe stehen, durch Kondensation eines Hydrazins der Formel VI
EMI1.5     
 wo   Ri    für ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe steht, und X eine Acylgruppe bedeutet, aber auch, falls   Rt    eine Alkylgruppe bedeutet,   für Wasser-    stoff stehen kann, mit einem 4-Piperidon der Formel III zum entsprechenden Hydrazon, Reduktion desselben zum Hydrazin und gegebenenfalls Abspaltung der Acylgruppe nach bekannten Methoden.

   Die Not  wendigkeit,    ein Acyl-hydrazin zu verwenden, war an sich nur beim Hydrazin selbst gegeben, da freies Hydrazin mit 2 Molekeln eines 4-Piperidons der Formel III reagiert. Diese Reaktion wurde bei der Verwendung eines Acylhydrazins unterdrückt. Bei der Weiterbearbeitung des Erfindungsgedankens wurde nun gefunden, dass es zweckmässig ist, auch bei der Verwendung eines monosubstituierten Hydrazins vor der Reduktion des Hydrazons zum   Hy-    drazin eine Acylgruppe einzuführen, also durch Acylierung des Hydrazons. Es hat sich nämlich   ge-    zeigt, dass durch die Einführung einer Acylgruppe in das zu reduzierende Hydrazon die Ausbeute bei der Reduktion zum Hydrazin gesteigert werden kann.



   Das Verfahren wird beispielsweise folgendermassen ausgeführt : Die Lösung eines N-Alkyl-4piperidons in einem wasserfreien aliphatischen Alkohol wird mit einem   monosubstituierten-Hydrazin-    derivat, aufgelöst im gleichen Lösungsmittel, bei Zimmertemperatur versetzt, worauf die Mischung zur Vervollständigung der Reaktion noch eine Zeitlang, z. B. 40 Minuten lang, auf   50-75     erwärmt wird.



  Nach Zusatz von Benzol wird das gebildete Wasser mit dem Alkohol azeotrop abdestilliert, und der  Rückstand der unter vermindertem Druck eingedampften Lösung durch Destillation im Vakuum gereinigt. Das so erhaltene N-Alkyl-4-piperidonhydrazon lässt sich leicht mit einem Säurechlorid, wie Benzoylchlorid, acylieren, worauf man das acylierte Produkt in   Eisessiglösung    bei Zimmertemperatur unter Normaldruck katalytisch hydriert, aus dem so erhaltenen acylierten Hydrazin durch   Erwär-    men mit Mineralsäure die Acylgruppe abspaltet, worauf man das gebildete Hydrazin als Salz gewinnen kann.



   Beispiel   1   
Man versetzt eine Lösung von 19,2 g N-Methyl4-piperidon in 10   cm3    abs. Athanol tropfenweise mit 8,0 g Methylhydrazin, gelöst in   lOcm3 abs. Äthanol,    wobei durch Kühlung nötigenfalls mit Eis-Kochsalz Mischung, die Temperatur zwischen 20 und   30     gehalten wird. Anschliessend erwärmt man die Mischung 40 Minuten lang auf 60-65 . Nach Zusatz von 25 cm3 Benzol wird das gebildete Wasser mit dem Alkohol azeotrop abdestilliert, und die Lösung unter vermindertem Druck bei 80  eingedampft. Der Rückstand wird im Vakuum destilliert. Unter 11 mm Hg geht (N-Methyl-4-piperidon)-methyl-hydrazon bei   98-99     über.

    
Man versetzt eine Lösung von 10,0 g (N-Methyl  4-piperidon)-methyl-hydrazon    in 30 cm3 Chloroform tropfenweise mit 10   g Benzoylchlorid, gelöst    in 25 cm3 Chloroform, wobei durch Kühlung mit Eis Kochsalz die Temperatur auf höchstens   10     gehalten wird. Die Lösung wird nach   zwölfstündigem    Stehen bei Zimmertemperatur eingedampft. Man versetzt die Lösung des harzartigen Rückstandes in 20 cm3 Wasser mit 20   cm3 10a/oiger Natronlauge    und extrahiert sie mit Chloroform. Die über Natriumsulfat getrocknete Chloroformlösung hinterlässt nach dem Eindampfen ein viskoses gelbes   Öl,    das beim Anreiben durchkristallisiert.

   Das Produkt,    (N-Methyl-4-piperidon)-methyl-benzoyl-hydrazon,    kristallisiert aus Aceton in Quadern vom Smp. 96 bis   102     ; Sdp.   145-150 /0,      1    mm Hg.



   Man versetzt die Aufschlämmung von 80 mg vorhydriertem Platinoxyd in 10 cm3 Eisessig mit der Lösung von 4,0 g (N-Methyl-4-piperidon)-methyl  benzoyl-hydrazon    in 70 cm3 Eisessig und hydriert das Gemisch unter Atmosphärendruck bei Zimmertemperatur, wobei die für die Aufrichtung der C=N Doppelbindung benötigte Menge Wasserstoff innert 3 Stunden aufgenommen wird. Die vom Katalysator abfiltrierte Lösung wird unter vermindertem Druck bei 60"eingedampft, und der Rückstand mit 10 cm3 Eiswasser versetzt. Nach Zusatz von 15   cm3       20'Vftiger    Natronlauge und Sättigung mit Kochsalz extrahiert man mit Chloroform und dampft den über Natriumsulfat getrockneten Chloroformextrakt ein.



  Der Rückstand liefert bei der Destillation im Hochvakuum   Ol-(N-Methyl-piperidyl-4)-cu'-methyl-benzoyl-    hydrazin,   Sdp. 145-150"/0,    3 mm Hg, das aus    Ather ; Petrolather    in Plättchen und Nadeln vom
Smp.   70-76     erhalten wird. Für die Herstellung des Hydrazinderivates selbst durch Abspaltung der   Benzoylgruppe    aus dem   Benzoylderivat    ist es indessen nicht notwendig, dieses in reinem Zustand herzustellen, sondern man kann das nach dem Abdampfen des Eisessigs erhaltene rohe Hydrierungsprodukt direkt weiter verarbeiten.



   Man versetzt das durch Hydrierung von 55,5 g des   Benzoylhydrazons    nach dem Abdampfen des Eisessigs erhaltene rohe   (,      j-(N-Methyl-piperidyl-4)-,)'-    methyl-benzoyl-hydrazin mit 800 cm3   23 /o-iger    Salzsäure und erhitzt die Mischung 5 Stunden lang zum Sieden am Rückfluss. Die auf-5  abgekühlte Lösung wird von der ausgeschiedenen Benzoesäure abfiltriert und unter 12 mm Hg bei 809 zur Trockne eingedampft.

   Der Rückstand liefert beim Umkristallisieren aus Methanol/Ather   c,-(N-Methyl-piperidyl-      4)-os'-methyl-hydrazin-dihydrochlorid    in farblosen feinen Nadeln, die nach dem Trocknen bei   50  im    Hochvakuum über Phosphorpentoxyd bei   187-210''    unter Abgabe von Chlorwasserstoff schmelzen. Das Dihydrochlorid liefert beim Behandeln mit methanolischer Kalilauge das freie   va-(N-Methyl-piperidyl-      4)-o'-methyl-hydrazin    als wasserklare farblose   Flüs-    sigkeit mit dem Sdp.   60'/0,    3 mm Hg,   n2E2,      = 1,    4835.



   Beispiel 2
Man versetzt eine Lösung von   131,    7 g N-Methyl4-piperidon in 75 cm3 Athanol tropfenweise mit 86,5 g Isopropylhydrazin, gelöst in 75 cm3 Athanol, wobei durch Kühlung die Temperatur   auf-15    bis -5  gehalten wird. Anschliessend erwärmt man die Mischung 30 Minuten lang auf   60800.    Nach Zusatz von 200 cm3 Benzol destilliert man unter vermindertem Druck das gebildete Wasser zusammen mit dem Athanol und dem Benzol ab und fraktioniert den Rückstand im Vakuum. Die unter 12 mm Hg bei 86-115  übergehende Fraktion wird nochmals destilliert.   (N-Methyl-4-piperidon)-isopropyl-    hydrazon siedet unter 8 mm   Hg      nD  =    1,4925.



   Man versetzt eine Lösung von 44,5 g (N-Me thyl-4-piperidon)-isopropyl-hydrazon in 65 cm3
Chloroform bei 10  tropfenweise mit 37,0 Benzol chlorid, gelöst in 65 cm3 Chloroform, erwärmt die
Lösung   3,    Stunden zum Sieden am   Rückflu13    und versetzt die auf 0  abgekühlte Lösung mit eiskalter    6"/piger    Natronlauge. Man extrahiert zweimal mit
Chloroform, wäscht den Chloroformextrakt mit   ge-       sättigter Natriumchloridlösung    und dampft ihn nach
Trocknen über Natriumsulfat ein. Der Rückstand wird im Hochvakuum fraktioniert, wobei unter
0,003 mm Hg das (N-Methyl-4-piperidon)-isopropyl benzoyl-hydrazon bei 128 bis   130     übergeht.



   Man versetzt eine Aufschlämmung von 200 mg vorhydriertem Platinoxyd in 10 cm3 Eisessig mit der
Lösung von 10,65 g (N-Methyl-4-piperidon)-isopro pyl-benzoyl-hydrazon in 65 cm3 Eisessig und hy    driert    das Gemisch unter Atmosphärendruck bei
Zimmertemperatur, wobei die für die Aufrichtung der   C=N-Doppelbindung benötigte Menge    Wasser stoff innert   31/2    Stunden aufgenommen wird. Die vom Katalysator abfiltrierte Lösung wird unter vermindertem Druck bei   600 eingedampft,    und der Rückstand,   ein-dickfliissiges,    leicht braun gefärbtes   01    in   100    cm3   230/c, iger Salzsdure    5 Stunden zum Sieden am Rückfluss erhitzt.

   Die auf-5  abgekühlte Lösung wird von der ausgeschiedenen Benzoesäure abfiltriert und unter 12 mm   Hg    bei   80     zur Trockne eingedampft, wobei der Rückstand   w- (N-      Methyl-piperidyl-4)-co'-isopropyl-hydrazin-dihydro-    chlorid in feinen Nadeln kristallisiert. Das Salz ist leicht hygroskopisch und hat nach dem Umkristallisieren aus Athanol den Smp.   229-233".   



   Beispiel 3
Man versetzt eine Mischung von 25,0 g Methylhydrazin-sulfat und 20 cm3 Methanol unter gutem Rühren tropfenweise mit   1,    55n methanolischer Kalilauge, bis der pH der Lösung etwa 10 beträgt, lässt zu der auf   0     abgekühlten Mischung die Lösung von   15,    0 g N-Isopropyl-4-piperidon in 20 cm3 Methanol zutropfen und hält das Reaktionsgemisch anschlie ssend während 3 Stunden auf   50 .    Nun wird abgekühlt und vom ausgefallenen Kaliumsalz abfiltriert.



  Das Filtrat engt man ein, löst den Rückstand in 30 cm3 Äther und filtriert. Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels im Vakuum bei 40  destilliert man den Rückstand im Hochvakuum. Die bei 63 bis 65 /0, 1 mm Hg übergehende Fraktion ist (N-Isopropyl-4-piperidon)-methyl-hydrazon.



   Man versetzt eine Lösung von 11,86   g    (N-Isopropyl-4-piperidon)-methyl-hydrazon in 11 cm3 Chloroform tropfenweise mit 9,85 g Benzoylchlorid, gelöst in 11 cm3 Chloroform, wobei durch Kühlung die Temperatur zwischen 0 und 10  gehalten wird.



  Man lässt 1/Stunde bei Zimmertemperatur stehen, versetzt das Reaktionsgemisch mit weiteren 30 cm3 Chloroform und fügt unter guter Kühlung 50 cm3 einer   12 feigen Natriumhydroxydiösung zu, schüttelt    gut durch und trennt die Schichten. Der wässerige Anteil wird noch zweimal mit Chloroform extrahiert, worauf man die   Chloroformextrakte    einmal mit 15 cm3 gesättigter Natriumchloridlösung   ausschüt-    telt. Man trocknet die   vereinigten Chloroformlösun-    gen, filtriert und dampft das Chloroform bei   40     unter vermindertem Druck ab. Der Rückstand wird im Hochvakuum destilliert.

   Bei 155-158 /   2-10-3    mm Hg geht das Benzoyl-methyl-hydrazon des N-Isopropyl-4-piperidons als zähflüssiges gelbes   01    über, das auch nach längerem Stehen nicht kristallisiert.



   4,79   g    des benzoylierten N-Isopropyl-piperidon4-methyl-hydrazons werden in 50 cm3 Eisessig in Gegenwart von 100 mg vorhydriertem Platinoxyd als Katalysator bei Raumtemperatur und 730 mm Hg hydriert. Nach   31/4 Stunden    ist die theoretisch erforderliche Menge Wasserstoff aufgenommen. Man filtriert vom Katalysator ab, verdampft den Eisessig im Vakuum bei 60  und verseift den öligen Kolbenrückstand durch fünfstündiges Erhitzen in 75 cm3   23 /aigen Salzsäure    zum Sieden am Rückfluss. Man kühlt auf   0     ab, filtriert von der ausgefallenen Benzoesäure ab und dampft das Filtrat bei   80     im Vakuum zur Trockne ein.

   Der schmierige, zum Teil kristallisierte Rückstand wird aus Methanol-Äther umkristallisiert, wobei   oo-(N-Isopropyl-piperidyl-4)-      cc'-methyl-hydrazin-dihydrochlorid    in farblosen Prismen erhalten wird, die nach viermaligem Umkristallisieren aus diesem Lösungsmittel bei 247 bis   253     unter Zersetzung schmelzen.



   Beispiel 4
Man versetzt eine Lösung von 110,28 g N-Isopropyl-4-piperidon in 200 cm3 abs. Athanol tropfenweise mit 79,2 g Isopropyl-hydrazin-hydrat gelöst in 40   cm3    abs. Athanol, wobei durch Kühlung die Temperatur zwischen 20 und   30     gehalten wird. Anschliessend erwärmt man die Mischung 40 Minuten lang auf   60-65     und dampft die Lösung unter vermindertem Druck bei   80     ein. Der Rückstand wird im Vakuum destilliert. Unter 1 mm Hg geht (N-Iso  propyl-4-piperidon)-i'sopropyl-hydrazon    bei 86-88  über.



   Man versetzt eine Lösung von 150,3   g    (N-Isopropyl-4-piperidon)-isopropyl-hydrazon in 450 cm3 Chloroform tropfenweise mit 108   g    Benzoylchlorid, gelöst in 220 cm3 Chloroform, wobei durch Kühlung mit Eis-Kochsalz-Mischung die Temperatur auf 15  gehalten wird. Die Lösung wird'1/2 Stunde zum Sieden am Rückfluss erhitzt, dann mit 300   cm3    Chloroform verdünnt und nach dem Abkühlen mit Eis mit 400 cm3 eiskalter   l Öliger    Natronlauge ausgeschüttelt. Man extrahiert den Laugenauszug zweimal mit je 300 cm3 Chloroform, wäscht die Chloroformextrakte mit gesättigter Natriumchloridlösung, vereinigt sie und dampft sie nach Trocknen über Natriumsulfat ein.

   Der verbleibende Rückstand destilliert als   zähflüssiges,      gelbgefärbtes    Öl bei 145 bis   155 /0,    002 mm Hg. Man versetzt eine Auf  schlämmung    von 2700 mg vorhydriertem Platinoxyd in   100    cm3 Eisessig mit einer Lösung von 205,03   g      (N-Isopropyl-4-piperidon)-isopropyl {benzoyl-hy-    drazon in 1000 cm3 Eisessig und hydriert das Gemisch unter Atmosphärendruck bei Zimmertemperatur, wobei die für die Aufrichtung der C=N-Doppelbindung benötigte Menge Wasserstoff innert 9 Stunden aufgenommen wird.

   Man dampft die vom Katalysator abfiltrierte Lösung unter vermindertem Druck bei 60  ein und erhitzt die Lösung des viskosen   gelbgefärbten    Rückstandes in 1200 cm3   23 < '/oiger wässeriger Salzsäure    8 Stunden zum Sieden am Rückfluss. Nach dem Abkühlen dampft man die von der auskristallisierten Benzoesäure abfiltrierte Lösung im Vakuum bei 80  ein, worauf der   Rück-    stand,   co-      (N-Isopropyl-piperidyl-4)-c ()'-isopropyl-    hydrazin-dihydrochlorid kristallin erstarrt. Farblose Nadeln vom Smp.   258-262     (Zers.) nach Umkristallisieren aus Athanol.



   Das Dihydrochlorid liefert beim Behandeln mit methanolischer Kalilauge das freie   c,-(N-Isopropyl-      piperidyl-4)-cu-isopropyl-hydrazin    als wasserklare farblose Flüssigkeit mit dem Sdp. 80 /0, 25 mm   Hg,      n,      =      1,    4711.



      Beispiel S   
Man versetzt eine Lösung von 107,0   g    Äthyl  hydrazin-dihydrochlorid    in 800 cm3 Athanol bei 20  tropfenweise mit 800 cm3 Äthanol, in welchem 35,5 g Natrium aufgelöst worden sind und erhitzt die Mischung 1/2 Stunde zum Sieden am Rückfluss.



  In das auf   10     abgekühlte Gemisch lässt man die Lösung von 91,5 g N-Methyl-4-piperidon in 90 cm3 Athanol unter Rühren eintropfen. Man erhitzt anschliessend 1/2 Stunde zum Sieden am Rückfluss, kühlt auf 0  ab, filtriert vom ausgefallenen Kochsalz ab und dampft das Filtrat bei   60     unter vermindertem Druck ein. Der Rückstand wird im Vakuum destilliert. Unter 0,1 mm Hg geht (N-Methyl-4-piperidon) äthyl-hydrazon bei   58-61     über. Man versetzt die Lösung von 39,57 g   (N-Methyl-4-piperidon)-äthyl-    hydrazon in 300 cm3 Chloroform tropfenweise mit 35,85 g Benzoylchlorid, gelöst in 35   cm3 Chloro-    form, wobei durch Kühlung mit Eiskochsalzmischung die Temperatur auf   10-200    gehalten wird.

   Die gelbgefärbte Reaktionslösung wird   1/2    Stunde zum Sieden am Rückfluss erhitzt und nach dem Abkühlen zweimal mit je 100 cm3   100/piger    Natronlauge ausgeschüttelt. Man extrahiert die vereinigten Laugenauszüge zweimal mit je 100 cm3 Chloroform und dampft die über Natriumsulfat getrockneten vereinigten Chloroformextrakte ein. Der verbleibende   Rück-    stand destilliert als   zähflüssiges    Öl bei einer Badtemperatur von 135-163 /0, 2 mm Hg.

   Man versetzt die Aufschlämmung von 800 mg vorhydriertem Platinoxyd in 100 cm3 Eisessig mit einer Lösung von 72,3 g   (N-Methyl-4-piperidon)-äthyl-benzoyl-    hydrazon in 500   cm3    Eisessig und hydriert das Gemisch unter Atmosphärendruck bei Zimmertemperatur, wobei die für die Aufrichtung der C=N-Doppelbindung benötigte   Menge-Wasserstoff    innert 6   Stun-    den aufgenommen wird. Man dampft die vom Kata  lysator    abfiltrierte Lösung unter vermindertem Druck bei 60  ein und erhitzt die Lösung des viskosen Rückstandes in 600 cm3   23 /eiger wässeriger Salz-    säure 8 Stunden zum Sieden am Rückfluss.

   Nach dem Abkühlen dampft man die von der auskristallisierten Benzoesäure abfiltrierte Lösung im Vakuum bei   800 ein,    worauf der Rückstand,   o)- (N-Methyl-      piperidyl-4)-o -äthyl-hydrazin-dihydrochlorid    kristallin erstarrt. Farblose Nadeln vom Smp.   231-233     (Zers.) nach Umkristallisieren aus   Athanol/Methanol.   



   Das Dihydrochlorid liefert beim Behandeln mit methanolischer Kalilauge das freie   c,-(N-Methyl-      piperidyl-4)-c, a'-äthyl-hydrazin    wasserklare wasserklare lose Flüssigkeit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinderivaten der Formel I EMI4.1 Ri = Alkyl R2 = Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen dadurch gekennzeichnet, dass man ein Hydrazin der Formel 11 RtNHNH2 II mit einem 4-Piperidon der Formel III EMI4.2 zu einem Hydrazon der Formel IV EMI4.3 kondensiert, dieses mit einem reaktionsfähigen Derivat einer organischen Monocarbonsäure acyliert, das acylierte Hydrazon der Formel V EMI4.4 worin X ein Acylrest einer organischen Monocarbonsaure ist, mit katalytisch erregtem Wasserstoff zum acylierten Hydrazin reduziert und aus dem Reduktionsprodukt die Acylgruppe abspaltet.
CH356769D 1956-04-26 1956-04-26 Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinderivaten CH356769A (de)

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