Verfahren und Vorrichtung zum Härten von Oberflächen an metallenen Gegenständen durch elektrische Induktionserhitzung und Abschrecken Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Vorrichtung zum Härten von einspringenden Oberflächen an metallenen Gegenständen, insbeson dere von einander gegenüberliegenden Zahnflanken zweier benachbarter Zähne eines Zahnrades und des Zahngrundes zwischen diesen Flanken durch elek trische Induktionserhitzung und Abschrecken.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass der die einspringende Oberfläche aufweisende Gegenstand und eine mindestens an nähernd dem Umriss der einspringenden Oberfläche angepasste Arbeitsfläche eines Induktors in eine Kühl flüssigkeit eingetaucht werden, dass im untergetauch ten Zustand durch Erregung des Induktors der der Arbeitsfläche gegenüberliegende Bereich der einsprin genden Oberfläche erhitzt wird und dass gleichzeitig eine Relativbewegung zwischen dem Induktor und dem Gegenstand erfolgt, so dass der Bereich der vom Induktor induzierten Wärme die Oberfläche des Ge genstandes überquert und der fortlaufend während der Querbewegung freigegebene Bereich durch die den Induktor und die einspringende Oberfläche umge bende Kühlflüssigkeit abgeschreckt wird.
Zur Durchführung dieses Verfahrens kann eine Vorrichtung verwendet werden, die ein Tragmittel für einen Induktor, Mittel zum Zuführen von elektri schem Strom zum Induktor, eine Halterung für den Gegenstand, Mittel zur Erzeugung einer Relativbewe gung zwischen dem Tragmittel und der Halterung zur Querverschiebung einer Oberfläche des Gegenstandes und Erhitzung durch den Induktor und einen Be hälter für eine Kühlflüssigkeit, in welcher die Ober fläche des Gegenstandes und eine Arbeitsfläche des Induktors untertauchbar sind, aufweist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist gekenn zeichnet durch Mittel zur Erzielung einer Relativ bewegung in vertikaler Richtung zwischen dem Behäl ter auf der einen Seite und dem Tragmittel und der Befestigungseinrichtung auf der anderen Seite, so dass der Gegenstand auf letzterer eingestellt und bezüglich des Induktors verstellt werden kann, während er sich über dem Flüssigkeitsspiegel befindet, und dass der Gegenstand und die Arbeitsfläche des Induktors mit einander in ihre Arbeitsstellung in der Flüssigkeit untertauchbar sind.
Eine beispielsweise Ausführungsform einer Vor richtung zum Härten von Zähnen von Zahnrädern durch Hochfrequenzinduktionsheizung ist in der bei liegenden Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1 und 2 einen Aufriss bzw. einen Seitenriss der Vorrichtung, Fig. 3 eine Draufsicht, Fig. 4 in grösserem Massstab eine Draufsicht des Endteiles des Tragmittels für einen Induktor nach den Fig. 1 bis 3, Fig. 5 eine Einzelansicht von Mitteln zum Heben oder Senken eines Behälters, der das Kühlmittel ent hält, Fig. 6 eine Einzelansicht des Induktors und zu sätzlichen Kühlmitteln in der Form von Düsen, die benachbart zum Induktor befestigt sind,
um Kühl- mittelstrahlen gegen ein Zahnrad zu richten, Fig. 7 die in Fig. 6 gezeigten Teile in der Rich tung des Pfeiles in dieser Figur gesehen, Fig. 8 und 9 sind vergrösserte Seiten bzw. Drauf sichten von Führungsmitteln, die eine Zahnlücke eines Zahnrades, das gehärtet werden muss, während der Arbeit der Vorrichtung in bezug auf den Induktor festhalten, und Fig. 10 eine abgeänderte Befestigungseinrichtung für das Zahnrad, die in der senkrechten Ebene gekippt werden kann, um das Härten der Zähne eines Kegel rades zu gestatten.
Nach den Fig. 1 bis 3 der Zeichnung weist das Gestell der Maschine 20 einen Unterteil 21 auf, auf dessen einer Seite ein rechteckiger, kastenähnlicher Teil 22 nach oben ragt. Quer über der Oberseite des Teiles 22 verläuft eine waagrecht angeordnete Trag stange 23, die in Stützen 24 befestigt ist, welche Trä ger 25 für einen Induktor 26 trägt, an welchen Hoch frequenzstrom von einer Transformereinheit 27 ge liefert wird, die am vorspringenden Endteil 25a des Trägers aufgehängt ist und an dessen Unterseite der Induktor abnehmbar befestigt ist und von diesem nach unten vorspringt.
Der Träger 25 ist mittels La gern 28 verschieb- und drehbar auf der Tragstange 23 befestigt, welche Lager 28 die Stützstange 23 zum Teil umfassen. Hochfrequenzstrom wird durch einen Hochfrequenzinduktionsheizgenerator an die Trans formereinheit 27 geliefert.
Auf derselben Seite des Teiles 22, auf welcher der Induktor 26 angeordnet ist, ist eine Befestigungsein richtung 29 für das Zahnrad 30, das gehärtet werden soll, vorgesehen, wobei die Befestigungseinrichtung die Form einer Richtplatte oder eines Arbeitstisches 31 aufweist, der parallel zur vordern senkrechten Fläche des Teiles angeordnet und von einer platten ähnlichen Stütze 32 getragen ist. Das Zahnrad 30 ist am Arbeitstisch 31 auf zwei waagrecht vorspringen den Armen 33 befestigt, deren Oberseite Blöcke 34 mit halbkreisförmigen Aussparungen 35 tragen, die darin ausgebildet sind, um einen Dorn 36, auf wel chem das Zahnrad befestigt ist, aufzunehmen, wobei Mittel vorgesehen sind, um die Welle in Stellung in den Aussparungen zurückzuhalten.
Mit Vorteil sind die Blöcke 34 so angeordnet, dass die Achse des Dor- nes 36 in einer senkrechten Ebene verläuft, die die senkrechte Mittellinie des Induktors 26 enthält. Bei der gezeigten Vorrichtung sind die'Arme 33a zum Halten eines Zahnrades 30 mit verhältnismässig gro ssem Durchmesser, zum Beispiel 66 cm, eingerichtet und die Arme ragen über den Block 34 hinaus gegen die Stützsäulen 37, die gegenüber dem Teil 22 vom Unterteil 21 emporragen.
Eine waagrechte Schiene 38 überspannt die Lücke zwischen den obern Enden der Säulen 37, und die äussern Enden 33a der Schenkel 33 werden von der Schiene mittels senkrecht einge schraubter Stangen 39 getragen, welche diese äussern Enden mit Bügeln 40 verbinden, die gleitbar auf der Stange befestigt sind. Mittel, die in der Folge be schrieben werden, sind für das Heben und Senken der Richtplatte 31 relativ zur Stütze 32 vorgesehen, und die eingeschraubten Stangen 39 werden nachge stellt, um sich der Stellung der Richtplatte anzu passen.
Es sind Mittel zum Heben oder Senken des In- duktors 26 relativ zur Befestigungseinrichtung 29 für das Zahnrad vorgesehen, um der Nase 26a des In- duktors, die eine V-Form aufweist und so angeordnet ist, dass ihre Nase nach unten zeigt, zu gestatten, in eine Zahnlücke des Zahnrades einzutreten, um die Flanken und den Grund, welche eine solche Zahn lücke begrenzen, zu erhitzen.
Der vorspringende End- teil 25a des Trägers 25 ist mit den übrigen Teilen durch senkrecht angeordnete Schlitten 41 (Fig. 4) ver bunden, und das Heben und Senken des Endteiles und des Induktors 26, der durch diesen getragen wird, um Getrieberädern verschiedenen Durchmessers zu gestatten, gehärtet zu werden, wird von Hand durch eine Einrichtung 42 mit Schraube und Mutter ausge führt, wobei das obere Ende 42a der Schraube qua dratischen Querschnitt aufweist, um einen lösbaren Handgriff anzusetzen. Das Erhitzen wird durch eine waagrechte Querbewegung des Trägers 25 bewirkt, so dass der Induktor 26 am einen Ende in die Zahn lücke des Zahnrades 30 eintritt und diese in Axial richtung von einem Ende zum andern durchläuft.
Eine solche Bewegung des Trägers 25 wird durch eine Leitspindel 43 bewirkt, die parallel zur Stütz stange 23 angeordnet ist, und mit einer Schrauben mutterhälfte 44 zusammenarbeitet, die am Träger vorgesehen ist, wobei die Schraubenmutterhälfte schwenkbar an den letzteren mittels Radialarmen 45 befestigt ist, so dass eine Schwenkbewegung des Trä gers um die Stützstange durch die Anwesenheit der Schraubenmutterhälfte, die auch ausser Eingriff mit der Leitspindel bewegt werden kann, wenn dies ver langt ist, um dem Träger zu gestatten, schnell über die Maschine verstellt zu werden, nicht gestört wird.
Ein Behälter für Kühlflüssigkeit in der Form eines rechteckigen Tankes 46 ist gleitbar im Zwischenraum zwischen der Vorderseite des Sockels 22 und den Säulen 37 angeordnet, wobei Mittel vorgesehen sind, um den Tank zu heben oder zu senken, so dass das Zahnrad 33 und die Nase 26a des Induktors in die Kühlflüssigkeit eingetaucht werden, indem der Tank gehoben wird, bis der Spiegel des darin enthaltenen Kühlmittels zwischen dem obern und dem untern Ende des Induktors liegt, wie dies bei 47 in Fig. 2 gezeigt ist.
Das Heben und Senken des Tanks erfolgt mittels eines elektrischen Motors 48 (Fig. 5), der ein Kettenrad 49 dreht, über welches eine Kette 50 läuft, deren eines Ende am Tank befestigt ist, während das andere Ende ein Gegengewicht 51 trägt. Anschläge steuern den senkrechten Weg des Tanks, so dass dieser Weg in übereinstimmung mit dem Durchmesser des Zahnrades, das bearbeitet wird, gebracht werden kann. So kann, wenn die bearbeiteten Zahnräder einen klei nen Durchmesser aufweisen, der Weg des Tanks be schränkt werden, so dass ein minimaler Zeitaufwand nötig ist, um ein bearbeitetes Zahnrad durch ein nächstes zu behandelndes zu ersetzen.
Es ist ersichtlich, dass beim vorliegenden Verfah ren zum Härten von Zahnrädern, bei dem eine schmale streifenförmige Zone erhitzt wird, die längs der Flan ken zweier benachbarter Zähne wandert, eine be trächtliche Schwankung der Masse des Metalls hin ter der erhitzten Zone, mit entsprechend schwanken dem Mass der Wärmeableitung aus einer solchen Zone auftritt, indem die Masse des Metalls unter den Spitzen dieser Zähne zum Beispiel sehr viel kleiner ist als die Masse von Metall unter dem Zahngrund.
Wenn die Härtung wie in der vorliegenden Maschine 20 durchgeführt wird, wobei das Zahnrad 30 ganz im Kühlmittel eingetaucht ist, ist die Wirkung der Masse von Metall unter der erhitzten Zone beträchtlich ver mindert, und die Wärmeableitung aus der erhitzten Zone ist gleichmässiger. Immerhin können im Falle von Zahnrädern mit verhältnismässig schmalen Zahn spitzen, oder wenn es gewünscht wird, ein Härte muster zu erzeugen, das eine scharf begrenzte Kante auf der Oberfläche des Gegenstandes aufweist, zum Beispiel wenn nur der Grund und die Seiten eines Schlitzes gehärtet werden, um einen nicht gehärteten Bereich auf beiden Seiten des Schlitzes zu belassen, Hilfskühlmittel nötig sein, um die Wärmeableitung zu verhindern.
Solche Hilfskühlmittel weisen bei der vorliegen den Ausführung nach unten gerichtete Düsen 52 (Fig. 6 und 7) auf, wobei eine auf jeder Seite des Induktors 26 angeordnet ist und welchen durch Rohre 52a Kühlmittel zugeführt wird, wobei die Düsen in der Quermittelebene des Induktors liegen. Jede Düse 52 wird vom obern Ende des Induktors 26 durch eine Stange 53 gehalten, so dass die Düsen während der Querbewegung mit dem Induktor bewegt werden.
Die Öffnung 54 am untern Ende jeder Düse 52 ist so angeordnet, dass sie unter dem Spiegel 47 des Kühl mittels liegt, wenn der Tank 46 in seiner angehobenen Arbeitsstellung ist und die Düsen sind in bezog auf den Induktor 26 so angeordnet, so dass jeder ent sprechende Strahl, wie in Fig.7 gezeigt, auf eine Kante 55 an der obern Seite einer Zahnflanke ge richtet ist, die an die Zahnlücke 56, welche vom Induktor durchlaufen wird, angrenzt. Wenn der In duktor 26 mit einem den Kraftlinienfluss konzentrie renden Kern versehen ist, sind die Düsen ih der Quer mittelebene dieses Kerns angeordnet.
Da die Temperatur, die in der erhitzten Zone erreicht wird, bei ungefähr 800 C oder noch höher liegt, wird bei der Verwendung von Wasser als Kühl mittel ein Dampffilm um die erhitzte Zone herum er zeugt, der bestrebt ist, den Teil des Zahnrades 30, der die Zone umgibt, von der Kühlwirkung des umgeben den Wassers zu isolieren. Dieser Tendenz wird durch die Verwendung der genannten Abschreckdüsen 52 entgegengewirkt, die Strahlen kühlenden Wassers auf die kritischen Bereiche des Zahnrades richten.
Wenn der Induktor 26 in die Zahnlücke 56 ein tritt, richten die Abschreckdüsen 52 einen Strom küh lenden Wassers längs der Flankenenden der Zähne, welcher bestrebt ist, den Dampffilm, der sich darauf bilden könnte, zu entfernen oder dessen Bildung über haupt verhindert und den Flankenenden somit ge statten, wirkungsvoller gekühlt zu werden.
Sobald der Induktor 26 in die Zahnlücke 56 eintritt, wird jeder Abschreckstrahl auf die Kanten 55 der Zähme, die an die Zahnlücke angrenzen, und längs den anschlie ssenden Flanken solcher Zähne gerichtet, wodurch ein Dampffilm entfernt oder die Bildung eines Dampf filmes verhindert wird und so die Ausbreitung der Hitze über die Zahnspitzen verhindert und das An lassen des obern Endes einer anschliessenden Zahn flanke, die bereits gehärtet wurde, vermeidet.
Wegen der fortschreitenden Bewegung des Induktors 26 re lativ zum Zahnrad 30 befindet sich die erzeugte, strei- fenförmig erhitzte Zone immer in kleinem Abstand hinter der Quermittelebene des Induktors. Die Was serstrahlen aus den Abschreckdüsen 52 treffen auch die obern Kanten 55 der Zahnspitzen in einigem Ab stand hinter den Abschreckdüsen, zufolge des Wider standes auf die sich vorwärtsbewegenden Strahlen durch die Wassermasse im Tank 46.
Ein solches Zu rückbleiben der erhitzten Zone und der Wasserstrah len verlangt in einem gewissen Ausmass Anpassung, so dass die Wasserstrahlen im Quersinn in bezog auf die erhitzte Zone ausgerichtet sind, und eihe solche Anpassung wird erreicht, indem die Abschreckdüsen 52 relativ zum Induktor 26 angehoben oder gesenkt werden, um den Widerstand zu verändern, der durch den dazwischenliegenden Wasserkörper im Tank aus geübt wird, wodurch gestattet wird, eine Anpassung in beiden Bewegungsrichtungen des Induktors durch zuführen. Ein solches Heben oder Senken der Düsen 52 wird durch Heben oder Senken der Stange 53 bewirkt, von welcher sie getragen werden, wobei zum Einstellen Schrauben 57 vorgesehen sind.
Eine Ver längerung der Abschreckdüsen 52 in Richtung ihrer Bewegung, wie in Fig. 6 gezeigt, kann unter gewissen Umständen auch von Vorteil sein, um wirkungsvollere Kühlung der obern Enden der Flanken und der ober sten Kasten 55 der Zähne zu erhalten.
Allgemein mit 58 in Fig.2 bezeichnete Mittel sind vorgesehen, um das Zahnrad 30 einzustellen und so zu ermöglichen, dass eine Zahnlücke nach der andern in Deckung mit dem Induktor 26 gebracht und von diesem durchlaufen wird. Diese Mittel weisen ein Einstellglied 59 auf, das sich an die Nase 26a des Induktors anlegt und das durch einen Lenkmechanis mus 60 mit einer angetriebenen Kurvenscheibe 61 am Sockel 22 verbunden ist, wobei eine Drehung der Kurvenscheibe zeitlich bestimmt eine Hin- und Her bewegung des Einstellgliedes bewirkt, wodurch das Zahnrad jeweils um einen Zahn schrittweise weiter bewegt wird.
Die Leitspindel 43 ist ebenfalls durch angetriebene Mittel betätigt, die allgemein mit 62 bezeichnet, schematisch dargestellt sind, und mittels Anschlägen 63 (Fig. 1 und 3), die von einer waag rechten Welle 64 getragen werden, welche mit dem Träger 25 fest verbunden, um mit ihm eine Gleit- bewegung auszuführen und mit dem Schaltgetriebe zu sammenzuarbeiten, wobei die Einstellmittel 58 so an geordnet sein können, dass sie ih zeitlicher Folge mit der Querbewegung des Induktors 26 arbeiten, so dass der letztere eine Zahnlücke durchläuft, um die die selbe begrenzenden Zahnflanken zu erhitzen, worauf das Zahnrad 30 nachgestellt wird,
um die nächste Zahnlücke in Deckung mit dem Induktor zu bringen, der dann eine Bewegung in der andern Richtung aus- führt, um die Zahnflanken der nächsten Zahnlücke zu erhitzen, wobei der Vorgang automatisch wieder holt wird, bis alle Zahnlücken bearbeitet sind.
Ab wechslungsweise können die Anschläge 63 und das zugehörige Schaltgetriebe so angeordnet sein, dass der Induktor 26 zuerst eine Zahnlücke durchläuft, der selben dann Hochfrequenzstrom zugeführt wird, so dass die Erhitzung durchgeführt wird, während der Induktor in seine Ausgangslage zurückkehrt, worauf das Zahnrad geschaltet wird, um die nächste Zahn lücke in Deckung mit dem Induktor zu bringen, um den Flanken dieser nächsten Zahnlücke zu gestatten, erhitzt zu werden.
Im Fall von Zahnrädern mit durchgehenden Zäh nen, wo diese nicht an ein Schul'terendb anliegen, kann das Zahnrad im Hin- und Rückweg des Induktors geheizt werden, wie dies bereits beschrieben wurde. Bei mit Schultern versehenen Zahnrädern wird da gegen die Maschine so eingestellt, dass das Erhitzen nur bei der Bewegung des Induktors in einer Richtung durchgeführt wird. Zusätzlich zu den Mitteln 62 für den Antrieb der Leitspindel 43, ist für diesen Zweck auch ein Handrad 43a vorgesehen.
Die genaue Einstellung der Zahnlücke relativ zum dieselbe durchlaufenden Induktor 26 wird durch Füh rungsmittel 65 bewirkt, die, während des Arbeitens der Maschine, relativ zum Induktor 26 fest sind, und die in eine Zahnlücke des Zahnrades 30 eintreten und das letztere während des Durchlaufes des Induktors gegen Drehung festhalten. Diese Führungsmittel wei sen zwei Kugeln 66 auf, die am untern Ende je eines schwenkbaren Armes 67 (Fig. 8 und 9) angebracht ist, deren Länge und Winkelstellung relativ zu einem waagrecht angeordneten und quer beweglichen Schlit ten 68 verändert werden kann, um zu ermöglichen, die Lage der Kugeln relativ zur Nase 26a des In- duktors einzustellen.
Weitere Einstellung der Füh rungsmittel 65 wird auch durch die Befestigung des Schlittens 68 auf einem weiteren waagrechten Schlit ten 69 erhalten, der senkrecht zum letzteren ange ordnet ist, wobei die beiden Schlitten am untern Ende eines senkrechten Schlittens 70 befestigt sind, der im Endteil 25a des Trägers senkrecht verstellbar ist, und der durch einen abnehmbaren Handgriff 71, der sich über dem letzteren befindet, bedient werden kann. Die gewölbten Oberflächen der Kugeln 66 er geben eine Zentrierwirkung, wenn die Führungsmittel 65 in die Zahnlücken eingreifen.
Die Arme 67 und die verschiedenen Schlitten werden so eingestellt, dass die Führungsmittel 65 in eine Zahnlücke möglichst nahe beim Induktor 26 eingreifen, mit Vorteil in die nächste Zahnlücke, um eine Summierung von Feh lern, zufolge kleinen Differenzen der Zahnabstände, zu vermeiden.
Während der Induktor 26 die Zahn lücke durchläuft, ist der Träger 25 auf der Stütz stange 23 und den Führungsmitteln 65 abgestützt, so dass der Träger leicht um die Achse der Stütz stange kippen kann, um sich selbst irgendeiner leich ten Schwankung der radialen Tiefe der Zahnlücke an zupassen. Ein. Gegengewicht 72 dient dazu, den Druck, den die Tragmittel 25 auf die Führungsmittel 65 nach unten ausüben, zu vermindern, wobei das Gegen gewicht gegen die Stützstange 23 zu von derselben wegbewegbar ist, um zu gestatten, den Druck nach unten so einzustellen, dass nur eine leichte Belastung auf die Führungsmittel ausgeübt wird.
Es sind Mittel vorgesehen, die durch die Bewe gung des Trägers 25 nacheinander zum Arbeiten ge bracht werden, um den Bereich des Hochfrequenz stromes, der an den Induktor 26 geliefert wird und/ oder die Geschwindigkeit, bei welcher eine Bewegung ausgeführt wird, automatisch zu verändern, um zu gestatten, dass das gewünschte Hitzemuster auf den Zähnen des Zahnrades 30 erreicht wird.
Eine Gleit- bewegung des Trägers 25 veranlasst Anschläge 73, die einstellbar auf einer waagrechten Stange 74 ange ordnet sind, die mit ihrem innern Ende am Träger befestigt ist, mit Gliedern in Kontakt zu treten, wel che dadurch Mittel betätigen, welche die Spannung des Hochfrequenzstromes, der an den Induktor gelie fert wird, steuern und/oder Geschwindigkeitsverände rungen in der Vorrichtung zu bewirken, durch welche der Träger bewegt wird. Auf ähnliche Weise bewir ken die Anschläge 75 auf einer weiteren waagrech ten Stange 76, das Ein- und Ausschalten des Hoch frequenzstromes, der an den Induktor 26 geliefert wird.
Um dem Induktor 26 und den Führungsmitteln 65 zu gestatten, um eine senkrechte Achse zu schwingen und damit dem Steigungswinkel eines Schrauben rades zu folgen, ist der vorspringende Endteil 25a des Trägers 25, auf welchem der Transformer 27 be festigt ist, als getrennte Einheit ausgebildet, die durch den innern Teil 25b des Trägers auf Kurvenführun gen 77 (Fig. 4) in einer waagrechten Ebene abge stützt ist.
Die Kurvenführungen 77 sind relativ zum Induktor 26 so angeordnet, dass der Mittelpunkt 77a, um welchen sie verlaufen, mit der senkrechten Mittel linie des Induktors zusammenfällt. Feineinstellmittel in der Form einer Schraube mit Mutter 78 sind vor gesehen, um dem Induktor 26 und den Führungs- mitteln 65 zu gestatten, in einem gewählten Winkel festgelegt zu werden und eine gewünschte Stellung beizubehalten.
Eine abgeänderte Befestigungsart für das Zahn rad ist in Fig. 10 gezeigt, wo der Arbeitstisch 31a mittels eines zentral angeordneten senkrechten Zap fens 79 auf einer Unterlage 32a befestigt ist, so dass der Tisch 31a in einer senkrechten Ebene, parallel zur Achse der Stützstange 23 um den Zapfen ge kippt werden kann, um zu gestatten, eine ganze Zahn lücke eines geschliffenen Zahrades in eine waagrechte Ebene zu bringen, so dass die Zahnlücke vom Induk tor 26 durchlaufen werden kann.
Der Zapfen 79 ist in einem Block 80 befestigt, der gleitbar in einem senkrechten Schlitz 81 in der Stütze 32a angeordnet ist, wobei die senkrechte Gleitbewegung des Blocks und des Zapfens und folglich des Tisches 31a durch eine Gewindespindel 82, die in eine Schraubenmutter 82a im Block eingreift, bewirkt wird. Die Drehung der Spindel 82 wird mittels einer waagrechten Welle 83 über Kegelräder 84 bewirkt, um den Tisch 31a und das Zahnrad, das auf dem letzteren auf horizontal vorspringenden (nicht gezeichneten) Blöcken befestigt ist, zu heben oder zu senken, gegen den Induktor zu oder von demselben weg, um zu gestatten, dass Zahnräder verschiedenen Durchmessers behandelt werden können.
An ihrem äussern Ende ist die waag rechte Welle mit Handkurbel 94 (Fig. 3) versehen. Um den Tisch 31a an der Stütze 32a in der ge wählten Winkelstellung zu befestigen, ist eine Mutter auf einem Bolzen 85 vorgesehen, der am Block 80 befestigt ist und durch einen bogenförmigen Schlitz 87 im Tisch hindurchragt, wobei weitere Muttern und Bolzen 87 in bogenförmigen Schlitzen 88 im Tisch vorgesehen sind, wobei auch senkrechte Schlitze 89 in der Stütze 32a angebracht sind. An der einen Seite der Stütze 32a und des Tisches 31a sind Ein stellmittel 90 mit Schraube und Mutter angeordnet, um die richtige Einstellung des Winkels des letzteren zu ermöglichen.
Im weiteren kann, wenn Zahnräder mit grossem Durchmesser behandelt werden, der Tank 46 für die Kühlflüssigkeit weggelassen und eine Einrichtung zur Aufnahme der Kühlflüssigkeit um das Zahnrad herum aufgebaut werden, wobei der Flüssigkeitsspiegel so ist, dass der Induktor die Zahnlücke, die behandelt wird und die zusätzlichen Abschreckdüsen, wenn solche verwendet werden, unter der Oberfläche der Kühl- flüssigkeit liegen. Wenn gewünscht, kann bei einer solchen Einrichtung der obere Teil des Zahnrades über den Spiegel der Kühlflüssigkeit hinausragen.
Wenn das Erhitzen durchgeführt wird, indem der Induktor nur in einer Richtung bewegt wird, können Mittel vorgesehen sein, welche den Rücklauf des In- duktors zwischen den Heizvorgängen mit beträchtlich höherer Geschwindigkeit ausgeführt wird als diejenige, die beim Erhitzen angewendet wird, wobei die An schläge 73 ein Schaltgetriebe betätigen, durch welches die obige Wirkung erzielt wird.