Festkörper-Bildverstärker mit einer Leuchtschicht und photoempfindlichen Elementen Die Erfindung bezieht sich auf einen Festkörper- Bildverstärker mit einer auf einem mit einer durch sichtigen Elektrode versehenen, ebenfalls durchsichti gen Träger angebrachten Leuchtschicht, deren Lu mineszenz von an der von dem Träger abgekehrten Seite der Leuchtschicht angeordneten, von einem pro filierten, isolierenden Untergrund getragenen, photo empfindlichen Elementen,
denen eine zweite Elek trode zugeordnet ist, gesteuert wird.
Bei einem Festkörper-Bildverstärker bewirken die von einem auf die photoempfindliche Schicht gewor fenen primären Strahlungsbild herbeigeführten ört lichen Impedanzänderungen dieser Schicht eine ört liche Änderung desjenigen Teiles einer an die Elek troden angelegten elektrischen Spannung,
welcher an der Leuchtschicht auftritt. Diese örtlichen Spannungs- änCizrungerr bewirken eine örtliche Änderung der Leuchtstärke dieser Schicht, so dass ein Leuchtbild entsteht, das positiv oder negativ dem primären Strahlunggsbild entspricht.
Bei einem der ersten in der Literatur beschriebe nen Festkörper-Bildverstärker war eine photoemp findliche Schicht gleichmässiger Stärke unmittelbar oder unter Zwischenfügung einer dünnen undurch sichtigen Zwischenschicht auf einer im wesentlichen aus einem elektroleuchtenden Stoff bestehenden Leuchtschicht angebracht.
Da bei diesem Bildverstär ker die Photoizitung in d'er Stärkerichtung der photo empfindlichen Schicht erfolgt, entsprach das Ergeb nis nicht den Erwartungen. Darauf sind verschiedene Bauarten bekannegeword'en, bei denen die Photolei tung im wesentlichen in Richtung der Oberfläche der photoempfindlichen Schicht erfolgt. Hiermit ergibt sich ein günstigeres Verhältnis zwischen der Dunkel impedanz der photoempfindlichen Elemente und der Impedanz der zugeordneten Leuchtelemente.
So wurde zum Beispiel beschrie#ben, dass man den photo empfindlichen Stoff in Form von quer zur Leucht schicht stehenden kleinen Säulen anbringen kann, die mittels eines durchsichtigen, die auffallende Primär strahlung streuenden Isolators voneinander getrennt sind.
Bei einer weiteren bekannten Bauart ist eine grosse Zahl von in einer durchsichtigen Isolierplatte aus Kunstharz eingeschnittenen V-förmigen Nuten mit dem photoempfindlichen Stoff aufgefüllt und darauf eine undurchsichtige, den elektrischen Strom diffun- dierende Zwischenschicht aus leitendem Cadmiumsul- fid und eine elektroleuchtende Schicht angebracht.
Die Elektrode für den photoempfindlichen Stoff be steht dabei aus mehreren elektrisch durchverbun denen, schmalen, leitenden Streifen, die je auf dem Boden einer Nut in der Isolierplatte angebracht sind.
Eine Verbesserung gegenüberdieser Bauart wird er zielt, wenn in einer verhältnismässig starken photo- empfindlichen Schicht, die unter Zwischenfügung einer undurchsichtigen Schicht und einer den elektri schen Strom diffundierenden, schwach leitenden Schicht auf einer elektroleuchtenden Schicht ange bracht und an der von der elektroleuchtenden Schicht abgekehrten Seite mit einer flächenförmigen Elek trode versehen ist, gegenseitig parallele V-förmige Nuten -eingeschnitten werden,
die bis in die den olek- trischen Strflm diffundierende Zwischenschicht rei chen. Die auf den Spitzen zwischen den Nuten ver bliebenen linienförmigen Edektrodenteile werden ge genseitig diurchverbunden und bilden auf diese Weise die Elektrode für den photoempfindlichen Stoff.
Die Elektrode für die elektroleuchtende Schicht besteht in üblicher Weise aus einer leitenden Oberflächen- schicht einer die elektroleuchtende Schicht tragenden, durchsichtigen Isolierplatte. Auch letztere Ausführungsform. entspricht nicht völlig den Erwartungen, da festgestellt wurde, dass mit dem Schneiden der Nuten in der photoempfindlichen Schicht, die aus einem photoempfindlichen Stoff in einem auszuhärtenden Bindemittel besteht,
eine An derung der Empfindlichkeit und der Ansprechzeit des photoempfindlichen Stoffes einhergeht und auch eine Nachwirkung des Aushärtens des Bintdemittels auf diese Eigenschaften nachweisbar ist.
Die Erfindung bezweckt, einen Bildverstärker der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei dem die obenerwähnten Nachteile vermieden werden.
Der Bildverstärker nach der Erfindung weist,das Kennzeichen auf, dass der profilierte, isolierende, die Photoelemente tragende Untergrund sich zwischen der Leuchtschicht und den photoempfindlichen Ele menten befindet und dazu ummittelbar oder unter Zwischenfügung einer dünnen lichtreflektierenden und den elektrischen Strom diffundierenden Schicht auf der Leuchtschicht angebracht ist, und dass die photo empfindlichen Elemente sich in der Form einer ge schlossenen, gleichmässig dicken Schicht über die von der Leuchtschicht abgekehrte,
stellenweise bis in die Nähe der Lumineszenzschicht reichende, profilierte Oberfläche des Untergrundes erstrecken, wobei die dieser Schicht zugeordnete Elektrode sich an den Stellen grösster Dicke des Untergrundes befindet.
Da die photoempfindliche Schicht nach ihrer Her stellung nicht- mechanisch bearbeitet werden muss, werden die Eigenschaften des photompfindlichen Stoffes nicht nachteilig beeinflusst, und wegen der Dünnheit der Schicht ist von einer Nachwirkung de:s etwa vorhandlenen Bindemittels auf den photoemp findlichen Stoff wenig oder nichts zu spüren.
Die photoempfindfiche Schicht kann aufgedampft werden, wobei dann kein Bindemittel erforderlich ist, aber die Schicht kann auch aufgespritzt oder auf andere Weise auf dem profilierten Untergrund angebracht sein.
Bei einer günstigen Ausführungsform des Bild verstärkers besteht der Untergrund aus einer sich par allel zur Leuchtschicht erstreckenden Isolierschicht, die mit mehreren parallelen, mehr oder weniger V-för- migen Nuten versehen ist.
Bei einer weiteren Ausführungsform des Bildver- stärkers besteht der Untergrund aus dem Isolierman- tel mehrerer gegenseitig und zur Leuchtschicht parallel laufender dünner Metalldrähte, deren Durchmesser wesentlich geringer ist als die Isolierumhüllung. Es ist günstig, die Umhüllung der Drähte aus katapho- retisch angebrachtem Aluminiumoxyd bestehen zu lassen.
Bei einer noch weiteren Ausführungsform des Bildverstärkers besteht der Untergrund aus mehreren Perlen aus Isoliermaterial, z. B. Glas, die mehr oller weniger aneinander anliegend in einer zur Leucht- schicht parallelen Ebene angeordnet sind und mit der dieser Schicht zugekehrten Hälfte in einer schwach leitenden, den elektrischen Strom diffundierenden Schicht eingebettet sind.
Wie oben erwähnt, ist es bekannt, zwischen einer aus mehreren, im Querschnitt dreieckigen Leisten be stehenden photoempfindlichen Schicht und der Leuchtschicht eines Fes@tkörp;.rbildverstärkers eine den elektrischen Strom diffundierende Schicht zu ver wenden. Auf diese Weise wird vermieden, dass sich die Lumineszenz der Leuchtschicht in Linien am Fuss der photoempfindlichen Leisten konzentriert. Eine solche diffundierende Schicht, deren elektrischer Widerstand spannungsabhängig und die bei geringer Spannung schwach leitend ist, z. B. indem diese Schicht im wesentlichen aus leitendem Cadmium sulfid besteht, ist vorteilhaft auch beim Bildschirm nach der Erfindung anwendbar.
Eine unerwünschte Konzentration der Lumines zenz kann auf günstige Weise dadurch vermieden werden, dass zwischen der Leu.chtstoffschicht und dem Untergrund, an der Stelle seiner Täler, getrennte elek trisch gut leitende Hilfselektrodenelemente anLye- bracht werden.
Beim Bildverstärker nach der Erfindung kann die Leuchtschicht aus einem elektroleuchtenden Stoff und einem Bindemittel bestehen. Es ist jedoch möglich, die Schicht im wesentlichen aus einem Phophor be stehen zu lassen, welcher Feldlöschung der Lumines zenz aufweist.
Beim Betrieb einer solchen Ausfüh rungsform des Bildverstärkers nach der Erfindung wird die Leuchtschicht mehr oder weniger gleich mässig mit einer diese Schicht zum Aufleuchten brin genden Hilfsstrahlung bestrahlt. Örtliche Spannungs zunahmen an dieser Schicht unter der Einwirkung von Impadanzänderungen in der photoempfindlichen Schicht bewirken eine mehr oder weniger grosse Ab nahme der Lumineszenz, so d'ass die Leuchtschicht ein Bild ergibt, welches das Negativ des auf.
die photo empfindliche Schicht geworfenen primären Strah- lungsbildes ist.
In -der beiliegenden Zeichnung sind einig;. Aus führungsbeispiele des Bildverstärkers nach der Erfin dung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 in isometrischer Projektion einen Teil eines ersten Ausführungsbeispiels des Bildverstärkers nach der Erfindung, wobei verschiedene Schichten teilweise entfernt sind, Fig. 2 einen Teil des Querschnitts eines zweiten Ausführungsbeispiels,
und Fig. 3 zeigt einen Teil des Querschnitts eines wei teren Ausführungsbeispiels.
Bemerkt wird, d'ass deutlichkeitshalber verschie dene Abmessungen in den in vergrössertem Massstab dargestellten Figuren nicht im gegenseitig richtigen Verhältnis angegeben sind. Insbesondere sind die Ab messungen einiger Schichten in deren Stärkerichtung mehr oder weniger übertrieben dargestellt. Die we sentlichen Abmessungen sind grösstenteils in der nachfolgenden Beschreibung bung erwähnt.
Beim Bildverstärker nach Fig. 1 ist auf einer durchsichtigen, aus Glas bestehenden Tragplatte 1 eine flächenförmige durchsichtige Elektrode 2 an- gebracht, die aus einer dünnen leitenden Zinnoxyd- Schicht besteht. Auf dieser Elektrode befindet sich eine elektroleuchtende Schicht 3, die im wesentlichen aus einem elektroleuchtenden Stoff, z. B. mit Kup fer und Aluminium aktiviertem Zinksulfid, und einem Bindemittel, wie Harnstoff-Formaldchyd, be steht. Die Schicht 3 hat eine Stärke von etwa 50 Mikron.
An der von der Tragplatte 1 abgekehrten Seite der Schicht 3 sind mehrere parallele isolierende Lei sten 5 vorgesehen. Zwischen aufeipand'erfolgenden Leisten 5 wird jeweils eine V-förmige Nut 6 gebildet, deren Wände einen Winkel von etwa 60 einschlie ssen und die bis an die Schicht 3 reichen. Die Lei sten 5 bestehen aus einem Isoliermaterial, z. B.
Poly styrol oder feinkörnigem Glaspiulver in einem Binde mittel wie Harnstoff-Formaldehyd, welches nötigen falls durch Zusatz eines Farbstoffs oder eines schwar zen Lacks für die von der Schicht 3 emittierte Strah- lupg undurchlässig gemacht ist. Die Leisten haben eine, Höhl von etwa 0,5 mm und einen Abstand zwischen ihren Mitten von etwa 0,8 mm. Die fla chen Scheitel der Leisten haben eine Breite von etwa 200 Mikron und sind mit gut leitenden, z.
B. aus Silber bestehenden, Elektrodenstreifen 7 gleicher Breite versehen.
Zwischen der elektroleuchtenden Schicht 3 und den Leisten 5 sind mehrere getrennte, elektrisch auf leitende Hilfsefektrod'enelemente 4 vorgesehen, die aus einem aufgedampften oder auf andre Weise niedergeschlagenen Metall, z. B. Aluminium, beste hen können. Die Stärke dieser Elemente kann einige Mikron betragen.
Die Elemente 4 sind derart ge ordnet, dass jede Nut 6 auf einer Reihe von Hüfs- elektrodenelementen liegt, die sich beiderseits dieser Nut unter einem Teil der nebenlieggenden Leisten 5 erstrecken. Die: Abmessung der Hilfselektro-denele- mente ist in der Längsrichtung der Nuten praktisch gleich derjenigen in ihrer Querrichtung.
Da die Hüfs- elektroJenelemente gegenseitig galvanisch getrennt sein müssen, ist letztere Abmessung kleiner als der Abstand zwisc::en den Mitten zweier aufeinander folgender Nuten. Die Breite der Zwischenräume zwi schen den Hilfselektrodenzlementen beträgt etwa 200 Mikron.
Die Leisten 5 mit den darauf angebrachten Elek- trodenstreifen 7 werden dadurch erzielt, dass in einer auf der elektroleuchtenden Schicht 3 mit den Hilfs elektroden 4 angebrachten, geschlossenen Isolier schicht, die vorzugsweise aus einem feinkörnigen Glaspulver und einem Bindemittel besteht und mit einer Metall'isierung versehen ist, mittels eines Kratz- instrumentes gleichzeitig mehrere parallele Nuten gekratzt werden, die bis an die Hilfselektroden- elemente 4 reichen.
Die Nuten können aber auch auf andere Weise als mittels eines Kratzinstrumentes hergestellt werden.
Würden beim Schneiden der Nuten 6 die Hilfs- elektrodenelemente 4 durchschnitten werden, so braucht dies nicht als bedenklich angesehen zu wer den, vorausgesetzt, dass nicht tief in der elektroleuch- tenden Schicht 3 eingeschnitten wird.
Es kann gün stig sein, zwischen der elektroleuchtenden Schicht 3 und den Hilfselektrodenelementen eine in Fig. 1 nicht dargestellte, dünne Isolierschicht anzubringen, die im wesentlichen aus Titandioxyd oder Magne- siumoxyd besteht.
Diese Schicht reflektiert das beim Betrieb dels Bildverstärkers von der Schicht 3 emit tierte Licht und kann ein Einschneiden der Schicht 3 verhüten, wenn beim Bilden der Leisten 5 die Hilfs- elektrodenelemente gegebenenfalls durchschnitten würden.
Die Leisten 5 mit den Elektrodenstreifen 7 auf ihren Scheiteln bilden den Untergrund für eine un unterbrochene Schicht 8, die im wesentlichen aus einem photoempfindlichen Stoff, das heisst einem Stoff besteht, dessen spezifische elektrische Impe danz durch eloktromabnetische und/oder korpusku- lare Strahlung umkehrbar zu ändern ist.
Die Schicht 8, die zum Beispiel aus mit Kupfer und Chlor akti- viertem Cad'miumsulfi,d bestehen kann, hat eine durchschnittliche Stärke von 15 bis 30 Mikron und kann zum Beispiel durch Aufdampfen oder Aufsprit zen auf dem Untergrund angebracht sein.
Zum Inbetriebsetzen des beschriebenen Bildver stärkers werden die elektrisch durchverbundenen Elektrodenstreifen 7 (diese Durchverbindung ist in Fig. 1 schematisch mit 9 dargestellt) mit der einen Klemme einer Spannungsquelle 10 verbunden, deren andere Klemme mit der durchsichtigen flachen Elek trode 2 auf der Tragplatte 1 verbunden ist.
Bei Be strahlung der Schicht 8 mildem photoempfindlichen Stoff wird die von dieser Schicht stellenweise gebil dete Impedanz zwischen einem Elektrodenstreifen 7 und einem Hilfselektro,denelement 4 am Boden einer Nut 6 mehr oder weniger oreänd'ei-t, so dass die Span nung an demjenigen Teil der elektroleuchtenden Schicht 3, welcher sich zwischen dem betreffenden Hilfselektro,d'enelemerit 4 und ,
dem gegenüberliegen- den Teil der flachen Elektrode 2 befindet, stellen weise gleichfalls geändert wird. Die Spannung an der elektroleuchtenden Schicht 3 ändert sich somit in Abhängigkeit von der Bestrahlungsintensität der Schicht 8, so -d'ass die Schicht 3 gemäss -dem Muster eines auf die Schicht 8 geworfenen Strahlungsbildes aufleuchtet.
Die Spannungsquelle 10 liefert vorzugsweise eine Wechselspannung oder periodische Spannungs impulse, wobei die Frequenz gewöhnlich nicht nied riger als 50 Hz gewählt wird. Es kann vorteilhaft sein., die an die Elektroden des Bildverstärkers an zulegende Spannung mehr als eine Frequenz aufweisen zu lassen.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Bildverstärker befinden sich die der photoempfindlichen Schicht 8 zugeordneten Elektrodenstreifen 7 unter dieser Schicht. Diese Elektrodenstreifen können daher, wie es oben beschrieben wurde, gleichzeitig mit den Nu ten 6 gebildet sein: Es bestehen aber keine grund sätzlichen Bedenken dagegen, die Elektrodenstreifen 7 anzubringen, nachdem die Schicht 8 angebracht worden ist, also auf der Aussenseite der Schicht B.
Man kann sie dann zum Beispiel mit Hilfe einer lei tenden Tinte an der Stelle der Scheitel der Leisten 5 der Schicht 8 aufdrucken. Ein auf diese Weise auf gebauter Bildverstärker kann vorteilhaft sein, wenn die von der Schicht 8 zu verarbeitende Primärstrah lung von ihr stark absorbiert wird und somit eine geringe Eindringtiefe aufweist.
Zur Unterdrückung einer etwaigen Rückkopplung des von der Schicht 3 emittierten Lumineszenzlich- tes auf die photoempfindliche Schicht 8 kann das Material der Leisten 5 für diese Strahlung undlurchläs- sig gewählt werden, wie es eingangs erwähnt wurde. Die Hilfselaktrodenelemente 4 können naturgemäss die in der Tiefe der Nuten liegenden Teile der Schicht 8 für das Lumineszenzlicht abschirmen.
Die Zwischenräume zwischen den Hilfselektrodenelemen- ten können dabei mit einem schwarzen Lack bedeckt sein.
Diese Massnahmen können unterbleiben, wenn, wie im vorstehenden erwähnt wurde, zwischen der elektroleuchtenden Schicht 3 und den Hüfselektro- d'enelementen 4 ein-- dünne isolierende und reflektie rende Schicht angebracht ist.
In Fig. 2 ist von einem zweiten Ausführungsbei spiel des Bildverstärkers nach der Erfindung, bei dem ebenso wie beim Beispiel nach Fig. 1 eine durchsichtige Tragplatte vorhanden ist, ein Teil eines Querschnitts in einer quer zu dieser Tragplatte ste henden Ebene dargestellt.
Die Tragplatte 20 ist ein seitig mit einer durchsichtigen Elektrode 21 ver sehen, auf der eine elektroleuchtende Schicht 23 an gebracht ist. über diese elektroleuchtende Schicht erstreckt sich eine den elektrischen Strom diffundie- rende Schicht 24, die aus leitendem Cadmiumsulfid mit einem Bindemittel besteht.
An der von der Tragplatte 20 abgekehrten Seite der Schicht 24 befindet sich ein aus mehreren, in gleichen Abständen parallellaufenden dünnen Me talldrähten 25 bestehendes Gitter. Die Drähte dieses Gitters, die zum Beispiel aus Molybd'ändraht mit einem Durchmesser von 30 Mikron bestehen, sind je mit einer isolierenden Umhüllung 26 umgeben. Diese Umhüllungen, die.
aus Aluminiumoxyd (A1203) bestehen, sind auf kataphoretischem Wege auf die Drähte aufgebracht. .Die Umhüllungen 26, die aus genommen auf der Seite der Schicht 24 eine Stärke von etwa 300 Mikron haben,
bilden parallele Leisten mit jeweils einem Zwischenraum 27 mit einer Breite von etwa 150 Mikron. Diese Leisten bilden samt den zwischenliegenden schmalen Streifen der leitenden Schicht 24 den Untergrund für eine photoempfind liche Schicht 28 mit einer Stärke von 10 bis 25 Mi- kron, die aus aufgedampftem photo=pfin.dlichem Cadmiumsulfid besteht.
Die Schicht 28 ist an der Stelle der Scheitel der von den Umhüllungen 26 ge bildeten Leisten mit linienförmigen Elektroden 29 versehen, die gegenseitig elektrisch durchverbunden sind. Diese linienförmigen Elektroden sind nach dem Aufbringen der Schicht 28 dieser Schicht aufgedruckt.
Anstelle der den elektrischen Strom diffundie- renden Schicht 24 kann eine im wesentlichen aus Titandioxyd oder Magnesiumoxyd bestehende reflek tierende Schicht verwendet werden, die an der Seite des mit den Leisten 26 versehenen Drahtgitters 25 mit einer grösseren Zahl von getrennten, gut leiten den Hilfselektrodenelementen bedeckt ist.
Diese Hilfselektrodienelemente erstrecken sich je unter ne- beneinanderl'iegenden Leisten 26 und den dazwischen befindlichen Zwischenräumen 27 auf ähnliche Weise, wie sich die Hilfselektrodenelemente 4 im Beispiel nach Fig. 1 unter den Leisten 5 und den Nuten 6 erstrecken.
Beim Beispiel, von dem ein Teil des Querschnitts in Fig. 3 dargestellt ist, besteht der Untergrund für die photoempfindliche Schicht 30 aus einer grösseren Zahl von kleinen isolierenden Kügelchen 32, die mit der unteren Hälfte in. einer den elektrischen Strom diffundierenden Schicht 33 eingebettet sind. Diese schwach leitende, spannungsempfindliche Schicht ist auf einer elektroleuchtenden Schicht 34 angebracht, die auf der leitenden, eine Elektrode bildenden Ober flächenschicht 35 einer Glasplatte 36 liegt. Die Kü gelchen 32 bestehen aus Glasperlen mit je einem Durchmesser von 400 bis 500 Mikron. Diese Perlen sind mehr oder weniger aneinander anliegend in der Schicht 33 eingebettet.
Die -der photoempfindlichen Schicht 30 zugeord nete Elektrode besteht aus einer Metallisierung 37 einer Kunststoffolie 38, die mit dieser Metallisierung den Scheiteln der photoempfindlichen Schicht 30 aufgedrückt ist. Die Metallisierung 37 kann aus einem geschlossenen oder einem gitterförmigen Metallbelag der Folie 38 bestehen. Die Folie 38 und die Metalli- sierung 37 müssen für die von der photoempfind lichen Schicht 30 zu verarbeitende Primärstrahlung -durchlässig sein.
Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 und 2 besteht die der photoempfindlichen Schicht zugeordnete Elektrode aus mehreren Elektroden streifen, die vom Untergrund oder von -der photo empfindlichen Schicht selbst unterstützt werden. Es ist aber möglich, ebenso wie beim Beispiel nach Fig. 3, die Elektrode aus einer Metallisierung einer durchsichtigen biegsamen Folie bestehen zu lassen, die mit der Metallisierung den Scheiteln der photo- empfindlichen Schicht aufgedrückt wird.
Bei den Bei spielen nach den Fig. 1 und 2, bei denen die Schei tel parallele Streifen bilden, kann eine solche Metalli sierung aus den Scheiteln der Leisten entsprechenden parallelen Streifen bestehen. In einem solchen Falle brauchen diese Streifen für die Primärstrahlung nicht durchlässig zu sein.
Bei einem Bildverstärker nach der Erfindung kann auf die photoempfindliche Schicht, zum Schutz dieser Schicht, ein die Täler derselben auffüllender, isolierender und durchsichtiger Stoff aufgebracht sein. Man kann zu diesem Zweck auch ein Material wäh len, welches unter der Einwirkung der Primärstrah lung aufleuchtet, wobei dann die photoempfindliche Schicht auf diese Lumineszenzstrahlurvg ansprechen muss.
Bei den oben beschriebenen Beispielen wurde immer über elektroleuchtenden Stoff als wesentlicher Bestandteil der Leuchtschicht gesprochen. Anstelle eines elektroleuchtenden Stoffes kann auch ein Leuchtstoff verwendet werden, der Feldlöschung der von einer Hilfsstrahlung erzeugten Lumineszenz auf weist.
Ein solcher Stoff ist zum Beispiel mit Silber und Gallium aktiviertes Zinksulfid. Beim Betrieb eines Bildverstärkers mit einem eine solche Feld löschung aufweisenden Leuchtstoff ist es erforderlich, die betreffende Schicht mittels einer dazu geeigneten Hilfsstrahlung zum Aufleuchten zu bringen, wobei die Aufl@euchturng bei Impedanzänderungen der photo empfindlichen Schicht dann stellenweise mehr oder weniger gelöscht wird.