CH356904A - Schaumschichtbildendes Feuerschutzmittel - Google Patents
Schaumschichtbildendes FeuerschutzmittelInfo
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- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Schaumschichtbildendes Feuerschutzmittel Im Patent Nr. 345735 ist ein lagerbeständiges, schaumbildendes Feuerschutzmittel beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, d'ass es auf 1 Gew.-Teil Formaldehyd, 1,2 bis 1,3 Gew.-Teile Dieyandiamid, 0,5 bis 0,8 Gew.-Teile Harnstoff und 1,0 bis 1,7 Gew.-Teile Ammoniumsalz von Phosphorsäure, vor zugsweise Ammoniumsalze der Orthophosphorsäure,
deren pH-Wert zwischen 2,5 bis 4,5 liegt, enthält. Zum Gebrauch löst man z. B. 200 Teile des Gemisches in 75 bis 125 Teilen Wasser auf.
In Weiterentwicklung dieser Anwendungsmöglich keit gemäss Patentanspruch II des Hauptpatentes wurde nun gefunden, dass sich die Produkte gemäss Hauptpatent nicht nur in wässriger Lösung, sondern auch in Substanz als Zusätze für Lacke und sonstige Anstrichmittel verwenden lassen, die bei Feuerein- wrkung sich aufblähende und die Wärmeübertragung weitgehend verhindernde Anstriche ergeben sollen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Verwendung des Feuerschutzmittels gemäss Patent anspruch I des Hauptpatentes in Substanz, z.
B. in pulvriger oder mit einem organischen Lösungsmittel dispergierter Form, als Zusatz zu Anstrichmitteln z. B. Lacke. Dabei ist es ebenso überraschend wie vorteilhaft, dass die Fähigkeit, eine wärmeisolierende Dämmschicht auszubilden, auch nach der Vereini gung des Feuerschutzmittels gemäss Hauptpatent mit einem Lackbindemittel,
dessen Weiterverarbeitung zu einem Lack und nach erfolgter Filmbildung auf dem zu schützenden Objekt voll erhalten bleibt. Soll ein Anstrich mehreren Schichten aufgebracht werden, so kann das Feuerschutzmittel gemäss Hauptpatent in allen diesen Schichten enthalten sein.
Als Lackbindemittel kommen die verschiedenen in der Lackindustrie üblichen Bindemittel, insbeson dere härtbare Phenolharze, Aminharze wie Harzstoff-, Melamin- oder Dicyandiamidharze und Chlorkau- tschuk in Frage. Als besonders geeignet haben sich säure- bzw.
lufthärtende Phenol- und Harnstoffharze, insbesondere nach ihrer Monoalkoholbehandlung, er wiesen. Bei Verwendung brennbarer Bindemittel kann die Entflammbarkeit durch Mitverwendung chlorhal tiger Produkte wie chlorierter Paraffine, chlorierter Diphenyle, Trichloräthylphosphat und dgl. herab gesetzt werden.
Auch die Mitverwendung flüchtiger chlorierter Kohlenwasserstoffe als Lösungsmittel kann von Vorteil sein, um ein bei frischen Filmen an fängliches Entflammen durch etwa zurückgehaltene brennbare Lösungsmittel zu verhindern.
Die Menge des verwendeten schaumschichtbilden- den Flammschutzmittels im Anstrichmittel kann von geringen Anteilen (5-10% ausgehend beliebig, den gewünschten Filmeigenschaften entsprechend,
gestei- gert werden. Bei Zusätzen bis zu 20% zu Lacken aus den verschiedenen Bindemitteln, besonders zu solchen aus Phenol-Harnstoff-Kombinationsharzen, bleibt der Ylarlackcharakter des Films weitgehend erhalten.
Die Lagerfähigkeit der hergestellten Anstrichmit- tel ist gut, auch die Lacke mit Härterzusatz sind über Monate lagerfähig.
Die Anstrichmittel können mit verschiedenen in der Lackindustrie üblichen Pigmenten wie Titan dioxyd, Eisenoxyd usw. pigmentiert werden oder son stige bei .der Herstellung von Anstrichstoffen allge- mein gebräuchliche Hilfsstoffe, z. B. Trockenstoffe, Verlaufmittel, Antihautmittel, Antiabsetzmittel usw. enthalten.
Die Einarbeitung des schaumschichtbild:enden Feuerschutzmittels in die Lacke kann nach verschie denen Verfahren erfolgen. Das Mittel wird entweder in der vorliegenden pulvrigen Form durch Einrühren den Lacken oder ihren Bindemitteln beigemischt oder es wird zusammen mit den anderen Lackrohstoffen in der üblichen Verarbeitungsweise mit den üblichen Maschinen wie Kugel- und Trichtermühlen,
Walzen- stühlen usw. verarbeitet. Zur Erzeugung anstrich- technisch hochwertiger Filme wird: es zweckmässig zusammen mit einem weitgehend wasserfreien orga nischen Lösungsmittel wie Butanol, Butylacetat usw. in einer Kugelmühle feingemahlen und die dabei ent stehende Dispersion dem Lack zugefügt.
Besondere Vorteile werden dadurch erzielt, dass das Feuerschutzmittel in vorgehärtetem Zustand ver wendet wird, indem es vor seinem Zusatz zu den Lacken bzw. Lackgrundstoffen einer Erwärmung un terworfen wird.
Durch die Vorhärtung kann es einer Feinmahlung unterworfen werden, die siech als be sonders günstig erwiesen hat. Einerseits werden d!a- durch durch die feine Korngrösse des Mittels gleich mässige Oberflächen der Anstriche erzielt, anderseits ist die Wasserempfindlichkeit des Flammschutzmit- tels durch die Vorkondensation verringert.
<I>Beispiel 1</I> 100 Gewichtsteile eines Chlorkautschuklackes, bestehend aus 30 Gewichtsteilen Chlorkautschuk, 15 Gewichtsteilen von unter der Handelsbezeichnung Clophen A 60 bekannten Chlordiphenyl und 55 Gewichtsteilen Verdünnung aus.
95 Gewichtsteilen Xylol und 5 Gewichtsteilen Butanol, werden unter ständigem Rühren mit einem Schnellrührer mit 45 Gewichtsteilen des beschriebenen trockenen, pulver förmigen Feuerschutzmittels vermischt.
<I>Beispiel 2</I> In einer Kugelmühle wird ein Klarlack, bestehend aus 100 Gewichtsteilen eines unter der Handelsbe- zeichnung Phenodur 263 U bekannten säurehärten- den Phenolharzes, 14 Gewichtsteilen eines unter der Handelsbezeichnung Mowital B 30 1i bekannten Polyvinylbutyrols und 94,8 Gewichtsteilen Verdün nung aus 14 Gewichtsteilen Äthylalkohol, 5 Gewichts- teilen Butylacetat,
3 Gewichtsteilen Butylalkohol und 3 Gewichtsteilen Äthylglykol, zusammen mit 84 Ge- wichtsteilen des trockenen Feuerschutzmittels fein vermahlen.
<I>Beispiel 3</I> 210 Gewichtsteile des Feuerschutzmittels werden mit der gleichen Menge Butylacetat in der Kugel mühle fein vermahlen. Die entstehende Dispersion wird einem Lack, bestehend aus 100 Gewichtsteilen Phenodur 263 U wie in Beispiel 1), 35 Gewichts teilen Chlorparaffin und 20 Gewichtsteilen Verdün nung aus 12 Gewichtsteilen Äthanol, 4 Gewichtstei len Butylacetat und 2 Gewichtsteilen Äthylglykol und einem aus 3,
5 Gewichtsteilen konz. Phosphorsäure und 11,5 Gewichtsteilen Butanol bestehenden Härter zugefügt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verwendung des schaumschichtbil!denden Feuer- schutzmittels gemäss Patentanspruch 1 des Haupt patentes, dadurch gekennzeichnet, dass das Feuer schutzmittel Anstrichmitteln zugesetzt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Feuerschutzmittel einem säure härtenden Phenol-, Harnstoff- oder Phenol-Harnstoff- Formaldehydharz zugesetzt wird. 2.Verwendung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das genannte säurehärtende Harz mit Monoalkoholen vor behandelt.
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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