CH356910A - Verfahren zur Herstellung von armierten Kunststoffrohren mit wenigstens einer Lage Armierung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von armierten Kunststoffrohren mit wenigstens einer Lage ArmierungInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von armierten Kunststoffrohren mit wenigstens einer Lage Armierung Gemäss einem bekannten Verfahren werden armierte Kunststoffrohre so hergestellt, dass man die Armierung in die Form eines Bandes webt, welches auf eine Form, z. B. auf eine Walze aufgewickelt wird, worauf man die Armierung mit dem Kunststoff tränkt, bis die gewünschte Wandstärke des Rohres erreicht ist. Das Durchführen dieses Verfahrens und auch anderer grundsätzlich ähnlicher Verfahren ist umständlich und teuer und die dabei hergestellten Kunststoffrohre sind in vieler Hinsicht mangelhaft. So ist im allgemeinen ihre Wandstärke nicht durchwegs gleichbleibend und ihre Mantelfläche ist unregelmässig und nicht genügend glatt. Auch bezüglich der Festigkeit bleiben eine Anzahl Anforderungen unerfüllt, zumal die Rohre bevorzugte Knickrichtungen besitzen. Dies ist eine Folge der Notwendigkeit das Armierungsband mit einer Steigung aufzuwickeln, wobei die Armierungsfaser - meist Glasfaser - in unterbrochene Lagen zu liegen kommen. Besonders ungünstig wirkt sich dieser Umstand dann aus, wenn die Rohre z. B. auf Biegung beansprucht werden. Zweck der Erfindung ist, ein Verfahren zur Herstellung von armierten Kunststoffrohren zu schaffen, bei welchen die erwähnten Nachteile vermieden werden. Kennzeichnend dabei ist, dass man die vorgeformte Armierung in eine drehbare Form legt, welche dann beiderends wenigstens in einem im Umfangssinne geschlossenen Randbereich verschlossen und in Drehung versetzt wird, dass eine vorbestimmte Kunststoffmenge in flüssigem Zustand längs der Drehachse der Form in diese eingeführt und in einem längs der Drehachse hin und her wandernden freien Strahl ausgegossen wird, so dass sich der Kunststoff an der Wandung der Form verteilt, die Armierung einschliesst und beim Erstarren ein Rohr mit gleichmässiger Wandstärke bildet, worauf die Form angehalten und geöffnet wird. Das erfindungsgemässe Verfahren wird an Hand der beiliegenden Zeichnung, in welcher eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens dargestellt ist, nachfolgend rein beispielsweise erläutert. Die Vorrichtung weist eine hohkrlindrische Form 1 auf, deren innere Fläche glatt, vorzugsweise geschliffen ist. Die Form 1 ist in nicht näher dargestellter Weise um die eigene Achse drehbar gelagert. An beiden Enden der Form 1 smd Ringfiansche 2 vorgesehen, an denen Endscheiben 3 und 4 lösbar befestigt sind. Die Endscheiben 3 und 4 liegen dichtend' an den Ringflanschen 2 auf. Im Zentrum der Endscheibe 4 ist eine Bohrung 5 vorgesehen, und eine Ausgiessrinne 6 erstreckt sich durch die Bohrung 5 in das Innere der Form. Die Ausgiessrinne 6 ist mit einem Tiegel verbunden, welcher den giessfertigen Kunststoff in flüssigem Zustand enthält und welcher derart verschiebbar geführt ist, dass die Ausgiessrinne in der Form zwischen den Endscheiben 3 und 4 hin und her gefahren werden kann. Vor dem Giessen wird zunächst die vorgeformte Armierung in die Form eingelegt. Es spielt dabei keine Rolle, aus welchem Material die Armierung besteht, ob es Giasfaser-, Metall-odor Textilgewebe oder dergleichen ist. Auch die Form der Armierung ist unwesentlich, es können Bänder, Matten und andere Gebilde zur Verwendung kommen. Zum Einlegen der Armierung können auch Hilfsmittel, z. B. ein Halbkartonrohr oder dergleichen, zu Hilfe genommen werden, wobei freilich das Hilfsmittel aus der Form wieder herausgenommen wird. Nachdem die Armierung in die Form 1 gelegt wurde, werden die Endscheiben 3 und 4 dichtend aufgesetzt und die Ausgiessrinne durch die Bohrung 5 in die Form eingeführt. Bei Drehen der Form 1 wird der flüssige Kunststoff durch die Ausgiessrinne 6 in das Innere der Form geleitet und gelangt vom Ende der Rinne 6 in freiem Strahl auf die Wandung der Form, wo er sich unter der Wirkung der Zentrifugalkraft verteilt. Gleichzeitig wird die Ausgiessrinne 6 längs der Drehachse der Form 1 hin und her geschoben, wobei der Ausgiessstrahl zwischen den beiden Endscheiben hin und her wandert. Demzufolge und zufolge der Drehung der Form gelangt der Ausgiessstrahl an einen immer anderen Teil der Wandung der Form 1, so dass das Verteilen des Kunststoffes stark beschleunigt wird. Die Drehgeschwindigkeit der Form bzw. die Geschwindigkeit des Oszillierens des Ausgiessstrahles kann von Fall zu Fall verschieden gewählt werden. Nachdem eine vorbestimmte Kunststoffmenge entsprechend der Grösse und Wandstärke des herzustellenden Rohres ausgegossen worden ist, wird der Giessvorgang selber abgebrochen, die Form jedoch vorzugsweise weitergedreht, bis der Kunststoff erstarrt. Dabei tritt eine gewisse Schrumpfung auf, die das leichte Herausnehmen des Rohres aus der Form ermöglicht. Das in dieser Weise hergestellte armierte Kunststoffrohr zeichnet sich durch eine hohe Oberflächengüte, durch die Gleichmässigkeit der Wandstärke und der Festigkeit aus. Das beschriebene Verfahren ist einfach durchführbar und gestattet das beträchtliche Senken der Herstellungskosten. Es ermöglicht ausserdem das Herstellen von Rohrformen und Dimensionen, welche mit bekannten Verfahren nur teuer, oder überhaupt nicht hergestellt werden können. So können die Kunststoffrohre verhältnismässig lang und von grossem Durchmesser sein. Man kann - wie dies ohne weiteres einzusehen ist - Rohre mit mehreren Armierungslagen herstellen, indem z. B. nach dem Fertigstellen eines die äusserste Armierung enthaltenden Kunststoffrohres in dieses eine weitere Armierungslage eingelegt und eine weitere Kunststoffmenge vergossen wird. Anderseits besteht die Möglichkeit, mehrere Kunst stoffrohre der Länge nach aneinanderzufügen, indem an einem bereits fertiggestellten Rohr ein weiteres Rohr angegossen wird. In einem solchen Fall wird z. B. der erste fertiggestellte Rohrabschnitt nicht vollständig aus der Form gezogen, wobei der in die Form einragende Rohrabschnitt die Endscheibe ersetzt, das betreffende Ende der Form in einem im Umfangssinne geschlossenen Randbereich verschliesst und damit den vergossenen Kunststoff am Ausfliessen aus der Form hindert. Vorzugsweise steht die Armierung am in die Form einragenden Ende des Rohrabschnittes hervor. Daraufhin wird von der anderen Seite der Form eine neue vorgeformte Armierung eingelegt und die Form auch an dieser Seite verschlossen. Hierauf wird der Kunststoff in der beschriebenen Weise vergossen, wobei der in die Form koaxial einragende Rohrabschnitt gehalten wird und mit der Form mitgedreht. Der neue Rohrabschnitt wird hierbei mit dem zuerst fertiggestellten Rohrstück zusammengeschweisst. Es können in dieser Weise beliebig viele Rohrabschnitte zusammengefügt werden. Nach dem beschriebenen Verfahren können auch schwach konisch, abgesetzte, gerippte oder gerillte Rohre hergestellt werden. Für einige dieser Rohrkörper müssten zerlegbare Formen verwendet werden. In jedem Falle entstehen glatte Oberflächen und ein dichtes Gefüge.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von armierten Kunststoffrohren mit wenigstens einer Lage Armierung, dadurch gekennzeichnet, dass man die vorgeformte Armierung in eine drehbare Form legt, welche dann beidenends wenigstens in einem im Umfangssinne geschlossenen Randbereich verschlossen und in Drehung versetzt wird, dass eine vorbestimmte Kunststoffmenge in flüssigem Zustand längs der Drehachse der Form in diese eingeführt und in einem längs der Drehachse hin und her wandernden freien Strahl ausgegossen wird, so dass sich der Kunststoff an der Wandung der Form verteilt, die Armierung einschliesst und beim Erstarren ein Rohr mit gleichmässiger Wandstärke bildet, worauf die Form angehalten und geöffnet wird.II. Rohr, hergestellt gemäss dem Verfahren nach Patentanspruch I.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, zur Herstellung von Rohren, deren Länge diejenige der Form übersteigt, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst ein Rohrabschnitt hergestellt wird, welcher nach Erstarrung aus der einenends geöffneten Form teilweise herausgezogen wird, worauf der nächste und in der gleichen Weise jeder nachfolgende Rohrabschnitt hergestellt wird, wobei jeweils der zuletzt hergestellte teilweise in die Form einragende Rohrabschlnitt den Verschluss für die Form bildet und mit dem nachfolgenden Rohrabschnitt verschweisst wird.2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in die Form einragende Rohrabschnitt mit der Form mitgedreht wird.
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| CH356910T | 1957-10-10 |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE2308836A1 (de) | 1972-02-22 | 1973-09-13 | Armstrong Cork Co | Verfahren zum herstellen hohlzylinderfoermiger teile aus geschaeumtem plastikmaterial und rotationsgiessmaschine zum durchfuehren des verfahrens |
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1957
- 1957-10-10 CH CH356910D patent/CH356910A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2308836A1 (de) | 1972-02-22 | 1973-09-13 | Armstrong Cork Co | Verfahren zum herstellen hohlzylinderfoermiger teile aus geschaeumtem plastikmaterial und rotationsgiessmaschine zum durchfuehren des verfahrens |
| DE2366277C2 (de) * | 1972-02-22 | 1983-11-17 | Armstrong Cork Co., 17604 Lancaster, Pa. | Rotationsgießmaschine zum Herstellen rohrförmiger Erzeugnisse aus geschäumtem Kunststoff |
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